2 Herleitung der Aufgabenstellung

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Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stand die mesenteriale Mikrozirkulation bei Endotoxinämie, da die mesenteriale Mikrozirkulation neben der intestinalen eine ausschlaggebende Rolle für die Genese und den Verlauf des septischen Multiorganversagens einnimmt. Die Verbesserung der Mikrozirkulation führt zu einer Stabilisierung des Gesamtzustandes.

Wichtige Mediatoren bei der Pathogenese der Sepsis sind die freien Sauerstoffradikale. Der Einsatz von Antioxidantien könnte daher eine sinnvolle Therapiestrategie sein.

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Zunächst wurden die Substanzen N-Acetylcystein und Tirilazad Mesylat in Voruntersuchungen unserer Arbeitsgruppe unter dem gleichen Versuchsaufbau bei Einzelgabe getestet. Veröffentlichte Ergebnisse liegen dazu noch nicht vor, lassen aber auf positive Effekte auf die mesenteriale Mikrozirkulation schließen, insbesondere auf die Leukozyten-Endothel-Interaktion und die Plasmaextravasation. Sie stellen pathogenetisch für die Sepsis entscheidende Prozesse der Mikrozirkulation dar. Neben diesem Aspekt und den beschriebenen klinischen Untersuchungsergebnissen der beiden Substanzen wurden sie in unserem Versuchsaufbau kombiniert eingesetzt und die Veränderung in der mesenterialen Mikrozirkulation untersucht.

Explizit wurde die Beeinflussbarkeit der Leukozyten-Endothel-Interaktion und der Plasmaextravasation im Mesenterium untersucht. Daneben wurden die für die Pathogenese wichtigen Mediatoren TNF-α, IL-1β, IL-6 und IL-10 mit in Betracht gezogen.

In der verfassten Arbeit sollten folgende Fragen beantwortet werden:

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  1. In welchem Maß werden durch die Therapie mit N-Acetylcystein in Kombination mit Tirilazad Mesylat die mesenteriale Plasmaextravasation und die Leukozytenadhärenz beeinflusst?
  2. Inwieweit werden die Plasmaspiegel der Entzündungsmediatoren TNF-α, IL-1β, IL-6 und
    IL-10 bei Endotoxinämie durch die Gabe der Antioxidantienkombination beeinflusst?
  3. Führt die Gabe der Substanzkombination bei Endotoxinämie auch zur Veränderungen der Leukozytenzahl im peripheren Blut?


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24.01.2007