Hiemann, Nicola E.: Histomorphometrische Untersuchungen myokardialer Blutgefäßveränderungen nach Herztransplantation. (Ein Beitrag zur Pathogenese der Transplantatvaskulopathie.)

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Kapitel 3. Ziel der Arbeit und Aufgabenstellung

Die Endomyokardbiopsie (EMB) ist ein wichtiges diagnostisches Instrument des postoperativen Betreuungsmanagements herztransplantierter Patienten. Daneben ist sie jedoch auch unabdingbar in der Erforschung und Beobachtung intramyokardialer Veränderungen nach HTx. Die Beurteilung von morphologischen und funktionellen Vorgängen in transplantierten Herzen trägt dazu bei, die postoperative Nachsorge individuell abzustimmen und zu optimieren. Hierbei sind neben therapeutischen Ansätzen auch die frühzeitige Diagnose intramyokardialer Veränderungen von besonderer Bedeutung. Zusätzlich zu der histologischen Beurteilung von EMBs mit Hilfe von HE-Schnitten bieten dafür immunhistochemische Färbemethoden neue Möglichkeiten.

Das Ziel dieser Arbeit ist, die Expression von Oberflächenantigenen vaskulärer Endothelzellen mit CD 31 und vaskulärer glatter Muskelzellen mit a-Aktin in rechtsventrikulären Kontrollbiopsien herztransplantierter Patienten darzustellen und zu quantifizieren, die im Verlauf der normalen postoperativen Rejektionsdiagnostik gewonnen wurden.

Im Vordergrund stand hierbei der quantitative Vergleich von Arteriolen und Kapillaren bei Patienten mit angiographischem Nachweis einer TVP mit solchen Patienten, bei denen weder zu Lebzeiten noch nach ihrem Tode die Existenz dieser Erkrankung nachgewiesen werden konnte. Unter der Annahme, daß die Klassifikation der ISHLT ( 9 ) und ihre Ergänzung (s. auch Kapitel 2.4., Seite 13) in ausreichender Weise die zelluläre Auseinandersetzung des Empfängers mit dem Transplantat in Form von Schäden der Herzmuskelzellen und der reaktiven Veränderungen im angrenzenden Gewebe beschreiben, schafft diese Arbeit eine neue Qualität in Form einer quantitativen Erfassung von Veränderungen an intramyokardialen Blutgefäßen nach HTx.

Folgende Fragestellungen sollten mit dieser Arbeit beantwortet werden:

  1. Lassen sich anhand der immunhistochemischen Färbungen Unterschiede zwischen den beiden Patientengruppen feststellen ?
  2. Ist es möglich, diese Unterschiede zu quantifizieren ?
  3. Bietet die immunhistochemische Aufarbeitung von EMBs gegenüber der rein histologischen Betrachtung Vorteile bezüglich der postoperativen Diagnostik und des postoperativen Betreuungsmanagements ?
  4. Existiert eine zeitabhängige Dynamik des Expressionsverhaltens der Antigene nach HTx ?
  5. Ist die frühe Diagnose einer akzelerierten TVP nach HTx mit diesem Verfahren möglich ?
  6. Kann die verwendete histomorphometrische Methode als Ergänzung zu den konventionellen Diagnosetechniken der TVP nach HTx benutzt werden ?

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