Burkowitz, Jörg : Effektivität ärztlicher Kooperationsbeziehungen - Aus den Augen, aus dem Sinn ...? Empirische Analyse auf der Basis von Patientendaten

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Kapitel 4. Ergebnisse der Untersuchung

4.1. Stichprobencharakteristika

4.1.1. Anzahl der Untersuchungsteilnehmer

Aus der Grundgesamtheit von 1123 Patienten wurde eine Stichprobe von 299 Personen per Zufallsauswahl gezogen. Bei der Selektion der Patienten der Stichprobe aus der Patientendatenbank konnte in 6 Fällen für die Patientennummer der Praxis nicht die entsprechende Identifikation in MediPlus gefunden werden. Zusätzlich war ein Datensatz mit gefundener Identifikation nicht in der exportierten Datei enthalten. Damit waren für 292 Personen (97,7% der Stichprobe) Einträge in der Datenbank MediPlus vorhanden. Von diesen 292 ausgewählten Patienten des III. Quartals 1996 besuchten den Angaben von MediPlus zufolge 272 die Praxis in dem Untersuchungszeitraum zwischen III. Quartal 1995 und dem II. Quartal 1996 (Tabelle 4.1).

Tab. 4.1: Untersuchte Stichprobe

  Anzahl % von Grundgesamtheit
Grundgesamtheit 1123 100%
Bruttostichprobe 299 26,6%
Nettostichprobe 292 26,0%
Mit Konsultation III/95-II/96 272 24,2%

4.1.2. Repräsentativität der Stichprobe

Um eine Bewertung der Ergebnisse zu ermöglichen, wurden die Patienten der Stichprobe (n=272) mit den Patienten in MediPlus Pro, einer repräsentativen Auswahl von 385 Praxen der Patientendatenbank MediPlus (n=859 284), im Untersuchungszeitraum verglichen.

Die Vergleichspraxen behandelten durchschnittlich 2231 Patienten im Untersuchungsjahr. Die Anzahl der Patienten in der untersuchten Praxis war nicht verfügbar. Aus Studien ist jedoch bekannt, daß 65% der Patienten des Folgejahres im Quartal die Praxis aufsuchen (Szecsenyi, Engelhardt et al. 1993). Von den 1123 Patienten im Quartal der Stichprobenziehung extrapoliert, hätten 1728 Patienten in einem Jahr die Praxis konsultiert. Damit war die ausgewählte Praxis deutlich kleiner als die Ver-


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gleichspraxen. Die durchschnittliche Anzahl der in MediPlus notierten »Aktionen« (Überweisungen, Einweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) war mit 1,2 pro Patient gleich hoch.

In der Stichprobe befanden sich zu einem erhöhten Anteil Patienten im mittleren Alter zwischen 41 und 60 Jahren. Über 40% waren in dieser Altersgruppe, im Vergleich zu 27,2% in den Vergleichspraxen. Dies ging jedoch eher zu Lasten jüngerer Patienten. Ältere Patienten über 60 Jahre waren nur geringfügig seltener in der Stichprobe vertreten (Abbildung 4.1).

Abb. 4.1: Altersverteilung der Patienten

Ein etwas höherer Anteil von Frauen war in der Stichprobe zu beobachten. Insgesamt stellten Frauen in beiden Populationen die Mehrheit der Patienten (Tabelle 4.2).

Tab. 4.2: Geschlechtsverteilung der Patienten

  MediPlus Pro Stichprobe
Männer 46,4% 40,1%
Frauen 53,6% 59,9%
Gesamt 100% 100%

Eine große Abweichung zu den Vergleichspatienten zeigte sich in der Art der Krankenversicherung: Von den Stichprobenpatienten waren fast 20% Mitglied einer privaten Krankenversicherung (PKV) im Gegensatz zu 7,8% der Patienten in Medi-


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Plus Pro. Die Stichprobenpraxis hatte einen 2,5fach höheren Anteil von Privatversicherten und einen ein Drittel höheren Anteil von Versicherten einer Angestelltenersatzkasse (VdAK). Von dieser Verschiebung war die Gruppe der AOK-Versicherten betroffen. Sie stellten in der Stichprobe lediglich knapp 19% der Patienten gegenüber 38,2% in den Vergleichspraxen (Abbildung 4.2).

Abb. 4.2: Krankenversicherung der Patienten

Der Versichertenstatus der gesetzlich Versicherten war mit den repräsentativen Patienten von MediPlus Pro vergleichbar (Tabelle 4.3).

Tab. 4.3: Versichertenstatus der GKV-Patienten

  MediPlus Pro Stichprobe
Mitglied 53,4% 53,9%
Mitversicherter 21,7% 21,9%
Rentner 24,9% 24,2%
Gesamt 100% 100%

4.2. Art und Umfang der Kooperation

4.2.1. Über- und Einweisungen

Für Patienten der PKV hat der Gesetzgeber bei der Ein- und Überweisung keine formellen Voraussetzungen vorgesehen, wie sie die GKV-Versicherten betreffen. Daher enthielt die Patientendatenbank MediPlus keine Angaben über Über- und Einweisungen für die Patienten der PKV. Von den 272 Patienten, die im Untersu-


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chungszeitraum die Praxis aufgesucht hatten, waren 219 (80,5%) Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung. Diesen wurden 186 Überweisungen ausgestellt. Die häufigsten Fachgebiete, in die eine Überweisung erfolgte, waren Labormedizin und Radiologie/Nuklearmedizin - Fächer, die nicht direkt vom Patienten in Anspruch genommen werden können. Sie machten einen Anteil von 38,7% an allen Überweisungen aus. Fast ebenso häufig wie zur Radiologie wurde zur Orthopädie überwiesen. Bei 14,0% der Überweisungen blieben die Fachgebiete wegen fehlenden Angaben unklar (Abbildung 4.3).

Abb. 4.3: Überweisungen nach Fächern

Der Anteil der überwiesenen Patienten variierte zwischen 18,4% und 23,3% im Quartal. Insgesamt stellte der Arzt 46,6% der Patienten im Untersuchungsjahr mindestens eine Überweisung aus (Tabelle 4.4).

Tab. 4.4: Überweisungsrate pro Patient

Quartal n Überweisungsrate 95%-CI
III/95 166 22,3% 16,4%-29,5%
IV/95 174 18,4% 13,1%-25,1%
I/96 180 23,3% 17,5%-30,3%
II/96 186 21,5% 16,0%-28,2%
III/95-II/96 219 46,6% 39,9%-53,4%


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Bezogen auf die Arzt-Patient-Kontakte lag der Anteil von Überweisungen zwischen 6,7% und 7,9% pro Quartal. Im Durchschnitt mündeten 7,5% aller Konsultationen während des Beobachtungsjahres in eine Überweisung (Tabelle 4.5).

Tab. 4.5: Überweisungsrate pro Konsultation

Quartal n Überweisungsrate 95%-CI
III/95 583 7,4% 5,4%-9,9%
IV/95 654 6,7% 5,0%-9,0%
I/96 645 7,9% 6,0%-10,3%
II/96 605 7,9% 6,0%-10,4%
III/95-II/96 2487 7,5% 6,5%-8,6%

Krankenhauseinweisungen erfolgten erheblich seltener. Im Untersuchungszeitraum waren 15 Krankenhauseinweisungen von 13 Patienten mit vierteljährlichen Raten zwischen 0,6% und 2,7% zu verzeichnen. Innerhalb eines Jahres wurde jeder 17. Patient zu einer stationären Behandlung vom Hausarzt eingewiesen (Tabelle 4.6).

Tab. 4.6: Einweisungsraten pro Patient

Quartal n Einweisungsrate 95%-CI
III/95 166 0,6% 0,03%-3,8%
IV/95 174 1,7% 0,4%-5,3%
I/96 180 2,7% 1,0%-6,6%
II/96 186 2,1% 0,7%-5,7%
III/95-II/96 219 5,9% 3,3%-10,1%

Bei 0,6% (CI: 0,5%-1,0%) aller Patientenbesuche stellte der Arzt eine Klinikeinweisung aus.

Die Überweisungsraten für die Krankenkassenarten unterschieden sich kaum. Durch die geringe Fallzahl kann man die Gruppe »Andere« vernachlässigen. Die Überweisungsraten von Mitgliedern der BKK und AOK lagen höher, doch war dieser Unterschied nicht signifikant (Tabelle 4.8).


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Tab. 4.8: Überweisungsrate nach Krankenkasse

  n Überweisungsrate 95%-CI
Krankenkasse (chi²=1,7; d.f.=4; p=0,786 - phi=0,09)
IKK 18 44,4% 22,4%-68,6%
AOK 53 49,1% 35,3%-69,0%
VdAK 115 46,1% 36,8%-55,6%
BKK 28 50,0% 31,1%-68,9%
Andere 5 20,0% 1,1%-70,1%

Die Anzahl der Überweisungen und das Alter waren signifikant miteinander korreliert. Die Konsultationshäufigkeit korrelierte mit den Überweisungshäufigkeit mit einem Koeffizienten von r=0,436 hoch (Tabelle 4.9).

Tab. 4.9: Korrelation der Überweisungshäufigkeit mit Alter und Konsultationsfrequenz

  n Spearman-r p-Wert
Alter 219 0,221 <0,001
Konsultationen 219 0,436 <0,001

Eine Differenzierung nach den Patientencharakteristika ergab, daß das Geschlecht der Patienten keinen Einfluß auf die Überweisung hatte. Zwischen den drei Altersgruppen von 21-40, 41-60 und 61-80 Jahre steigerte sich die Überweisungsrate. Der Zusammenhang mit dem Anteil der Patienten mit Überweisungen war jedoch nicht signifikant. Einen signifikanten Zusammenhang (p<0,001) gab es zwischen der Überweisungsrate und der Anzahl der Konsultationen. Die Einteilung in die drei Gruppen orientierte sich am unteren und oberen Quantil: 25% der Patienten wiesen eine Konsultationsfrequenz von unter 5 Besuchen/Jahr auf - 25% eine Besuchshäufigkeit von 15 und mehr. Lediglich 15% der Patienten, die bis zu 4mal die Praxis aufsuchten, bekamen eine Überweisung ausgestellt, im Gegensatz zu fast 70% der eng betreuten Patienten mit über 14 Praxisbesuchen. Eine enge Betreuung war mit häufigeren Überweisungen zu anderen Ärzten verbunden (Tabelle 4.10).


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Tab. 4.10: Überweisungsrate nach Patientencharakteristika

  n Überweisungsrate 95%-CI
Geschlecht (chi²=7,2; d.f.=1; p=0,409 - phi=0,06)
Männlich 86 43,0% 32,5%-54,1%
Weiblich 133 48,9% 40,2%-57,6%
Alter (chi²=7,2; d.f.=4; p=0,125 - phi=0,18)
bis 20 Jahre 26 42,3% 23,0%-62,8%
21-40 Jahre 54 33,3% 21,4%-47,5%
41-60 Jahre 86 51,2% 40,2%-62,0%
61-80 Jahre 43 58,1% 42,2%-76,6%
über 80 Jahre 10 40,0% 13,7%-72,6%
Konsultationen (chi²=33,0; d.f.=2; p<0,001 - phi=0,39)
1-4 53 15,1% 7,2%-28,1%
5-14 106 50,0% 40,1%-59,9%
über 14 60 68,3% 55,8%-79,1%

Chronisch Erkrankte wiesen höhere Überweisungsraten auf. Der Zusammenhang mit ischämischen Herzerkrankungen war signifikant (p<0,05). Jedoch deutete der phi-Koeffizient von 0,15 auf keine besonders starke Abhängigkeit hin. Bei den anderen ausgewählten Erkrankungen war dies statistisch unrelevant (Tabelle 4.11).

Tab. 4.11: Überweisungsrate von chronisch Erkrankten

  n Überweisungsrate 95%-CI
Hypertonie (chi²=1,9; d.f.=1; p=0,212 - phi=0,09)
Ja 55 54,5% 40,7%-67,8%
Nein 164 46,6% 36,2%-51,8%
Ischämische Herzkr. (chi²=4,7; d.f.=1; p=0,034 - phi=0,15)
Ja 31 64,5% 54,4%-80,2%
Nein 188 43,6% 36,5%-51,0%
Atemwegserkr. (chi²=0,1; d.f.=1; p=0,816 - phi=0,02)
Ja 20 50,0% 27,8%-72,1%
Nein 199 46,2% 39,2%-53,4%
Diabetes (chi²=0,6; d.f.=1; p=0,502 - phi=0,05)
Ja 22 54,5% 32,7%-74,9%
Nein 197 46,6% 39,9%-53,4%


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4.2.2. Schriftliche Rückmeldungen

In der Stichprobenpraxis gingen im Untersuchungszeitraum 163 schriftliche Rückmeldungen über außerhausärztliche Behandlungen von 104 Patienten ein. Die Befunde aus einer Überweisung zur Labormedizin werden mit Ausnahme spezieller Labordiagnostik nicht schriftlich an die Praxis zurückgemeldet, sondern gelangen per Datenfernübertragung direkt in das Praxiscomputersystem und sind daher nicht in den Ergebnissen enthalten.

In 46,6% der Fälle war ein niedergelassener Arzt der Ausgangspunkt der Rückmeldung. Über ein Viertel der Briefe stammte aus einer ambulanten Krankenhausbehandlung und 18,7% aus einem stationären Aufenthalt des Patienten. Von den Rückmeldungen waren 15 Mitteilungen nicht direkt an den Hausarzt adressiert und gelangten als Kopie zur Kenntnisnahme in die Praxis (9,2%). In 7 Fällen löste ein stationärer Aufenthalt diese indirekte Mitteilung aus, in 8 Fällen eine fachärztliche Behandlung des Patienten (Abbildung 4.4). Diese Hinweise mit einbezogen entfielen über die Hälfte der Mitteilungen auf niedergelassene Ärzte und 22,7% auf stationäre Behandlungen (nicht dargestellt).

Abb. 4.4: Art der schriftlichen Mitteilungen

Eine Notfallbehandlung begründete 48 Briefe (29,4%) - jeweils ein Drittel bei niedergelassenen Fachärzten bzw. kassenärztlichen Notdiensten, ambulanten und stationären Klinikbehandlungen.

Die Fachgebiete waren abhängig von der Behandlungsart. Bei Briefen von niedergelassenen Fachärzten dominierten Befunde von Radiologen (39,3%). Dagegen wurde


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von Patienten bei ambulanten Krankenhausbesuchen gemäß den Rückmeldungen in über 50% der Fälle die Chirurgie konsultiert. Diese Abteilung war auch häufigster Absender eines Entlassungsbriefs, gefolgt von Angaben aus einer Reha-Behandlung, die über ein Fünftel der stationären Rückmeldungen stellten. Von allen Briefen kamen über ein Viertel aus der Chirurgie. Die Fächer Radiologie, Innere Medizin und Orthopädie stellten gleichfalls einen hohen Anteil der Rückmeldungen (Tabelle 4.12).

Tab. 4.12: Schriftliche Rückmeldungen nach Fachgebieten

  Facharzt Ambulant KH Stationär KH Gesamt
  n Anteil n Anteil n Anteil n Anteil
Radiologie 33 39,3%         33 20,6%
Orthopädie 12 14,3% 2 4,9% 3 8,1% 16 10,0%
Innere Medizin 10 11,9% 13 31,8% 7 18,9% 28 17,6%
Notdienst der KV 9 10,7%         9 5,6%
Chirurgie 7 8,3% 23 56,1% 14 37,8% 44 27,6%
Labormedizin 6 7,1%         6 3,8%
HNO 2 2,4% 1 2,4% 1 2,7% 4 2,5%
Neurologie 2 2,4% 1 2,4% 2 5,4% 4 2,5%
Lungen-/Bronchialh. 1 1,2% 1 2,4%     2 1,3%
Urologie 1 1,2%         1 0,6%
Dermatologie 1 1,2%         1 0,6%
Pädiatrie         1 2,7% 1 0,6%
Gynäkologie         1 2,7% 1 0,6%
Reha/Kur         9 21,6% 9 5,6%
Gesamt 84 100% 41 100% 38 100% 163 100%

Der Anteil von Patienten mit schriftlichen Rückmeldungen im Untersuchungsjahr lag bei 38,2%. Bezogen auf die Anzahl der Konsultationen kam auf etwa jede 20. Konsultation eine Rückmeldung (Tabelle 4.13).

Tab. 4.13: Rückmelderaten

  n Rückmelderate 95%-CI
Patienten 272 38,2% 32,5%-44,3%
Konsultationen 3151 5,2% 4,4%-6,0%


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Der besondere Status von Privatpatienten hatte keinen Einfluß auf den Eingang von schriftlichen Rückmeldungen. Für 32,1% der Privatpatienten ging eine schriftliche Mitteilung ein. Im Vergleich dazu lag der Anteil der gesetzlich Versicherten etwas höher, jedoch war die Rückmeldung unabhängig von der Krankenversicherung (Tabelle 4.14).

Tab. 4.14: Rückmelderate nach Krankenkasse

  n Rückmelderate 95%-CI
Krankenkasse (chi²=3,1; d.f.=5; p=0,686 - phi=0,11)
IKK 18 27,8% 10,7%-53,6%
AOK 53 41,5% 28,4%-55,8%
VdAK 115 40,0% 31,1%-49,6%
BKK 28 39,3% 22,1%-59,3%
PKV 53 32,0% 20,3%-45,1%
Andere 5 60,0% 17,0%-92,7%


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Ein starker Zusammenhang war bei der Anzahl der Rückmeldungen zu sehen. Ein häufigeres Aufsuchen des Hausarztes hatte häufigere schriftliche Rückmeldungen anderer Ärzte zur Folge. Der Spearman-Rangkorrelationskoeffizient zwischen der Anzahl der Konsultationen und der Anzahl der schriftlichen Rückmeldungen lag bei 0,458. Zwischen dem Alter und der Rückmeldungshäufigkeit konnte eine signifikante Korrelation festgestellt werden (Tabelle 4.15).

Tab. 4.15: Korrelation der Anzahl der schriftlichen Rückmeldungen mit Alter und Konsultationsfrequenz

  n Spearman-r p-Wert
Alter 272 0,203 <0,001
Konsultationen 272 0,458 <0,001

Das Geschlecht der Patienten beeinflußte nicht die Befundmitteilung, im Gegensatz zum Alter. Mit dem Alter stieg die Rate der Patienten mit schriftlichen Befunden anderer Ärzte an. Eine Ausnahme bildeten dabei die über 80jährigen, für die lediglich bei unter 40% der Patienten eine schriftliche Mitteilung an die Praxis ging - in der Altersgruppe der 61-80jährigen war dies bei über zwei Drittel der Fall.

Der starke Zusammenhang zwischen Befundbrief und Konsultationsfrequenz war auch in den drei Häufigkeitsklassen zu beobachten. Rund zwei Drittel der eng betreuten Patienten mit über 14 Konsultationen hatte mindestens einen Befundbrief in der Akte (Tabelle 4.16).

Tab. 4.16: Rückmelderate nach Patientencharakteristika

  n Rückmelderate 95%-CI
Geschlecht (chi²=0,1; d.f.=1; p=0,934 - phi=0,05)
Männlich 109 38,5% 29,5%-48,4%
Weiblich 163 38,0% 30,7%-46,0%
Alter (chi²=22,6; d.f.=4; p>0,001 - phi=0,29)
bis 20 Jahre 34 23,5% 11,4%-41,6%
21-40 Jahre 67 28,4% 18,3%-40,9%
41-60 Jahre 112 36,6% 27,9%-46,3%
61-80 Jahre 46 67,4% 51,9%-80,0%
über 80 Jahre 13 38,5% 15,1%-67,7%
Konsultationen (chi²=51,8; d.f.=2; p<0,001 - phi=0,44)
1-4 68 7,4% 2,7%-17,0%
5-14 126 38,1% 29,7%-47,2%
über 14 78 65,4% 53,7%-75,6%

Von den ausgewählten chronischen Erkrankungen beeinflußte lediglich Hypertonie signifikant den Eingang einer schriftlichen Mitteilung an die Praxis. Der Anteil von Patienten mit Befundbriefen war tendenziell bei Patienten mit Diabetes geringer gegenüber nicht Erkrankten, aber ohne Signifikanz (Tabelle 4.17).


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Tab. 4.17: Rückmelderate von chronisch Erkrankten

  n Rückmelderate 95%-CI
Hypertonie (chi²=11,9; d.f.=1; p=0,001 - phi=0,21)
Ja 68 63,5% 43,4%-67,7%
Nein 204 32,4% 26,1%-39,3%
Ischämische Herzkr. (chi²=1,9; d.f.=1; p=0,161 - phi=0,08)
Ja 37 48,6% 32,2%-65,3%
Nein 235 36,6% 30,5%-43,1%
Atemwegserkr. (chi²=3,1; d.f.=1; p=0,078 - phi=0,11)
Ja 28 53,6% 34,2%-71,9%
Nein 244 36,5% 30,5%-42,9%
Diabetes (chi²=0,1; d.f.=1; p=0,772 - phi=0,02)
Ja 28 35,7% 19,3%-55,9%
Nein 244 38,5% 32,4%-44,9%

4.2.3. Einträge in der Befunddatei

Die Notizen in der Befunddatei des Praxiscomputers entsprechen den Einträgen in der Patientenakte bei herkömmlicher Dokumentation. Es wurden 208 Einträge von 120 Patienten über Behandlungen bei Fachärzten und in Kliniken im Untersuchungszeitraum identifiziert. Davon entfielen 95 auf Facharztbehandlungen, 38 auf ambulante Krankenhaustherapien und 35 auf stationäre Aufenthalte. Zusätzlich wurden von den Patienten 40 Hinweise auf externe Konsultationen geäußert - überwiegend fachärztliche Behandlungen (Abbildung 4.5).

Abb. 4.5: Art der Befundeinträge


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Die Befunddateien von 41,1% der Patienten enthielten Einträge über externe Behandlungen - im Mittel einen Eintrag pro 15 Konsultationen (Tabelle 4.18).

Tab. 4.18: Rate der Einträge in der Befunddatei

  n Rate der Einträge 95%-CI
Patienten 272 41,1% 38,2%-50,2%
Konsultationen 3151 6,6% 5,8%-7,5%

Die Verteilung der Fachgebiete beschränkt sich auf ambulante Behandlungen, da stationäre Aufenthalte unter einem einheitlichen Kode notiert wurden und keine Differenzierung möglich war. Häufigstes Fach bei Einträgen über eine Behandlung beim niedergelassenen Facharzt war die Radiologie. Fast die Hälfte der ambulanten Klinikbehandlungen verursachte die Chirurgie. Von den anamnestischen Hinweisen kam ein Drittel aus der Orthopädie, danach folgten HNO (17,9%) und Gynäkologie (15,3%). Von diesen beiden Fächern erhielt die Praxis, den Angaben der Befunddatei zufolge, kaum oder keine regulären Mitteilungen (Tabelle 4.19).

Tab. 4.19: Einträge in der Befunddatei nach Fachgebieten (ohne stationäre Aufenthalte)

  Facharzt Ambulant KH Hinweise Gesamt
  n Anteil n Anteil n Anteil n Anteil
Radiologie 37 38,9%         37 21,6%
Orthopädie 11 11,6% 2 5,3% 13 33,3% 26 15,2%
Innere Medizin 13 13,8% 14 36,8%     27 15,7%
Notdienst der KV 11 11,6% 1 2,6% 3 7,7% 15 8,7%
Chirurgie 14 14,8% 18 47,5% 1 2,6% 33 19,3%
HNO 2 2,1% 1 2,6% 7 17,9% 10 5,8%
Neurologie 4 4,2%     3 7,7% 7 4,2%
Lungen-/Bronchialh. 1 1,0%     1 2,6% 2 1,2%
Urologie 1 1,0%     2 5,2% 3 1,9%
Dermatologie 1 1,0% 1 2,6% 3 7,7% 5 2,9%
Gynäkologie         6 15,3% 6 3,5%
Reha/Kur     1 2,6%        
Gesamt 95 100% 38 100% 39 100% 172 100%


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Reguläre Einträge über außerhausärztliche Behandlungen und Hinweise auf zusätzliche Behandlungen waren signifikant abhängig voneinander (chi²=5,5; d.f.=1; p=0,019 - phi=0,14). Für 9,5% der Patienten ohne, jedoch für 19,4% mit Eintrag über erhaltene Befundbriefe war auch ein Hinweis auf fachärztliche Behandlungen notiert.

Ein im Vergleich zur GKV geringerer Anteil PKV-Versicherter wies mindestens einen Eintrag über externe Behandlungen in der Befunddatei auf. Bei gesetzlich Versicherten lagen die Anteile höher, blieben jedoch nicht signifikant (Tabelle 4.20).

Tab. 4.20: Rate der Einträge in der Befunddatei nach Krankenkasse

  n Rate der Einträge 95%-CI
Krankenkasse (chi²=6,5; d.f.=5; p=0,257 - phi=0,16)
IKK 18 33,3% 14,4%-48,8%
AOK 53 41,5% 28,4%-55,8%
VdAK 115 49,6% 40,1%-59,0%
BKK 28 53,6% 34,2%-72,0%
PKV 53 32,1% 20,3%-46,6%
Andere 5 40,0% 7,2%-82,9%

Die Spearman-Rangkorrelationskoeffizienten für Alter und Besuchshäufigkeit mit der Anzahl der Einträge über außerhausärztliche Behandlungen waren signifikant (Tabelle 4.21).

Tab. 4.21: Korrelation der Anzahl der Einträge in der Befunddatei mit Alter und Konsultationsfrequenz

  n Spearman-r p-Wert
Alter 272 0,206 <0,001
Konsultationen 272 0,392 <0,001

Alter und Konsultationsfrequenz waren gleichfalls signifikant mit dem Anteil von Patienten verbunden, bei denen die Befunddatei einen Eintrag über außerhausärztliche Behandlungen besaß. Der Anteil war bei den über 80jährigen wiederum geringer als bei jüngeren, doch mit 53,8% hoch. Von 17% der Patienten mit unter 5 Besuchen hatte der Arzt Kenntnis über externe Behandlungen laut Befunddatei. (Tabelle 4.22).


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Tab. 4.22: Rate der Einträge in der Befunddatei nach Patientencharakteristika

  n Rate der Einträge 95%-CI
Geschlecht (chi²=0,2; d.f.=1; p=0,674 - phi=0,03)
Männlich 109 42,2% 32,9%-52,0%
Weiblich 163 44,8% 37,1%-52,8%
Alter (chi²=14,4; d.f.=4; p=0,006 - phi=0,23)
bis 20 Jahre 34 29,4% 15,7%-47,7%
21-40 Jahre 67 34,3% 23,4%-47,0%
41-60 Jahre 112 43,8% 34,5%-53,4%
61-80 Jahre 46 65,2% 49,7%-78,2%
über 80 Jahre 13 53,8% 26,1%-79,6%
Konsultationen (chi²=33,7; d.f.=2; p<0,001 - phi=0,35)
1-4 68 17,6% 9,8%-29,2%
5-14 126 44,4% 35,7%-53,5%
über 14 78 65,4% 53,7%-75,6%

Die beiden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zeigten einen signifikanten Zusammenhang mit den Einträgen über hausärztliche Behandlungen. Die Stärke des Zusammenhangs war jedoch mit phi=0,14 nicht sehr hoch (Tabelle 4.23).

Tab. 4.23: Rate der Einträge in der Befunddatei bei chronisch Erkrankten

  n Rate der Einträge 95%-CI
Hypertonie (chi²=5,4; d.f.=1; p=0,020 - phi=0,14)
Ja 68 55,9% 43,3%-67,7%
Nein 204 39,7% 33,0%-46,7%
Ischämische Herzkr. (chi²=5,8; d.f.=1; p=0,015 - phi=0,14)
Ja 37 62,2% 44,8%-77,1%
Nein 235 40,9% 34,5%-47,4%
Atemwegserkr. (chi²=0,9; d.f.=1; p=0,763 - phi=0,02)
Ja 28 46,4% 28,0%-65,8%
Nein 244 43,4% 37,2%-49,9%
Diabetes (chi²=0,1; d.f.=1; p=0,920 - phi=0,01)
Ja 28 42,9% 25,0%-62,6%
Nein 244 43,9% 37,6%-50,3%


43

4.3. Vergleich der Informationen über externe Behandlungen

4.3.1. Zeitraum zwischen Überweisung, Konsultation und Rückmeldung

Zur Analyse der Dauer zwischen Ein- oder Überweisung, der Konsultation bzw. der Entlassung und der Rückmeldung beim zuweisenden Arzt standen vier Datumsangaben zur Verfügung:

Aus den schriftlichen Rückmeldungen war teilweise ersichtlich, daß das Datum des Briefes zurückdatiert wurde und daher nicht für die Analyse verwendbar war. Da die Praxis die Rückmeldungen nicht mit einem Eingangsstempel versehen hatte, konnte lediglich das Datum des Eintrags in die Befunddatei herangezogen werden - ab diesem Zeitpunkt war die Information für den Arzt während der Behandlung im Praxiscomputersystem verfügbar.

Die Dauer zwischen der Überweisung oder Einweisung und der Konsultation lag bei ambulanten Klinikbehandlungen mit 3,11 Tagen im Mittel am niedrigsten, hingegen erfolgte eine Facharztbehandlung durchschnittlich nach 6,98 Tagen Wartezeit. Zur stationären Krankenhausbehandlung trat der Patient im Mittel 9,33 Tage nach Einweisung an. Dieser Wert wird durch hohe Extremwerte verzerrt. Man kann am Median erkennen, daß über die Hälfte der Einweisungen noch am selben Tag ins Krankenhaus aufgenommen wurden (Tabelle 4.24).

Tab. 4.24: Dauer zwischen Über-/Einweisung und Konsultation in Tagen

  n Mittelwert 95%-CI Median
Facharzt 48 6,98 4,83-9,13 5
Ambulante KH 9 3,11 0,41-5,81 1
Stationäre KH 9 9,33 0,0-24,05  


44

Im Mittel brauchte eine Rückmeldung vom Facharzt 12,36 Tage von der Konsultation bis zum Eintrag in die Befunddatei. Ambulante Klinikbehandlungen standen nach durchschnittlich 9,24 Tagen zur Verfügung. Fast 4 Wochen dauerte es dagegen bei stationären Aufenthalten, 50% der Behandlungen benötigten 14 Tage und länger, bis der Entlassungsbrief Eingang in die Befunddatei fand (Tabelle 4.25).

Tab. 4.25: Dauer zwischen Konsultation/Entlassung und Eintrag in Befunddatei in Tagen

  n Mittelwert 95%-CI Median
Facharzt 72 12,36 9,53-15,19 9
Ambulante KH 29 9,24 4,51-13,91 7
Stationäre KH 26 26,44 13,92-38,98 13,5

Durch die geringe Anzahl von Ereignissen waren Aussagen über die mittlere Dauer, getrennt nach Fachgebieten für ambulante Behandlungen nur für die quantitativ bedeutendsten Fächer möglich. Der durchschnittliche Zeitraum zwischen Überweisung und Konsultation lag in der Radiologie bei 5,0 Tagen. Chirurgen konnten im Mittel vom Patienten schon nach 1,75 Tagen besucht werden. Innere Medizin und Orthopädie wurden im Schnitt gut eine Woche nach der Überweisung vom Patienten konsultiert (Tabelle 4.26).

Tab. 4.26: Dauer zwischen Überweisung und Konsultation in Tagen

  n Mittelwert 95%-CI Median
Radiologie 19 5,00 2,05-7,95 3
Innerer Medizin 11 9,36 4,02-14,71 7
Orthopädie 8 8,12 4,76-11,48 8,5
Chirurgie 8 1,75 0,0-4,26 1

Zwischen der Konsultation und dem Eintrag lag im Mittel bei orthopädischen Behandlungen eine Woche. Chirurgische Rückmeldungen benötigten etwas länger bis zum Eintrag in die Befunddatei. Die längste Zeit dauerte es bei Befunden aus der Radiologie und Inneren Medizin bis diese in die Befunddatei aufgenommen wurden: Rund 2 Wochen (Tabelle 4.27).


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Tab. 4.27: Dauer zwischen Konsultation und Eintrag in die Befunddatei in Tagen

  n Mittelwert 95%-CI Median
Radiologie 29 11,89 7,58-16,22 9
Innerer Medizin 19 14,26 7,78-21,75 8
Orthopädie 7 7,71 3,06-12,36 7
Chirurgie 18 9,22 3,60-14,84 8,5

4.3.2. Rückmeldeinformationen

Man konnte erwarten, daß der überwiegende Teil der schriftlichen Mitteilungen in die Befunddatei übernommen wurde und dort zu finden war, insbesondere da die meisten Briefe in der Stichprobenpraxis mit Hilfe eines Scanners und automatischer Texterkennung ihren Weg in die elektronische Datei finden. Darüber hinaus enthielt diese Routinedokumentation Hinweise auf außerhausärztliche Behandlungen, die der Arzt während der Anamnese vom Patienten erfährt und nicht durch den behandelnden Arzt.

Die schriftlichen Mitteilungen und die Einträge in den Befunddateien beinhalteten insgesamt 247 verschiedene außerhausärztliche Behandlungen von 135 Patienten. Die Hälfte der Ereignisse war in beiden Datenquellen zu finden. Ein Drittel lediglich in der Befunddatei und etwa 15 Prozent lagen nur als schriftliche Mitteilung vor. Damit wurde fast ein Viertel der schriftlichen Mitteilungen nicht in die Befunddatei übernommen (Abbildung 4.6).

Abb. 4.6: Vergleich der schriftlichen Rückmeldungen mit den Einträgen in der Befunddatei


46

Von fast der Hälfte der Patienten war dem Hausarzt eine Behandlung bei einem anderen Arzt oder in einer Klinik aufgrund der Dokumentation durch Briefe oder Rückmeldungen bekannt. Auf jeden 13. Besuch kam eine Information über eine außerhausärztliche Behandlung (Tabelle 4.28).

Tab. 4.28: Gemeinsame Rückmelderate von schriftlichen Mitteilungen und sonstigen Befundeinträgen

  n Rückmelderate 95%-CI
Patienten 272 49,6% 44,5%-54,6%
Besuche 3151 7,8% 6,9%-8,8%

Die Ereignisse, die ausschließlich als schriftliche Mitteilung vorhanden waren und nicht in die Befunddatei übernommen wurden, unterschieden sich in ihrem Ursprung kaum von denen, die in beiden Quellen zu finden waren. Knapp 60% stammte von Fachärzten, etwa ein Viertel aus ambulanter Klinikbehandlung und rund ein Fünftel aus einem stationären Aufenthalt. Der Anteil von Facharztbehandlungen war mit über zwei Drittel bei den 84 Einträgen, die ausschließlich in der Befunddatei auftauchten, höher. Anamnestische Hinweise überwogen bei diesen Einträgen, wobei fast alle Hinweise sich auf fachärztliche Behandlungen bezogen (Tabelle 4.29).

Tab. 4.29: Art der Rückmeldungen und Quelle

  Nur schriftl. Rückmeldung Nur Eintrag in Befunddatei Eintrag + Rückmeldung Gesamt
  n Anteil n Anteil n Anteil n Anteil
Facharzt 23 59,0% 25 29,8% 71 57,3% 119 48,2%
Ambulante KH 9 23,1% 10 11,9% 29 23,4% 48 19,4%
Stationäre KH 7 17,9% 12 14,3% 24 19,3% 43 17,4%
Hinweis Facharzt     31 36,9%     31 12,6%
Hinweis ambul. KH     5 6,0%     5 2,2%
Hinweis stat. KH     1 1,2%     1 0,4%
Gesamt 39 100% 84 100% 124 100% 247 100%

4.3.3. Vollständigkeit des Überweisungsprozesses

Die ausgestellten Über- und Einweisungen wurden mit den korrespondierenden Rückmeldungen verbunden, um die Vollständigkeit des Überweisungsprozesses zu untersuchen. Laborüberweisungen konnten nicht berücksichtigt werden, da keine


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schriftliche Befundmitteilung erfolgte. Weil die Probe den Weg zum Laborarzt antritt und nicht der Patient, konnte man von einer Rückmelderate von 100% ausgehen. Durch den Umstand, daß Privatpatienten keine formellen Ein- oder Überweisungen haben, basieren die Resultate auf den Ereignissen der gesetzlich Versicherten.

Für 54,2% der Über- oder Einweisungen konnte keine Rückmeldung gefunden werden (84 von 155). Diese 84 Ereignisse haben einen Anteil von 28,9% an allen 291 gefundenen außerhausärztlichen Patientenkontakten, unter der Annahme, daß jede Überweisung zu einer Konsultation des Patienten bei einem anderen Arzt führte. Auf der anderen Seite basierten 65,7% der Mitteilungen, die den Hausarzt über außerhausärztliche Behandlungen erreichten, nicht auf einer Über- oder Einweisung (136 von 207). Es gab lediglich bei 58 von 155 (37,4%) der Ein- und Überweisungen einen vollständigen Prozeß mit einer schriftlichen Rückmeldung als Ergebnis (Abbildung 4.7).

Abb. 4.7: Vergleich der drei Informationsquellen

Schriftliche Mitteilungen sind nicht das einzige Medium, um einen Kollegen über die Behandlung seines Patienten zu informieren. Das Telefon und auch der Patient selbst können unter Umständen adäquate Mittel sein, eine Rückmeldung zu überbringen. Daher werden in der Betrachtung des Überweisungsprozesses im folgenden die in der Patientenakte gefundenen schriftlichen Mitteilungen und die Einträge in der Befunddatei als Rückmeldung zusammen analysiert. Wenn man alle Informationen über eine erfolgte Behandlung aus den schriftlichen Rückmeldungen und den Ein-


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trägen in der Befunddatei mit einschloß, hatte die Praxis Kenntnis über den Verbleib von 45,8% der Über- und Einweisungen - nicht berücksichtigt die Rückmeldungen, bei denen eine vorherige Überweisung nicht möglich war (Reha/Kur, Allgemeinmedizin, Notdienste der KV). Von den Rückmeldungen resultierten 38% aus einer vorherigen Über- oder Einweisung des Patienten (Tabelle 4.30).

Tab. 4.30: Vergleich von Über-/Einweisungen mit Rückmeldung und Rückmeldungen mit Über-/Einweisung

  Ausgestellte Über-/Einweisungen mit Rückmeldung Erhaltene Rückmeldungen mit Überweisung
  n Anteil 95%-CI n Anteil 95%-CI
Radiologie 26 76,9% 55,9%-90,2% 32 62,5% 45,0%-77,8%
Orthopädie 25 40,0% 21,8%-61,1% 28 39,9% 22,1%-59,3%
Innere Medizin 6 83,3% 36,5%-99,1% 22 54,5% 32,7%-77,9%
Chirurgie 17 58,8% 33,4%-80,6% 36 27,8% 14,8%-45,4%
HNO       7 0,0% 0,0%-43,9%
Neurologie 8 50,0% 17,4%-82,5% 6 66,7% 24,1%-94,0%
Lungen-/Bronchialh. 1 100% 5,5%-100% 2 50,0% 2,7%-97,3%
Urologie 2 50,0% 2,7%-97,3% 3 33,3% 1,8%-87,5%
Dermatologie 12 8,3% 0,5%-40,2% 5 20,0% 1,0%-70,1%
Pädiatrie 1 0,0% 0,0%-94,5%      
Gynäkologie 10 0,0% 0,0%-34,5% 5 0,0% 0,0%-53,7%
Augenheilkunde 6 0,0% 0,0%-48,3%      
KH stationär 15 53,3% 27,4%-77,7% 38 23,7% 12,0%-40,6%
Überw. ohne Fach 26 42,3% 24,0%-62,8%      
Gesamt 155 45,8% 37,8%-54,0% 187 38,0% 31,1%-45,3%

Die Vollständigkeit des Überweisungsprozesses variierte zwischen den Fachgebieten. Über das Ergebnis von Überweisungen zur Inneren Medizin und zur Radiologie wußte der Arzt mit 83,9% bzw. 76,9% Rückmeldungen am besten Bescheid. Neben diesen Spitzenwerten gab es eine Reihe von Fächern, von denen der Arzt bei rund der Hälfte der Überweisungen eine Information über die erfolgte Behandlung bekommt: Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, Krankenhauseinweisungen und, wegen der geringen Fallzahl nur eingeschränkt interpretierbar, Urologie. Von Behandlungen bei einer dritten Gruppe von Ärzten erreichte nur in Einzelfällen oder nie eine Rück-


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meldung die Untersuchungspraxis: Dermatologie, Pädiatrie, Gynäkologie und Augenheilkunde. Der Anteil der Rückmeldungen, die das Ergebnis einer Überweisung waren, konnte nicht so klar in drei Gruppen eingeteilt werden. Bei den Rückmeldungen von Radiologen stammten 62,5% aus einer Überweisung. Innere Medizin und Neurologie hatten einen vergleichbar hohen Anteil. Die Rückmeldungen der Fächer HNO und Gynäkologie gingen nie auf eine Überweisung zurück.

Zur Analyse des Rückmeldungsprozesses im Zusammenhang mit individuellen Charakteristika wurde für jeden Patient errechnet:

Die Art der Krankenkasse hatte keinen Einfluß auf den Rückmeldungs- bzw Überweisungsanteil. Versicherte der AOK zeigten einen etwas geringeren mittleren Anteil von vollständigen Überweisungen. Wenn man die IKK-Versicherten wegen der geringen Fallzahl außer acht läßt, wiesen Mitglieder der Angestelltenersatzkassen einen niedrigeren durchschnittlichen Anteil von Rückmeldungen mit vorhergehender Überweisung auf (Tabelle 4.31).

Tab. 4.31: Mittlerer Anteil von vollständigen Prozessen nach Krankenkasse

  Überweisung mit Rückmeldung Rückmeldung mit Überweisung
  n Mittelwert 95%-CI n Mittelwert 95%-CI
Krankenkasse
IKK 5 0,50 0,0-1,0 8 0,23 0,0-0,56
AOK 26 0,42 0,25-0,60 26 0,51 0,32-0,70
VdAK 43 0,51 0,38-0,64 62 0,37 0,25-0,48
BKK 14 0,52 0,27-0,77 15 0,50 0,25-0,74
Andere 1     3 0,33 0,0-1,0

Der Anteil der Überweisungen mit erfolgreicher Rückmeldung korrelierte nicht signifikant mit dem Alter und der Konsultationshäufigkeit. Der Anteil der Rückmeldungen,


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denen eine Überweisung vorausging, korrelierte höher mit dem Alter des Patienten und seiner Besuchshäufigkeit. Lediglich die Korrelation mit der Konsultationsfrequenz war signifikant. Insgesamt war die Stärke der Korrelationen eher gering (Tabelle 4.32).

Tab. 4.32: Korrelation des Anteils vollständiger Prozesse

  n Spearman-r p-Wert
Überweisungen mit Rückmeldung
Alter 89 0,056 0,602
Konsultationen 89 0,106 0,324
Rückmeldungen mit Überweisung
Alter 114 0,169 0,072
Konsultationen 114 0,205 0,020

Die durchschnittlichen Rückmeldungs- und Überweisungsanteile waren unabhängig vom Geschlecht der Patienten (Tabelle 4.33).

Tab. 4.33: Mittlerer Anteil von vollständigen Prozessen nach Patientencharakteristika

  Überweisung mit Rückmeldung Rückmeldung mit Überweisung
  n Mittelwert 95%-CI n Mittelwert 95%-CI
Geschlecht
Männlich 32 0,49 0,32-0,65 43 0,34 0,21-0,47
Weiblich 57 0,50 0,38-0,61 71 0,45 0,34-0,56
Alter
bis 20 Jahre 9 0,33 0,0-0,66 10 0,35 0,0-0,68
21-40 Jahre 14 0,63 0,39-0,87 19 0,41 0,21-0,61
41-60 Jahre 35 0,39 0,24-0,55 46 0,32 0,18-0,45
61-80 Jahre 26 0,58 0,43-0,73 33 0,55 0,39-0,71
über 80 Jahre 5 0,60 0,0-1,0 6 0,41 0,0-0,93
Konsultationen
1-4 4 0,12 0,0-0,52 11 0,0 0,0-0,15
5-14 46 0,49 0,36-0,63 55 0,44 0,31-0,56
über 14 39 0,53 0,40-0,66 48 0,46 0,33-0,59


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Der Einfluß des Alters der Patienten war nicht stringent. 21- bis 40jährige hatten einen relativ hohen Anteil vollständiger Prozesse gegenüber den benachbarten Altersgruppen. Für Personen über 60 Jahre stiegen die Raten wieder an. Patienten mit wenigen Konsultationen im Untersuchungsjahr hatten sehr niedrige Raten von vollständigen Überweisungen bzw. Rückmeldungen.

Patienten mit chronischen Erkrankungen wiesen höhere Anteile von vollständigen Überweisungsprozessen auf. Die Unterschiede waren bis auf eine Ausnahme nicht signifikant, jedoch war eine Tendenz ersichtlich. Patienten mit Diabetes hatten einen signifikant höheren mittleren Anteil von Rückmeldungen mit vorausgegangener Überweisung. Für die anderen Erkrankungen waren Differenzen zwischen den mittleren Anteilen von Rückmeldungen mit Überweisung für erkrankte und nicht erkrankte Patienten höher, jedoch nicht signifikant. Davon wichen Atemwegserkrankungen ab, bei denen erkrankte Personen einen niedrigeren Anteil von überwiesenen Rückmeldungen hatten (Tabelle 4.34).

Tab. 4.34: Mittlerer Anteil von vollständigen Prozessen chronisch Erkrankter

  Überweisung mit Rückmeldung Rückmeldung mit Überweisung
  n Mittelwert 95%-CI n Mittelwert 95%-CI
Hypertonie
Ja 30 0,50 0,34-0,66 35 0,50 0,34-0,65
Nein 59 0,49 0,38-0,61 79 0,37 0,27-0,46
Ischämische Herzkr.
Ja 20 0,59 0,38-0,80 23 0,57 0,37-0,77
Nein 69 0,46 0,36-0,57 91 0,36 0,27-0,45
Atemwegserk.
Ja 8 0,52 0,0-0,95 13 0,26 0,0-0,49
Nein 81 0,49 0,40-0,59 101 0,42 0,34-0,52
Diabetes
Ja 13 0,56 0,30-0,82 12 0,75 0,51-1,0
Nein 76 0,48 0,38-0,58 102 0,36 0,28-0,45


52

4.4. Determinanten für das Rückmeldeverhalten

4.4.1. Variablen im Modell

Das logistische Regressionsmodell beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der bestimmte Ereignisse unter gegebenen Risikobedingungen auftreten. Als Indikator für das Rückmeldeverhalten dienten folgende abhängige Variablen:

Deren Wirkung sollte in einem logistischen Regressionsmodell von den erklärenden Variablen beschrieben werden. Als unabhängige, erklärende Variablen wurden im Modell alle personenbezogenen Charakteristika, die in der uni- und bivariaten Analyse in den vorherigen Kapiteln vorgestellt wurden sind, eingeschlossen. Krankenkasse, Alter und Konsultationen wurden als Dummyvariablen kodiert. Referenzgruppen waren bei der Krankenkasse die »VdAK«, beim Alter die Altersgruppe »41-60 Jahre« und bei der Konsultationshäufigkeit die Klasse »1-4 Besuche« (Tabelle 4.35).

Tab: 4.35: Erklärende Variablen im logistischen Regressionsmodell

Geschlecht Krankenkasse 1 (IKK)Krankenkasse 2 (AOK)Krankenkasse 3 (BKK)Krankenkasse 4 (Andere)Alter 1 (bis 20)Alter 2 (21-40 Jahre)Alter 3 (61-80 Jahre)Alter 4 (über 80 Jahre)Konsultationen 1 (5-14)Konsultationen 2 (über 14)Hypertonie Ischämische Herzkr.Atemswegserk.Diabetes 0=Männlich/1=Weiblich 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja 0=Nein/1=Ja


53

4.4.2. Über- und Einweisungen

Das logistische Regressionsmodell mit der Überweisungsrate als abhängige Variable ergab als Modellanpassung eine vorhersagbare Klassifikation von 64,8%. Das bedeutet, aufgrund der Kenntnis der Prädikatoren und des Modells würde man bei 64,8% der Patienten vorhersagen können, ob sie überwiesen wurden. Signifikante Einflußgrößen waren in dem Modell lediglich die Konsultationshäufigkeit und das Alter. Patienten über 80 Jahre hatten eine 83% geringere Wahrscheinlichkeit überwiesen zu werden als Patienten zwischen 41 und 60 Jahren. Die Überweisungschance war bei Personen mit mehr als 14 Arzt-Patient-Kontakten 15fach höher gegenüber Patienten mit bis zu 4 Besuchen. Bei den anderen Variablen überdeckte das Konfidenzintervall für die Odds-Ratio den Wert 1, und es gab keine signifikante Verringerung bzw. Erhöhung des Überweisungsrisikos (Tabelle 4.36).

Tab. 4.36: Parameterschätzungen für die Überweisungsrate (n=219)

  n Koeffizient Odds-Ratio 95%-CI
Weiblich 133 0,226 1,25 0,41-2,37
IKK AOK BKK Andere Krankenkasse 18 53 28 5 0,211 0,155 0,132 -1,612 1,23 1,17 1,14 0,20 0,56-3,75 0,44-2,59 0,10-3,00 0,07-2,20
Bis 20 Jahre 21-40 Jahre 61-80 Jahre über 80 Jahre 26 54 43 10 -0,032 -0,402 -0,190 -1,789 0,97 0,67 0,83 0,17 0,43-2,66 0,25-1,51 0,15-2,19 0,07-0,90
5-14 Konsultationen über 14 Konsultationen 106 60 1,789 2,735 5,98 15,41 0,28-14,31 7,31-44,23
Hypertonie 55 0,098 1,10 0,38-2,32
Ischämische Herzerk. 31 0,826 2,28 0,78-6,57
Atemwegserkr. 20 -0,334 0,72 0,25-2,09
Diabetes 22 -0,464 0,63 0,22-1,82

Patienten mit mehr als 14 Konsultationen besaßen auch eine 5mal höhere Wahrscheinlichkeit, daß mindestens 50% der Überweisungen vollständig mit einer Rückmeldung abgeschlossen wurden. Die vorhersagbare Klassifikation für dieses Modell lag bei 65,2% (Tabelle 4.37).


54

Tab. 4.37: Parameterschätzungen für einen Rückmeldeanteil ge 0,5 (n=89)

  n Koeffizient Odds-Ratio 95%-CI
Geschlecht Weiblich 57 -0,112 0,89 0,11-2,46
IKK AOK BKK Andere Krankenkasse 5 26 14 1 0,448 -0,076 -0,055 5,910 1,57 0,93 0,95 368,70 0,51-12,30 0,25-2,87 0,0-3,53 70,00-3,21e21
Bis 20 Jahre 21-40 Jahre 61-80 Jahre über 80 Jahre 9 14 26 5 0,265 1,245 1,044 0,727 1,30 3,47 2,84 2,07 0,30-6,87 0,84-15,15 0,24-11,71 0,17-24,28
5-14 Konsultationen über 14 Konsultationen 46 39 1,033 1,711 2,81 5,53 0,22-33,59 1,96-71,44
Hypertonie 30 -0,220 0,80 0,18-2,26
Ischämische Herzerk. 20 -1,370 0,25 0,05-1,11
Atemwegserkr. 8 -0,439 0,64 0,14-3,49
Diabetes 13 -0,777 0,46 0,10-2,07

4.4.3. Rückmeldungen

Die Chance einer Rückmeldung war bei Patienten mit 5-14 Konsultationen 4,5fach und bei mehr als 14 Konsultationen 16fach höher gegenüber Patienten mit unter 4 Arztbesuchen. Einen weiteren signfikanten Einfluß übte Diabetes aus: Für Patienten mit Diabetes war die Wahrscheinlichkeit, daß eine Rückmeldung vorlag, 70% geringer. Das Modell klassifizierte 69,9% der Patienten richtig ein (Tabelle 4.38).

Patienten mit vielen Konsultationen hatten eine erheblich größere Chance, daß ein Anteil von mindestens 50% ihrer Rückmeldungen aus einer vorherigen Überweisung resultierte. Die Wahrscheinlichkeit lag für Patienten mit 5 bis 14 Konsultationen 12 mal und für Patienten mit über 14 Konsultationen 15 mal höher. Dies waren die einzigen signifikanten Faktoren. Mit dem Modell konnten 65,2% der Patienten korrekt klassifiziert werden (Tabelle 4.39).


55

Tab. 4.38: Parameterschätzungen für die Rückmelderate (n=219)

  n Koeffizient Odds-Ratio 95%-CI
Geschlecht Weiblich 133 -0,014 0,99 0,31-1,88
IKK AOK BKK Andere Krankenkasse 18 53 28 5 -0,049 -0,453 -0,177 -0,566 0,95 0,64 0,84 0,57 0,42-3,00 0,23-1,46 0,09-2,29 0,20-5,16
Bis 20 Jahre 21-40 Jahre 61-80 Jahre über 80 Jahre 26 54 43 10 -0,405 -0,392 1,050 -0,679 0,67 0,68 2,86 0,51 0,30-1,86 0,24-1,52 0,51-8,14 0,22-2,83
5-14 Konsultationen über 14 Konsultationen 106 60 1,505 2,781 4,50 16,14 1,55-10,20 7,38-46,75
Hypertonie 55 0,045 1,05 0,34-2,29
Ischämische Herzerk. 31 0,670 1,95 0,62-6,08
Atemwegserkr. 20 0,395 1,49 0,47-4,67
Diabetes 22 -1,188 0,30 0,10-0,96

Tab. 4.39: Parameterschätzungen für einen Überweisungsanteil ge 0,5 (n=114)

  n Koeffizient Odds-Ratio 95%-CI
Geschlecht Weiblich 71 0,607 1,83 0,27-4,66
IKK AOK BKK Andere Krankenkasse 8 26 15 3 -0,289 0,683 0,509 -1,218 0,75 1,89 1,66 0,30 0,24-5,05 0,52-5,96 0,10-6,09 0,06-4,96
Bis 20 Jahre 21-40 Jahre 61-80 Jahre über 80 Jahre 10 19 33 6 0,931 0,724 0,564 -0,663 2,54 2,06 1,76 0,52 0,75-12,78 0,63-6,97 0,19-5,78 0,05-4,72
5-14 Konsultationen über 14 Konsultationen 55 48 2,498 2,677 12,16 14,54 1,16-117,24 5,37-152,53
Hypertonie 35 0,385 1,47 0,37-3,98
Ischämische Herzerk. 23 1,275 3,58 0,79-14,14
Atemwegserkr. 13 -0,676 0,51 0,10-2,31
Diabetes 12 1,086 2,96 0,61-14,50


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Mon Nov 29 12:05:29 1999