Märten, Angela: Tumorantigen gepulste dendritische Zellen zur Steigerung der Zytotoxizität immunologischer Effektorzellen bei Tumoren des gastroenteropankreatischen Systems

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Kapitel 2. Zielsetzung

Das Immunsystem ist in der Lage, Tumorzellen zu erkennen und zu vernichten. Tumore können sich dieser immunologischen Kontrolle jedoch entziehen, z.B. durch die Sekretion von Interleukin-10 oder vascular endothelial growth factor, durch die die Funktion und die Reifung von dendritischen Zellen in vivo gehemmt wird. Vor dem Hintergrund der hohen Rezidivrate von Patienten mit gastroenteropankreatischen Tumoren sind immunologische Ansätze entwickelt worden. Um zytotoxische tumorspezifische T-Zellen zu rekrutieren, ist die Präsentation von tumorspezifischen Antigenen in Verbindung mit MHC -Molekülen auf dendritischen Zellen notwendig.

Ziel dieser Arbeit war es, ein Modell zu etablieren, bei dem immunologischen Effektorzellen (CIK-Zellen) durch eine Cokultivierung mit dendritischen Zellen eine erhöhte Zytotoxizität gegen gastroenteropankreatische Tumore vermittelt wird. Hierfür sollten aus dem peripheren Blut sowohl gesunder Spender als auch von Tumorpatienten dendritische Zellen generiert werden, deren Eigenschaften es durchflußzytometrisch zu charakterisieren galt.

Um eine spezifische anti-Tumorantwort zu induzieren, sollten dendritische Zellen mit Tumorantigen gepulst werden. Der geeignete Zeitpunkt und die optimale Dosis mußten bestimmt werden. Die Zytotoxizität cokultivierter CIK-Zellen sollte in LDH-Freisetzungstests zuerst gegen Zellinien, später gegen autologe Primärkulturen bestimmt werden. Es galt die Spezifität der mit gepulsten dendritischen Zellen cokultivierten Effektorzellen mittels Antigenblockadetests abzuklären.

T-Helferzellen, die an MHC Klasse II-Moleküle auf dendritischen Zellen binden, konditionieren die dendritische Zelle, die dann in der Lage ist, zytotoxische T-Zellen zu aktivieren. CIITA bewirkt eine Hochregulation von MHC Klasse II-Molekülen. Um eine weitere Verstärkung der induzierten Zytotoxizität zu erreichen, sollten dendritische Zellen mit dem Gen, das für den Transaktivator CIITA codiert, transfiziert werden. Hierfür mußte eine Gentransfermethode gefunden werden, die hinreichend hohe Transfektionseffizienzen bei dendritischen Zellen bewirkt. Die Effizienz sollte ermittelt werden, das transduzierte Gen nachgewiesen und die durch die Transfektion mit dem CIITA-Gen bewirkten Veränderungen bei den dendritischen Zellen durchflußzytometrisch und funktionell bestimmt werden.

Abschließend sollten phänotypische und funktionelle Veränderungen cokultivierter CIK-Zellen untersucht werden. Hierfür sollten methodisch die Durchflußzytometrie, die ELISpot-Technik und der Nachweis antigenspezifischer T-Zellen mittels der Dimertechnik eingesetzt werden.


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Thu Jun 15 9:43:05 2000