Aus dem
Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie
der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin

DISSERTATION

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei gastroösophagealer Refluxerkrankung

Zur Erlangung des akademischen Grades
Doctor rerum medicarum (Dr. rer. medic.)

vorgelegt der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin

von Marc Nocon
aus Dortmund

Dekan: Prof. Dr. med. Martin Paul

Gutachter:
1. Prof. Dr. S. N. Willich
2. Prof. Dr. P. Malfertheiner
3. Prof. Dr. A. Leodolter

Datum der Promotion: 13. Februar 2006

Zusammenfassung

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung (GERD) unter „usual care“ Bedingungen über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Insgesamt wurden 6215 Patienten mit GERD in die Studie eingeschlossen und vier bis acht Wochen mit einem Protonenpumpenhemmer behandelt. Danach begann die Beobachtungsphase, in der keine weiteren Vorgaben zur Behandlung gemacht wurden. Die Lebensqualität wurde mit dem Short Form 36 (SF-36) und dem Quality of Life in Reflux and Dyspepsia (QOLRAD) zu Studienbeginn, nach zwei Wochen und im Anschluss daran einmal jährlich erhoben.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Lebensqualität von Patienten mit GERD im Vergleich zur Normpopulation deutlich eingeschränkt war. Nach zweiwöchiger Behandlung mit einem PPI stieg die Lebensqualität deutlich in allen gemessenen Bereichen. Nach 12 und 24 Monaten lag die Lebensqualität unter den Werten unmittelbar nach der Behandlungsphase, aber noch immer deutlich über den Ausgangswerten. Die Verbesserung der Lebensqualität war vor allem abhängig von einer Verbesserung der Symptome.

Mit dem krankheitsspezifischen Messinstrument QOLRAD konnte die Veränderungen in der Lebensqualität der Patienten genauer erfasst werden als mit dem SF-36. Daher sollte bei Studien zur Lebensqualität bei GERD, insbesondere wenn Therapieeffekte gemessen werden sollen, möglichst ein krankheitsspezifisches Messinstrument zum Einsatz kommen.

Eigene Schlagworte: gastroösophageale Refluxerkrankung, Sodbrennen, Lebensqualität, SF-36, QOLRAD, ProGERD

Abstract

The aim of this study is to analyse the health-related quality of life in patients with gastro-eosophageal reflux disease (GERD) under routine over a period of two years.

6215 patients with physician diagnosed GERD have been recruited. All patients received treatment with a proton pump inhibitor for four to eight weeks. Afterwards they entered the follow-up, and their treatment is at the discretion of their physicians. Quality of life was assessed with the questionnaires Short Form 36 (SF-36) and Quality of Life in Reflux and Dyspepsia (QOLRAD) at baseline, two weeks, and after one and two years.

At baseline, quality of life in patients with GERD was lower than in the norm population. After two weeks treatment with PPI, quality of life improved in all dimensions. After 12 and 24 months, quality of life was lower than after two weeks, but significantly better than at baseline. The improvement of quality of life was particulary correlated with symptom improvement.

Changes in quality of life could be more accurately described with the QOLRAD than with the SF-36. Therefore, studies on health related quality of life in GERD patients should include a disease specific questionnaire.

Keywords: gastro-eosophageal reflux disease, heartburn, quality of life, SF-36, QOLRAD, ProGERD

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23.05.2006