Huber, Kathrina: Thema: Validität der sonographischen Lungenbiometrie in der pränatalen Diagnose der Lungenhypoplasie

Anhang A. Thesen zur Dissertation

  1. Die Lungenhypoplasie ist mit 10-20 % eine der häufigsten Ursachen für die perinatale Mortalität. Mögliche Ursachen einer Lungenhypoplasie sind vorzeitiger Blasensprung, Hydrothorax, Nierenfehlbildungen und Skelettfehlbildungen.
  2. Die Diagnose einer Lungenhypoplasie als Minderwuchs der Lunge bei normaler Organanlage wird pathologisch-anatomisch durch einen verringerten L/KG-Index und RAC-Wert gestellt.
  3. Die Größe der fetalen Lunge kann sonographisch gemessen werden.
  4. In einer Gruppe von Feten mit einem hohen Risiko zur Entwicklung einer Lungenhypoplasie wurde die pathologisch-anatomische mit der sonographischen Diagnose verglichen und so die Sensitivität, die Spezifität, der positive und der negative Vorhersagewert des sonographischen Verfahrens bestimmt.
  5. Bei Messungen in der Vierkammerblickebene konnten ca. 60 % der Feten mit autoptisch nachgewiesener Lungenhypoplasie mit Hilfe der biometrischen Methode pränatal diagnostiziert werden. Die Einstellung der Vierkammerblickebene gehört zur Routineultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft.
  6. Die Messungen in der Clavicula- und Zwerchfellebene mit Sensitivitäten zwischen 13 % und 47 % und die Messung der Lungenlänge mit einer Sensitivität von 24 % waren zur pränatalen Diagnose einer Lungenhypoplasie nicht geeignet.
  7. Bei der Analyse der einzelnen Krankheitsbilder lagen die Werte für die Sensitivitäten in der Vierkammerblickebene bei den Feten mit vorzeitigem Blasensprung, Hydrothorax und Skelettfehlbildungen zwischen 60 % und 100 %.
  8. Die sonographische Biometrie der fetalen Lunge eignet sich nicht als Screeningmethode zur pränatalen Diagnose einer Lungenhypoplasie. Die Anwendung in einem Hochrisikokollektiv zur Risikoabschätzung ist durchaus sinnvoll.

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Wed Apr 7 18:59:29 1999