Paehler , Jan: Kontinuierliche Messung des Herzzeitvolumens aus der rechtsventrikulären Druckkurve Validierung einer neuen Methode

Kapitel 4. Ergebnisse


22

4.1. Variation der Atmungsparameter

Abb. 5 zeigt den funktionellen Zusammenhang des per Ultraschall gemessenen Schlagvolumens ( SV ) und des errechneten Schlagvolumens ( SVRVP ) für die einzelnen acht Tiere unter Variation der Beatmungsparameter.

Hierbei läßt sich eine lineare Beziehung mit den folgenden Regressionsgeraden herstellen:

Tier 1

SV = 0,50 x SVRVP + 2,3

SE = ± 1,9 ;

R= 0,86 ;

p<0,001

Tier 2

SV = 0,54 x SVRVP + 0,2

SE = ± 1,5 ;

R= 0,84 ;

p<0,001

Tier 3

SV = 0,82 x SVRVP - 5,8

SE = ± 2,6 ;

R= 0,97 ;

p<0,001

Tier 4

SV = 1,09 x SVRVP - 13,5

SE = ± 1,1 ;

R= 0,95 ;

p<0,001

Tier 5

SV = 0,65 x SVRVP - 1,1

SE = ± 1,0 ;

R= 0,90 ;

p<0,001

Tier 6

SV = 1,04 x SVRVP - 9,9

SE = ± 1,3 ;

R= 0,95 ;

p<0,001

Tier 7

SV = 0,57 x SVRVP - 0,3

SE = ± 1,3 ;

R= 0,96 ;

p<0,001

Tier 8

SV = 0,36 x SVRVP - 0,9

SE = ± 0,7

R= 0,88 ;

p<0,001


23

Abb. 5: Korrelation von SV und SVRVP bei Variation der Atmungsparameter


24

Abb. 6 zeigt den funktionellen Zusammenhang des nach der Ultraschall-Transit-Time bestimmten Schlagvolumen ( SV ) und der errechneten Größe SVRVP bei Variation der Atmungsparameter über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 7.

Abb. 6: Vergleich zwischen SV und SVRVP unter Variation der Atmung über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 7.


25

4.2. Atriale Modulation

Abb. 7 zeigt den funktionellen Zusammenhang des per Ultraschall gemessenen Schlagvolumens ( SV ) und des errechneten Schlagvolumens ( SVRVP ) für die einzelnen acht Tiere unter atrialer Frequenzmodulation.

Hierbei läßt sich eine lineare Beziehung mit den folgenden Regressionsgeraden herstellen:

Tier 1

SV = 0,55 x SVRVP + 7,0

SE = ± 2,2 ;

R= 0,93 ;

p<0,001

Tier 2

SV = 0,66 x SVRVP + 2,5

SE = ± 3,3 ;

R= 0,94 ;

p<0,001

Tier 3

SV = 0,71 x SVRVP - 3,9

SE = ± 1,8 ;

R= 0,97 ;

p<0,001

Tier 4

SV = 1,08 x SVRVP - 13,1

SE = ± 1,6 ;

R= 0,91 ;

p<0,001

Tier 5

SV = 0,85 x SVRVP - 8,6

SE = ± 1,5 ;

R= 0,96 ;

p<0,001

Tier 6

SV = 0,80 x SVRVP - 3,5

SE = ± 1,7 ;

R= 0,85 ;

p<0,001

Tier 7

SV = 0,76 x SVRVP - 4,7

SE = ± 1,4 ;

R= 0,89 ;

p<0,001

Tier 8

SV = 0,39 x SVRVP - 5,2

SE = ± 1,0 ;

R= 0,97 ;

p<0,001


26

Abb. 7: Korrelation von SV und SVRVP unter atrialer Modulation


27

Abb. 8 zeigt den funktionellen Zusammenhang des nach der Ultraschall-Transit-Time bestimmten Schlagvolumen ( SV ) und der errechneten Größe SVRVP bei atrialer Frequenzmodulation über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 8.

Abb. 8: Vergleich zwischen SV und SVRVP unter atrialer Modulation über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 8.


28

4.3. Ventrikuläre Modulation

Abb. 9 zeigt den funktionellen Zusammenhang des per Ultraschall gemessenen Schlagvolumens ( SV ) und des errechneten Schlagvolumens ( SVRVP ) für die einzelnen acht Tiere unter ventrikulärer Frequenzmodulation.

Hierbei läßt sich eine lineare Beziehung mit den folgenden Regressionsgeraden herstellen:

Tier 1

SV = 0,51 x SVRVP + 0,3

SE = ± 3,0 ;

R= 0,94 ;

p<0,001

Tier 2

SV = 0,70 x SVRVP + 0,7

SE = ± 2,7 ;

R= 0,96 ;

p<0,001

Tier 3

SV = 0,66 x SVRVP - 2,0

SE = ± 1,9 ;

R= 0,94 ;

p<0,001

Tier 4

SV = 0,83 x SVRVP - 8,0

SE = ± 1,7 ;

R= 0,91 ;

p<0,001

Tier 5

SV = 0,71 x SVRVP - 2,8

SE = ± 1,2 ;

R= 0,97 ;

p<0,001

Tier 6

SV = 0,75 x SVRVP - 2,2

SE = ± 1,9 ;

R= 0,85 ;

p<0,001

Tier 7

SV = 0,59 x SVRVP + 1,1

SE = ± 1,5 ;

R= 0,88 ;

p<0,001

Tier 8

SV = 0,33 x SVRVP - 3,1

SE = ± 1,1 ;

R= 0,96 ;

p<0,001


29

Abb. 9: Korrelation von SV und SVRVP unter ventrikulärer Modulation


30

Abb. 10 zeigt den funktionellen Zusammenhang des nach der Ultraschall-Transit-Time bestimmten Schlagvolumen ( SV ) und der errechneten Größe SVRVP bei ventrikulärer Frequenzmodulation über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 5.

Abb. 10: Vergleich zwischen SV und SVRVP unter ventrikulärer Modulation über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 5


31

4.4. Applikation von Dobutamin

Abb. 11zeigt den funktionellen Zusammenhang des per Ultraschall gemessenen Schlagvolumens ( SV ) und des errechneten Schlagvolumens ( SVRVP ) für die einzelnen acht Tiere unter Applikation von Dobutamin.

Hierbei läßt sich eine lineare Beziehung mit den folgenden Regressionsgeraden herstellen:

Tier 1

SV = 0,50 x SVRVP + 4,7

SE = ± 4,1 ;

R= 0,87 ;

p<0,001

Tier 2

SV = 0,62 x SVRVP + 1,0

SE = ± 2,5 ;

R= 0,91 ;

p<0,001

Tier 3

SV = 0,84 x SVRVP - 6,3

SE = ± 2,9 ;

R= 0,95 ;

p<0,001

Tier 4

SV = 0,84 x SVRVP - 5,9

SE = ± 0,9 ;

R= 0,96 ;

p<0,001

Tier 5

SV = 0,63 x SVRVP - 0,4

SE = ± 2,6 ;

R= 0,93 ;

p<0,001

Tier 6

SV = 0,74 x SVRVP - 0,8

SE = ± 1,4 ;

R= 0,84 ;

p<0,001

Tier 7

SV = 0,75 x SVRVP - 3,3

SE = ± 2,0 ;

R= 0,95 ;

p<0,001

Tier 8

SV = 0,37 x SVRVP - 1,8

SE = ± 1,0 ;

R= 0,91 ;

p<0,001


32

Abb. 11: Korrelation von SV und SVRVP unter Applikation von Dobutamin


33

Abb. 12 zeigt den funktionellen Zusammenhang des nach der Ultraschall-Transit-Time bestimmten Schlagvolumen ( SV ) und der errechneten Größe SVRVP bei atrialer und ventrikulärer Frequenzmodulation und zusätzlicher Applikation von Dobutamin über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 3.

Abb. 12: Vergleich zwischen SV und SVRVP unter Applikation von Dobutamin über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 3


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4.5. Gesamtergebnisse für die einzelnen Tiere

Die Werte des per Ultraschall gemessenen Schlagvolumens ( SV ) und des nach der Pulskonturmethode errechneten Schlagvolumens ( SVRVP ) aus den verschiedenen Interventionen (Variation der Atmung, atrialer und ventrikulärer Modulation, sowie Applikation von Dobutamin) wurden für die einzelnen Tiere in Abb. 13 zusammengefaßt.

Hierbei läßt sich zwischen SV und SVRVP eine lineare Beziehung mit den folgenden Regressionsgeraden herstellen:

Tier 1

SV = 0,52 x SVRVP + 3,7

SE = ± 4,5 ;

R= 0,83 ;

p<0,001

Tier 2

SV = 0,72 x SVRVP - 2,5

SE = ± 3,5 ;

R= 0,92 ;

p<0,001

Tier 3

SV = 0,76 x SVRVP - 4,7

SE = ± 2,5 ;

R= 0,96 ;

p<0,001

Tier 4

SV = 0,91 x SVRVP - 8,6

SE = ± 2,0 ;

R= 0,88 ;

p<0,001

Tier 5

SV = 0,67 x SVRVP - 1,6

SE = ± 1,9 ;

R= 0,95 ;

p<0,001

Tier 6

SV = 0,76 x SVRVP - 2,2

SE = ± 1,7 ;

R= 0,96 ;

p<0,001

Tier 7

SV = 0,63 x SVRVP - 0,5

SE = ± 2,0 ;

R= 0,92 ;

p<0,001

Tier 8

SV = 0,43 x SVRVP - 6,6

SE = ± 1,8 ;

R= 0,92 ;

p<0,001

Die Steigung der einzelnen Regressionsgeraden wird von einigen Autoren als reziproker Wert der Impedanz Z der Ausflußbahn begriffen. Deshalb wurden die Steigungen als 1/ Z definiert und für die Z-Werte der einzelnen Interventionsgruppen eine Varianzanalyse (ANOVA) durchgeführt, die in Tabelle aufgeführt ist.

Tabelle 1: Durchschnittswerte und Standardabweichung von Auskommentiertes Element Z für die acht Tiere unter den verschiedenen Interventionen

 

Z (pi)

Standardabweichung

Atmungsparameter

1,63

0,62

Atriale Modulation

1,50

0,50

Ventrikuläre Modulation

1,69

0,59

Dobutamin

1,62

0,51

Die Werte sind normalverteilt ( p = 0,78) und haben eine gleiche Varianz ( p = 0,57). Zwischen den errechneten Z-Werten besteht für die verschiedenen Interventionsgruppen kein signifikanter Unterschied ( p = 0,142).


35


36

Abbildung 13 : Zusammenfassung der vier Interventionen für die einzelnen Tier


37

4.6. Ischämie

Abb. 14 zeigt den funktionellen Zusammenhang zwischen den per Ultraschall gemessenen Schlagvolumina ( SV ) und korrespondierenden berechneten Schlagvolumina ( SVRVP ), die während einer 30-minütigen Koronarischämie und in der folgenden Reperfusionsphase bestimmt wurden.

Hierbei läßt sich eine lineare Beziehung mit den folgenden Regressionsgeraden herstellen:

Tier 1:

SV = 0,40 x SVRVP + 0,8

SE = ± 1,0 ;

R = 0,92 ;

p<0,001

Tier 2:

SV = 0,35 x SVRVP + 2,0

SE = ± 0,9 ;

R = 0,96 ;

p<0,001

Tier 3:

SV = 0,47 x SVRVP + 2,9

SE = ± 1,6 ;

R = 0,98 ;

p<0,001

Tier 4:

SV = 0,38 x SVRVP - 1,2

SE = ± 0,8 ;

R = 0,92 ;

p<0,001

Tier 5:

SV = 0,24 x SVRVP + 5,8

SE = ± 1,2 ;

R = 0,99 ;

p<0,001

Tier 6:

SV = 0,29 x SVRVP + 2,6

SE = ± 1,5 ;

R = 0,96 ;

p<0,001

Tier 7:

SV = 0,41 x SVRVP - 0,6

SE = ± 1,1 ;

R = 0,98 ;

p<0,001

Tier 8:

SV = 0,53 x SVRVP - 4,4

SE = ± 1,5 ;

R = 0,90 ;

p<0,001


38

Abb. 14: Korrelation von SV und SVRVP unter Myokardischämie


39

Abb. 15 zeigt den funktionellen Zusammenhang von per Ultraschall bestimmten Schlagvolumen ( SV ) und der errechneten Größe SVRVP während der induzierten Ischämie und der anschließenden Reperfusion exemplarisch am Beispiel von Tier 2.

Abb. 15: Vergleich zwischen SV und SVRVP unter Myokardischämie über den gesamten Versuch am Beispiel von Tier 2

Die Dauer der Ischämie von der 2. - 32. Minute ist in der Abbildung gekennzeichnet. Tier 2 hatte nach 47 Minuten einen funktionellen Herzstillstand mit Kammerflimmern, der nach zwei Minuten kardiopulmonaler Reanimation durch Defibrillation behoben werden konnte.


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Thu May 25 17:49:08 2000