Motz, Rudolf : Prospektiv randomisierte, kontrollierte, einfach verblindete Studie zum Vergleich postoperativer Schmerzen nach mikrolaparoskopischer und laparoskopischer Cholezystektomie.

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Kapitel 6. Zusammenfassung

Von Dezember 1997 bis November 1998 wurden an der Universitätsklinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie der Medizinischen Fakultät Charité 94 Patienten laparoskopisch cholezystektomiert. Davon konnten 50 Patienten (53%) unter Beobachtung der Ein- und Ausschlusskriterien in die Studie aufgenommen werden. 25 Patienten wurden nach Randomisierung der laparoskopischen Gruppe und 25 der mikrolaparoskopischen Gruppe zugeordnet. Das Hauptzielkriterium der Studie war der postoperative Schmerzmittelverbrauch unter der patienten-kontrollierten Analgesie untersucht. Zusätzlich wurden die Häufigkeit von Konversionen, die Dauer des operativen Eingriffs, der postoperative Krankenhausaufenthalt, die perioperativen Schmerzen, die Fatigue, das kosmetische Resultat und die postoperative Arbeitsunfähigkeitsdauer untersucht. Alter, Body Mass Index und die Geschlechtsverteilung beider Gruppen waren vergleichbar. In jeder Gruppe erfolgte jeweils 1 Konversion (mikrolaparoskopische Cholezystektomie zur laparoskopischen Cholezystektomie; laparoskopische zu konventionellen Cholezystektomie). Der postoperative Krankenhausaufenthalt, die postoperative Arbeitsunfähigkeitsdauer, die Eingriffs- und die Narkosedauer zeigten für das mikrolaparoskopische und laparoskopische Verfahren keine wesentlichen Unterschiede. Die subjektive Schmerzwahrnehmung war beim Husten mit 340,5(204-410) in der mikrolaparoskopischen Gruppe niedriger als in der laparoskopischen Gruppe mit 406(357-514)(p<0,05). Das kosmetische Ergebnis war in der mikrolaparoskopischen Gruppe mit 10(9-10) etwas besser als in der laparoskopischen Gruppe mit 9(8-10)(p<0,05). Der postoperative Schmerzmittelverbrauch und die postoperative Fatigue zeigten keinen Unterschied zwischen beiden Gruppen.


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Tue Sep 3 12:30:22 2002