Lövey, György: Ergebnisse der Strahlentherapie und prognostische Faktoren

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Kapitel 4. Aufgabenstellung

4.1. Vergleichbarkeit der Therapieergebnisse

Anhand der vorliegende Daten aus der Klinik für Strahlentherapie der Klinikums Ernst von Bergmann soll geprüft werden, ob die erreichten Therapieergebnisse mit einer alleinigen Strahlentherapie mit den Literaturangaben vergleichbar sind.

4.2. Prognosefaktoren

Es soll geprüft werden, ob für diese Patientengut prognostische Faktoren hinsichtlich der Gehfähigkeit und der Lebenserwartung gefunden werden können.


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Material und Methode

4.3. Patientengut

53 Patienten wurden zwischen 1993 und 1995 in der Klinik für Strahlentherapie des Klinikums Ernst-von-Bergmann in Potsdam wegen einer malignen epiduralen Kompression des Spinalkanals strahlentherapeutisch behandelt. Die Bestrahlungsindikation wurde anhand einer der folgenden Kriterien gestellt :

Röntgenologisch nachgewiesener metastatischer Befall der Wirbelsäule mit klinischen Symptomen einer epiduralen Kompression

Nachweis im CT oder MR einer epiduralen Tumorkomponente mit Einengung des Spinalkanals, auch ohne gravierende neurologische Ausfälle.

4.4. Datenerfassung

Die Daten des Krankheitsverlaufs wurden den Krankenhausunterlagen entnommen. Bei den Patienten, die nicht mehr in unserer Nachsorge erschienen, wurden die Überlebensdaten per Fragebogen oder telefonischen Auskunft bei dem behandelnden Hausarzt erhoben. Wegen der retrospektiven Erhebung der Daten wurden nur wenige, gut erfassbaren Daten untersucht.

Die Patientenkarten wurden mit einem Datenbogen ( Anhang I) ausgewertet. Die Variablen wurden numerisch kodiert (Anhang II).

Für die Bestimmung der motorischen Kraft wurde die Einteilung nach Leviov et al. 1993 gewählt. Für die Auswertung hinsichtlich der Prognosefaktoren wurde jedoch eine Gruppe „ambulant“ von den Patienten mit Kategorie 0 und 1, bzw. eine Gruppe „nichtambulant“ von den Patienten mit der Kategorie 2 und 3 gebildet.

4.5. Statistische Auswertung

Die statistische Auswertung erfolgte mit dem SPSS Programmpaket (SPSS für Windows 8.0., SPSS Inc. )

Die Überlebensanalyse erfolgte mit der Kaplan-Meier- Methode, Gruppen wurden mit dem log-rank Test verglichen.

Die Prognosekriterien wurden mit dem Chi -Quadrat- Test gewertet.


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4.6. Therapie

Bis auf eine Ausnahme erhielten die Patienten keine chirurgische Therapie. Bei diesem einem Eingriff handelte es sich um eine dorsale Laminektomie.

4.6.1. Technik

Die Strahlentherapie erfolgte in 38 Fällen (77 %) durch ein dorsales Stehfeld, in 10 Fällen (18,9%) wurde durch zwei opponierenden Stehfelder bestrahlt. In 5 (9,4%) Fällen wurde eine isozentrische Keilfeldtechnik gewählt.

4.6.2. Feldgröße

Die mediane Feldlänge war 15 cm (Range 6-22 cm).

Die mediane Feldbreite war 8 cm (Range 6-14 cm).

Die mediane Feldgröße war 22 cm² ( Range 12-32 cm²).

Wenn es möglich war, wurden die Feldgrenzen nach den Kernspinbildern bestimmt. Die Referenztiefe wurde in der Regel am Simulator festgelegt.

4.6.3. Dosis

Die mediane Einzeldosis lag bei 3 Gy (Range 1,8- 5 Gy).

Die mediane Gesamtdosis war 30 Gy (Range 6- 39 Gy).

Die Therapie mußte wegen Verschlechterung des Allgemeinzustandes in 4 Fällen abgebrochen werden. 92.5 % der Patienten erhielten die vorgeschriebene Dosis.

4.6.4. Fraktionierung

Die meisten (56,6%) Patienten wurden dreimal wöchentlich bestrahlt. 24,5 % erhielten 5 Fraktionen wöchentlich, Patienten mit Einzelfraktionen größer als 3 Gy erhielten 1 bis 2 Fraktionen wöchentlich.

4.6.5. Therapieablauf

49 Patienten schlossen die Therapie ab. In vier Fällen mußte die Therapie wegen der rapiden Verschlechterung des Allgemeinzustandes abgebrochen werden.


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Wed Aug 30 15:37:18 2000