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6  Ausblick

Der nächste Schritt der weiteren Forschung wird die ausführliche experimentelle Behandlung der Zusammenhänge zwischen dem strukturellen Zustand und den Dämpfungseigenschaften des Gewebes anhand von histologischen Untersuchungen der Proben in vitro und in vivo sein. Die Genauigkeit der Dämpfungsbestimmung im System kann durch den Einsatz eines modernen Ultraschallgerätes mit breitbandigeren, höherfrequenten Schallköpfen verbessert werden. Da bisher nur für die bildgebende Diagnostik übliche Pulsformen des Schallgerätes verwendet wurden, kann auch von einer auf die Fragestellung angepaßten aktiven Schallfeldformung mittels „Chirp“-Anregung des Ultraschallwandlers und darauf angepaßten „Matched Filter“-Algorithmen eine Erhöhung der Genauigkeit bei der Bestimmung der Dämpfungsparameter erwartet werden.

Weiterhin wird das bestehende System zur 3-dimensionalen Therapiekontrolle erweitert, so daß die Aufnahme und Darstellung des gesamten Behandlungsvolumens möglich ist und die bisherigen Beschränkungen der Bewegungskompensation anhand der 2-dimensionalen Scanebene aufgehoben werden. Weiterhin kann eine Verbesserung der Bildqualität durch eine Erhöhung der Schallfrequenz zu einer präziseren Bewegungskompensation beitragen.

Das bestehende System wird zusätzlich momentan für die „High Intensity Focused Ultrasound“ (HIFU) Applikation evaluiert und es zeigen sich vielversprechende Ergebnisse in der Charakterisierung der Therpieläsionen mittels der Temperaturauswertung. Bei ersten Experimenten zur Ultraschall-Kontrolle der HF-induzierten Thermotherapie konnte eine störende Beeinflussung von Therapiesystem und Ultraschall-Kontrolle ausgeschaltet werden. Die Kontrolle dieser Therapieform mittels Ultraschall sollte ebenso näher untersucht werden, wie die mögliche Ultraschall-Temperaturauswertung bei der moderaten Hyperthermie mit niedriegren Temperaturen und längeren Behandlungszeiten.


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13.01.2005