Ziel der Arbeit

In dieser Arbeit soll der Zusammenhang zwischen Autoimmunität und Infektionen, speziell die Hypothesen der molekularen Mimikry und der „Bystander-Aktivierung“ von T-Zellen, untersucht werden.

Dabei wird folgendermaßen vorgegangen:

  1. Zuerst soll das Ausmaß der Kreuzreaktivität des von den Mäusen exprimierten T-Zellrezeptors untersucht werden. Dazu werden Peptide auf Zellulosemembranen synthetisiert, bei denen jeweils an einer Position des MBPAc1-11-Peptids eine Aminosäure ausgetauscht wurde. An jede Position wird jede natürlich vorkommende Aminosäure gesetzt und die resultierenden Peptide in vitro zu Milzzellen gegeben. Anschließend wird die Proliferation gemessen (=Substitutionsanalyse). Durch Auswertung dieser Experimente kann das Supertop des T-Zellrezeptors festgestellt werden.
  2. In elektronischen Datenbanken können mithilfe der Ergebnisse der Substitutionsanalyse nach Peptidsequenzen gesucht werden, die in Bakterien vorkommen. Diese Peptide und bakterielle Lysate werden auf Zellulosemembranen und in Pulverform synthetisiert, auf Proliferation von Milzzellen und auf Induktion von EAE in den transgenen Mäuse getestet.
  3. Um die Hypothese der „Bystander-Aktivierung“ zu überprüfen, soll der Effekt von Lipopolysacchariden (LPS) auf CD4+-T-Zellen in vitro in den transgenen und in Wildtypmäusen untersucht werden. Insbesondere interessieren dabei die Proliferation und die Aktivierung der Zellen.
  4. Schließlich sollen die in vivo-Effekte von LPS auf die transgenen Mäuse untersucht werden. Hierbei wird besonders die Induktion von EAE untersucht, da bei dieser Erkrankung die Aktivierung von CD4+-T-Zellen eine Schlüsselrolle spielt.


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05.01.2005