15 Didaktische Konzepte der Unterrichtsformen und Unterrichtswerkzeuge

Nachdem im letzten Kapitel didaktische Überlegungen zur Gestaltung des Formalerschließungsunterrichts angestellt worden sind, wird in diesem Kapitel beschrieben, wie jene Überlegungen in verschiedenen Unterrichtsformen umgesetzt werden können. Die in vorhergehenden Kapiteln beschriebenen informationstechnischen Werkzeuge werden auf ihre didaktische Tauglichkeit für die Formalerschließungsausbildung untersucht. Es werden Beispiele angeführt, wie in den früher beschriebenen Fernstudien sowohl Unterrichtsformen als auch Werkzeuge eingesetzt werden.

Früher lag der Schwerpunkt der bibliothekarischen Ausbildung auf der Anfertigung eines Katalogs. Mit der Einführung der Regelwerke standen diese im Mittelpunkt. Solange die beinahe einzige Aufgabe einer Formalerschließerin war, richtige Titelaufnahmen zu machen, dominierte der Vortrag über eben diese Regelwerke. Meist wurden die einzelnen Paragrafen der Reihe nach durchgenommen. Ein wesentlicher Teil waren immer die praktischen Übungen, bei denen, zunächst mit echten Büchern, später vor allem mit Kopien von Titelblättern, Karteikarten angefertigt und in die richtige Reihenfolge gebracht werden mussten.

Heute ist die Verbindung mit anderen Gebieten wie Management und Datenverarbeitung zu einem wesentlichen Bestandteil der Formalerschließung geworden. Ziel ist nicht mehr die Anfertigung von Karteikarten, sondern die Eintragung in Bibliothekssysteme, die Organisation der Arbeit und die benutzergerechte Gestaltung. Die Computerisierung erfordert die Anwendung zusätzlicher Regelwerke. Katalogisierungsfertigkeiten bedeuten die Verbindung eines bestimmten Regelwerks zur Formalerschließung (z.B. AACR2, RAK) in der zur Zeit gültigen Form mit einem konkreten Datenformat (z.B. MARC, MAB) in einem Bibliothekssystem, das in dem Gebiet verwendet wird, in dem die zukünftige Formalerschließerin arbeiten wird (ALEPH500, PICA etc.). Gleichzeitig müssen zukünftige Entwicklungen gelehrt werden, die voraussichtlich schon eingetreten sein werden, bevor die Ausbildung beendet ist. Eine Ausbildung für die ganze Zeit der Berufstätigkeit ist auf keinen Fall mehr möglich. Im Mittelpunkt steht daher auch das Verstehen und Problemlösen, das ermöglicht, mit diesen zukünftigen Entwicklungen umgehen zu können. Damit verbunden ist auch die Schulung zur Weiterbildung. Diese Forderungen beeinflussen die Wahl der Werkzeuge und Unterrichtsformen.

15.1 Unterrichtsformen

15.1.1 Direktunterricht

Die im Direktunterricht am häufigsten angewandten Unterrichtsformen sind nach wie vor Vorlesungen, Seminare und Übungen.

15.1.1.1 Vorlesungen, Seminare

Die theoretischen Grundlagen werden meist in Vorlesungen vermittelt, in Seminaren besteht die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und in den Übungen soll das Gelernte angewendet werden. Diese Einteilung wird in den meisten deutschen Ausbildungsstätten angewandt. Auch Lighthall empfiehlt eine Abwechslung von Vorlesung, Diskussion und Praxis.1 Manchmal werden die Vorlesungen in Form eines Lehrgesprächs abgehalten (München) und sind dann Seminaren ähnlich.

Vorlesungen und Seminare können zur Einführung in die Grundlagen dienen, etwa zur Erklärung über Arten und Funktionen von Katalogen, von Grundbegriffen in der Organisation und Datenverarbeitung etc. Vor allem Seminare sollten auch Vorbereitung für Übungen und Selbstlernphasen sein. Abzuraten ist davon, Lehrstoff in Vorlesungen zu präsentieren, der besser von den Studentinnen selbst entdeckt und erarbeitet werden kann.


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15.1.1.2  Übungen und Praxis

In der Formalerschließung spielen Übungen eine wichtige Rolle, weil praktische Tätigkeiten verinnerlicht werden müssen. Sie bilden in den meisten Formalerschließungsausbildungen einen Schwerpunkt. In Deutschland werden diese Übungen meist in Kleingruppen abgehalten, in der FH Hannover werden sie von einem Tutor betreut. Auch in Österreich wird versucht, bei der Ausbildung Titelaufnahmen in Gruppen erarbeiten zu lassen. Meist ist dies aber aufgrund der geringen Zeit, die zur Verfügung steht, nicht in größerem Umfang möglich.

Sowohl Saye als auch Inter betonen aus ihren Erfahrungen in den USA die Wichtigkeit des Unterrichts in Kleingruppen. Durch die Auseinandersetzung mit den anderen Gruppenmitgliedern verinnerlichen die Studentinnen die Regeln. Inter entwickelte dafür die SERA-Methode (Stimulation. Experimentation, Resolution, Analysis) Eine Gruppe von drei Lernenden erstellt gemeinsam anhand echter Vorlagen in 15-20 min. ein Katalogisat und verteidigt es anschließend in der Großgruppe. Die Lehrerin greift nur bei Fehlern ein (Inter in2,3).

Das Erarbeiten von Titelaufnahmen im Einzelstudium wird meistens für Hausübungen angewandt. Aber auch in Aus- und Fortbildungsveranstaltungen kann es Einzelerarbeitungsphasen geben, in denen selbstständig Titelaufnahmen versucht und danach im Plenum besprochen werden. Volk ließ Übungen an der Tafel von einzelnen Lernenden durchführen, wobei der Rest der Gruppe Anregungen gab.4

Zum Erlernen der Formalerschließung in einem Bibliothekssystem müssen Übungen am Computer durchgeführt werden. In der Anfangszeit des Computereinsatzes wurden oftmals Formulare mit den entsprechenden Kategorien benützt, die einzelnen Elemente per Hand ausgefüllt und später in den Computer übertragen.5 Das ist heute nicht mehr zielführend. Mit der direkten Eintragung in den Computer wird der Umgang mit zumindest einem Bibliothekssystem geübt.

Ob es notwendig ist, zunächst die Anfertigung von Katalogkarten zu erlernen um dann Eintragungen in ein Bibliothekssystem zu machen, ist eine Frage der Philosophie. Die meisten Ausbildnerinnen meinen, dass es erst durch die Erstellung von RAK-gemäßen Katalogkarten möglich ist, das Verständnis für die dem Regelwerk zugrundeliegenden Gedankengänge zu wecken. Demgegenüber meinen einige Formalerschließerinnen, dass ihre Arbeit nicht mehr viel mit Katalogkarten und schon gar nicht mit deren Ordnung zu tun hat. Wesentlicher ist die richtige Eintragung der Daten in die richtigen Kategorien, die Verwendung von Normdaten und die richtige Erstellung der Hierarchien zwischen den Datensätzen. Daneben verlangen Benutzerinnen oft Möglichkeiten der Suche, die im Regelwerk gar nicht vorgesehen sind und die dann nach lokalen Regeln in lokale Felder eingetragen werden müssen. Nach Meinung der Verfasserin wird sich dieses Problem mit dem zunehmenden Computereinsatz und den dadurch bedingten zwingenden Regelwerksänderungen von selbst erledigen. Wenn Katalogkarten nur noch in alten Katalogen zu finden sind, werden sie in der Ausbildung einen ähnlichen Platz einnehmen wie jetzt die „Preußischen Instruktionen“. Gelehrt werden die Grundprinzipien für die Suche.

Eine weitere Form des Einübens formalerschließerischer Tätigkeiten ist der Praxiseinsatz in einer Bibliothek. In die meisten bibliothekarischen FH-Studiengänge in Deutschland ist ein Praxissemester eingebunden, in dem der Einsatz in einer Katalogisierungsabteilung zumindest möglich ist. In Potsdam wird ein eigenes Katalogisierungsprojekt im Rahmen des Formalerschließungsunterrichts angeboten. Romero beschreibt ein Projekt der University of [Seite 194↓]Illinois, bei dem Studentinnen Videokassetten im Rahmen eines Katalogisierungslabors erfassen. Die Studentinnen fanden durch die Praxis mehr Selbstvertrauen.6

Durch die Einbindung von Praxiskomponenten wird es im Rahmen des Studiums ermöglicht, die Realität so kennenzulernen, wie sie ist. Dadurch kann das Verhalten in der späteren Berufsausübung trainiert werden.

15.1.1.3 Kurse, Kongresse, Tagungen

Durch die rasante Weiterentwicklung der Informationstechnologien und damit der Änderung ihres Einsatzes in der Formalerschließung ist ständige Weiterbildung notwendig. Der Weiterbildung dienen Fortbildungskurse, Seminare, Kongresse und Tagungen (siehe auch7).

In Formalerschließungs-Seminaren werden normalerweise Themen behandelt und spezielle Fertigkeiten geübt, die in der normalen Ausbildung wenig oder keinen Raum hatten, wie z.B. die Katalogisierung von speziellen Materialien. Für Nicht-Ausgebildete gibt es Einführungsseminare. Bei wesentlichen Neuerungen in der Katalogisierungspraxis dienen zumeist Fortbildungskurse zur Schulung der Katalogisiererinnen. So wurden z.B. bei der Einführung der RAK in Deutschland eine Fülle von Veranstaltungen durchgeführt (siehe z.B.8,9,10,11,12) In der Regel werden Seminare und Kurse von großen Bibliotheken, bibliothekarischen Ausbildungsstätten oder bibliothekarischen Organisationen angeboten, z.B. von „Der Deutschen Bibliothek“, der „Österreichischen Nationalbibliothek“ oder der OCLC.

Auf Tagungen und Kongressen wird meist von Fachleuten über die neuesten Entwicklungen referiert. Beispiele dazu sind der jährlich veranstaltete deutsche Bibliothekartag und der österreichische Bibliothekartag, der alle zwei Jahre stattfindet. Bei Seminaren, Kongressen und Tagungen ist nicht nur die Präsentation des fachlichen Wissens von Bedeutung, sondern auch der Kontakt mit Kolleginnen aus anderen Bibliotheken.

15.1.2 Fernunterricht

15.1.2.1 Vorlesungen, Konsultationen

Beim Fernunterricht können Vorlesungen mittels Audio- oder Videokonferenz übertragen werden. Dabei sollte man beachten, dass die Aufmerksamkeit der Studentinnen durch die zwischen ihnen und dem Vortragenden liegende Technik beeinträchtigt ist. Vorlesungen in dieser Art müssen besonders lebendig gestaltet werden. Durch Abwechslung in der Präsentation und unerwartete Elemente wird Eintönigkeit und damit das Abgleiten der Gedanken vermieden.

In manchen Fernlehrprogrammen werden statt der Vorlesungen Konsultationen abgehalten. In den Staaten des ehemaligen Ostblocks werden die meisten Fernstudien mit Hilfe von [Seite 195↓]Konsultationen und Phasen des Selbststudiums mit gedrucktem Material gestaltet, weil die elektronischen Medien weder an den Ausbildungsstätten noch an den Aufenthaltsorten der Studentinnen in genügendem Maß zur Verfügung stehen. Beim postgradualen Fernstudium der Humboldt-Universität finden Konsultationen in Berlin statt, beim Fernstudium in Verbindung mit der Universität Koblenz-Landau mittels Videokonferenz. Konsultationen kann man als Mischform zwischen Vorlesungen und Seminar bezeichnen. Die Studentinnen haben im Selbststudium zumindest einen Teil des Lernstoffes erarbeitet, die Dozentin beantwortet Fragen dazu, trägt wichtige Theorien vor und stellt neue Aufgaben.

15.1.2.2 Beratungsstunden

Die „Beratungsstunden“ in Studienzentren, die in einigen Fernlehrgängen in den USA und in Asien angewandt werden, dienen dem gleichen Zweck wie die Konsultationen. Zu vorher festgelegten Zeiten treffen sich Studentinnen und Lehrerinnen an Orten, die im Vergleich zur das Fernstudium anbietenden Organisation in der Nähe der Wohnorte der Studentinnen liegen. In manchen Kursen stehen dafür Tutorinnen vor Ort zur Verfügung, in anderen reisen die Dozentinnen an. Meist wird die Form der „Beratungsstunden“ in Fernlehrgängen angewandt, die eindimensional verlaufen, z.B. durch die Zusendung von Lernmaterial oder durch Ausstrahlung von Radio- oder Fernsehsendungen. Die Treffen dienen bei diesen Studien dem persönlichen Kontakt.

15.1.2.3 Allgemeine Schulungen vor Ort

In den meisten bibliothekarischen Fernstudienprogrammen sind persönliche Treffen in irgendeiner Form vorgesehen. In einigen Studien gibt es in jedem Fach Anwesenheitsphasen am Standort der veranstaltenden Organisation oder an anderen Plätzen (siehe Konsultationen, Beratungsstunden). In anderen Studiengängen ist nur ein Teil der Lehrfächer im Fernstudium zugänglich. Andere bieten Einführungsveranstaltungen, Praxiskomponenten etc. an. Zu bedauern ist, dass Lehrveranstaltungen in Formalerschließung tendenziell eher bei den Direktveranstaltungen zu finden sind.

In Großbritannien und Australien werden solche Schulungen vor Ort abgehalten. Bei der offenen Universität in Aberysthwyth dienen die „residental schools“ vor allem der Vermittlung praktischer Fertigkeiten, an der Charles Sturt University in Australien und der Högskolan i Boras in Schweden dem persönlichen Kennenlernen der Studentinnen und dem Klären von Problemen. Auch Prüfungen werden bei diesen persönlichen Treffen abgehalten.

Die offene Universität Katalonien arbeitet mit verschiedenen kulturellen Zentren im Land zusammen um den Studentinnen sowohl den Zugang zu Medienbibliotheken und Videokonferenzräumen zu ermöglichen als auch zur Abhaltung von Veranstaltungen um die Studentinnen in das normale Universitätsleben einzubinden.

Gibson und König berichten von den Schwierigkeiten eines „Nur-Freitags-Studienprogramms“ an der Universität Illinois. Alle Kurse für die Fernstudentinnen werden am Freitag zusammengefasst. Die Studentinnen müssen einmal pro Woche zum Campus anreisen und den Rest der Woche mit Selbststudium verbringen.13 In den USA werden einige bibliothekarische Studienprogramme an nur einem Tag der Woche angeboten um Berufstätigen die Möglichkeit zu geben, das Studium zu absolvieren. Diese Form des Fernunterrichts ist für die Studierenden sehr anstrengend und sollte nur dort eingesetzt werden, wo Fernunterricht mit Hilfe der neuen Medien nicht möglich ist.

15.1.2.4 Übungen

Das selbstständige Erarbeiten von Titelaufnahmen ist ein wichtiger Teil der Ausbildung, der auf die Praxis vorbereiten soll. Im Rahmen eines Fernstudiums sind solche Übungen etwas [Seite 196↓]aufwändiger, aber möglich. Die Aufgaben und Kopien von Titelblättern können auf Internetseiten platziert werden. Eine Tutorin, an die die Katalogisate mittels eMail übersandt werden, verbessert die Übungen. Durch die Anwendung geeigneter Software ist es möglich, partnerschaftliche Katalogisierungsübungen durchzuführen. Auch die SERA-Methode von Inter kann mit Hilfe von Kommunikationssystemen durchgeführt werden, entweder innerhalb einer Videokonferenz oder mit Hilfe einer Computerkonferenz bzw. eines Chatrooms.

Durch die von vielen Bibliothekssystemen angebotenen Testsysteme ist es möglich, im Fernunterricht Titelaufnahmen so zu machen, wie es in den meisten Fällen in der Praxis vor sich geht. Es muss aber im Einzelfall geklärt werden, ob es technisch machbar und rechtlich gestattet ist, den Studentinnen den Zugang zum jeweiligen Testsystem von zu Hause aus zu ermöglichen. Wenn auch die Tutorin Zugang zum entsprechenden System hat, kann Hilfestellung direkt bei der Arbeit des Katalogisierens geboten werden.

Gerade im Rahmen des Fernunterrichts ist der Einsatz in einer Bibliothek im Rahmen eines Praktikums wichtig, vor allem für die Studentinnen, die nicht bereits in einer Bibliothek arbeiten. Neben den zu erlernenden Fertigkeiten ist die Praxis eine Möglichkeit des direkten sozialen Kontakts. Dabei ist aber zu bedenken, dass Fernstudien meist deshalb gewählt werden, weil Einschränkungen in der zeitlichen und örtlichen Bewegungsfreiheit bestehen. Deshalb kann die Praxisphase, auch wenn das unter Umständen didaktisch wünschenswert wäre, keinen zu großen Raum einnehmen. Außerdem sollten großzügige Ausnahmeregelungen möglich sein.

15.2 Werkzeuge

15.2.1 One alone

Die klassischen Werkzeuge wie Lehrbücher oder Regelwerke können sowohl im Direkt- als auch im Fernunterricht eingesetzt werden. Für die One-alone-Lernerin müssen sie meist als Informationsquelle genügen.

Die Auswahl an Internetseiten mit Angeboten für Formalerschließerinnen weitet sich immer mehr aus. Die Library of Congress bietet für Katalogisiererinnen, die die amerikanischen Regelwerke anwenden, neben allgemeinen Information auch eine Fülle von Anleitungen zur Anwendung dieser Regelwerke 14. Auch Die Deutsche Bibliothek hat im WWW einige Informationen für die Formalerschließung 15. Als „Nachschlagewerk“ für die tägliche Arbeit und „Nachhilfe“ bei Problemen müssten diese Angebote allerdings noch wesentlich ausgebaut werden.

15.2.1.1 Regelwerke

Die Regelwerke sind das Rückgrat der täglichen Arbeit der Formalerschließerinnen. Dementsprechend spielen sie im Unterricht eine große Rolle. Um mit ihnen umgehen zu können, ist es wichtig, sie bereits in der Ausbildung verwendet zu haben.

15.2.1.1.1 Einsatz

In vielen Ländern der Welt werden die AACR2 als Formalerschließungsstandard und MARC in seinen nationalen Abwandlungen als Standard-Datenformat eingesetzt. Von den AACR2 gibt es Kurzfassungen. Saye empfiehlt jedoch, in der Ausbildung die Vollversion zu verwenden.16 Chan meint, dass Regelwerke wegen fehlender Erklärungen nicht für Anfänger geeignet sind.17


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In Deutschland wird in der Ausbildung meist mit der RAK-WB gearbeitet, z.T. auch mit den anderen Ausgaben der RAK. In manchen Studiengängen werden die „Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der preussischen Bibliotheken“ präsentiert. Das Datenformat MAB2 ist in die Bibliothekssysteme in der Regel bereits integriert, es wird aber auch in gedruckter Form oder im Internet angeboten.

Die Anwendung der lokalen Regelwerke bildet, wie schon gezeigt wurde, den Schwerpunkt der meisten Ausbildungen. Zur Demonstration werden, vor allem in Australien, Großbritannien und Polen, auch andere Regelwerke vorgestellt. Beim postgradualen Fernstudium in Berlin wird empfohlen, die Ausgaben der ISBD und das Dublin Core Metadata Element Set zumindest anzusehen.

15.2.1.1.2 Empfehlungen

Der Einsatz von Regelwerken in der Ausbildung sollte stufenweise erfolgen. Für Anfänger ist es einfacher, zunächst nur die für das jeweilige Beispiel relevanten Paragrafen präsentiert zu bekommen. Später sollte es aber auch Übungen geben, in denen direkt mit den Regelwerken gearbeitet wird um einen Einblick in die reale Arbeitswelt zu bekommen und sich auch im Beruf allein weiterhelfen zu können.

Sowohl bei der Ausbildung, vor allem beim Fernunterricht und bei der täglichen Arbeit wäre es hilfreich, wenn Regelwerke auch online zur Verfügung stünden. Ein Beispiel dafür, wie das zu bewerkstelligen ist, ist „RAK-WB als Hypertext“, ein Projekt, das im Institut für Bibliothekswissenschaft durchgeführt, aber leider nicht mehr aktualisiert wurde.

15.2.1.2 Lehrbücher, Skripten

Lehrbücher und Skripten sollen die Erklärungen bieten, die den Regelwerken abgehen, und dadurch ergänzend wirken. Oft werden sie im Unterricht statt der Regelwerke eingesetzt. Im Fernstudium sind Lehrbücher in vielen Fällen die Hauptgrundlage für das Erlernen der Regeln und Standards.

15.2.1.2.1 Einsatz

Das wichtigste Lehrbuch für Formalerschließung in Deutschland ist „Katalogisierung nach den RAK-WB“ von Haller und Popst.18 Es ist bereits in der 5. Auflage erschienen und wird zumindest bei fünf Kursen in Deutschland und zwei Kursen in Österreich verwendet. Daneben wird auch die „Katalogkunde“ von Haller für die Vermittlung der allgemeine Lehre über Kataloge empfohlen. An der Högskolan i Boras in Schweden lernen die Studentinnen im Fernstudium nach einem Lehrbuch mit Übungen. In manchen Kursen werden auch Artikel über Formalerschließung im Unterricht eingesetzt.

1992 lief ein Projekt der Fachhochschule Stuttgart gemeinsam mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Fachbereich Buch und Museum in Leipzig zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien für die Formalerschließungsausbildung für öffentliche Bibliotheken. Das Material wurde in LARS-Datenbanken erfasst und daraus wurden dann Skripten und Übungen erstellt.19 In Salzburg wird nach einem eigenen Skriptum gearbeitet, in Graz gibt es Anleitungen für die Katalogisierung im Bibliothekssystem ALEPH500.

In einigen Bibliotheken, vor allem in den USA und Australien, wird für Fernstudentinnen ein besonderer Service angeboten. Dafür gibt es sogar meist eigene Abteilungen. Ein Teil des Services ist das zur Verfügung Stellen von Regelwerken und Lehrbüchern in größerer Zahl. Die Entlehnbedingungen werden vereinfacht und Werke per Post zugestellt. Dokumente werden eingescannt und Linksammlungen erstellt.


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Gerade für den Fernunterricht empfiehlt sich der Einsatz von elektronischen Lehrbüchern. Im Bereich der Formalerschließung wiegt der Nachteil, diese Bücher nur mit technologischer Hilfe lesen zu können, nicht so schwer wie in anderen Bereichen. Meist werden sie zum Nachschlagen in Verbindung mit der Arbeit genützt, die am Bildschirm stattfindet. An der FH Hannover werden über das Internet Skripten, Flussdiagramme und Beispiellösungen angeboten, in Stuttgart das Online-Skript „Grundlagen der Formalerschließung“ von Payer.20 An der Charles Sturt University in Australien wird in „Informationsorganisation“ ein vom unterrichtenden Professor, Prof. Ross Harvey, selbst verfasstes Lehrbuch verwendet. Dieses Lehrbuch wird auch an anderen Universitäten in Australien und Neuseeland eingesetzt. In Kürze wird es überarbeitet und online mit Begleitmaterial auf CD-ROM erscheinen. Zusätzlich erhalten die Studentinnen ausführliche Skripten mit organisatorischen Angaben, Erklärungen zum Fach, Pflichtlektüre, Übungsbeispielen und Prüfungsbeispielen.

15.2.1.2.2 Empfehlungen

Bei der Verwendung von Lehrbüchern sind die Ansichten geteilt. Chan machte 1987 eine Umfrage unter den damals 44 ALA-akkreditierten LIS-Ausbildungsstätten über den Einsatz von Lehrbüchern im Unterricht.21 Die Beurteilung schwankte von ausgezeichnet bis unbrauchbar, von zu wenig Details bis zu viel Details. Einige der Lehrbücher wurden durch zusätzliche Skripten angepasst. Viele Schulen gaben an nur mit den Werkzeugen, ohne Lehrbücher zu arbeiten.

Lehrbücher und Skripten können die komplizierten Regelungen in der Formalerschließung so aufbereiten, dass sie für die Studentinnen leichter verständlich werden. Der Nachteil besteht in der linearen Struktur, die Verbindungen mit zusammen gehörenden Teilen nur unzureichend aufzeigen kann. Dieser Nachteil kann von verlinkten Online-Dokumenten ausgeglichen werden.

In Verbindung mit Übungen weiten sich elektronische Lehrbücher zu Lernprogrammen aus.

Artikel können eine wertvolle Hilfe bieten, allgemeine Probleme der Formalerschließung zu erarbeiten. So können sie z.B. eine Grundlage für Projekte sein.

15.2.1.3 Titelblattkopien, Beispielsammlungen

Auch im Selbststudium müssen Titelaufnahmen geübt werden. Das geschieht meist auf zweierlei Arten. In manchen Studien werden Titelblattkopien ausgegeben und die Übungskatalogisate von Dozentinnen verbessert. Noch mehr in den Bereich des Selbststudiums fallen Beispielsammlungen, bei denen auch die Lösung angeben ist und verglichen werden muss.

15.2.1.3.1 Einsatz

In Deutschland und Österreich weit verbreitet ist die Erstellung von Titelaufnahmen anhand von Titelblattkopien. Im Direktunterricht werden meist Papierkopien oder Kopien auf Overheadfolien verwendet. Beim Fernunterricht, an der FH Hannover auch in der Direktausbildung, sind Titelblätter und Lösungen eingescannt und im Internet zugänglich. In einigen Artikeln aus den USA wird empfohlen, statt der Titelblattkopien echte, attraktive Bücher zu verwenden (Inter in22,23). Auch in Stuttgart werden Hüllen von CD-ROMs und andere Nichtbuchmaterialien eingesetzt.

Noch bevor die ersten Lehrbücher erschienen, waren Beispielsammlungen die ersten Hilfen um die RAK zu erlernen.24,25,26,27 In Österreich ist eine Mappe mit 100 Beispielen mit [Seite 199↓]steigendem Schwierigkeitsgrad im Einsatz. Das dazugehörende Lösungsheft enthält für jedes Beispiel die richtige Aufnahme nach RAK-WB (Karteikarte) und die jeweils zur Lösung wichtigen Paragrafen der RAK-WB, ergänzt um die österreichischen Besonderheiten.28 Diese Beispielmappe wird bei der Einschulung von neuen Mitarbeitern, bei den verschiedenen formalen Ausbildungen (verwaltungsinterne Ausbildung, FH Eisenstadt) und in den Weiterbildungskursen verwendet. Inzwischen steht sie für Formalerschließerinnen auch online zur Verfügung.

An der Edith Cowan University in Australien hat die das Fach Katalogisierung unterrichtende Dozentin selbst eine Beispielsammlung auf CD-ROM erarbeitet und dem Fernstudienbereich der Bibliothek zur Verfügung gestellt.

15.2.1.3.2 Empfehlungen

Der Einsatz von Titelblattkopien an Stelle von echten Vorlagen hat Vor- und Nachteile. Durch die Verwendung echter Vorlagen ist die Übungssituation ähnlicher der realen Arbeitssituation. Für Fortgeschrittene sind die echten Vorlagen attraktiver und haben mehr Übungswert. Die Auswahl nicht nur für das jeweils zu Vermittelnde typischer, sondern auch interessanter Vorlagen steigert den Anreiz.

Eine Möglichkeit zur Benutzung von Originaldokumenten für den Fernunterricht wäre die Studentinnen dazu anzuregen, sich aus nahegelegenen Bibliotheken selbst Beispiele für die verschiedenen Regeln der Regelwerke zu besorgen. Dies stellt jedoch große Anforderungen an die Tutorin.

Die kopierten Titelblätter vereinfachen schon durch ihre Auswahl die Katalogisierung (keine lange Überlegung, was denn nun das Titelblatt der Vorlage sein könnte, kein mühsames Suchen nach den für die Katalogisierung notwendigen Angaben). Für Anfänger ist diese Vereinfachung vorzuziehen. Für Fernstudentinnen ist es einfacher, wenn sie kopierte oder eingescannte Titelblätter zur Verfügung haben.

Ein weiterer Vorteil der kopierten Titelblätter ist die Möglichkeit eine Sammlung von Beispielen (und Lösungen) für den täglichen Gebrauch bei der Hand zu haben. Verwendet man im Unterricht echte Vorlagen, könnte man nach Beendigung der Übungen Kopien der Titelblätter zu den erarbeiteten Lösungen anbieten.

Bei der Anfertigung von Titelblattkopien ist auf die gute Lesbarkeit zu achten. Die Attraktivität wird durch Farbkopien gefördert.

Die Katalogisierung von Online-Dokumenten macht die Diskussion über Original oder Titelblattkopie hinfällig. Gerade für Fernstudien eignen sich Onlinedokumente zum Einüben der entsprechenden Regeln, weil sie in demselben Medium zugänglich sind wie das Lernmaterial und (evtl.) die Übungsdatenbank.


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Beispielsammlungen sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo es nötig ist, die Formalerschließungsfertigkeiten ausschließlich im Selbststudium zu erwerben. Für Fernstudien mit Hilfe der Informationstechnologien ist es besser, den Studentinnen Lernprogramme anzubieten, die die Funktion eines Lehrbuchs mit Übungen verbinden. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Übungen in dem Medium stattfinden, das später bei der Arbeit benützt wird.

15.2.2 One to one

15.2.2.1 Lehrbriefe

Der klassische Fernunterricht wurde mit Lehrbriefen durchgeführt. Anleitungen mussten durchgearbeitet und an die Dozentin eingesandt werden. Diese gab schriftliches Feedback.

15.2.2.1.1 Einsatz

An der Humboldt-Universität zu Berlin wurde 1971/72 mit dem Fernstudium Bibliothekswissenschaft begonnen. In den Lehrbriefen musste ein Gesamtüberblick über die RAK gemacht werden, bevor sie überhaupt fertig war. Zum Studium war notwendig, die vorhandenen Teile des Regelwerks und Sekundärliteratur zu lesen.29 Die Lehrbriefe von Wille erschienen in mehreren Auflagen, die Gestaltung ließ aber zu wünschen übrig.30,31 Andere Lehrbriefe, sowohl für RAK-WB (am wichtigsten sind die Lehrbriefe von Jung und Bienert)32,33,34, als auch für andere Teile der RAK folgten.35 Bendig beschreibt ein Projekt zur Erstellung von Fortbildungskursen mit Hilfe von Lehrbriefen. Es wurde ein RAK-Kurs erstellt und in Baden-Württemberg getestet.36

Meist waren die Lehrbriefe einfach gestaltet und druckmäßig von schlechter Qualität. Manche Lehrbriefe funktionierten nach den Prinzipien des Programmierten Unterrichts, meistens wurde aber eine Einführung gegeben, an die sich Beispiele anschlossen.

In Südafrika und Schweden wurden die ersten bibliothekarischen Fernstudien ebenfalls mittels Lehrbriefen durchgeführt (siehe z.B.37). Vor allem in Asien ist diese Methode immer noch weit verbreitet, z.B. in Indien und an der Offenen Universität Sukkothai Thammathirat in Thailand.


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15.2.2.1.2  Empfehlungen

Lehrbriefe sind eine einfache und billige Methode des Fernstudiums, wenn keine anderen Kommunikationsmöglichkeiten bestehen. In den Ländern, in denen ein großer Teil der Bevölkerung Zugang zu Computern und Internet hat, sind sie nicht mehr zeitgemäß. Durch die neuen Medien ist es leichter, didaktisch anspruchsvollere und für die Studentinnen anregendere Studienprogramme zur Verfügung zu stellen.

15.2.2.2 Computerlabor

Computerlabors sind ein wichtiges Hilfsmittel im Formalerschließungs-Direktstudium. Die Studentinnen lernen an Übungsbeispielen ihre zukünftige Arbeit kennen. Die meisten Bibliothekssysteme haben dafür Übungsdatenbanken integriert.

15.2.2.2.1 Einsatz

In den meisten Diplombibliothekarinnenausbildungen, z.B. an der FH Hannover, der FH Köln, der Beamtenfachhochschule München, der FH Potsdam und der FH Stuttgart sind Übungen mit einem Bibliothekssystem vorgesehen. Rowley und Fisher beschreiben die Verwendung von BookshelF (sic!), einem in Großbritannien verbreiteten Bibliothekssystem, bei der Ausbildung von LIS-Studentinnen im Department of Library and Information Studies am Manchester Polytechnikum. Gefördert wird das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Informationsmanagement und Informationsnutzung.38

Kovacs berichtet über die Anwendung eines Katalogisierungslabors im Department of Library and Information Studies an der University of North Carolina in Greensboro, bei dem Demoprogramme verschiedener Bibliothekssysteme zur Verfügung standen. Die Lernenden begrüßten, Erfahrungen mit verschiedenen Programmen machen zu können, bevor sie sich als Verantwortliche für den Ankauf eines bestimmten Programmes entscheiden mussten.39

Den Verbundsystemen in Deutschland und Österreich liegt MAB2 als Datenformat zugrunde. In ALEPH500 werden die entsprechenden Kategorien in der Katalogisierungsmaske angezeigt. Das hilft, zugleich mit dem Bibliothekssystem auch das Datenformat zu lernen. Das Kennen und Verstehen der Kategorien hilft wieder bei der Anwendung eines anderen Bibliothekssystems, das das gleiche Datenformat verwendet.

15.2.2.2.2 Empfehlungen

Computerlabors bieten sich an um den Studentinnen im Direktstudium Übungsmöglichkeiten zu geben. Es wäre empfehlenswert, wenn den Studentinnen mehrere Bibliothekssysteme zur Verfügung stünden. So könnten Gemeinsamkeiten und Grundprinzipien erarbeitet und die Flexibilität der Lernenden gefördert werden.

Im Fernstudium ist der Einsatz von Computerlabors nur möglich, wenn sie in der Nähe des Aufenthaltsortes der Studentinnen zur Verfügung stehen. Wenn es lizenzmäßig möglich ist, sollten Testdatenbanken über das Internet angeboten werden, wobei die Tutorin zugleich Zugriff hat und Hilfestellung geben kann.

In fortgeschrittenerem Stadium sollten die Computerübungen auch die Konstruktion einfacher Datenbanken mit dem MAB2-Format, sowie die Erstellung geeigneter Import- und Exportfiles enthalten.


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15.2.2.3  eMail

Im Formalerschließungs-Fernuntericht wird eMail meist für die Beratung bei Katalogisierungsproblemen und das Übersenden von Übungsbeispielen als Attachement eingesetzt.

15.2.2.3.1 Einsatz

Die meisten Fernlernangebote in den USA, Europa und Australien verwenden eMail als Medium zum Austausch zwischen Personen. Tutorinnen und / oder Beraterinnen stehen zur Verfügung.

15.2.2.3.2 Empfehlungen

Gegenüber Lehrbriefen hat eMail den Vorteil, den Kontakt unmittelbarer zu ermöglichen, keine zusätzlichen Kosten zu verursachen und als spontaner und damit persönlicher empfunden zu werden. eMail dient auch zum Kontakt der Studentinnen untereinander und ist damit ein wichtiges Hilfsmittel zur Überbrückung der Isolation.

Im Gegensatz zu telefonischem Kontakt oder einer Computerkonferenz ist die Verwendung von eMail asynchron. Das bedeutet, dass eMail dort eingesetzt werden sollte, wo keine unmittelbare Verbindung notwendig ist, etwa zur Rücksendung von verbesserten Übungen. Individuelle Beratung sollte zumindest auch über synchrone Medien erfolgen.

15.2.3 One to Many

15.2.3.1 Studienführer

Studienführer sind eine Zusammenstellung aus allgemeinen Angaben, didaktisch aufbereiteter Information für die Lernenden, Beispielen und Arbeitsanleitungen, z.B. Pflichtliteratur oder Aufgabenstellungen.

15.2.3.1.1 Einsatz

In den meisten Studiengängen, die im Internet angeboten werden, steht den Studentinnen Material mit mehr oder weniger Multimediaeinbindungen zur Verfügung.

An der Humboldt-Universität zu Berlin werden Studienführer in beiden Fernstudiengängen der bibliothekarischen Ausbildung eingesetzt. Durch die Verwendung des Internets als Transportmittel können verschiedene Medien eingebunden werden: Texte, Bilder, Grafiken, PDF-Dateien, Tutorien, Multimediapräsentationen, interaktive Medien, gescannte Vorlagen und Folien, sowie ausführbare Programme. Die Einbindung von Video wäre auch möglich, in der Praxis haben die Studentinnen aber nicht den dazu notwendigen Breitbandanschluss.40

15.2.3.1.2 Empfehlungen

In der Formalerschließungsausbildung beinhalten Studienführer zumeist Angaben über die Lehrinhalte, Lehrbücher und Regelwerke, Beispiele für Titelaufnahmen und Übungsbeispiele.

In Literaturlisten können neben Printmaterialien Links zu elektronischen Quellen angegeben werden. Studienführer können auch als Tor zur gesamten virtuellen Ausbildung in Formalerschließung dienen, wenn alle Angebote im Internet vereint sind. So sind z.B. Links zu Lernprogrammen, Chatrooms, Diskussionslisten, eMail-Adressen der Tutoren oder Videokonferenzen, sofern sie über das Internet durchgeführt werden, möglich.


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15.2.3.2  Overheadfolien, Präsentationen, Dias

Im Unterricht – sowohl beim Direktunterricht als auch beim Fernunterricht (Videokonferenz) – werden Overheadfolien und Präsentationen, manchmal auch Dias zur Erläuterung der Theorie oder zur Demonstration von Beispielen eingesetzt.

15.2.3.2.1 Einsatz

Der Einsatz von Overheadfolien ist beim Direktunterricht meist schon zur Routine geworden. In Innsbruck bekommen die Teilnehmerinnen Ausdrucke der Overheadfolien zur Verfügung gestellt. In Graz und Innsbruck werden von den Vortragenden selbst erstellte PowerPoint-Präsentationen verwendet, die die Katalogkunde und die Grundsätze der RAK-WB erklären.

Im Fernunterricht werden diese Methoden in der Regel nur dann angewendet, wenn eine gute Einbindung mit Hilfe der Informationstechnologien gewährleistet werden kann.

15.2.3.2.2 Empfehlungen

Bei Overheadfolien, ganz besonders, wenn sie in Videokonferenzen präsentiert werden, ist auf die gute Lesbarkeit zu achten. Die Seiten dürfen nicht überladen, die Schrift nicht zu klein gewählt werden. Das gilt besonders für Kopien von Haupttitelseiten.

Den Einsatz von Dias sieht die Verfasserin als etwas problematisch an. Durch die notwendige Abdunklung des Raumes ist es nicht möglich, gleichzeitig das Dia und dazugehörendes Printmaterial (z.B. die Vorlage) zu betrachten. Auch die Anfertigung von Notizen wird erschwert. Deshalb ist der Einsatz von Overheadfolien vorzuziehen.

Präsentationen sind im Fernunterricht leichter einsetzbar als Overheadfolien, weil sie direkt auf die Computer der Teilnehmerinnen transferiert werden können. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass Präsentationen während einer Synchronübertragung oder zumindest mit begleitenden Erklärungen eingesetzt werden. Im Selbststudium ist es besser, statt Präsentationen Lernprogramme zu verwenden, weil sich die Lernenden bei Präsentationen zwangsläufig passiver verhalten.

15.2.3.3 Videos, Tonbänder, Mulitmedia-CD-ROM

Tonbänder und Videos werden oft dort als Hilfsmittel in der Ausbildung eingesetzt, wo das Internet nicht zur Verfügung steht. Sie dienen aber auch dazu Versäumtes nachzuholen.41,42 CD-ROMs sind meistens eine Ergänzung zu Skripten, Lehrbüchern etc.

15.2.3.3.1 Einsatz

In den USA werden Videos verwendet um aufgezeichnete Vorlesungen an die Studentinnen zu übermitteln, wie z.B. an der University of Wisconsin, der Universität Hawaii oder der San José University in Kalifornien.

Ganze Kurse mit Hilfe von Tonbändern und/oder Videoaufzeichnungen kann man, soweit überblickbar, nur noch in Asien finden. Vorlesungen und Konsultationen werden in manchen Kursen mittels Video aufgezeichnet, damit sich die Dozentinnen selbst kontrollieren können An der Open Learning University in Aberystwyth werden Multimedia-CD-ROMs eingesetzt.


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15.2.3.3.2  Empfehlungen

Taylor warnt vor der Gefahr, dass von Laien gemachte Videos von den Studentinnen ob ihrer schlechten Qualität belächelt werden.43 Videos sind gerade für das Lehren von Formalerschließungsthemen nicht optimal geeignet, weil es sich bei diesem Thema hauptsächlich um (statisches) Schriftmaterial handelt. Im Allgemeinen sind Übungen und kommunikative Prozesse vorzuziehen. Eine Videoaufzeichnung könnte Erklärungen zu punktuellen Problemen, z.B. für die Erklärung der Rolle der Formalerschließung im Geschäftsgang, liefern. Sie müssten aber professionell erstellt werden.

Der Einsatz von Videos zum Wiederholen von Synchronveranstaltungen oder zum Nachholen von Versäumtem kann ein gutes Hilfsmittel sein, sofern die Lernenden über die benötigten technischen Ausrüstungen verfügen. Videos sind jedoch ein ideales Werkzeug für die Selbstkontrolle der Dozentinnen bei Lehrveranstaltungen.

Tonbänder sind aufgrund der wesentlichen visuellen Komponente des Faches für den Unterricht schlecht geeignet. Multimedia-CD-ROMs verbinden mehrere Darstellungsweisen und sind daher besser für den Unterricht geeignet als Audio- oder Videoaufzeichnungen. Auch sie sollten professionell gestaltet sein. CD-ROMs können dort eingesetzt werden, wo Inhalte über eine längere Zeit hinweg konstant bleiben.

15.2.3.4 Lehrsendungen über Radio oder Fernsehen

Das Radio und später das Fernsehen boten die erste Möglichkeit für die Studentinnen, die Dozentinnen auch über die Distanz „live“ zu erleben, und sie gaben den Dozentinnen die Chance, „direkt“ über die Distanz eine große Zahl von Studentinnen zu unterrichten.

15.2.3.4.1 Einsatz

Die ersten Fernlernangebote für die bibliothekarische Ausbildung in den USA mit neuen Medien wurden über Radio und Fernsehen angeboten. Einige dieser Kurse sind auch heute noch im Einsatz. Auch in Thailand und Indien verwenden Fernstudienprogramme noch immer Radio- und Fernsehsendungen, meist ausgestrahlt von universitätseigenen Netzen. In manchen Kursen in den USA werden Fernsehsendungen in Verbindung mit Internet unterstützten Kursen verwendet.

15.2.3.4.2 Empfehlungen

Der Nachteil des alleinigen Einsatzes von Radio- oder Fernsehausstrahlungen ist die nur einseitige Kommunikation. Dadurch entsteht bei den Lernerinnen leicht das Gefühl der Isolation, das auch durch Hilfsmittel wie Telefon, Briefverkehr oder Lerngruppen nur schwer auszugleichen ist. Durch die neuen technischen Entwicklungen ist diese Form des Fernunterrichts weitestgehend überholt.

Für die Formalerschließung gilt ähnliches wie beim Einsatz von Audio- bzw. Videokassetten. Radiosendungen sind nicht geeignet, weil Formalerschließung viele visuelle Elemente enthält. Durch die fehlende Interaktion sind auch Lehrsendungen mittels TV problematisch. Sie können aber vor allem dort, wo keine anderen technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, als Ergänzung dienen.

15.2.4 Many to many

15.2.4.1 „Schwarzes Brett“, Diskussionsforen, gemeinsame Projekte, Chatrooms

Alle diese Möglichkeiten werden durch die Verwendung des Internets eröffnet und können in die didaktische Planung der Formalerschließungs-Fernausbildung eingebunden werden.


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15.2.4.1.1  Einsatz

An einigen Universitäten, vor allem an jenen, die weder Audio- noch Videokonferenz anbieten, werden Bulletin Boards in den einzelnen Fächern zum Austausch zwischen Dozentinnen und Studentinnen verwendet. An der Drexel University werden die Fernstudienkurse über ein „Asynchronous Learning Network” (ALN) mit Lotus Notes abgehalten. Gearbeitet wird offline, zum Übersenden der Daten verbinden sich die Studentinnen mit dem Netz. Diskussionen werden online abgehalten.

In der Ausbildung der offenen Universität Katalonien sind sowohl interne als auch externe Diskussionsforen in den Unterricht eingebunden. An vielen Universitäten, so auch an der Open Learning University in Aberystwyth, finden Gruppendiskussionen über das Netz statt. 1995 wurde an der University of South Carolina ein ganzer Anfängerkurs im Bibliothekswesen über LISTSERV durchgeführt.44

Die Charles Sturt University in Australien und einige Universitäten in den USA verwenden Gruppenprojekte als wesentliche Teile des bibliothekarischen Unterrichts. An der Edith Cowan University in Australien hat man besonders gute Erfahrungen mit Chatrooms zur Motivation der Studentinnen gemacht. Haythornthwaite untersuchte die sozialen Beziehungen, die im Laufe des Fernlehrprogramms an der Universität Illinois entstanden sind. Die meisten Kontakte wurden über Chatprogramme abgewickelt, das gemeinsame Gruppenprojekt hat die Zusammenarbeit und den Austausch von Daten verstärkt. Der emotionale Austausch erhöhte sich aber erst merklich nach dem Treffen am Campus. Die Paarbeziehungen wechselten, einige hatten, genauso wie beim Direktstudium, viele, einige wenige bis keine Kontakte.45

15.2.4.1.2 Empfehlungen

Über das „Schwarze Brett“ werden meist Termine oder andere Mitteilungen verlautbart, die an alle gerichtet sind. Es kann auch zur Angabe der Übungsbeispiele und Arbeitsanweisungen dienen.

Diskussionsforen können entweder intern oder extern sein. Über interne Diskussionsforen ist Gruppenarbeit möglich. Die Teilnahme an externen Foren kann der Weiterbildung dienen oder zum Kontakt mit Experten in der ganzen Welt. Deshalb sollte im Unterricht auch die Teilnahme an externen Foren von Katalogisiererinnen gefördert werden, z.B. durch Expertenbefragung als Aufgabenstellung.

Bard betont die Notwendigkeit von Gruppenarbeiten auch im Verlauf einer Videokonferenz.46 Gruppen können entweder in den einzelnen Lernzentren oder durch Einbindung von verschiedenen Teilnehmern an den Monitoren gebildet werden. Dabei können Diskussionen entweder informell oder zu vorgegebenen Themen stattfinden.

Es ist möglich, gemeinsame Projekte über das Internet zu verwirklichen. Beispiele dafür sind Aufgabenstellungen wie der Entwurf einer Benutzerschulung, die aufzeigt, welche Informationen aus den Eintragungen zu gewinnen sind, die die Formalerschließerinnen eingegeben haben. Es können Benutzerinnenbefragungen in den Bibliotheken durchgeführt werden, in denen die Studentinnen beschäftigt sind und im Internet kann dann darüber eine zusammenfassende Statistik erstellt werden. Auch die gemeinsame Entwicklung von Lernprogrammen ist denkbar. Die Studentinnen lernen durch solche Projekte nicht nur Formalerschließung, sondern auch die Erstellung von Internetseiten und deren Präsentation im [Seite 206↓]Netz. Gruppenprojekte sollen vor allem dazu dienen, dass Teilnehmerinnen nicht nur Wissen, sondern auch soziale Kompetenzen erwerben.

Die Einrichtung von Chatrooms ist beim Fernunterricht besonders für die Motivation und die affektiven Lernziele wichtig. In Chatrooms können sich die Studentinnen über gemeinsame Probleme, Wünsche und Beschwerden austauschen. Auch Zeiten der Beratung durch einen Tutor können darin angeboten werden. Chatrooms dienen der Gemeinschaftsbildung über die Distanz hinweg. Ihre positive Wirkung sollte, auch wenn anscheinend keine sinnvolle Information ausgetauscht wird, nicht unterschätzt werden.

15.2.4.2 Audio- und Videokonferenz

Die Informationstechnologien unterstützen die Lehrenden bei ihren Bemühungen, Unterricht über Entfernungen hinweg möglichst unmittelbar ablaufen zu lassen. Zunächst waren technisch nur Audioverbindungen möglich.

In modernen Fernlehrprogrammen wird Videokonferenz eingesetzt um den zwar technologievermittelten, aber zeitgleichen, gegenseitigen Kontakt zwischen Studentinnen und Dozentinnen zu ermöglichen. Auch die Lösung Ein-Weg-Video – Zwei-Weg-Audio ist verbreitet. Bei zweiter Lösung sehen die Studentinnen die Dozentin, die Dozentin kann die Studentinnen zwar hören, aber nicht sehen.

15.2.4.2.1 Einsatz

An der Victoria University in Wellington wird der Fernunterricht seit 1992 mit Hilfe von Audiokonferenz mittels Telefon abgehalten. Die Studentinnen und die Dozentin können einander nur hören, gesprochen wird in ein Mikrofon. Die University of Wisconsin war eine der ersten Universitäten, die Fernstudien mittels Audiografie anbot. Bei der Audiografie werden Audioverbindungen über das Telefon mit Netzwerken kombiniert, die Bildmaterial übersenden können. Die Studentinnen befinden sich in Zentren, die mit dieser Technologie ausgestattet sind. Sie kommunizieren mit der Dozentin und den Kolleginnen über Mikrofone und durch die Übersendung von Bildern auf einen Monitor. Texte werden mit Spezialstiften auf eigenen Tafeln geschrieben, die das Geschriebene digitalisieren und übersenden. Es ist dies der Vorgänger des Chatrooms. Obwohl statische Bilder aller Teilnehmerinnen sichtbar sind, ist kein direkter Sichtkontakt möglich. Das erfordert besonders von der Dozentin gute verbale Fähigkeiten. 1993 wurden die ersten Kurse auf diese Weise durchgeführt.

An der Universität von Illinois wird der direkte Kontakt mit Hilfe von kombinierten Audio- und Computerkonferenzen verwirklicht. Die Dozentin ist über Real-Audio hörbar, die Studentinnen antworten schriftlich mit Hilfe eines Chatprogramms.47,48 Auch an der University of South Carolina werden Vorlesungen in Ein-Weg-Video-Zwei-Weg-Audio-Verbindung übertragen. Das Übertragungsmedium ist Satelliten-TV.

An der Universität von Hawaii wird das offizielle TV-Netz zur Übertragung der Videokonferenzen verwendet.49,50 Das Hawaii Interactive Television System arbeitet mit Mikrowellen, die über Kabel oder Satellit übertragen werden. Vier Kanäle stehen landesweit für Lehrzwecke zur Verfügung. Der Unterricht wird live übertragen, die Studentinnen sind mit Mikrofonen ausgestattet, in den meisten Studios stehen Videokameras zur Verfügung. Im [Seite 207↓]Magisterfernstudium der Humboldt-Universität zu Berlin werden die Videokonferenzen für Kommunikation, Diskussion und das Abhalten von Referaten genützt.51,52

An der San José University in Kalifornien wird zwei-weg-interaktives Video über Telefonleitungen eingesetzt, das beinahe TV-Qualität aufweisen kann. Stanford führte 1995 eine Studentenbefragung über die Zufriedenheit mit der Fernlehrtechnik durch. Direkt- und Fernstudentinnen werden zusammen unterrichtet. Die Studentinnen bevorzugten den synchronen Kontakt, vor allem den Kontakt untereinander, „konservierten“ Unterricht mit Videos lehnten sie ab. Einige Fernstudentinnen fühlten sich gegenüber den Direktstudentinnen benachteiligt.53

15.2.4.2.2 Empfehlungen

Synchron ablaufende Lehrveranstaltungen, besonders jene, bei denen sich die Teilnehmerinnen und die Dozentin auch sehen können, kommen dem Direktunterricht am nächsten. Bei allen Lösungen der Direktübertragung muss man aber garantieren, dass eine ausgereifte Technik vorhanden ist, die den Lehr- und Lernprozess nicht behindert. Man muss auch die teilweise anders gearteten pädagogischen und didaktischen Voraussetzungen beachten. Es gibt unterschiedliche technische Lösungen, je nachdem, ob sich die Studentinnen in einem (oder mehreren) Lernzentren befinden, oder ob die Übertragung vom Arbeitsplatz und / oder von zu Hause aus erfolgt. In Lernzentren ist es einfacher, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Auch das für die Bedienung der Geräte zusätzlich benötigte Personal lässt sich in Lernzentren leichter bereitstellen. Fricke empfiehlt den Einsatz von „Überwachungssoftware“ um das Auge des Lehrers zu ersetzen.54 Ist die Lernerin allein vor der Videokamera, kann entweder nur mit einer fixen Einstellung gearbeitet werden oder die Technik muss ohne menschlichen Einsatz funktionieren. Hilfsmittel wie Overheadfolien oder Dias sollten so eingebunden werden, dass dadurch keine Unterbrechung entsteht. Am besten ist es, mit geteilten Bildschirmen zu arbeiten, wobei die Vortragende sichtbar bleibt. So kann das Auge, das im Direktunterricht von der Dozentin zur Tafel wandern kann, diese Bewegung am Bildschirm wenigstens in kleinem Umfang nachvollziehen.

Wie alle synchron ablaufenden Unterrichtsmethoden ist auch der Unterricht mit Hilfe von Audio- und Videokonferenzen von der geografischen Lage des Aufenthaltsorts der Studentinnen abhängig. In Europa wird dies meist keine Schwierigkeiten bieten, auf anderen Kontinenten wie Amerika, Australien und Asien muss man bei der Planung aber verstärkt verschiedene Zeitzonen beachten.

Will man die didaktischen Methoden des Direktunterrichts auf den Fernunterricht übertragen, muss man beachten, dass das Gefühl der Distanz nie ganz verschwindet. Audiokonferenzen sprechen nur einen, Videokonferenzen sprechen nur zwei Sinne an (hören, bzw. hören und sehen). Die anderen Sinne, die uns im Direktunterricht unbewusste Informationen liefern, fallen weg. Deshalb ist es wichtig, bei einer über Videokonferenz übertragenen Vorlesung die Vortragende zumindest sehen zu können, auch wenn die Information in der Hauptsache auditiv vermittelt wird. Bloße Vorlesungen über Videokonferenz erscheinen der Verfasserin im Allgemeinen problematisch, weil das Zuhören auf Distanz für die Studentinnen noch schwieriger ist als im Direktunterricht. Für den Formalerschließungsunterricht, der inhaltlich spröde wirken kann, ist auf jeden Fall davon abzuraten.

Um sowohl den Vortragenden als auch den Studentinnen die Scheu vor der Kamera zu nehmen, ist es wichtig, beide Gruppen in Kursen mit den Geräten vertraut zu machen. Für Dozenten sollte es Trainingsveranstaltungen geben, den Studentinnen kann ein Seminar angeboten werden.


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15.2.5 Hilfssysteme für die Erstellung von Fernlernkursen

Zur Erstellung von Fernlehrprogrammen, in die die oben genannten Elemente eingebunden werden können, gibt es mehrere Werkzeuge. Meist sind es Autorensysteme für die Erstellung von Internetseiten, sowie Module zur Einbindung von Chat, eMail und Diskussionslisten. Integriert sind auch Elemente zur Verwaltung der Studentendaten. Diese Werkzeuge werden vor allem in den USA häufig zur Erstellung von bibliothekarischen Ausbildungen verwendet.

Die am häufigsten in Bibliotheksprogrammen amerikanischer und kanadischer Universitäten (z.B. University of Arizona, University of Alberta, University of Southern Mississippi) verwendete Software ist WebCT. Daneben gibt es noch andere Assistenten wie CATWEB, TopClass und Lotus LearningSpace. Diese Systeme haben den Vorteil, dass die Dozentinnen keine oder kaum Kenntnisse in HTML haben müssen um ihr Kursmaterial selbst internetfähig zu gestalten. Für die Studentinnen bietet sich der Vorteil der gleichen Oberfläche und einheitlichen Gestaltung. Andererseits haben solche Systeme den Nachteil anderer Autorensysteme wie Starrheit, die Frage nach dem geistigen Eigentum etc.

An der Florida State University ist ein eigener Assistent, Web-MC (Web-Mediated Course Assistant) im Einsatz, der eine Schnittstelle für alle Elemente der Kurse bietet, den Dozentinnen tutorielle Hilfen gibt und die Studentendaten verwaltet. Die Conell‘s Albert R. Mann Bibliothek bietet den Universitätsangehörigen ein Computerlabor an, in dem ihnen Autorensysteme und andere Werkzeuge zur Erstellung von Webtutorien zu Verfügung stehen.55

15.2.6 Übersicht über Unterrichtswerkzeuge verschiedener bibliothekarischer Fernstudien

Die Lehrmittel und Lehrmethoden der Formalerschließungsausbildung von 25 bibliothekarischen Fernstudien, in denen technische Hilfsmittel zur Übertragung verwendet werden, wurden zusammenfassend betrachtet (siehe Anhang Tabellen 21, 22, 23). Die Informationen sind weitgehend den Internetseiten der entsprechenden Kurse entnommen. Dabei beziehen sich die Lehrmittel allein auf die Formalerschließung, die Übertragungsmedien und Lehrmethoden gelten für die gesamte Ausbildung.

Zusätzlich wurden die Verantwortlichen für die Kurse, in denen Formalerschließung gelehrt wird, mittels eMail interviewt. Die Auswertung der acht erhaltenen Antworten ist in die Tabellen aufgenommen. Bei den gekennzeichneten Universitäten sind die angegebenen Lehrmethoden die der Formalerschließung.

Es fällt auf, dass in den meisten Kursen physische Zusammenkünfte, entweder am Campus oder in Lernzentren, vorgesehen sind. In 11 Kursen gibt es, meist zusätzlich, Tutorinnen oder Beraterinnen, die vor Ort, per eMail oder mittels Telefon zu erreichen sind.

Die häufigste Verwendung des Internets stellen auch in der Formalerschließungsausbildung Internetseiten dar, meist mit Übungsbeispielen oder Erklärungen. In mehr als der Hälfte der Kurse wird aber entweder zusätzlich oder ausschließlich mit gedrucktem Material und/oder Lehrbüchern gearbeitet. Das entspricht der konventionellen Sicht über die Formalerschließung, die verbreitet ist.

Obwohl eMail nicht in allen Kursen angegeben ist, wird sie höchstwahrscheinlich überall dort zur Verfügung stehen, wo Kurse über das Internet angeboten werden. Einige der Ausbildungen setzen eMail ganz bewusst für didaktische Zwecke ein.

Für synchronen Unterricht werden Audio- bzw. Videokonferenzen bevorzugt, manche Kurse kommen gänzlich ohne synchrone Anteile (ausgenommen Zusammenkünfte) aus. In diesen Kursen spielen aber meist Gruppendiskussionen oder gemeinsame Projekte eine wichtige Rolle.


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Radio- und TV-Übertragungen werden vor allem in Asien eingesetzt. An einigen Universitäten wären zwar die Voraussetzungen für Audio- oder Videokonferenzen gegeben, es sind aber gerade die Teile des Landes, für die die Fernkurse bestimmt sind, nicht mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet.

Interessanterweise werden Videoaufzeichnungen, meist von Vorlesungen, auch dort verwendet, wo mit Videokonferenzen gearbeitet wird. Meist handelt es sich dabei um Aufzeichnungen zum Nachholen versäumter Einheiten.

15.3 Evaluierung des Fernunterrichts

Die Zertifizierung von Lehrgängen und die Evaluierung des Unterrichts wird in den anglo-amerikanischen Ländern schon seit vielen Jahren praktiziert. Zunehmend gerät sie auch in Deutschland ins Blickfeld.56,57

Bei Untersuchungen zur Effizienz des Fernunterrichts wird meistens mit konventionellem Unterricht verglichen. Weingand maß z.B. die Lernergebnisse und Zufriedenheit der Studentinnen bei zwei Kursen an der University of Wisconsin. Ein Kurs wurde im Direktunterricht, der zweite mit Hilfe von Audiografie durchgeführt. Die Fernstudenten hatten etwas bessere Lernerfolge, die Zufriedenheit war bei beiden gleich.58

Der Vergleich von Direkt- und Fernstudien ist deshalb nicht ganz zulässig, weil Fernstudien in der Regel aus gewissen Notwendigkeiten gewählt werden. Deshalb muss man sie als eine eigenständige Unterrichtsform betrachten, die eigenen Regeln folgt. Die Überprüfung der Methoden kann daher nur zu einer Verbesserung derselben führen, nicht zu einer Aufgabe des Fernstudiums an sich.

Eine andere Form der Evaluierung ist die Befragung der Dozentinnen. Für den Magisterfernstudiengang an der Humboldt-Universität wurde eine derartige Umfrage 1999 durchgeführt. Mehr als die Hälfte der Lehrenden schätzten den Aufwand zur Erstellung der Studienführer im Internet als viel höher ein als den Aufwand für den Unterricht auf konventionelle Weise. Multimediale Elemente betrachteten sie zum Großteil als förderlich. Auch die Zeit für Vorbereitung und Durchführung von Videokonferenzen wurde von ca. der Hälfte der Befragten als höher erachtet, wobei der Umgang mit der Technik, die persönliche Gebarung und die geänderten didaktischen Konzepte als Schwierigkeiten angegeben wurden. Die Motivation der Studentinnen beim Fernstudium wurde als eher mittelmäßig gesehen.59 Auch an der Universität Hawaii schätzten die Dozenten ihre Vorbereitungszeit als höher ein, die meisten doppelt so hoch. Gelernt werden musste auch das Zusammenspiel mit Technikern und anderem Personal.60

In manchen Fernstudiengängen, z.B. beim postgradualen Fernstudium Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität oder dem GLIS-Studium der University of Texas erfolgte eine Befragung der ehemaligen Teilnehmerinnen über ihre Beurteilung des Studiums und ihr aufgrund der Ausbildung erfolgtes berufliches Fortkommen.61,62,63 An der University of Hawaii werden Studentenbefragungen regelmäßig durchgeführt. Auch das ist eine mögliche Form der [Seite 210↓]Evaluierung. Dabei ist zu bedenken, dass die Bewertung des Studienerfolges nicht nur von der didaktischen Planung, sondern auch von der Klasse, bzw. ihrem Zusammenspiel abhängt.

15.4 Zusammenfassung

Bibliothekarische Fernstudien können mit verschiedenen Methoden unterrichtet werden. Wenn es die technischen Möglichkeiten zulassen, sollten, um den Studentinnen den Zugang zum Studium zu erleichtern, Methoden der Informationstechnologie eingebunden werden.

Daneben sind aber auch persönliche Treffen wichtig, weil der unmittelbare Kontakt ohne dazwischen liegendes Übertragungsmedium psychologisch unterstützend wirkt. Diese Treffen können einmalig oder mehrmals durchgeführt werden. Dabei ist es möglich, Veranstaltungen am Campus oder in Lernzentren abzuhalten. Man kann die Studentinnen oder die Dozentinnen anreisen lassen. Es ist aber nicht notwendig, ganze Lehrveranstaltungen im Direktunterricht abzuhalten. Das gilt insbesondere für die Formalerschließung.

Besonders dort, wo nur wenige Treffen eingeplant sind, sollte mit synchronen, interaktiven Medien gearbeitet werden. Das können Computerkonferenzen, Audiokonferenzen oder Videokonferenzen sein. Dem Direktunterricht am meisten entsprechen Videokonferenzen, weil sie mehrere Sinne unmittelbar ansprechen und den gewohnten Unterricht am ehesten simulieren. Gerade die ähnliche Art des Unterrichtens bietet aber auch die Gefahr, die didaktischen Methoden des Direktunterrichts direkt übertragen zu wollen. Wie auch die Befragung von Lehrkräften ergab, folgt jedoch der Fernunterricht eigenen Gesetzen. Die Aufmerksamkeit der Studentinnen ist durch die Beschränkung auf zwei Sinne und die technische Übertragung beeinträchtigt. Deshalb sind gerade im Formalerschließungsunterricht, dessen Inhalte oft als trocken empfunden werden, Vorlesungen im herkömmlichen Stil nicht empfehlenswert. Besser ist es, Lehrstoff gemeinsam erarbeiten zu lassen. Hilfsmittel zur Darstellung sind Overheadfolien und Präsentationen.

Eine zu erlangende Kernkompetenz in der Formalerschließungsausbildung ist das Erstellen von Titelaufnahmen. Das Einüben kann weitestgehend im Selbststudium erfolgen, wenn sowohl Kontaktmöglichkeiten zu Tutorinnen als auch geeignete Lehrmittel (z.B. Lehrbücher und Skripten, beides auch in Online-Versionen, Beispielsammlungen, Titelblattkopien, selbstgewählte Vorlagen etc.) zur Verfügung stehen. Die Übungen können in Testsystemen zu Hause, am Arbeitsplatz oder in nahegelegenen Computerlabors durchgeführt werden. Am besten ist der Einsatz von Lernprogrammen, weil sie die Funktion mehrerer Lehrmittel in sich vereinen. Die Durchführung der Übungen am Computer schult auch die notwendigen Kompetenzen in der Datenverarbeitung.

Die anderen zu fordernden Lehrinhalte „Organisation der Formalerschließung“ und „Nutzen der Formalerschließung für die Benutzerinnen“ können in Einzel- und Gruppenarbeiten sowie gemeinsamen Projekten erforscht werden. Dabei sind auch Artikel über Formalerschließung, Videos und Multimedia-CD-ROMs Hilfsmittel.

Praxiskomponenten sind ein wesentlicher Teil der Ausbildung, bei Umfang und Art der Praktika muss aber auf die Bedürfnisse und Beschränkungen von Fernstudentinnen Rücksicht genommen werden.

Für den Kontakt der Studentinnen untereinander und mit Tutorinnen und Dozentinnen können neben dem Telefon mehrere Werkzeuge mit Hilfe des Internets zur Verfügung gestellt werden. Das wichtigste Instrument wird in den meisten Fällen eMail sein, daneben sollte ein schwarzes Brett für Verlautbarungen, Chatrooms, Diskussionslisten etc. vorhanden sein.

Studienführer geben Lernziele, Lehrinhalte, Lehrmittel, wichtige Links, Administratives etc. an und verbinden die einzelnen Elemente der Formalerschließungausbildung miteinander.

Die eingesetzte Technik muss so leistungsfähig sein, dass sie den Lernprozess unterstützt und nicht behindert.


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Fußnoten und Endnoten

1  Lighthall 1990, siehe Fußnote 352

2  Inter 1989, siehe Fußnote 312

3  Saye 1987, siehe Fußnote 320

4  Volk, Manfred: Vier Jahre Unterricht in RAK : ein Erfahrungsbericht. In: Bibliotheksdienst 13 (1979) Nr. 9, S. 626‑637

5  Garland, Catherine: Training of LC catalogers for music online. In: Fontes Artis Musicae 32 (1985) S. 57‑59

6  Romero, Lisa: The cataloging laboratory : the active learning theory applied to the education of catalogers. In: Cataloging and Classification Quaterly 21 (1995) Nr. 1, S. 3‑17

7  Vondruska, Eloise Marie: Education for cataloging : an open entry. In: Ilinois Libraries 67 (1985) S. 443‑444

8  Broers, Edith: Fortbildungsseminar zur Einführung in die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK). In: Buch und Bibliothek 28 (1976) Nr. 1, S. 56‑57

9  Jung, Rudolf: Fortbildungstagung "Einführung in die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK). In: Mitteilungsblatt / Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein‑Westfalen 24 (1974) Nr. 1, S. 83‑84

10  König‑Kurowski: Einführungskurs in RAK. In: Buch und Bibliothek 30 (1978) Nr. 4, S. 262

11  Nafzger‑Glöser, Jutta: Bericht über die Fortbildungsveranstaltung "Methodisch‑didaktische Probleme des Faches Alphabetische Katalogisierung". In: Mitteilungsblatt / Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein‑Westfalen 26 (1976) Nr. 2, S. 160‑161

12  Störmann, Gerd‑Jürgen: Einführung in die neuen Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) : Fortbildungsseminar. In: Buch und Bibliothek 27 (1975) Nr. 6, S. 609‑610

13  Gibson, William ; Koenig, Melissa: Changes in latidude : distance learning at the University of Illinois. In: Illinois Libraries 77 (1995) Nr. 1, S. 5‑10

14 siehe http://lcweb.loc.gov/catdir/catdir.html (11.9.2001)

15 siehe http://www.ddb.de/index.htm (11.9.2001)

16  Saye 1987, siehe Fußnote 320

17  Chan, Lois Mai: Instructional material used in teaching cataloging and classification. In: Cataloging and Classification Quaterly 7 (1987) S. 131‑144

18  Haller 1996, siehe Fußnote 220

19  Trettner, Erika: Im Fachhochschulbereich : gemeinsame Projektarbeit Stuttgart/Leipzig. In: Buch und Bibliothek 46 (1994) Nr. 5, S. 402

20  Payer 1999, siehe Fußnote 225

21  Chan 1987, siehe Fußnote 592

22  Inter 1989, siehe Fußnote 312

23  Saye 1987, siehe Fußnote 320

24  Krüger, Thekla: Beispiele zum neuen RAK aus der DDR. [Rezension]. In: Buch und Bibliothek 27 (1975) Nr. 10, S. 978‑979

25  Prokop, Barbara: Beispielsammlung zu den "Regeln für Alphabetische Katalogisierung (RAK)" unter der Berücksichtigung der "Hinweise für die Anwendung der 'Regeln für Alphabetische Katalogisierung (RAK)' in Staatlichen Allgemeinbibliotheken und Gewerkschaftsbibliotheken": völlig neubearb. und erw. Ausg., Berlin, 1978. [Rezension]. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 93 (1979) Nr. 7, S. 315‑316

26  Prokop, Barbara: Regeln für die Alphabetische Katalogisierung, 40 Beispiele mit Lösungen und Erläuterungen: 2., unveränd. Aufl., Berlin 1974. [Rezension]. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 90 (1976) Nr. 5, S. 232‑233

27  Prokop, Barbara: Witt, Gisela: Beispielsammlung zur Anwendung der "Regeln für die Alphabetische Katalogisierung (RAK)" in kleineren Fachbibliotheken, insbesondere im Bereich Eisenbahnbau der Deutschen Reichsbahn: Berlin‑Köpenick, 1980. [Rezension]. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 95 (1981) Nr. 8, S. 373‑374

28 

Strassnig, Friedrich ; Zotter‑Straka, Helga: RAK‑WB lernen : 100 Beispiele für Ausbildung und Fortbildung : Vorlagen, Lösungen, Kommentare.

1: Vorlagen. Wien, 1990.

2: Lösungen und Kommentare. Wien, 1995

29  Wille, Margit: Das Lehrgebiet "Alphabetische Katalogisierung" in der bibliothekarischen Hochschulausbildung : einige Betrachtungen zu den Lehrveranstaltungen von gestern, heute und morgen. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 89 (1975) Nr. 6, S. 297‑301

30  Prokop, Barbara: Wille, Margit: Einführung in die "Regeln für die Alphabetische Katalogisierung (RAK)": Berlin, 1975. [Rezension]. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 90 (1976) Nr. 8, S. 373‑374

31  Prokop, Barbara: Wille, Margit: Einführung in die "Regeln für die Alphabetische Katalogisierung (RAK)": 2. neubearb. Aufl., Berlin, 1976. [Rezension]. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 91 (1977) Nr. 8, S. 385

32  Jung, Rudolf ; Bienert, Franz: Einführung in die Regeln für die Alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken (RAK‑WB). Berlin, 1984 (Dbi‑Materialien 32). – ISBN 3‑87078‑832‑7

33  Nafzger‑Glöser, Jutta: Jung, Rudolf und Franz Bienert: Einführung in die Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken (RAK‑WB). DBI‑Lehrbriefe zur bibliothekarischen Fort‑ und Ausbildung, RAK. Berlin: Deutsches Bibliotheksinstitut 1984. 282 S. (dbi‑materialien, 32). [Rezension]. In: Mitteilungsblatt / Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein Westfalen 35 (1985) Nr. 1, S. 106‑107

34  Plassmann, Engelbert: Jung, Rudolf ; Bienert, Franz: Einführung in die Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken (RAK‑WB). [Rezension]. In: Bibliothek, Forschung und Praxis 10 (1986) Nr. 1/2, S. 129‑131

35  Müller‑Benedict, Markus: Lehrbriefe Musik, Band 2: RAK : eine reduzierte Einführung. [Rezension]. In: Buch und Bibliothek 40 (1988) Nr. 3, S. 297‑299

36  Bendig, Bernhard: Das Projekt "Fortbildungsplan und Fernstudium" : der Versuch einer organisierten beruflichen Fortbildungsarbeit für Bibliothekare. In: Buch und Bibliothek 32 (1980) Nr. 10, S. 912‑922

37  Van der Merve 1988, siehe Fußnote 552

38  Rowley, Jenny E. ; Fisher, Shelag: The use of BookshelF in teaching students of information and library management. In: Education for Information 10 (1992) Nr. 2, S. 125‑137

39  Inter 1989, Fußnote 312

40  Büttner, Stephan: Magister‑/Masterausbildung im Fernstudium über Videokonferenz : ein Projekt der HU Berlin mit der Universität Koblenz‑Landau. In: Deutsche Gesellschaft für Dokumentation: Information und Märkte (Deutscher Dokumentartag 50, Frankfurt. a. M. 1998) S. 341‑348

41  Gorman 1992, siehe Fußnote 329

42  Van der Merve 1988, siehe Fußnote 552

43  Taylor 1996, siehe Fußnote 349

44  Board of Trustees of the University of South Carolina: Welcome to "BACK TO SCHOOL : the electronic library classroom 101 ; a class on the net for librarians with little or no net experience. 1999. – URL: http://www.sc.edu/bck2skol (17.7.2001)

45  Haythornthwaite, Caroline: A social network study of the growth of community among distance learners. In: Information research 4 (1998) Nr. 1. – URL: http://InformationR.net/ir/4‑1/paper49.html (20.7.2001)

46  Bard, Therese Bissen: Cooperative activities in interactive distance learning. In: Journal of education for library and information science 37 (1996) Nr. 1, S. 2‑10

47  Jenkins, Christine: The LEEP Experience : an instructor´s perspective. – URL: http://leep.lis.uiuc.edu/demos/jenkins/text/textonly.html (20.7.2001)

48  Schneider, Karen G.: Internet Librarian : a giant LEEP forward. In: American Libraries (1998) Nr. 2. – URL: http://www.ala.org/alonline/netlib/il298.html (20.7.2001)

49  Bard 1996, siehe Fußnote 621

50  Nahl, Diane: Communication dynamics of a live, interactice television system for distance education. In: Journal of education for library and information science 34 (1993) Nr. 3, S. 200‑217

51  Büttner 1999, siehe Fußnote 573

52  Büttner 2000, siehe Fußnote 462

53  Stanford, Serena W.: Evaluating ATM Technology for distance education in library and information science. In: Journal of education for library and information science 18 (1997) Nr. 3, S. 180‑190

54  Frické 2000, siehe Fußnote 546

55  Koltay Zsuzsa ; Trelease, Ben ; Davis, Philip M.: Technologies for learning : instructional support at Cornell´s Albert R. Mann Library. In: Library Hi Tech 14 (1996) Nr. 4, S. 83‑98

56 Positionspapier 2001, siehe Fußnote 448

57  Rath‑Beckmann 2001, siehe Fußnote 449

58  Weingand 1994, siehe Fußnote 543

59  Büttner 1999, siehe Fußnote 573

60  Nahl 1993, siehe Fußnote 625

61  Jänsch 2001, siehe Fußnote 464

62  Jänsch, Wolfgang: Postgradualer Studiengang der Bibliothekswissenschaft and der Humboldt‑Universität zu Berlin nun im Routinebetrieb. In: Bibliotheksdienst 34 (2000) Nr. 4, S. 547‑554

63  Sheldon 1998, siehe Fußnote 531



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12.08.2004