2. Einleitung

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Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des interdisziplinär angelegten Graduiertenkollegs „Bedarfsgerechte und kostengünstige Gesundheitsversorgung“, an dem sich insgesamt 13 Professoren aller Berliner Universitäten beteiligten und in dem Dissertationen entstanden. Sie reiht sich unter den drei Schwerpunktthemen des Kollegs (Henke KD et al 2001) in den Bereich „Organisation und Vergütung des Leistungsgeschehens“ ein.

Das der Arbeit zugrundeliegende Datenmaterial wurde von Prof. Deter zur Verfügung gestellt, der im vom Bundesministerium für Gesundheit seit 1991 geförderten Verbundprojekt „Qualitätssicherung in der Psychosomatik“ zusammen mit acht weiteren Studienzentren (Brucks U, Wahl WB 2000) forscht. Innerhalb seiner Forschungsarbeit, die sich mit der qualifizierten Fort- und Weiterbildung von Ärzten und deren Evaluation sowie der Beobachtung des Leistungsgeschehens innerhalb der Psychosomatik auf Mikroebene beschäftigt (u.a. Deter HC 1999a und Deter HC 1999b), konnten von ihm Datensätze akquiriert und erstellt werden, die in dieser Form wohl einmalig zur Verfügung stehen. In dieser Arbeit werden erstmals Abrechnungsdaten Berliner Ärzte (Leistungen der psychosomatischen Grundversorgung) mit praxisinternen und subjektiven Arztangaben verknüpft, die aus einem Fragebogen entstammen. Dadurch wird es möglich, diese unter neuen Aspekten zu betrachten und eine differenziertere Datenanalyse zu ermöglichen. Die Abrechnungsdaten aus den Jahren 1995 bis 1997 fallen in eine Zeit, in der es zu bedeutenden Änderungen in der Definition, der Bewertung und der Vergütung von ärztlichen Leistungen kam. Diese Änderungen gilt es darzustellen und mit dem Datenmaterial zu vergleichen.

Im ersten Teil der Arbeit werde ich die Abrechnungsmodelle für ärztliche Leistungen erläutern, die während des Untersuchungszeitraums eine Rolle spielten und gleichzeitig die politischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sowie deren Auswirkungen auf das Leistungsgeschehen darstellen. Hierbei wird auf die besondere Situation Berlins, auf die sich das Datenmaterial bezieht, eingegangen. Anschließend wird der Begriff der psychosomatischen Grundversorgung erklärt und in den Fächer der psychotherapeutischen Behandlungsmethoden eingeordnet.

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Im zweiten Teil wird das vorhandene Datenmaterial sowie dessen Aufbereitung und Analyse beschrieben. Nach der Darstellung der Ergebnisse werden diese, bezogen auf die Fragestellungen, diskutiert.


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17.10.2006