Paehler , Jan: Kontinuierliche Messung des Herzzeitvolumens aus der rechtsventrikulären Druckkurve Validierung einer neuen Methode

Kapitel 2. Zielsetzung


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Eine Methode zur kontinuierlichen Bestimmung des Herzzeitvolumens soll entwickelt werden.

Diese Arbeit soll zeigen, daß sich aus der Druckkurve des rechten Ventrikels das rechtsventrikuläre Schlagvolumen errechnen läßt: Dazu wird nach der Pulskonturmethode versucht, über das Flächenintegral unter der rechtsventrikulären Druckkurve, begrenzt von einer Geraden durch die Schnittpunkte der RVP -Kurve mit dP/dt max und dP/dt min, das Schlagvolumen auf kontinuierlicher Basis zu bestimmen.

Um die Anwendbarkeit der Methode in physiologischen und pathophysiologischen Situationen zu überprüfen, werden verschiedene Tiermodelle entwickelt, in denen die Einflußgrößen, die das Herzzeitvolumen bestimmen (Vorlast, Nachlast und Kontraktilität), verändert werden.

Im Einzelnen soll untersucht werden:

Welchen Einfluß hat die Atmung auf die Schlagvolumenbestimmung anhand der Pulskonturmethode?
Die Atmung hat für die Betrachtung der Nachlast des rechten Ventrikels eine entscheidende Bedeutung. So führt die Inspiration zu einer Senkung, die Exspiration zu einer Erhöhung der Nachlast, und somit zu einer gegensinnigen Beeinflussung des Schlagvolumens. Durch Beatmung mit positiven Drücken wird der intrathorakale Druck erhöht und damit die Vorlast gesenkt. Gleichsinnig wirken Tachypnoe und PEEP -Beatmung und führen so zu einem verminderten Schlagvolumen.

Liefert die Methode auch bei Arrhythmien, hervorgerufen durch atriale und ventrikuläre Frequenzmodulation, korrekte Ergebnisse?

Eine Tachykardie verkürzt die Diastole und führt so über eine verminderte Vorlast zu einem geringeren Schlagvolumen. Ähnliches gilt für eine frühzeitig einfallende Extrasystole, allerdings erhöht sich beim nächsten Schlag bei erhöhter Vorlast gemäß dem Frank-Starling-Mechanismus das ausgeworfene Volumen.

Kann eine Variation des Schlagvolumens durch Applikation von Dobutamin richtig erkannt werden?

Das beta1-Sympathomimetikum Dobutamin bewirkt am Herzen eine Zunahme der Kontraktilität.

Welche Auswirkungen haben eine Ischämie und die nachfolgende Reperfusion auf die Aussagekraft der Methode?

Eine Koronarischämie führt zu einer Abnahme der Kontraktilität.


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Thu May 25 17:49:08 2000