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Auswertung der Messungen, Statistik

Zur Auswertung der Messungen wurde die Software Attractors verwendet.

In Zweiparameterdarstellungen können mit Hilfe dieser Software die Intensitäten ausgewählter Parameter jeden erfaßten Ereignisses (Zelle, Referenzpartikel, Debris) gegeneinander aufgetragen werden. Dabei können die während der Messung erfaßten Parameter beliebig miteinander kombiniert werden. Mit Hilfe sogenannter Attractors (ovale Populationsregionen) wird für jedes erfaßte Ereignis geprüft, welcher der zuvor definierten Populationen es angehört.

Ein Attractor für eine bestimmte Population kann in mehreren Diagrammen definiert werden. Je mehr Parameter dabei benutzt werden, umso genauer wird die Population definiert. Dies hat den Vorteil, daß Zellen, die sich in einem oder in mehreren Parametern ähneln, gut zu differenzieren sind, solange sie sich in mindestens einem der erfaßten Parameter voneinander unterscheiden. Monozyten- und Lymphozytenpopulation überschneiden sich beispielsweise in einer Auftragung von Vorwärtsstreuung gegen Seitwärtsstreuung, da die Zellen zum Teil eine ähnliche Größe und Granularität aufweisen. Da die Monozyten aber mit dem PE-konjugierten Monozytenmarker CD 14 markiert wurden, weisen sie ein anderes FL 2 - Fluoreszenzsignal auf als Lymphozyten (vgl. Abb. 1)

Es wurde für jedes Herstellungsverfahren die Konzentration an Leukozyten, Thrombozyten und Erythrozyten im gewonnenen Frischplasma bestimmt. Für die Berechnungen wurde das arithmetische Mittel der Zellkonzentrationen aus den Doppelbestimmungen verwendet. Die durch die Zugabe von Formaldehydlösung zum Plasma entstandene Volumenänderung wurde rechnerisch berücksichtigt.

Neben der Zellkonzentration im Plasma wurde der Zellgehalt pro Transfusionseinheit bestimmt, der sich wie folgt errechnet:

nZellen / TE = cZellen V

nZellen / TE Zellzahl pro Transfusionseinheit

cZellen durchflußzytometrisch bestimmte Zellkonzentration im Plasma

V Gesamtvolumen des gewonnenen Plasmas

Die statistische Auswertung wurde mit SPSS for MS WINDOWS Release 6.0 vorgenommen.

Zur Prüfung der Normalverteilung der Wertegruppen wurde der Kolmogorov-Smirnov-Test verwendet, die Varianzhomogenität wurde mit dem Cochran C-Test geprüft.

Normalverteilung der Werte und Homogenität der Varianzen gelten als Voraussetzungen für einfaktorielle Varianzanalysen. Ihre Anwendung ist bei Nichterfüllung dieser Voraussetzungen dennoch statthaft, wenn mehr als 15 Werte untersucht werden 7.

Wenn die Werte nach dem Kolmogorov-Smirnov-Test nicht normalverteilt waren oder keine Varianzhomogenität bestand, wurde beim Vorliegen von weniger als 15 Werten der Mann-Whitney U -Test als nichtparametrisches Verfahren zum paarweisen Vergleich unverbundener Stichproben herangezogen.

Es wurden multivariate und univariate einfaktorielle Varianzanalysen durchgeführt. Bei Bedarf wurde als voraussetzungsfreier Test der Kruskal-Wallis-Test hinzugezogen.

Zum multiplen Mittelwertvergleich wurde der Scheffé-Test mit einem Signifikanzniveau von 0,05 verwendet.

Abb. 1 Attractor-Set zur Bestimmung der Leukozytenkonzentration in Frischplasma


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