Ergebnisse

↓53

4.1  Laktogene Aufzucht

4.1.1  Einfluss einer Milchrestriktion auf die Kraftfutteraufnahme

↓54

In Tabelle 5 sind die Ergebnisse der Varianzanalyse für die tägliche Futteraufnahme während der laktogenen Aufzucht (2.-8. Woche) dargestellt.

Tab. 5: Einflußfaktoren auf die tägliche Futteraufnahme der Ziegenlämmer während der laktogenen Aufzuchtphase

Varianz-

ursache

Milch

Mischfutter

Gesamt

TS

XP

ME

TS

XP

ME

TS

XP

ME

Gruppe

FG

F-Wert

P

1

15621,81

***

1

20676,44

***

1

19725,06

***

1

113,95

***

1

111,41

***

1

112,73

***

1

7,82

**

1

62,60

***

1

352,82

***

Woche

FG

F-Wert

P

6

781,19

***

6

1909,59

***

6

2243,35

***

6

473,31

***

6

471,48

***

6

473,39

***

6

471,70

***

6

344,48

***

6

237,44

***

Geschlecht

FG

F-Wert

P

1

0,03

ns

1

0,22

ns

1

0,42

ns

1

48,79

***

1

48,50

***

1

48,66

***

1

48,86

***

1

50,66

***

1

47,62

***

Jahr

FG

F-Wert

P

1

41,41

***

1

1,70

ns

1

1,26

ns

1

15,39

***

1

19,37

***

1

17,06

***

1

4,89

*

1

21,42

***

1

13,62

***

Geburtsgewicht

FG

F-Wert

P

1

13,92

***

1

17,22

***

1

17,48

***

1

0,14

ns

1

0,13

ns

1

0,14

ns

1

0,00

ns

1

0,03

ns

1

0,09

ns

Gruppe*

Woche

FG

F-Wert

P

6

68,57

***

6

130,17

***

6

132,06

***

6

15,26

***

6

14,78

***

6

15,08

***

6

13,74

***

6

19,85

***

6

29,96

***

Gruppe*

Geschlecht

FG

F-Wert

P

1

6,69

**

1

11,16

***

1

12,45

***

1

1,62

ns

1

1,73

ns

1

1,65

ns

1

0,70

ns

1

0,81

ns

1

0,18

ns

Gruppe*
Jahr

FG

F-Wert

P

1

0,35

ns

1

4,86

**

1

8,54

***

1

114,11

***

1

111,17

***

1

112,94

***

1

101,60

***

1

108,14

***

1

105,18

***

Woche*

Geschlecht

FG

F-Wert

P

6

6,36

***

6

8,98

***

6

10,24

***

6

6,65

***

6

6,61

***

6

6,64

***

6

5,56

***

6

5,37

***

6

4,80

***

Woche*
Jahr

FG

F-Wert

P

6

13,87

***

6

20,95

***

6

39,82

***

6

5,73

***

6

6,70

***

6

6,17

***

6

7,10

***

6

6,08

***

6

4,85

***

Jahr*

Geschlecht

FG

F-Wert

P

1

0,43

ns

1

0,64

ns

1

0,81

ns

1

8,46

***

1

8,12

***

1

8,28

***

1

7,69

**

1

7,76

**

1

6,97

ns

Gruppe*

Woche*

Jahr

FG

F-Wert

P

6

0,21

ns

6

0,39

ns

6

1,87

ns

6

26,69

***

6

26,09

***

6

26,50

***

6

25,23

***

6

26,39

***

6

25,89

***

Modell

FG

F-Wert

P

37

677,18

***

9,07

91,38

90,45

8,28

37

1076,96

***

7,80

27,44

93,78

2,14

37

1281,59

***

7,97

2,56

93,95

0,20

37

104,28

***

91,27

87,63

59,34

79,97

37

103,83

***

91,27

18,36

59,23

16,76

37

104,26

***

91,29

1,03

59,33

0,94

37

98,10

***

44,04

181,57

57,86

79,97

37

78,89

***

36,11

45,80

52,47

16,54

37

78,65

***

26,61

3,59

48,72

0,95

C.V.(%)

 

μ

 

R2(%)

 

s

 

ns: p > 0,05; *: p ≤ 0,05; **: p ≤ 0,01; *** : p ≤ 0,001

Die Behandlung, die Woche, die Interaktion zwischen Woche und Geschlecht, die Interaktion zwischen Behandlung und Woche, die Interaktion zwischen Behandlung und Jahr sowie die Interaktion zwischen Woche und Jahr hatten einen signifikanten Einfluss (p≤0,001) auf die Milch-, die Kraftfutter- sowie die Nährstoff- und Energieaufnahme der Lämmer.

↓55

Das Geschlecht sowie das Jahr wirkten sich signifikant (p≤0,001) auf die Trockensubstanzaufnahme aus der Milch, die Kraftfutteraufnahme sowie die Gesamttrockensubstanz, - rohprotein und -energieaufnahme aus.

Der durch das Modell erfasste Anteil der Varianz lag zwischen 48,72 % und 93,95 %.

In vorliegender Arbeit zeigten sich zwischen den Versuchsjahren trotz identischer Versuchsanstellung Unterschiede hinsichtlich der aus der Milchrestriktion resultierenden Kraftfutteraufnahme4 der Lämmer (Abb. 1 und 2).

↓56

Abb. 1: Kraftfutteraufnahme der Lämmer im
1.Versuchsdurchgang

Abb. 2: Kraftfutteraufnahme der Lämmer im
2.Versuchsdurchgang

Wie aus den Abbildungen 1 und 2 ersichtlich, steigerten die Lämmer der Gruppe N, welche 600g Milch je Tier und Tag erhielten, die Kraftfutteraufnahme in beiden Versuchsdurchgängen ab der 4. Versuchswoche. Im ersten Versuchsjahr lag die Kraftfutteraufnahme jedoch etwas höher als im zweiten Versuchsjahr. Im Mittel nahmen die Lämmer der Gruppe N im 1. Versuchsjahr 120 g Kraftfutter je Tier und Tag auf, im 2. Versuchsjahr nahmen die Tiere der Gruppe N im Durchschnitt 103 g Kraftfutter pro Tag auf.

↓57

Ein deutlicher Unterschied zwischen den Versuchsdurchgängen war bei der Gruppe H (1000g Milch je Tier und Tag) festzustellen. Lag die Kraftfutteraufnahme der Lämmer der Gruppe H im ersten Versuchsdurchgang kontinuierlich unterhalb der Gruppe N, ist im zweiten Versuchsdurchgang ein rapider Anstieg ab der 5. Versuchswoche festzustellen, und somit nahmen die Tiere der Gruppe H am Ende der laktogenen Aufzucht sogar 36 g mehr Kraftfutter als die Lämmer der Gruppe N auf.

Im Mittel lag die Kraftfutteraufnahme der Gruppe H pro Tier und Tag bei 51g (1. Versuchsdurchgang) bzw. 103 g (2. Versuchsdurchgang).

Aus der Kraftfutteraufnahme in Kombination mit der zugeteilten Milchmenge resultierte die Versorgung der Lämmer mit Rohprotein5 (Abbildungen 3 und 4) sowie umsetzbarer Energie5 (Abbildungen 5 und 6).

↓58

In beiden Versuchsjahren war der Verlauf bis zur 4. Versuchswoche relativ identisch. Danach stieg die Aufnahme an Rohprotein und umsetzbarer Energie proportional zur steigenden Kraftfutteraufnahme. Daraus folgte, dass im ersten Versuchsjahr die restriktiv mit Milch ernährten Tiere der Gruppe N ab der 6. Versuchswoche eine höhere Aufnahme an umsetzbarer Energie als die Tiere der Gruppe H aufwiesen. Im zweiten Versuchsjahr nahmen die Tiere der Gruppe H kontinuierlich während der gesamten laktogenen Phase mehr Rohprotein und umsetzbare Energie als die Tiere der Gruppe N auf.

Die mittlere Rohproteinaufnahme der Gruppe H lag im 1. Versuchsdurchgang bei 43 g und im 2. Versuchsdurchgang bei 54 g je Tier und Tag. Die Lämmer der Gruppe N nahmen im 1. Versuchsdurchgang 45 g und im 2. Versuchsdurchgang 42 g Rohprotein pro Tag auf.

Die Aufnahme an Umsetzbarer Energie lag für die Gruppe H im 1. bzw. 2. Versuchsdurchgang bei 3,7 resp. 4,2 MJ, die Tiere der Gruppe N nahmen 3,3 MJ (1. Versuchsdurchgang) und 4,2 MJ (2. Versuchsdurchgang) auf.

↓59

Abb. 3: Rohproteinaufnahme aus der gesamten Ration im
1.Versuchsdurchgang (LSQ-Means)

Abb. 4: Rohproteinaufnahme aus der gesamten Ration im
2. Versuchsdurchgang (LSQ-Means)

Abb. 5: Aufnahme an Umsetzbarer Energie aus der gesamten Ration im
1. Versuchsdurchgang (LSQ-Means)

↓60

Abb. 6: Aufnahme an Umsetzbarer Energie aus der gesamten Ration im
2. Versuchsdurchgang (LSQ-Means)

4.1.2 Einfluss einer Milchrestriktion auf das Wachstum der Ziegenlämmer

Der Zuwachs der Lämmer wurde signifikant von der Fütterungsgruppe und dem Geschlecht der Tiere bestimmt (Tab. 6).

Zwischen den Versuchsjahren besteht ein signifikanter Unterschied bei der Lebendmasse der Lämmer zu Beginn (p≤0,001) sowie am Ende (p≤0,001) der laktogenen Aufzucht.

↓61

Der durch das Modell erklärbare Anteil der Varianz lag zwischen 40,95 % und 86,79 %.

Tab. 6: Ergebnisse der Varianzanalyse für die Gewichtsentwicklung der Ziegenlämmer

Varianzursache

Anfangs-

gewicht

End-

gewicht

Tägliche

Zunahme

Gruppe

FG

F-Wert

P

1

5,66

ns

1

23,00

***

1

20,58

***

Geschlecht

FG

F-Wert

P

1

2,54

ns

1

8,72

**

1

7,28

**

Jahr

FG

F-Wert

P

1

139,59

***

1

7,22

**

1

0,30

ns

Geb. Gewicht

FG

F-Wert

P

1

244,57

***

1

4,03

ns

1

0,05

ns

Gruppe*Geschlecht

FG

F-Wert

P

1

0,01

ns

1

0,01

ns

1

0,01

ns

Geschlecht*Jahr

FG

F-Wert

P

1

0,20

ns

1

0,02

ns

1

6,41

ns

Gruppe*Jahr

FG

F-Wert

P

1

0,80

ns

1

7,26

**

1

0,03

ns

Modell

FG

F-Wert

P

7

47,87

***

7

7,55

***

7

5,05

***

C.V. (%)

3,83

10,43

17,33

μ

4,33

10,79

145,47

R2 (%)

86,79

50,90

40,95

s

0,17

1,13

25,21

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

In den Abbildungen 8 und 9 ist die Entwicklung der Lebendmasse6 der Ziegenlämmer während der laktogenen Aufzucht im 1. sowie im 2. Versuchsdurchgang dargestellt.

↓62

Das Gewicht der Lämmer zu Beginn und am Ende der laktogenen Aufzucht sowie die tägliche Zunahme ist in Tabelle 7 erfasst.

Abb. 7: Gewichtsentwicklung der Lämmer im
1. Versuchsdurchgang

Abb. 8: Gewichtsentwicklung der Lämmer im
2. Versuchsdurchgang

↓63

Wie aus Abbildung 7 ersichtlich, driftete im ersten Versuchsdurchgang die Lebendmasse der Tiere der Gruppen H und N mit Beginn des Versuches aufgrund der unterschiedlichen Milchversorgung auseinander, konnte jedoch durch die steigende Kraftfutteraufnahme ab der 5. Versuchswoche bis zum Ende der laktogenen Phase z.T. kompensiert werden, sodass kein signifikanter (p≥0,05) Unterschied zwischen der Gruppe H und der Gruppe N hinsichtlich der Lebendmasse bestand. Beide Gruppen wogen am Ende der laktogenen Aufzucht im Mittel 10 kg (Tab.7).

Im zweiten Versuchsjahr dagegen zeigte sich ein deutliche Gewichtsdifferenzierung zwischen den Ziegenlämmern der Gruppen H und N bis zum Ende der laktogenen Aufzucht (Abb. 8). Die Lämmer der Gruppe N (10 kg) wogen am Ende der 1. Periode signifikant (p≤0,01) um 2 kg weniger als die Tiere der Gruppe H (12 kg) (Tab.7).

↓64

Tab. 7: Gewichtsentwicklung der Lämmer während der laktogenen Aufzucht

Versuch 1

Versuch 2

H

N

H

N

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

Anfangsgewicht (kg)

4,04a

±0,05

3,97 a

±0,05

4,74 c

±0,05

4,60 b

±0,05

Endgewicht (kg)

10,54 a

±0,31

9,90 a

±0,34

12,38 b

±0,33

10,11 a

±0,33

Tägliche Zunahme (g/d)**

148,41 a

±6,86

134,69 a

±7,68

170,25 b

±7,40

122,18 a

±7,28

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

Es bestand kein signifikanter (p≥0,05) Unterschied zwischen den Lämmern der Gruppen H

(1. Versuchsdurchgang) und den Lämmern der Gruppen N (1. und 2. Versuchsdurchgang) hinsichtlich der täglichen Zunahmen. Die Tiere der Gruppe H im 2. Versuchsdurchgang wiesen die signifikant (p≤0,01) höchsten täglichen Zunahmen auf.

4.2 Einfluss einer vierwöchigen Restriktion mit anschließend vierwöchiger
Realimentation

4.2.1  Futteraufnahme

↓65

Aufgrund der gewichtsbezogenen Futterzuteilung (Abschnitt 3.4) wurde in den folgenden Tabellen zur Futteraufnahme die Kraftfutter- und die Strohaufnahme je kg LM 0,75 sowie die daraus resultierende Aufnahme an Trockensubstanz, Rohprotein und Energie je kg LM 0,75 dargestellt. Die Futteraufnahme je Tier und Tag sowie die Nährstoff- und Energieaufnahme aus den einzelnen Rationskomponenten kann aus den Tabellen A 53- A 56 entnommen werden.

In Tabelle 8 sind die Ergebnisse der Varianzanalyse für die tägliche Futteraufnahme bezogen auf das metabolische Lebendgewicht dargestellt. Das Behandlungsmerkmal Gruppe übte einen signifikanten Einfluss auf die Kraftfutter- und Stroh- sowie die daraus resultierende Nährstoffaufnahme aus.

Der durch das Modell zu erklärende Anteil der Varianz liegt bei 10 % für Stroh und bei 62 % für Kraftfutter.

↓66

Tab. 8: Ergebnisse der Varianzanalyse für die tägliche Futteraufnahme/ kg LM0,75 während der Restriktionsperiode

Varianzursache

Kraftfutter

Stroh

TS

X P

ME

Gruppe

FG

2

2

2

2

2

F-Wert

671,38

48,54

584,78

649,94

648,04

p

***

***

***

***

***

Geschlecht

FG

1

1

1

1

1

F-Wert

3,96

3,75

1,66

2,52

1,63

p

*

ns

ns

ns

ns

Gruppe*

FG

2

2

2

2

2

Geschlecht

F-Wert

1,79

0,85

2,32

2,58

3,20

p

ns

ns

ns

ns

*

Modell

FG

5

5

5

5

5

F

308,17

20,84

271,40

300,04

300,65

p

***

***

***

***

***

C.V. (%)

18,56

19,85

15,21

17,98

16,65

μ

61,34

13,57

66,28

11,47

0,70

R2 (%)

62,44

10,10

59,41

61,81

61,86

s

11,38

2,69

10,09

2,06

0,12

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

In Tabelle 9 ist die mittlere Futteraufnahme der Lämmer bezogen auf das metabolische Lebendgewicht während der vierwöchigen Restriktionsperiode dargestellt.

Tab. 9: Futteraufnahme der Ziegenlämmer während der Restriktionsperiode (4 Wochen)

GRUPPE

HH (n=8)

HN(n=8)

NN(n=15)

Kraftfutter

LSM

85,65a

52,24 b

52,69 b

(g/kg LM 0,75)

SE

±0,76

±0,83

±0,61

Stroh

LSM

12,20 a

13,67 b

14,47 c

(g/kg LM 0,75)

SE

±0,18

±0,20

±0,14

TS

LSM

86,47 a

58,56 b

59,41 b

(g/kg LM 0,75)

SE

±0,67

±0,73

±0,54

X P

LSM

15,82 a

9,90 b

9,92 b

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,14

±0,15

±0,11

ME

LSM

0,94 a

0,61 b

0,61 b

(MJ/kg LM 0,75)

SE

±0,01

±0,01

±0,01

PEQ

16,8

16,2

16,2

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

↓67

Die restriktiv ernährten Tiere (Gruppen HN und NN) nahmen entsprechend der gewichtsbezogenen Kraftfutterzuteilung 61 % des Kraftfutters der Positivkontrollgruppe HH auf.

Die Lämmer aller Versuchsgruppen hatten die Möglichkeit, 100g Stroh je Tier und Tag aufzunehmen. Sowohl die Tiere der Gruppe NN (+18,6 %) als auch die Tiere der Gruppe HN (+12,0 %) nahmen mehr Stroh als die Positivkontrollgruppe (HH) auf.

Die Trockensubstanzaufnahme je kg LM 0,75 der Gruppe NN lag bei 68,7 %, die Rohproteinaufnahme bei 62,70 % im Vergleich zur Positivkontrollgruppe HH.

↓68

Die Gruppe HN nahm 67,7 % der Trockensubstanz und 62,58 % des Rohproteins im Vergleich zur Positivkontrollgruppe HH auf.

Die Aufnahme an umsetzbarer Energie je kg LM 0,75 lag für beide restriktiv ernährten Gruppen (NN, HN) bei 64,9%.

Die Differenz hinsichtlich Trockensubstanz- Rohprotein- und Energieaufnahme folgte aus dem wesentlich niedrigeren Rohproteingehalt sowie der geringeren Energiekonzentration des Strohs gegenüber dem Kraftfutter (Abschnitt 3.4,Tabelle 3).

↓69

Während der anschließenden vierwöchigen Realimentationsperiodezeigte nur die Behandlung einen signifikanten Effekt (p≥0,001) auf die Kraftfutter- sowie die Nährstoffaufnahme (Tab. 10).

Die Strohaufnahme hingegen wurde neben der Behandlung (p≥0,001) auch vom Geschlecht der Lämmer (p≥0,001) sowie der Interaktion zwischen Behandlung und Geschlecht (p≥0,001) bestimmt.

↓70

Das vorliegende Modell erklärt 65,4 % bis 71,4 % und für die Strohaufnahme konnte nur 26.4 % der Gesamtvarianz durch im Modell berücksichtigte Varianzursachen erklärt werden.

Tab. 10: Ergebnisse der Varianzanalyse für die tägliche Futteraufnahme je kg LM 0,75 während der Realimentationsperiode

Varianzursache

Kraftfutter

Stroh

TM

X P

ME

FG

3

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

556,61

86,70

415,03

538,21

497,89

p

***

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

0,15

18,36

0,28

0,08

0,07

p

ns

***

ns

ns

ns

Gruppe*

FG

2

2

2

2

2

Geschlecht

F-Wert

0,85

6,27

0,92

0,82

0,84

p

ns

***

ns

ns

ns

FG

7

7

7

7

7

Modell

F-Wert

313,97

43,81

237,63

304,15

282,51

p

***

***

***

***

***

C.V. (%)

μ

R2(%)

s

13,65

20,04

12,75

13,49

13,15

81,98

11,39

81,42

15,14

0,89

71,38

26,04

65,38

70,73

69,18

11,19

2,28

10,38

2,04

0,01

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Um die Auswirkung einer Milchrestriktion auf die Kraftfutteraufnahme und die Entwicklung der Ziegenlämmer zu untersuchen, wurde in 2 Versuchsdurchgängen ein Fütterungsversuch mit Ziegenlämmern unter gleichen Versuchsbedingungen durchgeführt.

↓71

Die Auswertung beider Versuchsdurchgänge erfolgte gemeinsam, wobei der Jahreseffekt im Modell berücksichtigt wurde.

In Tabelle 11 ist die mittlere tägliche Kraftfutter-, Stroh und Nährstoffaufnahme der Lämmer je kg LM 0,75 dargestellt.

Tab. 11: Futteraufnahme der Ziegenlämmer während derRealimentationsperiode(4 Wochen)

GRUPPE

HHH (n=8)

HNH(n=8)

NNH(n=7)

NNN(n=8)

Kraftfutter

LSM

91,68 a

93,41 a

91,96 a

52,15 b

(g/kg LM0,75)

SE

±0,76

±0,85

±0,88

±0,86

Stroh

LSM

10,52 a

10,65a

10,99 a

13,93 b

(g/kg LM 0,75)

SE

±0,16

±0,18

±0,18

±0,18

TS

LSM

89,24 a

90,61 a

89,79 a

57,68 b

(g/kg LM 0,75)

SE

±0,71

±0,79

±0,81

±0,80

X P

LSM

16,89 a

17,20 a

16,95 a

9,79 b

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,14

±0,16

±0,16

±0,16

ME

LSM

0,98 a

1,00 a

1,00 a

0,59 b

(MJ/kg LM 0,75)

SE

±0,008

±0,009

±0,009

±0,009

PEQ

17,2

17,2

16,95

16,6

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

↓72

Während der vierwöchigenRealimentationsperiode, in der die Tiere der Gruppen HHH, HNH und NNH auf 2,4fachem Energieerhaltungsniveau gefüttert wurden, bestanden keine signifikanten (p≥0,05) Unterschiede hinsichtlich der Kraftfutteraufnahme je kg LM 0,75 zwischen den Gruppen HHH, HNH und NNH. Die Negativkontrollgruppe NNN, die weiterhin auf dem 1,4fachen Energieerhaltungsbedarf gefüttert wurde, unterschied sich versuchstechnisch bedingt hochsignifikant (p≤0,001) von den anderen 3 Fütterungsgruppen (HHH, HNH und NNH).

Auch für die Strohaufnahme waren keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen HHH, HNH und NNH festzustellen. Die Tiere nahmen pro Tag durchschnittlich 11g Stroh/kg LM 0,75 auf, während die weiterhin restriktiv gefütterten Lämmer der Gruppe NNN täglich im Mittel signifikant (p≤0,001) mehr Stroh (14 g/kg LM 0,75) verzehrten.

4.2.2  Gewichtsentwicklung

Die Tabelle 12 zeigt die Ergebnisse der Varianzanalyse für die Merkmale der Gewichtsentwicklung der Lämmer.

↓73

Tab. 12: Ergebnisse der Varianzanalyse für die Gewichtsentwicklung der Lämmer während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Varianzursache

Restriktion (4 Wochen)

Realimentation (4 Wochen)

Anfangs -gewicht

End -gewicht

Tägliche

Zunahme

Anfangs -gewicht

End -gewicht

Tägliche Zunahme

FG

2

2

2

3

3

3

Gruppe

F-Wert

0,32

24,29

35,56

15,70

19,41

37,89

p

ns

***

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

5,72

8,04

2,04

8,13

15,55

7,48

p

*

**

ns

**

***

*

Gruppe*

FG

2

2

2

3

3

3

Geschlecht

F-Wert

1,95

0,94

0,14

1,13

1,18

2,04

p

ns

ns

ns

ns

ns

ns

Modell

FG

5

5

5

7

7

7

F-Wert

2,75

11,71

13,68

8,87

12,74

26,66

p

*

***

***

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

8,48

6,89

19,61

6,84

7,52

13,38

10,71

14,55

131,95

14,63

18,98

157,74

40,72

75,54

77,38

76,34

82,25

90,65

0,91

1,00

25,88

1,0

1,43

21,10

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Am Beginn der Restriktionsperiode (im Anschluss an die laktogene Aufzucht) bestanden keine signifikanten (p≥0,05) Gewichtsunterschiede zwischen den Lämmern (Tab. 12). Im Gegensatz dazu konnte ein Effekt des Geschlechtes der Tiere auf das Gewicht festgestellt werden (p≤0,05). Dieser geschlechtsgebundene Effekt machte sich in allen Behandlungsgruppen bemerkbar und es war kein signifikanter Einfluss der Interaktion zwischen Behandlung und Geschlecht festzustellen (p≥0,05).

Am Ende der Restriktionsperiode übten die Fütterungsgruppe (p≤0,001) sowie das Geschlecht (p≤0,01) signifikante Einflüsse auf das Gewicht der Lämmer aus. Die tägliche Zunahme, gemessen während der gesamten Restriktionsperiode, wurde nur von der Behandlung signifikant beeinflusst (p≤0,001).

↓74

Während der Realimentationsperiode wurden die tägliche Zunahme und das Endgewicht der Lämmer signifikant von der Fütterungsgruppe (p≤0,001) sowie von dem Geschlecht der Tiere (p≤0,01) beeinflusst.

In Tabelle 13 ist die Gewichtsentwicklung der Lämmer während der Restriktion- bzw. Realimentationsperiode dargestellt.

Tab. 13: Gewichtsentwicklung der Lämmer während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Restriktionsperiode (4 Wochen)

Realimentaionsperiode (4 Wochen)

HH (n=8)

HN(n=8)

NN(n=15)

HHH (n=8)

HNH (n=8)

NNH (n=7)

NNN (n=8)

Anfangsge-

LSM

10,7 a

10,7 a

10,4 a

16,17a

14,32 b

13,23 b

13,23 b

wicht kg)

SE

±1,3

±1,3

±0,90

±0,42

±0,48

±0,34

±0,34

Endge-

LSM

16,17a

14,32 b

13,23 b

20,56 a

19,13 a

19,03 a

15,09 b

wicht (kg)

SE

±0,42

±0,48

±0,34

±0,61

±0,68

±0,70

±0,68

Zunahme

LSM

197,0 a

121,8 b

95,88 b

157,35 a

172,11ab

197,49 b

75,56 c

(g/d)

SE

±9,27

±10,36

±7,41

±9,26

±10,35

±10,61

±10,35

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

↓75

Während der vierwöchigen Restriktionsperiode lagen die Zunahmen der Gruppe HH je Tier und Tag mit 197 g erwartungsgemäß signifikant (p≤0,001) über denen von Gruppe HN (121g) und Gruppe NN (96g).

Zwischen beiden restriktiv gehaltenen Gruppen (HN, NN) waren keine signifikanten Unterschiede festzustellen (p≥0,05). Entsprechend der täglichen Zunahmen hatte die Gruppe HH am Ende der Restriktionsperiode das höchste Körpergewicht (16,2 kg) und lag damit hochsignifikant (p≤0,001) über dem der Gruppen HN (14,3kg) sowie NN (13,2 kg ).

Während der vierwöchigen Realimentationsperiodeerzielten die realimentierten Tiere der Gruppen HNH und NNH höhere täglichen Zunahmen als jene der HHH-Gruppe. Die Tiere der Gruppe NNH (197,49 g/ Tag) hatten eine signifikant (p≤0,001) um 40,14 g höhere tägliche Zunahme als die Tiere der Positivkontrollgruppe (HHH, 157,35 g/ Tag) und eine um 25 g bzw. 15 % höhere tägliche Zunahme als die Lämmer der Gruppe HNH. Diese Differenz lag jedoch oberhalb der 5 % Signifikanzgrenze.

↓76

Die Differenz der täglichen Zunahme zwischen Positivkontrollgruppe (HHH) (157,35g/ Tag) und der Gruppe HNH (172,11g/ Tag) lag bei 14,76g und wies keine Signifikanz auf (p≥0,05).

Die täglichen Zunahmen der Lämmer, die weiterhin auf dem niedrigen Fütterungsniveau gehalten wurden (Gruppe NNN), lagen bei 75,56g pro Tag und damit versuchsbedingt signifikant unterhalb der anderen 3 Versuchsgruppen.

Aufgrund der höheren täglichen Zunahmen der Gruppen HNH und NNH konnte das Gewichtsdefizit, resultierend aus der Futterrestriktion während der vorangegangen Versuchsperiode, gegenüber der Positivkontrollgruppe (HHH) bis zum Ende der Realimentationsperiode reduziert werden. Das Endgewicht der Gruppen HNH (19,13 kg) und NNH (19,03 kg) lag um 7 % unter dem Gewicht der Positivkontrollgruppe HHH (20,56 kg), der Unterschied wies keine Signifikanz (p≥0,05) auf. Das Gewicht der Negativkontrollgruppe NNN (15,09 kg) lag am Ende des Versuches um 27 % unter dem der Positivkontrolle und damit signifikant (p≥0,001) unter dem Gewicht der anderen 3 Versuchsgruppen (HHH, HNH,NNH).

4.2.3 Futteraufwand

↓77

Der Futteraufwand, berechnet aus der Futteraufnahme, bezogen auf das metabolische Lebendgewicht, dividiert durch den Lebendmassezuwachs (kg), ergibt die in Tabelle 15 dargestellten Ergebnisse.

Die Ergebnisse der Varianzanalyse sind aus Tabelle 14 ersichtlich.

Die Absolutwerte für den Futteraufwand (Futteraufnahme dividiert durch den Lebendmassezuwachs) sind in den Tabellen A 68 – A 73 zusammengestellt.

↓78

Tab. 14: Ergebnisse der Varianzanalyse für den Futteraufwand während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Varianzursache

Restriktion

Realimentation

TS

X P

ME

TS

X P

ME

FG

2

2

2

3

3

3

Gruppe

F-Wert

6,57

5,16

5,62

11,99

6,95

8,61

p

**

**

**

***

**

***

FG

1

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

1,54

1,40

1,51

8,39

8,46

8,45

p

ns

ns

ns

**

**

**

Modell

FG

5

5

5

7

7

7

F-Wert

3,03

2,46

2,66

9,41

7,02

7,82

p

*

*

*

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

29,56

28,42

28,81

16,03

15,92

15,95

572,13

97,66

5,95

593,76

108,59

6,40

37,75

33,00

34,71

77,38

71,84

73,99

172,57

28,26

1,75

95,14

17,29

1,02

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Während der vierwöchigen Restriktionsperiode übte nur die Behandlung einen signifikanten Einfluss auf den Futteraufwand aus (Tab. 14).

In der Realimentationsperiode hatten die Behandlung und das Geschlecht einen signifikanten (p≤0,01) Effekt auf den Futteraufwand.

↓79

Das Bestimmtheitsmaß (R2) für die Schätzung der Varianzeinflüsse betrug in der Restriktionsperiode zwischen 33,0 % und 37,7 %, in der Realimentationsperiode zwischen 71,8 % und 77,4 %..

Tab. 15: Futteraufwand der Lämmer während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Restriktionsperiode (4 Wochen)

Realimentationsperiode (4 Wochen)

HH

(n=8)

HN

(n=8)

NN

(n=15)

HHH (n=8)

HNH

(n=8)

NNH

(n=8)

NNN

(n=8)

Trockensubstanz-aufwanda )

466,17 a

520,29 a

702,29 b

608,59 a

565,95 a b

498,38 b

826,66c

±59,45

±61,16

±45,29

±35,07

±36,08

±38,06

±36,08

Rohprotein-

84,82 a

87,43 a

117,10 b

115,03a

106,94 a b

93,84 b

141,40c

aufwandb )

±9,71

±9,99

±7,46

±6,48

±6,66

±7,03

±6,66

Energie-

5,05a

5,37a

7,19 b

6,69 a

6,22 a b

5,47 b

8,54c

aufwandc )

±0,63

±0,7

±0,50

±0,38

±0,39

±0,41

±0,39

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)
a) Trockensubstanzaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
b) Rohproteinaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
c) Energieaufnahme (MJ ME) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)

Während der vierwöchigen Restriktionsperiode bestand hinsichtlich des Futteraufwandes kein signifikanter (p≤0,05) Unterschied zwischen den Gruppen HH und HN

↓80

(Tab. 15). Die schon während der laktogenen Aufzucht restriktiv mit Milch ernährte Gruppe NN wies dagegen einen signifikant höheren Trockenmasse-, Rohprotein- sowie Energieaufwand auf (p≤0,01).

Die zeitweise Futterrestriktion führte in der folgenden Periode hoher Futterverfügbarkeit ( Realimentation ) zu einem niedrigeren Futteraufwand der Lämmer der Gruppen HNH und NNH.

Den günstigsten Futteraufwand verzeichnete die Gruppe NNH, welcher signifikant unter der Positivkontrollgruppe (HHH) lag (p≤0,05). Die Ziegen der Gruppe NNH benötigten im Vergleich zur Positivkontrollgruppe für 1 kg Zuwachs 18 % weniger Futter.

↓81

Die Tiere der Gruppe HNH brauchten 8 % weniger Trockensubstanz, Rohprotein und Energie als die Positivkontrollgruppe, um 1 kg Lebendmassezuwachs zu erzielen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen (HNH,HHH) wies jedoch keine Signifikanz auf (p≥0,05).

Zwischen der Positivkontrollgruppe (HHH) und der Negativkontrollgruppe (NNN) bestanden hochsignifikante Unterschiede im Futteraufwand. Die permanente Futterversorgung auf niedrigem Niveau (1,4facher Energieerhaltungsbedarf) führte zu einem signifikant höheren Futteraufwand der Negativkontrollgruppe NNN gegenüber den anderen Gruppen (HHH, HNH, NNH).

So ist der Trockensubstanzaufwand der Gruppe NNN um 36 % , der Rohproteinaufwand um 23 % und der Energieaufwand um 28 % höher als bei der Positivkontrollgruppe HHH.

↓82

Der Futteraufwand, berechnet für den gesamten Versuchszeitraum ist in Tabelle 17 dargestellt. Die dazugehörigen Ergebnisse der Varianzanalyse sind aus Tabelle 16 ersichtlich.

Tab. 16: Ergebnisse der Varianzanalyse für den Futteraufwand1 während des gesamten Versuches

Varianzursache

Gesamter Versuch (110 Tage)

TS

LM0,75)/ Zuwachs (kg)

(g je LM0,75)/ Zuwachs (kg)

(g je LM0,75)/

Zuwachs (kg)

(g je LM0,75)/ Zuwachs (kg)

RP

LM0,75)/ Zuwachs (kg)

(g je LM0,75)/ Zuwachs (kg)

(g je LM0,75)/

Zuwachs (kg)

(g je LM0,75)/ Zuwachs (kg)

ME

Zunahme

FG

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

15,83

11,09

10,57

25,94

P

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

12,44

13,63

16,23

20,18

P

***

***

***

***

FG

2

2

2

2

Periode

F-Wert

70,90

26,55

1,62

9,95

P

***

***

***

***

Gruppe*

FG

6

6

6

6

Periode

F-Wert

3,57

2,63

3,65

19,54

P

**

*

**

***

FG

12

12

12

12

Modell

F-Wert

15,29

8,15

5,17

16,89

P

***

***

***

***

C.V. (%)

23,72

21,13

19,85

17,09

μ

482,28

92,93

6,06

144,93

R2 (%)

74,86

61,35

50,19

76,69

s

114,40

19,63

1,20

24,77

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001
1: je kg met. Körpergewicht/Zuwachs

Aus Tabelle 16 ist ersichtlich, dass der Futteraufwand, betrachtet über den gesamten Versuchszeitraum, von der Behandlung, dem Geschlecht, der Versuchsperiode und der Interaktion zwischen Versuchsperiode und Behandlung signifikant beeinflusst wurde. Für alle Versuchsgruppen lag der Futteraufwand während der Milchphase niedriger als in der folgenden Aufzucht.

↓83

Tab. 17: Futteraufwand der Lämmer während des gesamten Versuchs (110 Tage)

GRUPPE

HHH (n=8)

HNH (n=8)

NNH (n=7)

NNN (n=8)

Trockensubstanz-

LSM

440,55 a

446,17 a

460,69 a

660,46 b

aufwanda

SE

±24,11

±26,96

±27,63

±26,96

Rohprotein-

LSM

89,88a

88,33 a

88,00 a

119,36 b

aufwand b

SE

±4,14

±4,63

±4,74

±4,63

Energie-

LSM

5,95 a

5,87 a

5,67 a

7,66 b

aufwand c

SE

±0,25

±0,28

±0,29

±0,28

Zunahme (g)

LSM

165,66 a

148,00 b

146,86 b

98,45 c

SE

±5,22

±5,84

±5,98

±5,84

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)
a) Trockensubstanzaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
b) Rohproteinaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
c) Energieaufnahme (MJ ME) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)

Die in vorliegendem Versuch praktizierte vierwöchige restriktive Fütterung (HNH) resp. vorangegangene Milchrestriktion (NNH) führte zu keinem signifikanten (p≤0,05) Unterschied hinsichtlich des Futteraufwandes (Tab. 17). Es kann kein signifikanter Unterschied zwischen der Positivkontrollgruppe (HHH) und den Gruppen HNH und NNH hinsichtlich des Trockensubstanz-, Rohprotein- sowie Energieaufwandes festgestellt werden (p≤0,001).

Die Negativkontollgruppe (NNN), die während des gesamten Versuchszeitraumes 60 % der Futtermenge der Positivkontrollgruppe (HHH) angeboten bekam und welcher somit nach Abzug des vorausgesetzten Energieerhaltungsbedarfes nur

↓84

0,18 MJ ME / kg LM 0,75 je Tag für Wachstum zur Verfügung stand, hatte erwartungsgemäß einen signifikant höheren Futteraufwand im Vergleich zu den anderen 3 Versuchsgruppen (HHH, HNH, NNH) (p≤0,001).

4.2.4 Schlachtkörper und Innere

Die Ergebnisse der Varianzanalyse für die Merkmale Lebendgewicht, Chymusmenge, Leerkörpergewicht, Schlachtkörpergewicht sowie Organmasse sind in den Tabellen A 64 und A 65 des Anhangs zusammengestellt.

Das Merkmal ‘Genitalien’ wurde für weibliche und männliche Tiere getrennt ausgewertet. Aus diesem Grund wurde in dem Modell nur der Behandlungseffekt berücksichtigt.

↓85

Das Lebend- und das Leerkörpergewicht wurden signifikant von der Behandlung (p≤0,001) sowie vom Geschlecht (p≤0,01) bestimmt.

Die Chymusmenge wurde signifikant (p≤0,01) nur vom Geschlecht beeinflusst. Ein signifikanter Behandlungseffekt (p≥0,05) auf die Chymusmenge war nicht nachweisbar.

Das Schlachtkörpergewicht wurde sowohl von der Behandlung (p≤0,001), dem Geschlecht der Tiere (p≤0,001) als auch der Interaktion zwischen Geschlecht und Behandlung (p≤0,001) beeinflusst.

↓86

Der Ausschlachtungsgrad wurde signifikant von der Behandlung (p≤0,001) beeinflusst, ein geschlechtsgebundener Effekt (p≥0,05) war nicht nachweisbar.

In Tabelle 19 ist das Lebendgewicht der Ziegen am Tag der Schlachtung, die durchschnittliche Chymusmenge, das daraus berechnete Leerkörpergewicht, das Schlachtkörpergewicht und der daraus berechnete Ausschlachtungsgrad erfasst.

Tab. 18: Auswirkungen der Fütterungsintensität auf das Leerkörper- und Schlachtkörpergewicht der Ziegenlämmern

GRUPPE

HHH (n=8)

HNH (n=8)

NNH (n=7)

NNN (n=8)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

Lebendgewicht (kg)

20,59 a

±2,46

19,13 a

±2,69

19,19 a

±1,61

15,15 b

±1,21

Chymusmenge (g)

4232,03 a

±169,7

4131,42ab

±189,7

4321,80 a

±194,4

3685,75 b

±189,7

Chymusanteil (%) a)

20,54 a

±0,65

21,52 a

±0,72

22,54ab

±0,74

24,25 b

±0,72

Leerkörpergewicht (kg)

16,35 a

±0,49

15,00 a

±0,55

14,87 a

±0,57

11,46 b

±0,55

Schlachtkörpergewicht (kg)

9,40 a

±1,18

8,71 ab

±1,16

8,17 b

±9,09

6,44 c

±0,53

Ausschlachtungsgrad (%)

44,89 a

±0,56

43,23 ab

±0,62

41,67 b c

±0,64

40,94 c

±0,62

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)
a) Prozentualer Wert relativ zum Lebendgewicht

↓87

Es bestanden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen HHH, HNH und NNH hinsichtlich des Lebendgewichtes (p≥0,05). Das Lebendgewicht der Negativkontrollgruppe NNN lag hoch signifikant (p<0,001) unterhalb den Gruppen HHH, HNH und NNH (-27 %).

Der prozentuale Anteil des Chymus stieg mit sinkendem Lebendgewicht. Zwischen den Tieren der Gruppen HNH, NNH und der Positivkontrollgruppe HHH bestand kein signifikanter Unterschied hinsichtlich des prozentualen Chymusanteils am Lebendgewicht (p≤0,05). Eine Kompensation des Gewichtes der Tiere aufgrund einer höheren Magen- Darm- Traktfüllung konnte somit ausgeschlossen werden, worauf auch das Leerkörpergewicht, berechnet aus dem Lebendgewicht abzüglich der Chymusmenge, hindeutete.

Der Chymusanteil der Negativkontrollgruppe lag signifikant über dem der Positivkontrollgruppe (p≤0,001) sowie der Gruppe HNH (p≤0,05) und das Leerkörpergewicht der Gruppe NNN lag signifikant (p≤0,001) unterhalb der Gruppen HHH, HNH und NNH.

↓88

Das Schlachtkörpergewicht sowie der Ausschlachtungsgrad wurden stärker von der Futterrestriktion beeinflusst. Die Gruppe HNH erreichte 93 % (p≥0,05) und die Gruppe NNH 87 % (p≤ 0,05) des Schlachtkörpergewichtes der Positivkontrollgruppe.

Das Schlachtkörpergewicht der Negativkontrollgruppe lag um 32 % unterhalb der Positivkontrollgruppe und somit signifikant (p≤0,001) unterhalb der beiden Versuchsgruppen (HNH, NNH).

In Tabelle 19 ist das Gewicht des Bauchfetts und der inneren Organe der Lämmer dargestellt.

↓89

Tab. 19: Einfluss der Fütterungsintensität auf die Organgewichte der Ziegenlämmer

GRUPPE

HHH (n=8)

HNH (n=8)

NNH (n=7)

NNN (n=8)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

FETT

Bauchfett (g)

568,63 a

±147,93

514,63 a

±139,68

451,43 a

±64,97

211,75 b

±35,07

VERDAUUNGSORGANE

Labmagen (g)

131,38 a

±18,03

129,25 a

±22,45

121,57 a

±19,48

89,63 b

±8,86

Vormagen (g)

560,88 a

±55,09

563,13 a

±83,47

563,43 a

±44,58

399,50 b

±34,87

Darm (g)

735,25 a

±77,80

678,63 ab

±85,89

660,71 b

±45,83

478,25 c

±55,47

INNERE ORGANE

Leber (g)

412,50 a

±69,84

410,75 a

±85,00

401,43 a

±47,97

247,25 b

±19,91

Herz (g)

89,00 a

±10,37

82,75 a

±12,35

82,86 a

±10,04

60,50 b

±8,07

Lunge (g)

217,00 a

±33,10

208,13 a

±31,10

205,57 a

±41,82

151,00 b

±24,43

Niere (g)

87,25 a

±12,75

90,00 a

±21,17

96,14 a

±21,09

61,50 b

±8,09

GESCHLECHTSORGANE

Männliche Genitalien (g)

162,80 a

±10,32

141,67ab

±9,42

120,00bc

±10,31

95,17 c

±9,41

weibliche Genitalien (g)

44,33 a

±3,73

37,00 a

±4,56

34,00 a

±6,45

21,00 a

±4,56

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

Die abdominale Fettmenge der Positivkontrollgruppe (HHH) lag um 9,5 % über jener der Gruppe HNH und 20,6 % über der Fettmenge von Gruppe NNH. Es bestanden jedoch keine signifikanten (p≥0,05) Unterschiede zwischen diesen 3 Gruppen (HHH, HNH, NNH).

Die Negativkontrollgruppe (NNN) hatte mit 211.75 g Flomenfett die signifikant (p≤0,05) geringste Fettmenge (37,2 % des Flomenfetts der HHH Gruppe) eingelagert.

↓90

Der Vergleich des Verdauungstraktes der Positivkontrollgruppe (HHH) mit dem Verdauungstrakt der zeitweise restriktiv ernährten Tiere der Gruppen HNH und NNH, zeigte

ein signifikant (p≤0,05) geringeres Darmgewicht der Gruppe NNH (89,86 %) gegenüber der Positivkontrollgruppe während kein signifikanter Unterschied zwischen der HHH und der HNH Gruppe bestand.

Die realimentierten Tiere wiesen einen kleineren Labmagen (Gruppe HNH = 98,38 %; Gruppe NNH = 92,53 %) und ein größeres Vormagensystem (Gruppe HNH = 100,4 %; Gruppe HNH = 100,45 %) als die Tiere der Positivkontrollgruppe (HHH) auf. Die Unterschiede zwischen den Gruppen (HHH, HNH, NNH) hinsichtlich Labmagen und Vormagen lagen über der Signifikanzgrenze von p≥0,05.

↓91

Die Negativkontrollgruppe (NNN) hatte gegenüber allen 3 Gruppen (HHH, HNH, NNH) eine signifikant (p≤0,05) geringere Intestinaltraktmasse.

Die Organe Leber, Herz, Lunge und Niere der 3 Versuchsgruppen (Positivkontrollgruppe, HNH, NNH) unterschieden sich hinsichtlich ihrer Masse nicht signifikant voneinander (p≥0,05). Nur die Negativkontrollgruppe (NNN) wies signifikante, niedrigere Organmassen im Vergleich zur Positivkontrollgruppe sowie der Gruppen HNH und NNH auf.

Es bestanden deutliche und signifikante Unterschiede im Gewicht der männlichen Geschlechtsorgane (Hoden, Penis, akzessorische Geschlechtsdrüsen) zwischen der HHH und der NNN Gruppe. Die Masse der männlichen Geschlechtsorgane der Negativkontrollgruppe betrug nur 58,96 % der HHH Gruppe. Zwischen den realimentierten Tieren der Gruppen HNH und NNH sowie zwischen der Negativkontrollgruppe (NNN) und der Gruppe NNH bestand kein signifikanter Unterschied.

↓92

Hinsichtlich der weiblichen Geschlechtsorgane (Ovar, Uterus, Zervix, Vulva) konnte kein signifikanter (p≥0,05) Unterschied zwischen der Positivkontrollgruppe (HHH) und den Gruppen HNH und NNH festgestellt werden, während die Negativkontrollgruppe ein signifikant (p≤0,05) niedrigeres Gewicht im Vergleich zu den drei anderen Gruppen aufwies. Die weiblichen Genitalgewichte der Negativkontrollgruppe (NNN) betrugen nur 47,4 %,
36,1 % und 29,3 % der HHH, HNH und NNH Gruppe.

In Tabelle 20 sind die relativen Organgewichte bezogen auf das Lebendgewicht der Lämmer dargestellt.

Tab. 20: Einfluss der Fütterungsintensität auf die relativen Organgewichte der Ziegenlämmer

GRUPPE

HH H (n=6)

HN H (n=7)

NN H (n=8)

NN N (n=7)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

FETT

Bauchfett (%)

2,73 a

± 0,17

2,59 a

± 0,19

2,45 a

± 0,19

1,48 b

± 0,19

VERDAUUNGSORGANE

Labmagen (%)

0,63 ab

±0,06

0,64 a

±0,05

0,63 ab

±0,08

0,57 b

±0,04

Vormagen (%)

2,68 b

±0,18

2,79 a

±0,18

2,93 a

±0,31

2,55 b

±0,23

Darm (%)

3,52 a

±0,42

3,38 a

±0,30

3,42 a

±0,24

3,05 b

±0,30

INNERE ORGANE

Leber (%)

1,95 a

±0,13

2,02 a

±0,15

2,07 a

±0,17

1,58 b

±0,11

Herz (%)

0,42 a

±0,03

0,41ab

±0,03

0,43 a

±0,03

0,39 b

±0,04

Lunge (%)

1,03 a

±0,08

1,03 a

±0,07

1,06 a

±0,16

0,96 a

±0,13

Niere (%)

0,41 a

±0,03

0,44 ab

±0,05

0,50 b

±0,09

0,39 a

±0,04

GESCHLECHTSORGANE

männliche Genitalien (%)

0,73 a

±0,05

0,67 ab

±0,041

0,61 ab

±0,045

0,58 b

±0,041

Weibliche Genitalien (%)

0,24 a

±0,05

0,21 a

±0,05

0,20 a

±0,05

0,15 b

±0,05

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

↓93

Die relativen Organgewichte zwischen der Gruppe HNH und der Positivkontrolle waren nicht signifikant voneinander verschieden. Die Negativkontrollgruppe wies allerdings hinsichtlich aller relativen Organgewichte niedrigere Werte als die anderen 3 Gruppen auf, wobei nur Lunge und Niere nicht signifikant unterschiedlich waren (p>0,05).

Die Differenz der relativen Organgewichte der Gruppen HNH, NNH und NNN im Vergleich zur Positivkontrollgruppe ist in Abbildung 9 dargestellt.

Abb. 9: Auswirkung einer Futterrestriktion auf die relativen Organgewichte
(Positivkontrollgruppe = 0)

↓94

Den deutlichsten Einfluss der unterschiedlichen Fütterungsintensität wird auf den Vormagen, den Darm sowie die Leber ausgeübt.

Dabei wiesen alle 3 Versuchsgruppen (HNH, NNH und NNN) ein geringeres relatives Darmgewicht als die Positivkontrollgruppe auf. Dagegen zeigten die realimentierten Tiere der Gruppen HNH und NNH ein höheres relatives Gewicht des Vormagens und der Leber als die Positivkontrollgruppe, während die Negativkontrollgruppe ein geringeres relatives Leber- und Vormagengewicht als die Positivkontrollgruppe aufwies.

4.2.5 Chemische Zusammensetzung des Tierkörpers

Die Ergebnisse der Varianzanalyse für die chemische Zusammensetzung der Organe, des Schlachtkörpers sowie die daraus berechnete Zusammensetzung des Tierkörpers sind in Tabelle 21 aufgeführt.

↓95

Tab. 21: Ergebnisse der Varianzanalyse für die chemische Zusammensetzung des Tierkörpers7

Varianzursache

Schlachtkörper

Organe

Gesamter Tierkörper7

TS

X P

X L

A

TS

X P

X L

A

TS

X P

X L

A

FG

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

6,95

4,10

5,73

5,69

8,15

11,53

6,74

8,82

8,55

6,60

7,95

7,43

p

**

**

**

**

***

***

***

***

***

**

***

**

FG

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

5,95

3,81

3,51

0,44

0,29

0,07

0,41

0,11

4,05

1,89

3,26

0,75

p

*

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

FG

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

Gruppe * Geschlecht

F-Wert

0,16

0,39

0,44

1,73

0,22

0,79

0,28

0,86

0,22

0,41

0,13

0,97

p

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

ns

Modell

FG

7

7

7

7

7

7

7

7

7

7

7

7

F-Wert

4,91

3,47

4,02

3,45

5,21

6,91

4,26

4,99

5,58

4,63

5,32

4,29

p

**

**

**

**

***

***

***

***

***

**

***

**

C.V. (%)

μ

R2(%)

s

2,67

4,21

11,60

5,93

4,43

4,76

12,06

6,08

2,60

4,02

11,32

6,24

34,53

57,49

26,33

15,93

26,34

60,86

32,05

3,78

32,47

58,34

31,65

12,88

59,89

51,34

55,02

51,22

61,30

67,79

56,46

60,29

66,10

58,48

61,81

56,65

0,92

2,42

3,05

0,95

1,17

2,90

3,86

0,23

1,17

3,35

3,58

0,80

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Nur die Behandlung übte einen signifikanten Einfluss auf die gemessenen Parameter aus (p≤0,01). Der mit vorliegendem Modell geklärte Anteil der Varianz lag zwischen 51 und 68%.

Tab. 22: Auswirkungen der Fütterungsintensität auf die Zusammensetzung des Schlachtkörpers und der Organe von Ziegenlämmern (Versuch 1)

GRUPPE

HHH (n=8)

HNH (n=8)

NNH (n=7)

NNN (n=8)

Organe

TS (%)

LSM

27,61 a

26,85 a

26,68 a

24,54 b

SE

± 0,43

±0,48

±0,49

±0,48

X P (%)

LSM

56,62 a

60,23 a

60,94 a

65,93 b

SE

± 1,06

± 1,18

± 1,21

± 1,18

X L (%)

LSM

36,01 a

33,21 a

33,20 a

26,67 b

SE

±1,41

±1,58

±1,62

±1,58

X A (%)

LSM

3,56 a

3,55 a

3,85 a

4,12 b

SE

±0,08

±0,09

±0,10

±0,09

Schlachtkörper

TS (%)

LSM

35,66 a

35,31ab

34,39bc

33,53 c

SE

±0,34

±0,38

±0,39

±0,38

X P (%)

LSM

55,16 a

56,22 a

57,14ab

59,68 b

SE

±0,88

±0,99

±1,01

±0,99

X L (%)

LSM

29,61 a

28,07 a

26,87 a

22,87 b

SE

±1,12

±1,25

±1,28

±1,25

X A (%)

LSM

15,32 a

15,17 a

15,89 a

17,18 b

SE

±0,35

±0,39

±0,40

±0,39

Tierkörper

TS (%)

LSM

33,61 a

33,12ab

32,29 b c

31,41 c

SE

±0,31

±0,34

±0,35

±0,34

XP (%)

LSM

55,52 a

57,25 a

58,21 a

61,15 b

SE

±0,86

±0,96

±0,98

±0,96

X L (%)

LSM

35,77 a

33,83 a

32,87 a

26,52 b

SE

±1,31

±1,46

±1,50

±1,46

X A (%)

LSM

12,33 a

12,16 a

12,63 a

14,10 b

SE

±0,29

±0,33

±0,33

±0,33

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p≤ 0,05)

↓96

Nur die durchgängig restriktiv gefütterte NNN Gruppe wich in der chemischen Zusammensetzung sowohl der Organe als auch des Schlachtkörpers von den anderen Behandlungsgruppen ab (Tab. 22).

So wies die Gruppe NNN den niedrigsten Trockensubstanzgehalt auf.

Tendenziell wiesen die zeitweise restriktiv ernährten Lämmer der Gruppen HNH und NNH zwar auch einen niedrigeren Trockenmassegehalt als die Positivkontrollgruppe auf, der Unterschied lag jedoch über der Signifikanzgrenze (p≥0,05).

↓97

Eine durchgehend restriktive Fütterung der NNN Gruppe führte zu einem signifikant höheren Rohprotein- und Rohaschegehalt sowie zu einem niedrigeren Rohfettgehalt gegenüber allen anderen Fütterungsgruppen.. Auch die HNH und NNH Gruppen wiesen in der Tendenz intermediäre Werte zwischen der Positivkontrolle HHH und der Negativkontrolle NNN auf.

Aus der Berechnung der Organ- sowie der Schlachtkörperzusammensetzung ergab sich die chemische Zusammensetzung des gesamten Tierkörpers.

Die Negativkontrollgruppe NNN wies einen signifikant niedrigeren Trockensubstanz- und Rohfettgehalt sowie einen höheren Rohprotein- und Rohaschegehalt auf (p≤0,05).

↓98

Zwischen der Positivkontrollgruppe HHH und den Versuchsgruppen HNH und NNH bestanden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Rohprotein-, Rohfett- und

Rohaschegehalt (p≤0,05). Die Gruppe NNH zeigte einen signifikant niedrigeren Trockenmassegehalt im Vergleich zur Positivkontrollgruppe (p≤0,05). Ein geringerer Trockenmassegehalt der Gruppe NNH gegenüber der Positivkontrollgruppe ließ sich nur in der Tendenz erkennen und konnte nicht statistisch gesichert werden (p≤0,05).

4.2.6 Chemische Zusammensetzung des Zuwachses

Anhand der chemischen Analyse des Tierkörpers nach Schlachtung der Versuchstiere, den Analysendaten der neugeborenen Ziegenlämmern (Anhang, Tab. A 1) sowie des Zuwachses der Versuchslämmer über den gesamten Versuchszeitraum, wurde die chemische Zusammensetzung des Zuwachses sowie der daraus resultierende Energiegehalt berechnet. Die Ergebnisse der Varianzanalyse sind aus Tabelle 23 ersichtlich.

↓99

Tab. 23: Ergebnisse der Varianzanalyse für die chemische Zusammensetzung des Zuwachses der Lämmer

Varianzursache

Zuwachs

TS

X P

X L

A

FG

3

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

15,19

17,72

10,35

20,18

5,40

p

***

***

***

***

**

FG

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

13,82

8,65

11,0

0,77

7,41

p

**

**

**

ns

*

Gruppe*

FG

3

3

3

3

3

Geschlecht

F-Wert

0,71

0,56

0,67

0,14

1,03

p

ns

ns

ns

ns

ns

Modell

FG

7

7

7

7

7

F-Wert

10,58

11,29

7,45

11,41

4,49

p

***

***

***

***

**

C.V. (%)

μ

R2(%)

s

9,12

9,99

10,22

15,03

12,55

14826,35

4827,76

2800,76

1359,14

617,82

76,30

77,46

69,39

77,64

57,76

1352,61

482,18

286,11

204,22

77,55

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Die Behandlung hatte einen signifikanten Einfluss (p≤0,001) auf den Rohnährstoff- und den daraus resultierenden Energieansatz der Lämmer (Tab. 23).

Mit Ausnahme des Rohfettansatzes, wurde die chemische Zusammensetzung des Zuwachses vom Geschlecht der Tiere bestimmt. Betrachtet über den gesamten Versuchszeitraum wiesen die männlichen Ziegen im Vergleich zu ihren weiblichen Artgenossen einen höheren Zuwachs auf, welcher sich in einem höheren Rohprotein- und Rohascheansatz manifestierte (p≤0,05). Dieser geschlechtsgebundene Effekt ist in allen Fütterungsgruppen sichtbar, und somit wurde kein signifikanter Effekt der Interaktion zwischen Gruppe und Geschlecht nachgewiesen (p≤0,05).

↓100

Der Anteil der Varianz, der mit vorliegenden Modell beschrieben wurde, lag zwischen

57,76 % und 80,74 %.

↓101

Tab. 24: Chemische Zusammensetzung des Zuwachses der Lämmer

GRUPPE

HHH

HNH

NNH

NNN

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

Zuwachs (g)

16350,65 a

±493,90

14997,72 a

±552,20

14863,90 a

±565,84

11460,43 b

±552,20

TS (g)

5488,64 a

±176,06

4965,46ab

±196,85

4801,47 b

±201,71

3597,22 c

±179,10

X P (g)

3051,18 a

±104,47

2840,20 a

±116,80

2796,59 a

±119,68

2202,00 b

±116,80

X L (g)

1710,05 a

±74,56

1459,14 b

±83,37

1365,17 b

±85,43

852,09 c

±83,37

X A (g)

678,02 a

±28,32

605,68 a

±31,66

608,65 a

±32,44

507,28 b

±31,66

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (0,05 ≥ p)

Wie aus Tabelle 24 ersichtlich ist, bewirkte eine Futterrestriktion einen geringeren Trockenmasse- und somit einen höheren Wassergehalt des Zuwachses.

Die Positivkontrollgruppe HHH hatte während der Versuchsdauer (110 Tage) einen Zuwachs von 16351g. Der Zuwachs bestand zu 5489 g aus Trockensubstanz, welches einem Gehalt von 33,6 % entsprach.

↓102

Der Trockensubstanzansatz der Gruppe HNH (4965 g) entsprach 33,1 % des Zuwachses, wobei keine signifikante Differenz zur Positivkontrollgruppe bestand (p≤0,05). Einen signifikant geringeren Trockensubstanzgehalt im Zuwachs gegenüber der Positivkontrollgruppe wiesen die Gruppen NNH (p≤0,01) und die Negativkontrollgruppe (p≤0,001) auf. Die Gruppe NNH setzte 4801 g Trockensubstanz (32,2 % je Gesamtzuwachs) an, die Negativkontrollgruppe hatte einen Trockensubstanzgehalt von 31,4 % (3597 g Trockenmasse).

Ein signifikanter Unterschied zur Positivkontrollgruppe hinsichtlich des Rohprotein- und Rohaschegehaltes konnte nur für die Negativkontrollgruppe festgestellt werden (p≤0,05). Die Positivkontrollgruppe setzte im Durchschnitt 3051 g Rohprotein (18,65 %) und 678 g Rohasche (4,1 %) an. Der Rohproteinansatz der Gruppe HNH entsprach 19 % und der Rohascheansatz 4 % des Zuwachses. Die Gruppe NNH wies einen Rohproteingehalt von 18,8 % und einen Rohaschegehalt von 4 % des Gesamtzuwachses auf. Der durchschnittliche Ansatz der Negativkontrollgruppe bestand zu 19,2 % aus Rohprotein (2202 g) und 4,4 % aus Rohasche (507 g) und lag damit signifikant über dem Gehalt der Positivkontrollgruppe (p≤0,05).

Die Positivkontrollgruppe hatte während des Versuchszeitraumes den höchsten Rohfettansatz (1710 g je Tier bzw. 10,5 %). Ein signifikant geringerer Rohfettansatz wurde bei den Lämmern der Gruppen HNH (1459 g/Tier) und NNH (1365 g/ Tier) gemessen (p≤ 0,05). Die Tiere der Negativkontrollgruppe setzten mit nur 852 g hochsignifikant weniger Fett an als die Positivkontrollgruppe (p≤0,001).

↓103

Der prozentuale Gehalt des Zuwachses an Trockensubstanz, Rohprotein, Rohfett und Rohasche ist aus den Tabellen A 48, A 50 im Anhang ersichtlich.

Einfluss einer zehnwöchigen Restriktion mit nachfolgender sechswöchigen Realimentation

4.2.7 Futteraufnahme

Während der zehnwöchigen Restriktionsperiode übten die Behandlung sowie das Geschlecht einen signifikanten Einfluss (p≤0,001) auf die Futteraufnahme je kg LM 0,75 aus

↓104

(Tab. 25). Das Bestimmtheitsmaß für die verschiedenen Parameter lag zwischen 68 % und

78 %. Für das Merkmal Strohaufnahme konnten nur 30 % der Varianz mit vorliegendem Modell beschrieben werden.

Tab. 25: Ergebnisse der Varianzanalyse für die tägliche Futteraufnahme je kg LM 0,75 während der Restriktionsperiode

Varianzursache

Kraftfutter

Stroh

TS

X P

ME

FG

2

2

2

2

2

Gruppe

F-Wert

3495,91

343,86

2061,02

3290,13

2933,27

p

***

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

12,15

73,46

0,41

7,16

2,72

p

***

***

ns

*

ns

Gruppe*

FG

2

2

2

2

2

Geschlecht

F-Wert

0,09

31,78

6,58

0,54

1,66

p

ns

***

**

ns

ns

FG

5

5

5

5

5

Modell

F-Wert

140,04

168,78

833,36

1318,47

1177,07

p

***

***

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

13,15

31,94

12,40

12,71

12,49

59,77

11,61

63,14

11,31

0,67

78,68

30,79

68,72

77,65

75,62

7,86

3,71

7,82

1,43

0,08

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

↓105

Aus den in Tabelle 26 aufgeführten Ergebnissen der Nährstoffaufnahme ist abzuleiten, dass die Trockensubstanz-, Rohprotein- und Energieaufnahme, bezogen auf das metabolische Lebendgewicht, der Gruppe NN signifikant niedriger war und nur 32,54 %, 40,13 % und 38,54 % der HH Gruppe betrug.

Die Gruppe HN nahm 66,19 % Trockensubstanz, 61,27 % Rohprotein und 62,5 % umsetzbare Energie im Vergleich zur Positivkontrollgruppe (HH) auf.

Zwischen den Versuchsgruppen HN und NN bestanden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Trockensubstanz-, Rohprotein- und Energieaufnahme.

↓106

Tab. 26: Futteraufnahme der Ziegenlämmer während der Restriktionsperiode

GRUPPE

HH (n=6)

HN (n=7)

NN (n=15)

Kraftfutter

LSM

88,55a

53,10 b

51,27 c

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,39

±0,36

±0,24

Stroh

LSM

8,11 a

10,69 b

13,62 c

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,18

±0,17

±0,11

TS

LSM

85,25 a

56,43 b

57,51 b

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,39

±0,36

±0,25

XP

LSM

16,42 a

10,06 b

9,83 b

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,07

±0,07

±0,05

ME

LSM

0,96 a

0,60 b

0,59 b

(MJ/kg LM 0,75)

SE

±0,004

±0,004

±0,003

PEQ

17,1

16,8

16,7

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

In Tabelle 27 sind die Ergebnisse aus der Varianzanalyse für die Futteraufnahme während der sechswöchigen Realimentationsperiode dargestellt. Die Behandlung (p≤0,001) sowie die Interaktion zwischen Behandlung und Geschlecht (p≤0,01) hatten einen signifikanten Einfluss auf die Kraftfutter-, Stroh- und die daraus resultierende Nährstoffaufnahme der Tiere.

Tab. 27: Ergebnisse der Varianzanalyse für die tägliche Futteraufnahme je kg LM 0,75 während der Realimentationsperiode

Varianzursache

Kraftfutter

Stroh

TS

xP

ME

FG

3

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

263,77

159,64

189,02

248,60

230,14

p

***

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

5,35

1,27

4,02

5,08

4,77

p

*

ns

*

*

*

FG

3

3

3

3

3

Gruppe* Geschlecht

F-Wert

4,53

4,18

4,08

4,46

4,32

p

**

**

**

**

**

Modell

FG

7

7

7

7

7

F-Wert

116,93

70,59

84,17

110,29

102,19

p

***

***

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

24,53

33,37

23,16

24,18

23,87

76,90

9,07

75,93

14,05

0,84

39,72

28,46

32,17

38,33

36,55

18,86

3,03

17,60

3,40

0,20

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

↓107

Die Futter- und Nährstoffaufnahme der Lämmer in einzelnen Fütterungsgruppen während der Realimentationsperiode ist in Tabelle 28 zusammengestellt.

Tab. 28: Futteraufnahme der Ziegenlämmer während derRealimentationsperiode

GRUPPE

HHH (n=6)

HNH (n=7)

NNH (n=8)

NNN (n=7)

Kraftfutter

LSM

81,05 a

87,98 b

86,74 b

51,26 c

(g / kg LM 0,75)

SE

±1,17

±1,07

±1,00

±1,07

Stroh

LSM

7,07 a

7,45a

9,48 b

11,88 c

(g / kg LM 0,75)

SE

±0,19

±0,17

±0,16

±0,17

TS

LSM

77,76 a

84,19 b

84,97 b

55,94 c

(g/ kg LM 0,75)

SE

±1,09

±1,00

±0,93

±1,00

X P

LSM

14,71 a

15,97 b

15,82 b

9,57 c

(g /kg LM 0,75)

SE

±0,21

±0,19

±0,18

±0,19

ME

LSM

0,87 a

0,95 b

0,94 b

0,59 c

(MJ/kg LM 0,75)

SE

±0,01

±0,01

±0,01

±0,01

PEQ

16,9

16,8

16,8

16,2

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

Während der Realimentationsperiode lag die Kraftfutteraufnahme/kg LM 0,75 in der Gruppe HNH um 9 % und in der Gruppe NNH um 7 % über der Kraftfutteraufnahme/kg LM 0,75

↓108

in der Positivkontrollgruppe. Dies führte zu einer entsprechend höheren Trocknsubstanz-, Rohprotein- und Energieaufnahme, bezogen auf das metabolische Lebendgewicht, der realimentierten Ziegen (Gruppen HNH und NNH) im Vergleich zur Positivkontrollgruppe HHH (p≤0,001).

Die Negativkontrollgruppe (NNN) nahm entsprechend ihres Fütterungsniveaus nur 63 % der Kraftfuttermenge der Positivkontrollgruppe auf. Diese reduzierte Kraftfutteraufnahme führte offensichtlich zu einer signifikant höheren Strohaufnahme der Negativkontrollgruppe NNN gegenüber den Gruppen HHH, HNH und NNN. Daraus folgte eine Futter- und Nährstoffaufnahme der Negativkontrollgruppe NNN im Vergleich zur Positivkontrollgruppe von 72 % der Trocknsubstanz, 65 % des Rohproteins und 68 % der umsetzbaren Energie.

4.2.8  Gewichtsentwicklung

Die Ergebnisse der Varianzanalyse für die Gewichtsentwicklung der Lämmer sind in Tabelle 29 dargestellt.

↓109

Tab. 29: Ergebnisse der Varianzanalyse für die Gewichtsentwicklung der Lämmer während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Varianzursache

Restriktion (10 Wochen)

Realimentation (6 Wochen)

Anfangs -gewicht

End
-gewicht

Tägl. Zunahme

Anfangs -gewicht

End -gewicht

Tägl. Zunahme

FG

2

2

2

3

3

3

Gruppe

F-Wert

11,55

24,41

81,85

44,25

49,16

26,97

p

***

***

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

3,74

11,41

7,7

14,48

36,38

23,55

p

ns

**

*

**

***

***

Gruppe *

FG

2

2

2

3

3

3

Geschlecht

F-Wert

1,21

1,14

7,65

0,59

1,04

0,66

p

ns

ns

*

Ns

ns

ns

Modell

FG

5

5

5

7

7

7

F-Wert

6,47

24,41

38,80

21,17

26,62

15,33

p

***

***

***

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

11,17

11,82

22,62

11,69

9,18

17,99

11,09

16,59

82,09

16,91

23,00

139,68

64,9

87,46

91,73

88,12

90,31

84,29

1,24

1,96

18,57

1,98

2,11

25,13

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Das Gewicht der Lämmer zu Beginn der zehnwöchigen restriktiven Periode wurde von der Behandlung und somit von der vorangegangenen Milchrestriktion bestimmt (Tab. 29).

Die Gewichtsentwicklung der Lämmer während der Restriktionsperiode wurde außer von der Behandlung (p≤0,001) auch vom Geschlecht der Tiere bestimmt (p≤0,05).

↓110

Der Geschlechtseinfluss auf die Gewichtsentwicklung der Ziegen setzte sich in der folgenden sechswöchigen Realimentationsperiode fort (p≤0,01).

Das vorliegende Modell erfasste 65 % - 92 % der Varianz.

Die Lebendmasseentwicklung der Lämmer während der zehnwöchigen Restriktions- und der anschließenden sechswöchigen Realimentationsperiode zeigen, dass während der zehnwöchigen Restriktion nicht nur die täglichen Zunahmen der Lämmer der Gruppe HH (178 g) signifikant über denen der Gruppen HN (65 g) und NN (51 g) lagen, sondern es gab auch signifikante Unterschiede zwischen beiden restriktiv ernährten Gruppen (p≤ 0,05) (Tabelle 30). Die Tiere der Gruppe (HN), die während der laktogenen Aufzucht keiner Milchrestriktion unterlagen, hatten eine 22 % höhere tägliche Zunahmen als die Ziegen der Negativkontrollgruppe (NN).

↓111

Dies führte zu signifikant unterschiedlichen Lebendmassen aller 3 Gruppen (HH, HN, NN) am Ende der Restriktionsperiode. So wogen die Lämmer der Positivkontrolle (HH) mit 24,1 kg 30 % mehr als die Tiere der Gruppe HN (16,75 kg) und 44 % mehr als die Lämmer der Gruppe NN (13,41 kg). Die signifikante (p≤0,05) Gewichtsdifferenz zwischen den beiden Versuchsgruppen (HN und NN) betrug 3,35 kg oder 20 %.

Tab. 30: Gewichtsentwicklung der Lämmer während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Restriktionsperiode (10 Wochen)

Realimentationsperiode (6 Wochen)

HH
(n=6)

HN (n=7)

NN (n=15)

HHH (n=6)

HNH (n=7)

NNH (n=8)

NNN (n=7)

Anfangsgewicht (kg)

LSM

12,2 a

12,2 a

9,94 b

24,1 a

16,75 b

13,40 c

13,40 c

SE

±0,51

±0,51

±0,32

±0,80

±0,74

±0,50

±0,50

Endgewicht (kg)

LSM

24,1 a

16,75 b

13,40 c

30,12 a

25,09 a

21,15b

16,41 c

SE

±0,80

±0,74

±0,50

±0,86

±0,81

±0,75

±0,81

Zunahme (g/d)

LSM

178,44 a

65,18 b

50,99 c

131,22 a

173,62 b

172,64 b

69,16c

SE

±7,64

±7,15

±4,85

±10,26

±9,59

±8,88

±9,59

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

In der sechswöchigen Realimentationsperiode erreichten die vorher restriktiv ernährten Tiere der Gruppen HNH und NNH, signifikant (p≤0,05) höhere tägliche Zunahmen als die Lämmer der Positivkontrolle (HHH). So lagen die täglichen Zunahmen der Gruppe HNH um 32 % und die der Gruppe NNH um 31 % über der täglichen Zunahmen der Positivkontrollgruppe (HHH).

↓112

Erwartungsgemäß zeigte die Negativkontrollgruppe (NNN) eine geringere tägliche Zunahme als alle anderen Gruppen (HHH, HNH, NNH) und erreichte nur 54 % der Zunahme der Positivkontrollgruppe (HHH) (p≤0,001).

Trotz der höheren täglichen Zunahmen der Gruppen HNH und NNH während der Realimentationsperiode, konnte das Gewichtsdefizit gegenüber der Positivkontrollgruppe (HHH), resultierend aus den geringeren Zunahmen während der 10wöchigen Restriktionsperiode, nicht vollständig ausgeglichen werden. Am Ende der Realimentationsperiode liegt das Endgewicht der Gruppe HNH um 5 kg bzw. 16 % und das der Gruppe NNH um 9 kg bzw. 30 % signifikant (p≤0,05) unter dem der Positivkontrollgruppe (HHH).

4.2.9 Futteraufwand

Wie in Abschnitt 4.2.3 erwähnt, wurde der Futteraufwand aus der Futteraufnahme je metabolischem Lebendgewicht dividiert durch den Lebendmassezuwachs berechnet. Die entsprechenden Ergebnisse der Varianzanalyse zur Bewertung der Varianzursachen auf den Futteraufwand der Lämmer zeigen Tabelle 31 und 33.

↓113

Die Absolutwerte für den Futteraufwand (Futteraufnahme/ Lebendmassezuwachs) können aus den Tabellen A74 – A 79 entnommen werden.

Tab. 31: Ergebnisse der Varianzanalyse für den Futteraufwand während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Varianzursache

Restrikton

Realimentation

TS

X P

ME

TS

X P

ME

FG

2

2

2

3

3

3

Gruppe

F-Wert

5,78

4,63

4,98

15,74

10,36

11,87

p

**

*

*

***

***

***

Geschlecht

FG

1

1

1

1

1

1

F-Wert

0,1

0,0

0,0

27,48

26,82

27,04

p

ns

ns

ns

***

***

***

Modell

FG

3

3

3

5

5

5

F-Wert

3,86

3,09

3,32

10,56

8,22

8,88

p

*

*

*

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

50,13

50,56

50,45

17,66

17,34

17,64

1050,86

183,91

11,03

627,66

114,45

6,87

32,52

27,86

29,34

78,70

74,21

75,66

526,78

93,00

5,57

110,88

20,19

1,21

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Während der zehnwöchigen Restriktionsperiode übte die Behandlung einen signifikanten Einfluss auf den Trockensubstanz-, Rohprotein- und Energieaufwand aus (p≤0,05).

↓114

Während der Realimentationsperiode wurde neben dem Gruppeneinfluss auch der Einfluss des Geschlechtes deutlich (p≤0,001), die männlichen Tiere wiesen innerhalb aller Fütterungsgruppen einen günstigeren Futteraufwand auf (p≤0,05).

Das Bestimmtheitsmaß dieser Varianzanalyse lag zwischen 27 % und 32 % für die Restriktionsperiode und zwischen 58,25 % und 61,41 % für die Realimentationsperiode.

Tab. 32: Futteraufwand der Lämmer während der Restriktions- und Realimentationsperiode

Merkmal

Restriktionsperiode

Realimentationsperiode

HH
(n=6)

HN(n=7)

NN(n=15)

HHH(n=6)

HNH (n=7)

NNH (n=8)

NNH(n=7)

Trockensubstanz-LSM

507,95 a

895,02 a

1341,96 b

642,38 a

514,33b

531,35b

874,87c

aufwanda SE

±215,06

±199,62

±136,18

±45,26

±42,34

±39,20

±42,35

Rohprotein-LSM

97,85 a

159,37 a

229,73 b

121,33 a

97,57a b

98,83 b

149,75c

aufwand b SE

±37,97

±35,24

±24,04

±6,24

±7,71

±7,14

±7,71

Energie LSM

5,70a

9,51a

13,88 b

7,21 a

5,79 b

5,90 b

9,17c

aufwand c SE

±2,27

±2,11

±1,44

±0,49

±0,46

±0,44

±0,43

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)
a) Trockensubstanzaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
b) Rohproteinaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
c) Energieaufnahme (MJ ME) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)

↓115

Wie aus den in Tabelle 31 aufgeführten Ergebnissen hervorgeht, führte die Futterrestriktion während der Restriktionsperiode bei den Tieren der Gruppen HN und NN zu einem höheren Aufwand an Trockensubstanz, Rohprotein und Energie im Vergleich zur Positivkontrollgruppe, wobei nur der Unterschied zwischen Positivkontrollgruppe HH und der Negativkontrollgruppe NN signifikant war (p≤0,01).

In der Realimentationsperiode wiesen die Tiere der Gruppen HNH und NNH einen signifikant günstigeren Trocknsubstanz-, Rohprotein- und Energieaufwand auf als die Positivkontrollgruppe (p≤0,05).

Die weiterhin restriktiv ernährte Negativkontrollgruppe NNN verzeichnete den höchsten Futteraufwand (p≤0,01) aller Gruppen.

↓116

Die Ergebnisse der Varianzanalyse zu dem Einfluss unterschiedlicher Fütterungsniveaus auf den Futteraufwand über den gesamten Versuchszeitraum sind in Tabelle 34 dargestellt.

Tab. 33: Ergebnisse der Varianzanalyse für den Futteraufwand während des gesamten Versuches (165 Tage)

Varianzursache

Gesamter Versuch

TS

X P

ME

Zunahme

FG

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

9,53

7,85

7,97

25,56

P

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

1,87

2,0

2,40

19,19

P

ns

ns

ns

***

FG

2

2

2

2

Periode

F-Wert

44,20

29,32

18,96

37,70

P

***

***

***

***

Gruppe*

FG

6

6

6

6

Periode

F-Wert

4,89

4,42

4,59

14,55

P

***

***

***

***

FG

12

12

12

12

Modell

F-Wert

10,82

8,16

6,79

18,14

P

***

***

***

***

C.V. (%)

44,46

41,23

39,21

23,23

μ

553,05

123,96

7,90

122,54

R2 (%)

70,48

64,27

59,95

80,00

s

290,32

51,11

3,10

28,46

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Die Haupteinflussfaktoren auf den Futteraufwand waren erwartungsgemäß die Behandlung und die Versuchsperiode (p≤0,001).

↓117

Die Interaktion zwischen Behandlung und Versuchsperiode (Restriktion/ Realimentation) spielte hauptsächlich für die Betrachtung des Futteraufwandes des gesamten Versuchszeitraumes sowie für die tägliche Zunahme eine Rolle (p≤0,001).

Das Geschlecht der Tiere beeinflusste nur die täglichen Zunahmen der Lämmer signifikant (p≤0,001).

Mit dem angewandten Modell konnten 52 % bis 82 % der Varianz erfasst werden.

↓118

Tab. 34: Futteraufwand der Lämmer während des gesamten Versuchs

Merkmal

Gesamter Versuch

HHH (n=6)

HNH (n=7)

NNH (n=8)

NNN (n=7)

Trockensubstanz-

LSM

448,00 a

510,59 a

579,49a

824,72 b

aufwand a

SE

±53,24

±49,41

±46,10

±49,41

Rohprotein-

LSM

101,14 a

109,60a

120,01 a

164,62 b

aufwand b

SE

±9,92

±9,21

±8,59

±9,21

Energie-

LSM

7,29 a

7,78 a

8,51 a

11,42 b

aufwand c

SE

±0,73

±0,68

±0,68

±0,63

Zunahme (g)

LSM

146,74 a

134,69 b

115,28 c

83,71 d

SE

±6,71

±6,28

±6,28

±5,8

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)
a) Trockensubstanzaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
b) Rohproteinaufnahme (g) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)
c) Energieaufnahme (MJ ME) je kg LM0,75/Zuwachs (kg)

Eine zeitweise Reduktion der Nährstoffzufuhr führte, berechnet über die gesamte Haltungsdauer, zu keinem signifikanten (p≤0,05) Unterschied hinsichtlich der Futteraufwandes (Tab. 34). Tendenziell erreichten die Lämmer der Positivkontrollgruppe, die durchgängig ein hohes Fütterungsniveau erhielten, einen günstigeren Futteraufwand, der Unterschied zwischen den Gruppen HHH, HNH und NNH lag jedoch oberhalb der Signifikanzgrenze p≤0,05.

Die Tiere der Negativkontrollgruppe benötigten für 1 kg Lebendmassezuwachs den signifikant (p≤0,001) höchsten Futter- und Nährstoffaufwand.

4.2.10 Schlachtkörper und Innere Organe

↓119

Die Ergebnisse der Varianzanalyse für die Daten der Ausschlachtung der Tiere sind in Tabelle A 66 dargestellt. Die Fütterungsgruppe übt mit Ausnahme des Vormagens auf alle Schlachtkörpermerkmale und inneren Organe eine signifikanten Einfluss aus.

In Tabelle 35 sind die Ergebnisse für das Lebendgewicht der Ziegen am Tag der Schlachtung, die durchschnittliche Chymusmenge, das Leerkörpergewicht, das Schlachtkörpergewicht und der daraus berechnete Ausschlachtungsgrad dargestellt.

Tab. 35: Auswirkungen der Fütterungsintensität auf das Leerkörper- und Schlachtkörpergewicht der Ziegenlämmern

GRUPPE

HHH

(n=6)

HNH

(n=7)

NNH

(n=8)

NNN

(n=7)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

Lebendgewicht (kg)

30,12 a

±4,91

25,30 b

±2,69

21,15 c

3,02

16,29 d

±1,94

Chymusmenge (g)

5002,50a

±197,45

4463,75a

±184,70

3894,34b

±170,97

3768,75 b

±184,67

Chymusanteil (%)a

16,81 a

±0,93

18,01 a

±0,87

18,63 a

±0,87

23,24 b

±0,81

Leerkörpergewicht (kg)

25,11 a

±0,83

20,52 b

±0,77

17,26 c

±0,69

12,52 d

±0,74

Schlachtkörpergewicht (kg)

14,43 a

±2,22

11,87 b

±1,65

11,03 b

±5,68

6,77 c

±1,09

Ausschlachtungsgrad (%)

48,00 a

±4,20

46,78 a

±4,02

51,01 a

±4,02

41,85 a

±3,73

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

↓120

a) Prozentualer Wert relativ zum Lebendgewicht

Das Lebendgewicht der Tiere der Gruppe HNH lag 16 %, das der Gruppe NNH 30 % und das der Gruppe NNN 66 % unter dem der Positivkontrollgruppe.

Zwischen den Gruppen HHH, HNH und NNH bestehen keine signifikanten (p≥0,05) Unterschiede hinsichtlich des Chymusanteils (%); tendenziell führte eine zeitweise Nährstoffreduktion zu einem höheren Chymusanteil wobei dies wahrscheinlich auf den höheren Anteil der Vormägen am Tierkörper zurückzuführen ist (Tab. 37). Der Chymusanteil (%) der Tiere der Negativkontrollgruppe NNN lag signifikant (p≤0,05) über dem der anderen drei Versuchsgruppen (HHH, HNH, NNH).

↓121

Das Leerkörpergewicht (Lebendgewicht minus Chymusmasse) der Gruppen HNH, NNH und NNN betrug 82 %, 69 % und 50 % des Leerkörpergewichtes der Positivkontrollgruppe. Diese Unterschiede zwischen den Untersuchungsgruppen sind vergleichbar mit jenen beim Lebendgewicht.

Zwischen den Gruppen HHH, HNH und NNH bestanden keine signifikanten Unterschiede im Ausschlachtungsgrad, während die NNN-Gruppe mit 42 % den signifikant (p<0,05) niedrigsten Ausschlachtungsgrad aller Versuchsgruppen aufwies.

Die mittlere Organmasse (g) sowie der relative Anteil des entsprechenden Organs bezogen auf das Lebendgewicht der einzelnen Fütterungsgruppen sind in Tabelle 36 zusammengestellt (Ergebnisse der Varianzanalyse befinden sich in den Tabellen A 66 und A 67).

↓122

Tab. 36: Einfluss der Fütterungsintensität auf die Organgewichte der Ziegenlämmer

GRUPPE

HH H (n=6)

HN H (n=7)

NN H (n=8)

NN N (n=7)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

FETT

Bauchfett (g)

1709,0 a

±135,48

893,29 b

±131,16

704,88b

±106,46

392,08 c

±111,34

VERDAUUNGSORGANE

Labmagen (g)

148,17 a

±14,35

132,86 a

±13,44

125,37 a

±12,44

88,63 b

±13,74

Vormagen (g)

633,50 a

±37,77

574,71 ab

±35,33

581,74 a

±32,71

484,63 b

±35,69

Darm (g)

936,67 a

±34,27

810,87 ab

±32,06

743,75 b

±29,69

452,87c

±32,06

INNERE ORGANE

Leber (g)

536,50 a

±29,85

521,12 a

±23,21

467,75 a

±21,94

261,42c

±23,69

Herz (g)

133,00 a

±6,39

128,29 a

±5,26

102,37 b

±5,65

67,38 c

±5,93

Lunge (g)

268,17 a

±13,28

244,86 a

±12,88

221,62 a

±11,89

141,17c

±12,88

Niere (g)

114,67 a

±4,97

96,43 ab

±3,87

89,88 b

±3,38

63,04 c

±3,98

GESCHLECHTSORGANE

Männliche Genitalien (g)

404,0 a

±29,62

322,75 ab

±25,65

264,90 b

±25,65

155,55c

±25,65

Weibliche Genitalien (g)

62,00 a

±6,62

42,0 b

±6,62

41,37b

±5,04

22,89 c

±5,82

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

Die Positivkontrollgruppe (HHH) wies signifikant (p≤0,01) die höchste Flomenfettmenge auf. Die Gruppe HNH lagerte 52 %, die Gruppe NNH 39 % Fett im Vergleich zur Positivkontrollgruppe (HHH) ein. Zwischen den Gruppen HNH und NNH bestand kein signifikanter (p≥0,05) Unterschied.

Die Negativkontrollgruppe (NNN) lagerte die geringste abdominale Fettmenge ein (26 %) und lag somit signifikant (p≤0,01) unter den Gruppen HHH, HNH, NNH.

↓123

Alle Organgewichte der Negativkontrolle (NNN) lagen signifikant (p≤0,05) unterhalb der Organgewichte der anderen 3 Gruppen (HHH, HNH, NNH).

Die Positivkontrolle (HHH) wie für alle Organe die höchsten Gewichte auf. Zwischen der Gruppe HNH und der Positivkontrolle (HHH) bestanden keine signifikanten (p≥0,05) Unterschiede zwischen den Organgewichten.

Zwischen den Gruppe NNH und HHH bestanden für den Labmagen, den Vormagen, die Leber und die Lunge keine signifikanten (p≥0,05) Unterschiede, während die Massen von Herz, Nieren und Darm der NNH Gruppe signifikant unterhalb der Positivkontrollgruppe (HHH) lagen.

↓124

Zwischen den Organgewichten der Versuchsgruppen (HNH und NNH) bestanden keine signifikanten (p≥0,05) Unterschiede.

Alle Organgewichte der Negativkontrollgruppe (NNN) waren signifikant (p<0,05) geringer als die der Gruppen HHH, HNH, NNH.

Die Negativkontrollgruppe (NNN) wies die signifikant (p≤0,05) niedrigste Hodenmasse aller Gruppen auf, und die männlichen Tiere der Gruppe NNH hatten signifikant niedrigere Hodengewichte als die Positivkontrollgruppe (HHH).

↓125

Hinsichtlich der weiblichen Geschlechtsorgane (Uterus, Ovar, Zervix) bestanden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen (HHH, HNH, NNH, NNN).

In Tabelle 37 sind die relativen Organgewichte bezogen auf das Lebendgewicht dargestellt.

Die Abbildung 10 zeigt die Differenz der relativen Organgewichte der Fütterungsgruppen HNH, NNH und NNN im Vergleich zur Positivkontrollgruppe.

↓126

Tab. 37: Einfluss der Fütterungsintensität auf die relativen Organgewichte der Ziegenlämmer

GRUPPE

HH H (n=6)

HN H (n=7)

NN H (n=8)

NN N (n=7)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

FETT

Bauchfett (%)

5,78 a

±0,49

3,76 b

±0,46

3,46 b

±0,42

2,42 b

±0,46

VERDAUUNGSORGANE

Labmagen (%)

0,49 a

±0,01

0,54 a

±0,09

0,59 a

±0,03

0,55 a

±0,05

Vormagen (%)

2,12 a

±0,20

2,31 ab

±0,17

2,76 b

±0,14

3,04 b

±0,180

Darm (%)

3,12 a

±0,11

3,25ab

±0,06

3,50 b

±0,07

2,76 a

±0,08

INNERE ORGANE

Leber (%)

1,77 a

±0,05

2,09 b

±0,09

2,21 b

±0,08

1,60 a

±0,09

Herz (%)

0,44 ac

±0,02

0,51 b

±0,02

0,49 ab

±0,02

0,41 c

±0,03

Lunge (%)

0,89 a

±0,07

0,97 ab

±0,05

1,04 b

±0,03

0,91 a

±0,04

Niere (%)

0,38 a

±0,01

0,38 a

±0,01

0,43 a

±0,01

0,38 a

±0,01

GESCHLECHTSORGANE

Männliche Geschlechtsorgane (%)

1,22 a

±0,03

1,18 a

±0,04

1,11ab

±0,04

0,87 b

±0,03

Weibliche Geschlechtsorgane (%)

0,24 a

±0,01

0,18 a

±0,02

0,22 a

±0,01

0,15 a

±0,01

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

Die Positivkontrollgruppe wies den signifikant höchsten Flomenanteil auf (p≤0,05), während zwischen den Gruppen HNH, NNH und NNN bestand kein signifikanter Unterschied (p≤0,05).

Die Behandlung hatte keinen signifikanten Einfluss (p≥0,05) auf das relative Labmagen- und Nierengewicht sowie auf die weiblichen Geschlechtsorgane (Ovar, Uterus, Zervix). Alle anderen Organe wurden signifikant von der Behandlung beeinflusst (p≤0,05).

↓127

Dabei führte eine zeitweise Restriktion mit Ausnahme der männlichen Geschlechtsorgane (Hoden Penis Akzessorische Geschlechtsdrüsen ) zu einem höheren relativen Organgewicht. Die Tiere der Gruppe HNH und NNH waren nicht nur in der Lage, die Masse von Darm, Leber und Herz zu kompensieren, sie zeigten sogar einen höhern relativen Anteil dieser Organe am Körpergewicht.

Auch der relative Vormagenanteil der Gruppen HNH und NNH lag über dem der Positivkontrollgruppe. Jedoch wies auch die Negativkontrollgruppe einen signifikant (p≤0,01) höheren relativen Vormagen auf, und somit ist dieser Unterschied zur Positivkontrollgruppe eher auf den Wachstumsstand bzw. Reifegrad der Tiere, als auf Kompensationsvorgänge nach vorangegangener Futterrestriktion zurückzuführen.

Abb. 10: Auswirkung einer Futterrestriktion auf die relativen Organgewichte (Positivkontrollgruppe = 0)

4.2.11 Chemische Zusammensetzung des Tierkörpers

↓128

Nur für das Merkmal Fettgehalt bestand ein signifikanter (p≤0,05) Einfluss durch die Fütterungsbehandlung, während das Geschlecht der Ziegenlämmer einen hoch signifikanten (p≤0,001) Einfluss auf die chemische Zusammensetzung des Schlachtköpers ausübt (Tab. 38).

Im Gegensatz dazu wurde die chemische Zusammensetzung der Organe signifikant von der Behandlung beeinflusst (p≤0,001), während das Geschlecht der Tiere nur auf den Trockensubstanzgehalt signifikant wirkte (p≤0,01).

Tab. 38: Ergebnisse der Varianzanalyse für die chemische Zusammensetzung des Tierkörpers8

Varianzursache

Schlachtkörper

Organe

Gesamter Tierkörper7

Ts

X P

X L

A

Ts

X P

X L

A

Ts

X P

X L

A

FG

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

Gruppe

F-Wert

1,49

2,14

3,07

1,45

15,65

11,85

9,27

3,95

4,12

3,49

5,00

2,38

p

ns

ns

*

ns

***

***

***

*

*

*

**

ns

FG

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

20,45

20,39

24,66

10,32

11,07

1,45

2,38

0,18

14,57

11,11

15,62

6,99

p

***

***

***

**

**

Ns

Ns

Ns

*

**

**

*

FG

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

3

Gruppe* Geschlecht

F-Wert

0,62

2,24

1,36

0,92

1,85

3,73

3,96

2,09

0,12

0,37

0,09

0,55

p

Ns

Ns

Ns

Ns

Ns

*

*

Ns

Ns

Ns

Ns

Ns

Modell

FG

7

7

7

7

7

7

7

7

7

7

7

7

F-Wert

3,87

4,88

5,37

2,61

11,02

7,93

7,23

2,48

4,74

4,07

5,48

3,03

p

**

**

**

*

***

***

***

*

**

**

**

*

C.V. (%)

μ

R2(%)

s

3,77

4,84

11,74

5,79

4,54

6,60

10,07

9,14

3,38

4,98

13,37

6,40

36,57

54,12

31,53

15,14

29,02

53,59

40,07

3,55

34,60

53,96

39,21

12,27

57,55

63,05

65,29

47,77

81,94

76,56

74,84

62,95

66,10

62,61

69,30

55,5

1,38

2,62

3,70

0,88

1,32

3,54

4,03

0,32

1,17

2,69

5,24

0,79

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

↓129

Tab. 39: Auswirkungen der Fütterungsintensität auf die Zusammensetzung des Schlachtkörpers und der Organe von Ziegenlämmern

GRUPPE

HHH (n=6)

HNH (n=7)

NNH (n=8)

NNN (n=7)

Organe

TS (%)

LSM

32,27 a

29,71 b

29,00 b

26,64 c

SE

± 0,60

±0,57

±0,47

±0,57

X P (%)

LSM

45,18 a

53,41 b

53,52 b

58,28 c

SE

± 1,61

± 1,53

± 1,25

± 1,53

X L (%)

LSM

47,49 a

41,26 b

41,39 b

34,17 c

SE

±1,84

±1,75

±1,43

±1,75

X A (%)

LSM

3,09 a

3,51 a

3,61 a

3,75 b

SE

±0,15

±0,14

±0,11

±0,14

Schlachtkörper

TS (%)

LSM

37,32 a

37,13 a

36,09 a

36,15 a

SE

±0,56

±0,53

±0,49

±0,53

X P (%)

LSM

52,79 a

52,67 a

54,80ab

55,62 b

SE

±0,88

±0,99

±1,01

±0,99

X L (%)

LSM

35,03 a

32,79ab

30,07 b

29,59 b

SE

±1,51

±1,41

±1,31

±1,41

X A (%)

LSM

14,67 a

14,98 a

15,03 a

15,65 a

SE

±0,36

±0,33

±0,31

±0,33

Tierkörper 7

TS (%)

LSM

36,09 a

35,07 ab

34,22 b

33,72 b

SE

±0,53

±0,51

±0,41

±0,51

X P (%)

LSM

50,65 a

53,21 ab

54,56 b

55,81 b

SE

±1,23

±1,16

±0,95

±1,16

X L (%)

LSM

46,86 a

40,48ab

38,31 b

34,44 b

SE

±2,39

±2,27

±1,85

±2,27

X A (%)

LSM

11,53 a

12,30 ab

12,12 ab

12,83 b

SE

±0,36

±0,34

±0,28

±0,34

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (p ≤ 0,05)

Eine restriktive Fütterung führte bei den Tieren der Fütterungsgruppen HNH, NNH und NNN zu einem signifikant geringeren Trockensubstanz- und Fettgehalt sowie zu einem höheren Rohproteingehalt (p≤0,05) als bei der Positivkontrollgruppe HHH (Tabelle 39). Die Tiere der Gruppe NNN wiesen ebenfalls einen signifikant höheren Aschegehalt auf (p≤0,05), während bei den Tieren der Gruppen HNH und NNH nur die Tendenz zu einem erhöhten Aschegehalt sichtbar wurde.

In der Schlachtkörperzusammensetzung zeigten sich zwischen der Positivkontrollgruppe und den Versuchsgruppen HNH und NNH nur hinsichtlich des Rohfettgehaltes Unterschiede (p≤0,05). Die Lämmer der Gruppe NNH wiesen einen signifikant (p≤0,05) geringeren Fettgehalt auf.

↓130

Bei der Negativkontrollgruppe (NNN) wurde neben einem signifikant geringeren Fettgehalt auch ein signifikant höherer Rohproteingehalt sichtbar (p≤0,05).

Für die Zusammensetzung des Gesamttierkörpers ergab sich ein geringerer Trocknsubstanz- und Rohfettgehalt sowie ein höherer Rohprotein- und Aschegehalt im Vergleich zum Schlachtkörper.

Die Unterschiede zwischen den Gruppen waren relativ gering und nur zwischen den beiden Kontrollgruppen HHH und NNN statistisch signifikant (p<0,05) abzusichern.

4.2.12  Chemische Zusammensetzung des Zuwachses

↓131

Die Ergebnisse der Varianzanalyse für die Merkmale der chemischen Zusammensetzung sind aus Tabelle 40 ersichtlich.

Tab. 40: Ergebnisse der Varianzanalyse für die chemische Zusammensetzung des Zuwachses der Lämmer

Varianzursache

Zuwachs

T s

X P

X L

A

kJ

FG

3

3

3

3

3

3

Fütterungsgruppe

F-Wert

45,01

60,08

47,41

41,78

32,71

62,95

p

***

***

***

***

***

***

FG

1

1

1

1

1

1

Geschlecht

F-Wert

29,20

20,89

39,33

0,02

26,41

8,69

p

***

***

***

Ns

***

**

Fütterungsgruppe*

FG

3

3

3

3

3

3

Geschlecht

F-Wert

2,29

3,95

3,68

0,92

2,62

2,46

p

ns

*

ns

ns

ns

ns

Modell

FG

7

7

7

7

7

7

F-Wert

24,28

28,61

25,52

18,75

17,28

28,49

p

***

***

***

***

***

***

C.V.(%)

μ

R2(%)

s

10,83

10,09

9,98

15,01

12,10

10,48

18677,31

6511,36

3489,01

2207,03

793,58

164,93

89,47

92,18

91,31

88,53

87,67

92,15

2022,65

651,71

347,77

331,20

96,00

17,29

ns: P > 0,05; *: P ≤ 0,05; **: P ≤ 0,01; *** : P ≤ 0,001

Die chemische Zusammensetzung des Zuwachses wurde signifikant (p≤0,001) von der Behandlung beeinflusst. Das Geschlecht übte einen signifikanten Einfluss auf den Trockensubstanz-, Rohprotein- und Aschegehalt (p≤0,001) aus. Innerhalb aller 4 Fütterungsgruppen wies der Zuwachs der männlichen Ziegen einen geringeren Trockensubstanz- und Fettgehalt sowie einen höheren Rohprotein- und Rohaschegehalt als bei den weiblichen Tieren auf.

↓132

Die chemische Zusammensetzung des Zuwachses während des gesamten Versuchszeitraumes ist in Tabelle 41 zusammengefasst.

Tab. 41: Chemische Zusammensetzung des Zuwachses der Lämmer

GRUPPE

HHH

(n=6)

HNH

(n=7)

NNH

(n=8)

NNN

(n=7)

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

LSM

SE

Zuwachs (g)

25110,38 a

±825,74

20520,26 b

±772,41

17339,68 c

±772,41

12876,60 d

±715,11

TS (g)

9407,93 a

±297,46

7264,01 b

±282,20

5877,48 c

±248,88

4400,97 d

±248,88

X P (g)

4780,42 a

±158,74

3873,04 b

±150,59

3247,49 c

±132,81

2406,10 d

±132,81

X L (g)

3513,05 a

±151,17

2481,90 b

±143,42

1878,30 c

±126,48

1404,46 d

±126,48

X A (g)

1089,98 a

±43,82

894,97 b

±41,57

725,16 c

±36,66

553,02 d

±36,66

Ungleiche Hochbuchstaben innerhalb der Zeilen geben signifikante Unterschiede an (0,05 ≥ p)

Die Positivkontrollgruppe mit dem höchsten Zuwachs setzte während des gesamten Versuchsdurchganges 9407 g Trockensubstanz an. Dies entsprach einem Trockensubstanzgehalt des Zuwachses von 36 %, während der Trockensubstanzgehalt des Zuwachses der Gruppen HNH ( 7264 g) und NNH (5877 g) 35 % resp. 34 % betrug.

↓133

Somit wiesen die realimentierten Lämmer der Gruppen HNH und NNH einen höheren Wassergehalt im Zuwachs auf, aber nur der Unterschied zwischen der NNH- Gruppe und der Positivkontrollgruppe war signifikant (p≤0,01). Die Negativkontrollgruppe erreichte 4401 g Trockensubstanz während 165 Versuchstagen, dies entsprach einem Trockensubstanzgehalt von 34 %.

Die signifikanten Mengendifferenzen für Rohprotein und Rohasche zwischen den Fütterungsgruppen (Tabelle 41) werden bei Betrachtung der mengenunabhängigen Gehaltswerte für Rohprotein und Rohasche vollständig niviliert, so dass keine signifikanten Differenzen bestehen (Abb. 11). Nur beim Fettgehalt und dem Trockensubstanzanteil treten teilweise signifikante Unterschiede auf, die auf den hohen Fettanteil der HHH Gruppe zurückzuführen sind.

Es bestanden keine signifikanten Unterschiede (p≤0,05) zwischen den vier Versuchsgruppen hinsichtlich des Rohprotein- und Rohaschegehaltes.

↓134

Abb. 11: Chemische Zusammensetzung des Zuwachses (%) während des gesamten Versuchszeitraumes (165 Tage)


Fußnoten und Endnoten

4  LSQ-Mittelwerte und Standartfehler siehe Tab. A 48

5  LSQ-Mittelwerte und Standartfehler siehe Tab. A 49

6  LSQ-Mittelwerte und Standartfehler siehe Tab. A 50

7  ohne Kopf, Fell und Füße

8  ohne Kopf, Fell und Füße



© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
DiML DTD Version 4.0Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML-Version erstellt am:
21.09.2006