Die vorliegende Untersuchung ist in einer Zeit entstanden, die von großen Umbrüchen im Gesundheitswesen gekennzeichnet ist. Beendet wurde die Dissertation in einer Phase deutlicher finanzieller Einschnitte, die vor allem auch chronisch Kranke treffen. Das Ziel, die medizinische Versorgung MS-Betroffener zu verbessern und deren Kritik positiv in die Praxis zu übertragen, scheint bei den bestehenden Rahmenbedingungen Wunschdenken. Ohne die strukturellen Notwendigkeiten zu ignorieren, stehen trotzdem die individuellen und subjektiven Vorstellungen MS-Betroffener im Vordergrund dieser Arbeit. Ökonomische Gegebenheiten müssen nicht zwangsläufig zu zunehmender Ignoranz individueller Bedürfnisse führen. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse kann vielmehr zur menschenwürdigen Versorgung und zur besseren Nutzung von Synergieeffekten und Ressourcen beitragen.
MS-Betroffene fühlen sich häufig als Menschen zweiter Klasse, die frühzeitig durch eine unberechenbare Erkrankung am Erreichen ihrer Lebensziele gehindert werden und gleichzeitig auf Unverständnis ihrer Umwelt stoßen. Die Untersuchung kann keine Wunder wirken und der Erkrankung weder ihre Unberechenbarkeit noch ihren potenziell starken Einfluss auf die Lebenssituation nehmen. Aber sie soll einen Beitrag zum besseren Verständnis leisten, in dem sie den Blick auf das subjektive Erleben ermöglicht und Interesse für die individuelle Situation weckt.
Zum Abschluss einige persönliche Worte: Die Untersuchung wäre ohne die Mithilfe und Unterstützung von Vielen nicht möglich gewesen. Ich danke allen sehr herzlich, die mir Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben und mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind. Stellvertretend für alle Personen möchte ich mich bei einigen Personen und Gruppen explizit bedanken:
Mein besonderer Dank gilt allen MS-Betroffenen, die sich beteiligt haben und mir Einblicke in ihr Leben sowie ihr Empfinden gegeben haben. Ihr großes Vertrauen hat die Untersuchung ermöglicht und ich hoffe, das Endergebnis rechtfertigt diesen Vertrauensvorschuss.
Den befragten Ärzten danke ich für ihre Offenheit und ihre Bereitschaft, sich an den zeitaufwendigen Befragungen zu beteiligen.
Nur durch die finanzielle Unterstützung der Schering Deutschland GmbH (Drittmittelprojekt) war die Durchführung der Untersuchung möglich. Viele Mitarbeiter haben mir ihre Kenntnisse und Erfahrungen zur Verfügung gestellt. Besonders Frau Dr. Schröder hat mich und das Projekt sehr konstruktiv und fachkundig begleitet.
Frau Prof. Dr. Jutta Beier, meine wissenschaftliche Betreuerin und Mentorin, hat mich im gesamten Vorhaben sehr individuell unterstützt. Ihr Vertrauen und ihre Kritik aber insbesondere die mir gewährten notwendigen Freiräume haben zum Gelingen des Projektes und der Arbeit beigetragen.
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Stiftung Lebensnerv und MSK e.V. boten mir die Plattform, um für die Teilnahme am Projekt zu werben. Außerdem möchte ich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern und Mitarbeitern der DMSG Landesverbände Niedersachsen, Baden-Württemberg und Berlin, Frau Arnade und Herrn Heiden von der Stiftung Lebensnerv und dem Vorstand des MSK hervorheben.
Die Internetbefragung wurde maßgeblich von Herrn Andreas Mautschke ermöglicht. Ohne seine Hilfe und sein technisches Know How wäre dieser wichtige Untersuchungsteil nicht durchführbar gewesen.
Die Mitglieder des deutschen ACT Komitees Herr Prof. Dr. Gold und Herr Dr. Elias haben mir im Untersuchungsverlauf immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und mir so die Bearbeitung an schwierigen Stellen erleichtert.
Einige Studentinnen und Studenten haben durch kleinere Forschungsprojekte und Diplomarbeiten ihren Anteil an dieser Dissertation. Explizit danke ich Frau A. Mielke, Frau B. Kuch und Herrn J. Nau. Nicht nur ihre Diplomarbeiten, sondern auch ihre Ideen und unsere Fachdiskussionen waren fruchtbar und gewinnbringend für mich.
Ich danke vor allem meinen Eltern sehr für ihr großes Verständnis für mich und meine Ziele. Sie haben mich in allen Phasen unterstützt und mir über alle Zweifel hinweggeholfen. Ohne ihre große Hilfe hätte ich das Vorhaben nicht zu einem positiven Abschluss gebracht.
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