5 Zusammenfassung

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Die genetischen Polymorphismen des Cytochrom-P450-Enzymsystems spielen für den Abbau vieler Antidepressiva eine entscheidende Rolle. Bei prädisponierten Patienten können sie leicht zu gravierenden Arzneimittelnebenwirkungen oder zu einem unzureichenden Ansprechen auf die antidepressive Therapie führen.

Zielsetzung dieser Arbeit war zu untersuchen, ob Unterschiede in der Pharmakokinetik von Antidepressiva, wie sie durch Cytochrom-P450-Enzympolymorphismen verursacht werden, auch unter klinischen Bedingungen Auswirkungen auf den Erfolg der antidepressiven Therapie, die Nebenwirkungen und den Verlauf der depressiven Erkrankung haben.

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Dabei stellte sich heraus,

Während der Einfluss der CYP2D6-Genotypen auf die Pharmakokinetik eindeutig nachgewiesen ist, konnten die Ergebnisse dieser Arbeit weitestgehend keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Depression, der Therapieresponse, der Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen und dem CYP2D6-Genotyp herstellen.

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Die Studie hat mit einer Fallzahl von 334 Patienten, die mit CYP2D6-Substraten behandelt wurden, eine große Power und kann als repräsentativ angesehen werden.


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30.11.2005