Krüger, Hartmut: Lokale Feldpotentiale im Elektrokortikogramm und Elektroenzehpalogramm des Menschen: Nachweis, Beschreibungskriterien, Anwendung

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Kapitel 2. Arbeitshypothesen

Aus der vorangestellten Abhandlung lassen sich die für die vorliegende Arbeit gültigen Hypothesen wie folgt formulieren:

Hypothese 1:

SP sind Potentialphänomene, die in Frequenzbereichen oberhalb des alpha -Bandes des ECoG und EEG mit Suchtemplates nachweisbar, in Amplitude und Dichte bestimmbar, bei Erfassung mit regelrechten Elektrodenanordnungen als lokal generiert definierbar und über verschiedenen Orten nach Merkmalen der Kohärenz beschreibbar sind.

Hypothese 2:

SP sind keine biologischen oder technischen Artefakte, sondern normale Bestandteile des ECoG und des EEG. Als Bestandteile des oberen gamma -Bandes sind sie in allen Parametern durch biologische Prozesse beeinflußbar, die mit der neuronalen und kognitiven Aktivität des Gehirns im Zusammenhang stehen.

Hypothese 3:

SP sind lokale Feldpotentiale, weil sie - unabhängig vom räumlichen Raster der abtastenden Elektroden - stets durch einen vergleichbaren Prozeß generiert werden. Die Unterschiede basieren auf der unterschiedlichen Länge interneuronaler Konnektivitäten.

Hypothese 4:

Die SP-Analyse ist in ihrer Orientierung auf hochfrequente lokale Feldpotential-events eine wertvolle Ergänzung der traditionellen EEG- und ECoG-Ableitung und besonders geeignet für die noninvasive Kognitionsforschung sowie für die invasive neurologische Diagnostik am Menschen.

Die Arbeitshypothesen sind Gegenstand der Diskussion dieser Arbeit. Sie werden dort in Reflexion der hier vorgelegten Methodenentwicklung mit Demonstration erster Ergebnisse und im Lichte der Literatur geprüft.


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Mon Apr 12 19:15:55 1999