Proske, Jan Martin: Prospektiv-randomisierte Studie zum Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt bei Oberbauchoperationen

Kapitel 3. Ergebnisse

3.1. Patienten

Im Zeitraum vom 1.4.1996 bis zum 1.4.1998 wurden 94 Patienten in die prospektiv randomisierte Studie aufgenommen, von denen 52 Patienten eine Erkrankung der Pankreas und 42 eine Erkrankung des Magens aufwiesen. Darunter wurden jeweils 47 Patienten über eine mediane oder eine quere Laparotomie operiert [Tab. 1].

Tabelle 1: Anamnese

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

Anzahl

(n=94)

median

(n=25)

quer

(n=27)

p

median

(n=22)

quer

(n=20)

p

 

 

 

 

 

 

 

Alter [Jahre]

57 ± 14

53 ± 13

0,2 boxVh

60 ± 12

59 ± 11

0,9 boxVh

> 59 [%(n)]

52 (13)

37 (10)

0,4 boxvH

64 (14)

60 (12)

1,0 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

Geschlecht [%(n)]

 

 

0,8 boxvH

 

 

0,8 boxvH

Männlich

48 (12)

41 (11)

 

59 (13)

55 (11)

 

weiblich

52 (13)

59 (16)

 

41 (9)

45 (9)

 

 

 

 

 

 

 

 

BMI boxHu

24 ± 3

25 ± 6

0,7 boxVh

26 ± 5

25 ± 4

0,4 boxvH

> 25 [%(n)]

40 (10)

60 (12)

0,8 boxvH

52 (12)

48 (10)

1,0 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

boxVh Student-t-Test,
boxvHFisher-exact-Test,
boxHu BMI [kg/(m²)]

Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 57 ± 13 Jahre, 52% der Patienten waren älter als 59 Jahre. Bei den über einen Medianschnitt operierten Patienten (n=47) war das Alter niedriger als bei den für einen Oberbauchquerschnitt operierten (n=47) (59 ± 13 vs 55 ± 12 Jahre, p > 0,05). Bei den Patienten mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (n=52) lag das durchschnittliche Alter unter dem der Patienten mit einer Erkrankung des Magens (n=42) (55 ± 14 vs 60 ± 12 Jahre, p > 0,05), ein signifikanter Unterschied bestand nicht.


18

Die Geschlechtsverteilung der Patienten (quer : median) war ausgeglichen (47 : 47). Bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (n=52) lag der Anteil der weiblichen Patienten bei 56% und bei einer Erkrankung des Magens (n=42) bei 45%. Ein signifikanter Unterschied bestand nicht.

Der Wert des BMI betrug bei allen Patienten durchschnittlich 25 ± 5, der Anteil der Patienten mit einem BMI > 25 lag bei 45%. Weder im Vergleich von Medianschnitt (n=47) und Oberbauchquerschnitt (n=47) (25 ± 4 vs 25 ± 5, p > 0,05) noch im Vergleich der Patienten mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (n=52) und der Patienten mit einer Erkrankung des Magens (n=42) (25 ± 5 vs 25 ± 5, p > 0,05) trat hinsichtlich des BMI ein signifikanter Unterschied auf.

Auch der Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt hinsichtlich Alter, Geschlecht und BMI bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse oder am Magen zeigte keinen signifikanten Unterschied.

3.1.1. Risikofaktoren

Die Bestimmung des allgemeinen Operationsrisikos mit Hilfe der ASA-Einteilung ergab bei allen Patienten einen durchschnittlichen Wert von 2,3 ± 0,6 , der Anteil der Patienten mit einem ASA-Wert > 2 betrug 32%. Im Vergleich von medianer (n=47) und querer Laparotomie (n=47) bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen (p > 0,05) [Tab. 2].

Im Hinblick auf die speziellen Risikofaktoren wurde bei 25% aller Patienten ein Hypertonus diagnostiziert, bei 21% eine behandlungsbedürftige KHK, bei 16% ein Diabetes mellitus IIb, bei 13% lag ein hepatischer und bei 9% ein pulmonaler Risikofaktor vor. Eine Patientin nahm im Rahmen der Behandlung eines systemischen Lupus erythematosus immunsuppremierende Medikamente ein. Renale Risikofaktoren bestanden präoperativ bei keinem Patienten.

Im Vergleich von medianer und querer Laparotomie bestand hinsichtlich der speziellen Risikofaktoren kein signifikanter Unterschied. Hepatische Risikofaktoren wurden ausschließlich bei den an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Patienten diagnostiziert. Der Anteil von Patienten


19

mit einem pulmonalen Risikofaktor lag bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse (n=52) niedriger als bei Magenoperationen (n=42) (4 vs 14%, p > 0,05). Ein signifikanter Unterschied bestand nicht.

Tabelle 2: ASA-Werte, spezielle Risikofaktoren und Raucherstatus

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

ASA (1-5)

2,4± 0,6

2,2± 0,7

0,6 boxVr

2,2± 0,5

2,3± 0,7

0,9 boxVr

> 2 [%(n)]

26 (9)

30 (8)

0,8 boxvH

27 (6)

45 (9)

0,3 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

Risikofaktoren [%(n)]

 

 

 

 

 

 

Keine

44 (11)

41 (11)

1,0 boxvH

32 (7)

32 (8)

0,8 boxvH

Kardial

24 (6)

19 (5)

0,7 boxvH

23 (5)

20 (4)

1,0 boxvH

Pulmonal

4 (1)

4 (1)

1,0 boxvH

14 (3)

15 (3)

1,0 boxvH

Hepatisch

28 (7)

19 (5)

0,5 boxvH

0 (0)

0 (0)

 

Diabetes

12 (3)

19 (5)

0,7 boxvH

18 (4)

15 (3)

1,0 boxvH

Hypertonus

20 (5)

30 (8)

0,5 boxvH

27 (6)

20 (4)

0,7 boxvH

Immunsuppression

0 (0)

0 (0)

 

5 (1)

0 (0)

1,0 boxvH

Andere

20 (4)

7 (2)

0,4 boxvH

18 (4)

20 (4)

1,0 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

Raucherstatus [%(n)]

 

 

 

 

 

 

Nichtraucher

52 (13)

59 (16)

0,8 boxvH

46 (10)

45 (9)

1,0 boxvH

Ex-Raucher boxhU

8 (2)

11 (3)

1,0 boxvH

22 (5)

30 (6)

0,7 boxvH

Raucher

40 (10)

30 (8)

0,6 boxvH

32 (7)

25 (5)

0,7 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

boxVr Man-Whitney-Test,
boxvHFisher-exact-Test,
boxhU Die Zeit ohne zu Rauchen mußte mindestens 8 Wochen betragen

51% der Patienten waren Nichtraucher, 32% Raucher und 17% Ex-Raucher. Der Vergleich von medianer (n=47) und querer Laparotomie (n=47) hinsichtlich des Anteils an Nichtrauchern (59 vs 53%, p > 0,05), Rauchern (36 vs 28%, p > 0,05) und Ex-Rauchern (15 vs 19%, p > 0,05) zeigte keinen signifikanten Unterschied. Unter den Patienten mit

einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (n=52) war im Vergleich zu den Patienten mit einer Erkrankung des Magens (n=42) der Anteil der Nichtraucher (56 vs 45%, p > 0,05) wie auch der Raucher erhöht (35 vs


20

29%, p > 0,05) und der Anteil der Ex-Raucher erniedrigt (9 vs 26%, p > 0,05). Ein signifikanter Unterschied bestand nicht.

Der Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse oder am Magen zeigte hinsichtlich der allgemeinen und speziellen Risikofaktoren sowie des Rauchstatus keinen signifikanten Unterschied.

3.1.2. Präoperative pulmonale Funktion

Die FVC betrug präoperativ bei allen Patienten durchschnittlich 99 ± 16%. Im Vergleich zu den Patienten mit einer medianen Laparotomie (n=47) unterschied sich der Wert der Patienten mit einer queren Laparotomie (n=47) nicht signifikant (99 ± 15 vs 99 ± 17%, p > 0,05). Bei Patienten mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (n=52) war die FVC gegenüber den Patienten mit einer Erkrankung des Magens (n=42) erhöht (100 ± 18 vs 98 ± 14%, p > 0,05) [Tab. 3].

Tabelle 3: Präoperative pulmonale Funktion

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

FVC boxHd

100 ± 16

99 ± 19

0,6 boxVr

98 ± 14

98 ± 14

0,9 boxVr

FEV 1 boxHd

94 ± 14

90 ± 19

0,3 boxVr

88 ± 15

88 ± 16

0,9 boxVr

 

 

 

 

 

 

 

boxHdBerechnet in Prozent nach ECCS-Normgleichungen für Alter, Geschlecht, Gewicht und Größe
boxVr Man-Whitney-Test

Das FEV 1 betrug präoperativ bei allen Patienten im Durchschnitt 90 ± 16%. Bei den Patienten mit einer medianen Laparotomie (n=47) war das FEV 1 gegenüber den Patienten mit einer queren Laparotomie (n=47) erhöht (91 ± 15 vs 89 ± 17%, p > 0,05). Ebenfalls erhöht war das FEV 1 bei den Patienten mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (n=52) im Vergleich mit den Patienten mit einer Erkrankung des Magens (n=42) (91 ± 17 vs 88 ± 15%, p > 0,05).


21

3.2. Operationen

Bei den Operationen an der Bauchspeicheldrüse (n=52) wurde bei 29% der Patienten eine kephale Duodenopankreatektomie durchgeführt. Bei 10% der Patienten wurde eine Choledochojejunostomie und bei jeweils 11% eine Pseudozystojejunostomie, eine Pankreaslinksresektion oder eine Exploration durchgeführt. Weitere Operationen waren in 4% eine Pankreatikojejunostomie und in jeweils 2% eine Tumorenukleation, eine Gastrojejunostomie oder eine transduodenale Papillotomie [Tab. 4].

Tabelle 4: Art der Operation

 

 

 

 

 

median

quer

P

Pankreasoperationen [n]

 

 

 

Duodenopankreatektomie

7

8

1,0 boxvH

Pankreaslinksresektion

1

5

0,2 boxvH

Tumorenukleation

2

1

0,6 boxvH

Pankreatikojejunostomie

1

1

1,0 boxvH

Pseudozystojejunostomie

5

1

0,1 boxvH

transduodenale Papillotomie

0

1

1,0 boxvH

Choledochojejunostomie

4

6

0,7 boxvH

Gastrojejunostomie

1

2

1,0 boxvH

Exploration

4

2

0,4 boxvH

 

 

 

 

Magenoperationen [n]

 

 

 

Gastrektomie

14

14

0,8 boxvH

4/5 Magenresektion

2

0

0,5 boxvH

obere Magenteilresektion

1

0

1,0 boxvH

2/3 Magenresektion

1

0

1,0 boxvH

Antrumresektion

1

1

1,0 boxvH

Tumorexstirpation

2

3

0,7 boxvH

Gastroenterostomie

1

1

1,0 boxvH

Exploration

0

1

0,5 boxvH

 

 

 

 

boxvH Fisher-exact-Test

Bei den Patienten mit einer Erkrankung des Magens (n=42) war mit 67% die Gastrektomie die häufigste Operation. Bei 12% der Patienten wurde eine Tumorexstirpation, bei jeweils 5% eine 4/5 Magenresektion, eine Antrumresektion oder eine Gastroenterostomie und bei jeweils 2% eine obere Magenteilresektion, eine 2/3 Magenresektion oder eine Exploration durchgeführt.


22

Die Indikationsstellung zur Operation und deren Durchführung erfolgte entsprechend dem Klinikstandard [65]. Hinsichtlich der Verteilung von medianer und querer Laparotomie bei den durchgeführten Operationen gab es keinen signifikanten Unterschied.

3.2.1. Intraoperative Volumenbilanz

Der intraoperative Blutverlust betrug bei allen Patienten im Durchschnitt 735 ± 801ml. Nach einer medianen Laparotomie (n=47) war er niedriger als nach einer queren Laparotomie (n=47) (607 ± 622 vs 735 ± 801ml, p > 0,05) und bei einer Operation an der Bauchspeicheldrüse (n=52) höher als bei einer Magenoperation (n=42) (815 ± 932 vs 636 ± 600ml, p > 0,05). Der Unterschied zwischen den Gruppen war nicht signifikant [Tab. 5].

Tabelle 5: Intraoperative Volumenbilanz

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

Volumenverlust [ml]

662 ± 662

958 ±1120

0,5 boxVr

548 ± 583

737 ± 616

0,2 boxVr

 

 

 

 

 

 

 

Volumensubstitution [%(n)]

 

 

 

 

 

 

keine

60 (15)

44 (12)

0,3 boxvH

73 (16)

45 (9)

0,1 boxvH

Blutkonserven

40 (10)

55 (15)

0,3 boxvH

27 (6)

55 (11)

0,1 boxvH

FFP

20 (5)

37 (10)

0,2 boxvH

14 (3)

30 (6)

0,3 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

boxVr Man-Whitney-Test, boxvH Fisher-exact-Test

Von den 94 Patienten erhielten 45% intraoperativ Blutkonserven und 26% FFP. Im Vergleich von medianer (n=47) und querer Laparotomie (n=47) erhielten die über einen Medianschnitt operierten Patienten weniger Blutkonserven (17 vs 28%, p > 0,05) und FFP (9 vs 17%, p > 0,05). Der Unterschied war dabei nicht signifikant.

Der Vergleich der intraoperativen Volumenbilanz hinsichtlich der Schnittführung getrennt nach Bauchspeicheldrüsen und Magenoperationen zeigte keinen signifikanten Unterschied.


23

3.2.2. Wundverschluß

Der oberflächliche Wundverschluß erfolgte bei 70% der Operationen durch eine Hautklammerung und bei den verbleibenden 30% durch eine nicht resorbierbare Subkutannaht. Der Vergleich von Medianschnitt (n=47) und Oberbauchquerschnitt (n=47) in bezug auf die Verwendung einer Hautklammerung (72 vs 68%, p > 0,05) oder einer Naht (28 vs 32%, p > 0,05) zeigte keinen signifikanten Unterschied [Tab. 6].

Auch bei der getrennten Betrachtung der Operationen an Bauchspeicheldrüse und Magen gab es hinsichtlich der Schnittführung keinen signifikanten Unterschied.

Tabelle 6: Wundverschluß

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

Wundverschluß [%(n)]

 

 

0,2 boxvH

 

 

0,3 boxvH

Naht

24 (6)

44 (12)

 

32 (7)

15 (3)

 

Klammer

76 (19)

56 (15)

 

68 (15)

85 (17)

 

 

 

 

 

 

 

 

boxvH Fisher-exact-Test

3.3. Körpertemperatur

Die durchschnittliche Körpertemperatur sank bei allen Patienten während der ersten beiden Stunden der Operationen zunächst ab und erreichte nach 2 Stunden mit 35,9°C den niedrigsten Wert. Bis zum Ende der Operationen stieg die Temperatur wieder auf 36,1°C an. Unmittelbar postoperativ kam es zu einem kontinuierlichen Anstieg des Temperaturwertes bis auf 37,9°C.

Am ersten postoperativen Tag war die durchschnittliche Körpertemperatur mit 37,7°C weiterhin über dem präoperativen Wert. Sie sank bis zum 6. postoperativen Tag kontinuierlich auf einen Wert von 37,2°C ab. Am 7. und 8. postoperativen Tag kam es zu einem nochmaligen Anstieg des Mittelwertes um insgesamt 0.2°C. Bereits am 9. Tag waren die Werte aber schon wieder


24

abgesunken. Eine Korrelation zwischen der Körpertemperatur und dem Operationszugang beziehungsweise der Grunderkrankung der Patienten bestand nicht.

3.4. Ergebnisse der Hauptzielkriterien

3.4.1. Wundkomplikationen

Postoperativ kam es bei 6% (n=6) der Patienten zu lokalen Wundkomplikationen. Es traten bei 1% (n=1) der Patienten eine oberflächliche Wundinfektion, bei 3% (n=3) eine tiefe Wundinfektion und bei jeweils 3% (n=3) eine oberflächliche oder eine tiefe Wunddehiszenz auf. Therapiepflichtige Wundhämatome wurden nach keiner der Operationen diagnostiziert [Tab. 7].

Tabelle 7: Wundkomplikationen

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

Komplikationen [%(n)]

 

 

 

 

 

 

keine

92 (23)

93 (25)

1,0 boxvH

96 (21)

95 (19)

1,0 boxvH

oberflächliche Infektion

4 (1)

0 (0)

0,5 boxvH

0 (0)

0 (0)

 

tiefe Infektion

4 (1)

0 (0)

0,5 boxvH

5 (1)

5 (1)

1,0 boxvH

oberflächliche Dehiszenz

4 (1)

7 (2)

0,7 boxvH

0 (0)

0 (0)

 

tiefe Dehiszenz

4 (1)

0 (0)

0,5 boxvH

5 (1)

5 (1)

1,0 boxvH

Hämatom

0 (0)

0 (0)

 

0 (0)

0 (0)

 

 

 

 

 

 

 

 

boxvH Fisher-exact-Test

Nach einem Medianschnitt (n=47) trat im Vergleich zu einem Oberbauchquerschnitt (n=47) eine identische Zahl an Wundkomplikationen auf (6%). Eine oberflächliche Infektion wurde lediglich nach einer medianen Laparotomie diagnostiziert (2% p > 0,05). Der Anteil der tiefen Wundinfektionen war bei den über eine mediane Laparotomie operierten Patienten höher als bei den über eine quere Laparotomie operierten Patienten (4 vs 2%, p > 0,05). Der Anteil der Patienten mit einer oberflächlichen Wunddehiszenz war bei den über einen Medianschnitt operierten Patienten geringer (2 vs 4%, p > 0,05) und der Anteil von Patienten mit einer tiefen


25

Wunddehiszenz war geringer bei den über einen Oberbauchquerschnitt operierten (2 vs 4%, p > 0,05).

Im Vergleich der Operationen an Bauchspeicheldrüse (n=52) und Magen (n=42) kam es unter den an der Bauchspeicheldrüse operierten Patienten zu einem höheren Anteil an Wundkomplikationen (8 vs 5%, p > 0,05). Eine oberflächliche Wundinfektion wurde lediglich nach einer Bauchspeicheldrüsenoperation diagnostiziert (2%). Der Anteil der Patienten mit einer tiefen Wundinfektion war bei den Pankreaspatienten niedriger als bei den Magenpatienten (2 vs 5%). Eine oberflächliche Wunddehiszenz wurde lediglich nach Pankreasoperationen diagnostiziert, wohingegen der Anteil der Patienten mit einer tiefen Wunddehiszenz bei den Magenpatienten höher lag (5 vs 2%).

Der Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt (n=94) im Hinblick auf die Wundkomplikationen zeigte keine signifikanten Unterschiede.

3.4.2. Postoperative Lungenfunktion

3.4.2.1. Forcierte Vitalkapazität (FVC)

Bei der Bestimmung der FVC zeigte sich am 1. postoperativen Tag bei allen Patienten ein Absinken des Wertes auf durchschnittlich 42 ± 11%. An den folgenden 9 Tagen kam es zu einem kontinuierlichen Anstieg. Dabei war der Zuwachs an den ersten 4 Tagen größer als vom 5. bis zum 10. Tag. Am 10. postoperativen Tag wurde ein Maximum von 88 ± 16% erreicht.

Nach einer queren Laparotomie (n=47) war die FVC im Vergleich zum Medianschnitt im gesamten postoperativen Verlauf erhöht (n=47). Dieser Unterschied war am 2. und 3. postoperativen Tag signifikant (p < 0,05) [Abb. 1].

Sowohl bei den Pankreaspatienten (n=52), als auch bei den Magenpatienten (n=42) war der Wert der FVC nach einer queren Laparotomie an allen Tagen höher als nach einer medianen


26

Laparotomie. Signifikante Unterschiede bestanden jedoch lediglich bei den an der Bauchspeicheldrüse operierten Patienten am 2. postoperativen Tag (p < 0,05).

Abbildung 1: FVC nach ECCS-Normgleichungen, Mittelwert ± Standardabweichung, Man-Whitney-Test (n=94)

3.4.2.2. Forciertes Expirationsvolumen (FEV 1)

Bei der Bestimmung des FEV 1 fiel bei allen Patienten am 1. postoperativen Tag der Wert auf durchschnittlich 36 ± 12% ab. Es folgte ein kontinuierlicher Anstieg bis zum 10. Tag auf 78 ± 15%. Der Anstieg der Werte war wie bei der FVC an den ersten 4 Tagen deutlicher als an den Tagen 5 bis 10.

Nach einer queren Laparotomie (n=47) war das FEV 1 während des gesamten postoperativen Verlaufs gegenüber der Werte der Patienten mit einer medianen Laparotomie (n=47) erhöht. Ein


27

signifikanter Anstieg war vom 1. bis zum 4. und am 8. postoperativen Tag nachweisbar (p < 0,05) [Abb. 2].

Abbildung 2: FEV 1 nach ECCS-Normgleichungen, Mittelwert ± Standardabweichung, Man-Whitney-Test (n=94)

Beim Vergleich des FEV 1 in Abhängigkeit von der Schnittführung nach einer Operation an der Bauchspeicheldrüse (n=52) und am Magen (n=42) konnte ein signifikanter Unterschiede nur bei den am Magen operierten Patienten am 1., 3., 4. und 8. Tag gezeigt werden (p < 0,05).

3.4.3. Postoperatives Wundschmerzempfinden

Der Wert des Wundschmerzempfindens stieg vom 1. bis zum 2. postoperativen Tag an und erreichte am 2. Tag mit durchschnittlich 23 ± 15 das Maximum. Ab dem 3. Tag kam es zum kontinuierlichen Absinken des Wertes über den weiteren Beobachtungszeitraum. Am 9. und 10.


28

Tag war diese Abnahme am geringsten, das Minimum wurde am 10. Tag mit einem Wert von 3,0 ± 5,9 erreicht.

Abbildung 3: Wundschmerzempfinden, Mittelwert ± Standardabweichung, Man-Whitney-Test (n=94)

Im Vergleich beider Schnittführungen war der Wert nach einer medianen Laparotomie (n=47) am 2. bis 6. und 8. postoperativen Tag signifikant höher (p < 0,05) als nach einer queren Laparotomie (n=47) [Abb. 3].

Bei den Pankreaspatienten (n=52) war der Wert im gesamten Verlauf höher als bei den Magenpatienten (n=42). Der Vergleich von medianer und querer Laparotomie zeigte nur bei den Pankreaspatienten (n=52) am 2. und 3. Tag einen signifikant erhöhten Wert nach einem Medianschnitt (p < 0,05).


29

3.5. Ergebnisse der Nebenzielkriterien

3.5.1. Intraoperative Zeitmessung

Die durchschnittliche Operationsdauer betrug bei allen Patienten 163 ± 67 Minuten, nach einer medianen Laparotomie war sie kürzer als nach einer queren Laparotomie (154 ± 67 vs 172 ± 67 Minuten, p > 0,05). Die Zeit von der Hautinzision bis zur vollständigen Darstellung des Operationssitus betrug bei allen Operationen durchschnittlich 3,5 ± 1,5 Minuten, der Unterschied zwischen einer medianen Laparotomie und einer queren Laparotomie war dabei signifikant (2,3 ± 0,7 vs 4,6 ± 1,2 Minuten, p < 0,001). Die für die Faszien- und Hautnaht benötigte Zeit (Verschluß der Laparotomie) betrug bei allen Patienten durchschnittlich 16,1 ± 4,8 Minuten, hierbei bestand kein signifikanter Unterschied zwischen einer medianen und einer queren Laparotomie (15,3 ± 3,9 vs 16,9 ± 5,4 Minuten, p > 0,05) [Tab. 8].

Tabelle 8: Intraoperative Zeitmessung

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

Zeit (Min.)

 

 

 

 

 

 

Operation

151 ± 78

180 ± 65

0,1 boxVr

156 ± 51

160 ± 69

0,9 boxVr

Eröffnung

2,1 ± 0,7

4,1 ± 1,1

< 0,001 boxVr

2,5 ± 0,5

5,1 ± 1,1

< 0,001 boxVr

Verschluß

15,1 ± 4,6

18,0 ± 6,8

0,08 boxVr

15,4 ± 3,0

15,5 ± 2,1

0,6 boxVr

 

 

 

 

 

 

 

boxVr Man-Whitney-Test

Die Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse (n=52) dauerten durchschnittlich 166 ± 73 Minuten Im Vergleich der Patienten mit einer medianen gegenüber den Patienten mit einer queren Laparotomie war die Operationszeit verkürzt (151 ± 78 vs 180 ± 65 Minuten, p > 0,05).

Die Laparotomie dauerte durchschnittlich 3,2 ± 1,3 Minuten, der Unterschied zwischen einem medianen und einem queren Zugang war signifikant (2,1 ± 0,7 vs 4,1 ± 1,1 Minuten, p < 0,001). Für den Verschluß der Laparotomie wurden 16,6 ± 6,8 Minuten benötigt, wobei kein signifikanter Unterschied zwischen einem Medianschnitt und einem Oberbauchquerschnitt festgestellt werden konnte (15,1 ± 4,6 vs 18 ± 6,8 Minuten, p > 0,05).


30

Die Operationsdauer bei den Magenpatienten (n=42) betrug durchschnittlich 158 ± 60 Minuten, zwischen querer und medianer Laparotomie bestand kein signifikanter Unterschied (156 ± 51 vs 160 ± 69 Minuten, p > 0,05). Die durchschnittliche Dauer der Laparotomie betrug bei den Magenpatienten 3,8 ± 1,6 Minuten und war wie bei den Pankreaspatienten bei einem Medianschnitt signifikant kürzer als bei einem Oberbauchquerschnitt (2,5 ± 0,5 vs 5,1 ± 1,1 Minuten, p < 0,001). Die Zeit für den Verschluß der Laparotomie betrug 15,4 ± 2,6 Minuten ohne signifikanten Unterschied zwischen Medianschnitt und Oberbauchquerschnitt (15,4 ± 3,0 vs 15,5 ± 2,1 Minuten, p > 0,05) [Tab. 8].

3.5.2. Wundcharakteristik und Bewertung

3.5.2.1. Wundlänge

Die durchschnittliche Wundlänge aller Patienten betrug 22 ± 5,8 cm, eine mediane Laparotomie war dabei signifikant kürzer als eine quere Laparotomie (17,6 ± 2,9 vs 26,3 ± 4,5 cm, p < 0,001). Bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse betrug die Wundlänge im Durchschnitt 24 ± 5,7 cm und bei Magenoperationen 22,5 ± 5,9 cm (p > 0,05) [Tab. 9]

3.5.2.2. Sensibilitätsdefizit

Bei Patienten mit einer queren Laparotomie konnte eine Hypästhesie festgestellt werden. Durch die im Kapitel 2.4.1 beschriebene Messung der Ausdehnung des sensiblen Defizits wurde am 10. postoperativen Tag ein Wert von durchschnittlich 6,1 ± 1,4 cm dokumentiert. Nach einem Medianschnitt fanden sich keinerlei sensible Defizite. Bei den über eine quere Laparotomie operierten Pankreaspatienten war die gemessene Ausdehnung der Hypästhesie mit 6,0 ± 1,6 cm nur wenig kürzer als bei den Magenpatienten (6,1 ± 1,3 cm (p > 0,05)) [Tab. 9].


31

3.5.2.3. Bewertung der Wunde

Die subjektive Zufriedenheit mit dem Aussehen der Wunde wurde von allen Patienten mit einem durchschnittlichen Wert von 89 ± 16 angegeben. Nach einer medianen Laparotomie (n=47) war der Wert niedriger als nach einer queren Laparotomie (n=47) (87 ± 16 vs 92 ± 15, p > 0,05). Die Pankreaspatienten (n=52) gaben einen gegenüber den am Magen operierten Patienten (n=42) erniedrigten Wert (88 ± 16 vs 91 ± 16, p > 0,05) an. Ein signifikanter Unterschied bestand nicht.

Der Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt bei Pankreas- und Magenpatienten im Hinblick auf die Wundcharakteristik zeigte keine signifikanten Unterschiede [Tab. 9].

Tabelle 9: Wundcharakteristik

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

Wundcharakteristik

 

 

 

 

 

 

Länge [cm]

17,2 ± 3,1

25,7 ± 4,3

< 0,001 boxVr

18,1 ± 2,7

27,3 ± 4,7

< 0,001 boxVr

Hypästhesie [cm]

0

6,0 ± 1,6

 

0

6,1 ± 1,3

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewertung [VAS]

83 ± 20

93 ± 7,7

0,1 boxVr

91 ± 9,9

90 ± 20

0,4 boxVr

 

 

 

 

 

 

 

boxVr Man-Whitney-Test

3.5.3. Allgemeine Komplikationen, Revisionen und Kliniksletalität

Postoperativ kam es bei 20% aller Patienten zu allgemeinen Komplikationen. Bei 2% der Patienten trat eine revisionsrelevante Blutung, bei 3% ein septischer Verlauf und bei 10% eine Anastomoseninsuffizienz auf. Schwere pulmonalen Komplikationen wurden in 9% der Patienten diagnostiziert, zu anderen Komplikationen kam es bei 8% der Patienten (Multiorganversagen, epileptischer Anfall, Parkinsonkrise und eine Psychose). Bei 13% der Patienten erfolgte im Anschluß an eine der genannten Komplikationen eine Revision, die Kliniksletalität lag bei 4 % [Tab. 10].


32

Nach einem Medianschnitt (n=47) kam es seltener als nach einem Oberbauchquerschnitt (n=47) zu allgemeinen Komplikationen (15% vs 21%, p > 0,05). In beiden Gruppen trat in 2% der Patienten eine revisionsrelevante Blutung auf. Zu Anastomoseninsuffizienzen kam es häufiger bei einem medianen als nach einem queren Zugang (11% vs 9%, p > 0,05). Ebenfalls häufiger war ein septischer Verlauf (4% vs 2%). Pulmonale Komplikationen traten in beiden Gruppen bei 9% der Patienten und andere Komplikationen häufiger nach einer medianen als nach einer queren Laparotomie auf (9% vs 6%, p > 0,05). In beiden Gruppen erfolgte in 13% eine Revision, die Kliniksletalität lag bei 4%. Ein signifikanter Unterschied war nicht nachweisbar.

Tabelle 10: Allgemeine Komplikationen, Revisionen und Kliniksletalität

 

 

 

 

 

 

 

[%(n)]

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

Komplikationen

 

 

 

 

 

 

Keine

76 (19)

74 (22)

0,7 boxvH

82 (18)

85 (17)

1,0 boxvH

Blutung

4 (1)

4 (1)

1,0 boxvH

0 (0)

0 (0)

 

Anastomoseninsuffizienz

8 (2)

11 (3)

1,0 boxvH

14 (3)

5 (1)

0,6 boxvH

septischer Verlauf

4 (1)

4 (1)

1,0 boxvH

5 (1)

0 (0)

1,0 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

Pulmonal

12 (3)

7 (2)

0,7 boxvH

5 (1)

10 (2)

0,6 boxvH

Andere

8 (2)

4 (1)

0,6 boxvH

9 (2)

10 (2)

1,0 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

Revisionen

12 (3)

18 (5)

0,7 boxvH

14 (3)

5 (1)

0,6 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

Kliniksletalität

4 (1)

4 (1)

1,0 boxvH

5 (1)

5 (1)

1,0 boxvH

 

 

 

 

 

 

 

boxvH Fisher-exact-Test

Nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse (n=52) kam es häufiger als nach Operationen am Magen (n=42) zu allgemeinen Komplikationen (21% vs 19%, p > 0,05). Während nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse bei 4% der Patienten revisionsrelevante Blutungen auftraten, wurden diese nach Magenoperationen nicht beobachtet. In beiden Gruppen kam es mit gleicher Häufigkeit zu Anastomoseninsuffizienzen (10%) wie zu einem septischen Verlauf (4%). Pulmonale Komplikationen traten häufiger nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse als nach Magenoperationen auf (10% vs 7%, p > 0,05) und andere Komplikationen im Unterschied dazu häufiger nach Magenoperationen (6% vs 12%, p > 0,05). Revisionen wurden häufiger nach


33

Operationen an der Bauchspeicheldrüse durchgeführt (15% vs 10%, p > 0,05). Die Kliniksletalität lag nach Bauchspeicheldrüsenoperationen bei 4% und nach Magenoperationen bei 5%, ein signifikanter Unterschied bestand nicht.

Der Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse und am Magen zeigte hinsichtlich der allgemeinen Komplikationen, der Revisionen sowie der Kliniksletalität keinen signifikanten Unterschied.

3.5.4. Kliniksaufenthalt

Der durchschnittliche Kliniksaufenthalt betrug bei allen Patienten 22 ± 9 Tage. Dabei betrug die Dauer der präoperativen Phase durchschnittlich 8 ± 6 Tage, des Aufenthaltes auf der ITS 3 ± 3 Tage und des sich daran anschließenden stationären Teils 11 ± 6 Tage [Tab. 11].

Tabelle 11: Kliniksaufenthalt in Tagen

 

 

 

 

 

 

 

 

Pankreas

 

 

Magen

 

 

 

median

quer

P

median

quer

P

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtzeit

23 ± 9

23 ± 8

0,9 boxVr

21 ± 8

20 ± 6

0,9 boxVr

präoperativ

8 ± 6

10 ± 6

0,1 boxVr

8 ± 5

6 ± 3

0,4 boxVr

ITS

3 ± 4

3 ± 2

0,5 boxVr

3 ± 3

3 ± 3

0,9 boxVr

postoperativ

12 ± 8

10 ± 4

0,5 boxVr

10 ± 3

11 ± 5

0,9 boxVr

 

 

 

 

 

 

 

boxVr Man-Whitney-Test

Bei einer medianen Laparotomie (n=47) betrug der Kliniksaufenthalt 22 ± 8 Tage, davon 9 ± 6 Tage präoperativ, 3 ± 3 Tage auf der ITS und 11 ± 5 Tage auf der peripheren Station. Bei den über eine quere Laparotomie operierten Patienten (n=47) betrug der Kliniksaufenthalt 23 ± 9 Tage, davon 8 ± 6 Tage präoperativ, 3 ± 4 Tage Aufenthalt auf der ITS und 11 ± 7 Tage auf der peripheren Station. Ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen konnte nicht nachgewiesen werden.


34

Der Kliniksaufenthalt der Pankreaspatienten (n=52) war im Vergleich zu den Magenpatienten (n=42) um 2 Tage länger (23 ± 9 vs 21 ± 8 Tage, p > 0,05). In der präoperativen Phase lag nach Bauchspeicheldrüsenoperationen der Wert mit 9 ± 6 Tagen höher gegenüber 7 ± 5 Tagen nach Magenoperationen. Die Dauer des ITS-Aufenthaltes betrug in beiden Gruppen 3 Tage und die des sich daran anschließenden stationären Teils 11 Tage. Signifikante Unterschiede bestanden nicht. Der insgesamt längere Kliniksaufenthalt der Pankreaspatienten war somit nicht durch die Operation bedingt, sondern Folge einer verlängerten präoperativen diagnostischen Phase.

Der Vergleich von Median- und Oberbauchquerschnitt bei Pankreas- und Magenpatienten zeigte hinsichtlich der Dauer von präoperativer Phase, Aufenthalt auf der ITS und der peripheren chirurgischen Station keinen signifikanten Unterschied.


[Titelseite] [Danksagung] [1] [2] [3] [4] [5] [Bibliographie] [Lebenslauf] [Selbständigkeitserklärung]

© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.

DiDi DTD Version 1.1
a subset from ETD-ML Version 1.1
Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML - Version erstellt am:
Fri Dec 3 18:38:41 1999