]> Wandel von Einstellungen und Werten unter dem Aspekt des Autoritarismus deutscher Eltern im Zeitvergleich Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades
doctor rerum socialium
(Dr. rer. soc.)
eingereicht an der Philosophischen Fakultät III
der Humboldt-Universität zu Berlin
von Dipl.-Soziologin Marina Hennig geboren am 15. August 1961 in Berlin

Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Hans Meyer

Dekan der Philosophischen Fakultät III
Prof. Dr. Hartmut Häußermann
Prof. Dr. Hans Bertram Prof. Dr. Bernd Wegener Tag der mündlichen Prüfung: 28.04.1999 Zusammenfassung:

Vor dem Hintergrund der Auflösung der DDR als besonderes historisches Ereignis, welches alle Generationen in gewisser Weise tangiert, setzt sich die Studie mit der Frage auseinander, welchen Einfluß objektive Bedingungen und die damit verbundene Funktionsweise der Individuen in der Gesellschaftsstruktur auf die Vorstellungen über die Erziehung von Kindern und auf die Vorstellung über Individualität und Unterordnung haben.

Drei Generationen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung, deren Lebensverläufe eng mit den beiden Weltkriegen, dem Wirtschaftswunder, der Teilung Deutschlands und den wirtschaftlichen und sozialstrukturellen Veränderungen in Deutschland verbunden sind bzw. waren. Dabei wird auch nach Ost- und Westdeutschland unterschieden.

Diese drei Generationen werden zum einen in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext beschrieben und zum anderen in Beziehung gesetzt mit bedeutenden sozialisationstheoretischen Ansätzen der jeweiligen Zeit. Dazu gehört die Autoritarismustheorie der Frankfurter Schule, die Theorie zur schichtspezifischen Sozialisation von Melvin Kohn und die Theorie des Wertewandels von Ronald Inglehart. Die jeweiligen Theorien werden dabei als Hypothesen behandelt, deren Gültigkeit beim Vergleich der Werte zwischen den Generationen überprüft wird. Dafür werden die Familiensurvey-Erhebungen des Deutschen Jungendinstitutes in München als empirische Basis genutzt.

Wertewandel soziale Schichtung Sozialisation Generationen Abstract:

Against the background of a disappearing East German state - a historic event which affected all generations to varying degrees - this study examines the effect that prevailing conditions and the resultant functioning of individuals within the social structure had on people’s approaches to childrearing and to individuality and subordination.

The study focuses on three generations whose life courses were or still are closely linked with two world wars, the post-war economic miracle, the division of Germany and major economic and socio-structural changes within Germany. Distinctions are also made between East and West Germany.

The three generations are on the one hand described within their respective historical contexts, and on the other examined in the light of the prominent socialisation theories of their time.

These include the authoritarianism theory of the Frankfurt School, the theory of class-specific socialisation by Melvin Kohn, and Ronald Inglehart’s theory of value change. These theories are treated as hypotheses, the validity of which is tested by comparing the values identified for the different generations. The family surveys carried out by the Munich-based Deutsches Jugendinstitut form the empricial basis for this work.

change of value social stratification socialization generation &ack;
&preface; &ch1; &ch2; &ch3;&ch4;&ch5;&ch6;&ch7; &bib; &appa; &decl; &vita;