Weber, Holm: ”Optimierung der Glaswollefiltration von menschlichen Ejakulaten zum Zwecke der assistierten Reproduktion und für labordiagnostische Untersuchungen“

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Kapitel 4. Versuchsaufbau

4.1. Materialien

4.2. Filterpräparation

In einer Reihe von Voruntersuchungen wurde zunächst das Problem des geeigneten Filteraufbaues angegangen. Anhand der Durchfluß- geschwindigkeiten von partikelfreier physiologischer Kochsalzlösung (CASYton®) und Seminalplasma wurde die Eignung beurteilt. Dabei kristallisierte sich eine Säulenpräparationsvariante heraus, die der bereits von Rhemrev et al., 1989 beschriebenen entspricht:


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Zunächst werden 15 mg Glaswolle Microfaser Code 112 (John Manville) mit einer Präzisionswaage abgewogen. Das gleichmäßige Zerzupfen der Glaswolle-Portion ließ sich am besten mit einer kleinen Spitzpinzette und einer Kanüle durchführen. Der ”Faserteppich“ wurde vorsichtig und locker in eine 1-ml-Einweg-Tuberkulin-Spritze, aus der man zuvor den Stempel entfernte, gestopft. Eine Komprimierung des chaotisch angeordneten Faserwerkes ist dabei zu vermeiden. Nach dem Einbringen der gesamten Portion wird der wieder eingesetzte Stempel langsam bis zur Markierung 0,1 vorgetrieben. Damit wird eine homogene Verdichtung der Glaswolle auf 6 mm Säulenhöhe erreicht.

4.3. Anordnung der Filterelemente

Polystyrol-Eppendorf-Ständer, 1,5-ml-Eppendorf-Reaktionsgefäß mit Deckelverriegelung und Filtersäule sollten eine Einheit bilden. Mit einer Lochzange wird der Deckel des Reaktionsgefäßes auf Tuberkulin-Spritzen-Konus-Durchmesser zentral perforiert. Oberhalb der 1,5 ml-Graduierung bohrt man die 1,10-Luer-Kanüle wagerecht durch das weiche Polyethylen des Eppendorf-Gefäßes. Diese beiden seitlichen Luftlöcher dienen dem Druckausgleich im System. Die Sterilität wird dabei nicht beeinträchtigt. Das Gefäß kann nun verschlossen werden. Möglichst senkrecht arretiert man den Filterkonus im erzeugten Eppendorf-Deckelloch. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, daß nach der Filtration die lichte Höhe zwischen Filtratspiegel und Konusmündung konstant von Filteraufbau zu Filteraufbau nur 2 mm beträgt.

Zum Schluß werden die beiden verbundenen Elemente im Eppendorf-Ständer lotrecht positioniert.


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Abb.1: Modell der Filter-Gefäß-Einheit standardisiert für alle 3 Versuchsreihen


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