Pfeiler, Ute: Ergebnisse von Untersuchungen zur Bodenbelastung bei der Freilandhaltung von Schweinen

Thesen

  1. Bei Besatzdichten von 15-25 Sauen je Hektar und Jahr kommt es zu Stickstoffeinträgen, welche in ihrer Höhe das Maß einer guten fachlichen Düngepraxis z.T. weit übersteigen.
  2. Diese Stickstoffeinträge sind bedingt durch das artspezifische Dungabsetzverhalten der Schweine sehr ungleichmäßig auf der Fläche verteilt.
  3. Auch bei sehr niedrigen Besatzdichten kann es daher punktuell zu überhöhten Nährstoffeinträgen kommen.
  4. Die Ursachen dafür liegen vor allem in der z.T. ungünstigen Gehegegestaltung und der zu langen Nutzung großer Flächen.
  5. Die arteigenen Verhaltensweisen der Schweine lassen sich bei entsprechender Gehegegestaltung sehr gut zur Erzielung eines gleichmäßigeren Nährstoffeintrages ausnutzen.
  6. Eine Belegungsdauer von über einem Jahr bzw. ein mehrmonatiger Abstand zwischen Belegung und Fruchtanbau führen zu erheblichen Nährstoffverlagerungen, im ungünstigsten Fall zum Verlust des gesamten eingetragenen Stickstoffs.
  7. Besonders im Herbst kann es bei Anbau einer ungeeigneten Folgefrucht zur Stickstoffauswaschung kommen. Es sollte daher der Anbau einer schnellwüchsigen Zwischenfrucht erfolgen.
  8. Die verfügbare Arbeitszeit ermöglicht keine nachträglichen Sanierungsmaßnahmen auf den Flächen. Dem muß bei der Auswahl der Lösungsmöglichkeiten Rechnung getragen werden.
  9. Belegungsdichten von durchschnittlich 8-10 Sauen, die Nutzung kleiner Flächen bei häufigem Flächenwechsel mit sofort anschließendem Fruchtanbau und eine durchdachte Gehegegestaltung führen zu pflanzenbaulich gut verwertbaren Dungeinträgen.

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Fri Jun 9 13:39:29 2000