I Einführung

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Weltweit sind ca. 350 Millionen Menschen chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert. Jährlich sterben HBV-bedingt etwa eine Million Menschen, vor allem im südlichen Afrika und in Südostasien. Hepatozelluläre Karzinome stehen an fünfter Stelle der Häufigkeit bei Krebserkrankungen. 70-80% der Erkrankungen sind auf HBV zurückzuführen. Damit ist das HBV weltweit die Hauptursache für die Entstehung von hepatozelluläre Karzinome.

1. Das Hepatitis-B-Virus

Das Hepatitis-B-Virus (HBV) ist das kleinste humanpathogene DNA-Virus und gehört zur Familie der Hepadnaviren. Es besitzt einen ausgeprägten Hepatotropismus und weist ein sehr enges Wirtsspektrum auf. Das HBV besitzt eine äußere Lipidhülle, in welcher die Oberflächenproteine eingelagert sind. Im Inneren befindet sich ein ikosaedrisches core-Partikel, welches die 3,2kb große, partiell doppelsträngige DNA sowie ein Protein mit Polymeraseaktivität und eine zelluläre Proteinkinase enthält (Abb. 2). Die Replikation der viralen DNA erfolgt über die reverse Transkription eines 3,5kb großen RNA-Intermediats zur Erststrang-DNA-Synthese (Ganem & Varmus, 1987). Die Gewebespezifität lässt sich zum einen durch die Interaktion der Virusoberflächenproteine mit den Hepatozyten (Neurath et al., 1986a) erklären. Zum anderen ist sie durch gewebespezifische regulatorische Elemente in den viruseigenen Promotoren bedingt (Fukai et al., 1997).

Die Hepadnaviren lassen sich in zwei große Gruppen unterteilen. Zum Genus Orthohepadnaviren, aus Säugetieren isoliert, gehören neben dem humanen HBV (Dane et al., 1970) unter anderem das Schimpansen-HBV (ChHBV) (Vaudin et al., 1988), das Gibbon-HBV (GiHBV) ( Norder et al., 1996), das Orang Utan-HBV (OuHBV) (Warren et al., 1999), das Woolly Monkey (Wollaffen)-HBV (WMHBV) (Lanford et al., 1998), das Gorilla-HBV (GoHBV) (Grethe et al., 2000), das Woodchuck (Waldmurmeltier) Hepatitis Virus (WHV) (Summers et al., 1978), das Groundsquirrel (Erdhörnchen) Hepatitis Virus (GSHV) (Marion et al., 1980) und das Arctic Groundsquirrel (arktisches Hörnchen)Hepatitis Virus (ASHV) (Testut et al., 1996). Zu der Gruppe der Avihepadnaviren, aus Vögeln isoliert, zählen das Duck (Pekingenten)-HBV (DHBV) (Mason et al., 1980), das Heron (Graureiher) Hepatitis Virus (HHBV) (Feitelson et al., 1986), das Ross Goose (Ross-Gans) Hepatitis Virus (RGHV) (Testut et al., 1996), das Snow Goose (Schneegans)-HBV (SGHBV) (Chang et al., 1999), das Maned Duck (Mähnenenten)-HBV (MDHBV) (Li et al., 1998), das Grey Tale (Weißkehlenenten)-HBV (GTHBV) (Li et al., 1998) und das Stork (Weißstorch)-HBV (STHBV) (Pult et al., 2001).

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Vor allem das DHBV und das WHV werden als Modelle für das Verständnis der Hepadnaviren genutzt.

2. Verlauf einer HBV-Infektion

Der Verlauf einer humanen HBV-Infektion ist variabel. In ca. 65 % aller Fälle verläuft die akute Infektion bei einem gesunden Erwachsenen symptomlos. Bei den anderen Patienten wird eine akute Hepatitis mit den typischen Krankheitssymptomen beobachtet, d.h. zu Beginn Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie starke Müdigkeit, Unwohlsein und Appetitlosigkeit. Während des folgenden ikterischen Stadiums gehen diese Beschwerden langsam zurück. Die Gelbsucht (Ikterus) kann bei leichten Infektionen fehlen. In seltenen Fällen verläuft eine Infektion fulminant, wobei es dann zum Leberversagen kommt.

Das Hepatitis-B-Virus ist selbst nicht zytopathogen, das Eindringen des Virus und seine Replikation in der Leberzelle führen nicht unmittelbar zu deren Zerstörung. Die Krankheitssymptome bei der HBV-Infektion beruhen hauptsächlich auf der zellulären Immunabwehr des Wirtsorganismus, die sich gegen die infizierte Zelle richtet.

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Abb. 1: Schema einer Hepatitis-B-Infektion mit Darstellung der Antigene und Antikörper, die im Rahmen einer akuten Hepatitis B im Serum nachgewiesen werden können.
Quelle: Thomas (Hrsg.): Labor und Diagnose, Die Med. Verlagsgesellschaft, Marburg 1992

Nach einigen Wochen bildet sich die Gelbsucht zurück, d.h. die im Gewebe abgelagerten Gallenfarbstoffe werden abgebaut und die Erkrankung heilt aus. Das geschieht in 90-95% aller Fälle. Abbildung 1 zeigt den Zeitpunkt des Auftretens und den typischen Verlauf virusspezifischer Messgrößen bei einer akuten Hepatitis-B-Infektion.

Tabelle 1: Diagnostische Marker bei Hepatitis B

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HBsAg

Anti-HBs

Anti-HBc

Anti-HBc IgM

HBeAg

Anti-HBe

HBV- DNA

Inkubation

+

-

-

-

(+)

-

+

akut

+

-

+

+

+

-

+

abgelaufen

-

+

+

-

-

+/-

-

Träger gesund

+

-

+

-

-(+)

+(-)

-(+)

persistierend

+

-

+

-(+)

-/+

+/-

-/+

chron. aktiv

+

-

+

+/-

+/-

-/+

+

Quelle: Mod. nach Brandis, Köhler, Eggers u. Pulverer (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie, G. Fischer 1994

Bei 5-10% der Infizierten jedoch entwickelt sich eine chronische Hepatitis (HBsAg [Antigen der Virushülle] länger als 6 Monate nach Infektion nachweisbar), welche häufig jahrelang ohne wesentliche Krankheitssymptome persistiert (meist HBeAg [frühes {early} Antigen] negativ). Entwickelt sich eine chronisch aktive Hepatitis, kann neben der HBV-DNA meist auch HBeAg nachgewiesen werden. Sie verursacht ohne Behandlung bei 50% der Patienten nach 5 Jahren Leberzirrhose. In Tabelle 1 sind die diagnostischen Marker aufgeführt, nach welchen man den jeweiligen Status des HBV-infizierten Patienten bestimmen kann. Patienten mit chronischer HBV-bedingter Hepatitis haben ein 100% höheres Risiko ein Leberzellkarzinom zu entwickeln als Patienten ohne chronische HBV-bedingte Hepatitis.

Chronische Hepatitis kann durch die Gabe von Nukleosidanaloga behandelt werden. Leider treten nach einiger Zeit Resistenzen auf, so dass sich das Virus wieder stärker vermehrt. Daher ist es sinnvoll nach neuen Therapieansätzen zu suchen.

3. Aufbau des Virus und der sekretierten Antigene

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Im Serum HBV-infizierter Personen befinden sich drei HBV-spezifische Partikel: Das Virus, nach seiner Entdeckerin auch "Dane-Partikel" genannt (~0,2%), welches ca. 42-47nm groß (Dane et al., 1970) und infektiös ist, sphärische (98-99%) und filamentöse (1-2%) Partikel mit 20-25nm Durchmesser und unterschiedlicher Länge (Abb. 2).

Das Dane-Partikel besteht aus einer äußeren Hülle, aufgebaut aus Wirtszelllipiden und den drei viralen Oberflächenproteinen, und einem ca. 32-35nm großen ikosaedrischen Nukleokapsid, in dem die virale Nukleinsäure und die viruskodierte Polymerase verpackt sind. Die beiden Hauptstrukturelemente des Virus (Nukleokapsid und Hülle) entstehen zunächst getrennt voneinander, das Nukleokapsid im Zytosol und die Hüllproteine als transmembrane Proteine in den Membranen des endoplasmatischen Retikulums (ER).

Die sphärischen und filamentösen Partikel bestehen im Gegensatz zum intakten Virus nur aus der Lipidhülle mit eingelagerten viralen Oberflächenproteinen. Beim sphärischen Partikel findet man fast ausschließlich das kleine Oberflächenprotein. In den filamentösen Partikeln sind zusätzlich neben dem kleinen das mittlere Oberflächenprotein enthalten. Das große Oberflächenprotein ist in diesen subviralen Partikeln nur in sehr geringer Konzentration nachweisbar.

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Abb. 2: Schematische Darstellung der drei verschiedenen Partikel, die im Blut von HBV-infizierten Personen zu finden sind. LHBs, MHBs, SHBs: Large (großes), Middle (mittleres), Small (kleines) Hepatitis-B surface-Protein; HBc: Hepatitis-B core-Protein; hsc70: Heat shock cognate 70; Pk: Proteinkinase; Pri: Primer-Protein; RT: reverse Transkriptase; PreS1, PreS2: PreS1-, PreS2-Domäne; S: S-Domäne (Hüllproteine) (nach Kann & Gerlich, 1998, modifiziert)

4. Das HBV-Genom

Die Abbildung 3 zeigt die Genomstruktur des Hepatitis-B-Virus. Das 3,2kb große Genom ist zirkulär und partiell doppelsträngig (Summers et al., 1975). Das vollständige Genom ist auf dem kodierenden L(-)-Strang vorhanden; der komplementäre S(+)-Strang umfasst nur 20-80% des Genoms, so dass eine einzelsträngige Gap-Region (Aussparung) entsteht (Hruska et al., 1977).

Abb. 3: Genomstruktur des Hepatitis-B-Virus mit Darstellung der vier konservierten ORFs des HBV-Genoms am Beispiel des Genotyps A (HBsAg Subtyp adw2).
Pol: DNA-Polymerase; Pr: Primer-Protein; E1, E2: Enhancer 1 und 2; GRE: glucocorticoid responsive elements; PREα, PREβ: posttranscriptional regulatory elements; DR1, DR2: direct repeat 1 und 2; (+):Plusstrang-DNA; (-): Minusstrang-DNA; ε: Epsilon-RNA Verpackungssignal (nach Kann & Gerlich, 1998, modifiziert)

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Die Sekretion des Virus erfolgt vor der Fertigstellung des Plusstranges durch die virale Polymerase. Vermutlich gelangen durch die Nukleokapsidstruktur keine Nukleotide mehr in das Nukleokapsidinnere. Daher hat der (+)-Strang einen definierten 5´-Anfang aber ein variables 3´-Ende, abhängig von der Menge mit eingeschlossener Nukleotide. Die zirkuläre Konformation des Genoms kommt nicht durch kovalente Verknüpfung der beiden Enden des (-)-Stranges zustande, sondern durch die Basenpaarung von (+)- und (-)-Strang in diesem Bereich (Charnay et al., 1979, Galibert et al., 1979; Sattler & Robinson, 1979; Siddiqui et al.,1979).

Das HBV-Genom kodiert für mindestens vier offene Leserahmen (open reading fr a mes, ORFs), die sich teilweise überlappen und alle auf dem (-)-Strang lokalisiert sind. Jeder der vier ORFs hat einen eigenen Promotor, der durch regulatorische Elemente beeinflusst wird. Der größte offene Leserahmen kodiert für die virale Polymerase, deren unterschiedliche Domänen als terminales Protein (Primer-Protein), reverse Transkriptase bzw. DNA-abhängige DNA-Polymerase und als Ribonuklease H fungieren. Ein zweiter Leserahmen enthält die beiden Startkodons des Hepatitis-B core-Antigens (HBcAg) und des Hepatitis-B early-Antigens (HBeAg). Ein weiterer Leserahmen kodiert für die viralen Oberflächenantigene Hepatitis-B surface-Antigen (HBsAg), die zusammen mit Wirtszelllipiden die Virushülle aufbauen (Gavilanes et al., 1982). Die Startkodons für LHBs, MHBs und SHBs liegen im gleichen Leseraster. Der kleinste ORF der Hepadnaviren kodiert für das Hepatitis-B x-Protein (HBx) (Meyers et al., 1986). Die Proteine werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Es wurden noch zwei weitere ORFs beschrieben. ORF5 befindet sich auf dem (-)-Strang im Bereich des x-Gens aber in einem anderen Leserahmen und umfasst 70-100 Kodons. ORF6 hingegen befindet sich auf dem (+)-Strang im Bereich des x-Gens und hat ungefähr eine Länge von 210 Kodons (Miller et al., 1988; Kaneko et al., 1988).

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Das HBV-Genom hat zahlreiche regulatorische Elemente, unter anderem zwei Enhancer. Enhancer I reguliert richtungsunabhängig die Transkription von HBx und prägenomischer/PreC mRNA (Guo et al., 1991). Die Transkription der Oberflächenproteine wird über den Enhancer I verstärkt (Su & Yee et al., 1992). Enhancer II stimuliert positions- und richtungs-unabhängig die Transkriptionsaktivität der beiden Oberflächenprotein-Promotoren und des x-Promotors (Yuh & Ting, 1990). Die Aktivität von Enhancer I hängt von ubiquitären, wie auch von leberspezifischen Faktoren ab, wohingegen Enhancer II rein leberspezifisch aktiviert wird (Ben-Levy et al., 1989; Trujillo et al., 1991; Wu et al., 1992).

Weiterhin enthält das Genom zwei 11 Basen lange direkt wiederholte Sequenzen (direct repeats, DR1 und DR2), die bei der Replikation eine essentielle Rolle spielen (Siddiqui et al., 1979; Summers et al., 1984; Will et al., 1987) (siehe nächsten Abschnitt). Außerdem ist im Bereich des S-Gens noch ein glucocorticoid responsive element (GRE) zu finden, von dem in Zellkultur gezeigt werden konnte, dass es die Genexpression in Gegenwart von Steroidhormonen erhöhen kann (Tur-Kaspa et al., 1986).

5. HBV-Replikation

Die Replikation des Virus erfolgt ausschließlich in Leberzellen und ähnelt aufgrund der Beteiligung eines reversen Transkriptionsschrittes der Replikation bei Retroviren. Allerdings ist hier im Gegensatz zur retroviralen Replikation keine Integration der DNA in das Wirtsgenom zu beobachten.

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Der Eintritt von umhüllten Viren in ihre Zielzelle erfolgt durch die Bindung des Virus an einen oder mehrere Rezeptoren auf der Zellmembran, gefolgt von einer Fusion der viralen Hülle mit der zellulären Membran (Penetration). Es wurden eine Reihe von Bindungspartnern für das HBV beschrieben, wobei deren Bedeutung im viralen Lebenszyklus noch ungeklärt ist.

Pontisso et al. (1992) und Neurath et al. (1986; 1992) konnten durch Kompetition mit anti-PreS1-Antikörpern die Bedeutung der PreS1-Region für die Bindung an Leberzellmembranen zeigen. Die PreS1-Region besitzt zwischen den Aminosäuren 21 und 47 eine für die Bindung viraler Partikel an Hepatozyten essentielle Domäne, die als Hepatozytenbindungsstelle oder "Neurath-Sequenz" bezeichnet wird (Neurath et al.,1986). An diesen Bereich bindet Interleukin 6 (IL-6) (Neurath et al., 1992). Durch eine Affinitätschromatographie mit einem tetravalenten Derivat der "Neurath-Sequenz" fanden de Falco et al. (2001) ein 44kDa-Protein in der Plasmamembran von Hepatozyten, welches auch mit der PreS1-Region des LHBs interagiert. Budkowska et al. (1993, 1997) haben ein lösliches 50kDa Glycoprotein (HBV-BF) identifiziert, welches an PreS1 bindet.

Für die PreS2 Region wird keine essentielle Funktion bei der Infektion der Leberzelle beschrieben (Fernholz et al., 1993; Sureau & Lanford, 1993) aber sie könnte eine Hilfsfunktion bei der Bindung des Virus haben. Die PreS2-Domäne hat eine Spezies-spezifische pHSA-Bindungsstelle (polymeres humanes Serumalbumin), die auch auf Hepatozyten zu finden ist (Machida et al., 1984). Als ein weiterer Ligand wurde Fibronektin identifiziert (Budkowska et al., 1995) und auch der Transferrin-Rezeptor bindet an die PreS2-Region (Gagliardi et al., 1994).

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Für das kleine Oberflächenprotein ist das Apolipoprotein H als Bindungspartner beschrieben. Über die Bindung von Apolipoprotein H an LDL-Partikel könnte eine Aufnahme über den LDL-Rezeptor ermöglicht werden (Mehdi et al., 1996). Auch Annexin V/Endonexin II ist als Phospholipid-bindendes Protein ein Bindungspartner, da es eine Bindung mit der Hepatozytenmembran eingehen kann (Hertogs et al., 1994; Gong et al., 1999).

Im Fall des Entenhepatitisvirus (DHBV) wurde die auch im Menschen vorkommende Carboxypeptidase D (gp180) als Bindungspartner gefunden (Kuroki et al., 1994; Eng et al., 1998). Das Entenvirus (DHBV) wird mit gp180 zwar durch Endozytose in die Zelle geschleust, bedarf für die Etablierung der Infektion allerdings keines sauren intralysosomalen pH-Wertes, was eine Beteiligung der Lysosomen weitgehend auszuschließen scheint (Köck et al., 1996).

Die Vielfalt von virusbindenden Proteinen und die oft fehlende leberspezifische Expression lassen eine endgültige Klärung des zugrunde liegenden Infektionsmechanismuses noch offen.

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Nach der Penetration wird die Virushülle entfernt. Das Nukleokapsid wird zum Zellkern transportiert, wobei ungeklärt ist, ob und wie das HBV-Nukleokapsid vor seiner Dissoziation an den Kern transportiert wird und durch welche zellulären Mechanismen die Nukleokapsid-Dissoziation erfolgt. Schmitz und Kann (2003) zeigten, dass das Nukleokapsid durch Kernporen (nuclear pore complex) in den Zellkern gelangt. Durch zelluläre Reparaturenzyme wird der Einzelstrangbereich des Virusgenoms zum Doppelstrang komplettiert (Köck & Schlicht, 1993), so dass schließlich die ccc-Form (covalently closed circular) der viralen DNA als Minichromosom mit Nukleosomen assoziiert vorliegt (Bock et al., 1994). Die Anwesenheit von ccc-DNA in Hepatozyten zeigt eine erfolgreiche Initiation einer Infektion an (Ruiz-Opazo et al., 1982).

Abb. 4: Lebenszyklus des Hepatitis-B-Virus (aus Fabrizi et al., 2002)

Von der ccc-DNA ausgehend werden nun die mRNAs für die viralen Proteine und das RNA-Prägenom synthetisiert. Im Zuge des Nukleokapsidzusammenbaus, vermittelt durch die virale Polymerase, wird die prägenomische RNA in das Viruskapsid integriert (Seeger et al., 1986) (Abb. 4).

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Neu gebildete Nukleokapside können zwei unterschiedliche Wege einschlagen: Zum einen können sie deassemblieren und die virale DNA in den Zellkern freisetzen (Tuttleman et al., 1986; Wu et al., 1990; Ganem, 1996). Von dieser viralen DNA erfolgt dann die Expression viraler Transkripte. Zum anderen können Nukleokapside mit den in der ER-Membran eingelagerten Oberflächenproteinen interagieren und bilden dann wahrscheinlich durch Knospung neue Viruspartikel, die dann über den Golgi-Apparat ohne lytischen Effekt von der Leberzelle aktiv ins Blut freigesetzt werden (Blum et al., 1989) (Abb. 4).

In Abbildung 5 ist der Replikationszyklus des Hepatitis-B-Virus dargestellt. Im Nukleokapsid findet die Umwandlung der prägenomischen RNA in das reife virale DNA-Genom statt. Hierbei wird durch die reverse Transkriptase-Domäne der HBV-Polymerase (Summers & Mason, 1982) die prägenomische RNA in einen komplementären (-)-DNA-Strang umgeschrieben. Dazu bindet die HBV-Polymerase an das 5´-terminale ε-Signal der prägenomischen RNA und synthetisiert einen kurzen, zum ε-Signal komplementären DNA-Primer. Die HBV-Polymerase mit dem kovalent gebundenen Primer transloziert zum 3´-Bereich der prägenomischen RNA und bindet dort, und zwar im Bereich des DR1. Von hier aus wird die Synthese des (-)-DNA-Stranges initiiert. Gleichzeitig wird durch die RNase H-Domäne der HBV-Polymerase die RNA im entstandenen DNA-RNA-Hybrid bis auf 17-18 Nukleotide abgebaut (Radziwill et al., 1990). Dieser 5´-RNA-Rest wird zum DR2 des (-)-DNA-Stranges transferiert und dient der HBV-Polymerase als Primer für die Synthese des (+)-DNA-Stranges (Bartenschlager & Schaller, 1988).

6. HBV-Transkription

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Die Transkription der ccc-DNA in prägenomische RNA erfolgt mittels der zelleigenen RNA-Polymerase II im Zellkern. Die Transkription startet an verschiedenen Stellen auf dem Genom, endet aber am gemeinsam genutzten Polyadenylierungssignal. Die mRNAs des HBV haben eine typische eukaryotische Struktur. Sie besitzen am variablen 5´-Ende eine Cap-Struktur, sowie am 3`-Ende eine Polyadenylierungssequenz.

Man kann drei Gruppen von mRNAs unterscheiden (Cattaneo et al., 1983, 1984). Aufgrund des einmaligen Überlesens der Polyadenylierungssequenz ist die längste mRNA mit 3,5kb größer als das virale Genom (Russnak et al., 1990). Zum einen trägt sie die Information für die Synthese von HBc-, HBe- und Polymerase-Proteinen (Enders et al., 1985; Yaginuma et al., 1987). Andererseits ist diese 3,5kb mRNA auch die prägenomische RNA, welche als Matrize für die reverse Transkriptase zur Bildung des HBV-Genoms dient (Ganem & Varmus, 1987).

Die vom Leserahmen der Oberflächenproteine transkribierten mRNAs sind 2,1kb bis 2,4kb groß. Sie kodieren für drei Oberflächenproteine. Das 2,4kb lange Transkript trägt die Information für das große Oberflächenprotein (LHBs), der entsprechende Promotor SP1 ist leberspezifisch (Will et al., 1987). Die kleineren Oberflächenproteine (MHBs und SHBs) werden über kürzere mRNAs synthetisiert. Je nach dem ob die Transkription ober- oder unterhalb des MHBs-Startpunktes startet, entsteht entweder eine MHBs- oder eine SHBs-mRNA. Die Transkription wird durch den SP2-Promotor reguliert, welcher nicht leberspezifisch ist (Pourcel et al., 1982).

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Das kleinste Transkript ist 0,9kb lang und kodiert für das HBx-Protein (Kaneko & Miller, 1988). Die beiden Enhancer E1 und E2 stimulieren den entsprechende x-Promotor, so dass die Transkription aktiviert wird (Yuh et al., 1990).

7. Die viralen Proteine

7.1. Die HBV-Polymerase

Der größte ORF im HBV-Genom kodiert für die Polymerase, welche ca. 94kDa groß ist und aus vier Domänen besteht. Im N-terminalen Bereich befindet sich das Primer Protein, auch Terminales Protein (TP) genannt. Daran schließt sich C-terminal ein Spacer-Bereich an, dem die Polymerase-Domäne und die RNase H-Domäne folgen (Radziwill et al., 1990). Die Polymerase-Aktivität ist RNA- und DNA-abhängig. Außerdem besitzt das Protein eine Schlüsselfunktion bei der Verpackung der prägenomischen RNA in das Nukleokapsid (Hirsch et al., 1990; Bartenschlager et al., 1990).

7.2. Das HBSP

Das HBSP ist ein 93 Aminosäuren großes Fusionsprotein aus den ersten 46 Aminosäuren der Polymerase und einer 47 Aminosäuren langen Sequenz, die durch einen Frameshift entstanden ist. Das Protein entsteht nach Spleißen der 3,5kb großen mRNA. In vivo wurde das Protein in HBV-infizierten Leberproben gefunden und auch Antikörper konnten nachgewiesen werden (Soussan et al., 2000). In vitro exprimiertes Protein hat keinen Effekt auf die virale DNA Replikation und Transkription. Aber es induziert Apoptose, ohne dass die Zellen in Zellzyklusarrest gehen (Soussan et al., 2000). Des weiteren wurden defiziente HBV-Partikel gefunden, die ein 2,2kb großes HBV-DNA-Fragment enthielten, das komplementär zur gespleißten mRNA ist (Terré et al., 1991; Rosmorduc et al., 1995; Günther et al., 1997).

7.3. Das HBx-Protein

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Der kleinste ORF kodiert in 154 Tripletts für das 16-18kDa große HBx-Protein (Gough, 1983; Seifer et al., 1990). Einen ähnlichen ORF findet man auch in GSHV und WHV. Chang et al. (2001) charakterisierten für das DHBV ein HBx-ähnliches Protein, welches ähnliche Eigenschaften hat wie das von Säuger-Hepatitis-Viren.

Die zelluläre Verteilung von HBx scheint abhängig vom Expressionsspiegel zu sein (Henkler et al., 2001). Wird wenig HBx hergestellt, so ist es überwiegend im Kern lokalisiert. Bei hoher Expressionsrate akkumuliert HBx im Zytosol; zum Teil assoziiert es mit den Mitochondrien, einem Speicherort für Ca2+. Es konnte keine Assoziation mit dem ER, der Plasmamembran oder Lysosomen gezeigt werden (Henkler et al., 2001).

Die unterschiedliche Verteilung von HBx scheint für die verschiedenen Funktionen verantwortlich zu sein. HBx ist fähig eine ganze Reihe von viralen und zellulären Genen zu Aktivieren. Es bindet im Kern wahrscheinlich nicht direkt an die DNA, sondern übt seine Funktion über Protein/Protein-Wechselwirkungen mit mehreren Transkriptionsfaktoren aus (Maguire et al., 1991; Ritter et al., 1991). So sind die Bindung und Modifizierung verschiedener Transkriptionsfaktoren z.B. AP1, AP2, ATF2 CREB, TBP, TFIIH und TFIIB beschrieben (Barnabas & Andrisani, 2000; Haviv et al., 1998a, 1998b; Lin et al., 1997; Qadri et al., 1996; Maguire et al., 1991; Seto et al., 1990). Alle HBV-Promotoren werden durch HBx stimuliert (Nakatake et al., 1993; Xu et al., 2002).

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Abb. 6: Die MAPK- (Mitogen-activated protein kinase) und die JAK/STAT- (Janus kinases/signal transducer and activators of transcription) Signalkaskaden werden durch HBx aktiviert. (aus Arbuthnot et al., 2000)

Zytosolisches HBx stimuliert die JAK/STAT (Lee & Yun, 1998) Signalkaskade durch die Aktivierung der JAK-Phosphorylierung. Die Aktivierung der Src-Kinasen durch zytosolisches HBx (Klein & Schneider, 1997) hat potentielle Effekte auf die Aktivierung der Ras-Raf-MAPK-Signalkaskade, welche letztlich wichtig für die Aktivierung der Transkriptionsfaktoren AP-1, AP-2 und NF-κB ist (Benn et al., 1996; Kekule et al., 1993) und induziert Erk- und JNK-abhängige Signalkaskaden (Benn et al., 1996; Henkler et al., 1998; Natoli et al., 1994) (Abb. 6).

Klein et al. (1999) zeigten, dass die Aktivierung der Src-Kinase durch HBx eine stimulierende Wirkung auf die HBV-Replikation in Zellkultur hat. Blockiert man die Src-Kinase-Aktivierung, so wird auch die HBV-DNA-Synthese reduziert, ähnlich wie bei x- Mutanten. Reifenberg et al. (2002) hingegen fanden durch Experimente mit einer HBx-defizienten HBV-transgenen Maus, dass HBx keinen Einfluss auf Virus-Replikation und –Sekretion hat. Ob die scheinbar widersprüchlichen Ergebnisse auf unterschiedliche Untersuchungsmethoden zurückzuführen sind oder durch die Verschiedenheit der experimentellen Systeme bedingt sind, ist noch offen.

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Abb. 7: hypothetische Beeinflussung des intrazellulären Ca2+-Spiegels und der HBV-Replikation durch HBx.
Der Haupteffekt auf die HBV-Replikation geschieht eher auf der Ebene der HBV-DNA als auf RNA-Ebene (Bouchard et al., 2001) (dicke Pfeile).
CAM: Calmodulin; CAMK: Ca2+-Calmodulin-abhängige Kinase; CN: Calcineurin; Cyt c: Cytochrom c; DAG: Diacylglycerol; Ins(1,4,5)P3: Inositol-1,4,5-trisphosphat; NOS: Stickstoffmonoxid-Synthase; PKA: (cAMP-abhängige) Proteinkinase A; PKC: (Ca2+-abhängige) Proteinkinase C; PLCγ: Phospholipase Cγ; PTP: permeable Übergangspore (nach Bouchard et al., 2002)

Die Src-Kinasen werden durch die Prolin-reiche Tyrosinkinase 2 (Pyk2) aktiviert, welche wiederum durch erhöhte zytosolische Ca2+-Konzentrationen aktiviert wird. In Gegenwart von HBx wurde eine erhöhte Phosphorylierung von Pyk2 gefunden (Bouchard et al., 2001). Durch die Zugabe von Ca2+-Chelatoren wurde Pyk2 weniger stark phosphoryliert und auch weniger HBV-DNA detektiert, wobei die Menge an RNA kaum verändert war (Bouchard et al., 2001) (Abb. 7).

Für das x-Protein des Woodchuck Hepatitis Virus konnte durch Deletionsanalysen des C-Terminus eine Beteiligung an der Replikation nachgewiesen werden (Chen et al.,1993). Zoulim et al. (1994) demonstrierten ebenfalls durch Mutationen im x-ORF, dass sich das WHV ohne intaktes x-Protein nicht replizieren kann.

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Für die initiale Virus-Replikation scheint eine verstärkte Expression von Wirtsfaktoren notwendig zu sein, die durch die aktivierende Funktion von HBx ausgelöst wird (Chen et al., 1993).

7.4. Das Nukleokapsidprotein und HBeAg

Im ORF des HBV-C-Gens befinden sich zwei Startkodons. Beginnt die Translation am ersten Startkodon, entsteht ein 25kDa Protein, welches N-terminal eine Signalsequenz für den sekretorischen Weg besitzt. Im Lumen des rauhen endoplasmatischen Retikulums werden N-terminal 19 Aminosäuren durch zelluläre Peptidasen abgespalten. Das naszierende HBe-Protein (22kDa) wird C-terminal an Aminosäure 149 proteolytisch gespalten und als 16-18kDa großes HBeAg von der Zelle sezerniert (Standring et al., 1988; Nassal & Rieger, 1993). Das sezernierte Protein bildet einen wichtigen serologischen Marker für die akute HBV-Infektion.

Startet die Translation am zweiten Startkodon, wird ein 21kDa großes Protein (HBcAg) translatiert (Feitelson et al., 1982; Gerlich et al., 1982). Das core-Protein besteht je nach HBV-Subtyp aus 183 (alle außer adw) oder 185 (adw) Aminosäuren und hat einen Arginin-reichen C-Terminus, welcher mit Nukleinsäuren interagiert (Gerelsaikhan et al., 1996). Die HBcAg-Moleküle aggregieren zu Nukleokapsidpartikeln und verpacken unter Vermittlung der viralen Polymerase das Enzym mit der prägenomischen RNA (Schlicht et al., 1989). Ein Nukleokapsid kann aus 180 bzw. 240 HBcAg-Untereinheiten bestehen (Crowther et al., 1994). In Nukleokapsiden lässt sich eine Kinase-Aktivität nachweisen, vermutlich handelt es sich um die zelluläre Protein-Kinase C (Kann & Gerlich, 1994). Diese Kinase phosphoryliert Serin-Reste im C-Terminus des core-Protein. Die Phosphorylierungen spielen bei der Verpackung der prägenomischen RNA (Kann & Gerlich, 1994; Lan et al., 1999; Gazina et al., 2000) und bei der Interaktion von core-Partikel mit dem Kernporenkomplex von infizierten Zellen (Kann et al., 1999) eine Rolle.

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Das Nukleokapsid interagiert mit spezifischen Bereichen innerhalb der Hüllproteine SHBs und LHBs (Bruss & Ganem, 1991a; Dyson & Murray; 1995; Bruss , 1997; Poisson et al., 1997; Koschel et al., 2000; Tan, 2002; Ponsel & Bruss, 2003). Welcher Bereich auf Seiten des Kapsides für die Interaktion mit den Hüllproteinen verantwortlich ist, wird kontrovers diskutiert (Böttcher et al., 1998; Koschel et al., 2000). Allerdings konnten jüngste Untersuchungen zeigen, dass die Interaktion des Kapsides mit den Hüllproteinen über Bereiche in den Furchen des Nukleokapsides, also am Ansatz der spike tips vermittelt wird (Ponsel & Bruss, 2003) (Abb. 11).

7.5. Die Oberflächenproteine

Die Proteine in der äußeren Hülle der Dane-Partikel, der 22 nm-Partikel und der Filamente werden als Hepatitis-Oberflächenantigene (HBsAg) bezeichnet. HBsAg besteht aus den drei unterschiedlich großen Proteinen LHBs, MHBs und SHBs. Diese werden von einem 1,2kb großen Gen (S-ORF) kodiert, das sich aus den drei Regionen preS1, preS2 und S zusammensetzt. Es gibt drei verschiedene "in frame" stehende Startkodons aber nur ein Stopkodon. Wird die Translation am letzten Startkodon begonnen, entsteht das SHBs-Protein. Durch einen Start am mittleren Startkodon werden weitere 55 Tripletts abgelesen, wodurch das MHBs entsteht. Wird das Gen vollständig exprimiert, entsteht das große Oberflächenprotein LHBs.

7.5.1. Das kleine Oberflächenprotein SHBs

Im Serum Hepatitis B-Virus infizierter Patienten macht das SHBs etwa 90% der Oberflächenproteine aus. Das SHBs besteht aus 226 Aminosäuren (24kDa) und kann am Asparagin 146 glykosyliert werden (27kDa).

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Im Bereich der Aminosäuren 101-168 befinden sich viele hydrophile Aminosäuren, die an der Oberfläche der HBs-Partikel exponiert werden und die Antigenität bestimmen. Die humanen Hepatitis B-Viren werden aufgrund struktureller Unterschiede des Oberflächenantigens in vier verschiedene Serotypen eingeteilt. Die Einordnung basiert auf einer einheitlichen "a"-Determinante mit den jeweils exklusiv vorhandenen Determinantenpaaren d oder y, sowie w1-w4 oder r. Die Serotypen werden somit als adw, ayw, adr und ayr bezeichnet (Le Bouvier et al., 1972; Bancroft et al., 1972).

Die Aminosäuresequenz weist drei hydrophobe und zwei hydrophile Bereiche auf, wobei 50-60% des Proteins aus α-Helices besteht (Guerrero et al., 1988). Die erste α-Helix zwischen Aminosäure 11-29 wirkt als N-terminale Signalsequenz für die Translokation in das ER-Lumen (Eble et al., 1986, 1990). Die zweite α-helikale Struktur im Bereich der Aminosäuren 80-98 wird ebenfalls in die Membran insertiert, was die Translokation C-terminal folgender Sequenzen ermöglicht (Eble et al., 1987). Die zwischen den α-Helices gelegene Region ist folglich dem Zytosol (Abb. 8), bzw. nach der Virusknospung dem Virusinneren zugewandt. Diese Hypothese wird durch das Fehlen jeglicher Antikörperbildung gegen B-Zell-Epitope dieser Region unterstützt.

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Man vermutet im C-Terminus zwei weitere in die ER-Membran insertierte α-helikale Regionen (Guerrero et al., 1988) (Abb. 8). SHBs weist, insbesondere im Bereich der C-terminal der Transmembranregion II gelegenen sog. a-Determinante eine Reihe von Cystein-Resten auf, von denen ein Teil durch die Ausbildung intra- und intermolekularer Disulfidbrücken beim Aufbau partikulärer Strukturen beteiligt ist (Guerrero et al., 1988).

Bruss & Ganem (1991b) zeigten, dass das SHBs sowohl für die Sekretion von subviralen Partikeln, als auch bei der Reifung der Viren notwendig ist. Poisson et al. (1997) konnten für den Bereich der Aminosäuren 56-80 eine Interaktion mit gereinigtem HBcAg zeigen. Auch Tan et al., (1999) wiesen in vitro eine Bindung von SHBs an das core-Protein nach.

7.5.2. Das mittlere Oberflächenprotein MHBs

Das MHBs wird wie SHBs sekretiert (5-10% des Serum-HBsAg). Es setzt sich aus der S-Domäne und N-terminal zusätzlichen 55 Aminosäuren, der PreS2-Domäne, zusammen (Abb. 9) und ist damit ca. 30kDa groß. Die PreS2-Domäne ist an der Oberfläche der Viren und subviralen Partikel exponiert. In Position 4 der PreS2 befindet sich ein Asparagin, das mit einem komplexen Glykan verknüpft sein kann (gp33). Zusätzlich kann auch das Asparagin an Position 146 in der S-Domäne glykosyliert sein (gp36) (Stibbe & Gerlich, 1982).

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MHBs scheint ein reines Strukturprotein zu sein. Im Gegensatz zu der C-terminal verkürzten Form (MHBst), die durch Deletion im Zuge der Integration von Virus-DNA in das zelluläre Genom entstehen kann, weist MHBs keine transkriptionellen Aktivitäten auf (Kekule et al., 1990).

Die aktivierende Funktion der C-terminal verkürzten Proteine ist für die Konstrukte MHBst53 bis MHBst192 gegeben. Darüber hinaus findet keine Aktivierung statt (Lauer et al., 1992; Hildt et al., 1995). Der Grund für die Aktivatorfunktion von MHBst ist die im Gegensatz zum MHBs zytoplasmatische Orientierung der für die aktivierende Funktion verantwortliche PreS2-Region beim MHBst. Die transkriptionelle Aktivierung erstreckt sich pleiotrop auf eine Vielzahl von Promotoren (Hildt et al., 1995).

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Für die Morphogenese der Virionen könnten die ersten 5 Aminosäuren in der PreS2-Domäne eine Rolle spielen (le Seyec et al., 1998). Für das Weiterbestehen der Infektion bei einem chronisch infizierten HBV-Patienten ist das mittlere Oberflächenprotein scheinbar nicht essentiell (Fernholz et al., 1993).

7.5.3. Das große Oberflächenprotein LHBs

Das große Oberflächenprotein umfasst die PreS1-, die PreS2- und die S-Domäne (Abb. 10) und besteht je nach Genotyp aus 389 bzw. aus 400 Aminosäuren. Es ist in der unglykosylierten Form 39kDa groß, bei Glykosylierung am Asparagin 146 der S-Domäne 42kDa.

Wenn das LHBs translatiert wird, ist die PreS1/PreS2-Region zunächst auf der zytosolischen Seite der ER-Membran lokalisiert. Die Transmembranregion II und C-terminal folgende Sequenzen in der S-Domäne werden ebenso wie die identischen Bereiche des MHBs und SHBs kotranslational in die Membran des ER transloziert. Dafür sind Signalsequenzen innerhalb der Transmembranregion II verantwortlich (Eble et al., 1987; Prange et al., 1992). Eine in der Transmembranregion I lokalisierte Signalsequenz ist für die kotranslationale Translokation der PreS2-Region im Zuge der Integration von MHBs in die ER-Membran verantwortlich (Eble et al., 1990; Ostapchuk et al., 1994). Im Fall des LHBs erfolgt die Translokation für ca. 50% der PreS1/PreS2-Regionen in das ER-Lumen posttranslational (Bruss et al., 1994; Ostapchuk et al., 1994; Prange & Streeck, 1995). Anscheinend hat die Bindung von hsc70 an die Region der Aminosäuren 70-94 in der PreS1-Domäne einen Einfluss auf die Translokation (Prange et al., 1999). Auf Grund des Biosyntheseweges wird das LHBs nicht an Aminosäure 4 der PreS2-Region glykosyliert (Ostapchuk et al., 1994; Bruss et al., 1994a; Prange et al., 1995).

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Für die Fixierung des N–Terminus in der Membran ist eine kovalent an Glycin 2 der PreS1-Region gebundene Myristinsäure verantwortlich (Persing et al., 1987). Sie besitzt keinen Einfluss auf die Morphogenese der Virionen (Bruss & Ganem, 1991b) ist aber essentiell für eine Infektion (Gripon et al., 1995; Macrae et al., 1991).

LHBs ist neben SHBs notwendig für den Zusammenbau viraler Partikel, da die dafür erforderliche Interaktion der Hüllproteine mit dem Nukleokapsid unter anderem über die PreS1-Region vermittelt wird (Bruss & Ganem, 1991a; Dyson & Murray; 1995; Bruss, 1997; Poisson et al.,1997; Koschel et al., 2000; Tan, 2002; Ponsel & Bruss, 2003). Ist die PreS1/PreS2-Domäne auf der zytosolischen Seite der ER-Membran lokalisiert, kann die PreS1-Region auch mit den Hitzeschockproteinen hsc70 und hsp90 assoziiert sein (Löffler-Mary et al., 1997). Weiterhin ist die zytosolische Ausrichtung des LHBs für die Retention der subviralen Partikel im ER verantwortlich (Bruss & Vieluf, 1995). LHBs wird in Abwesenheit von SHBs nicht sekretiert, sondern reichert sich in der Zelle an (Cheng et al., 1986).

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Die PreS1-Region besitzt zwischen den Aminosäuren 20 und 47 eine potentielle Hepatozytenbindungsstelle für das HBV, die auch als Neurath-Sequenz bezeichnet wird (Neurath et al., 1986; Pontisso et al., 1989). Für diese Funktion muss die PreS1-Region auf der Virusoberfläche exponiert, also vorher in das ER-Lumen transloziert sein.

7.5.4. Das LHBs als transkriptioneller Aktivator

Es wurde gezeigt, dass eine C-terminal gekürzte Form des MHBs (MHBst) eine transkriptionelle Aktivatorfunktion besitzt (Caselmann et al., 1990; Kekulé et al., 1990; Lauer et al., 1992). Durch Deletionsanalysen konnte der Bereich für die Aktivatorfunktion eingeengt werden. Es muss C-terminal mindestens bis in den Bereich zwischen der II. und III. Transmembranregion deletiert werden, um eine Aktivatorfunktion zu generieren (Lauer et al., 1992; Natoli et al., 1992). Als minimal aktivierende Einheit wird das MHBst53 angesehen (Lauer et al., 1992; Natoli et al., 1992). Hierbei ist die normale Orientierung der PreS2-Region des MHBs in das ER-Lumen nicht mehr gegeben, sondern die PreS2-Region ragt in das Zytosol (Hildt et al., 1995). Ebenso wie beim MHBst ist bei einem Teil der vorhandenen LHBs-Moleküle die PreS1/PreS2-Region in das Zytosol gerichtet (Ostapchuk et al., 1994; Bruss et al., 1994; Prange et al., 1995). Kim et al. (1997) untersuchten mit Hilfe der GAL4-DNA-Bindungsdomäne die Aktivatorfunktion der PreS1-Domäne. In Fusion der GAL4-DNA-Bindungsdomäne mit der PreS1-Domäne konnte sie ein Aktivatorpotential zeigen, mit dem eher bekannten trunkierten MHBst gelang ihnen keine Aktivierung.

Hildt et al. (1996) zeigten über Kotransfektionsversuche, dass das LHBs ebenso wie MHBst eine Aktivatorfunktion hat. Die PreS2-Domäne des LHBs wird gleich der PreS2-Domäne des MHBst durch die Proteinkinase C phosphoryliert. Außerdem bindet die PreS2-Domäne an die PKCα/β und löst so die PKC-abhängige c-Raf/Erk2-Signalkaskade aus, die zu einer Aktivierung von AP-1 und NF-κB führt (Hildt et al., 2002).

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Die PreS-Region des DHBV ist an mehreren Stellen phosphoryliert (Grgacic & Anderson, 1994). Am Beispiel der Phosphorylierung von Serin 118 konnte eine Beteiligung von Erk2 gezeigt werden. Durch Transfektionsversuche konnte eine Abhängigkeit der Aktivatorfunktion vom Phosphorylierungszustand von PreS bewiesen werden (Rothmann et al., 1998). Da aber durch Mutanten, welche die Phosphorylierung verhindern, kein Einfluss auf die Virusproduktion in Zellkultur und in vivo festgestellt wurde, scheint weder die Phosphorylierung, noch die Aktivatorfunktion essentiell für die Virusreplikation und die Morphogenese zu sein.

7.5.5. Die Rolle der Oberflächenproteine bei der Virusmorphogenese

Es gibt viele Einflüsse auf die Virusmorphogenese. Zuerst muss die prägenomische RNA im Nukleokapsid verpackt und anschließend das Nukleokapsid von den in der ER-Membran eingelagerten glykosylierten Oberflächenproteinen umhüllt werden (Roingeard et al., 1990).

Bruss und Ganem (1991a) zeigten, dass LHBs und SHBs aber nicht MHBs für den Viruszusammenbau notwendig sind. Sie konnten auch eine Beteiligung der Myristylierung an Glycin 2 im N-Terminus an der Virusformierung ausschließen. In anderen Arbeiten zeigte sich, dass eine zytosolische Ausrichtung der PreS1-Region notwendig ist (Bruss & Vieluf, 1995). Eine Überexpression von LHBs inhibiert die Freisetzung viraler Partikel (Bruss et al., 1996). Durch Deletionsanalysen wurde eine für das Assembling verantwortliche Region (Aminosäuren 102-119) im PreS1 beschrieben (Bruss & Thomssen, 1994), die noch erweitert wurde auf die ersten 5 Aminosäuren der PreS2-Region (Bruss, 1997; le Seyec et al., 1998,). Poisson et al. (1997) nutzten synthetische Peptide, die den Bereich 96-116 der PreS1-Domäne und 56-80 der zytosolischen Schleife der S-Domäne abdeckten, um eine Interaktion zwischen LHBs und HBcAg im zellfreien System nachzuweisen (Tan, 2002). Tan et al. (1999) vermuten auch zwei HBcAg-Bindungsstellen, wobei die S-Domäne nur unterstützend wirkt. Der Bereich von Aminosäure 35-56 und Arginin 79 in der zytosolischen Schleife der S-Region scheint eher seine Funktion im SHBs als im LHBs auszuüben (Löffler-Mary et al. (2000).

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Dyson und Murray (1995) konnten mittels eines 8 Aminosäuren langen Peptids (ALLGRMKG) die Interaktion zwischen LHBs und HBcAg stören, es wurden 50% weniger Viren sezerniert. Das Peptid wurde auf Grund seiner Affinität zu HBcAg aus einer Phagenbank selektioniert, welche für verschiedene, nicht HBV-assoziierte Hexapeptide kodiert. Böttcher et al. (1998) zeigten später mit hoch auflösender Elektronenkryomikroskopie, dass ein ähnliches Peptid (GSLLGRMKGA) an den spike tip eines HBcAg-Dimers bindet. Es wird aber davon ausgegangen, dass allein die Sequenz von LLGRMK ausreichend ist und die beiden basischen Aminosäuren für die Interaktion mit Glutaminsäure 77 und Asparaginsäure 78 des HBcAg verantwortlich sind. Vermutlich spiegelt diese Aminosäuresequenz strukturelle Ähnlichkeiten zu einer Region im HBsAg wider, deren Sekundär-/Tertiärstruktur analog ist aber welche nicht die gleiche Primärsequenz besitzt (Dyson und Murray, 1995).

Ein zum spike tip des HBcAg identisches Peptid (LEDPASR; AS 76-82) zeigte keinen Einfluss auf die Interaktion von HBcAg und LHBs (Tan, 2002), d.h. dass die Bindung nicht am spike tip stattfindet. Dies bestätigen auch Untersuchungen von Ponsel und Bruss (2003), die Mutationsanalysen am HBcAg durchführten. Sie zeigten verschiedene Regionen, die für die Virusmorphogenese relevant sind (Abb. 11). Beim Homodimer des HBcAg liegen diese Mutationen wie in einer Ring-ähnlichen Furche am Grunde des spikes und in einem kleinen Gebiet in der Nähe der Pore, die bei der Nukleokapsidbildung entsteht.

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Beim DHBV sind die beiden Oberflächenproteine S und L notwendig um das Nukleokapsid zu umhüllen (Summers et al., 1991). Die homologe Region im PreS-Bereich für die Interaktion liegt im Bereich AS 117-136 (Lenhoff & Summers, 1994).

Im Unterschied zu Retroviren ist die Interaktion zwischen den Oberflächenproteinen und dem Kapsid nicht sehr spezifisch. Es können auch artfremde Kapside verpackt werden (Hopkins, 1993). Die Interaktion bei den Hepatitisviren ist spezifischer. Es werden nur Säuger-Nukleokapside in Säuger-Oberflächenproteine verpackt und nicht in aviane Oberflächenproteine (Gerhardt & Bruss, 1995).

8. Zellpermeable Peptide und Proteine

In den letzten Jahren wurden einige Peptide und Proteine beschrieben, welche die Fähigkeit besitzen, die Zellmembran unter Wahrung der Zellintegrität zu überwinden, d.h. sie sind zellpermeabel.

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Beispiele für derartige Peptide sind der Kaposi-Fibroblasten-Wachstumsfaktor (Rojas et al., 1998), das Antennapedia-Homöobox-Protein und die daraus abgeleiteten Penetratine (Derossi et al., 1994, 1998), das aus dem Herpes Simplex Virus 1 stammende Protein VP-22 (Elliott & O´Hare, 1997), sowie das im Oberflächenprotein des Hepatitis B-Virus entdeckte, 12 Aminosäuren umfassende, Translokationsmotiv (TLM) (Oess & Hildt, 2000). Das lange für zellpermeabel gehaltene, aus dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) stammende TAT-Protein (Vives et al., 1997), wird nach neueren Erkenntnissen über Endozytose aufgenommen (Richard et al., 2003).

Neben den Motiven in natürlich vorkommenden Proteinen wurden auch Fusionsproteine beschrieben, die zellpermeable Eigenschaften aufweisen. Zu diesen Peptiden gehört neben Transportan (Pooga et al.,1998) auch das MPG-Motiv (Morris et al., 1997). Transportan stellt ein Fusionsprotein aus dem N-terminalen Bereich (AS 1-13) des Galanin-Rezeptorliganden und des C-terminalen Bereich des Mastoparans dar und verfügt ebenso wie das MPG-Motiv über 27 Aminosäuren. Das MPG-Motiv setzt sich aus der fusogenen Sequenz des HIV-gp41 und der Kernlokalisationsdomäne des SV40 T-Antigens zusammen.

Auch für synthetisch hergestellte Peptide, wie für den Protein-Carrier Pep-1 (Morris et al., 2001), sowie für synthetische Peptide, die eine
α-helikale amphiphatische Struktur einnehmen, konnte die Membrangängigkeit beschrieben werden (Oehlke et al., 1998).

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Mittels zellpermeabler Peptide können eine Vielzahl von biologisch wirksamen Substanzen, wie Peptide und Proteine, aber auch Polyamid Nukleotid Analoga (PNA), sowie DNA- und RNA-Fragmente zur Antisense-Therapie in eine Vielzahl von Ziel-Zellen eingebracht werden (Morris et al., 2000).

8.1. Das Translokationsmotiv

In der PreS2-Region des Hepatitis B-Virus befindet sich zwischen den Aminosäuren 41 und 52 (PLSSIFSRIGDP, Subtyp ayw) eine α-helikale amphiphatische Struktur (Hildt et al., 1995). Für diese Region konnte die Eigenschaft der Zellpermeabilität nachgewiesen werden (Oess & Hildt, 2000). Durch CD-Spektroskopie wurde gezeigt, dass bei Mutationen in diesem Bereich (PSSSSSSRIGDP) eine Umlagerung in eine β-Faltblatt-Struktur erfolgt, wodurch die Eigenschaft der Zellpermeabilität verloren geht (Hildt et al., 1993, 1995).

Die Zellpermeabilität ist nicht auf Leberzellen beschränkt (Saher & Hildt, 1999; Oess & Hildt, 2000). TLM-Fusionsproteine penetrieren permanente Zelllinien und primäre Zellen in der Zellkultur, sowie auch Zellen pflanzlichen Ursprungs. In vivo-Applikation der TLM fusionierten Proteine in das Muskelgewebe von Kaninchen, zeigt die Verteilung der Proteine über mehrere angrenzende Zellschichten (Saher & Hildt, 1999).

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Vergleichbare amphiphatische Bereiche, die eine Tendenz zur Ausbildung einer α-Helix aufweisen, sind in allen Säuger- sowie avianen Hepadnaviren konserviert (Oess & Hildt, 2000).

9. Ansätze und Ziele dieser Arbeit

Aufbauend auf dem dargestellten Erkenntnisstand über das HBV, war es Ziel dieser Arbeit mittels überlappender zellpermeabler Proteine die Region der PreS1S2-Domäne näher zu identifizieren und zu charakterisieren, welche die Interaktion mit dem Nukleokapsid vermittelt. Zunächst sollte untersucht werden, ob die zellpermeablen Proteine internalisiert werden und wo sie nach der Aufnahme lokalisiert sind. Der Nachweis sollte mittels Immunofluoreszenzen und Western Blot Analysen erbracht werden. Durch die Nutzung zellpermeabler Proteine wird die Integrität der Zellen gewahrt. Aus Voruntersuchungen ist bekannt, dass die Anwesenheit von PreS1S2 in nicht Membran-gebundener Form den Zusammenbau des Virus hemmt. Es sollte der Einfluss der zellpermeablen Peptide auf das Sekretionsverhalten viraler Partikel von HBV-produzierenden Zellen untersucht werden und damit eine Abschätzung des Potentials dieses Ansatzes erfolgen. Für die Quantifizierung der Antigene standen kommerziell erwerbbare spezifische ELISAs zur Verfügung. Die Sekretion von HBsAg ist jedoch bei der zu verwendenden Zelllinie HepG2.2.15 problematisch, da die Zelllinie überproportional viel HBsAg bildet. Daher sollte für die Quantifizierung der viralen DNA eine TaqMan-PCR etabliert werden. Ausgehend von den Ergebnissen ist das Potential der zellpermeablen Proteine die Interaktion zwischen HBcAg und LHBs zu hemmen, abzuschätzen.

Desweiteren sollte die Rolle der zwei HBV-Aktivatoren, des HBx und der PreS2-Region des LHBs, bei der HBV-Genexpression/-Sekretion untersucht werden. Sie aktiveren beide die c-Raf-1/MEK-Signalkaskade. Dazu sollte im Rahmen dieser Arbeit die von den Aktivatoren genutzte Signalkaskade inhibiert werden. Zur Untersuchung der Funktionalität sollten HBx- und PreS2-defiziente HBV-Mutanten eingesetzt werden. Der Einfluss auf die Sekretion sollte durch die Quantifizierung viraler DNA aus dem Zellkultur-Überstand erfolgen. Zur Untersuchung der Genexpression sollten Immunofluoreszenzen und Western Blot Analysen durchgeführt werden.


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24.10.2005