| de Andrade , Manuel Vieira Dias Pinto : Identifizierung von Candida-Spezies und -Stämmen durch den Nachweis von polymorphen DNA-Regionen in der PCR |
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Tabelle 6: Herkunft der klinischen Stämme
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Herkunft |
Stämme |
Anzahl |
Material |
|
Angola |
C. albicans |
49 |
Vaginalabstrich |
|
C. albicans (atypische Stämme) |
8 |
Vaginalabstrich |
|
|
Madagaskar |
C. albicans (atypische Stämme) |
14 |
Vaginalabstrich |
|
Portugal |
C. albicans |
49 |
Vaginalabstrich |
|
Berlin |
C. albicans |
47 |
Vaginalabstrich |
|
C. famata / C. guilliermondii |
37 |
Vaginalabstrich / Haut |
|
|
München |
C. albicans |
45 |
Vaginalabstrich |
|
Frankfurt Oder |
C. albicans |
74 |
Vaginalabstrich |
|
Prof. Korting |
C. albicans (atypische Stämme) |
4 |
Vaginalabstrich |
|
Prof. Hantschke |
C. albicans (atypische Stämme) |
5 |
Vaginalabstrich |
Die angolanischen Stämme wurden in der Hauptstadt Luanda von ambulanten Patientinnen isoliert, die die Klinik entweder zur Kontrolle vor/oder nach Einführung eines Intrauterinpessars oder wegen des Verdachts auf Vaginitis aufgesucht hatten. Alle auf Saboraud-Agar gewachsenen Hefen wurden ohne weitere Diskriminierung gesammelt, die Speziesidentifizierung wurde dann in Deutschland durchgeführt. Bei den Patientinnen, die zwischen 17 und 45 Jahre alt waren, handelte es sich ausschließlich um afrikanische Frauen, bei denen jedoch Kontakte zu Ein- und Auswanderern nicht ausgeschlossen werden konnten.
Die Stämme aus Madagaskar wurden im Rahmen einer Erhebung über das Vorkommen sexuell übertragbaren Krankheiten bei Prostituierten von Kollegen des Landestropeninstituts gesammelt.
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Die klinischen Stämmen aus Portugal stammten sowohl von ambulanten als auch von stationär aufgenommenen Patientinnen aus zwei großen Zentren in Lissabon. Dabei handelte es sich um Frauen unterschiedlicher Herkunft (Europäerinnen, afrikanische Einwanderinnen) und unterschiedlicher sozialer Schichten. Die Stämme wurden uns freundlicherweise von Frau Dr. Laura Rosado, Frau Dr. Isabel Costa und Herrn Prof. Dr. Mia Cabaço übergeben.Vaginalisolate, die in Berlin, in Frankfurt/Oder und München gesammelt wurden, wurden uns freundlicherweise von Herrn Prof. Dr. med. H.-J. Tietz, Herrn P.D. Dr. med. W. Mendling, Herrn Prof. Dr. med. D. Hantschke und von Herrn Prof. Dr. med. H. C. Korting zur Verfügung gestellt.
Zu den mit konventionellen Methoden schwer identifizierbaren Candida-Isolaten gehörten C. famata / C. guilliermondii-Isolate aus Berlin sowie Candida-Isolate mit atypischen morphologischen und biochemischen Eigenschaften aus Angola und Madagaskar sowie aus verschiedenen Städten Deutschlands, die wir von Prof. Dr. med. Tietz, von Prof. Dr. med. Korting und Prof. Dr. med. Hantschke erhielten.
Aus Frankfurt/Oder erhielten wir Candida-Isolate, die von verschiedenen Lokalisationen bei Frauen mit Vaginalcandidose und deren Partnern isoliert wurden.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden folgende Candida-Referenzstämme verwendet ( Tabelle 7 ), erhielten von dem Centraal Bureau voor Schimmelcultures, Baarn, Niederlande und von der American Type Cultures Collection.
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CBS 562 |
C. albicans Serotyp A |
CBS 1795 |
C. famata |
|
CBS 5983 |
C. albicans Serotyp B |
ATCC 6260 |
C. guilliermondii |
|
CBS 1905 |
C. stellatoidea |
NCYC 350 |
C. glabrata |
|
CBS 159 |
C. sake |
CBS 4413 |
C. lusitaniae |
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Tabelle 8: Verwendete Primer. Hersteller: TIB MOLBIOL, Berlin
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Primer |
Sequenz |
|
T3B (McClelland et al. 1992) |
5` AGG TCG CGG GTT CGA ATC C 3` |
|
M13core (Huey & Hall 1989) |
5` GAG GGT GGC GGT TCT 3` |
|
AP3 (Williams et al. 1990) |
5` TCA CGA TGC A 3` |
|
LR1 (White et al. 1990, / |
5` GGT TGG TTT CTT TTC CT 3` |
|
SR6S (White et al. 1990, / |
5` AAG TAA AAG TCG TAA CAA GG 3` |
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Die klinischen Pilzisolate wurden in verschiedenen Kliniken mit den üblichen Methoden gesammelt:
Vaginalabstriche wurden mit sterilem Abstrichtupfer von der Vaginalwand entnommen und entweder sofort auf die entsprechenden Nährmedien überimpft, wenn die Probengewinnung im Labor stattfand, oder in Transportmedium gegeben, wenn die Proben auf den Stationen entnommen wurden.
Die Hautproben wurden fast alle im Labor entweder mit Skalpell oder mit Abstrichtupfer, gewonnen und direkt überimpft. Bei allen Hautproben wurde das Material für mikroskopische und kulturelle Untersuchungen geteilt.
Für die Primärkulturen wurden die Patientenmaterialien direkt auf Sabouraud-Dextrose-Agar überimpft. Die Ablesung der Platten erfolgte nach Bebrütung von bis zu 10 Tagen jeweils bei Raumtemperatur, 30º C und 37º C. Alle unterschiedlich aussehenden Hefekolonien wurden weiter bearbeitet. Die Aufbewahrung der Hefekulturen erfolgte auf Sabouraud-Schrägagar bei Raumtemperatur. Regelmäßige Überimpfungen auf frische Nährmedien wurden in Abständen von 3 bis 4 Monaten durchgeführt. Für längere Aufbewahrungszeiten wurden die Hefen lyophilisiert bzw. in destilliertem Wasser konserviert ( Rodrigues 1992 , Odds 1991 ).
Für den Nachweis von Chlamydosporen bzw. Pseudohyphen wurden die Candida-Isolate auf Reisextrakt-Agar angezüchtet. Die Platten wurden normalerweise 2 bis 3 Tage, in Zweifelsfällen bis zu 10 Tagen, bei Raumtemperatur inkubiert. Die Bewertung der Mikromorphologie erfolgte mittels Lichtmikroskop. Die Beobachtung erfolgte mit ei-
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nem Spezialobjektiv mit 32facher Vergrößerung.Bei Anzucht auf ALBICANS ID-Agar wachsen C. albicans, C. stellatoidea und C. dubliniensis als blaue Kolonien, während alle anderen Kolonien keine Farbänderung zeigen. Die Bebrütung erfolgte über 24 Stunden, bei langsamwachsenden Hefen bis zu 10 Tagen, im Brutschrank bei 30 ºC.
Alle in dieser Arbeit untersuchten Candida-Isolate wurden durch Anzucht auf ALBICANS ID-Agar bzw. Reisagar sowie durch Biochemotypie mit dem Api ID 32 C-System konventionell identifiziert.
Weiterhin wurde das Api Zym-System getestet als zusätzliche Identifizierungsverfahren für ausgewählte Candida-Spezies. Mit diesem System können 19 verschiedene Enzymaktivitäten direkt nachgewiesen werden. Dabei wurden die entsprechenden Teststreifen nach den Vorschriften des Herstellers beimpft, bebrütet und abgelesen.
Das Api-System ist eine biochemische Reihe, mit der Mikroorganismen anhand von standardisierten und miniaturisierten Assimilations- und Fermentationsreaktionen identifiziert werden können. Für die Differenzierung von Hefen können die Systeme Api Auxacolor, Api 20 C und Api 32 C verwendet werden. Mit dem Auxonogramm werden die Hefearten über ein Schlüsselsystem bestimmt. Das Api-System 32 C benutzt 32 biochemische Reaktionen, die in Dreiergruppen eingeteilt werden. Jede positive Reaktion erhält den Wert 1, 2 oder 4, je nach Position innerhalb der Gruppe (erster, zweiter oder dritter Test). Die Addition der drei Werte (0 für negative Reaktionen) ergibt für jede Gruppe einen Wert zwischen 0 und 7. Die ersten 24 Tests ergeben einen achtstelligen Code. Die 8 anderen Reaktionen sind Zusatzreaktionen, die bei niedriger Selektivität zur weiteren Differenzierung verwendet werden, sowie eine Negativkontrolle als Referenz für die Ablesung der Assimilationsreaktionen. Das erhaltene Profil kann sowohl manuell als auch automatisch mit den im Analytischen Profil Index enthaltenen Profilen verglichen werden. Für die Identifizierung gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten:
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Alle Stämme wurden mit dem Api ID 32 C-System biochemisch differenziert. Dafür wurden die Streifen nach den Vorschriften des Herstellers beimpft und bis zu zwei Tagen bei 30 ºC oder für langsamwachsende Hefen bis zu 7 Tagen bei Raumtemperatur bebrütet. Die Auswertung erfolgte nach 24, 48 und 72 Stunden sowohl manuell unter Verwendung des entsprechenden Profilindexes bzw. über eine Prozenttabelle als auch automatisch mit dem ATB-Lesergerät und der entsprechenden Software. Zur Unterscheidung ähnlicher Profile wurde auch die Morphologie auf Reisagar hinzugezogen.
Die Isolierung der gesamten DNA erfolgte mit einem modifizierten Methode nach Monique Gardes (1993) .
3-5 Hefekolonien wurden mit 500 µl 2% CTAB-Puffer in Eppendorf-Tubes suspendiert. Der Zellaufschluß wurde durch 3x Frieren in flüssigem Stickstoff und Auftauen im Wasserbad bei 65° C erreicht. Anschließend erfolgte eine Inkubation bei 65 °C für 30-60'.
Dann wurde die Lösung mit 1 Vol. Chloroform versetzt, leicht geschüttelt und 15 min bei 13.000 g zentrifugiert. Der Überstand wurde abgenommen, erneut 1 Vol. Chloroform zugesetzt und zentrifugiert. Diese Prozedur wurde mindestens 3 Mal wiederholt bis keine Interphase mehr sichtbar war und der Überstand möglichst farblos war.
Zur Fällung der DNA wurden dem Überstand 600 µl eiskaltes Isopropanol zugegeben,
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die DNA-Lösung bei -20 °C für über 1 h aufbewahrt und 10 min bei 13.000 g zentrifugiert.Der Überstand wurde verworfen, das DNA-Sediment mit 70%-igen kaltem Äthanol gewaschen und anschließend in einer Speed-Vac bei 6.000 x g vakuumgetrocknet.
Das DNA- Pellet wurde je nach Menge in ca. 100-200 µl TE-Puffer über Nacht bei Raumtemperatur gelöst und bis zum weiteren Gebrauch bei -20° C gelagert.
Ein Aliquot der zu messenden DNA-Lösung wurde mit Aqua bidest. oder TE-Puffer 1:20 bis 1:200 verdünnt. Die Bestimmung der DNA-Konzentration erfolgte spektrophotometrisch (Quarzküvette, 1 cm Schichtdicke) durch Messung der Absorption bei einer Wellenlänge von 260 nm. Die Extinktion von 1 entspricht bei doppelsträngiger DNA ungefähr einer Konzentration von 50 µg/ml ( Sambrook et al. 1989 ).
Um den Reinheitsgrad der DNA-Lösung zu ermitteln, wurde der Quotient der Extinktionen bei OD260/OD280 bestimmt. Der errechnete Wert sollte für eine reine DNA-Präparation, bei 1,8 - 2,0 liegen. Liegt der Wert darunter, so weist dies auf eine Kontamination der Probe durch Proteine oder Phenol hin, während ein Quotient > 2 für eine Verunreinigung durch RNA spricht.
Die konzentrierten DNA-Lösungen wurden bei -20º C aufbewahrt.
Die Arbeitslösungen mit einer Konzentration von 10 ng/µl wurden mit Aqua bidest. oder TE-Puffer hergestellt und bei 8º C gelagert.
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Bei den PCR-Fingerprinting-Reaktionen wurden 50 µl PCR-Ansätze verwendet, die wie folgt zusammengesetzt waren:
|
Reagenz |
Menge |
|
Reaktionspuffer |
5 µl |
|
Primer |
25 pmol |
|
Taq-DNA-Polymerase |
3 U |
|
dNTP's |
jeweils 200 mM |
|
DNA |
25 ng |
|
Wasser |
Füllung auf 50 µl |
|
Mineralöl |
1 Tropfen |
Folgende PCR-Parameter wurden benutzt:
Tabelle 10: PCR-Programme für das DNA-Fingerprint
|
Primer |
T3B |
M13c |
AP3c |
|
Initiale Denaturierung |
2 min bei 95 ºC |
2 min bei 95 ºC |
2 min bei 95 ºC |
|
Denaturierung* |
20 sec bei 95 °C |
20 sec bei 95 °C |
1 min bei 95°C |
|
Annealing * |
30 sec bei 52 ºC |
60 sec bei 50 ºC |
30 sec bei 36 ºC |
|
Primer-Extintion* |
1 20 bei 72 °C |
20‘ bei 72 °C |
2 min bei 72 °C |
|
*Anzahl Zyklen |
32 |
27 |
45 |
|
Inkubation |
6 min bei 72 ºC |
6 min bei 72 ºC |
6 min bei 72 ºC |
|
Abkühlung |
4 ºC |
4 ºC |
4 ºC |
Anschließend wurden die PCR-Produkte in der Speed Vac. auf 20 µl eingeengt und elektrophoretisch aufgetrennt.
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Die PCR zur Amplifizierung der gesamten ITS-Region wurde unter Verwendung der LR1- und SR6S-Primer (Seite 28) nach dem Ansatz wie in Tabelle 11 durchgeführt.
Der PCR-Ansatz wurde gemischt, mit 1 Tropfen PCR-Mineralöl überschichtet, und für 5 Sekunden zentrifugiert. Zur Initialdenaturierung der DNA wurde der Ansatz für 5 Minuten auf 95°C erhitzt, und das Zyklerprogramm gestartet. Ein Zyklus bestand aus folgenden 3 Schritten ( Tabelle 12
Tabelle 11: PCR Ansatz zur Amplifizierung der gesamten ITS-Region
|
Menge |
Reagent |
|
5 µl |
Templat-DNA (= 50 ng) |
|
5 µl |
10X PCR-Puffer |
|
4 µl |
1,25 mM dNTPs (Endkonzentration je Nukleotid 200 µM) |
|
1,5 µl |
Primer-Lösung I (= 15 pmol) |
|
1,5 µl |
Primer-Lösung II (= 15 pmol) |
|
0,4 µl |
Taq-Polymerase (4 Units) |
|
Mit Aqua bidest. auf 50 µl auffüllen |
|
Tabelle 12: Zyklerprogramm der PCR zur Amplifizierung der gesamten ITS-Region
|
Schritt |
Dauer |
|
1. Denaturierung |
1 min bei 95°C |
|
2. Primer-Bindung |
30 sec bei 54°C |
|
3. Primer-Extension |
1 20 bei 72 °C |
Der Zyklus wurde 34 mal wiederholt. An den letzten Zyklus schloß sich eine 6-minütige Inkubation bei 72 °C und eine Abkühlung bis auf 4° C an.
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Prinzip: |
Amplifizierung der ITS-Region einschließlich Elektrophorese Spaltung der amplifizierten ITS-Region mit Restriktionsenzymen einschließlich Elektrophorese Fotografie Auswertung |
|
Schritte: |
Die Verfahren zur Amplifizierung der ITS-Region sind bereits in der Tabelle 11 und Tabelle 12 erwähnt. Die enzymatische Spaltung der amplifizierten ITS-Region erfolgte wie in der Tabelle 13 dargestellt. |
Tabelle 13: Ansatz zur enzymatischen Spaltung der amplifizierten ITS-Region mit den Restriktionsenzymen Hae III und Dde I
|
Reagenz |
Menge |
|
PCR-Produkte |
10,0 µl |
|
Puffer |
1,5 µl |
|
H2O |
2,5 µl |
|
Enzym |
je 1,0 µl (10 units) |
|
Inkubation |
37º C x 2 Std. Brutschrank |
Für die Auftrennung der PCR-Produkte wurde 1,2%-iges Agarosegel (0,5 x 25 x 20 cm) verwendet. Die Agarose wurde durch Erhitzen in der Mikrowelle in 1 X TBE-Puffer vollständig gelöst und nach leichter Abkühlung in eine Gelschale gegossen.
Als Laufpuffer wurde 0,5 X TBE-Puffer verwendet. Vor dem Auftragen der Proben wurden diese mit 1/8 Volumen Stoplösung ( Seite 40 ) versetzt und aufgetragen. Als Molekulargewichtsmarker wurde die 1 kb Leiter, benutzt.
Die Trennung der DNA-Fragmente erfolgte bei konstanter Spannung von 100 Volt für 5 h.
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Nach Beendigung der Elektrophorese wurde das Gel für 5-10 Minuten in einem Ethidiumbromidbad gefärbt. Zur Reduzierung der Hintergrundfluoreszenz durch freies Ethidiumbromid und zur besseren Analyse komplexer DNA-Bandenmuster wurde das Gel in Wasser entfärbt. Danach, wurde das Gel noch einmal 15 min bei 125 V laufen gelassen, um schärfe Banden zu erhalten.Für den Nachweis der PCR-Produkte nach Amplifikation der ITS-Region wurde 1,3%-iges MetaPhor-Agarosegel. (12 x 13 x 0,5 cm) verwendet und als Molekulargewichtsmarker die 100 bp Leiter benutzt.
Zunächst wurden die DNA-Fragmente bei konstanter Spannung 80 Volt, für 3 h separiert.
Nach Beendigung der Elektrophorese wurde das Gel für 5-10 Minuten in einem Ethidiumbromidbad gefärbt. Zur Reduzierung der Hintergrundfluoreszenz durch freies Ethidiumbromid wurde das Gel in Wasser entfärbt und noch mal 15 bei 100 V laufen gelassen.
Nach den Elektrophoresen wurden die Banden auf den Gelen unter UV-Licht bei einer Wellenlänge von 305 nm sichtbar gemacht und mit einer "Polaroid MP-4-Land Camera" Sofortbild Kamera mit Polaroid Instant Film #667 oder #100 fotografiert.
Zur Auswertung der Fingerprint-Muster wurde zunächst mit Hilfe einer scannerverbundenen Hard- und Software für den Computer (RFLPscan, Version 2.01, Scanalytics, CSP Inc., Billerica, USA) das Molekulargewicht jeder auftretenden Bande bestimmt. Es wurde dann eine binäre Datenmatrix für jeden der untersuchten C. albicans-Stämme erstellt. Banden, die im jeweiligen Stamm vorhanden waren, wurden mit 1 und fehlende Banden mit 0 kodiert.
Zur Ermittlung der genetischen Verwandtschaft der C. albicans-Vaginalstämme verschiedener geographischer Herkunft wurde eine phylogenetische Analyse mit Hilfe der UPGMA-Methode (Unweighted Pair-Group Method with Arithmetic Mean) durchgeführt
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( Sneath & Sokal 1973 ). Zunächst wurde die evolutionäre Distanz zwischen den unterschiedlichen PCR-Fingerprint-Mustern mit der Methode von Nei und Li (1979) ermittelt. Anschließend wurde die erhaltene Distanzmatrix für die Konstruktion eines Dendrogramms verwendet. In dieser Arbeit wurde dafür die Treecon-Software ( Van De Peer 1994 ) genutzt. Die statistische Signifikanz der einzelnen Verzweigungen im Dendrogramm wurde durch eine Bootstrap-Analyse mit 100 Replikationen überprüft. Erst bei Werten über 90% kann die jeweilige Topologie als gesichert angesehen werden ( Swofford und Olsen 1990 ).Für die Bestimmung der Molekulargewichte der Restriktionsfragmente wurde die gleiche scannergestützte Hard- und Software für den Computer wie für das PCR-Fingerprinting verwendet.
38
Chemikalien, Enzyme, Lösungen, Geräte
Tabelle 14: Verwendete Chemikalien:
|
Produkte |
Hersteller |
|
Agarose MetaPhor |
Biozym, Oldenburg |
|
Agarose NA |
Pharmacia Biotech, Freiburg |
|
Ampli Taq® DNA Polymerase |
Perkin Elmer, Überlingen |
|
Desoxynukleosidtriphosphate-set (dNTPs) |
Pharmacia / LKB, Freiburg |
|
DNA-Leiter 1 Kb |
GibcoBRL, Eggenstein: |
|
DNA-Leiter 123 bp |
GibcoBRL, Eggenstein: |
|
Hexadecetyltrimethylammoniumbromid (CTAB) |
Ferak, Berlin: |
|
Mercaptoethanol |
Ferak, Berlin: |
|
Mineral Öl |
Sigma, St. Louis, Mo. USA |
|
Sabouraud-Dextrose-Agar |
Difco Laboratories |
|
Kimmig-Agar |
Merck KGaA, Darmstadt |
|
Reisextrakt-Agar |
Merck KGaA, Darmstadt |
|
ALBICANS ID-Agar |
bioMérieux sa |
|
Api ID 32 C |
bioMérieux sa |
|
Api Zym |
bioMérieux sa |
|
Hae III-Restriktionsendonuklease |
Boehringer, Mannheim |
|
Dde I-Restriktionsendonuklease |
Boehringer, Mannheim |
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Tabelle 15: Verwendete Geräte:
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Produkte |
Hersteller |
|
Eagle Eye II |
Startagene, Heidelberg |
|
Kamera MP-4 Land Camera |
Polaroid, USA |
|
Polaroid Films Prolapan P100, P667 |
Kodak, Stuttgart |
|
667 und 100-Positivfilm |
Kodak, Stuttgart |
|
Spektrophotometer Ultrospec III |
Pharmacia / LKB, Freiburg |
|
Speed Vac SVC100E |
Savant Instruments, Farmingdale, NY |
|
Thermozykler Trioblock |
Biometra-Hybaid, Göttingen |
|
Thermozykler Perkin-Elmer 9600 |
Perkin-Elmer Corp. Emeryville, California |
|
UV-Transilluminator |
UVP, San Gabriel, USA |
|
Zentrifuge 5415 C |
Eppendorf, Hamburg |
|
ATB-Lesegerät |
bioMérieux sa, Marcy-l'Etoile, Frankreich |
CTAB-Puffer:
|
100 mM |
Tris-Hcl pH 8,0 |
|
20 mM |
EDTA |
|
1,4 M |
NaCl |
|
2% |
CTAB |
|
0,2% |
Mercaptoethanol |
|
auf 100 ml mit bidest. auffüllen |
|
TE-Puffer
|
10 mM Tris.Cl (pH 8,0) |
|
1 mM EDTA (pH 8,0) |
40
10 x TBE-Puffer:
|
107,8 g Tris-Base |
|
55,0 g Borsäure |
|
20 mM EDTA |
|
auf 1000 ml mit Aqua bidest auffüllen |
|
pH 7,5 mit Phosphorsäure einstellen |
Stoplösung
|
0,5 ml Formamid |
|
0,4 ml 0,5M EDTA (pH 8,0) |
|
5 mg Bromphenolblau |
|
5 mg Xylencyanol FF |
|
0,1 ml Aqua bidest. |
Komponenten für die PCR-Ansätze:
|
DNA |
25 ng |
|
Reaktionspuffer |
(10 mM Tris-HCl [pH 8.0]; 50 mM KCl; 1.5 mM MgCl2: 3 mM MgAc) |
|
dNTPs |
dATP, dCTP, dGTP und dTTP |
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HTML - Version erstellt am: Tue Apr 11 20:36:34 2000 |