Tittel, Anja: Thema: Diagnostik vergrößerter Halslymphknoten mit der farbkodierten Dopplersonographie und dem Power-Doppler nativ sowie nach Applikation eines neuen Ultraschallkontrastmittels

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Kapitel 1. Einleitung

Bildgebende Verfahren wie die Sonographie, die Computertomographie und die Magnetresonanztomographie werden im Mund-Kiefer-Gesichts- und HNO-Bereich häufig im Rahmen des TNM-Stagings von Malignomen dieser Regionen eingesetzt. In 90 % der Fälle liegt hierbei ein Plattenepithelkarzinom vor.

Cervicale Lymphknotenvergrößerungen kommen bei diesen Patienten einerseits in ca. 92 % als reaktive, benigne Lymphknotenveränderungen im Abflußgebiet des Primärtumors vor (Steinkamp et al., 1992), andererseits können die Lymphknoten metastatisch befallen sein und damit die weitere Therapie und Prognose der Patienten deutlich negativ beeinflussen (Som, 1987; Leemans et al., 1994). Daneben gibt es unabhängige Diagnosen wie z.B. spezifische Lymphadenitiden oder maligne Lymphome als Ursache cervicaler Lymphknotenschwellungen.

Trotz bedeutsamer Fortschritte bei den bildgebenden Verfahren ist eine sichere Dignitätsbestimmung der vergrößerten Lymphknoten bislang einzig mit der histopathologischen Untersuchung möglich.

Die B-Bild-sonographische Diagnostik wurde in den letzten Jahren durch die farbkodierte Doppler- und Duplexsonographie der intranodalen Gefäße ergänzt und konnte einige vielversprechende Ansätze liefern, die jedoch nach wie vor keine sichere Differenzierung ermöglichen (Tschammler et al., 1991 u. 1996; Steinkamp et al., 1994; Choi et al., 1995; Leuwer, Westhofen u. Henke, 1996). Die sogenannte Power-Doppler-Sonographie soll aufgrund der andersartigen Weiterverarbeitung der hierbei aus der Amplitude des Dopplerspektrums gewonnenen Signale eine genauere Darstellung der Perfusionsverhältnisse auch bei schwierigeren Untersuchungsbedingungen ermöglichen (Bude u. Rubin, 1996; Rubin et al. 1994). Weitere Fortschritte im Rahmen der Bildgebung von peripheren Durchblutungsverhältnissen sollen mit der Anwendung von nun erhältlichem stabileren und lungengängigen Ultraschallkontrastmittel erreicht werden (Cosgrove, 1995; Schlief, 1996; Ernst et al. 1996).


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Wir nutzten in dieser Studie die hochauflösende B-Bild-Sonographie, die farbkodierte Doppler- und die Power-Doppler-Sonographie vor und nach Applikation von Ultraschallkontrastmittel im Rahmen der Dignitätsbestimmung malignitätsverdächtiger cervicaler Lymphknotenvergrößerungen.


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Mon Nov 9 12:14:09 1998