4 Ergebnisse

↓49

4.1  Intravitalmikroskopie

4.1.1  Extravasation

↓50

In allen Versuchsgruppen gab es keine signifikante Veränderung der Plasmaextravasation über die Versuchszeit. Es gab auch keinen signifikanten Unterschied der Plasmaextravasation zwischen den Versuchsgruppen. Tendenziell konnte man allerdings einen Anstieg der Plasmaextravasation in allen Versuchsgruppen beobachten.

Abbildung 4: Plasmaextravasation

4.1.2 Leukozytenadhärenz

4.1.2.1  Temporär adhärente Leukozyten

In allen Gruppen gab es weder eine signifikante Veränderung der Anzahl der temporär adhärenten Leukozyten über die Versuchszeit, noch lag ein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen vor. Im Durchschnitt blieb der Rollerflow bei ca. 7 Leukozyten/min in allen Gruppen konstant.

↓51

Abbildung 5: Anzahl der temporär adhärenten Leukozyten (Roller)

4.1.2.2 Fest adhärente Leukozyten

Die Anzahl fest adhärierender Leukozyten in der Endotoxingruppe unterschied sich über die Versuchszeit signifikant von der in der Kontroll- (p<0,001) und der NAC/TM-Gruppe (p<0,001). In der Endotoxingruppe war am Messzeitpunkt 1 Stunden eine signifikante Zunahme der Anzahl der fest adhärenten Leukozyten gegenüber der Kontroll- (p<0,001) und der NAC/TM-Gruppe (p=0,001), sowie gegenüber den Ausgangswerten zu verzeichnen (p=0,009). In der Kontroll- und der NAC/TM-Gruppe unterschieden sich die Anzahl der Sticker über die Versuchszeit nicht signifikant voneinander. In der Kontrollgruppe lag am Messzeitpunkt 1 Stunde eine signifikante Reduktion der Sticker im Vergleich zu den Ausgangswerten vor (p=0,028).

Abbildung 6: Anzahl der fest adhärente Leukozyten (Sticker)

(Sticker) a p<0,001 Endotoxin vs. Kontrolle; b p=0,001 Endotoxin vs. NAC/TM, c p=0,009
Endotoxin vs. Endotoxin 0h, d p=0,028 Kontrolle vs. Kontrolle 0h, e p=0,001 Endotoxin vs. Kontrolle, f p=0,013 Endotoxin vs. Endotoxin 0h

4.2 Laborparameter

4.2.1  Leukozytenzahl

↓52

In den mit LPS behandelten Gruppen kam es während der Endotoxinämie zu einer signifikanten Reduktion der Leukozyten im peripheren Blut im Vergleich zu der Kontrollgruppe
(jeweils p<0,001). Die Endotoxin- und NAC/TM-Gruppe unterschieden sich dabei nicht signifikant voneinander. Am Messzeitpunkt 3 Stunden lag in diesen Gruppen eine signifikante Reduktion der Leukozyten im Vergleich zu ihren jeweiligen Ausgangswerten vor (jeweils p=0,005). In der Kontrollgruppe lag die Leukozytenzahl am Messzeitpunkt 1,5 Stunden mit annähernd dem zweifachen des Ausgangswertes signifikant höher als am Messzeitpunkt
0 Stunden (von ca. 7 auf ca. 13 Gpt/l, p=0,007). Am Messzeitpunkt 3 Stunden lag die Leukozytenzahl in der Kontrollgruppe wieder bei Werten des Ausgangsniveaus.

Abbildung 7: Leukozytenzahl

a p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, b p<0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, c p=0,007 Kontrolle vs. Kontrolle 0h, d p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, e p=0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, f p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, g p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h

4.2.2 TNF-α

In den mit LPS behandelten Gruppen kam es während der Endotoxinämie zu signifikant höheren TNF-α-Konzentrationen im Vergleich zu der Kontrollgruppe (p<0,001) und im Vergleich zu den Ausgangswerten (p jeweils p=0,005). Die Endotoxin- und NAC/TM-Gruppe unterschieden sich dabei nicht signifikant voneinander. Am Messzeitpunkt 3 Stunden lagen die TNF-α-Konzentrationen in den mit LPS behandelten Gruppen signifikant niedriger als am Messzeitpunkt
2 Stunden (jeweils p=0,005), jedoch noch signifikant höher als ihre jeweiligen Ausgangswerte
(p jeweils=0,005). In der Kontrollgruppe lagen am Messzeitpunkt 1,5 Stunden signifikant höhere TNF-α-Konzentrationen als am Messzeitpunkt 0 Stunden vor (p=0,005), allerdings lagen sie signifikant unter den Konzentrationen der mit LPS behandelten Gruppen (p jeweils <0,001).

↓53

Abbildung 8: TNF-α-Konzentrationen

a p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, b p<0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, c p=0,005 Kontrolle vs. Kontrolle 0h, d p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, e p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h, f p<0,001 Endotoxin vs. Kontrolle, g p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, h p<0,001 NAC/TM vs. Kontrolle, i p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h

4.2.3 Interleukin-1β

In den mit LPS behandelten Gruppen kam es über die Versuchszeit zu signifikanten Anstiegen der IL-1β-Konzentrationen im Vergleich zu der Kontrollgruppe (jeweils p<0,001). Auch gegenüber den Ausgangswerten kam es in diesen Gruppen zu signifikanten Anstiegen der
IL-1β-Konzentrationen (jeweils p=0,005). Am Messzeitpunkt 3 Stunden lagen in den mit LPS behandelten Gruppen ca. 10fach höhere IL-1β-Konzentrationen im Vergleich zu den Ausgangswerten vor (jeweils p=0,005). In der Kontrollgruppe kam es über die Versuchszeit zu keinen signifikanten Änderungen der IL-1β-Konzentrationen.

Abbildung 9: Interleukin-1β-Konzentrationen

a p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, b p=<0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, c p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, d p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h, e p=<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, f p<0,005 Kontrolle vs. NAC/TM, g p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, h p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h

4.2.4 Interleukin-6

↓54

In den mit LPS behandelten Gruppen stiegen die IL-6-Konzentrationen über die Versuchszeit im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant an (jeweils p<0,001). Im Vergleich zu den Ausgangswerten lagen in diesen Gruppen am Messzeitpunkt 2 Stunden signifikante Erhöhungen der IL-6-Konzentrationen um ca. das 100fache vor (jeweils p=0,005). Die IL-6-Konzentrationen lagen in der Endotoxingruppe am Messzeitpunkt 3 Stunden signifikant unter der
NAC/TM-Gruppe (p<0,001). In der Kontrollgruppe lagen die IL-6-Konzentrationen an den Messzeitpunkten 2 und 3 Stunden signifikant bei ca. 3-4fach erhöhten Werten im Vergleich zu den Ausgangswerte (p=0,005).

Abbildung 10: Interleukin-6-Konzentrationen

a p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, b p<0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, c p=0,005 Kontrolle vs. Kontrolle 0h, d p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, e p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h, f p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, g p<0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, h p=0,005 Kontrolle vs. Kontrolle 0h, i p=0,001 Endotoxin vs. NAC/TM

4.2.5 Interleukin-10

Die IL-10-Konzentrationen stiegen über die Versuchszeit in der Endotoxin- und
NAC/TM-Gruppe signifikant gegenüber der Kontrollgruppe an (jeweils p<0,001). Auch im Vergleich zu den Ausgangswerten lagen in diesen Gruppen signifikante Erhöhungen der
IL-10-Konzentrationen vor (jeweils p=0,005). Dabei unterschieden sich die beiden Gruppen nicht signifikant voneinander. In der Kontrollgruppe waren im Vergleich zu den
LPS-behandelten Gruppen geringere, aber signifikante Anstiege der IL-10-Konzentrationen am Messzeitpunkt 1,5 Stunden im Vergleich zu den Ausgangswerten zu beobachten (p=0,005). Am Messzeitpunkt 3 Stunden lagen die IL-10-Konzentrationen in allen Gruppen signifikant höher als ihre jeweiligen Ausgangswerte (jeweils p=0,005).

↓55

Abbildung 11: Interleukin-10-Konzentrationen

a p=0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, b p<0,001 Kontrolle vs. NAC/TM, c p=0,005 Kontrolle vs. Kontrolle 0h, d p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, e p=0,005 NAC/TM vs. NAC/TM 0h, f p<0,001 Kontrolle vs. Endotoxin, g p<0,005 Kontrolle vs. NAC/TM, h p=0,005 Kontrolle vs. Kontrolle 0h

4.3 Hämodynamik

4.3.1  Mittlerer arterieller Blutdruck

Bei allen Tieren mit Endotoxinbelastung war am Messzeitpunkt 30 Minuten ein tendenzieller Blutdruckabfall zu beobachten. Es bestand allerdings weder eine Signifikanz im Vergleich zu den jeweiligen Ausgangswerten noch im Vergleich zur Kontrollgruppe. Der MAP sank im Durchschnitt nicht unter 90 mmHg.

Abbildung 12: Mittlerer arterieller Blutdruck (MAP)

4.3.2 Herzfrequenz

↓56

Am Ende des Versuches lagen die Herzfrequenzen der mit Endotoxin behandelten Gruppen bei ca. 390/min im Vergleich zur Kontrollgruppe mit 330/min signifikant höher (p=0,003 bzw. p=0,004). Auch im Vergleich zu den Ausgangswerten lag eine signifikante Erhöhung vor. In der Kontrollgruppe kam es ab dem Messzeitpunkt 1,5 Stunden zu einem tendenziellen Herzfrequenzabfall.

Abbildung 13: Herzfrequenz (HF)

a p=0,003 Kontrolle vs. Endotoxin, b p=0,004 Kontrolle vs. NAC/TM, c p=0,005 Endotoxin vs. Endotoxin 0h, d p=0,008 NAC/TM vs. NAC/TM 0h

4.3.3 Atemfrequenz

In den Atemfrequenzverläufen der 3 Gruppen ließen sich keine signifikanten Veränderungen über die Versuchszeit nachweisen. Bereits in den Ausgangswerten lagen große Differenzen in den Medianen der 3 Gruppen vor.

↓57

Abbildung 14: Atemfrequenz (AF)


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24.01.2007