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In dieser Studie dienten weibliche Lewisratten (n=82) als Versuchstiere. Sie wurden von der Charles River Deutschland GmbH Sulzfeld bezogen. Bei Versuchsbeginn wogen die Ratten zwischen 180 und 210 g und wurden in einem 12-stündigen Hell-dunkel-Zyklus in Standardkäfigen des Typs III aus Makrolon (Polycarbonat) zu maximal 2 Tieren gehalten. Die Tiere erhielten Standardfutter und Wasser ad libitum.
Alle Experimente richteten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Tierschutzes und der ARVO (Association for Research in Vision and Ophthalmology) für das Verwenden von Tieren in der augenheilkundlichen Forschung und der Forschung auf dem Gebiet des visuellen Systems.
Melanin-assoziiertes Antigen wurde hergestellt wie erstmalig durch Broekhuyse et al. beschrieben (Broekhuyse und Kuhlmann 1993). Für die Gewinnung des Melaninproteins wurden Rinderaugen aus einem Schlachthof verwendet. Den innerhalb von 5 Stunden gelieferten Rinderaugen wurde das vordere Segment entfernt, zusätzlich auch das Corpus vitreum und die Retina. Das hintere Segment wurde mit PBS (pH=7,4) gespült, um daraufhin die Choroidea mit anhängendem RPE vorsichtig mit Pinzetten zu entfernen. Die Choroidea wurde unter geringer Zugabe von destilliertem Wasser in einem Mörser zerrieben und die entstandene Suspension so oft durch Gaze filtriert, bis sich das choroidale Gewebe grau färbte. Bei 10.000 g und 4 °C wurde das Filtrat 10 Minuten zentrifugiert (Labofuge 400R, Heraeus Instruments GmbH, Hanau, Deutschland), das Sediment mit PBS gewaschen, in 2%ige SDS-Lösung (Sodeumdodecylsulfat) gegeben und für 10 Minuten im Wasserbad auf 75 °C erhitzt. Anschließend folgte ein weiterer Waschgang, um Reste des SDS zu entfernen. Das Pellet wurde getrocknet (Vakuumzentrifuge Speed Vac® Plus SC 110A, Savant; Kältefalle Refrigerated Vapor Trap RVT400, Savant; Vakuumpumpe BZ43+, Pfeiffer-Balzers, Asslar, Deutschland) und bei -80 °C für weitere Verwendung gelagert.
Um die zur Auslösung einer Uveitis nötige Menge an bovinem Melanin-assoziiertem Antigen (BMA) festzustellen, wurden 25 µg beziehungsweise 250 µg Melanin-assoziiertes Antigen in Emulsion jeweils 5 Tieren zweier Testgruppen intraperitoneal verabreicht. Die Emulsion mit einem Gesamtvolumen von 500 µl enthielt 250 µl komplettes Freund-Adjuvans (CFA, Sigma, Deisenhofen, Deutschland) sowie zusätzlich 1 µg Pertussistoxin (PTX, Gibco Life Technologies™, U.S.A.). Untersuchungen des Augenvorderabschnittes wurden ab dem 7. Tag bis zum 21.Tag post immunisationem (p.i.) mittels Spaltlampe (Carl Zeiss, Jena, Deutschland) durchgeführt. Anschließend wurden die Tiere getötet.
Alle Injektionen wurden unter Etheranästhesie (Asid Bonz GmbH, Böblingen, Deutschland) durchgeführt.
Komplettes Freund-Adjuvans (CFA, bestehend aus Mineralöl und abgetöteten Tuberkulose-Mycobakterien) und Pertussistoxin (PTX) werden bei Entzündungsmodellen als Immunadjuvantien verwendet. Sie enthalten Substanzen, die die Immunantwort qualitativ und quantitativ modulieren. Kostimulatorische Signale werden durch CFA verstärkt, während PTX unspezifisch Lymphozyten stimuliert (McAllister 1986, Munoz 1988).
Nach Bora ist die experimentelle Melanin-induzierte Uveitis auch ohne Einsatz von komplettem Freund-Adjuvans und Pertussistoxin auslösbar. Variable systemische Effekte der Adjuvantien können dadurch ausgeschlossen werden (Bora 1997).
An einer Gruppe von 6 Ratten wurde versucht, eine Uveitis ohne den Einsatz von CFA und PTX zu induzieren. Dazu wurden 250 µg Melanin-assoziiertes Antigen in 500 µl 0,9%iger Kochsalzlösung intraperitoneal injiziert und ab dem 8. Tag bis zum 21.Tag p.i. täglich mittels Spaltlampenmikroskopie auf Hinweise einer sich entwickelnden Uveitis untersucht. Die Tiere wurden anschließend getötet.
Protokoll I: Den Tieren (n=24) wurde jeweils eine intraperitoneale Injektion von 250 µg bovinem Melanin-assoziierten Antigen in 500 µl einer Emulsion verabreicht, die im Mischungsverhältnis von 1:1 PBS und komplettes Freund-Adjuvans enthielt, sowie zusätzlich 1 µg Pertussistoxin in 10 µl [Seite 16↓]0,9%iger Kochsalzlösung. Hierzu wurden vier Gruppen jeweils am 4., 6., 8. bzw. 10. Tag intravitalmikroskopisch untersucht [Abb. 3].
Protokoll III : Zwei mit Melaninprotein immunisierte Tiergruppen (n=12) wurden mit liposomalem Clodronat (Clodronat-lip) behandelt. Den Tieren der ersten Gruppe wurde an den Tagen -2; 1; 4; 6 je 2 ml Clodronat-lip intraperitoneal injiziert. Am 8. Tag folgte die intravitalmikroskopische Untersuchung. Die Tiere der zweiten Gruppe wurden an den Tagen -2; 1; 4; 6; 8 mit je 2 ml Clodronat-lip behandelt. Am 10.Tag schloss sich die intravitalmikroskopische Untersuchung an [Abb. 3].
Die Präparation multilamellarer Liposomen richtete sich nach der Beschreibung von van Rooijen et al. (van Rooijen und Sanders 1994).
In einem Rundkolben wurden 75 mg Phosphatidylcholin (Lipoid E PC, Lipoid KG, Ludwigshafen, Deutschland) und 11 mg Cholesterol (Carl Roth GmbH + Co., Karlsruhe, Deutschland) in 10 ml Chloroform (Carl Roth GmbH + Co., Karlsruhe, Deutschland) gelöst und mittels eines Vakuumevaporationssystems (Pumpeinheit PC510, Vacubrand GmbH + Co., Wertheim, Deutschland; Wasserbad B480 und Rotationsevaporator R-124, Büchi Labortechik AG, Flavil, Schweiz) bei 37 °C getrocknet. Durch Rotation des Rundkolbens während des Trocknungsvorgangs bildet sich an der Innenwand des Kolbens eine dünne Lipidschicht. Nach der Zugabe von 2,5 g Cl2MBP (Dichloromethylendiphosphonat, Clodronat, Boehringer, Mannheim, Deutschland) gelöst in 10 ml PBS wurde dieser Lipidfilm für 10 Minuten bei Raumtemperatur zu Liposomen dispergiert. Nach ein- bis zweistündiger Lagerung bei Raumtemperatur wurde die Dispersion in einem Sonicator (Ultraschall-Desintegrator „Sonifier 250“, Branson Ultrasonics Corporation, U.S.A.) bei 50 Hz für 3 Minuten beschallt und abermals für ein bis zwei Stunden gelagert. In der Suspension enthaltenes freies Clodronat wurde durch ein bis zwei Waschgänge entfernt. Die Suspension wurde dazu für 30 Minuten bei 100.000 g und +4 °C zentrifugiert (Sorvall® Combi Plus, Beckmanrotor 45 TI), der Überstand abpipettiert und der Vorgang unter Zugabe von 10 ml PBS erneut durchgeführt. Im Anschluss an den letzten Zentrifugationsschritt und die Entfernung des Überstandes wurden die Liposomen in 4 ml PBS resuspendiert. Die fertige Suspension enthielt circa 10 mg/ml CL2MDP.
| Abbildung 2: Fluoreszierende Liposomen. Fluoreszenzfarbstoff: Rhodamin 6G. | ||
Leerliposomen wurden nach gleicher Art und Weise ohne Clodronatzugabe und ohne anschließende Waschgänge hergestellt. Bis zur weiteren Verwendung der jeweiligen Suspension wurden die Liposomen für maximal 2 bis 3 Tage bei einer Temperatur von +4 oC gelagert. Die Morphologie und Größe der Liposomen wurde stichprobenweise durch Elektronenmikroskopie oder Fluoreszenzmikroskopie nach Anfärbung mit Rhodamin 6G kontrolliert [Abb. 2].
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Fünf Tiergruppen dienten zur Kontrolle [Abb. 3], um mögliche Einflüsse der Adjuvantien Pertussistoxin, komplettes Freund-Adjuvans oder der Liposomenbestandteile auf die Entzündungsreaktion auszuschließen:
Protokoll II: Zwei Gruppen erhielten je Tier (n=12) eine Menge von 500 µl Emulsion aus PBS und CFA im Mischungsverhältnis von 1:1 zusammen mit 1 µg PTX in 10 µl 0,9%iger Kochsalzlösung ohne Melanin-assoziiertem Antigen. Am 8. Tag nach der Immunisation wurden die Tiere der ersten Gruppe intravitalmikroskopisch untersucht. Die Augenvorderabschnitte der zweiten Gruppe wurden am 10. Tag mittels Spaltlampe begutachtet und die Augen nach Tötung der Tiere enukleiert.
Protokoll IV: Weiteren zwei Gruppen wurden je Tier (n=12) 250 µg Melanin-assoziiertes Antigen in 500 µl einer Emulsion aus PBS und CFA (Mischungsverhältnis 1:1) sowie 1 µg PTX injiziert. An den Tagen -2, 1, 4, 6 wurden den Tieren der ersten Gruppe 2 ml Leer-Liposomen intraperitoneal appliziert. Am 8. Tag folgte bei dieser Kontrollgruppe die intravitalmikroskopische Untersuchung. Die Tiere der zweiten Gruppe wurden an den Tagen –2, 1, 4, 6, 8 mit je 2 ml Leer-Liposomen behandelt. Die vitalmikroskopische Untersuchung schloß sich am 10. Tag an.
Für Basalwerte der Leukozyten-Endothel-Interaktion wurde eine weiter Tiergruppe (n=6) im naiven Zustand intravitalmikroskopisch untersucht. Entsprechend wurden diese Tiere weder immunisiert noch behandelt.
| Abbildung 3: Schema für Immunisation und Behandlung der Tiere. | ||
| Ag - Melanin-assoziiertes Antigen; Adj - Adjuvantien ohne Antigen; IVM – Intravitalfluoreszenzmikroskopie; Enu - Enukleation; Cl2MDP-lip - Dichlormethylendiphosphonat-Liposomen; Leer-lip - Leer-Liposomen |
Die Intravitalmikroskopie wurde durchgeführt, wie von Baatz et al. (Baatz 1995) beschrieben.
Zuerst wurden die Tiere mit Nembutal (Pentobarbital 45 mg/kg Körpergewicht, Sanofi Ceva) anästhesiert und ein 0,28 x 0,61 mm Katheter (Portex™, Sims, Kent, U.K.) in die zuvor präparierte Schwanzarterie eingeführt, um eine kontinuierliche Blutdruckmessung sowie die Zuführung von Rhodamin 6G zu gewährleisten. Der gemessene Blutdruck wurde digital gespeichert (a/d i/o board AX 5411, Axiom Technology Co, Ltd, Taiwan) und anhand eines Computerprogramms für digitale Datenanalyse ausgewertet. Tiere mit einem arteriellen Mitteldruck über 120 mmHg beziehungsweise unter 80 mmHg wurden nicht in die Studie eingeschlossen.
Das linke Auge der Tiere wurde mit einem Lokalanästhetikum (Novesine™, Dispersa, Gemering, [Seite 18↓]Deutschland) behandelt. Durch die Applikation eines klaren Gels (Vidisic Gel™; Dr. Mann Pharma, Berlin, Deutschland) konnte der Austrocknung der Hornhaut während der Intravitalmikroskopie vorgebeugt und gleichzeitig guter Kontakt zwischen Kornea und Objektiv hergestellt werden.
Die Tiere wurden zum Mikroskopieren der Irisgefäße mit dem linken Auge unter dem 20x-Objektiv (Achroplan™ 20 X 0,5w, Zeiss) eines Mikroskops (Axiotech™, Zeiss, Oberkochen, Deutschland) positioniert.
| Abbildung 4: Schematische Darstellung des Versuchsaufbaus zur intravitalmikroskopischen Darstellung der Leukozyten-Endothelzell-Interaktion am Auge: Die nakotisierten Tiere erhalten intravasal geeignete Fluoreszenzfarbstoffe (z.B. Rhodamin 6G) zur selektiven Darstellung der Leukozyten. Nachdem die Tiere unter dem Objektiv des Mikroskops positioniert wurden, können durch eine zusätzlich installierte CCD-Kamera Bildsequenzen auf einem SVHS-Videorekorder gespeichert werden. Die Auswertung erfolgt über ein System zur digitalen Bildanalyse. Weitere Einzelheiten siehe Text. | ||
Für die Auflichtfluoreszenzmikroskopie wurde eine Quecksilberdampflampe (HBO 100/W2 AttoArc, Zeiss) und ein Zeiss-15-Filterblock (Anregung 534-558, Emission >590nm) verwendet. Mit einer am Mikroskop installierten Videokamera (Pieper FK 6990 IQ, Pieper GmbH, Schwerte, Deutschland) wurden Einzelbilder aufgenommen und zur weiteren Bearbeitung mit Hilfe eines Videorekorders (Sony SVO 9500MDP S-VHS, Sony, Tokyo, Japan) auf Band gespeichert. Ein Zeitgeber (VTG-33, For-A-Company, Tokyo, Japan) blendete während der Aufnahmen ein Zeitsignal auf dem Bildschirm (PVM-2053MD, Sony, Tokyo, Japan) ein. Mit dieser technischen Ausrüstung betrug die Vergrößerung auf dem Monitor x850 [Abb. 4].
Die Leukozyten der Versuchstiere wurden in vivo durch intraarterielle Bolusgabe von Rhodamin 6G (0,018%, 1ml/kg Körpergewicht, Sigma, Deisenhofen, Deutschland) gefärbt. Mindestens 3 Irisvenolen aus jeweils allen vier Quadranten des linken Auges eines jeden Tieres wurden untersucht. Die Gefäßdurchmesser lagen dabei zwischen 20 und 60 µm. Videobilder von allen 12 Venolen wurden für 30 Sekunden aufgenommen, um off-line eine quantitative Analyse der Leukozyten-Endothelzell-Interaktion durchführen zu können. Entsprechend der Gruppengröße von n=6 Versuchstieren wurden insgesamt 72 Irisgefäße je Gruppe ausgewertet.
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Die auf Video gespeicherten Bildsequenzen wurden digitalisiert und unter Verwendung eines Computersystems zur digitalen Bildanalyse (Pentium™ 90 MHz, frame grabber: ITEX IC-VL, Imaging Technology Inc., Bedford, MA, U.S.A) ausgewertet.
Der Leukozytenflux je Gefäß wurde durch Zählung aller Leukozyten, die eine durch das Gefäß gesetzte Linie innerhalb von 20 s passierten, bestimmt.
Leukozyten, die während des Zeitraumes von 20 s an der inneren Gefäßwand eines 200 µm messenden Gefäßabschnittes hafteten und sich dabei nicht fortbewegten, wurden als fest adhärente Zellen definiert und gezählt. Die Zahl der fest adhärenten Zellen wurde auf die jeweilige Endothelfläche bezogen:
Rollende Leukozyten stellten diejenigen Zellen dar, welche sich im Randstrom wesentlich langsamer als Leukozyten im Mittelstrom des festgelegten Gefäßsegments bewegten und dabei kurzzeitig mit der Gefäßwand interagierten. Rollende Leukozyten wurden im Verlauf von 20 s an einer durch den betreffenden Gefäßabschnitt gesetzten Linie gezählt.
Nach Ablauf der Intravitalmikroskopie wurden mittels Herzpunktion jedem Versuchstier zwei Blutproben entnommen. Eine der Proben wurde einer automatischen Zellanalyse (Technicon H*1-System) unterzogen, die andere bei 3.000 g zur Plasmagewinnung zentrifugiert (Labofuge 400R, Heraeus Instruments GmbH, Hanau, Deutschland). Das Plasma wurde zu Proben a 120 µl aliquotiert und bei -20 °C gelagert, um zu einem späteren Zeitpunkt die Messung der Zytokine IFN-γ (Cytoscreen™ Immunoassay Kit, Rat IFN-γ, BioSource International, Camarillo, U.S.A.) und TNF-α (Rat TNF-α-ELISA-Kit, Diaclone, Besanςon, Frankreich) durchführen zu können.
Die anästhesierten Tiere wurden durch Ausbluten getötet und beide Augen enukleiert. Anschließend wurde die Kornea mit einer 30 g Nadel vorsichtig punktiert, um jegliche Verletzung der Iris beziehungsweise der Linsenkapsel zu vermeiden und ca. 12 µl Kammerwasser aspiriert. Von jedem Auge wurde zweimal 1 µl des entnommenen Kammerwassers mit einer Pipette auf einen mit Poly-L-Lysin beschichteten Objektträger aufgebracht, luftgetrocknet und 15 Sekunden mit Wright-Färbung (Sigma, Deisenhofen, Deutschland) behandelt. Vor einem weiteren Trocknungsvorgang wurden Reste der Färbelösung vorsichtig mit destilliertem Wasser von dem Objektträger gespült. Die Zellen wurden unter einem Mikroskop (Carl Zeiss, Jena, Deutschland) gezählt und aus beiden Zählungen der Mittelwert gebildet.
Das restliche Material wurde bei -20 °C gelagert und zu einem späteren Zeitraum der Proteingehalt nach der Methode von Lowry (DC Protein Assay, Bio-Rad Laboratories GmbH, München, Deutschland) photometrisch im ELISA-Reader bestimmt (Microplate Reader Model 550, Bio-Rad Laboratories GmbH, München, Deutschland).
Zum Nachweis der Makrophagendepletion wurde die Milz nach Tötung der Tiere entnommen, in gepuffertem 4%igen Paraformaldehyd fixiert und bei +4 °C gelagert. Das Auswaschen von Paraformaldehyd, die Entwässerung in Alkoholreihen aufsteigender Konzentration und die Einbettung der Organe in Paraffin erfolgte automatisch (Leica TP1020, Leica Instruments GmbH, Nussloch, Deutschland). Am Mikrotom (Jung HN40, Leica Instruments GmbH, Nussloch, Deutschland) wurden Paraffinschnitte von 4 µm Stärke angefertigt und auf Objektträger aufgezogen. Die Präparate wurden anschließend in Xylol- und Alkoholbädern absteigender Konzentration entparaffiniert und danach für kurze Zeit in TBS gebadet. Die indirekte Peroxidase-Methode (Biotin-Avidin) wurde zur immunhistochemischen Färbung der Paraffinschnitte angewandt. Zuvor wurde die starke endogene Peroxidaseaktivität der Milz mit zwei Verfahren blockiert, um die sonst sehr ausgeprägte Hintergrundfärbung der Präparate zu vermeiden: Die Objektträger wurden in einer Lösung aus 100 % Ethanol und konzentrierter Salzsäure (500:1) und nachfolgend in einer Lösung aus Methanol und 3 % H2O2 (4:1) für jeweils 20 Minuten gebadet und anschließend mit TBS gespült.
Für die eigentliche Immunhistochemie wurde der Dako Ark™-Peroxidase-Kit (DAKO Corp., Carpinteria, CA, U.S.A.) genutzt, der zur Identifikation primärer Maus-Antikörper auf Rattengewebe geeignet ist. Für die Detektion der Makrophagen wurde der monoklonale Maus-Antikörper ED1 (Chemicon, Temecula, CA, U.S.A.)verwendet. Dieser Antikörper ist gegen ein 90-100 kD großes [Seite 20↓]Glycoprotein gerichtet, das intrazellulär überwiegend von Histiozyten exprimiert wird und daher als panspezifischer Marker für Monozyten, Makrophagen und dendritische Zellen dient (Dijkstra 1985).
Zum Schluß wurden die Präparate mit Hematoxylin gegengefärbt und eingebettet.
Die während der Experimente digital gespeicherten Blutdruckwerte wurden mit dem Programm Turbolab™ (Bressner Technology, Gröbenzell, Deutschland) ausgewertet.
Die digitale Bildanalyse der Videos erfolgte unter Verwendung der Software Optimas™ (Version 5.2, Optimas Corporation, Bothell, WA, U.S.A.).
Die statistische Prüfung der gewonnen Daten ermöglichte das Computerprogramm SigmaStat™.
Zum Anfertigen dieses Dokuments wurde das Schreibprogramm Word™ genutzt, alle erhobene Daten in Excel™ (Microsoft Corporation,Redmond, WA, U.S.A.) verarbeitet und damit die hier abgebildeten Diagramme gestaltet.
Alle angegebenen Werte bestehen aus Mittelwert und mittlerem Standardfehler (MW±SF). Zum statistischen Vergleich der Gruppen wurde eine Rangsummen-Varianzanalyse nach Kruskal und Wallis (1952) durchgeführt, wobei Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen mit dem Test nach Dunn berechnet wurden. Ergebnisse bei p<0,05 wurden als signifikant angenommen.
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| DiML DTD Version 4.0 | Zertifizierter Dokumentenserver der Humboldt-Universität zu Berlin | HTML-Version erstellt am: 24.06.2005 |