Buchholz, Alexander: “Zirkulierende Thrombozyten im Rahmen der intraarteriellen digitalen Subtraktionsangiographie und der perkutanen transluminalen Angioplastie: Durchflußzytometrische Bestimmung der Aktivierung ex vivo und in vitro“

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Kapitel 2. Fragestellung

Viele Studien konnten den Nachweis erbringen, daß bestimmte Krankheiten mit einer vermehrten Anzahl aktivierter Thrombozyten assoziiert sind und daß interventionelle Eingriffe an Patienten eine Aktivierung von Plättchen zur Folge haben. Besonders intensiv wurden hierbei die KHK sowie die Koronarangiographie und die PTCA untersucht.

Unsere Studie ging der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen der PAVK und der Aktivierung zirkulierender Plättchen besteht und ob die intraarterielle DSA sowie die PTA im Bereich der unteren Extremitäten die Aktivierung zirkulierender Thrombozyten beeinflussen. Folgende Schritte sollten die Beantwortung der Frage ermöglichen:

  1. Der Vergleich zwischen einer Kontrollgruppe von PAVK-Patienten ( KG 1) ohne interventionelle Manipulationen mit gesunden Probanden (KG2) sollte überprüfen, ob Patienten mit PAVK eine höhere Anzahl aktivierter Plättchen aufweisen als Probanden ohne diese Krankheit. Dabei wurden Blutproben jeweils mit einer Kanüle aus der Cubitalvene entnommen.
  2. Einer Stichprobe von PAVK-Patienten (Gruppe PTA) wurden vor, direkt nach PTA und 4 Stunden später in der femoropoplitealen Region Blutproben aus arteriellen und venösen Schleusen entnommen. Die Meßwerte der Proben verschiedener Abnahmezeitpunkte wurden miteinander verglichen, um Aussagen über die Auswirkung der Angioplastie auf die Aktivierung der Thrombozyten treffen zu können.
  3. Wahrscheinlich wirkte sich auch das während der PTA applizierte KM auf die Meßergebnisse aus [ 89 ]. Um den Einfluß des KM separat betrachten zu können, wendeten wir die gleiche Methode der Abnahme, Messung und Auswertung wie bei der Gruppe PTA auch bei einer Stichprobe von PAVK-Patienten (Gruppe KM) an, die einer intraarteriellen DSA der Aorta und der Becken- und Beinarterien unterzogen wurden.
  4. Ein Vergleich der Gruppe KG1 mit den Gruppen PTA und KM sollte die Abhängigkeit der Meßergebnisse von der Abnahmemethode untersuchen.
  5. Eine in-vitro-Aktivierung aller entnommenen Blutproben sollte zusätzliche Informationen über die Sensibilität der Plättchen gegenüber exogener Aktivierung bereitstellen.
  6. Um eine eventuelle Aktivierung von Thrombozyten im intervenierten Gefäßabschnitt bzw. ihre Anlagerung an Gefäßstrukturen oder andere Blutzellen nachzuweisen, führten wir einen Vergleich zwischen den Blutproben aus dem arteriellen und venösen Bereich durch.
  7. Schließlich interessierte uns die Abhängigkeit der Meßwerte von quantitativen Änderungen der Interventionsbedingungen und die klinische Bedeutung unserer Ergebnisse.

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Wed Nov 24 19:17:59 1999