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Um einen Transplantatverlust und chronische Folgeschäden durch die Aktivierung des Immunsystems gegen das Transplantat zu verhindern, ist die Erfassung von immunologischen Risikofaktoren vor der Transplantation und die frühzeitige Diagnosestellung und Therapieeinleitung akuter Rejektionen nach der Transplantation besonders wichtig. Somit werden heutzutage Empfänger/Spender-Konstellationen bei denen der Transplantatempfänger bereits präformierte Antikörper gegen das Spenderorgan aufweist erfasst und vermieden, um eine hyperakute Rejektion und den durch Komplementreaktion und arterieller Mikrothrombosierung hervorgerufenen schnellen Transplantatverlust zu verhindern. Nach der Transplantation wird durch die regelmäßige Messung von Parametern aus Blut und Urin (z.B. Serumkreatinin) versucht, durch die Funktion der Niere auf mögliche immunologische Schädigungen zu schließen, die gegebenenfalls immunsuppressiv behandelt werden müssen. Das hat zum Nachteil, dass einerseits die immunologische Aktivität gegen das Transplantat erst erkannt wird, wenn die Schädigung zu einem möglicherweise nicht reversiblen Funktionsverlust der Niere geführt hat, andererseits diese bei uneingeschränkter Funktion nicht bemerkt und somit eventuelle Spätfolgen nicht verhindert werden können. Die routinemäßige Nierenbiopsie stellt wegen des einhergehenden Verlustes von Nierengewebe und den möglichen schweren Blutungskomplikationen gerade bei Patienten mit zusätzlicher gerinnungshemmender Medikation keine Alternative dar.
Obwohl T-Zellen als Initiatoren und Vermittler einer akuten Rejektion eines Transplantats gelten, werden spenderspezifische Effektor-T-Zellen routinemäßig bei Nierenpatienten bisher weder vor Transplantation noch im Verlauf nach der Transplantation gemessen. Möglicherweise würde aber gerade eine hohe Anzahl spenderspezifischer Effektor-T-Zellen im Blut des Patienten vor Transplantation als Ausdruck einer zellulären Sensibilisierung einen Risikofaktor für eine nach Transplantation auftretende akute Rejektion darstellen (wie von Heeger et al. vermutet [95]). Falls der Anstieg spenderspezifischer Effektor-T-Zellen nach Transplantation einen Hinweis auf eine immunologische Schädigung des Transplantats lieferte, könnten so eventuell klinische akute Rejektionen früher erkannt und subklinische akute Rejektionen überhaupt diagnostiziert und therapiert werden. Zusätzlich könnte der Erfolg therapeutischer Strategien zur Hemmung/Eliminierung von Effektor- und Gedächtniszellen besser überwacht werden.
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In dieser Arbeit wurden daher zwei Ziele verfolgt:
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