Hiemann, Nicola E.: Histomorphometrische Untersuchungen myokardialer Blutgefäßveränderungen nach Herztransplantation. (Ein Beitrag zur Pathogenese der Transplantatvaskulopathie.)

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Kapitel 4. Material

Zwischen dem 18. April 1986 und dem 31. März 1997 wurden am Deutschen Herzzentrum Berlin 971 Herztransplantationen (HTx) durchgeführt. Für diese retrospektive Studie wurden von diesen 41 Patienten ausgewählt, die sich in der Zeit vom 18. April 1986 bis 28. Juni 1992 einer HTx unterzogen hatten und die folgenden Kriterien entsprachen:

  1. orthotope HTx
  2. Exitus letalis
  3. postoperative Überlebenszeit von mindestens 12 Monaten
  4. Verfügbarkeit von mindestens einer postoperativen selektiven Koronarangiographie
  5. Verifizierung der angiographischen Diagnose anhand eines Autopsieprotokolls (soweit vorhanden).

Anhand des Koronarangiographiebefundes wurde die Gesamtpopulation in eine TVP-Gruppe, in der mindestens in einer selektiven Koronarangiographie eine TVP diagnostiziert wurde und dieser Befund anhand eines Autopsieprotokolls verifiziert wurde, sowie in eine Kontrollgruppe unterteilt, in der sowohl alle Angiographie- als auch Sektionsbefunde keinen Hinweis auf das Bestehen einer TVP beinhalteten:

Die TVP-Gruppe umfaßte 15 Patienten (11 Männer, 4 Frauen), deren Operationsindikationen dKMP (N= 9), KHK (N= 5) und der Eisenmengerkomplex (N= 1, Herz-Lungen-Transplantation) darstellten. Das mittlere Alter zum Zeitpunkt der Transplantation betrug 49 Jahre (34-67 Jahre) und die mittlere Überlebenszeit mit Transplantat 57 Monate (12-95 Monate).

Die Kontrollgruppe bestand aus 26 Patienten (21 Männer, 5 Frauen), deren präoperative Diagnosen dKMP (N= 17) und KHK (N= 9) darstellten. Hier betrug das mittlere Alter bei HTx 47 Jahre (31-65 Jahre) und die mittlere Überlebenszeit 58 Monate (12-111 Monate).

Ausgeschlossen wurden alle Patienten, die weniger als 12 Monate überlebten, bei denen keine Angiographiebefunde verfügbar waren, in deren selektiven Koronarangiographien ”Wandveränderungen“ und einzelne geringe Stenosen (25% Lumenverengung) diagnostiziert wurden oder nicht genügend Kontrollbiopsien verfügbar waren.

Von den 41 Patienten wurden die in Paraffin eingebetteten rechtsventrikulären Kontrollbiopsien (insgesamt 272) im Hinblick auf eine mögliche korrelative Beziehung zu der angiographisch nachgewiesenen TVP bzw. dem Fehlen dieses Befundes ausgewertet. Die Materialgewinnung erfolgte im Rahmen der postoperativen Nachsorge in der Zeit zwischen dem 5. Mai 1986 und dem 4. Mai 1993.

Alle Patienten erhielten eine Standarddreifachimmunsuppression aus Cyclosporin A, Azathioprin und Prednisolon. Die Rejektionstherapie beinhaltete initial 3-5 Tage 500 mg Methylprednisolon i.v. pro Tag und bei anhaltender mittelgradiger bzw. schwerer Abstoßung r-ATG oder OKT 3 (intravenös 1,5 mg pro kg Körpergewicht). Des weiteren wurden demographische Daten für alle Patienten und deren Spender, wie Ischämiezeit, Reperfusionszeit, HLA-und Geschlechter-Matching sowie CMV-Status erfaßt (s. auch Anlage 1 - 6).


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