Bert, Müller: Einfluß der Laserstrahlformung auf Hornhautprofil und Oberflächenrauheit bei der photorefraktiven Keratektomie mit dem 193 nm Excimer Laser

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Kapitel 2. Begründung des Themas

Die Excimer Laser PRK zur Korrektur der geringen bis moderaten Myopie wird weltweit als ein wissenschaftlich anerkanntes und im Vergleich zu den anderen Methoden der refraktiven Chirurgie, als ein präzises Verfahren angesehen. Es werden hohe Anforderungen an die Qualität des Laserstrahles gestellt, um mit einer präzisen und reproduzierbaren Ablation, durch Formveränderung der Hornhaut, die angestrebte Brechkraftänderung zu erzielen. Die Genauigkeit der PRK nimmt erfahrungsgemäß mit steigender Ablationstiefe ab. Es werden epitheliale und stromale Wundheilungsvorgänge initiiert, die die Zusammensetzung und Architektur des Hornhautstromas und damit das refraktive Ergebnis und seine Stabilität verändern. Die theoretische Grundlage der kornealen Profiländerung durch die Photoablation mit dem Excimer Laser, wurde theoretisch aus der Kontaktlinsenkorrektur übertragen und modifiziert. Die Laserstrahlen werden in unterschiedlicher zeitlicher und räumlicher Folge, unter der Verwendung verschiedenster Blendenarten, auf die Hornhaut appliziert. Sie erzeugen spezifische Wechselwirkungen mit der Hornhaut, die fokale Unterschiede in der Ablationsrate und damit auch refraktiv wirksame Abweichungen vom angestrebten, ideal sphärischen Profil induzieren können. Darüber hinaus hinterläßt jedes Laserstrahlformungssystem, in Abhängigkeit der Ablationstiefe, ein spezifisches Ablationsmuster auf der Hornhautoberfläche, das den epithelialen und stromalen Heilungsprozeß beeinflussen kann. Optische und mechanische Meßmethoden an biologischen und nichtbiologischen Modellen ermöglichen die Untersuchung der Laserstrahlparameter, w. z. B. die Abtragrate, Intensitätsverteilung, Homogenität, Stabilität und Reproduzierbarkeit, um die Ergebnisse an Hand von Nomogrammen oder Analogieschlüssen auf die Verhältnisse der humanen Hornhaut zu übertragen. Die computergestützte Videokeratographie ist die Referenzmethode in der prä- und postoperativen Kontrolle. Dieses Verfahren ist aber wegen der rauhen, stark lichtstreuenden stromalen Oberfläche nicht geeignet, den erreichten Effekt während oder unmittelbar nach der Behandlung einzuschätzen. Es existieren nur wenige Verfahren, die die Beurteilung des Profils und der Rauheit der stromalen Oberfläche und somit einen objektiven Vergleich verschiedener Lasersysteme erlauben. Online Meßverfahren befinden sich in der experimentellen Erprobungssphase und stehen zur Zeit im Alltag nicht zur Verfügung. Licht- und elektronenmikroskopische Meßmethoden sind durch die Überlagerung von Präparationsartefakten kompliziert


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und erlauben darüber hinaus nur einen qualitativen Vergleich. Bachmann et al beschrieben die Rauheit der Hornhautoberfläche nach der Excimer Laser PRK mit einem dynamisch fokussierenden optischen Sensor (UBM Microfocus) [ 3 , 4 , 5 ]. Mit diesem Sensor können, im Rahmen der Qualitätssicherung, die wichtigen kornealen Parameter, Hornhautradius, Profilabweichungen von der Ideallinie und die Rauheit der kornealen Oberfläche, unmittelbar nach der Ablation am biologischen Modell bestimmt und entsprechende Modifikationen am System vorgenommen werden, um ein möglichst sphärisches, homogenes Ablationsprofil mit einer akzeptablen Rauheit zu erzielen. Es wurden Duplikate (Silikonabgüsse) der behandelten Hornhäute mit dem UBM Sensor vermessen. In der hier vorliegenden Arbeit wurden die Ablationsparameter nach Excimer Laser PRK zur Korrektur der Myopie mit zwei verschiedenen, im klinischen Einsatz befindlichen Lasern, die sich in der Laserstrahlformung und -führung unterscheiden, am biologischen Modell verglichen.

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Wed Feb 13 19:32:05 2002