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5  Zusammenfassung

In dieser Arbeit wurden die Möglichkeiten der nicht-invasiven Kontrolle der Thermotherapie zur Tumorbehandlung mittels Ultraschall am Beispiel der LITT untersucht.

Anhand der bestehenden Techniken wie der Simulation zur Planung der Therapie und der Temperaturmessung mittels Kernspintomographie zur Therapiekontrolle wurden die Anforderungen an eine effiziente und sichere Kontrolle erarbeitet. Diese wurden dann im Sinne der Ultraschallkontrolle interpretiert und zwei Verfahren zur Therapiekontrolle mittels Ultraschall wurden vorgeschlagen. Das erste Verfahren basiert auf der Auswertung von lokalen Veränderungen der Laufzeit des Schallsignals zur Ermittelung der Temperaturverteilung im Gewebe. Es beruht physikalisch auf der Temperaturabhängigkeit der Schallgeschwindigkeit. Das zweite Verfahren basiert physikalisch auf den Dämpfungseigenschaften von biologischem Gewebe und deren Abhängigkeit von der Gewebestruktur. Mit diesem Verfahren werden Veränderungen in der Frequenzabhängikeit der Dämpfung quantitativ ausgewertet und somit auf den Gewebezustand geschlossen.

Beide Verfahren sind im Hinblick auf den klinischen Einsatz entwickelt und in ein experimentelles System zur Therapiekontrolle implementiert worden. Mit diesem System wurden beide Verfahren anhand von in vitro und einer ersten in vivo Messung getestet und evaluiert. Es zeigt sich, daß beide Verfahren zur Therapiekontrolle von thermischen Therapien in Echtzeit tauglich sind. Sowohl anhand von Temperaturkarten als auch anhand von Strukturkarten kann die Läsionsausbreitung während der Therapie nicht-invasiv ermittelt und dargestellt werden. Im Hinblick auf einen späteren klinischen Einsatz, wurde weiterhin besonderes Augenmerk auf die Entstehung von Störungen und Artefakten durch Patientenbewegungen gelegt und eine Methode zur Kompensation dieser Bewegungen vorgestellt.

Das experimentelle System kann nun zur weiteren Durchführung von Messungen und zur klinischen Evaluierung der entwickelten Verfahren herangezogen werden.


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13.01.2005