Lövey, György: Ergebnisse der Strahlentherapie und prognostische Faktoren

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Kapitel 7. Zusammenfassung

In einer retrospektiven Analyse wurden die Daten von 53 konsekutiven Patienten,31 Männer und 22 Frauen, mit klinisch oder röntgenologisch präsenten metastatischen epiduralen Spinalkanalkompression ausgewertet. Das mediane Alter war 60 Jahre. Als Primärtumor waren Bronchialkarzinome (13 Patienten), Mammakarzinome (10) und Prostatakarzinome (10) am häufigsten zu finden. Bei der Diagnostik der epiduralen Kompression hat sich die Kernspintomographie als beste Methode herausgestellt. Klinisch auffällige Patienten mit negativer konventioneller Röntgenaufnahme hatten häufig kernspintomographisch nachweisbare epidurale Kompressionszeichnen.

Die Therapieergebnisse hinsichtlich der Schmerzlinderung waren mit der Literatur vergleichbar (Ansprechrate= 66%). Als wichtigster prognostischer Faktor hinsichtlich der Gehfähigkeit hat sich der prätherapeutische Status erwiesen. Patienten, die Anfang der Therapie gehfähig waren, blieben in 94% der Fälle auch gehfähig, während nur ein Patient seine Gehfähigkeit bis Ende der Therapie wiedergewann (p< 0,001). Im Chi-Quadrat Test war auch der diagnosestellende Arzt prognostisch relevant: Patienten, deren Diagnose durch einen onkologisch tätigen Arzt gestellt wurde, hatten eine höhere Chance gehfähig zu bleiben (p=0,04).

Das Gesamtüberleben (8 Monate median, Range 1-27 Monate ) entsprach den Literaturangaben. Nicht ambulante Patienten und Patienten mit Bronchialkarzinom hatten eine signifikant schlechtere Prognose (p<0,001 bzw. p= 0,05). Hinsichtlich des Überlebens war der diagnosestellende Arzt nicht relevant.Zusammenfassend können wir folgende Punkte hervorheben:


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Wed Aug 30 15:37:18 2000