3 Ergebnisse

3.1 Rücklaufquoten

▼ 22 

Insgesamt wurden 6215 Patienten in die Studie eingeschlossen. An der Befragung nach einem Jahr nahmen 5575 Patienten (90%) teil, an der Befragung nach zwei Jahren 5321 Patienten (86%). Zur Baseline liegen für alle Patienten endoskopische und histologische Daten vor. Bei den Nachuntersuchungen im zweiten Jahr nach Studienbeginn konnten für 3896 Patienten (63%) endoskopische und für 3654 Patienten (59%) histologische Daten erhoben werden. Aufgrund fehlender oder unvollständiger Angaben bezüglich einzelner Variablen in den Fragebögen, kann die Fallzahl bei den Auswertungen nach unten abweichen.

3.2 Die ProGERD Population zu Studienbeginn

Tabelle 4 stellt die wesentlichen soziodemografischen und anamnestischen Variablen der ProGERD Population dar. Zur Baseline waren 29% der Patienten schon fünf Jahre oder länger erkrankt, 11% hatten seit über zehn Jahren GERD. Mehr als die Hälfte der Population hatte weitere Erkrankungen, der größte Teil davon Erkrankungen des Herz-Kreislauf Systems. Insgesamt hatten 11% der Stichprobe eine Barrett Schleimhaut. Diese Komplikation kann sowohl bei nicht-erosivem als auch bei erosivem GERD auftreten. Mit 83% waren allerdings die meisten Barrett Patienten in der Gruppe der erosiven Refluxerkrankung. Eine Infektion mit H. pylori wiesen 26% der Patienten auf. Patienten mit nicht-erosiven GERD waren häufiger mit H. pylori infiziert als Patienten mit milder oder schwerer erosiver Refluxerkrankung (NERD: 29%, LA A/B: 25%, LA C/D: 19%, p < 0.001).

Tabelle 4: ProGERD Population zu Studienbeginn

ProGERD Population Baseline

N =

6215

Geschlecht (männlich)

53%

Alter (Mittelwert ± SD)

54 ± 14

Schulbildung

Hauptschule
Realschule
Abitur

57%
28%
14%

z.Zt. ausgeübter Beruf

keiner
berufstätig
berentet

17%
48%
35%

Allein lebend

19%

BMI (Mittelwert ± SD)

normal
übergewichtig
adipös

27 ± 4

33%
47%
20%

Rauchverhalten

Nichtraucher
Ex-Raucher
Raucher

44%
33%
23%

Alkoholkonsum

62%

Dauer der GERD Erkrankung

bis 1 Jahr
ein bis fünf Jahre
über fünf Jahre

32%
39%
29%

GERD in der Familie

26%

Frühere Einnahme von PPI

44%

Einnahme von NSAID

26%

Extraösophageale Erkrankungen

37%

Begleiterkrankungen

56%

GERD Kategorie

NERD
LA A/B
LA C/D

48%
42%
10%

Barrett

11%

3.3 Die GERD Symptome bei Studienbeginn

▼ 23 

In der Population waren das brennende Gefühl hinter dem Brustbein und unangenehmes Aufstoßen von Mageninhalt die am häufigsten genannten Symptome. Auffällig ist weiterhin, dass ein beträchtlicher Prozentsatz von Patienten keines der typischen GERD Symptome nannte. Etwa 25% der Patienten litt täglich an Sodbrennen oder Aufstoßen (Tabelle 5).

Tabelle 5: Häufigkeit von GERD Symptomen/Woche, Mittelwerte und Standardabweichungen (SD), (N = 6215)

 

Gar nicht

An einem Tag

An 2–3 Tagen

An 4–6 Tagen

Täglich

Mittelwert/ SD

Brennendes Gefühl hinter dem Brustbein

25.3%

9.2%

26.1%

12.9%

26.4%

2.1 ± 1.5

Schmerzen hinter dem Brustbein

45.8%

12.3%

18.7%

8.6%

14.6%

1.3 ± 1.5

Brennendes Gefühl im Zentrum des Oberbauchs

33.6%

10.7%

22.7%

12.5%

20.5%

1.8 ± 1.5

Schmerzen im Zentrum des Oberbauchs

40.7%

12.3%

20.6%

10.1%

16.3%

1.5 ± 1.5

Säuerlicher Geschmack im Mund

30.3%

13.3%

21.7%

11.8%

22.9%

1.8 ± 1.5

Unangenehmes Aufstoßen von Mageninhalt

19.6%

15.5%

24.6%

12.9%

27.4%

2.1 ± 1.5

Auch beim Schweregrad bereiteten Sodbrennen und Aufstoßen die stärksten Beschwerden. Der größte Teil der Patienten stuft die Symptome als mäßig oder mäßig bis stark ein (Tabelle 6). Sowohl bezüglich der Häufigkeit als auch des Schweregrades fällt auf, dass das saure Aufstoßen von Mageninhalt noch vor dem Sodbrennen genannt wird.

▼ 24 

Tabelle 6: Schweregrad der GERD Symptome, Mittelwerte und Standardabweichungen (SD),
(N = 6215)

 

Gar nicht

Sehr leicht

Leicht

Mäßig

Mäßig - Stark

Stark

Mittelwert/ SD

Brennendes Gefühl hinter dem Brustbein

25.5%

3.4%

11.8%

22.8%

25.5%

10.9%

2.5 ± 1.7

Schmerzen hinter dem Brustbein

43.6%

4.2%

11.9%

18.1%

15.7%

6.4%

1.8 ± 1.8

Brennendes Gefühl im Zentrum des Oberbauchs

32.6%

4.4%

13.1%

21.9%

19.7%

8.3%

2.2 ± 1.8

Schmerzen im Zentrum des Oberbauchs

39.0%

4.9%

13.1%

19.3%

16.6%

7.1%

1.9 ± 1.8

Säuerlicher Geschmack im Mund

29.4%

7.6%

15.2%

20.2%

16.7%

10.9%

2.2 ± 1.8

Unangenehmes Aufstoßen von Mageninhalt

19.4%

6.1%

15.2%

22.7%

21.8%

14.7%

2.7 ± 1.7

3.4 Die Entwicklung der Lebensqualität

3.4.1 SF-36

Die generische und krankheitsspezifische Lebensqualität wurden zu Studienbeginn, nach zwei Wochen und danach jährlich erfasst. Zum Vergleich sind in Abbildung 2 die Werte der deutschen Normpopulation ebenfalls dargestellt [Bullinger, 98d]. Durch die Behandlung mit Esomeprazol zeigte sich nach zwei Wochen ein deutlicher Anstieg der Lebensqualität auf das Niveau der Normpopulation. Lediglich bei der emotionalen Rollenfunktion lag die Lebensqualität der GERD Patienten noch in einem klinisch relevanten Maß unter der der Normpopulation.

Dieses Niveau sank nach einem Jahr wieder ab, blieb aber höher als zu Studienbeginn. Im zweiten Jahr zeigte sich wieder ein leichter Anstieg der Lebensqualität. Die deutlichsten Verbesserungen im Vergleich zur Baseline gab es bei den Schmerzen und den Rollenfunktionen. Mit Ausnahme der physischen Funktionsfähigkeit war der Zuwachs an Lebensqualität auf allen Skalen klinisch relevant.

▼ 25 

Abbildung 2 Verlauf der generischen Lebensqualität (SF-36, aufgrund fehlender Werte N = 6065 [Baseline] bis N = 5279 [Jahr 2]) und Normpopulation; höhere Werte kennzeichnen bessere Lebensqualität

3.4.2 QOLRAD

Entsprechend der generischen Lebensqualität war auch die krankheitsspezifische Lebensqualität zu Baseline eingeschränkt. Allerdings wiesen alle Subskalen des QOLRAD eine leicht linksschiefe Verteilung auf, das heißt die Patienten hatten meist keine starken Einschränkungen durch die Refluxerkrankung. Die deutlichsten Beeinträchtigungen der Lebensqualität traten im Bereich der Ernährung und der Vitalität auf, wohingegen 55% der Patienten keine oder fast keine Beeinträchtigungen ihrer körperlichen oder sozialen Funktionen verspürten. Auch beim QOLRAD zeigte sich eine Verbesserung nach der zweiwöchigen Behandlungsphase, gefolgt von einer leichten Verschlechterung nach einem Jahr und einer Stabilisierung beziehungsweise leichten Verbesserung nach zwei Jahren. Die Verbesserung nach der Heilungsphase war auf allen Skalen klinisch relevant. Am ausgeprägtesten waren die Verbesserungen im Bereich der Ernährung und der Vitalität (Abbildung 3).

Abbildung 3:Verlauf der krankheitsspezifischen Lebensqualität (QOLRAD, aufgrund fehlender Werte N = 6070 [Baseline] bis N = 5288 [Jahr 2]); höhere Werte kennzeichnen bessere Lebensqualität

3.5 Einflussfaktoren der Lebensqualität zu Baseline

3.5.1 SF-36

▼ 26 

Zunächst werden die Ergebnisse der einzelnen Subgruppenanalysen dargestellt (Tabelle 7). Frauen hatten über alle gemessenen Bereiche hinweg eine niedrigere Lebensqualität als Männer. Steigendes Alter war negativ mit den physischen Aspekten der Lebensqualität assoziiert, mit der psychischen Lebensqualität hingegen positiv. Höheres Bildungsniveau war durchgängig mit höherer Lebensqualität assoziiert. Für die Lebensstilfaktoren zeigte sich eine niedrigere Lebensqualität bei Personen mit Adipositas, insbesondere bei der körperlichen Funktionsfähigkeit. Alkoholkonsum war über sämtliche erfassten Bereiche mit höherer Lebensqualität verknüpft, Raucher hingegen hatten eine tendenziell niedrigere Lebensqualität. Erwartungsgemäß beeinträchtigten die Häufigkeit und der Schweregrad der GERD Symptome die gesundheitsbezogene Lebensqualität bezüglich aller Bereiche, besonders ausgeprägt für die Skalen Vitalität und Schmerz. Einen deutlichen negativen Zusammenhang gab es auch bei vorliegenden extraösophagealen Symptomen. Die weiteren Begleiterkrankungen beeinträchtigten hingegen vor allem die körperlichen Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Entsprechend zeigten sich die deutlichsten Einschränkungen bei der körperlichen Funktionsfähigkeit. Weitgehend irrelevant für die Lebensqualität war die physische Schwere der Erkrankung: Patienten mit einer LA Klassifikation von C oder D unterschieden sich kaum bis gar nicht von Patienten mit milder Ösophagitis oder NERD. Zwar ergab sich auf der psychischen Summenskala ein signifikanter Unterschied, der allerdings klinisch nicht bedeutsam war. Auch die Infektion mit H. pylori hatte keinen Einfluss auf die Lebensqualität. Das Vorliegen einer Barrett Schleimhaut war negativ mit psychischem Wohlbefinden und Vitalität assoziiert, aber die Unterschiede waren gering. Patienten, die bereits vor der Studie Medikamente gegen GERD eingenommen hatten, wiesen insbesondere bei den physischen Subskalen eine niedrigere Lebensqualität auf. Auch bezüglich NSAID zeigte sich eine reduzierte Lebensqualität bei Patienten mit Medikamenteneinnahme im Monat vor der Befragung.

Tabelle 7: Mittelwerte und Standardabweichungen der SF-36 Skalen nach Subgruppen, Baseline (aufgrund fehlender Werte N = 6065 bis N = 5835)

 

AGES

KÖFU

PSYC

SOFU

VITA

EMRO

KÖRO

SCHM

PSK

KSK

Geschlecht

Männer

Frauen

55±19

52±20

80±21

71±24

63±21

58±22

77±24

74±26

52±22

45±22

69±40

59±44

65±39

55±42

53±23

48±24

46±12

43±12

44±9

42±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Alter

bis 40

40 bis 60

über 60

59±19

53±20

52±19

83±18

77±23

70±25

59±22

60±22

64±22

75±26

75±25

78±24

46±22

48±22

52±22

67±40

64±42

64±43

67±38

61±40

56±43

51±24

49±23

52±23

43±12

44±12

47±12

46±8

43±9

41±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.046

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Ausbildung

Hauptschule

Realschule

Abitur

52±20

56±19

58±19

73±24

79±21

83±19

60±22

62±21

64±20

75±25

76±25

79±23

48±22

48±22

52±21

62±43

67±41

70±40

57±42

63±39

69±38

49±23

52±23

56±24

44±12

45±12

46±12

42±9

44±8

46±8

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.002

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.088

<0.001

Berufstätig

ja

nein

berentet

58±19

50±20

51±19

82±19

72±24

69±25

61±21

56±22

63±22

77±25

72±25

77±24

49±22

46±21

51±22

68±40

57±44

63±44

67±38

55±41

54±43

52±24

47±23

51±23

44±12

42±13

46±12

45±8

42±9

41±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Allein lebend

nein

ja

54±19

52±20

77±22

71±26

62±21

58±22

76±24

74±26

49±22

47±22

66±42

59±44

62±40

56±42

51±23

49±24

45±12

43±12

44±9

42±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.003

0.001

<0.001

<0.001

0.037

<0.001

<0.001

BMI

bis 25

25 - 30

über 30

54±20

54±19

52±19

79±22

76±23

69±25

60±22

62±21

60±22

75±25

77±24

75±25

48±22

50±22

47±22

64±42

66±42

61±43

61±40

62±40

56±42

52±24

51±23

48±23

44±12

45±12

44±12

44±9

43±9

41±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

0.007

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Alkoholkonsum

nein

ja

50±20

56±19

70±25

79±21

57±23

63±21

73±26

78±24

45±22

51±21

58±44

68±41

53±42

65±39

47±24

53±23

43±12

46±12

41±9

44±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Rauchen

nein

ex-Raucher

ja

53±20

55±19

54±19

75±24

77±23

76±23

62±22

63±21

57±22

76±25

78±23

73±26

50±22

51±22

44±22

64±43

68±41

61±43

60±41

63±40

58±40

52±23

52±23

46±23

45±12

46±12

42±12

43±9

44±9

43±9

P-WERT

0.016

0.005

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.002

<0.001

<0.001

0.044

Dauer GERD

bis 1 Jahr

1 - 5 Jahre

über 5 Jahre

55±20

54±20

53±19

76±23

76±23

74±24

61±22

61±21

61±22

75±25

77±24

76±25

48±22

49±22

49±22

63±42

66±42

64±42

60±40

61±41

60±41

51±24

51±23

49±23

44±12

45±12

45±12

44±9

43±9

42±9

P-WERT

0.001

0.001

0.712

0.031

0.412

0.269

0.613

0.025

0.072

<0.001

GERD in Familie

nein

ja

54±20

55±19

75±24

76±22

61±22

60±21

76±25

75±25

49±22

47±21

65±42

65±41

60±41

61±30

51±23

50±23

45±12

44±12

43±9

43±9

P-WERT

0.125

0.190

0.078

0.391

0.006

0.994

0.730

0.394

0.066

0.148

RDQ Häufigkeit

niedrig

mittel

boch

59±19

54±19

48±20

82±20

76±22

67±26

67±20

61±20

53±22

82±22

76±24

67±27

55±21

49±21

41±22

75±37

65±42

52±44

72±37

60±40

47±42

60±23

51±22

39±20

48±11

45±12

41±12

46±8

43±8

39±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere

niedrig

mittel

boch

59±19

54±19

48±19

82±20

76±22

67±25

67±20

61±21

53±22

83±22

77±24

67±26

55±21

49±21

41±21

75±38

65±41

52±44

72±37

61±40

46±41

61±23

50±21

38±19

48±11

45±12

41±12

46±8

43±8

39±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome

nein

ja

56±19

50±19

78±22

72±24

62±22

59±22

78±24

73±26

51±22

46±22

68±41

58±43

64±40

54±41

52±24

48±23

45±12

43±12

44±9

42±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Begleiterkrankungen

nein

ja

58±19

51±19

81±20

71±25

62±21

60±22

77±24

75±25

50±22

48±22

68±41

62±43

67±39

55±42

52±23

49±23

45±12

45±12

45±8

42±9

P-WERT

<0.001

<0.001

0.001

0.007

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.599

<0.001

H. pylori

nein

ja

54±20

54±19

76±23

76±23

61±21

61±22

76±25

76±25

49±22

49±22

65±42

64±42

60±41

61±40

51±24

50±23

45±12

45±12

43±9

43±9

P-WERT

0.557

0.962

0.375

0.440

0.240

0.532

0.610

0.290

0.860

0.549

GERD Kategorie

NERD

A/B

C/D

54±19

54±20

54±20

76±23

75±24

75±23

60±21

62±22

62±21

75±25

76±25

77±23

48±22

49±22

51±21

63±42

66±42

64±43

60±40

61±41

61±41

51±23

50±23

49±24

44±12

45±12

45±12

44±9

43±9

43±9

P-WERT

0.523

0.831

0.004

0.294

0.010

0.024

0.870

0.149

<0.001

0.060

Barrett

nein

ja

54±19

53±20

76±23

74±24

61±22

64±21

76±25

78±23

48±22

52±22

64±42

66±42

60±41

60±42

51±24

51±23

44±12

46±12

43±9

42±9

P-WERT

0.511

0.169

<0.001

0.046

<0.001

0.508

0.969

0.982

<0.001

0.043

Einnahme von GERD

Med. vor Studie

nein

ja

57±19

53±19

78±22

75±24

63±22

60±22

77±25

75±25

50±22

48±22

67±41

63±43

63±40

59±41

53±24

50±23

45±12

44±12

44±9

43±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.049

0.001

0.001

<0.001

<0.001

0.018

<0.001

Einnahme von NSAID letzter Monat

nein

ja

55±19

50±19

78±22

70±26

62±21

59±22

77±24

73±26

50±22

46±22

66±41

60±44

63±40

52±42

52±24

47±24

45±12

44±12

44±9

41±10

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.011

<0.001

Tabelle 8 zeigt die signifikanten Einflussvariablen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, adjustiert für Alter, Geschlecht und Bildungsstand, aus den multivariaten Analysen. Frauen wiesen im physischen und im psychischen Bereich eine niedrigere Lebensqualität auf als Männer. Berufstätige Personen gaben eine höhere Lebensqualität an als Personen ohne Beruf. In einem geringeren Maße und überwiegend auf den physischen Skalen des SF-36 zeigte sich diese reduzierte Lebensqualität auch bei Rentnern. Allein lebende Personen hatten vor allem Einschränkungen in den psychischen Bereichen. Eine positive Assoziation mit allen Skalen des SF-36 hatte der Alkoholkonsum, wohingegen Raucher eine niedrigere Lebensqualität hatten.

▼ 27 

Wie schon bei den univariaten Analysen zeigte sich ein durchweg negativer Einfluss der Refluxsymptome. Je häufiger und je schwerer die Symptome waren, desto niedriger war die Lebensqualität. Dabei hatte der Schweregrad einen stärkeren Einfluss als die Häufigkeit. Extraösophageale Symptome waren ebenfalls mit einer niedrigeren Lebensqualität verknüpft. Begleiterkrankungen neben GERD beeinträchtigten insbesondere die psychischen Lebensbereiche. Unabhängig davon hatten Patienten, die im Monat vor der Befragung NSAID eingenommen hatten, eine niedrigere Lebensqualität. Keinen nennenswerten Einfluss auf die Lebensqualität hatte die Dauer der GERD Erkrankung, die Infektion mit H. pylori oder das Vorhandensein von Erosionen der Speiseröhre. Patienten mit Barrett Schleimhaut wiesen bessere Werte auf den psychischen Skalen auf. Die multivariate Analyse bestätigt diesbezüglich die Ergebnisse der univariaten Auswertungen.

Tabelle 8: Multivariates Modell zur Lebensqualität (SF-36), Baseline (Schätzer, 95% Konfidenzintervalle, P-Werte)

 

AGES

KÖFU

PSYC

SOFU

VITA

EMRO

KÖRO

SCHM

PSK

KSK

 

N=5524

N=5491

N=5470

N=5485

N=5423

N=5401

N=5490

N=5619

N=5245

N=5271

Geschlecht:

Frauen

 

-4.5

(-5.7, -3.3)

-2.6

(-3.8, -1.4)

 

-5.2

(-6.4, -4.0)

-5.0

(-7.5, -2.6)

-4.0

(-6.2,-1.7)

-1.2

(-2.5, -0.1)

-1.2

(-1.9, -0.5)

-0.7

(-1.2,-0.2)

P-WERT

 

<0.001

<0.001

 

<0.001

<0.001

0.001

0.045

0.001

0.004

Alter

 

-0.2

(-0.3, -0.1)

0.2

(0.1, 0.3)

0.1

(0.1, 0.2)

0.2

(0.1, 0.3)

  

0.1

(0.1, 0.2)

0.1

(0.1, 0.2)

0.1

(0.1, 0.2)

P-WERT

 

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

  

<0.001

<0.001

0.004

Ausbildung:

Real- versus Hauptschule

1.4

(0.2, 2.5)

 

1.5

(0.2, 2.7)

    

1.6

(0.4, 2.9)

  

P-WERT

0.019

 

0.024

    

0.012

  

Ausbildung:

Abitur versus Hauptschule

2.2

(0.7, 3.6)

3.3

(1.6, 4.9)

2.0

(0.3, 3.5)

    

4.1

(2.5, 5.7)

 

1.4

(0.7, 2.0)

P-WERT

0.004

<0.001

0.022

    

<0.001

 

<0.001

Beruf:

kein Beruf versus Beruf

-4.7

(-6.2, -3.2)

-3.5

(-5.1, -1.8)

-3.7

(-5.3, -2.0)

-3.3

(-5.2, -1.4)

 

-5.9

(-9.2, -2.6)

-6.9

(-9.9, -3.8)

-3.1

(-4.8, -1.5)

-1.4

(-2.3, -0.4)

-1.6

(-2.2, -0.9)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

 

<0.001

 

<0.001

0.004

<0.001

Beruf:

Berentet versus Beruf

-3.9

(-5.4, 2.4)

-6.5

(-8.2, -4.9)

   

-3.4

(-6.7, -0.1)

-9.6

(-12.7,-6.5)

-2.8

(-4.4, -1.1)

 

-2.8

(-3.5, -2.2)

P-WERT

<0.001

<0.001

   

0.044

 

0.001

 

<0.001

Allein lebend

-1.5

(-2.8, -0.3)

-3.0

(-4.4, -1.6)

-3.5

(-4.9, -2.1)

-1.9

(-3.5, -0.3)

-1.8

(-3.2, -0.4)

-3.9

(-6.2, -0.6)

  

-1.4

(-2.2, -0.6)

 

P-WERT

0.018

<0.001

<0.001

0.020

0.013

0.017

  

0.001

 

BMI

 

-0.5

(-0.6, -0.4)

0.2

(0.1, 0.3)

0.2

(0.1, 0.3)

    

0.1

(0.1, 0.2)

0.1

(0.1, 0.2)

P-WERT

 

<0.001

0.010

0.017

    

0.001

0.001

Alkoholkonsum

3.7

(2.7, 4.8)

3.8

(2.6, 5.0)

3.1

(1.9, 4.3)

3.2

(1.8, 4.6)

3.5

(2.3, 4.7)

4.4

(2.0, 6.8)

5.8

(3.5, 8.1)

2.6

(1.3, 3.8)

1.5

(0.8, 2.2)

1.4

(0.9, 1.8)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Rauchen:

Raucher versus Nicht-Raucher

 

-3.7

(-5.1, -2.2)

-2.9

(-4.4, -1.4)

 

-4.9

(-6.4, -3.4)

-4.8

(--7.7, -1.8)

-5.2

(-8.0, -2.4)

-3.6

(-5.1, -2.1)

-1.5

(-2.3, -0.6)

-1.2

(-1.7,-0.6)

P-WERT

 

<0.001

<0.001

 

<0.001

0.002

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

Dauer GERD:

1-5 Jahre versus 1 Jahr

   

2.1

(0.6, 3.6)

      

P-WERT

   

0.006

      

Dauer GERD:

> 5 Jahre versus 1 Jahr

   

2.4

(0.8, 4.1)

  

4.2

(1.6, 6.8)

   

P-WERT

   

0.003

  

0.001

   

RDQ Häufigkeit

-0.3

(-0.5, -0.1)

-0.4

(-0.7, -0.2)

-0.5

(-0.7, -0.2)

-0.4

(-0.7,-0.2)

-0.5

(-0.7, -0.2)

-0.9

(-1.4, -0.4)

-0.6

(-1.1, -0.2)

-0.4

(-0.6, -0.2)

-0.3

(-0.4, -0.1)

-0.2

(-0.3, -0.1)

P-WERT

0.001

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

<0.001

0.004

0.001

<0.001

0.001

RDQ Schwere

-0.6

(-0.8, -0.4)

-0.9

(-1.1, -0.7)

-0.9

(-1.1, -0.7)

-1.1

(-1.3, -0.9)

-0.9

(-1.1, -0.7)

-1.2

(-1.7,-0.8)

-1.8

(-2.2, -1.4)

-1.8

(-2.0, -1.6)

-0.4

(-0.5, -0.3)

-0.5

(-0.6, -0.4)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome

-3.5

(-4.5, -2.5)

-3.3

(-4.4, -2.2)

-2.6

(-3.7, -1.5)

-3.3

(-4.7, -2.1)

-3.6

(-4.7, -2.5)

-6.9

(-9.1, -4.6)

-5.5

(-7.6, -3.3)

-1.5

(-2.6, -0.4)

-1.8

(-2.4, -1.1)

-1.1

(-1.5, -0.6)

P-WERT

<0.001

 

<0.001

<0.001

<0.001

 

<0.001

0.010

<0.001

<0.001

Begleiterkrankungen

-4.7

(-5,8, -3,6)

-4.2

(-5.4, -3.0)

-2.1

(-3.3, -1.0)

 

-2.6

(-3.8, -1.4)

 

-5.0

(-7.3, -2.8)

-1.6

(-2.8, -0.3)

 

-1.6

(-2.1, -0.8)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

   

<0.001

0.012

 

<0.001

H. pylori

   

1.5

(0.1, 3.0)

1.7

(0.5, 3.0)

     

P-WERT

   

0.034

0.005

     

GERD Kategorie:

A/B versus NERD

     

3.0

(0.8, 5.3)

    

P-WERT

     

0.009

    

Barrett

  

2.3

(0.6, 4.0)

 

2.4

(0.7, 4.1)

   

1.3

(0.4, 2.3)

 

P-WERT

  

0.008

 

0.005

   

0.007

 

Einnahme von GERD

Medikamenten vor Studie

-2.2

(-3.3, -1.1)

 

-1.2

(-2.4, 0.0)

    

-1.4

(-2.6, -0.2)

  

P-WERT

<0.001

 

0.047

    

0.019

  

Einnahme NSAID

-2.2

(-3.3, -1.1)

-4.2

(-5.8, -2.9)

-1.3

(-2.5, 0.0)

-3.6

(-5.0, -2.2)

-2.6

(-3.8, -1.3)

-4.3

(-6.8, -1.8)

-6.7

(-9.0, -4.4)

-3.1

(-4.3, -1.8)

-0.7

(-1.4, -0.1)

-1.8

(-2.3, -1.3)

P-WERT

<0.001

<0.001

0.045

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

<0.001

0.040

<0.001

3.5.2 QOLRAD

Die mit dem QOLRAD erhobene krankheitsspezifische Lebensqualität war zur Baseline ebenfalls deutlich eingeschränkt. Tabelle 9 stellt die Einflussfaktoren der krankheitsspezifischen Lebensqualität dar. Frauen wiesen auf allen Subskalen niedrigere Werte auf als Männer. Insbesondere der Bereich Essen/Trinken war bei Frauen stark betroffen. Steigendes Alter und höhere Schulbildung waren mit einer besseren Lebensqualität assoziiert. Auch beim QOLRAD zeigte sich eine niedrigere Lebensqualität bei Patienten mit höherem BMI und bei Patienten, die keinen Alkohol konsumierten. Letztere hatten sehr niedrige Werte bei der ernährungsbezogenen Lebensqualität. Rauchen war mit einer geringfügig niedrigeren Lebensqualität assoziiert.

▼ 28 

Die Dauer der GERD Erkrankung hatte lediglich in den Bereichen Essen/Trinken und Schlaf einen signifikanten Einfluss. Wie auch beim SF-36 hatten die Symptome einen deutlich negativen Effekt auf die Lebensqualität. Patienten mit häufigen beziehungsweise schweren Symptomen wiesen auf den Skalen Essen/Trinken und Vitalität die niedrigsten gemessenen Werte auf. Extraösophageale Erkrankungen gingen mit niedrigerer Lebensqualität einher, wohingegen weitere Begleiterkrankungen oder eine Infektion mit H. pylori keinen Einfluss hatten.

Wie bei der generischen Lebensqualität gab es keinen wesentlichen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen von leichten oder schweren Erosionen der Schleimhaut und der Lebensqualität. Lediglich auf der Skala Schlaf hatten Patienten mit LA C/D signifikant bessere Werte als Patienten ohne Erosionen. Das Vorliegen eines Barrett Ösophagus hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die Lebensqualität. Die Einnahme von GERD Medikamenten oder NSAID war mit niedrigeren Werten auf allen Skalen des QOLRAD verknüpft.

Tabelle 9: Mittelwerte und Standardabweichungen der QOLRAD Skalen nach Subgruppen, Baseline (aufgrund fehlender Werte N = 6070 bis N = 5823)

 

Emotionen

Essen/ Trinken

Körperliche/ soziale
Funktionen

Schlaf

Vitalität

Geschlecht

Männer

Frauen

4.8±1.5

4.4±1.5

4.4±1.4

3.8±1.4

5.6±1.3

5.2±1.4

4.7±1.5

4.5±1.6

4.5±1.5

4.1±1.6

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Alter

bis 40

40 bis 60

über 60

4.5±1.5

4.5±1.5

4.8±1.5

4.1±1.4

4.1±1.4

4.2±1.4

5.4±1.4

5.4±1.4

5.5±1.3

4.7±1.6

4.5±1.5

4.7±1.6

4.1±1.6

4.2±1.6

4.5±1.5

P-WERT

<0.001

0.001

0.038

<0.001

<0.001

Ausbildung

Hauptschule

Realschule

Abitur

4.5±1.5

4.6±1.5

4.9±1.5

4.1±1.4

4.1±1.4

4.4±1.4

5.3±1.3

5.5±1.3

5.7±1.2

4.5±1.6

4.7±1.6

4.9±1.5

4.2±1.6

4.3±1.5

4.7±1.5

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Beruf

berufstätig

nicht berufstätig

berentet

4.6±1.5

4.3±1.5

4.8±1.5

4.2±1.4

3.8±1.4

4.2±1.4

5.5±1.3

5.2±1.4

5.4±1.3

4.7±1.6

4.4±1.6

4.7±1.6

4.3±1.6

4.1±1.5

4.5±1.5

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Allein lebend

nein

ja

4.6±1.5

4.5±1.5

4.2±1.4

4.0±1.4

5.5±1.3

5.2±1.4

4.6±1.6

4.5±1.6

4.3±1.5

4.2±1.6

P-WERT

<0.050

<0.001

<0.001

0.017

0.001

BMI

bis 25

25 - 30

über 30

4.7±1.5

4.7±1.5

4.4±1.5

4.2±1.5

4.2±1.5

3.9±1.4

5.5±1.3

5.5±1.3

5.2±1.4

4.7±1.6

4.6±1.6

4.4±1.6

4.4±1.6

4.4±1.5

4.1±1.6

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

Alkoholkonsum

nein

ja

4.4±1.5

4.7±1.5

3.8±1.4

4.3±1.4

5.1±1.4

5.6±1.3

4.4±1.6

4.7±1.5

40±1.5

4.5±1.5

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Rauchen

nein

ex-Raucher

ja

4.6±1.5

4.7±1.5

4.5±1.5

4.1±1.4

4.3±1.4

4.1±1.5

5.4±1.3

5.5±1.3

5.2±1.3

4.7±1.6

4.7±1.5

4.5±1.6

4.3±1.5

4.3±1.5

4.1±1.6

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

Dauer GERD

bis 1 Jahr

1 - 5 Jahre

über 5 Jahre

4.6±1.5

4.6±1.5

4.6±1.5

4.2±1.5

4.1±1.4

4.0±1.4

5.4±1.4

5.5±1.3

5.4±1.3

4.7±1.6

4.7±1.6

4.5±1.6

4.3±1.6

4.3±1.5

4.2±1.5

P-WERT

0.838

<0.001

0.050

<0.001

0.137

GERD in Familie

nein

ja

4.6±1.5

4.5±1.4

4.2±1.4

4.0±1.4

5.4±1.3

5.4±1.3

4.6±1.6

4.6±1.5

4.3±1.6

4.2±1.5

P-WERT

0.027

0.001

0.034

0.286

0.008

RDQ Häufigkeit

niedrig

mittel

boch

5.4±1.3

4.6±1.3

3.8±1.4

4.9±1.3

4.0±1.2

3.3±1.2

6.1±1.0

5.4±1.2

4.6±1.4

5.4±1.3

4.6±1.4

3.7±1.5

5.2±1.4

4.3±1.4

3.3±1.3

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere

niedrig

mittel

boch

5.3±1.3

4.6±1.3

3.8±1.4

4.9±1.3

4.1±1.3

3.3±1.2

6.0±1.0

5.5±1.2

4.6±1.4

5.4±1.4

4.6±1.4

3.7±1.5

5.1±1.4

4.3±1.4

3.3±1.3

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome

nein

ja

4.7±1.5

4.5±1.5

4.2±1.4

4.0±1.4

5.5±1.3

5.3±1.3

4.7±1.6

4.4±1.6

4.4±1.6

4.1±1.6

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Begleiterkrankungen

nein

ja

4.6±1.5

4.6±1.5

4.1±1.4

4.1±1.4

5.4±1.3

5.4±1.3

4.6±1.6

4.6±1.6

4.3±1.6

4.3±1.6

P-WERT

0.841

0.360

0.083

0.259

0.804

H. pylori

nein

ja

4.6±1.5

4.6±1.5

4.1±1.4

4.1±1.4

5.4±1.3

5.4±1.4

4.6±1.6

4.6±1.6

4.3±1.6

4.3±1.5

P-WERT

0.774

0.195

0.077

0.559

0.785

GERD Kategorie

NERD

A/B

C/D

4.6±1.5

4.6±1.5

4.6±1.5

4.1±1.4

4.2±1.4

4.1±1.5

5.4±1.3

5.4±1.4

5.3±1.4

4.7±1.6

4.6±1.6

4.4±1.6

4.3±1.5

4.3±1.5

4.4±1.6

P-WERT

0.874

0.417

0.224

<0.001

0.484

Barrett

nein

ja

4.6±1.5

4.7±1.5

4.1±1.4

4.2±1.5

5.4±1.3

5.4±1.3

4.6±1.6

4.5±1.6

4.3±1.6

4.4±1.6

P-WERT

0.027

0.596

0.694

0.042

0.214

Einnahme von GERD Medikamenten vor Studie

nein

ja

4.8±1.5

4.5±1.5

4.4±1.5

4.0±1.4

5.6±1.3

5.3±1.3

4.8±1.6

4.5±1.6

4.5±1.6

4.2±1.5

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.049

0.001

Einnahme von NSAID im letzten Monat

nein

ja

4.6±1.5

4.5±1.5

4.2±1.4

4.0±1.4

5.4±1.3

5.3±1.4

4.7±1.6

4.5±1.6

4.4±1.6

4.2±1.6

P-WERT

0.008

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

▼ 29 

Die multivariaten Analysen, adjustiert für Alter, Geschlecht und Bildungsstand, ergaben eine niedrigere Lebensqualität von Frauen (Tabelle 10). Ebenso war höheres Alter mit geringerer Lebensqualität verknüpft. Weitere Faktoren, die alle Subskalen des QOLRAD beeinflussten, waren der Alkoholkonsum, Häufigkeit und Schweregrad der Symptome und die Einnahme von GERD Medikamenten vor Studienbeginn. Bis auf den Bereich der Nahrungsaufnahme waren die extraösophagealen Symptome mit niedrigerer Lebensqualität assoziiert. Wie schon für den SF-36 hatten auch für den QOLRAD wichtige Parameter der Erkrankung wie die Krankheitsdauer, die LA- Klassifizierung, das Vorliegen einer Barrett Schleimhaut oder die Infektion mit H. pylori wenig bis keinen Einfluss auf die Lebensqualität.

Tabelle 10: Multivariates Modell zur krankheitsspezifischen Lebensqualität (QOLRAD), Baseline (Schätzer, 95% Konfidenzintervalle, P-Werte)

 

Emotionen

Essen/ Trinken

Körperliche/ soziale
Funktionen

Schlaf

Vitalität

 

N=5634

N=5608

N=5585

N=5627

N=5617

Geschlecht:

Frauen

-0.22

(-0.29,-0.14)

-0.47

(-0.53, -0.40)

-0.18

(-0.25, -0.11)

-0.12

(-0.20,-0.04)

-0.28

(-0.35, -0.20)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.004

<0.001

Alter

-0.01

(-0.01, -0.02)

-0.01

(-0.01, -0.02)

-0.01

(-0.01, -0.02)

-0.01

(-0.01, -0.02)

-0.01

(-0.01, -0.02)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Ausbildung:

Abitur versus Hauptschule

0.18

(0.08, 0.28)

 

0.18

(0.09, 0.27)

 

0.20

(0.10, 0.30)

P-WERT

0.001

 

<0.001

 

<0.001

Beruf:

kein Beruf versus Beruf

-0.14

(-0.24, -0.04)

 

-0.10

(-0.19, -0.01)

  

P-WERT

0.008

 

0.025

  

Beruf:

Berentet versus Beruf

  

-0.12

(-0.21, -0.03)

  

P-WERT

  

0.008

  

Allein lebend

 

-0.09

(-0.17, -0.02)

-0.14

(-0.22, -0.07)

 

-0.13

(-022 -0.05)

P-WERT

 

0.019

<0.001

 

0.002

BMI

   

-0.02

(-0.03, -0.01)

 

P-WERT

   

0.001

 

Alkoholkonsum

0.12

(0.04, 0.19)

0.20

(0.13, 0.26)

0.22

(0.15, 0.29)

0.12

(0.05, 0.20)

0.21

(0.13, 0.28)

P-WERT

0.002

<0.001

<0.001

0.002

0.002

Rauchen:

Raucher versus Nicht-Raucher

  

-0.10

(-0.18, -0.02)

-0.11

(-0.21, -0.02)

-0.12

(-0.22, -0.03)

P-WERT

  

0.018

0.023

0.009

Dauer GERD:

1-5 Jahre versus 1 Jahr

  

0.09

(0.02, 0.17)

  

P-WERT

  

0.017

  

Dauer GERD:

> 5 Jahre versus 1 Jahr

0.10

(0.01, 0.20)

 

0.09

(0.01, 0.17)

  

P-WERT

0.029

 

0.035

  

GERD in Familie

 

-0.09

(-0.16, -0.03)

   

P-WERT

 

0.007

   

RDQ Häufigkeit

-0.07

(-0.09, -0.06)

-0.07

(-0.09, -0.06)

-0.06

(-0.08, -0.05)

-0.08

(-0.09,-0.07)

-0.09

(-0.10, -0.08)

P-WERT

0.001

0.001

<0.001

0.001

<0.001

RDQ Schwere

-0.09

(-0.10, -0.08)

-0.09

(-0.10, -0.08)

-0.8

(-0.09, -0.07)

-0.1

(-0.11, -0.08)

-0.1

(-0.11, -0.08)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome

-0.13

(-0.20, -0.06)

 

-0.09

(-0.15, -0.03)

-0.14

(-0.21, -0.06)

-0.12

(-0.19, -0.05)

P-WERT

<0.001

 

0.005

<0.001

0.001

GERD Kategorie:

A/B versus NERD

   

-0.08

(-0.15,-0.01)

 

P-WERT

   

0.043

 

GERD Kategorie:

C/D versus NERD

  

-0.14

(-0.25, -0.04)

-0.27

(-0.40,-0.15)

 

P-WERT

  

0.007

<0.001

 

Einnahme von GERD

Medikamenten vor Studie

-0.17

(-0.25, -0.09)

-0.23

(-0.30, -0-16)

-0.17

(-0.24, 0.10)

-0.18

(-0.25, -0.10)

-0.15

(-0.22, -0.08)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Einnahme NSAID

  

-0.08

(-0.15, 0.01)

 

-0.09

(-0.17, -0.01)

P-WERT

  

0.018

 

0.021

3.6 Die Veränderung der Lebensqualität von Baseline zu Jahr 2

Die Lebensqualität der GERD Patienten hat sich im Verlauf der Studie deutlich verbessert. Im Folgenden werden die Variablen dargestellt, die mit einer solchen Verbesserung nach zwei Jahren einhergehen, jeweils uni- und multivariat für den SF-36 und den QOLRAD.

3.6.1 SF-36

▼ 30 

Beide Geschlechter verbesserten sich deutlich auf allen Skalen des SF-36. Mit Ausnahme der allgemeinen Gesundheitswahrnehmung und der körperlichen Funktionsfähigkeit war diese Verbesserung klinisch bedeutsam (Tabelle 11). Die Summenskalen legen den Schluss nahe, dass bei Frauen die Verbesserung im psychischen Bereich ausgeprägter war. Männer hatten eine deutlichere Verbesserung im körperlichen Bereich, allerdings war der Unterschied auf der entsprechenden Summenskala nicht signifikant.

Das Alter spielte eine wichtige Rolle für die Veränderung der Lebensqualität. Zwar verbesserten sich alle Altersgruppen auf den SF-36 Skalen, aber die Verbesserung fiel mit höherem Alter signifikant niedriger aus. Bei der körperlichen Funktionsfähigkeit gab es in der höchsten Altersgruppe sogar eine Verschlechterung der Lebensqualität nach zwei Jahren. In den Bereichen der allgemeinen Gesundheitswahrnehmung, der sozialen Funktionsfähigkeit und der Vitalität war die Verbesserung in der höchsten Altersgruppe klinisch nicht relevant. Die verschiedenen Schulabschlüsse unterschieden sich nur wenig und uneinheitlich hinsichtlich der Lebensqualität. Berufstätige wiesen hingegen deutlichere Verbesserungen auf als nicht berufstätige oder berentete GERD Patienten.

Bei den Faktoren des Lebensstils hatte ein höherer BMI vor allem für die Veränderung der körperlichen Subskalen des SF-36 Bedeutung. Die Verbesserung fiel für adipöse Patienten niedriger aus. Ein vergleichbares Muster zeigte sich für das Rauchen, allerdings mit dem Unterschied, dass Raucher deutlichere Verbesserungen im physischen Bereich aufwiesen. Der Alkoholkonsum spielte für die Veränderung der Lebensqualität keine Rolle.

▼ 31 

Längere Dauer der GERD Erkrankung war mit einer geringeren Verbesserung auf allen Skalen verknüpft. GERD Erkrankungen in der Familie beeinflussten die Änderung der Lebensqualität hingegen nicht. Je deutlicher sich die Symptome im Vergleich zur Baseline verbessert hatten, desto höher fiel auch die Verbesserung der SF-36 Skalen aus. Ohne Verbesserung der Symptome kam es auch nicht zu einer klinisch relevanten Verbesserung der Lebensqualität. Ausgenommen waren hier lediglich die körperlichen Schmerzen: auch Patienten ohne Symptomverbesserung, hatten in diesem Bereich nach zwei Jahren eine höhere Lebensqualität. Extraösophageale Symptome zur Baseline gingen vor allem mit einer stärkeren Verbesserung der psychischen Skalen des SF-36 einher, wohingegen extraösophageale Symptome im zweiten Studienjahr eher mit einer geringeren Verbesserung assoziiert waren. Bei Patienten mit Begleiterkrankungen zur Baseline war ebenfalls eine geringere Veränderung der Lebensqualität nach zwei Jahren festzustellen. In noch stärkerem Maße galt dies für Patienten, die nach zwei Jahren Begleiterkrankungen hatten. Das Vorliegen von Erosionen der Speiseröhre zur Baseline oder im zweiten Jahr wies keine Zusammenhänge mit dem Ausmaß der Veränderung der Lebensqualität auf. Auch eine Barrett Schleimhaut hatte kaum Einfluss auf die Entwicklung der Lebensqualität.

Einen deutlichen Zusammenhang gab es zwischen der Einnahme von Medikamenten und der Veränderung der Lebensqualität. Patienten, die im zweiten Studienjahr Medikamente gegen GERD eingenommen hatten, wiesen eine geringere Verbesserung auf als Patienten ohne Medikamenteneinnahme. Dieser Zusammenhang war noch ausgeprägter bei Patienten, die NSAID einnahmen. Diese Patienten wiesen bei der körperlichen Funktionsfähigkeit eine Verschlechterung der Lebensqualität nach zwei Jahren auf und keinerlei Veränderung der körperlichen Summenskala.

▼ 32 

Tabelle 11: Mittelwerte und Standardabweichungen der Veränderung der SF-36 Skalen von Baseline zu Jahr 2 (aufgrund fehlender Werte N = 5174 bis N = 3389)

 

AGES

KÖFU

PSYC

SOFU

VITA

EMRO

KÖRO

SCHM

PSK

KSK

Geschlecht

Männer

Frauen

5±18

4±18

2±20

2±22

6±20

8±20

5±25

6±26

5±21

7±22

10±43

12±48

10±41

11±45

20±28

18±29

2.8±11

3.6±12

3.4±9

3.0±9

P-WERT

0.238

0.927

0.015

0.641

0.003

0.161

0.364

0.041

0.025

0.161

Alter

bis 40

40 bis 60

über 60

7±19

4±18

3±18

7±19

3±20

-2±22

10±21

7±20

5±19

9±27

6±26

3±24

12±24

7±21

2±20

16±46

11±44

8±47

19±39

11±42

5±45

25±29

19±28

15±28

4.6±12

3.2±12

2.3±11

5.5±8

3.3±9

1.7±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Ausbildung

Hauptschule

Realschule

Abitur

4±19

4±18

3±17

1±22

3±20

2±18

7±21

8±19

5±19

5±26

7±24

4±25

6±22

7±21

5±20

11±47

12±44

9±43

10±46

11±41

11±40

18±29

19±28

21±27

3.2±12

3.7±11

2.0±11

3.0±9

3.3±9

3.7±8

P-WERT

0.324

0.058

0.055

0.035

0.013

0.262

0.559

0.216

0.008

0.220

Beruf Jahr 2

berufstätig

~ berufstät.

berentet

5±18

4±20

4±17

5±18

2±23

-1±22

8±20

7±22

6±19

7±25

4±29

4±24

8±22

7±23

3±20

13±42

9±50

9±47

15±39

7±47

7±45

22±28

18±30

15±28

3.7±11

2.9±13

2.7±11

4.3±8

2.7±10

2.0±9

P-WERT

0.059

<0.001

0.001

<0.001

<0.001

0.002

<0.001

<0.001

0.014

<0.001

Allein lebend Jahr 2

nein

ja

4±18

3±19

2±20

1±22

7±20

7±21

6±25

5±27

6±22

5±22

11±45

9±48

11±43

9±45

19±28

17±30

3.2±11

2.9±12

3.3±9

2.7±9

P-WERT

0.145

0.302

0.792

0.408

0.099

0.127

0.169

0.102

0.372

0.129

BMI Jahr 2

bis 25

25 - 30

über 30

5±19

4±18

4±19

3±20

2±20

1±23

8±20

6±19

7±21

7±26

5±24

4±27

8±22

5±21

5±22

12±46

11±44

11±48

13±43

9±41

10±46

21±29

18±28

17±30

3.5±12

3.0±11

3.1±12

4.0±9

3.0±9

2.6±10

P-WERT

0.165

0.005

0.129

0.006

<0.001

0.786

0.039

0.008

0.379

<0.001

Alkohol Jahr 2

nein

ja

4±20

4±18

1±25

2±20

7±23

7±19

5±29

6±24

6±24

6±21

13±51

10±44

11±49

10±41

18±31

19±28

3.6±13

3.1±13

2.9±10

3.2±9

P-WERT

0.958

0.130

0.458

0.788

0.611

0.222

0.581

0.393

0.283

0.360

Rauchen Jahr 2

nein

ex-Raucher

ja

4±18

4±18

5±20

1±20

1±21

5±21

6±20

7±19

9±22

6±26

5±24

7±27

5±21

5±21

10±23

11±45

10±44

12±49

9±43

10±42

16±44

17±28

19±28

22±30

3.0±12

3.0±11

3.9±12

2.8±9

2.9±9

4.5±10

P-WERT

0.399

<0.001

0.001

0.092

<0.001

0.295

<0.001

<0.001

0.087

<0.001

Dauer GERD

bis 1 Jahr

1 - 5 Jahre

über 5 Jahre

5±18

4±18

4±18

3±21

2±20

1±21

8±20

7±20

6±20

8±26

5±25

3±26

8±26

5±25

3±26

8±22

6±21

4±21

13±43

11±42

8±43

21±29

19±28

17±28

4.0±12

3.0±11

2.5±11

3.9±9

3.0±9

2.7±9

P-WERT

0.080

0.015

0.004

<0.001

<0.001

0.097

0.003

<0.001

0.002

0.001

GERD in Familie

nein

ja

4±18

4±18

2±21

3±20

7±20

7±20

5±25

6±26

6±22

6±21

11±46

11±45

10±43

12±43

18±29

20±29

3.2±12

3.2±12

3.0±9

3.6±9

P-WERT

0.715

0.059

0.640

0.225

0.423

0.613

0.163

0.183

0.969

0.057

RDQ Häufigkeit Verbesserung

keine

mittel

hoch

1±17

5±18

8±19

-1±19

2±20

6±24

3±18

7±19

11±22

1±24

6±24

11±27

1±20

6±21

11±23

3±42

11±45

20±48

3±41

12±42

19±44

9±26

20±27

29±29

1.1±11

3.3±11

5.7±12

1.0±8

3.6±9

5.6±10

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere

Verbesserung

keine

mittel

hoch

0±17

5±17

8±20

-2±19

2±19

7±23

3±18

7±18

11±22

0±24

6±24

11±27

0±20

6±21

12±23

3±43

12±44

19±48

3±41

11±41

20±45

8±25

20±27

31±29

1.0±11

3.3±11

5.5±13

0.6±8

3.3±9

6.0±10

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome Baseline

nein

ja

4±18

5±18

2±20

2±21

7±20

7±21

5±25

6±26

5±22

7±21

9±44

13±47

10±42

12±44

19±28

19±29

2.8±11

3.8±12

3.2±9

3.2±9

P-WERT

0.198

0.313

0.158

0.048

0.010

0.004

0.199

0.810

0.003

0.860

Extraösophageale Symptome Jahr 2

nein

ja

4±18

4±18

2±20

2±21

7±20

6±19

6±25

3±26

6±22

4±20

11±44

9±46

10±42

8±43

19±28

15±28

3.2±11

2.4±11

3.2±9

2.8±9

P-WERT

0.480

0.943

0.236

0.003

0.011

0.179

0.126

<0.001

0.030

0.199

Begleiterkrankungen

Baseline

nein

ja

5±19

4±18

4±19

0±22

8±20

6±20

7±25

4±24

8±22

5±21

13±43

9±47

13±40

8±45

22±29

17±29

3.7±11

2.8±12

4.0±9

2.5±10

P-WERT

0.049

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.003

<0.001

<0.001

0.011

<0.001

Begleiterkrankungen

Jahr 2

nein

ja

9±19

3±18

8±18

1±21

11±20

6±19

9±24

5±26

12±23

5±21

15±39

10±46

16±35

9±44

27±28

17±29

4.7±11

2.9±12

5.6±8

2.7±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.002

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

H. pylori

nein

ja

4±18

5±19

2±20

2±22

7±20

7±21

5±25

6±25

6±21

7±23

11±45

12±46

10±43

11±44

18±28

21±29

3.1±11

3.5±12

3.1±9

3.4±9

P-WERT

0.142

0.395

0.220

0.687

0.135

0.471

0.896

0.004

0.266

0.437

GERD Kategorie

NERD

A/B

C/D

4±18

4±18

5±18

2±21

2±21

3±22

7±20

6±20

8±20

6±26

5±25

6±25

6±21

5±22

6±22

12±46

9±44

14±46

10±43

10±43

12±44

18±28

19±29

23±29

3.5±12

2.7±11

3.7±11

2.9±9

3.3±9

3.8±9

P-WERT

0.911

0.496

0.461

0.675

0.305

0.088

0.737

0.001

0.050

0.094

GERD Kategorie Jahr 2

NERD

A/B

C/D

5±18

3±17

5±20

2±21

2±19

0±18

7±20

5±19

6±19

6±25

5±24

3±24

6±21

4±21

5±20

10±45

9±42

11±49

10±43

11±40

8±40

18±29

17±28

19±29

3.2±11

2.3±11

2.8±11

3.0±9

3.0±9

2.5±9

P-WERT

0.231

0.412

0.052

0.183

0.070

0.766

0.749

0.628

0.098

0.829

Barrett

nein

ja

4±18

4±18

2±21

2±21

7±20

5±20

6±26

4±23

6±22

3±21

11±46

12±43

11±43

9±42

19±29

20±27

3.3±12

2.4±11

3.2±9

3.3±9

P-WERT

0.905

0.743

0.072

0.049

0.001

0.489

0.280

0.253

0.075

0.650

Einnahme von GERD Med Jahr 2

nein

ja

8±19

3±18

4±21

1±21

10±21

6±19

8±26

4±25

10±24

4±20

15±46

9±45

16±43

8±43

26±29

16±28

4.5±12

2.7±11

5.2±9

2.5±9

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Einnahme von NSAID Jahr 2

nein

ja

5±18

1±18

4±19

-3±24

8±20

4±20

7±25

1±26

7±22

1±20

12±44

6±50

13±42

3±46

22±28

9±28

3.5±12

2.2±12

4.2±9

0±10

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Von den in das multivariate Modell eingegangenen Variablen hatten nur wenige einen Einfluss auf die Veränderung der Lebensqualität nach zwei Jahren (Tabelle 12). Es gab einen leicht negativen Einfluss des Alters und nur auf einer der zehn SF-36 Skalen einen signifikanten Effekt des Geschlechts. Auch die Ausbildung spielte insgesamt eine eher untergeordnete Rolle. Einen deutlichen Effekt für die Mehrzahl der erfassten Bereiche hatte hingegen die Berufstätigkeit. Insbesondere hinsichtlich der emotionalen und körperlichen Rollenfunktion verbesserten sich Berufstätige deutlich stärker als Personen ohne Berufstätigkeit.

Hinsichtlich der Symptome blieb lediglich die Veränderung des Schweregrades als signifikanter Einflussfaktor der Lebensqualität erhalten. Besonders ausgeprägt war der Effekt auf die Skala Schmerz. Einen durchgehend starken Einfluss für eine geringere Verbesserung hatte das Vorliegen von Begleiterkrankungen im zweiten Studienjahr. Sehr deutlich ausgeprägt war dieser Zusammenhang auch für die Einnahme von NSAID im zweiten Jahr. Diese Patienten zeigten auf allen Skalen geringere Veränderungen.

▼ 33 

Tabelle 12: Multivariates Modell zur Veränderung der Lebensqualität (SF-36) von Baseline zu Jahr 2 (Schätzer, 95% Konfidenzintervalle, P-Werte)

 

AGES

KÖFU

PSYC

SOFU

VITA

EMRO

KÖRO

SCHM

PSK

KSK

 

N=4621

N=4583

N=4617

N=4736

N=3546

N=4542

N=4631

N=4713

N=4426

N=4397

Geschlecht:

Frauen

 

-1.6

(-2.7, -0.4)

        

P-WERT

 

0.007

        

Alter

-0.1

(-0.2, -0.1)

-0.3

(-0.4, -0.2)

    

-0.3

(-0.4, -0.2)

 

-0.1

(-0.2, -0.1)

-0.1

(-0.2, -0.1)

P-WERT

<0.001

<0.001

    

<0.001

 

0.013

<0.001

Allein lebend Jahr 2

     

-4.3

(-6.8, -1.8)

    

P-WERT

     

0.001

    

Ausbildung:

Abitur versus Hauptschule

    

-1.9

(-3.6, -0.3)

  

2.4

(0.6, 4.2)

-1.4

(-2.2, -0.6)

 

P-WERT

    

0.024

  

0.008

0.001

 

Beruf:

kein Beruf versus Beruf

 

-2.0

(-3.6, -0.4)

-2.9

(-4.3, -1.5)

-4.2

(-5.9, -2.5)

 

-8.0

(-11.0, -5.0)

-10.0

(-13.0, -7.1)

-2.4

(-4.2, -0.6)

-1.8

(-2.7, -1.0)

-1.2

(-1.9, -0.5)

P-WERT

 

0.014

<0.001

<0.001

 

<0.001

<0.001

0.010

<0.001

0.001

Beruf:

Berentet versus Beruf

 

-3.2

(-4.8, -1.6)

   

-4.7

(-7.7, -1.7)

-7.7

(-10.6, -4.7)

-3.1

(-4.9, -1.3)

 

-1.5

(-2.2, -0.8)

P-WERT

 

<0.001

   

0.002

<0.001

0.001

 

<0.001

BMI Baseline

   

-0.2

(-0.3, -0.1)

  

-0.3

(-0.5, -0.1)

  

-0.1

(-0.2, -0.1)

P-WERT

   

0.004

  

0.030

  

<0.001

BMI Jahr 2

 

-0.4

(-0.5, -0.3)

  

-0.1

(-0.3, -0.1)

  

-0.2

(-0.3,-0.1)

  

P-WERT

 

<0.001

  

0.025

  

0.016

  

Alkoholkonsum Jahr 2

 

2.2

(0.9, 3.5)

1.6

(0.4, 2.7)

2.4

(1.0, 3.8)

2.5

(1.1, 3.8)

    

0.9

(0.3, 1.4)

P-WERT

 

0.001

0.007

0.001

<0.001

    

0.004

Rauchen Jahr 2:

Ex- versus Nicht- Raucher

 

-3.4

(-5.7, -1.0)

        

P-WERT

 

0.006

        

RDQ Schwere

Verbesserung

0.5

(0.4, 0.6)

0.5

(0.4, 0.6)

0.6

(0.5, 0.7)

0.6

(0.5, 0.7)

0.6

(0.5, 0.7)

0.9

(0.8, 1.1)

0.9

(0.7, 1.1)

1.3

(1.2, 1.4)

0.3

(0.2,0.4)

0.3

(0.2,0.4)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.001

0.001

Begleiterkrankungen Jahr 2

-7.7

(-9.1, -6.3)

-4.3

(-5.9, -2.7)

-4.6

(-6.0, -3.1)

-4.3

(-6.1, -2.6)

-6.6

(-8.4, -4.7)

-6.6

(-9.8, -3.5)

-6.1

(-9.2, -3.1)

-6.1

(-8.0, -4.3)

-2.4

(-3.2, -1.5)

-2.1

(-2.9, -1.4)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

GERD Kategorie:

C/D versus NERD

       

3.0

(0.9, 5.1)

 

1.1

(0.3, 1.9)

P-WERT

       

0.004

 

0.006

H. pylori

    

1.8

(0.5, 3.1)

     

P-WERT

    

0.005

     

Einnahme von GERD Medikamenten vor Studie

      

-2.8

(-4.9,-0.7)

-2.6

(-3.9, -1.3)

  

P-WERT

      

0.010

<0.001

  

Einnahme von GERD Medikamenten Jahr 2

-2.6

(-3.6, -1.5)

   

-2.0

(-3.3, -0.7)

     

P-WERT

<0.001

   

0.003

     

Einnahme NSAID Jahr 2

-5.0

(-6.0, -3.9)

-9.3

(-10.5, -8.1)

-4.2

(-5.3, -3.1)

-6.9

(-8.2, -5.6)

-6.6

(-7.8, -5.3)

-9.1

(-11.5, -6.8)

-14.5

(-16.7, -12.2)

-14.0

(-15.4, -12.6)

-1.7

(-2.3, -1.0)

-4.6

(-5.1,-4.0)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.010

<0.001

3.6.2 QOLRAD

Tabelle 13 zeigt die Ergebnisse der univariaten Analysen zur Veränderung der krankheitsspezifischen Lebensqualität. Beide Geschlechter verbesserten sich im Vergleich zur Baseline. Bei Frauen war die Veränderung auf allen Subskalen allerdings ausgeprägter. Beim Alter zeigten sich weniger deutliche Verbesserungen in der mittleren und oberen Altersgruppe. Unabhängig davon gab es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Veränderung der Lebensqualität und der Berufstätigkeit. Berentete Patienten verbesserten sich in allen Bereichen weniger stark. Adipöse Patienten hatten sich im Vergleich zur Baseline am stärksten verbessert. Alkoholkonsum war mit einer geringeren Verbesserung assoziiert, Raucher wiesen deutlichere positive Veränderungen auf als Ex- oder Nichtraucher.

Bei der Dauer der GERD Erkrankung gab es deutliche Zusammenhänge zur Lebensqualität nur für die Bereiche Emotionen und Vitalität. Hier waren die Verbesserungen von Patienten mit langjähriger Erkrankung weniger ausgeprägt. Einen hochsignifikanten Einfluss hatten Häufigkeit und Schweregrad der Symptome. Auch die extraösophagealen Symptome im zweiten Jahr waren mit der Veränderung der Lebensqualität verknüpft. Patienten ohne solche Symptome wiesen die höchsten Verbesserungen der Lebensqualität auf. Die Begleiterkrankungen zur Baseline und im zweiten Jahr wiesen nur geringe Zusammenhänge zur Lebensqualität auf. Patienten, die zur Baseline an einer schweren Ösophagitis litten, hatten sich in den Bereichen der körperlichen und sozialen Funktionen sowie des Schlafes stärker verbessert als Patienten der LA Klassen A oder B oder NERD. Eine schwere Ösophagitis im zweiten Jahr der Studie war hingegen mit einer signifikant niedrigeren Veränderung der Lebensqualität auf allen Skalen des QOLRAD assoziiert. Schließlich wies die Einnahme von GERD Medikamenten im zweiten Studienjahr einen deutlichen Zusammenhang mit der Lebensqualität auf. Patienten ohne Medikamenteneinnahme hatten sich deutlicher verbessert. Die Einnahme von NSAID hingegen war nicht mit der Veränderung der Lebensqualität assoziiert.

▼ 34 

Tabelle 13: Mittelwerte und Standardabweichungen der Veränderung der QOLRAD Skalen von Baseline zu Jahr 2 (aufgrund fehlender Werte N = 5172 bis N = 3650)

 

Emotionen

Essen/ Trinken

Körperliche/ soziale
Funktionen

Schlaf

Vitalität

Geschlecht

Männer

Frauen

1.40±1.41

1.60±1.52

1.45±1.42

1.66±1.55

0.77±1.16

0.94±1.31

1.32±1.50

1.41±1.60

1.40±1.54

1.60±1.64

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

0.039

<0.001

Alter

bis 40

40 bis 60

über 60

1.74±1.54

1.53±1.46

1.31±1.41

1.75±1.50

1.56±1.49

1.43±1.48

0.97±1.26

0.86±1.23

0.77±1.22

1.48±1.61

1.40±1.56

1.25±1.50

1.78±1.68

1.53±1.59

1.29±1.53

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Ausbildung

Hauptschule

Realschule

Abitur

1.48±1.51

1.56±1.45

1.39±1.31

1.54±1.53

1.59±1.48

1.50±1.37

0.86±1.28

0.87±1.21

0.76±1.07

1.35±1.60

1.40±1.52

1.29±1.42

1.47±1.63

1.58±1.59

1.38±1.44

P-WERT

0.037

0.401

0.112

0.259

0.013

Beruf Jahr 2

berufstätig

nicht berufstätig

berentet

1.67±1.43

1.61±1.65

1.35±1.41

1.60±1.46

1.68±1.59

1.43±1.47

0.87±1.17

0.94±1.44

0.79±1.20

1.41±1.51

1.41±1.71

1.28±1.52

1.60±1.59

1.57±1.74

1.33±1.51

P-WERT

<0.001

<0.001

0.008

0.008

<0.001

Allein lebend Jahr 2

nein

ja

1.49±1.47

1.47±1.46

1.55±1.48

1.55±1.50

0.85±1.21

0.86±1.33

1.36±1.54

1.35±1.58

1.49±1.59

1.48±1.60

P-WERT

0.618

0.964

0.735

0.851

0.835

BMI Jahr 2

bis 25

25 - 30

über 30

1.48±1.50

1.46±1.43

1.56±1.51

1.60±1.51

1.49±1.46

1.60±1.53

0.85±1.22

0.81±1.18

0.94±1.36

1.30±1.53

1.34±1.52

1.48±1.63

1.52±1.59

1.43±1.54

1.58±1.70

P-WERT

0.192

0.041

0.014

0.010

0.023

Alkohol Jahr 2

nein

ja

1.59±1.59

1.46±1.43

1.67±1.62

1.51±1.45

0.98±1.38

0.81±1.19

1.46±1.69

1.33±1.51

1.63±1.69

1.45±1.56

P-WERT

0.013

0.003

<0.001

0.017

0.002

Rauchen Jahr 2

nein

Ex-Raucher

ja

1.45±1.46

1.48±1.42

1.60±1.54

1.51±1.51

1.56±1.43

1.61±1.56

0.83±1.23

0.81±1.17

0.96±1.34

1.29±1.55

1.36±1.50

1.50±1.63

1.42±1.59

1.48±1.53

1.64±1.68

P-WERT

0.019

0.181

0.002

0.001

0.001

Dauer GERD

bis 1 Jahr

1 - 5 Jahre

über 5 Jahre

1.58±1.48

1.48±1.46

1.41±1.46

1.57±1.52

1.52±1.47

1.55±1.48

0.92±1.26

0.82±1.22

0.82±1.21

1.39±1.57

1.33±1.56

1.36±1.52

1.60±1.60

1.44±1.58

1.44±1.59

P-WERT

0.004

0.562

0.021

0.500

0.003

GERD in Familie

nein

ja

1.47±1.48

1.55±1.44

1.52±1.50

1.63±1.45

0.83±1.24

0.90±1.22

1.34±1.57

1.41±1.50

1.46±1.61

1.57±1.54

P-WERT

0.064

0.016

0.052

0.167

0.027

RDQ Häufigkeit Verbesserung

keine

mittel

hoch

0.84±1.28

1.54±1.32

2.28±1.45

0.80±1.28

1.62±1.31

2.47±1.40

0.33±1.06

0.86±1.06

1.53±1.31

0.66±1.33

1.41±1.38

2.23±1.55

0.73±1.39

1.55±1.41

2.44±1.53

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere Verbesserung

keine

mittel

hoch

0.81±1.30

1.52±1.31

2.26±1.41

0.72±1.28

1.57±1.29

2.50±1.35

0.32±1.07

0.82±1.06

1.51±1.28

0.60±1.35

1.41±1.38

2.20±1.50

0.65±1.37

1.55±1.40

2.41±1.50

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome Baseline

nein

ja

1.47±1.45

1.52±1.50

1.56±1.46

1.53±1.54

0.83±1.18

0.88±1.31

1.33±1.51

1.41±1.61

1.46±1.56

1.53±1.65

P-WERT

0.208

0.403

0.137

0.095

0.151

Extraösophageale Symptome

Jahr 2

nein

ja

1.53±1.43

1.37±1.44

1.61±1.45

1.34±1.46

0.87±1.19

0.77±1.27

1.40±1.53

1.26±1.55

1.52±1.55

1.34±1.61

P-WERT

0.001

<0.001

0.014

0.005

0.001

Begleiterkrankungen

Baseline

nein

ja

1.53±1.44

1.46±1.49

1.59±1.50

1.51±1.48

0.88±1.22

0.82±1.24

1.39±1.54

1.34±1.56

1.54±1.60

1.45±1.59

P-WERT

0.070

0.052

0.078

0.254

0.036

Begleiterkrankungen

Jahr 2

nein

ja

1.61±1.47

1.47±1.46

1.74±1.48

1.52±1.49

0.90±1.21

0.84±1.24

1.41±1.51

1.36±1.55

1.58±1.63

1.48±1.59

P-WERT

0.034

0.001

0.224

0.502

0.123

H. pylori

nein

ja

1.49±1.47

1.51±1.46

1.52±1.50

1.62±1.47

0.83±1.24

0.89±1.22

1.36±1.56

1.36±1.50

1.48±1.60

1.52±1.58

P-WERT

0.640

0.044

0.160

0.948

0.491

GERD Kategorie Baseline

NERD

A/B

C/D

1.48±1.44

1.49±1.50

1.54±1.44

1.52±1.45

1.55±1.50

1.70±1.61

0.80±1.21

0.87±1.24

0.99±1.30

1.27±1.50

1.40±1.59

1.62±1.58

1.48±1.55

1.48±1.63

1.54±1.63

P-WERT

0.647

0.043

0.003

<0.001

0.717

GERD Kategorie Jahr 2

NERD

A/B

C/D

1.53±1.45

1.33±1.40

1.30±1.42

1.60±1.43

1.34±1.50

1.51±1.57

0.88±1.22

0.73±1.20

0.72±1.08

1.40±1.53

1.24±1.54

1.21±1.59

1.53±1.57

1.28±1.58

1.24±1.54

P-WERT

<0.001

<0.001

0.002

0.008

<0.001

Barrett

nein

ja

1.50±1.48

1.39±1.41

1.54±1.49

1.59±1.50

0.85±1.24

0.85±1.17

1.34±1.55

1.49±1.51

1.49±1.59

1.46±1.60

P-WERT

0.066

0.487

0.963

0.027

0.648

Einnahme von GERD

Medikamenten Jahr 2

nein

ja

1.67±1.46

1.42±1.47

1.77±1.49

1.47±1.48

0.97±1.22

0.80±1.23

1.52±1.54

1.30±1.55

1.75±1.58

1.39±1.59

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Einnahme von NSAID Jahr 2

nein

ja

1.51±1.45

1.42±1.51

1.57±1.48

1.48±1.51

0.86±1.20

0.82±1.33

1.37±1.54

1.34±1.59

1.51±1.59

1.43±1.61

P-WERT

0.054

0.043

0.409

0.539

0.099

Wie auch bei der allgemeinen gesundheitsbezogenen Lebensqualität hatten nur wenige der in das multivariate Modell aufgenommenen Variablen einen Einfluss auf die Veränderung der krankheitsspezifischen Lebensqualität nach zwei Jahren (Tabelle 14). Hinsichtlich der soziodemografischen Variablen zeigte sich kein Effekt des Geschlechts, sowie nur geringe Veränderungen mit steigendem Alter. Auch der Lebensstil wies kaum Zusammenhänge mit der Entwicklung der Lebensqualität auf.

Die Symptome waren wiederum deutlich mit der Lebensqualität verknüpft. Im Unterschied zum SF-36 blieben beim QOLRAD jedoch sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Symptome als signifikante Einflussfaktoren im Modell. Das Vorliegen von extraösophagealen Symptomen war negativ mit der Veränderung der Lebensqualität in den Bereichen Essen/Trinken und Vitalität verknüpft. Ebenfalls einen negativen Einfluss hatten die Einnahme von GERD Medikamenten im zweiten Studienjahr und die Einnahme von NSAID für die Skalen Essen/Trinken, körperliche/soziale Funktionen und Vitalität.

▼ 35 

Tabelle 14: Multivariates Modell zur Veränderung der krankheitsspezifischen Lebensqualität (QOLRAD) von Baseline zu Jahr 2 (Schätzer, 95% Konfidenzintervalle, P-Werte)

 

Emotionen

Essen/ Trinken

Körperliche/ soziale
Funktionen

Schlaf

Vitalität

 

N=5000

N=3702

N=4850

N=5002

N=3893

Alter

-0.01

(-0.01, -0.02)

 

-0.01

(-0.01, -0.02)

-0.01

(-0.01, -0.02)

 

P-WERT

<0.001

 

<0.001

<0.001

 

Ausbildung:

Abitur versus Hauptschule

  

0.08

(0.03, 0.14)

  

P-WERT

  

0.005

  

Alkoholkonsum Baseline

  

0.07

(0.02, 0.11)

  

P-WERT

  

0.003

  

RDQ Häufigkeit Verbesserung

0.02

(0.01, 0.03)

0.02

(0.01, 0.03)

0.02

(0.01, 0.03)

0.02

(0.01, 0.03)

0.03

(0.01, 0.04)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere Verbesserung

0.07

(0.06, 0.08)

0.09

(0.08, 0.10)

0.05

(0.04, 0.06)

0.08

(0.07, 0.09)

0.08

(0.07, 0.09)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Begleiterkrankungen Jahr 2

 

-0.12

(-0.21, -0.03)

   

P-WERT

 

0.008

   

Extraösophageale Symptome Jahr 2

 

-0.07

(-0.13, -0.02)

  

-0.07

(-0.13, -0.02)

P-WERT

 

0.010

  

0.013

GERD Medikamente Jahr 2

-0.11

(-0.16, -0.06)

 

-0.08

(-0.13, -0.04)

-0.15

(-0.21, -0.09)

-0.15

(-0.22, -0.09)

P-WERT

<0.001

 

<0.001

<0.001

<0.001

Einnahme NSAID Jahr 2

 

-0.07

(-0.14, -0.10)

-0.09

(-0.14, -0.05)

 

-0.09

(-0.16, -0.04)

P-WERT

 

0.023

<0.001

 

0.002

3.7 Responder versus Non-Responder

Sowohl die generische als auch die krankheitsspezifische Lebensqualität stiegen im Durchschnitt nach der Baseline deutlich an. Allerdings gab es auch Patienten, deren Lebensqualität sich nach zwei Jahren verschlechtert hatet. Inwieweit sich diese Patientengruppen voneinander unterscheiden, wird im Folgenden dargestellt.

3.7.1 SF-36

Der Anteil der Patienten mit einer klinisch relevanten Verbesserung der Lebensqualität nach zwei Jahren schwankte zwischen 30% (emotionale Rollenfunktion) und 66% (Schmerzen). Eine relevante Verschlechterung berichteten 32% der Patienten für die allgemeine Gesundheitseinschätzung und die Vitalität. Bezüglich der Rollenfunktionen wiesen etwa die Hälfte der Patienten weder relevante Verbesserungen noch Verschlechterungen auf (Abbildung 4).

▼ 36 

Abbildung 4: Anteil von Patienten mit klinisch relevant verbesserter (Responder), verschlechterter (Non-Responder) oder unveränderter Lebensqualität (SF-36) nach zwei Jahren9

Responder und Non-Responder unterschieden sich allerdings auf allen SF-36 Skalen hochsignifikant in ihren Ausgangswerten: Responder hatten zur Baseline eine deutlich niedrigere Lebensqualität als Non-Responder. Die für diese Ausgangswerte adjustierten multivariaten Analysen sind in Tabelle 15 dargestellt. Werte über 1 bedeuten, dass die jeweilige Patientgruppe eher in der Gruppe der Responder zu finden ist.

Für das Geschlecht ergab sich kein Zusammenhang zur Response auf den SF-36 Subskalen. Bei der körperlichen Summenskala zeigte sich allerdings, dass Frauen nach zwei Jahren eher in der Gruppe der Non-Responder zu finden waren. Bei älteren Patienten, war eine Verschlechterung der Lebensqualität im physischen Bereich festzustellen. Im Vergleich zu den unter 40jährigen hatten die über 60jährigen nur eine halb so große Wahrscheinlichkeit auf eine klinisch relevante Verbesserung der körperlichen Lebensqualität. Umgekehrt hatte diese Gruppe allerdings eine fast 50% höhere Wahrscheinlichkeit auf eine erhöhte psychische Lebensqualität. Berufstätigkeit hatte einen deutlich protektiven Effekt sowohl im physischen als auch im psychischen Bereich. Adipöse Patienten hatten eine deutlich niedrigere Wahrscheinlichkeit auf Verbesserung der Lebensqualität als normalgewichtige Personen, insbesondere hinsichtlich der körperlichen Aspekte. Alkoholkonsum war hingegen mit einer höheren Responderrate verknüpft. Für das Rauchen ergaben sich nur geringe Effekte.

▼ 37 

Ein starker Effekt zeigte sich wiederum für die Symptome. Allerdings blieb nur der Schweregrad der Symptome als signifikanter Faktor in dem multivariaten Modell erhalten. Besonders ausgeprägt waren die Effekte für die emotionale Rollenfunktion und den Schmerz. Bei den Summenskalen zeigte sich ein deutlicherer Effekt der Symptomschwere für den körperlichen Bereich. Das Vorliegen von Begleiterkrankungen halbierte die Wahrscheinlichkeit auf Verbesserung der Lebensqualität in fast allen Bereichen. Einen ähnlich deutlichen Effekt gab es für die Einnahme von NSAID im zweiten Studienjahr. Keine beziehungsweise sehr geringfügige Effekte zeigten sich wiederum für die Dauer der GERD Erkrankung, die LA- Klassifizierung, das Vorliegen einer Barrett Schleimhaut und die Einnahme von GERD Medikamenten.

Tabelle 15: Odds Ratios (95% Konfidenzintervalle, P-Werte) der signifikanten Variablen auf eine klinisch relevante Verbesserung der Lebensqualität (versus klinisch relevante Verschlechterung) nach zwei Jahren

 

AGES

KÖFU

PSYC

SOFU

VITA

EMRO

KÖRO

SCHM

PSK

KSK

 

N=3757

N=3432

N=3366

N=2356

N=2936

N=1477

N=2426

N=3948

N=2805

N=3586

Geschlecht:

Frauen

         

0.77

(0.65, 0.91)

P-WERT

         

0.002

Alter:
40-60 Jahre versus < 40

 

0.50

(0.37, 0.67)

       

0.67

(0.52, 0.86)

P-WERT

 

<0.001

       

0.002

Alter:
> 60 Jahre versus < 40

0.66

(0.51, 0.84)

0.39

(0.27, 0.56)

      

1.48

(1.03, 2,13)

0.47

(0.34, 0.66)

P-WERT

<0.001

<0.001

      

0.034

<0.001

Ausbildung:

Abitur versus Hauptschule

  

0.74

(0.57, 0.96)

0.69

(0.50, 0.95)

   

1.49

(1.11, 2.02)

0.66

(0.51, 0.87)

 

P-WERT

  

0.022

0.023

   

0.009

0.003

 

Beruf Jahr 2:

Kein Beruf versus Beruf

 

0.65

(0.49, 0.85)

0.67

(0.51, 0.87)

0.59

(0.42, 0.82)

  

0.32

(0.28, 0.46)

0.62

(0.46, 0.83)

0.66

(0.50, 0.87)

0.62

(0.49, 0.79)

P-WERT

 

0.002

0.003

0.002

  

<0.001

0.001

0.004

<0.001

Beruf Jahr 2:

Berentet versus Beruf

 

0.58

(0.44, 0.76)

    

0.36

(0.25, 0.52)

0.65

(0.48, 0.87)

 

0.61

(0.47, 0.79)

P-WERT

 

<0.001

    

<0.001

0.004

 

<0.001

Allein lebend Baseline

0.71

(0.58, 0.87)

0.73

(0.58, 0.93)

  

0.75

(0.59, 0.96)

     

P-WERT

<0.001

0.009

  

0.022

     

BMI Jahr 2:
25 bis 30 versus < 25

 

0.76

(0.61, 0.94)

        

P-WERT

 

0.012

        

BMI Jahr 2:
> 30 versus < 25

 

0.44

(0.34, 0.57)

 

0.64

(0.47, 0.87)

0.66

(0.51, 0.85)

  

0.69

(0.53, 0.90)

 

0.69

(0.55, 0.87)

P-WERT

 

<0.001

 

0.005

0.002

  

0.007

 

0.001

Alkoholkonsum Jahr 2

1.35

(1.11, 1.64)

1.23

(1.01, 1.49)

1.44

(1.16, 1.79)

1.39

(1.06, 1.81)

1.28

(1.02, 1.61)

     

P-WERT

0.003

0.038

0.001

0.017

0.033

     

Rauchen Baseline:

Nicht- versus Ex-Raucher

1.31

(1.09, 1.57)

  

0.75

(0.58, 0.97)

1.30

(1.04, 1.61)

     

P-WERT

0.004

  

0.029

0.020

     

Rauchen Baseline:

Nicht- versus Raucher

   

0.72

(0.53, 0.98)

      

P-WERT

   

0.038

      

RDQ Schwere Verbesserung

Mittel versus Keine

1.50

(1.26, 1.80)

1.52

(1.27, 1.83)

1.74

(1.42, 2.13)

1.63

(1.27, 2.09)

1.76

(1.43, 2.16)

2.35

(1.58, 3.48)

1.38

(1.05, 1.80)

2.38

(1.93, 2.93)

1.38

(1.12, 1.71)

1.95

(1.62, 2.34)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.021

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere Verbesserung

Hoch versus Keine

2.00

(1.65, 2.42)

1.94

(1.60, 2.34)

1.96

(1.58, 2.43)

2.20

(1.68, 2.87)

2.18

(1.75, 2.73)

2.29

(1.51, 3.47)

2.25

(1.68, 3.01)

2.54

(2.01, 3.23)

1.54

(1.23, 1.93)

2.77

(2.27, 3.38)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Extraösophageale Symptome Jahr 2

   

0.79

(0.63, 0.99)

0.82

(0.67, 0.99)

0.69

(0.49, 0.98)

  

0.80

(0.66, 0.97)

 

P-WERT

   

0.045

0.046

0.037

  

0.023

 

Begleiterkrankungen Jahr 2

0.31

(0.24, 0.41)

0.41

(0.29, 0.58)

0.48

(0.36,0.65)

0.48

(0.33, 0.70)

0.59

(0.43, 0.80)

 

0.41

(0.27, 0.63)

0.47

(0.32, 0.67)

0.54

(0.40, 0.73)

0.43

(0.32, 0.59)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.001

 

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

GERD Kategorie Jahr 2:

NERD versus C/D

     

3.12

(1.26, 7.73)

    

P-WERT

     

0.014

    

Barrett Baseline

    

0.69

(0.53, 0.90)

     

P-WERT

    

0.006

     

Einnahme von GERD Medikamenten vor Studie

0.82

(0.69, 0.97)

     

0.64

(0.49, 0.83)

  

0.77

(0.64, 0.93)

P-WERT

0.021

     

0.001

  

0.006

Einnahme von GERD Medikamenten Jahr 2

       

0.64

(0.51, 0.82)

  

P-WERT

       

<0.001

  

Einnahme NSAID Baseline

0.82

(0.69, 0.97)

         

P-WERT

0.030

         

Einnahme NSAID Jahr 2

0.47

(0.39, 0.57)

0.41

(0.34, 0.49)

0.52

(0.43, 0.64)

0.46

(0.36, 0.58)

0.45

(0.36, 0.55)

0.54

(0.37, 0.79)

0.45

(0.35, 0.58)

0.27

(0.22, 0.34)

0.66

(0.54, 0.82)

0.35

(0.29, 0.42)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

3.7.2 QOLRAD

Abbildung 5 zeigt die Verteilung der Responder nach zwei Jahren für den QOLRAD. Der Anteil von Patienten mit einer Verschlechterung der Lebensqualität war mit einer Rate von 3-5% deutlich geringer als beim SF-36. Mit Ausnahme des Bereiches der körperlichen und sozialen Funktionen war die Responderrate deutlich über 50%.

▼ 38 

Abbildung 5: Anteil von Patienten mit klinisch relevant verbesserter (Responder), verschlechterter (Non-Responder) oder unveränderter Lebensqualität nach zwei Jahren (QOLRAD)

Auch beim QOLRAD unterschieden sich Responder und Non-Responder signifikant in ihren Ausgangswerten. Die Ergebnisse der multivariaten Analyse sind für diese Ausgangswerte adjustiert (Tabelle 16). Auf drei der fünf Skalen zeigte sich ein signifikanter Einfluss des Geschlechts. Frauen hatten schlechtere Aussichten auf eine klinisch relevante Verbesserung der Lebensqualität als Männer. Auch niedrigere Bildung war mit Ausnahme des Bereichs der körperlichen/sozialen Funktionen mit geringeren Chancen auf verbesserte Lebensqualität verknüpft. Personen ohne Beruf – aber keine Rentner – waren in den Bereichen Emotionen, Ernährung und Vitalität wahrscheinlicher in der Gruppe der Non-Responder. Einen stärkeren Einfluss als beim SF-36 hatten die Symptome. Personen mit deutlicher Verbesserung im Schweregrad hatten eine 10-30fach erhöhte Wahrscheinlichkeit einer verbesserten Lebensqualität. Weitere relevante Faktoren wie Begleiterkrankungen oder Medikation hatten keinen wesentlichen Einfluss.

Tabelle 16: Odds Ratios (95% Konfidenzintervalle, P-Werte) der signifikanten Variablen auf eine klinisch relevante Verbesserung der Lebensqualität (versus klinisch relevante Verschlechterung) nach zwei Jahren

 

Emotionen

Essen/ Trinken

Körperliche/ soziale
Funktionen

Schlaf

Vitalität

 

N=3220

N=3211

N=1504

N=3153

N=3430

Geschlecht:

Frauen

 

0.45

(0.30, 0.68)

 

0.60

(0.43, 0.84)

0.68

(0.49, 0.94)

P-WERT

 

<0.001

 

0.003

0.021

Ausbildung:

Abitur versus Hauptschule

2.69

(1.42, 5.09)

2.96

(1.54, 5.67)

 

2.07

(1.25, 3.44)

2.23

(1.36, 3.64)

P-WERT

0.021

0.001

 

0.002

0.001

Beruf Jahr 2:

Kein Beruf versus Beruf

0.39

(0.21, 0.69)

 

0.33

(0.16, 0.68)

 

0.49

(0.31, 0.77)

P-WERT

0.001

 

0.003

 

0.002

Alkoholkonsum Baseline

  

2.44

(1.42, 4.18)

  

P-WERT

  

0.007

  

RDQ Häufigkeit Verbesserung

Mittel versus Keine

  

2.21

(1.18, 4.13)

  

P-WERT

  

0.013

  

RDQ Häufigkeit Verbesserung

Hoch versus Keine

  

2.52

(1.03, 6.16)

  

P-WERT

  

0.043

  

RDQ Schwere Verbesserung

Mittel versus Keine

4.25

(2.79, 6.48)

6.67

(4.26, 10.43)

5.53

(2.94, 10.40)

6.51

(4.42, 9.60)

5.56

(3.86, 8.02)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

RDQ Schwere Verbesserung

Hoch versus Keine

11.36

(6.03, 21.41)

30.96

(11.92, 80.40)

17.59

(6.67, 46.39)

14.36

(8.30, 24.84)

9.56

(5.83, 15.69)

P-WERT

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

<0.001

Begleiterkrankungen Jahr 2

 

0.14

(0.05, 0.42)

   

P-WERT

 

<0.001

   

GERD Kategorie Jahr 2:

NERD versus A/B

  

0.43

(0.25, 0.74)

  

P-WERT

  

0.002

  

H. pylori

  

2.52

(1.36, 4.69)

  

P-WERT

  

0.003

  

Einnahme von GERD Medikamenten Jahr 2

 

0.21

(0.12, 0.37)

   

P-WERT

 

<0.001

   

Einnahme NSAID Jahr 2

  

0.29

(0.17, 0.49)

  

P-WERT

  

<0.001

  


Fußnoten und Endnoten

9  Abk: AGES: Allgemeine Gesundheitswahrnehmung; KÖFU: Körperliche Funktionsfähigkeit; PSYC: Psychisches Wohlbefinden; SOFU: Soziale Funktionsfähigkeit; VITA: Vitalität; EMRO: Emotionale Rollenfunktion; KÖRO: Körperliche Rollenfunktion; SCHM: Körperliche Schmerzen; PSK: Psychische Summenskala, KSK: Körperliche Summenskala



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23.05.2006