Motz, Rudolf : Prospektiv randomisierte, kontrollierte, einfach verblindete Studie zum Vergleich postoperativer Schmerzen nach mikrolaparoskopischer und laparoskopischer Cholezystektomie.

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Kapitel 1. Einleitung

Die Entfernung einer Gallenblase mit der laparoskopischen Standardausrüstung am Menschen wurde erstmals von Mouret (66,62) 1987 durchgeführt und durch Dubois und Perissart (65,68,69) bekannt und verbreitet. Zuvor hatte jedoch schon Mühe (Böblingen) 1985 das Verfahren in die Klinik eingeführt, allerdings mit einem modifizierten, mit Optik ausgestatteten Rektoskop und CO2-Insufflation (65,62). Seitdem hat die laparoskopische Cholezystektomie weltweite Verbreitung gefunden und hat somit den entscheidenden Anstoß für die Entwicklung der minimal-invasiven Chirurgie gegeben.

Seit den ersten Berichten über die laparoskopische Cholezystektomie hat sich dieses Verfahren in den Industrieländern rasch als neuer Standard bei der elektiven chirurgischen Therapie des symptomatischen Gallensteinleidens durchsetzen können. Die wesentlichen Vorteile der laparoskopischen Cholezystektomie gegenüber der konventionellen oder der durch eine Minilaparotomie durchgeführte Cholezystektomie wurden in verschiedenen Studien mehrfach belegt: 1. Verminderung der postoperativen Schmerzen (21,22), 2. geringere Beeinträchtigung der Lungenfunktion (1,2,3,4), 3. Reduktion der postoperativen Fatigue (31,35,36) und 4. besseres kosmetisches Ergebnis (53).

Der technische Fortschritt führte in jüngster Vergangenheit zur Neuentwicklung kleinerer Kamerasysteme und laparoskopischer Instrumente. So ist seit einiger Zeit die Durchführung der Cholezystektomie durch Inzisionen von 2-5 mm Größe (mikrolaparoskopische Cholezystektomie) anstatt der sonst üblichen 5-10 mm großen Hautschnitte (laparoskopische Cholezystektomie) möglich. Sollte die sogenannte mikrolaparoskopische Cholezystektomie im Vergleich zu einfach laparoskopische Cholezystektomie mit weiteren Vorteilen im postoperativen Verlauf einhergehen, wäre dies ein wesentlicher Fortschritt in der chirurgischen Therapie der Cholezystolithiasis.


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Tue Sep 3 12:30:22 2002