| Rohr, Ute: sCD14, TNF, Interleukin-6, sICAM-1 und sE-Selektin im septischen Geschehen |
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In einer prospektiven Studie wurden bei 28 kritisch kranken Patienten einer interdisziplinären Intensivstation die Plasmaspiegel von TNF
, sCD14, Interleukin-6 (IL-6), sICAM-1 und sE-Selektin gemessen.
Ziel der Studie war es, die genannten Parameter in ihrer Wertigkeit als Frühparameter der Sepsis zu untersuchen.
Bei allen Patienten wurde vom Aufnahmetag an über einen Beobachtungszeitraum von 11 Tagen täglich morgens 7.00 Uhr 10 ml EDTA-Blut entnommen, kühlzentrifugiert und bis zur Bearbeitung bei -35 °C eingefroren. Die Plasmaspiegel der Parameter TNF
, IL-6, sCD14, sICAM-1 und sE-Selektin wurden mittels ELISA-Testkits bestimmt.
Referenzbereiche:
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TNF |
0 - 40 pg/ml,
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IL-6:
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0 - 48 pg/ml,
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sCD14:
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1,4 - 4,4 µg/ml,
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sICAM-1:
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229 - 410 ng/ml,
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sE-Selektin:
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9 - 42 ng/ml
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Die Patienten wurde retrospektiv in 3 Gruppen eingeteilt:
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Gruppe 1:
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Patienten mit einer mikrobiellen Infektion, die im Beobachtungszeitraum keine Sepsis entwickelten. Alle Patienten dieser Gruppe überlebten,
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Gruppe 2:
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Patienten mit einer mikrobiellen Infektion, die im Beobachtungszeitraum eine epsis mit Organdysfunktion entwickelt haben und überlebten,
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Gruppe 3:
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Patienten mit einer mikrobiellen Infektion, die im Beobachtungszeitraum eine schwere Sepsis mit Organdysfunktion entwickelt haben und im septischen Multiorganversagen verstorben sind.
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Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
-Spiegel signifikant höher als bei Patienten ohne Sepsis. Als Prognoseparameter für das septische Geschehen ist der TNF
-Spiegel auf Grund der kurzen Halbwertzeit nicht verwendbar. Pathologisch hohe Spiegel wurden nur im septischen Schock gemessen und korrelierten nicht mit dem Outcome nach Sepsis.
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verstorbenen Septikern. Eine Prognose der Sepsis ist an Hand der sCD14-Spiegel nicht möglich. Eine Frühdiagnose der Sepsis bei kritisch Kranken (Patienten mit SIRS) vor den klinischen Zeichen einer Sepsis scheint an Hand erhöhter sCD14-Spiegel möglich zu sein. Nachfolgende Untersuchungen an einem größeren Patientengut sind dazu notwendig.© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
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HTML - Version erstellt am: Wed Aug 4 18:48:53 1999 |