Lehmann, Heiko: Verordneter Ruhestand Untersuchung zum Transfer sozialstaatlicher Institutionen im deutschen Vereinigungsprozeß am Beispiel des Vorruhestands.

270

Anhang A. Anhang

Gesprächsleitfaden

a) Erläuterungen zum technischen Ablauf des Gesprächs, zur Tonbandaufzeichnung, zum Datenschutz, Fragen zulassen

b) Erzählaufforderung

Ich interessiere mich für Ihre Lebensgeschichten, also wie sie ihr Berufsleben und ihr Privatleben verbrachten und was sich in ihrem Leben verändert hat. Bitte fangen Sie an zu erzählen, wo Sie wollen. Ich unterbreche Sie nicht, mache mir einige Notizen, um später noch einmal nachfragen zu können.

c) Biographie als Haupterzählung

- Berufsbiographie - Familienbiographie - Freizeitbiographie

- Lebensauffassungen (Motto) - Lebensziele - Schicksalsschläge

- Veränderungen, Wendepunkte (Belegerzählungen)

d) Nachfrageteil zur Haupterzählung

- Orientieren am Erzählten - Verständigung über Begebenheiten

der erzählten Lebensgeschichte - Paraphrasieren, Brücken bauen - Erzählpassagen vertiefen

- bei Ungereimtheiten nachfragen

e) Themenleitfaden zum Wohlbefinden und zur gesundheitlichen Situation

auch hier versuchen wir, Erzählungen zu stimulieren

wichtig: "szenisches Erinnern", etwa: Versuchen Sie noch einmal, sich in Ihre damalige Lage zu versetzen, als Sie die Stelle wechseln mußten..., Sie in den Vorruhestand sollten etc., fällt Ihnen dazu eine kleine Geschichte ein?

- Wie fühlen Sie sich heute?

- Wann fühlen Sie sich wohl (gibt es eine Geschichte, die das illustriert ?)

- Was ist für Sie Glück, wann fühlen Sie sich glücklich?

- gibt es Beschwerden:(Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden,

Ängste, Depression, Niedergeschlagenheit, Gereiztheit, Nervosität, Sinnverlust) Arztkonsultationen, Krankenhausaufenthalte

- Krankengeschichte (Umgang mit einer Krankheit, Veränderungen)

- Stimmungen, Stimmungsschwankungen (wodurch ausgelöst,

Veränderungen gegenüber früher?)

f) Entscheidungsprozeß, -zeit zum Vorruhestand

wie war das, mit welchen Ereignissen, Erlebnissen, Gedanken war der letzte Arbeitstag verbunden, den Tag "Eintritt in Vorruhestand" erzählen lassen


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g) Was hat sich verändert, nachdem die 3. Lebensphase begann:

- Begebenheiten/kleine Episoden

- was waren Anstöße Leben anders zu organisieren, wie wird das 3. Leben organisiert

- einen Tag schildern lassen, was sich verändert

h) Altern

- Wie wird das eigene Ältersein erlebt, wie machte es sich

bemerkbar,

- Wann dachten Sie das erstemal "Ich werde alt",

- Was war anders als früher, wie gehen sie mit der Situation "älter

sein" um

i) Soziale Beziehungen

- Beziehung zu eigenen Eltern/Kindern/Enkelkindern,

Freundes-, Bekanntenkreis (Veränderungen, neue Umgangsformen)

- Verpflichtungen

- Beziehungen zu anderen Generationen

j) Zukunft

- Wünsche und Ziele

- Träume

- Vorstellungen von den zu erwartenden Jahren/Lebensperspektive und -planung, ("Was würden Sie gerne noch mal machen.")

k) Soziodemographische, lebenslaufbezogene Daten

- Alter

- Beruf

- Herkunft

- materielle Situation

- Familienstand, Kinder

- Schul- und Berufsabschlüsse

- Chronologie der Berufstätigkeiten

- politische Präferenzen

- Religion


272

Transkriptionszeichen

(nach Gabriele Rosenthal 1990: 256)

(...)

Inhalt der Äußerungen ist unverständlich

((lachend))

Kommentar des Transkribierenden

(2)

Dauer einer Pause in Sekunden

viell-

Abbruch

da:

Dehnung

NEIN

laut betont gesprochen


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Wed Dec 8 18:23:15 1999