Aus der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin

DISSERTATION

Klinische Ergebnisse von Patientinnen mit primärem und sekundärem epithelialem Ovarialkarzinom im Krankenhaus im Friedrichshain von 1992 bis 1998

zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor medicinae (Dr. med.)

vorgelegt der Medizinischen Fakultät der Charité -
Universitätsmedizin Berlin
von

Beata Magdalena Morys
aus Posen

Dekane: Prof. Dr. Joachim W. Dudenhausen
Prof. Dr. med. Martin Paul

Gutachter:
1. Prof. Dr. med. Werner Lichtenegger
2. Prof. Dr. med. Wolfgang Friedmann
3. Prof. Dr. med. Peter Schmidt-Rhode

Datum der Promotion: 26.11.2004


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Klinische Ergebnisse von Patientinnen mit primärem und sekundärem epithelialem Ovarialkarzinom im Krankenhaus im Friedrichshain von 1992 bis 1998

Zielsetzung: Das Ovarialkarzinom ist die häufigste Krebstodesursache innerhalb der gynäko­logischen Malignome. Im Rahmen dieser retrospektiven Arbeit werden die klinischen Ergeb­nissen von 84 Patientinnen dargestellt, die an Ovarialkarzinom erkrankten und im Kranken­haus im Friedrichshain in Berlin behandelt wurden. Das Ziel dieser Studie war die Analyse des Einflusses verschiedener Prognosefaktoren auf das Gesamtüberleben, Identifikation unab­hängiger Prognosefaktoren und Erarbeitung von Prognoseregeln in Bezug auf das Gesamt­überleben sowie Beurteilung des Therapieerfolges und kritische Diskussion des second-look Verfahrens.

Methodik: Zur Bestimmung der kumulierten Überlebensraten wurde die Kaplan-Meier-Methode verwendet, zur Identifikation unabhängiger Prognosefaktoren die multivariate Ana­lyse. Als statistisch signifikant galten Ergebnisse mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von p < 0,05.

Ergebnisse: Das mediane Alter zum Zeitpunkt der Erstdiagnose betrug 61 Jahre. Die kumu­lierte Fünfjahresüberlebensrate betrug 53 %. Die kumulierten Fünfjahresüberlebensraten lagen für die Stadien FIGO I, II, III bzw. IV bei 93 %, 83 %, 20 % bzw. 11 %. Seitens der Histolo­gie handelte es sich überwiegend um serös-papilläre Karzinome. Die Rezidivrate lag bei 36 %. Der Median bis zum Auftreten eines Rezidivs betrug 11,5 Monate.

Schlussfolgerungen: Eine gute Prognose ergibt sich bei geringem Alter bei Erstdiagnose, gutem Allgemeinzustand, normwertigem präoperativem Tumormarker CA 125, fehlendem Aszites bzw. möglichst geringer Aszitesmenge, hochdifferenzierten Tumoren, möglichst voll­ständiger Tumorentfernung und Lymphonodektomie. Als unabhängige Prognosefaktoren haben sich nur das FIGO-Stadium, Alter und Grading erwiesen. Anhand der unabhängigen Prognosefaktoren lässt sich die prognostizierte Überlebenswahrscheinlichkeit angeben.

Eigene Schlagworte: Ovarialkarzinom, Prognosefaktoren, Gesamtüberleben, operative Therapie, Chemotherapie


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The clinical outcome of patients with primary and secondary epithelial ovarian carcinoma at the hospital in Friedrichshain from 1992 to 1998

Objective: Ovarian carcinoma is the most frequent reason of the cancer death among malignant gynaecological tumours. The clinical outcome of 84 patients, who had ovarian carcinoma and underwent the treatment in “The Hospital in Friedrichshain” in Berlin, is presented in this retrospective study. The objective of this study was to analyse the influence of different prognostic factors related to overall survival, to identify the independent prognostic factors, to set up prognostic rules for patients with ovarian carcinoma related to overall survival, to assess the benefit of the therapy and the critical discussion of the second-look operation.

Methods: The Kaplan-Meier method was applied in order to estimate overall survival rates and multivariate analysis in order to evaluate the independent prognostic factors. The results with p < 0,05 were of statistic significance.

Results: The median age at diagnosis was 61 years. The cumulated 5-year survival rate was 53 %. The cumulated 5-year survival rates for the stages FIGO I, II, III and IV were 93 %, 83 %, 20 % and 11 %, respectively. Concerning histology there were mostly serous-papillar carcinomas. The recurrence rate was 36 %. The median until the recurrence occurred was 11,5 months.

Conclusions: A good prognosis is associated with lower patient age at diagnosis, good performance status, normal preoperative serum CA-125 level, absence or minimal presence of ascites, well differentiated tumours, minimal size of the residual disease after primary cytoreductive surgery and lymphadenectomy. However, on multivariate analysis, only tumour stage, patient age and tumour grade retained prognostic significance as independent prognostic factors. Due to independent prognostic factors the survival probability can be predicted.

Keywords: ovarian carcinoma, prognostic factors, overall survival, cytoreductive surgery, chemo therapy


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Widmung:

Meinem lieben Mann

 


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„Das Phänomen Krebs ist paradox. Gerade weil Krebszellen
– im Unterschied zu normalen Zellen des Körpers –
überschießend, unkontrolliert, also frei und entfesselt leben,
können sie lebensgefährlich werden. Sie bedrohen die Ordnung
des Organismus und damit die ganze Person,
in der sie entstanden sind.“ [Verres`92]


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Tabellen

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20.05.2005