Radspieler, Alexander: Untersuchungen zur Synthese von Diazonamid A und Phorbazol A und C

110

Kapitel 11. Experimenteller Teil

Die Aufnahme der analytischen Daten erfolgte mit den folgenden Geräten:

1H-NMR-Spektren:

DPX 300 (Bruker) bei 300 MHz

 

AC 300 (Bruker) bei 300 MHz

13C-NMR-Spektren:

DPX 300 (Bruker) bei 75 MHz

 

AC 300 (Bruker) bei 75 MHz

EI-Massenspektren:

HP 5995 A (Hewlett Packard) bei 70 eV

HR-Massenspektren:

MAT 711 (Varian) bei 70 eV

Elementaranalysen:

CHNS-932 (Leco)

Schmelzpunkte:

Heiztisch Boetius, nicht korrigiert

Röntgenstrukturanalyse:

STOE Ipds Diffractometer

 

STOE Stadi4 Diffractometer

Zur Beschreibung der NMR-Spektren dienen folgende Abkürzungen: s = Singulett, d = Dublett, t = Triplett, q = Quadruplett, m = Multiplett, br = breites Signal, ph = Phenyl, ar = Aryl, in = Indolyl, py = Pyrrolyl, ox = Oxazolyl. Die chemischen Verschiebungen sind in delta-Werten gegen TMS angegeben, die Kopplungskonstanten in Hz.

Die Zuordnung der Multiplizität der 13C-NMR-Spektren erfolgte über entsprechende DEPT-Experimente.

Für die experimentellen Verfahren wurden folgende Geräte verwendet:

Säulenchromatographie:

Kieselgel (0.040-0.063 mm Korngröße) der Firma MERCK

Dünnschichtchromatogr.:

Kieselgelbeschichtete Aluminiumfolien mit Fluoreszenzindikator (MERCK: 60 F254), Detektion: UV-Licht, Anfärbereagenzien (Molybdatophosphorsäure-Cer(IV)-sulfat-Reagenz oder ethanolische Ninhydrin-Lösung)

Ozonolyse:

Fischer-Ozongenerator OZ 502, Betriebsdruck 0.5 bar, (O2-Strom: 150 l/h, 3 A)

Bestrahlungsapparatur:

Tauchreaktor mit Hg-Hochdrucklampe (HERAEUS Noblelight, 150 W, undotiert)

Hydrierapparatur:

Laborautoklav (ROTH GmbH, max. 200 bar)


111

Alle Reaktionen mit feuchtigkeits- oder sauerstoffempfindlichen Verbindungen wurden in ausgeheizten Apparaturen unter Argonatmosphäre in wasserfreien Lösemitteln durchgeführt. Die verwendeten Lösemittel wurden nach Standardverfahren getrocknet. 129 Dabei wurden als Trockenmittel verwendet: Natriumdraht für Diethylether, THF, Dioxan und Hexan, Calciumhydrid für Dichlormethan und Dichlorethan, sowie Magnesium für Ethanol und Methanol. Alle anderen Chemikalien wurden aus dem Chemikalienfachhandel bezogen (ALDRICH, MERCK, FLUKA, LANCASTER).

11.1 Synthese des Phorbazol C

4-(1-Ethoxy-ethoxy)-benzaldehyd (13)

Zu einer Suspension von 12.21 g (100 mmol) p-Hydroxybenzaldehyd 3 in 50 ml Diethylether und 11.5 ml (8.65 g, 120 mmol) Ethylvinylether gibt man eine katalytische Menge (0.1 ml) Chlormethylmethylether und kocht für 48 h am Rückfluß. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wäscht man die klare Lösung zweimal mit 50 ml 1N NaOH, um noch vorhandenen Ausgangsstoff zu entfernen. Die wäßrige Phase wird zweimal mit Ether reextrahiert, die vereinten organischen Phasen werden mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum eingeengt. Nach der Destillation im Hochvakuum (2·10-2 mbar, 91 - 96 °C) erhält man 15.21 g (78 mmol, 78 %) an 11.

farbloses Öl, Rf = 0.32 (Hexan / EtOAc = 8 : 2)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.12 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 1.47 (d, 3 H, 5.3 Hz, CH3CHO2), 3.47 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’O), 3.68 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH‘O), 5.45 (q, 1 H, 5.3 Hz, CH3CHO2), 7.02 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCH), 7.75 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCHphCH), 9.81 (s, 1 H, HC=O)

13C-NMR delta (CDCl3): 15.1 (q, CH3CH2O), 19.9 (q, CH3CHO2), 61.1 (t, CH3CH2O), 99.1 (d, CH3CHO2), 116.8 (d, OphCphCH), 130.4 (s, phCCH=O), 131.8 (d, OphCphCHphCH), 162.1 (s, OphC), 190.8 (d, HC=O)

1-[4-(1-Ethoxy-ethoxy)-phenyl]-2-nitroethanol (14)

Zu einer Lösung von 3.885 g (20.0 mmol) 11 und 3.2 ml (3.664 g, 60.0 mmol) Nitromethan in 15 ml trockenem DMSO werden 2.79 ml (2.023 g, 20.0 mmol) Triethylamin gegeben. Nach einer Reaktionsdauer von 14 h bei RT gießt man das Reaktionsgemisch in 150 ml gesättigte NH4Cl-Lösung, stellt mit 0.1 M Salzsäure auf pH = 7 ein und extrahiert mit Ether. Die organische Phase wird mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, mit MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Man reinigt durch Säulen


112

chromatographie, wobei zunächst mit Hexan / EtOAc = 9 : 1 der Ausgangsstoff (11, 349 mg, 1.8 mmol, 9 %) eluiert wird. Nach einem Wechsel zu Hexan / EtOAc = 8 : 2 isoliert man 4.288 g (16.8 mmol, 84 %) 14.

gelbes Öl, Rf = 0.25 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.18 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 1.48 (d, 3 H, 5.3 Hz, CH3CHO2), 2.93 (br s, 1 H, OH), 3.54 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’O), 3.75 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’O), 4.46 (dd, 1 H, 13.6 Hz, 3.2 Hz, CHH’NO2), 4.58 (dd, 1 H, 13.5 Hz, 9.5 Hz, CHH’NO2), 5.35-5.42 (m, 2 H, CHOH, CH3CHO2), 7.00 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCH), 7.29 (d, 2 H, 8.6 Hz, OphCphCHphCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 15.5 (q, CH3CH2O), 20.5 (q, CH3CHO2), 61.7 (t, CH3CH2O), 71.0 (d, HOCH), 81.6 (t, NO2CH2), 99.8 (d, CH3CHO2), 118.1 (d, OphCphCH), 127.7 (d, OphCphCHphCH), 131.7 (s, phCCHOH), 157.8 (s, OphC)

2-Amino-1-[4-(1-ethoxy-ethoxy)-phenyl]-ethanol (9)

Für die katalytische Hydrierung wird eine Lösung aus 5.105 g (20.0 mmol) 14, 2.753 g (20.0 mmol) Triethylammoniumhydrochlorid und 200 mg Palladium auf Aktivkohle (10 %ig) in 70 ml Ethanol und 7 ml H2O in einen Laborautoklaven (Glaseinsatz) gegeben. Nachdem die Apparatur dreimal mit Wasserstoff gespült wurde, läßt man die Reaktionsmischung für 5 h unter einer Wasserstoffatmosphäre von 20 bar rühren. Da durch den Verbrauch an Wasserstoff der Druck je nach Autoklavenvolumen abfallen kann, muss während der Reaktion eventuell erneut Wasserstoff aufgepresst werden.

Nach Beenden der Reduktion filtriert man das Gemisch, spült mit Ethanol nach und verdünnt mit 100 ml gesättigter K2CO3-Lösung. Der Großteil des Ethanols wird entfernt, indem man am Rotationsverdampfer etwa auf die Hälfte konzentriert. Anschließend extrahiert man mehrmals mit EtOAc, trocknet die organische Phase mit MgSO4 und zieht das Lösemittel im Vakuum ab. Den Rückstand reinigt man durch Säulenchromatographie (CH2Cl2 / MeOH / NEt3 = 9 / 1 / 0.5) und erhält 3.965 g (17.6 mmol, 88%) an 9.

blaßgelbes Öl, Rf = 0.25 (CH2Cl2 : MeOH : NEt3 = 9 : 1 : 0.5)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.19 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 1.47 (d, 3 H, 5.3 Hz, CH3CHO2), 2.74 (dd, 1 H, 12.8 Hz, 7.6 Hz, CHH’NH2), 2.82 (dd, 1 H, 12.8 Hz, 4.2 Hz, CHH’NH2), 3.03 (br s, 3 H, OH, NH2), 3.54 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’O), 3.77 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’O), 4.54 (dd, 1 H, 7.6 Hz, 4.2 Hz, CHOH), 5.35 (q, 1 H, 5.3 HzzHZ, CH3CHO2), 6.95 (d, 2 H, 8.6 Hz, OphCphCH), 7.22 (d, 2 H, 8.6 Hz, OphCphCHphCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 15.1 (q, CH3CH2O), 20.2 (q, CH3CHO2), 49.2 (t, NH2CH2), 61.3 (t, CH3CH2O), 73.7 (d, HOCH), 99.6 (d, CH3CHO2), 117.2 (d, OphCphCH), 127.0 (d, OphCphCHphCH), 136.2 (s, phCCHOH), 156.2 (s, OphC)


113

5-Methylpyrrol-2-carbonsäureethylester (12)

In einem 2-Liter Dreihalskolben, versehen mit KPG-Rührer, 250 ml Tropftrichter und Innenthermometer, löst man 130.2 g (1.0 mol) Acetessigsäureethylester 15 in 350 ml Essigsäure. Dazu tropft man unter Eisbadkühlung langsam eine Lösung aus 82.8 g (1.2 mol) Natriumnitrit in 125 ml Wasser, so daß die Innentemperatur 10 °C nicht übersteigt. Nach 12 h bei Raumtemperatur gibt man 132.3 g (1.0 mol) 4,4-Dimethoxy-2-butanon 16 zu. Dann werden 142.6 g (2.2 mol) Zinkstaub portionsweise unter starkem Rühren so schnell zugefügt, wie das Schäumen der Mischung es zuläßt. Man ersetzt den Tropftrichter durch einen Rückflußkühler und erhitzt für 10 Minuten auf 120 °C. Nachdem die Reaktionsmischung auf unter 50 °C abgekühlt ist, gießt man sie in 1 l Eiswasser und rührt eine Stunde bei 0 °C.

Der sich abscheidende, orangefarbene Feststoff wird abfiltriert, gründlich mit Eiswasser gewaschen und über CaCl2 im Exsikkator getrocknet. Zur Reinigung destilliert man über einen kurzen Luftkühler im Hochvakuum (0.7·10-1 mbar, 110° - 120°C). Das Destillat wird aus Hexan umkristallisiert, die Ausbeute beträgt 33.7 g (220 mmol, 22 %).

farblose Kristalle, Fp = 98-100 °C, Rf = 0.67 (Hexan / EtOAc = 9 : 1)

1H-NMR delta ( DMSO-d6): 1.23 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 2.18 (s, 3 H, CH3pyC), 4.16 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 5.83 (m, 1 H, HpyC), 6.63 (m, 1 H, HpyC), 11.53 (br s, 1 H, NH)

13C-NMR delta ( DMSO-d6): 12.7 (q, CH3pyC), 14.5 (q, CH3CH2O), 59.2 (t, CH3CH2O), 108.3 (d, HpyC), 115.7 (d, HpyC), 120.6 (s, pyCC=O), 134.3 (s, pyCCH3), 160.4 (s, C=O)

3,4-Dichlor-5-ethoxycarbonylpyrrol-2-carbonsäure (10)

Zu einer Lösung von 7.66 g (50.0 mmol) 5-Methylpyrrol-2-carbonsäureethylester 12 in 250 ml trockenem Diethylether werden unter Eisbadkühlung 40.55 g (300 mmol) Sulfurylchlorid getropft. Nach 3 h Rühren bei Raumtemperatur entfernt man alle flüchtigen Bestandteile im Vakuum und nimmt den Rückstand in 130 ml Dioxan und 20 ml Wasser auf. Dieses Reaktionsgemisch wird für 2 h auf 90-95 °C erhitzt und anschließend im Vakuum zur Trockene eingeengt. Zur Reinigung wird aus Essigsäure umkristallisiert. Man erhält 5.92 g (23.5 mmol, 47 %) der heterocyclischen Carbonsäure.

blasgelbe Kristalle, Fp = 180 °C (u.Z.)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 1.30 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 4.27 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 13.11 (br s, 1 H, NH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 14.1 (q, CH3CH2O), 61.0 (t, CH3CH2O), 116.4 (s, pyCCl), 117.2 (s, pyCCl), 120.6 (s, pyCCO2), 122.0 (s, pyCCO2), 158.3 (s, pyCCO2), 159.7 (s, pyCCO2)

3,4-Dichlor-5-{2-[4-(1-ethoxy-ethoxy)-phenyl]-2-hydroxy-ethylcarbamoyl}-1H-pyrrol-2-carbonsäure-ethylester (17)

Zu einer Lösung von 1.239 g (5.5 mmol) 10 in 30 ml trockenem CH2Cl2 gibt man 768 mg (5.5 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol (HOBt), 646 mg (5.5 mmol) Diisopropyl-ethyl-amin


114

und 1.260 g (5.0 mmol) 9 zu und rührt bis man eine klare Lösung erhält. Es wird 1.032 g Dicyclohexylcarbodiimid (DCC) zugefügt und man läßt 4 h bei Raumtemperatur rühren. Man kühlt das Reaktionsgemisch auf 0 °C ab, filtriert vom ausgefallenen Harnstoff und verdünnt mit 30 ml CH2Cl2. Die organische Phase wird zweimal mit gesättigter NH4Cl-, zweimal mit halbkonzentrierter K2CO3-Lösung und mit Phosphatpuffer pH = 7 gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Nachdem das Lösemittel unter vermindertem Druck entfernt wurde, reinigt man säulenchromatographisch mit CHCl3 / Methanol ( 98 : 2) als Eluent. Man erhält 1.493 g (3.25 mmol, 65%) an 17.

weißer Feststoff, Rf = 0.30 (CH2Cl2 : Aceton = 9 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.12 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2OCHO), 1.30 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 1.41 (d, 3 H, 5.3 Hz, CH3CHO2), 3.40-3.48 (m, 2 H, CHH‘NH, CH3CHH’OCHO), 3.68 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’OCHO), 3.81 (m, 1 H, CHH’NH), 3.97 (br s, 1 H, OH), 4.29 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 4.80 (m, 1 H, CHOH), 5.29 (q, 1 H, 5.3 HzzHZ, CH3CHO2), 6.90 (d, 2 H, 8.6 Hz, OphCphCH), 7.23 (d, 2 H, 8.6 Hz, OphCphCHphCH), 7.27 (br s, 1 H, NHC=O), 10.62 (br s, 1 H, pyNH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.2 (q, CH3CH2O), 15.1 (q, CH3CH2O), 20.2 (q, CH3CHO2), 47.0 (t, NHCH2), 61.3 (t, CH3CH2O), 61.5 (t, CH3CH2O), 72.1 (d, HOCH), 99.5 (d, CH3CHO2), 112.8 (s, pyCCl), 117.4 (d, OphCphCH), 117.7 (s, pyCCl), 119.8 (s, pyCC=O), 123.4 (s, pyCC=O), 127.1 (d, OphCphCHphCH), 134.9 (s, phCCHOH), 156.7 (s, OphC), 158.5 (s, pyCC=O), 158.9 (s, pyCC=O)

3,4-Dichlor-5-{2-[4-(1-ethoxy-ethoxy)-phenyl]-2-oxo-ethylcarbamoyl}-1H-pyrrol-2-carbonsäure-ethylester (8)

Man löst 459 mg (1.00 mmol) 17 in 15 ml trockenem CH2Cl2, gibt bei RT 509 mg (1.11 mmol) Dess-Martin-Periodinan zu und rührt 45 min bis der Ausgangsstoff vollständig umgesetzt ist.

Man beendet die Reaktion, indem man 30 ml Quenchlösung (25 g Natriumthiosulfat gelöst in 100 ml gesättigter NaHCO3-Lösung) zugibt und das heterogene Gemisch 5 min intensiv rührt, um alle iodhaltigen Verbindungen als Natriumsalz der o-Iod-benzoesäure zu entfernen. Die organische Phase wird abgetrennt, die wäßrige dreimal mit CH2Cl2 extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit gesättigten NaHCO3- und NaCl-Lösungen gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum eingedampft. Den Rückstand kristallisiert man aus Ethanol um und erhält so 420 mg (0.98 mmol, 98%) an 8.

Weiße Kristalle, Fp: 199-200 °C, Rf = 0.6 (CH2Cl2 : Aceton = 9 : 1)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 1.09 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2OCHO), 1.31 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 1.43 (d, 3 H, 5.1 Hz, CH3CHO2), 3.49 (dq, 1 H, 9.3 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’OCHO), 3.66 (dq, 1 H, 9.4 Hz, 7.1 Hz, CH3CHH’OCHO), 4.32 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 4.79 (d, 1 H, 5.2 Hz, CHH’NH), 5.65 (q, 1 H, 5.1 HzzHZ, CH3CHO2), 7.13 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCH), 7.99 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCHphCH), 8.54 (t, 1 H, 5.2 Hz, NHC=O), 12.97 (br s, 1 H, pyNH)


115

13C-NMR delta (DMSO-d6): 14.2 (q, CH3CH2O), 15.2 (q, CH3CH2O), 20.1 (q, CH3CHO2), 46.0 (t, NHCH2), 61.0 (t, CH3CH2O), 61.2 (t, CH3CH2O), 98.8 (d, CH3CHO2), 113.9 (s, pyCCl), 116.3 (s, pyCCl), 116.4 (d, OphCphCH), 119.2 (s, pyCC=O), 124.4 (s, pyCC=O), 128.3 (s, phCC=O), 130.3 (d, OphCphCHphCH), 157.9 (s, OphC), 158.5 (s, pyCC=O), 161.2 (s, pyCC=O), 193.1 (s, O=CCH2)

EA: C20H24Cl2N2O6 (457.31) ber. C 52.53 H 4.85 N 6.13 Cl 15.51 exp. C 52.20 H 4.83 N 6.12 Cl 15.65

1-Hydroxy-1,2-benziodoxol-3(1H)-on-1-oxid (19)

Ein 1000 ml-Dreihalskolben mit Innenthermometer und KPG-Rührer beschickt man mit 650 ml 0.73 M Schwefelsäure, fügt unter Rühren 75.0 g (302 mmol) 2-Iod-benzoesäure 18 zu und erwärmt mit einem thermostatierbaren Ölbad auf 50 °C. Dazu gibt man innerhalb 30 - 40 min portionsweise 67.0 g (396 mmol) KBrO3 so zu, daß die Innentemperatur 55 °C nicht überschreitet. Vorsicht: durch entstehende Bromdämpfe ist mit Schaumentwicklung zu rechnen. Nach Ende der Zugabe wird die Badtemperatur auf 70 °C erhöht und man rührt 3 h bei dieser Temperatur. Nach dieser Zeit sollte die Brom-Farbe und der Schaum verschwunden sein und man erhält eine feinkörnige Suspension. Das Reaktionsgemisch wird im Eisbad auf unter 10 °C gekühlt und der Niederschlag abgesaugt. Dieser wird viermal mit je 200 ml Eiswasser, zweimal mit je 50 ml Ethanol und zweimal mit je 50 ml Et2O gewaschen und im Vakuum getrocknet. Man erhält 76.3 g (272 mmol, 90 %) an 19, das man trocken lagert und bei Bedarf zu Dess-Martin-Periodinan umsetzt.

weiße Kristalle, Fp: 230 °C (u.Z.; Lit. 232-233 °C u.Z.)

1,1,1-Triacetoxy-1,1-dihydro-1,2-benziodoxol-3(1H)-on (20)

Dess-Martin-Periodinan (DMP)

Zu 100 ml frisch destilliertem Essigsäureanhydrid und 125 mg Toluolsulfonsäure gibt man in einem 500 ml Schlenkkolben unter Argonatmosphäre und unter intensivem Rühren 25.0 g (89 mmol) 19 zu und erwärmt in einem Ölbad auf 90 °C (Badtemp.). Nach 30 - 60 min geht das Hydroxyiodinanoxid in Lösung; wenig später beginnt das Produkt auszufallen. Nach einer Reaktionszeit von 2 h wird die Mischung im Eisbad auf 0 °C abgekühlt. Der entstandene Kristallbrei wird mit 100 - 200 ml trockenem Ether verdünnt und unter Argon abfiltriert. Man wäscht zweimal mit wenig wasserfreiem Et2O und trocknet im Vakuum. Das erhaltene DMP (28.2 g, 67 mmol, 75 %) kann man unter Schutzgas im Kühlschrank für mindestens 6 Wochen aufbewahren.

farblose Kristalle, Fp: 131 - 133 °C (Lit. 133 - 134 °C)


116

3,4-Dichlor-5-{5-[4-(1-ethoxy-ethoxy)-phenyl]-oxazol-2-yl}-1H-pyrrol-2-carbonsäure-ethylester (21)

Man löst 787 mg (3.00 mmol) Triphenylphosphin in 15 ml trockenem CH2Cl2, gibt bei 0°C 592 mg (2.50 mmol) Hexachlorethan, 607 mg (6.0 mmol) Triethylamin und eine Lösung von 457 mg (1.00 mmol) 8 in 5 ml CH2Cl2 zu und läßt bei Raumtemperatur 2 Stunden rühren. Nachdem der Ausgangsstoff verbraucht ist, wäscht man die klare Reaktionslösung mit NH4Cl-Lösung, anschließend mit NaHCO3-Lösung und Wasser und trocknet über MgSO4. Nachdem das Lösemittel im Vakuum entfernt wurde, reinigt man durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc = 6 : 4). Man erhält 356 mg (0.81 mmol, 81%) 21.

Alternativ kann man polymer gebundenes Triphenylphosphin (3 mmol pro Gramm, Fluka) einsetzen. Für obige Vorschrift läßt man 1000 mg (3 mmol) Triphenylphosphin auf Polymer 15 min in 25 ml trockenem CH2Cl2 quellen. Gibt dann bei 0°C Hexachlormethan, Triethylamin und 8 gelöst in Dichlormethan zu (Mengenangaben siehe oben) und rührt ca. 2 h bei Raumtemperatur (Dünnschichtkontrolle). Am Ende der Reaktion wird das Polymer abfiltriert, gründlich mit CH2Cl2 nachgewaschen und wie oben aufgearbeitet. Durch die vereinfachte Reinigung erzielt man eine Ausbeute von bis zu 382 mg (87 mmol, 87 %).

weißer Feststoff, Fp: 199 - 200 °C, Rf = 0.2 (Hexan / EtOAc = 6 : 4)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 1.10 (t, 3 H, 7.0 Hz, CH3CH2OCHO), 1.33 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 1.42 (d, 3 H, 5.1 Hz, CH3CHO2), 3.50 (dq, 1 H, 9.4 Hz, 7.0 Hz, CH3CHH’OCHO), 3.67 (dq, 1 H, 9.4 Hz, 7.0 Hz, CH3CHH’OCHO), 4.34 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 5.55 (q, 1 H, 5.1 HzzHZ, CH3CHO2), 7.12 (d, 2 H, 8.8 Hz, OphCphCH), 7.75 (s, 1 H, oxCH), 7.83 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCHphCH), 13.51 (br s, 1 H, pyNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 14.2 (q, CH3CH2O), 15.2 (q, CH3CH2O), 20.2 (q, CH3CHO2), 61.0 (t, CH3CH2O), 61.1 (t, CH3CH2O), 98.9 (d, CH3CHO2), 112.3 (s, pyCCl), 117.1 (s, pyCCl), 117.4 (d, OphCphCH), 119.7, 119.8, 120.6 (3 s, pyCC=O, pyCoxC, phCoxC), 122.6 (d, oxCH), 126.1 (d, OphCphCHphCH), 150.7, 151.4 (2 s, OoxC,OoxCN), 157.3 (s, OphC), 158.6 (s, pyCC=O)

3,4-Dichlor-5[5-(4-hydroxy-phenyl)-oxazol-2-yl]-pyrrol-2-carbonsäure-ethylester (23)

Zu einer Lösung von 439 mg (1.00 mmol) 21 in 7 ml THF gibt man 2 ml Ethanol und 1 ml 1M Salzsäure und rührt bei Raumtemperatur 5 h bis mittels DC kein Ausgangsstoff mehr nachgewiesen werden kann. Man verdünnt mit 10 ml gesättigter Kochsalz-Lösung, neutralisiert mit festem NaHCO3 und extrahiert dreimal mit EtOAc. Die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum von Lösemittel befreit. Nach Reinigung durch Chromatographie (Hexan / EtOAc = 1 : 1) erhält man 282 mg (0.77 mmol, 77%) 23.

weißer Feststoff, Fp: 227 - 229 °C, Rf: 0.19 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 1.33 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 4.34 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2OC=O), 6.87 (d, 2 H, 8.8 Hz, OphCphCH), 7.66 (s, 1 H, oxCH), 7.72 (d, 2 H,


117

8.8 Hz, OphCphCHphCH), 9.87 (s, 1 H, HOphC), 13.47 (br s, 1 H, pyNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 14.3 (q, CH3CH2O), 61.0 (t, CH3CH2O), 112.2 (s, pyCCl), 115.9 (d, OphCphCH), 117.0 (s, pyCCl), 118.3, 119.6, 119.8 (3 s, pyCC=O, pyCoxC, phCoxC), 121.7 (d, oxCH), 126.2 (d, OphCphCHphCH), 151.0, 151.3 (2 s, OoxC oxCH,OoxCN), 158.3 (s, OphC), 158.7 (s, pyCC=O)

3,4-Dichlor-5-[5-(4-hydroxy-phenyl)-oxazol-2-yl]-1H-pyrrol-2-carbonsäure (24)

Man löst 352 mg (1.00 mmol) 23 in einem Gemisch aus 8 ml Ethanol und 2 ml 2 N NaOH und erhitzt für 2 h am Rückfluß bis man keinen Ester mittels DC nachweisen kann. Man entfernt den Großteil des Lösemittels im Vakuum, neutralisiert vorsichtig mit 0.5 M Salzsäure und verdünnt mit 50 ml gesättigter NH4Cl-Lösung. Die wäßrige Mischung wird 5 mal mit je 15 ml THF extrahiert. Dieses polare Extraktionsmittel ist notwendig, da die heterocyclische Carbonsäure sich nur sehr mäßig in CH2Cl2 oder Ethylacetat löst und auch nicht als Feststoff abgetrennt werden kann. Die vereinten THF-Phasen werden mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum konzentriert. Man isoliert 295 mg (0.87 mmol, 87%) 24, das für den nachfolgenden Schritt nicht weiter gereinigt werden muß.

weißer Feststoff, Fp: 180 °C (u.Z.), Rf: 0.15 (CH2Cl2 / EtOH = 7 : 3)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 6.87 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCH), 7.62 (s, 1 H, oxCH), 7.72 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCHphCH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 112.0 (s, pyCCl), 115.9 (d, OphCphCH), 116.7 (s, pyCCl), 118.3, 119.2, 120.6 (3 s, pyCC=O, pyCoxC, phCoxC), 121.6 (d, oxCH), 126.2 (d, OphCphCHphCH), 151.1 (s, OoxC oxCH), 158.3 (s, OoxCN), 160.0 (s, OphC), 172.1 (s, pyCC=O)

Phorbazol C; 4-[2-(3,4-Dichlor-1H-pyrrol-2-yl)-oxazol-5-yl]-phenol (2c)

Man löst 339 mg (1.00 mmol) 24 in 6 ml 2-Aminoethanol und entfernt den Sauerstoff, indem man mehrmals Vakuum anlegt und jeweils mit Argon belüftet. Das Reaktionsgemisch wird für 40 min am Rückfluß erhitzt. Nachdem die Mischung auf etwa 50 °C abgekühlt ist, gießt man sie in 60 ml gesättigte NH4Cl-Lösung, stellt die wäßrige Lösung mit 1 M HCl auf pH = 4 - 5 und extrahiert mit EtOAc. Die vereinten Extrakte werden mit Wasser und gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum eingeengt. Das erhaltene Rohprodukt reinigt man chromatographisch (Hexan : EtOAc = 6 : 4) und erhält 248 mg (0.84 mmol, 84%) 2c. Die analytischen Daten stimmen mit den Literaturdaten überein.

weißer Feststoff, Fp: 238-239 ° (Lit.: 240 °C, Rf: 0.28 (Hexan : EtOAc = 6 : 4)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 6.87 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCH), 7.27 (d, 1 H, 3.2 Hz, pyNHpyCH), 7.56 (s, 1 H, oxCH), 7.61 (d, 2 H, 8.7 Hz, OphCphCHphCH), 9.83 (br s, 1 H, HOphC), 12.51 (br s, 1 H, pyNH)


118

1H-NMR Literaturangaben delta (DMSO-d6): 6.85 (d, 8.0 Hz, OphCphCH), 7.21 (s, pyNHpyCH), 7.52 (s, oxCH), 7.62 (d, 8.0 Hz, OphCphCHphCH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 110.0 (s, pyCClpyCClpyCH), 111.1 (s, pyCClpyCClpyCH), 116.0 (d, OphCphCH), 116.3 (s, pyCoxC), 118.5 (s, phCoxC), 119.1 (d, pyCH), 121.1 (d, oxCH), 125.7 (d, OphCphCHphCH), 150.2 (s, OoxCphC), 152.4 (s, OoxCN), 158.0 (s, OphC)

13C-NMR Literaturangaben delta (DMSO-d6): 111.1 (s, pyCClpyCClpyCH), 111.7 (s, pyCClpyCClpyCH), 115.8 (d, OphCphCH), 115.2 (s, pyCoxC), 118.3 (s, phCoxC), 118.7 (d, pyCH), 120.7 (d, oxCH), 125.5 (d, OphCphCHphCH), 150.0 (s, OoxCphC), 151.8 (s, OoxCN), 157.8 (s, OphC)

MS (CI): 294

MS (EI): 294 (M+, 35Cl2, 100%), 296 (M+, 35Cl37Cl, 63 %); Lit: 294 (M+, 35Cl2, 100%), 296 (M+, 35Cl37Cl, 62 %)

HRMS: ber.: 293.99628, gef.: 293.9963

11.2 Zur Synthese von Phorbazol A

Trichlorethyl-(4-formyl-phenyl)-carbonat (40)

Zu einer Suspension von 2.441 g (20 mmol) 4-Hydroxybenzaldehyd 11 in 100 ml Diethylether gibt man langsam 4.236 g (2.7 ml, 20 mmol) Chlorameisensäuretrichlorethylester zu und tropft dazu 2.024 g (2.8 ml, 20 mmol) Triethylamin. Nach zweistündigem Rühren bei Raumtemperatur filtriert man das ausgefallene Triethylaminhydrochlorid ab und wäscht gründlich mit Ether nach. Das Filtrat wird mit 1 N HCl-Lösung und zweimal mit Phosphat-Puffer pH7 gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Nach Konzentration im Vakuum isoliert man 5.831 g (19.6 mmol, 98%) analysenreines Produkt.

weißer Feststoff, Fp: 41 - 43 °C, Rf = 0.48 (Hexan / EtOAc = 1 / 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 4.83 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.36 (d, 2 H, 8.5 Hz, phCHphCHCO), 7.90 (d, 2 H, 8.5 Hz, phCHphCHCO), 9.95 (s, 1 H, CH=O).

13C-NMR delta (CDCl3): 76.6 (t, CH2CCl3), 95.2 (s, CH2CCl3), 121.5 (d, phCHphCO), 131.5 (d, phCHphCHCO), 134.4 (s, phCCHO), 152.0 (s, OCO2), 154.9 (s, phCO), 190.7 (d, phCCHO).

EA: C10H7Cl3O4 (2.97.52) ber. C 40.37 H 2.37 Cl 35.75 gef. C 39.96 H 2.26 Cl 35.40

4-(2,2,2-Trichlorethoxycarbonyloxy)-phenyl-trimethylsiloxy-acetonitril (41)

Unter Argonatmosphäre gibt man zu 2.975 g (10 mmol) des Aldehyds 40 gelöst in 75 ml trockenem Acetonitril 50 mg trockenes ZnI2 und tropft dann 1.88 ml (1.488 g, 15 mmol) destilliertes Trimethylsilylcyanid zu. Man erhitzt für 3.5 h unter Rühren am Rückfluß und entfernt alle flüchtigen Bestandteile unter vermindertem Druck. Der Rückstand wird in Ether aufgenommen und mehrmals mit Wasser gewaschen. Nach Trocknen über Magnesiumsulfat engt man im Vakuum ein und erhält so 3.809 g (9.6 mmol, 96%) des


119

erwünschten Produkts. Dieses ist ausreichend rein für die nachfolgende Umsetzung

blaßgelber Feststoff, Rf: 0.74 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 48 - 49 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 0.10 (s, 9 H, Si(CH3)3), 4.81 (s, 2 H, CH2CCl3), 5.44 (s, 1 H, CHCN), 7.23 (d, 2 H, 8.7 Hz, phCHphCHCO), 7.46 (d, 2 H, 8.7 Hz, phCHphCHCO).

13C-NMR delta (CDCl3): 0.0 (s, Si(CH3)3), 62.9 (d, CHCN), 76.5 (t, CH2CCl3), 94.0 (s, CH2CCl3), 118.8 (s, CN), 121.4 (d, phCHphCO), 127.8 (d, phCHphCHphCO), 134.5 (s, phCCHCN), 151.5 (s, OCO2), 152.3 (s, phCO).

Bis-(trimethylsilyl)-chromat (BTSC) auf Kieselgel

Zu einer Lösung von 21.4 ml (0.1 mol) Hexamethyldisiloxan in 60 ml Tetrachlorkohlenstoff gibt man 10 g (0.1 mol) Chrom-VI-oxid. Die Reaktionsmischung wird 5 h in einem Ölbad von 50 °C gerührt bis sich eine homogene, dunkelrote Lösung gebildet hat. Dazu gibt man 43 g Kieselgel, das man über Nacht bei 120 °C aktiviert hat, und rührt weitere 5 Stunden. Die flüchtigen Bestandteile der Reaktionsmischung werden im Vakuum sorgfältig abdestilliert, so daß man 64 g des gewünschten Oxidationsmittels erhält. Die berechnete Menge von 1.54 mmol pro Gramm Reagenz kann als effektive Konzentration an Chrom betrachtet werden.

Im Gegensatz zur Literatur ist ein Nachlassen der Reaktivität des BTSC nach ca. 2-3 Wochen zu beobachten. Dies ist der Fall, obwohl das Reagenz im Dunkeln unter einer Argonatmosphäre gelagert wurde.

4-{[(Trichlorethoxy)carbonyl]oxy}-benzoylcyanid (37)

Zu einer Lösung von 2.381 g (6.0 mmol) des geschützten Cyanhydrins 41 in 40 ml trockenem CH2Cl2 gibt man 8.57 g (13.2 mmol) BTSC auf Kieselgel und erhitzt für 4 h unter intensivem Rühren am Rückfluß. Nachdem die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abgekühlt ist, filtriert man durch eine kurze Säule Celite und spült gründlich mit Dichlormethan nach. Anschließend entfernt man das Lösemittel im Vakuum und isoliert 1.804 g (5.6 mmol, 93%) des gewünschten Acylcyanids.

farbloses Öl,

1H-NMR delta (CDCl3): 4.84 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.45 (d, 2 H, 8.9 Hz, OphCphCH), 8.17 (d, 2 H, 8.8 Hz, phCHphC-C=O)

13C-NMR delta (CDCl3): 77.8 (t, CH2CCl3), 94.1 (s, CCl3), 112.9 (s, CN), 122.4 (d, OphCph-CH), 131.7 (s, phC-C=O), 132.8 (d, phCHphCC=O), 151.7 (s, OCO2), 157.2 (s, OphC), 166.8 (s, CO-CN)


120

tert-Butylhypochlorid

In einem 500 ml Rund- oder Erlenmayerkolben verdünnt man 125 ml 12%-ige NaOCl-Lösung (200 mmol) mit 100 ml H2O und kühlt die Lösung auf 0 °C ab. Im folgenden sollte nur unter schwachem Licht gearbeitet werden, da sich das entstehende tert-Butylhypochlorid unter Lichteinwirkung explosiv zersetzen kann. Man gibt dann unter intensivem Rühren im Eisbad zuerst 14.82 g (200 mmol) tert-Butyl-alkohol zu, dann 12.61 g (210 mmol) Eisessig. Dabei steigt die Temperatur auf ca. 10-12 °C an. Nach 5 min intensiven Rührens wird das Gemisch in einen Scheidetrichter überführt und die untere, wäßrige Phase abgetrennt. Die zurückbleibende, organische Phase wäscht man mit je 25 ml 10%-iger Na2CO3-Lösung und H2O. Anschließend trocknet man über Calciumchlorid. Nach Filtration erhält man 13.47 g (124 mmol, 62%) tert-Butylhypochlorid, das ausreichend rein ist für weitere Umsetzungen. Eine Destillation empfiehlt sich nicht, da die Gefahr einer explosionsartigen Zersetzung zu groß ist. Man kann das Reagenz über 4 Wochen bei 0 °C im Dunklen über Molsieb 3Å aufbewahren.

3,5-Dichlor-4-formylpyrrol-2-carbonsäureethylester (44)

Man löst 1.672 g (10 mmol) 5-Formylpyrrol-2-carbonsäureethylester 42 in 35 ml Tetrachlormethan und gibt 2.388 g (22 mmol) tert-Butyl-hypochlorid zu und rührt das Reaktionsgemisch für 72 h bei Raumtemperatur. Anschließend verdünnt man mit 50 ml Dichlormethan wäscht zweimal mit Wasser und reextrahiert die Waschlösung mit Dichlormethan. Die organische Phase wird mit konzentrierter Natriumthiosulfat-lösung und gesättigter NaHCO3 gewaschen. Nachdem man über Na2SO4 getrocknet hat, zieht man das Lösemittel im Vakuum ab. Man isoliert 1.73 g Rohprodukt, das man durch Säulenchromatographie mit Dichlormethan / Aceton (95 : 5) reinigt. Man erhält 1.139 g (4.8 mmol, 48%) an 44.

weißer Feststoff, Rf = 0.5 (CH2Cl2 / Aceton = 95 : 5) Fp 147 - 150 °C (unter Subl.)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.36 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 4.37 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 9.89 (s, 1 H, CHO), 10.84 (br s, 1 H, NH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.6 (q, CH3CH2O), 62.5 (t, CH3CH2O), 118.6 (s, pyC), 119.6 (s, pyC), 121.0 (s, pyC), 126.4 (s, pyC), 160.2 (s, pyCCO2), 183.8 (d, CHO)

3,4-Dichlor-5-formylpyrrol-2-carbonsäureethylester (38)

Zu einer Lösung von 766 mg (5.00 mmol) 5-Methyl-pyrrol-2-carbonsäureethylester 12 in 20 ml trockenem Ether tropft man langsam 2.834 g (21 mmol) Sulfurylchlorid gelöst in 5 ml Ether zu. Die Reaktionsmischung beginnt dabei zu sieden. Nachdem man für eine weitere Stunde am Rückfluß erhitzt hat, läßt man für 4 h bei RT rühren. Dann entfernt man alle flüchtigen Bestandteile des Gemisches im Vakuum und nimmt den Rückstand in 50 ml Dioxan und 10 ml Wasser auf. Diese Reaktionsgemisch wird für 2 h auf 90-95 °C erhitzt und anschließend im Vakuum zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird in


121

Dichlormethan aufgenommen und mit NaHCO3-Lösung und H2O gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Zur Reinigung wird aus Ethanol umkristallisiert. Man erhält 732 mg (3.1 mmol, 62 %) an 38.

weißer Feststoff, Rf = 0.2 (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 1), Fp: 154 - 155 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 1.34 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 4.37 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 9.73 (s, 1 H, CHO), 10.09 (br s, 1 H, NH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.2 (q, CH3CH2O), 62.2 (t, CH3CH2O), 118.0 (s, pyC), 122.1 (s, pyC), 123.1 (s, pyC), 127.7 (s, pyC), 158.8 (s, pyCCO2), 178.2 (d, CHO)

3,5-Dichlor-4-[4-chlor-5-(4-{[(2,2,2-trichlorethoxy)carbonyl]oxy}phenyl)-1,3-oxazol-2-yl]-1H-pyrrol-2-carbonsäure-ethylester (49)

Zu einer Lösung von 472 mg (2.0 mmol) 3,5-Dichlor-4-formylpyrrol-2-carbonsäure-ethylester 44 in 30 ml trockenem CH2Cl2 gibt man 968 mg (3.0 mmol) 4-{[(Trichlorethoxy)carbonyl]oxy}-benzoylcyanid 37, fügt 284 mg (2.0 mmol) Bortrifluorid-diethyletherat und 10 ml trockenen Diethylether zu und sättig die Lösung mit trockenem Chlorwasserstoff bei 0 °C. Nach 24 h Rühren, während dem das Reaktionsgemisch auf RT auftaut, gießt man in 150 ml Eiswasser und extrahiert mit CH2Cl2. Die vereinten organischen Phasen werden mit gesättigter NaHCO3-Lösung und Wasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt. Nach Reinigung durch Chromatographie (CHCl3 : Aceton = 97 : 3) erhält man 242 mg (0.43 mmol, 21%) an 49.

hellgelbe Kristalle, Rf = 0.45 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 223 - 224 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 1.34 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 4.32 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 4.83 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.28 (d, 2 H, 8.9 Hz, OphCphCH), 7.91 (d, 2 H, 8.9 Hz, OphCphCHphCH), 12.15 (br s, 1 H, pyNH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.1 (q, CH3CH2O), 60.9 (t, CH3CH2O), 76.9 (t, CH2CCl3), 93.8 (s, CCl3), 108.2 (s, pyCCl),117.2 (s, oxCCl), 119.4 (s, arC), 121.3 (d, OphCphCH), 121.2 (s, arC), 125.2, 125.9 (2 s, pyCC=O, pyCCl), 126.2 (d, OphCphCHphCH), 141.8 (s, NHpyCCl), 150.3 (s, OphC), 152.2, 152.9 (2 s, pyCC=O, O=CO2), 159.3 (s, OoxCN).

4-[4-Chlor-2-(3,4-dichlor-1H-pyrrol-2-yl)-1,3-oxazol-5-yl]phenol (52)

weißer Feststoff, Fp: 157-159 °C

1H-NMR delta (DMSO-d6): 6.92 (d, 2 H, 8.8 Hz, OphCphCH), 7.14 (d, 1 H, 2.9 Hz, oxCH), 7.68 (d, 2 H, 8.8 Hz, OphCphCHphCH), 9.97 (br s, 1 H, OH), 12.64 (br s, 1 H, pyNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 104.8 (s, pyCCl), 109.4 (s, oxCCl), 115.7 (s, arC), 116.1 (d, OphCphCH), 117.1 (s, arC), 117.6 (d, NHpyCH), 122.3 ( s, arC), 126.3 (d, OphCphCHphCH), 142.4 (s, NHpyCCl), 152.2 (s, OphC), 158.1 (s, OoxCN).


122

11.3 Synthese von substituierten 4-Chloroxazolen

2-Chlor-3-formyl-indol (79)

Zu einem Gemisch aus 10 ml (127 mmol) DMF und 10 ml trockenem CH2Cl2 tropft man unter Argonatmosphäre bei 5 °C langsam 10 ml (109 mmol) POCl3. Nach 10 min Rühren wird langsam eine Lösung von 3.187 g (23.7 mmol) 2-Indolinon 124 und 5 ml Pyridin in 25 ml CH2Cl2 zugetropft und 48 h bei RT gerührt. Man gießt das Reaktionsgemisch auf Eiswasser, extrahiert zweimal mit Chloroform und läßt die wässrige Phase 12 h im Eisbad rühren. Die abgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert, mit Eiswasser gewaschen und aus Ethanol umkristallisiert. Man erhält 2.856 g (15.9 mmol, 67%) an 79.

weiße Kristalle, Fp: 232-235 °C

1H-NMR delta (DMSO-d6): 7.38-7.61 (m, 1 H, inCH), 8.22-8.25 (m, 1 H, inCH), 10.16 (s, 1 H, CHO), 12.63 (br s, 1 H, inNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 114.5 (d, inCH), 114.7 (s, inCCO), 122.7, 125.5, 126.6 (d, inCH), 127.1, 137.4, 135.5 (s, inC), 186.0 (CHO)

2-Chlor-3-formyl-indol-1-carbonsäure-2,2,2-trichlorethylester (125)

539 mg (3.0 mmol) 2-Chlor-3-formyl-indol 79 werden in 20 ml trockenem THF gelöst, mit 403 mg (3.3 mmol) DMAP versetzt und auf 0 °C abgekühlt. Dazu tropft man 699 mg (3.3 mmol) Chlorameisensäure-2,2,2-trichlorethylester und rührt bei 0 °C für 15 min. Der abgeschiedene Niederschlag wird abfiltriert und mit CH2Cl2 gewaschen, die organischen Phasen vereint und mit gesättigter NH4Cl-Lösung und Wasser gewaschen. Nach Trocknen über MgSO4 und Entfernen aller flüchtigen Bestandteile im Vakuum kann mit dem Rohprodukt weitergearbeitet werden. Für die Analyse reinigt man durch Chromatographie (Hexan / EtOAc = 7 : 3) und isoliert 1.033 g (2.9 mmol, 97%) an 125.

farblose Kristalle, Rf = 0.73 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 143-144 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 5.14 (s, 2 H, CH2), 7.39-7.42 (m, 2 H, inCH), 8.02-8.27 (m, 2 H, inCH), 10.28 (s, 1 H, CHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 76.7 (t, CH2), 92.8 (s, CCl3), 115.2 (d, inCH), 118.7 (s, inCCO), 121.4 (d, inCH), 124.8 (s, inC), 125.7, 126.6 (d, inCH), 134.4, 135.2 (s, inC), 148.7 (s, NCO2), 185.6 (CHO)

MS: 353, 355, 357 (18.9%, 24.8%, 13.5%, M+), 178 (100%, M+-Troc-Cl)

EA: C12H7NO3Cl4 (355.00) ber. C 40.60 H 1.99 N 3.95 Cl 39.95 gef. C 40.55 H 1.86 N 4.10 Cl 39.65


123

2-Chlor-3-{cyano[(trimethylsilyl)oxy]methyl}-indol-1-carbonsäure-2,2,2-trichlor-ethylester (126)

Unter Argonatmosphäre gibt man in einen ausgeheizten Kolben 2.840 g (8.00 mmol) 125, 40 mg ZnI2 und 60 ml trockenes Acetonitril. Bei RT tropft man 992 mg (10.00 mmol) Trimethylsilylcyanid zu und erhitzt 1 h unter Rühren am Rückfluß. Anschließend wird die Reaktionsmischung auf Wasser gegossen und mit CH2Cl2 extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Die Reinigung erfolgt an einer Kieselgelsäule (Hexan / CH2Cl2 = 6 : 4) und liefert 3.561 g (7.84 mmol, 98%) an 126.

farblose Kristalle, Rf = 0.51 (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 1), Fp: 65-68 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 0.00 (s, 9 H, Si(CH3)3), 4.90 (s, 2 H, CH2CCl3), 5.59 (s, 1 H, CHCN), 7.18-7.21 (m, 2 H, inCH), 7.68-8.03 (m, 2 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 0.0 (q, Si(CH3)3), 56.6 (d, CH-CN), 76.8 (t, CH2), 94.2 (s, CCl3), 116.1 (d, inCH), 116.8 (s, inCCHCN), 118.2 (s, CH-CN), 120.2 (d, inCH), 123.5 (s, inC), 125.0 (d, inCH), 125.9 (s, inC), 126.5 (d, inCH), 135.7 (s, inC), 149.3 (s, NCO2)

MS: 452, 454, 456 (15.3%, 20.3%, 10.6%, M+); 188, 189 (23.2%, 23.4%, M+-Troc-OSiMe3); 95, 97 (60.9%, 34.9, [CH2CCl2]+)

EA: C16H16N2O3Cl4Si (454.21) ber. C 42.31 H 3.55 N 6.17 Cl 31.22 gef. C 42.28 H 3.94 N 6.23 Cl 30.91

2-Chlor-1-[(2,2,2-trichlorethoxy)carbonyl]-indol-3-carbonsäure (129)

Zu einer Lösung von 3.550 g (10.0 mmol) des Indolylaldehyds 125 in 40 ml Dioxan gibt man eine Lösung von 1.679 g (14.0 mmol) NaH2PO4 und 1.361 g (12.0 mmol, 30%-ig in H2O) H2O2 in 20 ml H2O und kühlt auf 10 °C ab. Anschließend tropft man unter starkem Rühren eine Lösung von 1.085 g (12.0 mmol) NaClO2 in 5 ml H2O zu und läßt für 1.5 h bei RT rühren. Überschüssiges Oxidationsmittel wird durch vorsichtige Zugabe von ca. 0.4 ml NaHSO3-Lösung (10%-ig) vernichtet (Kontrolle mit Iodstärkepapier). Die Reaktionsmischung wird mit 2N Salzsäure auf pH=3 angesäuert und das ausgefallene Produkt abfiltriert. Die Lösung wird am Rotationsverdampfer auf etwa die Hälfte eingeengt und mit EtOAc extrahiert. Die vereinten organischen Phasen wäscht man mit gesättigter NaCl-Lösung, trocknet über MgSO4 und entfernt alle flüchtigen Bestandteile im Vakuum. Die vereinten Rohprodukte reinigt man durch Umkristallisation aus Aceton. Man erhält 3.302g (8.9 mmol, 89%) der Carbonsäure 129.

weißer Feststoff, Rf = 0.53 (CH2Cl2 / EtOH = 7 : 3), Fp: 218-219 °C

1H-NMR delta (DMSO-d6): 5.35 (s, 2 H, CH2), 7.36-7.46 (m, 2 H, inCH), 8.08-8.14 (m, 2 H, inCH), 13.23 (br s, 1 H, CO2H)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 76.5 (t, CH2), 94.4 (s, CCl3), 112.3 (s, inCCO2H), 115.3, 121.6, 125.0, 125.9 (d, inCH), 126.3, 130.2, 134.6 (s, inC), 148.4 (s, NCO2), 163.9 (s, CO2H)

EA: C12H7NO4Cl4 (371.00) ber. C 38.85 H 1.90 N 3.78 Cl 38.22 ber. C 38.91 H 2.16 N 3.85 Cl 38.12


124

2-Chlor-3-cyanocarbonyl-indol-1-carbonsäure-2,2,2-trichlorethylester (127)

Eine Lösung von 1.484 g (4.0 mmol) der Carbonsäure 129 in 30 ml trockenem CH2Cl2 wird unter Argonatmosphäre langsam mit 0.634 g (5.0 mmol) Oxalylchlorid versetzt. Nach Zugabe von zwei Tropfen DMF rührt man ca. eine Stunde bei RT bis zum Ende der Gasentwicklung. Alle flüchtigen Bestandteile werden im Ölpumpenvakuum entfernt, der Rückstand in trockenem Toluol aufgenommen und erneut zur Trockene eingeengt. Man erhält 1.556 g (4.0 mmol) an rohem 130.

Zu einer auf 0 °C gekühlten Lösung von 1.556 mg (4.0 mmol) des Säurechlorids 130 und 416 mg (4.2 mmol) TMS-CN in 40 ml trockenem CH2Cl2 gibt man 0.2 ml (0.2 mmol) einer Lösung von Zinntetrachlorid (1 M in CH2Cl2) und rührt für 2 h im Eisbad. Die Reaktionsmischung wird in 80 ml Eiswasser gegossen, mit CH2Cl2 extrahiert, die vereinten Extrakte mit Eiswasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet und durch eine kurze Celite-Säule gesaugt. Das Lösemittel wird im Vakuum entfernt, die Reinigung des erhaltenen Rohprodukts (1.292 g, 3.4 mmol, 85%) ist schwierig, da es sich leicht zersetzt, insbesondere beim Reinigen an einer Kieselgelsäule. Möglich ist aber, es aus Cyclohexan umzukristallisieren. Das Rohprodukt kann für die Synthese der 4-Chloroxazole verwendet werden.

127: weißer Feststoff, Rf = 0.61 (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 1), Fp: 146-150 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 4.97 (s, 2 H, CH2), 7.23-7.28 (m, 2 H, inCH), 7.98-8.07 (m, 2 H, inCH) 13C-NMR delta (CDCl3): 77.1 (t, CH2), 93.2 (s, CCl3), 113.4 (s, inCCO), 115.1 (d, inCH), 116.9 (s, CO-CN), 121.4 (d, inCH), 124.7 (s, inC), 126.4, 127.5 (d, inCH), 134.6, 135.8 (s, inC), 148.2 (s, NCO2), 160.3 (CO-CN)

MS: 382 (15%, M++4), 380 (31%, M++2), 378 (24%, M+), 178 (26%, M+-[Troc]-[Cl]-[CN]), 97 / 95 (69%, 100%, [CH2CCl2]+)

EA: C13H6N2O3Cl4 (380.01) ber. C 41.09 H 1.59 N 7.37 Cl 37.32 gef. C 41.08 H 1.58 N 7.37 Cl 37.21

128 (Nebenprodukt bis zu 12% bei der Methode nach Jochims et al.):

1H-NMR delta (CDCl3): 5.04 (s, 2 H, CH2), 5.05 (s, 2H, CH2), 7.04 (s, 1 H, CHCN), 7.22-7.39 (m, 4 H, inCH), 7.88-8.21 (m, 4 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 55.1 (d, CHCN), 76.5 (t, CH2CCl3), 76.9(t, CH2CCl3), 93.4 (s, CCl3), 93.6 (s, CCl3), 110.1 (s, inCCHO), 112.0 (s, inCCHO), 114.8 (s, CHO-CN), 115.3, 115.9, 119.0, 121.2, 125.0 (d, inCH), 125.3, 125.4 (s, inC), 125.5, 126.2, 126.5 (d, inCH), 127.3, 132.6, 134.2 (s, inC), 148.5, 148.7 (s, NCO2), 160.5 (inC-CO2)

3-Oxo-2-{[(2,2,2-trichlorethoxy)carbonyl]amino}-propionsäuremethylester (133)

508 mg (4.0 mmol) Oxalylchlorid werden in 10 ml trockenem CH2Cl2 unter Argonatmosphäre gelöst, auf -78 °C (BT) abgekühlt und mit 625 mg (8.0 mmol) DMSO versetzt. Nach 10 min Rühren bei -78 °C tropft man eine Lösung von 884 mg (3.0 mmol) Troc-


125

geschütztem Serinmethylester 132 in 4 ml trockenem CH2Cl2 zu und läßt über 40 min auf -45 °C (BT) auftauen. Es werden 911 mg (9 mmol) Triethylamin zugegeben und nach Entfernen des Kühlbads 15 min gerührt. Die Reaktionsmischung gießt man in 40 ml HCl-Lösung (0.5 M), wäscht mit pH7-Puffer, trocknet über MgSO4 und entfernt das Lösemittel am Rotationsverdampfer. Man erhält 695 mg (2.4 mmol, 58%) an 133.

gelbliches Öl, Rf : 0.36 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.74 (s, 3 H, CH3), 4.68 (s, 2 H, CH2CCl3), 5.25 (d, 2 H, 3.8 Hz, CH-CHO), 6.10 (s, 1 H, NHCO2) 9.96 (d, 1 H, 3.8 Hz, CHCHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 54.3 (q, CH3), 63.2 (d, CHNH), 75.2 (t, CH2CCl3), 95.1 (s, CCl3), 153.1 (s, CO2Me), 169.6 (s, HNCO2), 191.9 (d, CHO)

2-(Hydroxyimino)-3-oxopropionsäureethylester (135)

Eine Lösung von 3.801 (20 mmol) 3,3-Diethoxy-propionsäureethylester 134 in 20 ml CH2Cl2 wird mit 4 ml H2O und 5 ml Trifluoressigsäure überschichtet und bei RT 3 h heftig gerührt. Die organische Phase wird abgetrennt und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in 10 ml Essigsäure und 3 ml H2O gelöst und auf 0 °C abgekühlt. Dazu tropft man eine Lösung von 1.518 g (22 mmol) NaNO3 in 7 ml H2O so langsam zu, daß die Innentemperatur 5 °C nicht übersteigt und läßt für 24 h rühren. Die Reaktionsmischung wird vorsichtig mit NaHCO3 neutralisiert und mit EtOAc extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit pH7-Puffer gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Nach chromatographischer Reinigung (Hexan / EtOAc = 7 : 3) erhält man 537 mg (3.7 mmol, 18%) an 135.

gelbes Öl, Rf = 0.62 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.30 (t, 3 H, 7.0 Hz, CH3), 4.29 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH2), 9.71 (s, 1 H, CHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.1 (q, CH3), 60.4 (t, CH2), 155.2 (s, C=NOMe), 160.1 (s, CO2), 185.8 (d, CHO)

2-(Methoxyimino)-3-oxopropionsäureethylester (136)

435 mg (3.0 mmol) 135 löst man in 20 ml trockenem Aceton, gibt 1.277 g (9.0 mol) Methyliodid zu sowie 695 mg (3.0 mmol) Silberoxid und rührt für 30 min. Nach Filtration durch eine kurze Celitesäule werden alle flüchtigen Bestandteile im Vakuum entfernt. Den Rückstand reinigt man chromatographisch (Hexan / EtOAc = 8 : 2) und erhält 304 mg (1.9 mmol, 63%) an 136.

gelbes Öl, Rf = 0.54 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.31 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3), 4.10 (s, 3 H, NO-CH3), 4.34 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH2), 9.63 (s, 1 H, CHO)


126

13C-NMR delta (CDCl3): 14.3 (q, CH3), 61.6 (t, CH2), 64.9 (q, NOCH3), 153.2 (s, C=NOMe), 160.3 (s, CO2), 186.2 (d, CHO)

3-Hydroxy-2-(methoxyimino)-propyl-benzoat (139)

971 mg (5 mmol) 3-Hydroxy-2-oxopropyl-benzoat 138 werden in 15 ml Methanol gelöst und 460 mg (5.5 mmol) O-Methylhydroxylamin-hydrochlorid und 820 mg (10 mmol) Natriumacetat zugegeben und 2 h bei RT gerührt. Alle flüchtigen Bestandteile werden im Vakuum entfernt, der Rückstand in 40 ml EtOAc aufgenommen und von unlöslichen Bestandteilen abfiltriert. Die wässrige Phase wird mit pH7-Puffer gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt. Man erhält 1.112 g (5 mmol, 100%) NMR-reines Produkt in Form eines E / Z-Isomenengemisches im Verhältnis 10 : 7.

hellgelbes Öl, Rf = 0.67, 0.74 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.85, 3.86 (2deltas, 3 H, NO-CH3), 4.31, 4.42 (2deltas, 2 H, CH2OH), 4.92, 5.13 (2deltas, 2 H, CH2-OBz), 7.37-7.99 (m, 5 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 57.3, 58.8 (2deltat, CH2OH), 61.0, 62.2 (2deltaq, NOCH3), 62.4, 62.5 (2deltaq, CH2OBn), 128.1 (d, phCH), 129.2 (s, phC), 129.8, 133.5 (d, phCH), 154.0, 155.6 (2deltas, C=NOMe), 166.1, 166.7 (2deltas, CO2)

2-(Methoxyimino)-3-oxopropyl-benzoat (140)

Eine Lösung von 171 mg (1.4 mmol) Oxalylchlorid in 2 ml trockenem CH2Cl2 kühlt man unter Argonatmosphäre auf -78 °C ab und tropft langsam 210 mg (2.7 mmol) DMSO zu. Nach 15 min Rühren bei -60 °C tropft man eine Lösung von 200 mg (0.9 mmol) 139 in 1 ml CH2Cl2 zu und läßt bei -45 °C für 30 min rühren. Anschließend wird 697 mg (5.4 mmol) Diisopropylethylamin zugegeben, das Kühlbad entfernt und bei 0 °C 10 min gerührt. Zum Beenden Reaktion gießt man die Reaktionsmischung in 5 ml Salzsäure (1.0 M) und extrahiert mit CH2Cl2. Die vereinten organischen Phasen werden zweimal mit pH7-Puffer gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und das Lösemittel im Vakuum entfernt. Das Rohprodukt reinigt man chromatographisch (CH2Cl2 / Aceton = 99 : 1) und erhält 184 mg (0.83, 92%) an 140.

hellgelbes Öl, Rf = 0.67 (CH2Cl2 / Aceton = 95 : 5)

1H-NMR delta (CDCl3): 4.09 (s, 3 H, NO-CH3), 5.02 (s, 2 H, CH2-OBz), 7.31-7.93 (m, 5 H, phCH), 9.45 (s, 1 H, CHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 53.1 (t, CH2OBn), 64.8 (q, NOCH3), 128.6 (d, phCH), 129.7 (s, phC), 130.0, 133.5 (d, phCH), 153.7 (s, C=NOMe), 166.3 (s, CO2), 188.9 (d, CHO)


127

2,5-Dimethyl-1,3-oxazol-4-carbaldehyd (144)

1.692 g (10.0 mmol) 2,5-Dimethyl-1,3-oxazol-4-carbonsäureethylester 142 werden in 20 ml trockenem Ether gelöst und unter Argonatmosphäre auf -78 °C abgekühlt. Dazu tropft man langsam 11 ml (11 mmol) DIBAH-Lösung (1 M in Hexan) und rührt für weitere 15 min bei -78°C. Die Umsetzung wird beendet, indem man vorsichtig 1 ml Methanol zugibt. Anschließend läßt man auf RT auftauen, gibt 1 ml Natronlauge (2 M) zu und rührt bis sich das abgeschiedene Aluminiumhydroxid verfestigt hat. Der Niederschlag wird abgesaugt und gründlich mit Ether gespült. Die organischen Phase wird über Na2SO4 getrocknet und durch Destillation im Membranpumpenvakuum gereinigt. Man erhält 659 mg (5.2 mmol, 52%) an 144.

farbloses Öl, Rf = 0.41 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Kp: 62-66 °C (15-20 mbar)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.39 (s, 3 H, NOC-CH3), 2.52 (s, 3 H, OoxC-CH3), 9.35 (s, 1 H, CHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 11.8 (q, CH3), 13.9 (q, CH3), 135.3 (s, oxCCHO), 156.7 (s, oxC), 160.6 (s, oxC), 185.4 (d, CHO)

Bromacetaldehyd (146)

Eine Lösung von 8.59 g (40 mmol) trans-1,4-Dibrom-2-buten 145 in 70 ml trockenem Methylenchlorid wird auf -78 °C abgekühlt und bis zur dauerhaften Blaufärbung ozonolysiert (O2-Strom: 150 l/h, 3 A, ca. 40 min). Nach dem Austreiben des überschüssigen Ozons mit Stickstoff wird eine Lösung von 10.49 mg (40 mmol) Triphenylphosphin in 30 ml Methylenchlorid zugetropft und langsam auf 0 °C erwärmt. Nach 1 h Rühren bei dieser Temperatur wird das überschüssige Lösemittel bei 120-130 mbar / 0 °C abgezogen. Den Rückstand destilliert man bei 0.7 mbar in einen auf -78 °C gekühlten Vorlagekolben von RT bis 50 °C. Nach der Destillation erhält man 11.26 g einer klaren Lösung von OHC-CH2Br in CH2Cl2 (ca. 40%-ige, Ausbeute: 45 mmol, 56%).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.88 (d, 2 H, 2.6 Hz, BrCH2-CHO), 5.32 (s, „3.1 H“, CH2Cl2), 9.53 (t, 1 H, 2.5 Hz, BrCH2-CHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 34.8 (t, CH2Br), 53.5 (t, CH2Cl2), 191.9 (d, CHO)

Acetoxyacetaldehyd (148)

Eine Lösung von 6.887 g (40 mmol) 1,4-Bisacetoxy-2-buten in 50 ml trockenem CH2Cl2 wird bei -78 °C bis zur Blaufärbung mit Ozon behandelt. Nach Entfernen des überschüssigen Ozons mit Stickstoff wird langsam eine Lösung von 10.492 g (40 mmol) PPh3 in 20 ml CH2Cl2 zugetropft und nach Erwärmen auf RT für 1 h gerührt. Der Hauptteil des Lösemittels wird im Membranpumpenvakuum unter Eisbadkühlung entfernt, das Produkt wird destillativ gereinigt und geht bei 0.2 bar, 36-40°C über. Man erhält 10.024 g einer klaren Lösung (OHC-CH2OAc : CH2Cl2 =1 : 1; 54 mmol, 67%).


128

farbloses Öl,

1H-NMR delta (CDCl3): 2.12 (s, 3 H, CH3), 4.60 (m, 2 H, OCH2-CHO), 5.32 (s, „0.97 H“, CH2Cl2), 9.54 (m, 1 H, OCH2-CHO)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.7 (q, CH3), 69.1 (t, CH2OAc), 53.5 (t, CH2Cl2), 196.1 (d, CHO)

Allgemeine Vorschrift für die Umsetzung von Aldehyden mit dem Acylcyanid (127)

Man löst 380 mg (1.0 mmol) Acylcyanid 127 in 40 ml trockenem CH2Cl2 und gibt 1.2 mmol an Aldehyd sowie 170 mg (1.2 mmol) BF3·Et2O zu. Die Reaktionsmischung wird auf 0 °C gekühlt und mit Chlorwasserstoffgas gesättigt, indem man für ca. 15 min vorsichtig HCl-Gas einleitet. Anschließend rührt man für 24-48 h. Dabei kann sie auf RT auftauen. Man gießt das Gemisch auf 100 ml Eiswasser und extrahiert mehrmals mit CH2Cl2. Die vereinten organischen Phasen werden mit gesättigter NaHCO3, H2O und gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer zur Trockene eingeengt. Die Reinigung erfolgt chromatographisch mit einem Hexan / CH2Cl2-Gemisch.

Bei längeren Reaktionszeiten (ab ca. 4 d) läßt sich 2-Chlor-3-(2-oxoaminoacetyl)-indol-1-carbonsäure-2,2,2-trichlorethylester 162 als Hydrolyseprodukt des Acylcyanid 123 nachweisen.

1H-NMR delta (DMSO-d6): 5.38 (s, 2 H, CH2), 7.43-7.52 (m, 2 H, inCH), 7.98 (s, 1 H, NHH’), 8.06-8.19 (m, 2 H, inCH), 8.36 (s, 1H, NHH’)

13C-NMR delta ( DMSO-d6): 76.6 (t, CH2), 94.3 (s, CCl3), 115.5 (d, inCH), 115.6 (s, inCCO), 120.9, 125.6 (d, inCH), 125.7 (s, inC), 126.5 (d, inCH), 131.7, 134.8 (s, inC), 148.3 (s, NCO2), 167.5 (COCONH2), 187.5 (CONH2)

3-(2-Methyl-4-chlor-1,3-oxazol-5-yl)-2-chlorindol-1-carbonsäure-2,2,2-tri-chlorethylester (158)

158: farblose Kristalle (341 mg, 0.8 mmol, 77%), Rf = 0.59 (CH2Cl2), Fp: 127-129 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 2.48 (s, 3 H, CH3), 5.06 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.18-7.48 (m, 3 H, inCH), 8.17-8.20 (m, 1 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.4 (q, CH3), 76.4 (t, CH2CCl3), 93.8 (s, CCl3), 109.0 (s, inCoxC), 115.7, 119.7, 124.5 (d, inCH), 124.7 (s, inC), 125.9 (d, inCH), 126.6, 127.8 (s, oxC), 135.0, 137.1 (s, inC), 148.8 (s, NCO2), 161.7 (OoxCN)

EA: C15H9Cl5N2O3 (442.51) ber. C 40.71 H 2.05 N 6.33 Cl 40.06 gef. C 40.49 H 1.94 N 6.42 Cl 39.68

163 (Nebenprodukt): farblose Kristalle 8%, Rf = 0.66 (CH2Cl2), Fp: 83-85 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 1.59 (d, 3 H, 6.4 Hz, CHCl-CH3), 3.21 (m, 2 H, CHCl-CH2), 4.48 (m, 1 H, CHCl-CH3), 5.03 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.22-7.51 (m, 3 H, inCH), 8.14-8.20 (m, 1 H, inCH)


129

13C-NMR delta (CDCl3): 24.4 (q, CH3), 39.5 (t, CH(Cl)-CH2), 53.9 (d, CH(Cl)-CH2), 76.7 (t, CH2CCl3), 93.8 (s, CCl3), 108.8 (s, inCoxC), 115.7, 119.5, 124.6 (d, inCH), 125.0 (s, inC), 126.1 (d, inCH), 126.6, 129.0 (s,oxC), 135.1, 138.1 (s, inC), 148.9 (s, NCO2), 161.3 (OoxCN)

3-[2-(2-Chlorethyl)-4-chlor-1,3-oxazol-5-yl]-2-chlor-indol-1-carbonsäure-2,2,2-tri-chlorethylester (154)

farblose Kristalle (363 mg, 0.7 mmol, 74%), Rf = 0.43 (CH2Cl2), Fp: 107-108 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 3.36 (t, 2 H, 6.8 Hz, CH2CH2Cl), 3.98 (t, 2 H, 6.8 Hz, CH2CH2Cl), 5.16 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.35-7.58 (m, 3 H, inCH), 8.27-8.29 (m, 1 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 32.0 (t, CH2CH2Cl), 40.1 (t, CH2CH2Cl), 76.5 (t, CH2CCl3), 93.7 (s, CCl3), 108.4 (s, inCoxC), 115.7, 119.6, 124.6 (d, inCH), 124.9 (s, inC), 126.0 (d, inCH), 126.6 (s, oxC), 129.1(s, oxC), 135.2, 138.2 (s, inC), 148.9 (s, NCO2), 161.3 (OoxCN)

MS: 488 (4%, M+), 490 (7%, M++2), 313 (30%, M+-Troc), 315 (28%, M++2-Troc)

EA: C16H10Cl6N2O3 (490.98) ber. C 39.14 H 2.05 N 5.71 Cl 43.32 gef. C 39.14 H 2.26 N 5.29 Cl 43.15

2-Chlor-3-[4-chlor-2-(ethoxycarbonyl-methoxyiminomethyl)-1,3-oxazol-5-yl]-indol-1-carbonsäure-2,2,2-trichlorethylester (155)

weißer Feststoff (201 mg, 36%), Rf = 0.53 (CH2Cl2), Fp: 120-122 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 1.38 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 4.23 (s, 3 H, OCH3), 4.42 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH3CH2O), 5.12 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.29-7.60 (m, 3 H, inCH), 8.22-8.25 (m, 1 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.1 (q, CH3CH2O), 63.1 (t, CH3CH2O), 65.3 (q, CH3O), 76.5 (t, CH2CCl3), 93.8 (s, CCl3), 108.4 (s, inCoxC), 115.8, 119.8, 124.7 (d, inCH), 125.4 (s, inC), 126.2 (d, inCH), 126.4 (s, oxC), 129.9 (s, oxC), 135.1, 136.7 (s, inC), 138.9 (s, C=NOMe), 148.8 (s, NCO2), 150.7 (s, CO2Et), 160.7 (OoxCN)

EA: C19H14Cl5N3O6 (557.60) ber. C 40.93 H 2.53 N 7.54 Cl 31.79 gef. C 40.72 H 2.52 N 7.45 Cl 31.46

3-(2-Brommethyl-4-chlor-1,3-oxazol-5-yl)-2-chlor-indol-1-carbonsäure-2,2,2-tri-chlorethylester (159)

farblose Kristalle (224 mg, 43%) Rf = 0.37 (Hexan / CH2Cl2 = 2 : 8), Fp: 138-139 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 4.44 (s, 2 H, CH2Br), 5.07 (s, 2 H, CH2CCl3), 7.32-7.49 (m, 2 H, inCH), 8.18-8.21 (m, 2 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 19.9 (t, CH2Br), 76.5 (t, CH2CCl3), 93.8 (s, CCl3), 108.5 (s, inCoxC), 115.8, 119.6, 124.7 (d, inCH), 125.2 (s, inC), 126.1 (d, inCH), 126.4, 129.6 (s, oxC), 135.1, 139.0 (s, inC), 148.8 (s, NCO2), 159.0 (OoxCN)

EA: C15H8N2O3Cl5Br (521.41) ber. C 34.55 H 1.55 N 5.37 gef. C 34.67 H 1.64 N 5.29


130

Allgemeine Vorschrift für die Umsetzung von Aldehyden mit Benzoylcyanid 164

Zu einer Lösung von 656 mg (5.0 mmol) Benzoylcyanid 164 in 20 ml trockenem CH2Cl2 gibt man 5.5 mmol des Aldehyds und 710 mg (5.0 mmol) BF3·Et2O. Durch diese Lösung wird bei 0 °C Chlorwasserstoff bis zur Sättigung eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wird für 24 h gerührt und dann auf 50 ml Eiswasser gegossen. Nach mehrmaliger Extraktion der wässrigen Phase mit CH2Cl2 wäscht man die vereinten organischen Phasen mit gesättigter NaHCO3-Lösung und Wasser, trocknet über MgSO4 und zieht das Lösemittel im Vakuum ab. Das erhaltene Öl wird durch Säulenchromatographie gereinigt.

4-Chlor-2-methyl-5-phenyloxazol (167)

167: hellgelbe Kristalle (Ausbeute 44%), Rf = 0.52 (CH2Cl2), Fp: 42 - 45 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 2.75 (s, 3 H, CH3), 7.61-8.08 (m, 5 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.6 (q, CH3), 125.0 (s, oxC), 125.1 (d, phCH), 127.4 (s, oxC), 128.8, 129.1 (d, phCH), 144.2 (s, phC), 159.8 (s, oxC-Me)

MS: 195 (13%, M++2), 193 (37%, M+), 124 (42%, [C6H5CCl]+), 105 (44%, [C6H5CO]+)

167b (2-(2-Chlorpropyl)-4-chlor-5-phenyloxazol, Nebenprodukt): gelbes Öl (Ausbeute 10%), Rf = 0.6 (CH2Cl2)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.56 (d, 3 H, 6.6 Hz, H3C-CH(Cl)), 3.15 (m, 1 H, CH3-CH(Cl)-CHH’), 4.37 (dd, 1 H, 13.8 Hz, 6.8 Hz, Me-CClH-CHH’), 4.43 (dd, 1 H, 13.8 Hz, 6.7 Hz, Me-CH(Cl)-CHH’), 7.29-7.76 (m, 5 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 25.3 (q, CH3), 39.5 (t, CH(Cl)-CH2), 54.1 (d, CH(Cl)-CH2), 125.2 (s, oxC), 125.3 (d, phCH), 127.1 (s, oxC), 129.1, 129.2 (d, phCH), 144.5 (s, phC), 159.3 (s, oxC-Me)

MS: 257 / 255 (10% / 15%, M++2 / M+), 194 / 192 (15% / 44%, M+-[MeCHCl]), 103 (100%, [C6H5CN]+)

4-Chlor-2-(2-chlorethyl)-5-phenyloxazol (169)

gelbes Öl (Ausbeute 20%), Rf = 0.26 (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 2)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.20 (t, 2 H, 7.1 Hz, CH2CH2Cl), 3.83 (t, 2 H, 7.1 Hz, CH2CH2Cl), 7.20-7.82 (m, 5 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 31.8 (t, CH2CH2Cl), 39.9 (t, CH2CH2Cl), 124.9 (d, phCH), 126.6 (s, oxC), 127.1 (s, oxC), 128.7, 129.0 (d, phCH), 144.3 (s, phC), 158.9 (s, oxC-Me)

MS: 243 (11%, M++2), 241 (17%, M+), 192 (23%, M+-[CH2Cl]), 105 (47%, [C6H5CO]+)

2-Brommethyl-4-chlor-5-phenyloxazol (168)

weiße Kristalle (Ausbeute 55%), Rf = 0.35 (Hexan / CH2Cl2 = 2 : 1), Fp: 76 - 77 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 4.40 (s, 2 H, CH2Br), 7.30-7.43 (m, 3 H, phCH), 7.80-7.83 (m, 2 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 19.9 (t, CH2Br), 125.4 (s, oxC), 126.3 (s, oxC), 128.9, 129.2 (d, phCH),


131

145.6 (s, phC), 156.7 (s, oxC-CH2)

MS: 273 (37%, M++2), 271 (28%, M+), 192 (41%, M+-Br])

EA: C10H7BrClNO (272.53): ber. C 44.07 H 2.59 N 5.14 gef. C 44.40 H 2.83 N 5.14

2-Acetoxymethyl-4-chlor-5-phenyloxazol (170)

farblose Kristalle (Ausbeute 65%), Rf = 0.24 (CH2Cl2), Fp: 54 - 55 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 2.09 (s, 3 H, CH3), 5.10 (s, 2 H, CH2OAc), 7.26-7.42 (m, 3 H, phCH), 7.76-7.79 (m, 2 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.6 (t, CH3), 57.6 (q, CH2OAc), 125.1 (s, oxC), 126.4 (s, oxC), 128.8, 129.5 (d, phCH), 145.2 (s, phC), 156.3 (s, oxC-CH2), 169.9 (s, OC=O)

MS: 251 (28%, M+)

EA: C12H10ClNO3 (251.67): ber. C 57.27 H 4.01 N 5.57 gef. C 57.20 H 4.41 N 5.53

2-Chlor-3-(4-chlor-2-methyl-1,3-oxazol-5-yl)-indol (171)

Man gibt 487 mg (1.1 mmol) 3-(2-Methyl-4-chlor-1,3-oxazol-5-yl)-2-chlor-indol-1-carbonsäure-2,2,2-trichlorethylester 158 zu einer Lösung von 40 mg (10.0 mmol) NaOH in 50 ml Methanol und rührt für 20 min bei RT bis sich der Feststoff vollständig gelöst hat. Die Reaktionsmischung wird im Vakuum auf die Hälfte eingeengt, mit 30 ml Wasser verdünnt und nach Neutralisation mit 10%-iger Zitronensäure mit EtOAc extrahiert. Die organischen Phasen wäscht man mit Wasser, trocknet über MgSO4 und entfernt das Lösemittel im Vakuum. Die Reinigung erfolgt durch Umkristallisation aus Chloroform und liefert 276 mg (1.0 mmol, 94%) an 171.

farblose Kristalle, Rf = 0.21 (Hexan / CH2Cl2 = 2 : 8), Fp: 214-215 °C

1H-NMR delta (DMSO-d6): 2.50 (s, 3 H, CH3), 7.11-7.25 (m, 2 H, inCH), 7.40-7.52 (m, 2 H, inCH), 12.56 (br s, 1 H, inNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 11.8 (q, CH3), 95.8 (s, inCoxC), 109.3, 116.6, 118.7, 120.7 (d, inCH), 121.4 (s, inC), 123.1 (s, oxC), 123.5 (s, oxC), 132.4, 136.3 (s, inC), 158.9 (OoxCN)

EA: C12H8Cl6N2O (267.11) ber. C 53.96 H 3.02 N 10.49 Cl 26.55 gef. C 53.63 H 2.97 N 10.41 Cl 26.45

2-Chlor-3-(4-chlor-2-vinyl-1,3-oxazol-5-yl)-indol (172)

Man löst 60 mg (15 mmol) festes NaOH in 40 ml Methanol, gibt 491 mg (1.0 mmol) an 154 zu und rührt die Suspension für 30 min bei RT bis sich eine klare gelbe Lösung bildet. Diese wird im Vakuum zur Hälfte eingeengt, mit 50 ml H2O verdünnt und mit Salzsäure (1 M) neutralisiert. Das Produkt wird mit EtOAc extrahiert, die Extrakte mit Wasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingeengt. Nach Umkristallisation aus CHCl3 erhält man 257 mg (0.9 mmol, 92%) 172.


132

weißer Feststoff, Rf = 0.31 (CH2Cl2), Fp: 205-207 °C

1H-NMR delta (DMSO-d6): 5.57 (d, 1 H, 11.2 Hz, CH=CHH’), 5.99 (d, 1 H, 17.6 Hz, CH=CHH’), 6.47 (dd, 1 H, 17.6 Hz, 11.2 Hz, CH=CHH’), 6.91-7.04 (m, 2 H, inCH), 7.19-7.33 (m, 2 H, inCH), 12.43 (br s, 1 H, inNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 98.1 (s, inCoxC), 111.9, 119.1, 121.4, 122.9 (d, inCH), 123.3 (d, CHCH2), 123.9 (s, inC), 124.4 (d, CHCH2), 125.8 (s, oxC), 126.9 (s, oxC), 134.9, 139.4 (s, inC), 159.5 (OoxCN)

EA: C13H8Cl2N2O (279.12) ber. H 2.89 N 10.04 Cl 25.40 gef. H 3.05 N 10.89 Cl 25.68

2-Chlor-3-(4-chlor-2-formyl-1,3-oxazol-5-yl)-indol (177)

Eine Lösung von 558 mg (2.0 mmol) 2-Chlor-3-(4-chlor-2-vinyl-1,3-oxazol-5-yl)-indol 172 in 25 ml trockenem CH2Cl2 und 25 ml trockenem MeOH wird auf -78 °C abgekühlt und 5 min mit Ozon behandelt bis sie sich dauerhaft blaugrün färbt. Nach 15 min Spülen der Lösung mit Inertgas gibt man 621 mg (10 mmol) Dimethylsulfid zu und läßt über Nacht langsam auf RT auftauen. Alle flüchtigen Bestandteile werden im Vakuum entfernt und der Rückstand chromatographisch (Hexan / EtOAc = 1 : 1) gereinigt. Man isoliert 202 mg (0.72 mmol, 36%) an 177.

hellgelbes Öl, Rf = 0.35 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 6.95-7.09 (m, 2 H, inCH), 7.21-7.42 (m, 2 H, inCH), 9.46 (s, 1 H, CHO), 12.66 (br s, 1 H, inNH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 98.0 (s, inCoxC), 112.7, 119.9, 122.3, 124.2 (d, inCH), 126.0 (s, inC), 126.3 (s, oxC), 128.3 (s, oxC), 135.7, 144.2 (s, inC), 156.6 (OoxCN), 178.4 (d, CHO)

3-[2-(Nitromethyl)-4-chlor-1,3-oxazol-5-yl]-2-chlor-indol-1-carbonsäure-2,2,2-tri-chlorethylester (181)

Man löst 60 mg (0.87 mmol) Natiumnitrit in 15 ml trockenem DMSO, gibt 100 mg (0.19 mmol) 159 zu und rührt für 2 h bei RT, bis sich dünnschichtchromatographisch kein Edukt mehr nachweisen läßt. Zur Aufarbeitung gießt man in gesättigte NH4Cl-Lösung und extrahiert mit CH2Cl2. Die vereinten organischen Phasen werden zweimal mit NH4Cl- und gesättigter NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Der Rückstand wurde durch Chromatographie (Hexan / EtOAc = 1 : 1) gereinigt, wodurch man 40 mg (0.08 mg, 43%) 181 erhält.

farblose Kristalle, Rf = 0.38 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 126-127 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 4.78 (s, 2 H, CH2CCl3), 5.06 (s, 2 H, CH2NO2), 7.23-7.50 (m, 2 H, inCH), 8.15-8.22 (m, 2 H, inCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 57.6 (t, CH2NO2), 76.5 (t, CH2CCl3), 93.7 (s, CCl3), 108.2 (s, inCoxC), 115.7, 119.7, 124.6 (d, inCH), 125.2 (s, inC), 126.0 (d, inCH), 126.5 (s, oxC), 129.0, 134.9 (s, inC), 138.1 (s, oxC), 148.8 (s, NCO2), 163.3 (OoxCN)


133

4-Chlor-2-nitromethyl-5-phenyl-oxazol (180)

Eine Lösung aus 450 mg (6.5 mmol) NaNO2 und 299 mg (1.1 mmol) 2-Brommethyl-4-chlor-5-phenyloxazol 168 in 30 ml trockenem DMSO wird für 3 h bei RT gerührt. Nach Zugabe von 30 ml gesättigter NH4Cl-Lösung extrahiert man mit CH2Cl2 und wäscht die vereinten organischen Extrakte mit NH4Cl-Lösung und gesättigter NaCl-Lösung. Nach Trocknen über MgSO4 und Entfernen aller flüchtigen Bestandteile im Vakuum, chromatographiert (Hexan / EtOAc = 1 / 1) man das Rohprodukt und erhält 130 mg (0.54 mmol, 50%) an 180.

farblose Kristalle, Rf = 0.40 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 95-96 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 4.72 (s, 2 H, CH2NO2), 7.25-7.41 (m, 3 H, phCH), 7.73-7.80 (m, 2 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 57.4 (t, CH2NO2), 124.5 (s, oxC), 125.0 (d, phC), 126.5 (s, oxC), 128.9 (d, phCH), 144.6 (s, phC), 161.0 (s, oxC-CH2)

(4-Chlor-5-phenyloxazol-2-yl)-essigsäuremethylester (178)

In einem Schlenkkolben bereitet man eine LDA-Lösung unter Argonatmosphäre, indem man zu 222 mg (2.23 mmol) Diisopropylamin in 2 ml trockenem THF bei -30 °C 1.4 ml (2.24 mmol) n-BuLi (1.6 M in Hexan) zutropft. Nach 30 min Rühren bei dieser Temperatur gibt man 394 mg (2.25 mmol) trockenes HMPT zu und kühlt auf -78 °C ab. Dann wird eine Lösung von 387 mg (2.00 mmol) 4-Chlor-2-methyl-5-phenyl-oxazol 167 in 4 ml THF zugetropft und man läßt für eine Stunde bei -78 °C deprotonieren. Nach Zugabe von 227 mg (2.4 mmol) Chlorameisensäuremethylester wird das Reaktionsgemisch für 12 h gerührt, wobei es langsam bis auf RT auftaut. Zur Aufarbeitung gießt man in gesättigte NH4Cl-Lösung, die man mehrmals mit Ether extrahiert. Nach Waschen der organischen Phase mit Wasser und gesättigter NaCl-Lösung und Trocknen über Na2SO4 wird das Lösemittel unter vermindertem Druck entfernt. Das zurückbleibende Öl wird durch Säulenchromatographie (Pentan / CH2Cl2 = 1 : 1) gereinigt und man erhält 220 mg (0.88 mmol, 44%) an 178.

gelber Feststoff, Rf = 0.2 (CH2Cl2), Fp: 48 - 50 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 3.70 (s, 3 H, OCH3), 3.82 (s, 2 H, CH2CO2), 7.29-7.78 (m, 5 H, phCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 35.0 (t, CH2-CO2), 53.2 (q, OCH3), 125.3 (s, oxC), 125.3 (d, phCH), 127.0 (s, oxC), 129.1, 129.2 (d, phCH), 145.7 (s, phC), 155.5 (s, oxC-CH2), 167.7 (CO2CH3)

MS: 253 (5%, M++2), 251 (14%, M+), 192 (19%, M+-[CO2CH3]), 105 (66%, [C6H5CO]+)

(4-Chlor-5-phenyloxazol-2-yl)-essigsäure (179)

135 mg (0.54 mmol) (4-Chlor-5-phenyloxazol-2-yl)-essigsäuremethylester 178 werden in 1.5 ml Dioxan gelöst und bei RT mit 60 mg (1.1 mmol) KOH in 1.5 ml H2O versetzt. Nach 1 h Rühren gibt man 3 ml Salzsäure (1 M) zu, verdünnt mit 10 ml Wasser und extrahiert


134

mit Diethylether. Die organische Phase wird über MgSO4 getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingeengt. Der zurückbleibende Feststoff wird durch Umkristallisation (CHCl3 / Aceton = 9 : 1) gereinigt (Ausbeute: 122 g, 0.51 mmol, 96%).

gelbe Kristalle, Rf = 0.7 (CH2Cl2 : MeOH = 1 : 1), Fp: 150 °C (u.Z.)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 3.78 (s, 2 H, CH2CO2), 7.24-7.58 (m, 5 H, phCH), 13.20 (br s, 1 H, COOH)

13C-NMR delta (DMSO-d6): 34.8 (t, CH2-CO2), 124.2 (s, oxC), 125.0 (d, phCH), 126.3 (s, oxC), 129.4, 129.5 (d, phCH), 144.1 (s, phC), 157.4 (s, oxC-CH2), 169.0 (CO2H)

EA: C11H8NO3Cl (237.64) ber. C 55.60 H 3.39 N 5.89 gef. C 55.44 H 4.20 N5.94

11.4 Reaktionen von Phenylbenzofuran-2-on mit Elektrophilen

3-Phenylbenzofuran-2-on (184)

Ein Mischung aus 26.52 g (0.282 mol) pulverisiertem Phenol und 30.45 g (0.200 mol) Mandelsäure 183 wird bei 0 °C vorsichtig mit 80 ml 70%-iger Schwefelsäure versetzt. Das Reaktionsgemisch wird für 30 min bei 0 °C und für 45 min bei 110 °C gerührt. Nach Abkühlen auf RT gießt man auf 400 ml Eiswasser und extrahiert fünfmal mit CH2Cl2. Die vereinten organischen Phasen wäscht man mit gesättigter NaHCO3-Lösung, trocknet über Na2SO4 und entfernt das Lösemittel im Vakuum. Das Rohprodukt wird gereinigt, indem man es zweimal aus Ethanol umkristallisiert. Man erhält 11.24 g (53 mmol, 27%) an 184.

weißer Feststoff, Rf = 0.7 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 112 - 114 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 4.85 (s, 1 H, CH-CO2), 7.13-7.36 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 50.1 (d, CH-CO2), 111.3, 124.9, 125.8 (d, arCH), 127.5 (s, arC), 128.6-129.8 (5 d, arCH), 135.5 (s, arC), 154.4 (s, arC-O), 175.5 (s, CO2)

3-Hydroxymethyl-3-phenylbenzofuran-2-on (188)

Zu einer Suspension 29 mg (1.2 mmol) Natriumhydrid in 2 ml trockenem THF gibt man bei 0 °C langsam 210 mg (1.0 mmol) 3-Phenylbenzofuran-2-on 184 und rührt für 15 min. In die entstandene klare Lösung leitet man bei 0 °C über ein Gaseinleitungsrohr gasförmigen Formaldehyd ein, den man durch Pyrrolyse von 150 mg (5.0 mmol) Paraformaldehyd gewinnt. Man läßt 1 h bei 0 °C rühren und gießt dann das Reaktionsgemisch auf gesättigte NH4Cl-Lösung. Nach Ansäuern mit einigen Tropfen Salzsäure (1 M) auf pH = 3 wird mit Ether extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit gesättigter NaHCO3-Lösung und H2O gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und im Vakuum eingeengt. Die Reinigung erfolgt chromatographisch (CH2Cl2) und liefert 125 mg (0.5 mmol, 52%) an 188.


135

weißer Feststoff, Rf = 0.2 (CH2Cl2), Fp = 90-92 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 1.98 (br s, 1 H, OH), 4.14 (d, 1 H, 10.9 Hz, CHH’-OH), 4.34 (d, 1 H, 10.9 Hz, CHH’-OH), 7.11-7.38 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 58.6 (s, C-CH2OH), 68.4 (t, CH2-OH), 111.6, 124.9, 125.7, 127.4 (d, arCH), 128.4 (s, arC), 128.8-130.0 (5deltad, arCH), 135.6 (s, arC), 154.2 (s, arC-O), 177.2 (s, CO2arC)

MS: 210 (10%, M+-[CH2O]), 181 (15%, M+-[CH2O]-[CO])

EA: C15H12O3 (240.26): ber. C 74.99 H 5.03 gef. C 74.97 H 5.29

3-Phenyl-2,3-dihydrobenzofuran-2-ol (190)

Zu einer Lösung von 3.154 g (15.0 mmol) 3-Phenylbenzofuran-2-on 184 in 80 ml trockenem Toluol werden bei -95 °C unter Argonatmosphäre 15.5 ml (15.5 mmol, 1M-Lösung in Hexan) DIBAH über 20 min zugetropft. Nach 45 min Rühren bei -95 °C wird die Umsetzung durch Zugabe von 5 ml Methanol beendet. Nach Auftauen auf RT gibt man 200 ml 30%-ige Zitronensäure zu und extrahiert mit Ether. Die vereinten organischen Phasen wäscht man mit NaHCO3-Lösung, trocknet über MgSO4 und destilliert die Lösemittel ab. Aus dem erhaltenen Öl isoliert man durch Säulenschromatographie (CH2Cl2 / MeOH = 200 : 1) 2.025 g (9.6 mmol, 64%) an 190. Außerdem erhält man 441 mg (2.1 mmol, 14%) des Ausgangsstoffs 184, sowie 255 mg (1.2 mmol, 8%) an 2-(2-Hydroxy-1-phenylethyl)-phenol durch Überreduktion.

weißer Feststoff, Rf = 0.6 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 132 - 133 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 3.48 (s, 1 H, CH-CHOH), 4.31 (d, 1 H, 4.8 Hz, CH-CHOH), 5.75 (d, 1 H, 4.8 Hz, CH-CHOH), 6.82-7.31 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 56.8 (d, CH-CHOH), 108.2 (d, arCH), 110.5 (CH-CHOH), 122.1-129.3 (8 d, arCH), 129.4, 140.9 (s, arC), 158.3 (s, arC-O)

2-Methoxy-3-phenyl-2,3-dihydrobenzofuran (191)

Man löst 265 mg (1.3 mmol) 3-Phenyl-2,3-dihydrobenzofuran-2-ol 190 und 48 mg (0.3 mmol) p-Toluolsulfonsäure in 4 ml trockenem Methanol und rührt bei RT ca. 6 h bis zur Beendigung der Umsetzung (DC-Kontrolle). Man entfernt das Lösemittel im Vakuum gibt 20 ml Dichlormethan zu und wäscht mit gesättigter NaHCO3-Lösung und Wasser und trocknet über Na2SO4. Nach Abziehen der flüchtigen Bestandteile unter vermindertem Druck reinigt man den Rückstand säulenchromatographisch (Hexan / EtOAc = 9 : 1) und erhält 246 mg (1.1 mmol, 87%) Produkt.

farblose Kristalle, Rf = 0.7 (Hexan / EtOAc = 1 : 1), Fp: 80- 82 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 3.64 (s, 3 H, OCH3), 4.48 (br s, 1 H, CH-CHOMe), 5.52 (d, 1 H, 2.4 Hz, CH-CHOMe), 6.97-7.42 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 55.6 (q, OCH3), 56.6 (d, CH-CHOMe), 110.5 (CH-CHOH), 114.5 (d, arCH), 121.8-129.2 (8 d, arCH), 129.6, 141.1 (s, arC), 158.6 (s, arC-O)


136

2-([1,3]Dioxolan-2-yl-phenylmethyl)-phenol (190a)

Zu einer Lösung von 265 mg (1.3 mmol) 3-Phenyl-2,3-dihydrobenzofuran-2-ol 190 in 5 ml trockenem Acetonitril gibt man 52 mg (0.2 mmol) Camphersulfonsäure und einige Körnchen Molekularsieb. Nach Zugabe von 1.288 g (21 mmol) Ethylenglycol rührt man bei RT für 48 h. Das Reaktionsgemisch wird mit 20 ml Wasser und CH2Cl2 verdünnt, filtriert und die wässrige Phase mehrmals mit CH2Cl2 extrahiert. Die vereinten organischen Phasen wäscht man mit gesättigter NaHCO3-Lösung und H2O, trocknet sie über Na2SO4 und entfernt das Lösemittel im Vakuum. Das zurückbleibende Öl wird säulenchroma-tographisch gereinigt (Pentan / CH2Cl2 / Aceton = 30 : 9 : 1 delta 5 : 9 : 1) und man erhält 240 mg (0.9 mmol, 72%) an 190a.

farblose Kristalle, Rf = 0.27 (CH2Cl2 / Aceton = 95 : 5), Fp: 64-65 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 2.21 (s, 1 H, OH), 3.70-3.88 (m, 4 H, 2delta OCH2), 4.36 (d, 1 H, 2.1 Hz, CH-CHO2), 5.49 (d, 1 H, 2.1 Hz, CH-CHO2), 6.85-7.26 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 55.6 (d, CH-CHO2), 62.2 (t, OCH2CH2O), 71.4 (t, OCH2CH2O), 110.5 (d, CH-CHO2), 113.9 (d, arCH), 122.0-129.3 (8 d, arCH), 129.7, 140.9 (s, arC), 158.3 (s, arC-O)

MS: 256 (0.8%, M+), 194 (16%, M+-[HOC2H4OH]), 183 (15%, M+-[CHO2C2H4]), 73 (100%, CHO2C2H4+)

tert-Butyl-[2-([1,3]dioxolan-2-yl-phenylmethyl)-phenoxy]-dimethylsilan (192)

Es werden unter Argonatmosphäre 247 mg (1.1 mmol) 2-([1,3]Dioxolan-2-yl-phenylmethyl)-phenol 190a in 4 ml trockenem DMF gelöst und 242 mg (1.6 mmol) tert-Butyldimethylchlorsilan und 218 mg (3.2 mmol) Imidazol zugegeben. Die klare Lösung wird für 12 h bei RT gerührt, anschließend in Wasser gegossen und mit Ether extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit Wasser gewaschen und über Na2SO4 getrocknet, das Lösemittel wird im Vakuum abgezogen. Nach Reinigung an einer Kieselgelsäule isoliert man 372 mg (1.0 mmol, 94%) an 192.

farblose Flüssigkeit, Rf = 0.8 (CH2Cl2 / Aceton = 95 : 5)

1H-NMR delta (CDCl3): 0.00 (s, 6 H, Si(CH3)2), 0.82 (s, 9 H, Si-C(CH3)3), 3.67-3.89 (m, 4 H, 2delta OCH2), 4.38 (d, 1 H, 2.1 Hz, CH-CHO2), 5.56 (d, 1 H, 2.1 Hz, CH-CHO2), 6.88-7.26 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): -4.9 (q, Si(CH3)2), 18.7 (s, Si-C(CH3)3), 26.3 (q, Si-C(CH3)3), 55.6 (d, CH-CHO2), 62.9 (t, OCH2CH2O), 70.6 (t, OCH2CH2O), 110.4 (d, CH-CHO2), 113.8 (d, arCH), 121.7-129.2 (8 d, arCH), 129.8, 141.2 (s, arC), 158.7 (s, arC-O)

2-Oxo-3-phenyl-2,3-dihydrobenzofuran-3-carbonsäureethylester (187)

Zu einer Suspension von 164 mg (6.5 mmol) Natriumhydrid (95%ig) in 5 ml trockenem DMF unter Argonatmosphäre gibt man bei 0 °C portionsweise 1.052 g (5.0 mmol) 3-


137

Phenylbenzofuran-2-on 184. Nach 20 minütigem Rühren bei RT wird die graugrüne Lösung mit einer Spatelspitze DMAP versetzt und anschließend 0.604 g (5.5 mmol) Chlorameisensäureethylester zugetropft. Nach 12 h Rühren wird die Reaktionsmischung in 50 ml gesättigte NH4Cl-Lösung gegossen und mit Ether extrahiert. Nach Waschen der organischen Phase und Trocknen über MgSO4 wird das Lösemittel im Vakuum entfernt und der Rückstand säulenchromatographisch gereinigt (Hexan / EtOAc = 7 : 3). Man erhält 1.142 g (4.1 mmol, 81%) des erwünschten Produkts.

gelbes Öl, Rf = 0.61 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.25 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH3), 4.27 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH2), 7.12-7.55 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 14.2 (q, CH3), 63.4 (t, CH2), 111.7 (d, arCH), 122.7(s, arC), 125.1, 126.7 (d, arCH), 128.0-130.5 (6 d, arCH), 135.0(s, arC), 154.1 (s, arC-O), 168.0 (s, CO2Et), 175.5 (s, CO2arC)

3-Acetyl-3-phenylbenzofuran-2-on (196)

Man deprotoniert 526 mg (2.5 mmol) 3-Phenylbenzofuran-2-on 184, indem man den Feststoff portionsweise bei 0 °C in eine Suspension von 78 mg (3.0 mmol) Natriumhydrid in 3 ml trockenem DMF einträgt und 20 min bei RT rühren läßt. Nach Zugabe von 12 mg (0.1 mmol) DMAP tropft man 215 mg (2.8 mmol) Acetylchlorid zu. Nach 12 h Rühren bei RT wird die Reaktion durch Zugabe von 25 ml gesättigte NH4Cl-Lösung abgebrochen. Extraktion mit Ether, Waschen der organischen Phase mit Wasser, Trocknen über MgSO4 und Abziehen des Lösemittels im Vakuum ergaben 610 mg (2.4 mmol, 97%) NMR-reines Produkt. Für die EA wurde an einer kurzen Säule (Hexan : EtOAc = 7 : 3) gereinigt.

gelbes Öl, Rf = 0.6 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.22 (s, 3 H, CH3), 7.12-7.41 (m, 9 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 26.9 (q, CH3), 70.4 (s, C-COMe), 111.9, 125.0 (d, arCH), 125.4 (s, arC), 126.6 (d, arCH), 127.8-130.7 (6 d, arCH), 134.9 (s, arC), 153.9 (s, arC-O), 172.5 (s, CO2arC), 199.2 (s, COMe)

MS: 253 (4.9%, [M+1]+), 210 (100%, M+-[MeCO]), 181 (85%, M+-[MeCO]-[CHO])

EA C16H12O3 (252.27): ber. C 76.18 H 4.79 gef. C 76.47 H 5.07

3-Phenyl-3-phenylacetylbenzofuran-2-on (205)

Bei 0 °C suspendiert man 78 mg (3.0 mmol) Natriumhydrid in 3 ml trockenem DMF unter Argonatmosphäre und gibt bei dieser Temperatur 526 mg (2.5 mmol) 184 zu. Nach 20 min Rühren bei RT fügt man eine katalytische Menge (ca. 0.1 mmol) DMAP zu und tropft dann 464 mg (3.0 mmol) Phenylacetylchlorid 204 gelöst in 2 ml DMF zu. Durch Zugabe von 25 ml gesättigter NH4Cl-Lösung wird die Reaktion nach 12 h Rühren bei RT beendet und das Produkt durch Extraktion mit CH2Cl2 in die organische Phase überführt. Diese wird mit Wasser gewaschen, mit Na2SO4 getrocknet und die flüchtigen Bestandteile


138

werden im Vakuum entfernt. Nach Reinigung an einer reversed phase Kieselgelsäule (RP 18, MeCN / H2O = 2 : 1) erhält man 505 mg (1.6 mmol, 64%).

farblose Plättchen, Rf = 0.8 (CH2Cl2/ Aceton = 9 : 1), Fp: 63- 64 °C

1H-NMR delta (CDCl3): 3.87 (s, 2 H, CH2), 6.89-7.41 (m, 14 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 45.9 (t, CH2), 70.0 (s, C-CO), 111.8, 125.0 (d, arCH), 125.5 (s, arC), 126.8 (d, arCH), 127.6-130.7 (10 d, arCH), 133.0, 134.9 (s, arC), 153.8 (s, arC-O), 172.9 (s, CO2arC), 199.0 (s, COMe)

MS: 328 (0.3%, M+), 210 (66%, M+-[phCH2CO]), 181 (22%, M+-[phCH2CO]-[CHO])

11.5 Arylierung von 2-Arylessigsäureestern

2-Hydroxy-phenylessigsäure (226)

Zu einem Gemisch aus 17.92 g (100 mmol) N-Benzoylglycin und 8.20 g (100 mmol) Natriumacetat in 30.63 g (300 mmol) Essigsäureanhydrid gibt man 12.21 g (100 mmol) Salicylaldehyd 225. Es wird für 25 min auf dem Wasserbad erhitzt. Nach dem Erkalten der gelben Lösung wird der abgeschiedene Feststoff abfiltriert und mit Methanol und Wasser gewaschen. Nach Lösen in 200 ml 10%-iger Natronlauge wird für 8 h zum Sieden erhitzt. Anschließend verdünnt man mit 800 ml Wasser und gibt 13.61 ml (120 mmol) einer 30%-igen Wasserstoffperoxid-Lösung zu. Nach 2 h bei Raumtemperatur wird mit konzentrierter HCl auf pH = 3 angesäuert und der entstandene Niederschlag abfiltriert und verworfen. Die wäßrige Phase wird mit Diethylether ausgeschüttelt und die organische Phase über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt und der Rückstand aus Chloroform umkristallisiert. Man erhält 6.53 g (43 mmol, 43%) an 226.

weißer Feststoff, Fp: 142-143 °C (Lit. 145-147 °C)

1H-NMR delta (DMSO-d6): 3.46 (s, 2 H, CH2), 6.70-7.10 (m, 4 H, arCH), 9.39 (br s, 1 H, arCOH), 12.08 (br s, 1 H, COOH)

(2-Hydroxy-phenyl)-essigsäuremethylester (227)

100 ml trockenes Methanol werden bei -10 °C tropfenweise mit 21.41 g (0.18 mol) Thionylchlorid versetzt. Nach Zugabe von 9.13 g (60 mmol) 2-Hydroxyphenyl-essigsäure 226 wird für 12 h bei RT gerührt. Die flüchtigen Bestandteile der Reaktionsmischung werden im Vakuum entfernt und der bräunliche Rückstand aus Cyclohexan umkristallisiert. Die Ausbeute beträgt 85% (8.48 g, 51 mmol).


139

weißer Feststoff, Fp: 68-69 °C (Lit. 68-70 °C), Rf: 0.54 (CH2Cl2 / Aceton = 95 : 5)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.61 (s, 2 H, CH2), 3.67 (s, 3 H, CO2CH3), 6.78-7.11 (m, 4 H, arCH), 7.26 (br s, 1 H, arCOH)

13C-NMR delta (CDCl3): 37.9 (t, CH2), 53.1 (q, CO2CH3), 117.8 (d, arCH), 121.0 (s, arCOH), 121.2, 129.6, 131.4 (d, arCH), 155.4 (s, arC-CH2), 174.7 (s, CO2CH3)

[2-(1-Ethoxy-ethoxy)-phenyl]-essigsäuremethylester (231)

3.66 g (22 mmol) (2-Hydroxy-phenyl)-essigsäuremethylester 227 werden in 90 ml Ethylvinylether gelöst. Nach Zugabe von ca. 0.1 ml konz. HCl wird über Nacht bei RT gerührt. Es wird durch Celite / Kieselgel filtriert und das Filtrat im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc = 9 : 1) gereinigt. Es konnten 3.45 g (15 mmol; 70 %) 231 isoliert werden.

Farbloses Öl; Rf = 0.68 (CH2Cl2 / Aceton = 95 : 5)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.06 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH2CH3), 1.35 (d, 3 H, 5.2 Hz, CHCH3), 3.42 (q, 2 H, 7.2 Hz, CH2-CH3), 3.54 (s, 3 H, COOCH3), 3.57 (m, 2 H, CH2-COOCH3), 5.29 (q, 1 H, 5.2 Hz, CHCH3), 6.85 - 7.40 (m, 4 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 15.2 (q, CH2-CH3), 21.2 (q, CH-CH3), 36.1 (t, CH2-COOCH3), 51.9 (q, COOCH3), 65.3 (t, O-CH2-CH3), 103.9 (d, O-CH-O), 117.2 (s, arC-Br), 125.3, 130.2 (d, arCH), 131.4 (s, arC-CH2), 132.6 (d, arCH), 152.3 (s, arC-O), 171.9 (COOCH3).

2-Fluor-4-methyl-anisol (221)

In 190 ml 20 %iger HBF4 werden 31.21 g (230 mmol) 2-Methoxy-5-methylanilin 219 gelöst. Bei -10 °C tropft man langsam unter kräftigem Rühren mit einem KPG-Rührer 15.80 g (230 mmol) Natriumnitrit in 25 ml Wasser so zu, daß die Temperatur des Gemisches 0 °C nicht übersteigt. Die entstandene braune Suspension wird 10 min bei -5 °C gerührt, der Niederschlag abgesaugt und mit 40 ml kaltem Wasser, 40 ml kaltem Methanol sowie mehrmals mit Diethylether gewaschen. Man erhält 51.76 g (0.22 mol, 96%) 2-Methoxy-5-methyl-phenyl-diazoniumtetrafluoroborat 220 als violetten Feststoff, den man ohne weitere Reinigung weiter umsetzt.

Dazu werden 8.99 g (38 mmol) 220 in 120 ml Bortrifluorid-Etherat gelöst und bei 0 °C mit einer Hg-Lampe (150 Watt, Pyrex-Filter) belichtet. Die Reaktion wird beendet, sobald keine Gasentwicklung mehr sichtbar ist. Nachdem die Reaktionsmischung mit 100 ml Diethylether verdünnt wurde, gießt man auf 400 ml Eiswasser. Die Phasen werden getrennt und die wäßrige Phase zweimal mit je 100 ml Diethylether extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit 10 %iger wäßriger Kaliumcarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Man erhält ein rotes Öl, das durch Destillation im Vakuum gereinigt wird (Ausbeute: 3.90 g, 28 mmol, 74%)


140

Farbloses Flüssigkeit, Kp = 74-82 °C (15 Torr), Rf = 0.57 (Hexan / EtOAc = 1 : 1)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.31 (s, 3 H, CCH3), 3.89 (s, 3 H, OCH3), 6.87-6.95 (m, 3 H, arCH).

13C-NMR delta\|[squ ]\|(CDCl3): 20.4 (q, CCH3), 56.4 (q, OCH3), 113.4 (dd, CH-C(OCH3), 3J = 2 Hz), 116.8 (dd, CF-CH, 2J = 18 Hz); 124.4 (dd, CH-CH-C(CH3), 4J = 4 Hz), 131.0 (d, C(CH3), 3J = 7 Hz), 145.3 (d, C(OCH3), 2J = 11 Hz), 152.2 (d, CF, 1J = 245 Hz).

Tricarbonyl-delta6-(2-fluor-4-methyl-anisyl)-chrom(0) (224)

In einen ausgeheizten 500 ml-Kolben, ausgestattet mit Intensivkühler und einem Rückschlagventil nach Stutz, werden unter Schutzgasathmoshäre 3.761 g (26.8 mmol) 2-Fluor-4-methyl-anisol 221, 7.090 g (32.2 mmol) Chromhexacarbonyl und 150 ml Di-n-butylether sowie 30 ml trockenes THF gegeben. Unter Lichtausschluß wird für 3 d auf 125 °C (Badtemperatur) erhitzt. Die gelb-grüne Suspension wird durch Celite / Kieselgel filtriert, die gelbe Lösung im Vakuum eingeengt und durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc = 8 : 2) gereinigt. Man erhält 4.609 g (16.7 mmol, 62 %) eines gelben, lichtempfindlichen Feststoffes.

Gelber Feststoff, Fp = 67-68 °C, Rf = 0.3 (Hexan / EtOAc = 7 : 3).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.00 (s, 3 H, CH3crC), 3.65 (s, 3 H, OCH3), 4.67-5.28 (m, 3 H, crCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.2 (q, CCH3), 58.6 (q, OCH3), 79.6 (dd, CH-C(OCH3), 3J = 2 Hz), 82.8 (dd, CF-CH, 2J = 18 Hz), 87.8 (d, CH-CH-C(CH3)), 103.8 (d, C(CH3), 3J = 5 Hz), 129.1 (d, C(OCH3), 2J = 10 Hz), 138.4 (d, CF, 1J = 266 Hz).

[3-Bromo-2-hydroxy-phenyl]-essigsäuremethylester (229)

8.78 g (120 mmol) tert-Butylamin werden unter Argonatmosphäre in 150 ml trockenem Toluol gelöst. Bei -30 °C werden 9.59 g (60 mol) Brom zugetropft. Die Reaktionsmischung wird 15 min bei dieser Temperatur gahalten und anschließend auf -78 °C abgekühlt. Eine Lösung von 9.97 g (60 mol) 227 in 20 ml Methylenchlorid wird tropfenweise zugegeben. Die Mischung wird langsam auf RT gebracht und über Nacht gerührt. Nachdem mit 100 ml EtOAc verdünnt wurde, wird zweimal mit 1 M HCl und einmal mit gesättigter, wäßriger NaHCO3-Lösung gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und die Lösungsmittel entfernt. Nach Reinigung durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc = 9 : 1) erhält man 11.86 g (48 mmol, 81%) 229.

Weißer Feststoff, Fp = 48-49 °C, Rf = 0.5 (Hexan / EtOAc = 8 : 2).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.63 (s, 2 H, CH2), 3.65 (s, 3 H, CH3), 6.28 (s, 1 H, OH), 6.70 (dd, 1 H, 7.8 Hz, 7.7 Hz, arCH), 7.03 (d, 1 H, 7.8 Hz, arCH), 7.33(d, 1 H, 7.8 Hz, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 37.0 (t, CH2), 52.8 (q, CH3), 111.4 (s, C-Br), 122.5 (s, arC-CH2), 121.9, 130.9, 131.9 (d, arCH), 151.3 (s, C-OH), 172.7 (s, COOCH3)


141

[2-Benzyloxy-3-brom-phenyl]-essigsäuremethylester (235)

Man löst in 20 ml trockenem Acetonitril 0.983 g (4.0 mmol) [3-Brom-2-hydroxy-phenyl]-essigsäuremethylester 229. Nach Zugabe von 2.76 g (20 mol) Kaliumcarbonat, 0.201 g (1.3 mmol) Natriumiodid und 0.889 g (5.2 mmol) Benzylbromid läßt man 30 min bei RT rühren und kocht dann 1.5 h am Rückfluß. Der Niederschlag wird abfiltriert und mit Aceton gewaschen. Die Lösungsmittel werden im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird in Diethylether aufgenommen und unlösliche Bestandteile werden abfiltriert. Nach Abdestillieren des Diethylethers und säulenchromatographischer Reinigung (Hexan / EtOAc = 95 : 5) isoliert man 0.892 g (2.7 mmol, 67%) an 235.

farbloses Öl, Rf = 0.74 (Hexan / EtOAc = 8 : 2)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.58 (s, 3 H, CH3), 3.59 (s, 2 H, arC-CH2), 4.93 (s, 2 H, OCH2), 6.89-7.46 (m, 8 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 35.8 (t, CH2-CO2Me), 52.1 (q, COOCH3), 75.1 (t, O-CH2), 117.7 (s, C-Br), 125.6, 127.2-128.3, 130.4, 133.0 (d, 8 C, arCH), 130.2 (s, arC-CH2), 136.7 (s, OCH2C), 154.2 (s, arC-O), 171.7 (s, CO2Me).

2-(2-Benzyloxy-3-brom-phenyl-)-2-[tricarbonyl-delta6-(2-methoxy-5-methyl-phenyl-)-chrom(0)]-essigsäuremethylester (239)

Bei RT werden 0.723 g (10.9 mmol) KOH in 7.5 ml DMSO suspendiert. Es werden 1.00 g (3.6 mmol) 235 und 1.29 g (4.4 mmol) 224 zugegeben. Nach 20 min wird gesättigte NH4Cl-Lösung zugesetzt. Die wäßrige Phase wird mit EtOAc extrahiert und die vereinten organischen Phasen mehrmals mit gesättigter wäßriger NH4Cl-Lösung gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel entfernt. Durch Umkristallisieren aus Hexan / EtOAc (7 : 3) erhält man 1.322 g (62%; 2.2 mmol) des festen Produkts 239.

Gelbe Kristalle, dv = 64 : 36, Rf = 0.72, 0.65 (Hexan / EtOAc = 1 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.11 (s, 3 H, crC-CH3), 3.57 (s, 3 H, CO2CH3), 3.74 (s, 3 H, OCH3), 4.95 (d, 1 H, 6.6 Hz, crCH-crCOMe), 5.06 (s, 2 H, CH2), 5.49 (d, 1H, crCHcrCH-COMe, 6.6 Hz), 5.61 (s, 1 H, CH-CO2Me), 5.99 (s, 1 H, crCH-CCH3), 6.98-7.66 (m, 8 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.0 (q, crC-CH3), 43.4 (d, CH-CO2Me), 52.6 (q, CO2CH3), 55.9 (q, OCH3), 72.7 (d, crCH-COMe), 74.9 (t, CH2), 94.7, 96.7 (d, 2 C, crCH-CMe), 95.8, 99.7 (s, crC), 117.6 (s, arC-Br), 125.4-133.2 (8 d, arCH), 133.7 (s, arC-arCOBn), 136.4 (s, CH2-arC), 140.2 (s, crC-OMe), 153.7 (s, arC-OBn), 171.4 (CO2Me), 232.7 (s, CdeltaO).

(2-Methoxymethoxy-phenyl)-essigsäuremethylester (233)

Zu einer Lösung von 3.723 g (22.4 mmol) 227 in 30 ml Methylenchlorid werden bei 0 °C 7.347 g (58.2 mmol) Ethyldiisopropylamin und 3.961 g (49.3 mmol) MOM-Cl zugegeben. Es wird über Nacht bei RT gerührt. Nach Zugabe von gesättigter wäßriger NaHCO3-Lösung werden die Phasen getrennt und die wäßrige Phase zweimal mit Methylenchlorid


142

extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit Wasser und gesättigter, wäßriger NaCl-Lösung gewaschen und getrocknet (Na2SO4). Nach säulenchromatographischer Reinigung (Hexan / EtOAc = 9 : 1) erhält man 3.602 g (17.1 mmol, 76 %) des Produkts.

farbloses Öl, Rf = 0.70 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.38 (s, 3 H, CH2O-CH3), 3.59 (s, 2 H, CH2-CO2Me), 3.61 (s, 3 H, CO2CH3), 5.11 (s, 2 H, O-CH2-O), 6.89-7.18 (m, 4 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 36.0 (t, CH2-COOCH3), 51.9 (q, COOCH3) 56.0 (q, O-CH3), 94.3 (t, O-CH2-O), 113.9 (d, arCH-COMOM), 121.7 (d, arCH), 123.6 (s, arC-CH2), 128.6 (d, arCH), 131.0 (d, arCH), 155.2 (s, COMOM), 172.1 (s, CO2Me)

MS: 210 (12.9%, M+), 134 (44.4%), 45 (100%)

(3-Brom-2-methoxymethoxy-phenyl)-essigsäuremethylester (234)

Gelöst in 20 ml Methylenchlorid werden 4.383 g (17.9 mmol) 229 auf 0 °C gekühlt. Es werden 5.870 g (46.5 mmol) Ethyldiisopropylamin und 3.314 g (41.1 mmol) MOM-Cl zugesetzt. Über Nacht rührt man das Reaktionsgemisch bei RT. Nach Zugabe von gesättigter wäßriger NaHCO3-Lösung werden die Phasen getrennt und die wäßrige Phase zweimal mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden mit Wasser und gesättigter, wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und getrocknet (Na2SO4). Nach säulenchromatographischer Reinigung (Hexan / EtOAc = 9 : 1) erhält man 3.776 g (13.1 mmol, 73%) 234.

farbloses Öl, Rf = 0.61 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 3.54 (s, 3 H, CH2O-CH3), 3.63 (s, 3 H, CO2CH3 ), 3.70 (s, 2 H, CH2-CO2Me), 5.02 (s, 2 H, O-CH2-O) 6.88-7.43 (m, 3 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 36.2 (t, CH2CO2Me), 52.1 (q, CO2CH3), 57.8 (q, CH2O-CH3), 100.2 (t, O-CH2-O), 117.4 (s, C-Br), 125.7 (d, arCH), 130.3 (s, arC-CH2), 130.5, 132.7 (d, 2 C, arCH), 153.5 (s, C-OMOM), 171.6 (CO2Me)

MS: 290, 288 (0.2 %, 0.2 %; M+), 214, 212 (6 %, 6 %; M+-H-CO2CH3), 45 (100 %).

2-(2-Methoxymethoxy-phenyl-)-2-[tricarbonyl-delta6-(2-methoxy-5-methyl-phenyl-)-

chrom(0)]-essigsäuremethylester (240)

Bei RT werden 0.720 g (10.9 mmol) gepulvertes KOH in 13.6 ml trockenem DMSO suspendiert. Es werden 0.814 g (3.8 mmol) 233 und 1.000 g (3.6 mmol) 224 zugegeben. Nach 20 min wird gesättigte wäßrige NH4Cl-Lösung zugesetzt. Die wäßrige Phase wird mit EtOAc extrahiert und die vereinten organischen Phasen mehrmals mit gesättigter, wäßriger NH4Cl-Lösung gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Nach Reinigung mittels Säulenchromatographie (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 2) erhält man 240 in 97%iger Ausbeute (1.641 g, 3.5 mmol).


143

gelber Feststoff, Fp = 94 °C (u.Z.), dv = 42 : 58, Rf = 0.20, 0.28 (Hexan / EtOAc = 1 : 2)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.04 (s, 3 H, crC-CH3), 3.40 (s, 3 H, OCH2O-CH3), 3.55 (s, 3 H, CO2CH3), 3.78 (s, 3 H, crCOCH3), 4.89 (d, 1 H, 6.7 Hz, crCHcrCOMe), 5.15 (s, 2 H, OCH2OCH3), 5.38 (s, 1 H, crCH-crCMe), 5.43 (d, 1 H, 6.6 Hz, crCH-crCMe), 5.91 (s, 1 H, CH-CO2Me), 6.83-7.19 (m, 4 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.0 (q, crC-CH3), 43.0 (d, CHCO2Me), 52.3 (q, CO2-CH3), 56.0 (q, crCOCH3), 56.1 (q, OCH2OCH3), 72.8 (d, crCH-crCOMe), 94.3 (t, OCH2OCH3), 94.9 (d, crCH-crCMe), 96.2 (s, crC-crC(OMe)), 97.4 (d, crCH-crCMe), 113.7 (d, arCH-arCOMOM), 121.5 (d, arCH), 127.4 (s, arC-CH), 128.4 (d, arCH), 128.8 (d, arCH), 140.5 (s, crC-OMe), 154.6 (s, arC-OMOM), 172.2 (s, CO2Me) 233.0 (s, CdeltaO).

MS: 466 (0.3 %, M+), 410 (1.0 %, M+-2CO), 382 (6.2 %, M+-3CO), 45 (100 %).

2-(3-Brom-2-methoxymethoxyphenyl)-2-[tricarbonyl-delta6-(2-methoxy-5-methyl-

phenyl)-chrom(0)]-essigsäuremethylester (241)

Zu einer Suspension von 0.761 g (11.5 mmol) feingepulvertem KOH in 15 ml trockenem DMSO werden bei RT 1.114 g (3.8 mmol) 234 und 1.000 g (3.6 mmol) 224 gegeben. Nach 20 min werden 50 ml gesättigte NH4Cl-Lösung zugesetzt. Die wäßrige Phase wird mehrmals mit EtOAc extrahiert und die vereinten organischen Phasen mit Wasser und gesättigter NaCl-Lösung gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösemittel im Vakuum entfernt. Durch Reinigung mittels Säulenchromatographie (Hexan / CH2Cl2 = 2 : 1) erhält man 1.543 g (3.0 mmol, 84 %) Produkt.

Gelber Feststoff, dv = 56 : 44, Rf = 0.8, 0.7 (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 2)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.07 (s, 3 H, crC-CH3), 3.28 (s, 3 H, OCH2O-CH3), 3.61 (s, 3 H, CO2CH3), 3.77 (s, 3 H, crCOCH3), 4.89 (d, 1 H, 6.7 Hz, crCHcrCOMe), 5.15 (s, 2 H, OCH2OCH3), 5.40 (s, 1 H, crCH-crCMe), 5.42 (d, 1 H, 6.7 Hz, crCH-crCMe), 5.93 (s, 1 H, CH-CO2Me), 6.54-7.09 (m, 3 H, arCH)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.3 (q, crC-CH3), 42.4 (d, CHCO2Me), 52.3 (q, CO2-CH3), 56.7 (q, crCOCH3), 56.9 (q, OCH2OCH3), 72.2 (d, crCH-crCOMe), 94.3 (t, OCH2OCH3), 95.6 (d, crCH-crCMe), 96.6 (s, crC-crC(OMe)), 97.5 (d, crCH-crCMe), 115.4 (s, arCBr), 122.5 (d, arCH), 126.9 (s, arC-CH), 128.9 (d, arCH), 140.5 (s, crC-OMe), 154.6 (s, arC-OMOM), 172.2 (s, CO2Me) 233.0 (s, CdeltaO).

MS: 546, 544 (1.0 %, 1.1 %, M+), 490, 488 (2.7 %, 2.8 %, M+-2CO), 462, 460 (17.7 %, 17.2 %, M+-3CO),135 (64.8 %, CH3-C6H3(CH2)-OCH3), 45 (100 %).

EA: C22H21O8BrCr (545.3): ber. C 48.46 H 3.88 Br 14.65 gef. C 48.47 H 4.20 Br 14.65


144

Allgemeine Vorschrift zur Abspalten der Chromtricarbonylfunktion

0.50 mmol Chromarylkomplex werden in in 5 ml THF / Diethylether gelöst und ca. 40 min in möglichst intensivem Sonnenlicht stark gerührt. Der entstandene grüne Niederschlag wird durch eine Schicht Kieselgel filtriert und man erhält nach Abdestillieren des Lösemittels die chromfreie Verbindung in Form eines farblosen Feststoffs (in Ausbeute über 95%).

2-(3-Brom-2-methoxymethoxy-phenyl)-2-(2-methoxy-5-methyl-phenyl)-essigsäuremethylester (242)

Weißer Feststoff, Fp = 86 °C, Rf = 0.58 (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 2).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.09 (s, 3 H, arC-CH3), 3.53 (s, 3 H, OCH2OCH3), 3.64 (s, 3 H, OCH3), 3.68 (s, 3 H, OCH3), 5.09 (d, 1 H, 5.6 Hz, OCHH‘O), 5.12 (d, 1 H, 5.7 Hz, OCHH‘O), 5.69 (s, 1 H, CH-CO2Me), 6.70-7.42 (m, 6 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.6 (q, arC-CH3), 45.5 (d, CH-CO2Me), 52.3 (q, CO2CH3), 55.6 (q, OCH3), 57.8 (q, OCH3), 99.9 (t, OCH2O), 117.5 (s, arCBr), 110.8, 125.6 (d, arCH), 126.3, 129.1 (s, arC), 129.8, 129.9, 132.6 (d, arCH), 134.2 (s, arCCH3), 152.9 (s, arC-OCH3), 154.8 (s,arCOMOM), 173.3 (s, CO2CH3).

MS: 411 (2.2%, MH++2), 409 (2.4%, MH+), 366 (3.4%, MH++2-MOM), 364 (3.6%, MH+-MOM), 135 (13.1%, CH3-C6H3(CH2)-OCH3+), 45 (100%).

EA: C19H21O5Br (409.28): ber. C 55.76 H 5.17 Br 19.52 gef. C 55.85 H 5.35 Br 19.71

2-(2-Benzyloxy-3-brom-phenyl)-2-(2-methoxy-5-methyl-phenyl)-essigsäuremethyl-ester (243)

farbloses Öl, Rf = 0.57 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.18 (s, 3 H, arC-CH3), 3.59 (s, 3 H, CO2CH3), 3.65 (s, 3 H, OCH3) 4.84 (s, 2 H, CH2C6H5), 5.68 (s, 1 H, CH-CO2CH3), 6.80-7.51 (m, 11 H, arCH.)

13C-NMR delta (CDCl3): 20.6 (q, arC-CH3), 45.0 (d, CH-CO2Me), 52.2 (q, CO2CH3), 55.5 (q, OCH3), 74.8 (t, CH2), 110.6 (d, arCH), 117.6 (s, arC-Br), 125.4 (d, arCH), 126.1 (s, arC), 128.1, 128.2, 128.4 (d, arCH), 129.1 (s, arC), 129.2, 129.8, 129.9, 132.7 (d, arCH), 134.1 (s, arCCH3), 136.8 (s, phC-CH2), 153.9 (s, arCOBn), 154.8 (s, arC-OCH3), 173.3 (s, CO2CH3).

2-(2-Methoxymethoxyphenyl)-2-(2-methoxy-5-methylphenyl)-essigsäuremethylester (244)

weißer Feststoff, Fp = 79-80 °C, Rf = 0.51 (Aceton / CH2Cl2 = 1 : 100).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.15 (s, 3 H, arC-CH3), 3.33 (s, 3 H, OCH2OCH3), 3.63 (s, 3 H, OCH3), 3.68 (s, 3 H, OCH3), 5.09 (d, 1 H, 6.6 Hz, OCHH’O), 5.11 (d, 1 H, 6.6 Hz, OCHH’O), 5.56 (s, 1 H, CHCO2Me), 6.70-7.16 (m, 7 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.6 (q, arCCH3), 44.8 (d, CHCO2Me), 52.1 (q, COOCH3), 55.7 (q, CH2OCH3), 55.9 (q, OCH3), 94.3 (t, OCH2O), 110.7, 113.9, 121.7 (d, arCH), 126.2, 127.5


145

(s, arC), 128.3, 128.8, 129.4, 130.0 (d, arCH), 129.7 (s, arC), 154.8 (s, arCOCH3), 155.1 (s, arCOMOM), 173.8 (COOCH3).

MS: 331 (9.6%, MH+), 285 (10.4%, M+-MOM), 195 (50.9%), 121 (13.9%, CH3-C6H3-OCH3+), 45 (100 %).

EA: C19H22O5 (330.39) ber. C 69.07 H 6.71 gef. C 68.88 H 6.78

Versuch zu Acetylierung von 2-(3-Brom-2-methoxymethoxyphenyl)-2-[tricarbonyl-delta6-(2-methoxy-5-methyl-phenyl)-chrom(0)]-essigsäuremethylester (241)

Bei 0 °C werden unter Argonatmosphäre 5 mg NaH in 2 ml trockenem DMF suspendiert, 103 mg (0.18 mmol) 241 zugefügt und man läßt 1 h bei RT rühren. Danach wird eine Spatelspitze DMAP zugegeben, sowie 22 mg (0.28 mmol, 1.5 eq) Acetylchlorid. Nach 1 h wird die Lösung wird mit EtOAc verdünnt, und mehrmals mit wäßriger Puffer-Lösung (pH = 7) gewaschen. Nach Trocknung und Entfernen des Lösemittels im Vakuum erhält man 200 mg eines gelben Öls, das man chromatographisch reinigt (Hexan : EtOAc = 8 : 2). Die Ausbeute beträgt 63 % an 261 (68 mg 0.115 mmol, gelber Feststoff; Fp = 142 °C) sowie 40 mg (0.068 mmol, 12 %) des gelben Öls 260. Da beide Verbindungen wenig stabil sind, werden sie nach obiger, allgemeiner Vorschrift dekomplexiert.

2-(3-Brom-2-methoxyphenyl)-2-(2-methoxy-5-methylphenyl)-2-acetylessigsäure-methylester (262)

farbloses Öl, Rf = 0.26 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 2.15 (s, 3 H, C(=O)CH3), 2.23 (s, 3 H, arCCH3), 3.40 (s, 3 H, OCH2OCH3), 3.59 (s, 3 H, CO2CH3), 3.72 (s, 3 H, arCOCH3), 4.90 (d, 1 H, 4.5 Hz, OCHH‘O), 5.13 (d, 1 H, 4.50 Hz, OCHH‘O), 6.50-7.66 (m, 6 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.5 (q, arCCH3), 28.6 (C(=O)CH3), 52.3 (q, CO2CH3), 55.5 (q, arCOCH3), 57.2 (q, CH2OCH3), 70.0 (q, C-CO2Me), 98.9 (t, OCH2O), 112.5 (d, arCH), 115.0 (s, arC-Br), 124.5 (d, arCH), 125.0 (s, arC), 129.1, 130.0, 130.5, 133.4 (d, arCH), 134.0, 138.5 (s, arC), 153.0 (s, arCOMOM), 155.4 (s, C-OMe), 170.4 (s, CO2CH3), 200.0 (C(=O)CH3).

1-Acetoxy-2-[3-brom-2-(methoxymethoxy)phenyl]-1-methoxy-2-(2-methoxy-5-methyl-phenyl)-ethen (263)

farbloses Öl, Rf = 0.32 (Hexan / EtOAc = 7 : 3)

1H-NMR delta (CDCl3): 1.97 (s, 3 H, OC=OCH3), 2.17 (s, 3 H, arCCH3), 3.50 (s, 3 H, OCH2OCH3), 3.55 (s, 3 H, =COCH3), 3.62 (s, 3 H, arCOCH3), 5.08 (s, 2 H, OCH2O), 6.70-7.36 (m, 6 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.5, 20.6 (q, C=OCH3, arCCH3), 55.4 (q, =COCH3), 57.4 (q, OCH3), 58.1 (q, OCH3), 99.3 (t, OCH2O), 102.4 (q, C=COO), 110.7 (d, arCH), 118.0 (s, C-Br) 124.6 (d, arCH), 125.5 (s,arC), 128.8 (d, arCH), 129.1 (s,arC), 130.6, 131.9, 132.2, 133.4 (d, arCH), 134.0 (s,arC), 150.4 (s, C=OCH3), 152.1 (s, arC-O), 155.0 (s, arC-O), 168.4 (s, C=COO).


146

11.6 Arylierung von 2-Alkyl- bzw. 2-Carbonyl-2-arylessigsäureestern

2-Phenylpropionsäureethylester (268)

In 4 ml THF werden 352 mg (2.1 mmol) 2-Phenylessigsäureethylester 267 gelöst. Die Mischung wird mit einem Eisbad gekühlt und es werden 58 mg (2.3 mmol; 1.1 eq) Natriumhydrid zugesetzt. Ist keine Gasentwicklung mehr zu beobachten, werden 303 mg (2.1 mmol) Methyliodid zugetropft. Es wird bei RT über Nacht gerührt. Nach vorsichtiger Zugabe von Wasser wird mit CH2Cl2 extrahiert und die organische Phase mit gesättigter NaHCO3-Lösung und Wasser gewaschen. Nach Trocknung über K2CO3 wird das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Es lassen sich nach säulenchromatographischer Reinigung (Hexan : EtOAc = 30 : 1) 233 mg (1.2 mmol, 62%) der erwünschten Produkts isolieren.

farbloses Öl, Rf = 0.61 (Hexan : EtOAc = 9 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 1.12 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH2-CH3), 1.41 (d, 3 H, 7.2 Hz, CH-CH3), 3.62 (q, 1 H, 7.1 Hz, CH-CH3); 4.04 (q, 2 H, 7.1 Hz, CH2-CH3), 7.14-7.27 (m, 5 H, phCH).

12C-NMR delta (CDCl3): 14.1 (q, CH2-CH3), 18.6 (q, CH-CH3), 45.6 (d, CH-CH3), 60.7 (t, CH2-CH3), 127.0-128.6 (3 d, phCH), 140.7 (s, phC), 174.5 (s, CO2CH3).

2-[Tricarbonyl-delta6-(2-methoxy-5-methyl-phenyl)-chrom(0)]-2-phenyl-propionsäureethylester (269)

Unter Argonatmosphäre werden zu 22 mg (0.22 mmol) Diisopropylamin in 0.5 ml trockenem THF bei -25 °C 0.14 ml (0.22 mmol) einer 1.6 M n-Butyllithiumlösung (in Hexan) zugegeben. Nach 30 min wird auf -70 °C abgekühlt und 36 mg (0.20 mmol) 2-Phenylpropionsäureethylester 268 in 0.80 ml THF hinzugefügt. Die Reaktionsmischung wird 45 min bei dieser Temperatur belassen. Es werden 179 mg (1.00 mmol, 5 eq) HMPT sowie 61 mg (0.22 mmol) Tricarbonyl-delta6-(2-fluor-1-methoxy-4-methyl-phenyl)-chrom(0) 224 in 3 ml THF zugesetzt. Man läßt langsam auf RT auftauen. Es wird gesättigte NH4Cl-Lösung zugegeben und mit EtOAc extrahiert. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet. Man erhält nach Entfernung der Lösemittel im Vakuum 150 mg Rohprodukt, das nach Säulenchromatographie (Hexan : CH2Cl2 = 3 : 1) 46 mg (0.11 mmol; 54 %) an 269 liefert.

gelbes Öl, Rf = 0.76 (Hexan : EtOAc = 8 : 2), dv = 58 : 42 .

1H-NMR delta (CDCl3): 1.15, 1.22 (t, 3 H, 7.1 Hz, CH2-CH3), 1.77, 1.82 (s, 3 H, crC-CH3), 1.84, 2.06 (s, 3 H, CH3-CCO2Me), 3.59, 3.71 (s, 3 H, crCOCH3), 4.14, 4.29 (m, 2 H, CH2CH3), 4.78-5.48 (m, 3 H, crCH), 7.28-7.72 (m, 5 H, phCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 14.0 (q, CH2CH3), 19.9 (q, crCCH3), 25.8, 28.3 (q, CH3-CCO2Me), 51.9, 53.3 (s, CCO2Me), 55.8 (q, crCOCH3), 61.4, 61.5 (t, CH2CH3), 72.2, 72.6 (d, crCH), 107.9, 108.2 (s, crCCH3), 127.7-128.9 (5d, phCH), 138.9, 139.7, 140.1, 141.5 (s, arC),


147

172.7, 173.9 (COOCH3), 233.5, 233.6 (3s, CdeltaO).

MS: 435 (0.74%, MH+), 379 (4.0%, MH+-2CO), 351 (27.2%, MH+-3CO), 299 (11.1%, M+-Cr(CO)3), 121 (16.3%, CH3-C6H3-OCH3+), 91 (100%, C6H5CH2+).

EA: C22H22O6Cr (434.40): ber. C 60.83 H 5.10 gef. C 60.23 H 5.24

2-Phenylmalonsäurebenzylester-methylester (270)

In einem 50 ml-Kolben werden unter Argon 811 mg (8.0 mmol) Diisopropylamin in 10 ml trockenem THF vorgelegt. Bei -25 °C werden 5 ml n-Butyllithium (8.0 mmol; 1.6 M in Hexan) zugegeben und die Reaktionsmischung 25 min bei dieser Temperatur gerührt. Anschließend wird auf -40 °C gekühlt und 1.00 g (6.7 mmol) 2-Phenylessigsäureethylester 267 dazugegeben. Die gelbe Lösung wird 15 min bei -40 °C belassen. Danach werden bei -70 °C 1164 mg (6.8 mmol) Benzylchloroformiat zugesetzt. Nach 10 min wird das Kältebad entfernt und man läßt die Reaktionsmischung auf RT auftauen. Man versetzt mit gesättigter NH4Cl-Lösung, extrahiert mit EtOAc und trocknet über Magnesiumsulfat. Nachdem das Lösemittel im Vakuum abgezogen wurde, wird säulenchromatographisch gereinigt (Hexan / EtOAc = 7 : 3). Man erhält 982 mg (3.4 mmol, 52 %) an 270.

farbloses Öl; Rf = 0.19 (Hexan / EtOAc = 9 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.59 (s, 3 H, CH3), 4.57 (s, 1 H, CH), 5.04 (s, 2 H, CH2Ph), 7.12-7.29 (m, 5H, phCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 52.8 (q, CO2OCH3), 57.7 (t, OCH2Ph), 67.4 (d, CHCO2Me), 128.1-129.3 (10 d, arCH.), 132.5, 135.3 (s, arC.), 167.9, 168.5 (2C, COO).

3-Hydroxy-2-phenylacrylsäureethylester (272)

Eine Lösung von 1.000 g (6.7 mmol) 2-Phenylessigsäureethylester 267 in 9.85 g (133 mmol; 20 eq) Ameisensäureethylester wird bei RT langsam mit 650 mg (26.6 mmol) NaH versetzt. Man läßt über Nacht bei RT rühren. Die Lösung wird mit 10%-iger Salzsäure auf pH = 3 angesäuert und mit EtOAc extrahiert. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und die flüchtigen Bestandteile im Vakuum entfernt. Nach säulenchromatographischer Reinigung (Hexan : EtOAc = 95 : 5) erhält man 1.099 g (5.7 mmol, 85 %) an 272.

farbloses Öl; Rf = 0.60 (Hexan : EtOAc = 1 : 2).

1H-NMR delta (CDCl3): 1.20 (t, 3 H, 6.8 Hz, CH2-CH3), 4.20 (q, 2 H, 6.8 Hz, CH2-CH3), 7.15-7.28 (m, 6 H, phCH, =CHOH), 12.04 (d, 1 H, 2J = 12.66 Hz, OH).

13C-NMR delta (CDCl3): 14.1 (q, CH2CH3), 60.9 (t, CH2CH3), 108.6 (s, C=CHOH), 126.9-129.41 (5 d, arCH), 134.1 (s, arCH), 163.4 (d, C=CHOH), 171.6 (COOEt).


148

1-Iod-2-methoxymethoxyethan (276)

Eine Lösung von 4.22 g (34 mmol) 1-Chlor-2-methoxymethoxyethan 275 in 50 ml trockenem Ethylmethylketon wird mit 25.00 g (167 mmol) NaI versetzt und 36 h am Rückfluß erhitzt. Die bräunliche Lösung wird mit Diethylether verdünnt und einmal mit kalter wäßriger Na2S2O3-Lösung gewaschen. Die wäßrige Phase wird zweimal mit Diethylether extrahiert und die vereinten organischen Phasen über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösemittel wird im Vakuum entfernt. Nach destillativer Reinigung konnten 3.36 g (16 mmol; 47%) an 263 gewonnen werden.

gelbliche Flüssigkeit, Kp = 90-96 °C (15 mbar).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.39 (m, 2 H, CH2I), 3.48 (s, 3 H, OCH3), 3.90 (m, 2 H, CH2O), 4.76 (s, 2H, O-CH2-O).

13C-NMR delta (CDCl3): 55.6 (q, OCH3), 63.4 (t, CH2-I), 68.6 (t, CH2-O), 96.3 (t, O-CH2-O).

4-Methoxymethoxy-2-phenylbuttersäuremethylester (277)

Bei RT werden unter Argonatmosphäre zu einer Suspension von 33 mg (1.30 mmol) NaH in 2.5 ml trockenem DMF 150 mg (1.00 mmol) 245 und nach 1 h 259 mg (1.20 mmol) 276 zugegeben. Es wird über Nacht bei RT gerührt. Die Reaktionslösung wird mit EtOAc verdünnt, mit gesättigter NH4Cl-Lösung und Wasser gewaschen. Nach Trocknen über MgSO4 und Entfernen des Lösemittels im Vakuum reinigt man säulenchromatographisch (Hexan : EtOAc = 9 : 1). Man erhält 85 mg (0.36 mmol, 36%) an 277.

farbloses Öl; Rf = 0.23 (Hexan : EtOAc = 9 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 1.92-1.98 (m, 1 H, CHH‘-CH2O), 2.00-2.36 (m, 1 H, CHH‘-CH2O), 3.25 (s, 3 H, CH2OCH3), 3.30-3.51 (m, 2 H, CH2-CH2O), 3.57 (s, 3 H, CO2CH3UH), 3.73 (t, 1H, 7.6 Hz, CHCO2Me), 4.48 (d, 1 H, 6.5 Hz, OCHH’O), 4.50 (d, 1 H, 6.5 Hz, OCHH’O), 7.15-7.24 (m, 5 H, phCH.).

13C-NMR delta (CDCl3): 33.4 (t, CH2CH2O), 48.0 (d, CHCO2Me), 51.9 (q, CO2CH3), 55.2 (q, CH2OCH3), 65.1 (t, CH2-CH2O), 96. 4 (t, OCH2O), 127.3-128.7 (5 d, phCH), 138.6 (s, phC), 174.2 (s, CO2CH3).

4-Methoxymethoxy-2-[tricarbonyl-delta6-(2-methoxy-5-methyl-phenyl)-chrom(0)]-2-phenyl-buttersäuremethylester (278)

Zu 20 mg (0.20 mmol) Diisopropylamin in 3 ml trockenem THF tropft man 0.13 ml (0.20 mmol, 1.6 M in Hexan) n-Butyllithium bei -20 °C zu, läßt 20 min Rühren und kühlt das Gemisch auf -60 °C ab. Dazu tropft man 43 mg (0.18 mmol) 277, gelöst in 2 ml THF, 0.16 ml (0.88 mmol) HMPT und 54 mg (0.19 mmol) 224, gelöst in 1 ml THF. Innerhalb von 1.5 h wird die Reaktionslösung auf -20 °C erwärmt. Es wird gesättigte NH4Cl-Lösung zugesetzt und die wäßrige Phase nach Phasentrennung mit EtOAc extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden dreimal mit gesättigte NH4Cl-Lösung und mit Wasser


149

gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösemittel im Vakuum entfernt. Nach Reinigung (Säulenchromatographie, Hexan : EtOAc = 7 : 3) lassen sich 84 mg (0.17 mmol, 93%) an 278 isolieren.

gelbes Öl, Rf = 0.12 (Hexan / EtOAc = 7 : 3), dv > 95 : 5

1H-NMR delta (CDCl3): 1.93 (s, 3 H, crCCH3), 2.68-2.87 (m, 2 H, CH2-CH2O22), 3.33 (s, 3 H, CH2OCH3), 3.53-3.64 (m, 1 H, CH2-CHH‘O), 3.72 (s, 3 H, CO2CH3), 3.77 (s, 3 H, crCOCH3), 4.22-4.25 (m, 1 H, CH2-CHH‘-O), 4.50 (s, 2 H, O-CH2-O), 4.91 (d, 1 H, 6.72 Hz, crCH-crCH-COCH3), 5.06 (d, 1H, 4J = 1.53 Hz, crC-crCH-crC), 5.54 (dd, 1 H, 6.72 Hz, 4J = 1.53 Hz, crCH-CH-CCH3), 7.34-7.90 (m, 5 H, phCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 19.9 (q, crC-CH3), 35.8 (t, CH2-CH2O), 52.3 (q, CO2CH3), 53.8 (s, CCO2Me), 55.2, 56.1 (q, O-CH3), 64.7 (t, CH2-CH2O), 71.4 (d, crCH-crCH-crCOCH3), 96.1 (d, crCH-crCH-crCCH3), 96.4 (t, OCH2O), 97.8 (s, crCH-crC-crCOCH3), 98.6 (d, crC-crCH-C), 105.5 (s, crC-CH3); 128.1-130.8 (3 d, phCH), 132.4, 136.9, 140.2 (s, arC), 172.5 (CO2CH3), 233.2 (s, CdeltaO).

4-Methoxymethoxy-2-(2-benzyloxy-3-bromo-phenyl)-buttersäuremethylester (279)

Bei RT werden zu einer Suspension von 66 mg (2.60 mmol) NaH in 5 ml trockenem DMF 150 mg (2.00 mmol) 235 und nach 1 h 518 mg (2.40 mmol) 276 zugegeben. Es wird über Nacht bei RT gerührt. Die Reaktionslösung wird mit EtOAc verdünnt, mit gesättigter NH4Cl-Lösung und Wasser gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das Lösemittel im Vakuum entfernt. Nach säulenchromatographischer Reinigung (Hexan : EtOAc = 9 : 1) erhält man 128 mg (0.30 mmol, 15 %) an 279.

farbloses Öl, Rf = 0.58 (Hexan / EtOAc = 9 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 1.82-1.89 (m, 2H, CH2CH2O), 3.19 (s, 3H, CH2OCH3), 3.32-3.43 (m, 2 H, CH2-CH2O), 3.58 (s, 3 H, CO2CH3), 4.31 (t, 1H, 6.9 Hz, CHCO2Me), 4.60 (s, 2 H, OCH2Ph), 4.95 (s, 2 H, OCH2O), 6.91-7.53 (m, 8 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 33.6 (t, CH2-CH2O), 41.0 (d, CHCO2Me), 52.1 (q, CO2CH3), 55.1 (q, CH2OCH3), 65.1 (t, CH2-CH2O), 75.4 (t, OCH2Ph), 96.4 (t, OCH2O), 118.0 (s, arC-Br), 125.9-128.5 (7 d, arCH), 132.7, 134.8, 136.8 (s, arC), 153.6 (arC-OBn), 174.0 (CO2CH3).

3-Benzyloxy-2-(2-benzyloxy-3-bromphenyl)-propionsäuremethylester (281)

Bei -20 °C werden zu einer Lösung von 130 mg (1.29 mmol) Diisopropylamin in 5 ml trockenem THF unter Argonatmosphäre 0.81 ml n-Butyllithium (1.29 mmol, 1.6 M in Hexan) zugegeben und 30 min gerührt. Nachdem auf -70 °C gekühlt wurde, werden 144 mg (0.43 mmol) 235 in 2 ml trockenem THF und nach 15 min 201 mg (1.29 mmol) BOM-Cl zugetropft. Die Reaktionsmischung wird langsam auf -20 °C erwärmt. Durch Zugabe von gesättigter NH4Cl-Lösung wird die Reaktion beendet und nach Phasentrennung die wäßrige Phase zweimal mit Diethylether extrahiert. Nach Trocknen über


150

Kaliumcarbonat und Entfernen des Lösemittels im Vakuum wird durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc = 30 : 1) gereinigt. Man erhält 262 mg (0.29 mmol, 67 %) an 281.

farbloses Öl, Rf = 0.65 (Hexan / EtOAc = 9 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.56 (s, 3 H, CO2CH3), 3.87 (t, 1 H, 8.9 Hz, CHCO2Me) 3.57-4.54 (m, 4 H, CH2), 4.79-4.97 (m, 2 H, CH2), 6.85-7.47 (m, 13 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 44.9 (d, CHCO2Me), 52.3 (CO2CH3), 71.3, 73.2, 75.7 (3 t, CH2), 117.9 (s, CBr), 125.8-133.1 (9 d, arCH), 132.0, 136.7, 138.0 (3 s, arC), 153.8 (s, COBn), 172.6 (CO2CH3).

Tricarbonyl-delta6-(2-benzoxy-1-methoxy-4-methyl-phenyl)-chrom(0) (283)

Zu 0.11 mmol LDA, dargestellt aus 11 mg (0.11 mmol) Diisopropylamin und 0.07 ml (0.11 mmol, 1.6 M in Hexan) n-Butyllithium bei -20 °C in trockenem THF, werden bei -60 °C 43 mg (0.10 mmol) 281, gelöst in 0.5 ml THF, 0.1 ml (0.50 mmol) HMPT und 31 mg (0.11 mmol) 224, gelöst in 1 ml THF gegeben. Innerhalb von 1.5 h wird die Reaktionslösung auf -20 °C erwärmt. Es wird gesättigte NH4Cl-Lösung zugesetzt und die wäßrige Phase nach Phasentrennung mit EtOAc extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden dreimal mit gesättigte NH4Cl-Lösung und mit Wasser gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Nach Reinigung (Säulenchromatographie, Hexan / EtOAc = 7 : 3) lassen sich 30 mg (0.04 mmol; 42 %) eines gelben Öles isolieren.

gelbes Öl, Rf = 0.38 (Hexan / EtOAc = 7 : 3).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.06 (s, 3 H, crC-CH3), 3.69 (s, 3 H, OCH3), 4.80 (dd, 1 H, 6.6 Hz, 4J = 1.3 Hz, crCHcrCHcrCMe), 4.93 (s, 2 H, OCH2Bn), 5.08 (d, 1 H, crCHcrCOBn, 4J = 1.4 Hz), 5.28 (d, 1 H, 6.6 Hz, crCHcrCHcrCMe), 6.89-7.32 (m, 5 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.3 (q, crCCH3), 56.7 (q, OCH3), 78.9, 79.8, 86.0 (d, crCH), 104.0 (s, C-CH3), 126.3-130.1 (3 d, arCH), 130.2, 134.5 (crC-O), 137.7 (s, arC), 233.7 (s, CdeltaO).

3-Benzyloxy-2-(3-brom -2-methoxyphenyl)-propionsäuremethylester (284)

Bei -20 °C werden zu einer Lösung von 1.058 g (10.4 mmol) Diisopropylamin unter Argonatmosphäre in 15 ml trockenem THF 6.48 ml (10.4 mmol, 1.6 M in Hexan) n-Butyllithium gegeben und 30 min gerührt. Nachdem auf -70 °C gekühlt wurde, werden 1.000 g (3.52 mmol) 234 und nach 15 min 4.882 g (31.1 mmol) BOM-Cl zugesetzt. Die Reaktionsmischung wird langsam auf -20 °C erwärmt und 1 h bei dieser Temperatur gerührt. Durch Zugabe von gesättigter NH4Cl-Lösung wird die Reaktion beendet und nach Phasentrennung die wäßrige Phase mit Diethylether extrahiert. Nach Trocknen über K2CO3 und Entfernen des Lösemittels im Vakuum, wird durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc = 9 : 1) gereinigt. Man erhält 262 mg (0.87 mmol, 25 %) an 284.


151

farbloses Öl, Rf = 0.86 (Hexan / EtOAc = 7 : 3).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.56 (s, 3 H, CO2CH3), 3.62 (s, 3 H, OCH3), 3.87 (t, 1 H, 7.05 Hz, CHCO2Me), 4.42-4.53 (m, 4 H, OCH2), 5.04 (s, 2 H, OCH2O), 6.87-7.43 (m, 8 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 44.9 (d, CHCO2Me), 52.2 (q, CO2CH3), 58.0 (q, CH2OCH3), 71.3, 73.2 (2 t, OCH2), 100.3 (t, OCH2O) 117.6 (s, CBr) 125.8-128.3 (5 d, arCH), 131.9 (s, arC), 132.9 (d, CH), 138.0 (s, arC), 152.7 (s, arCOMOM), 172.7 (s, CO2Me).

3-Methoxy-2-(2-methoxyphenyl)-propionsäuremethylester (286)

In 12 ml trockenem THF werden zu 723 g (7.13 mmol) Diisopropylamin 4.46 ml (1.6 M in Hexan, 7.13 mmol) n-Butyllithium bei -25 °C zugetropft. Nach 30 min werden zu dieser Lösung bei - 60 °C 507 g (2.36 mmol) 233 gelöst in 8 ml THF gegeben. Nach weiteren 15 min werden 572 g (7.13 mmol) MOM-Cl zugefügt und die Lösung langsam auf -20 °C erwärmt. Es wird mit Diethylether verdünnt, mit gesättigter NH4Cl-Lösung gewaschen und die wäßrige Phase mit Diethylether extrahiert. Die vereinten organischen Phasen werden über K2CO3 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer abdestilliert. Nach säulenchromatographischer Reinigung (Hexan / EtOAc = 8 : 2) erhält man 200 mg (0.79 mmol, 33 %) an 286.

farbloses Öl, Rf = 0.48 (Hexan / EtOAc = 8 : 2).

1H-NMR delta (CDCl3): 3.29 (s, 3 H, CHCH2OCH3), 3.41 (s, 3 H, CO2CH3), 3.51 (m, 1H, CHCHH‘), 3.61 (s, 3 H, OCH2OCH3), 3.88 (t, 1 H, CHCH2, 8.6 Hz), 4.31 (m, 1H, CHCHH‘), 5.13 (s, 2 H, OCH2O), 6.88-7.23 (m, 4 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 44.9 (d, CHCH2), 52.2 (q, CO2CH3), 58.0 (q, OCH2OCH3), 71.3 (t, CHCH2O), 100.3 (t, OCH2O), 117.6 (s, CBr); 125.8, 127.9, 128.3 (d, arCH), 131.9 (s, arC), 132.9 (d, arCH), 138.0 (s, arC), 152.7 (arCOMOM), 172.7 (CO2CH3).

MS: 254 (0.8%, M+), 223 (5.4%, M+-OCH3), 178 (19.8%, M+-MOM-OCH3), 119 (22.8%, M+-MOM-OCH3-CO2CH3), 45 (100%, CH3OCH2+).

Tricarbonyl-delta6-(1,2-dimethoxy-4-methylphenyl)-chrom(0) (288)

Bei RT werden zu einer Suspension aus 40 mg (0.60 mmol) KOH in 1 ml trockenem DMSO 56 mg (0.22 mmol) 286 und 55 mg (0.20 mmol) 224 gegeben. Nach 20 min wird gesättigte NH4Cl-Lösung zugesetzt. Die wäßrige Phase wird mit EtOAc extrahiert und die vereinten organischen Phasen mehrmals mit gesättigter NH4Cl-Lösung gewaschen. Es wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösemittel im Vakuum entfernt. Durch Reinigung mittels Säulenchromatographie (Hexan / CH2Cl2 = 1 : 2) erhält man 56 mg (0.19 mmol, 97%) an 288.

gelbe Kristalle, Fp = 71-73 °C, Rf = 0.75 (Hexan / EtOAc = 9 : 1).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.09 (s, 3 H, crCCH3), 3.69 (s, 3 H, OCH3), 4.75 (s, 3 H, OCH3), 4.76-5.29 (m, 3 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.3 (q, crCCH3), 56.7, 57.7 (2 q, OCH3), 78.9, 79.8, 86.0 (d, crCH),


152

104.0 (s, crCCH3), 130.2, 134.5 (2 s, crCOCH3), 233.7 (s, CdeltaO).

(o-Methoxyphenyl)-tributylstannan (295)

In 10 ml THF werden 3.21 g (16.0 mmol) 2-Bromanisol 294 vorgelegt. Bei -70 °C werden 4.77 ml n-Butyllithium (17.6 mol, 1.6 M in Hexan) zugegeben. Die Mischung wird 30 min bei dieser Temperatur belassen und anschließend werden ebenfalls bei -70 °C 6.43 g (20 mmol) Tributylzinnchloridzugesetzt. Nach 20 min wird das Kältebad entfernt. Es wird gesättigte NH4Cl-Lösung und Diethylether zugegeben. Nach Phasentrennung wird die organische Phase dreimal mit Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Die Lösemittel werden im Vakuum entfernt. Das Rohprodukt wird durch Vakuumdestillation (0.2 mbar, 55-62 °C) gereinigt und man erhält 6.352 g (15.9 mmol, 99%) an 295.

farbloses Öl, Rf = 0.78 (Hexan / EtOAc = 7 : 3).

1H-NMR delta (CDCl3): 0.80 (m, 3 H, CH3), 0.83-1.24 (m, 6 H, 3CH2), 3.69 (s, 3 H, O-CH3), 6.71-7.30 (m, 4 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 9.7 (t, Sn-CH2, 1J(117Sn) = 167.1 Hz, 1J(119Sn) = 175.1 Hz), 13.7 (q, CH2-CH3), 27.4 (t, Sn-CH2-CH2-CH2, 2J(117, 119Sn) = 30.5 Hz), 29.2 (t, CH2-CH3, 3J(117, 119Sn) = 9.5 Hz), 55.0 (q, OCH3), 108.9 (d, arCH-COMe), 120.9 (d, arCHarCHarCSn); 129.6 (d, arCHarCHarCOMe), 130.3 (s, arCSnBu3), 136.9 (d, arCHarCSn), 163.8 (arCOMe).

o-Methoxyphenyl-blei(IV)-triacetat (296)

Eine Lösung von 2.014 g (5.1 mmol) (o-Methoxyphenyl)-tributylstannan 295 in 17 ml trockenem CHCl3 wird bei RT mit 2.263 g (5.6 mmol) Bleitetraacetat sowie 80 mg (5 mol %, 0.25 mmol) Quecksilber(II)acetat versetzt. Das Bleitetraacetat wurde zuvor für 24 h im Vakuum über NaOH gelagert. Man rührt für 2 h bei 40 °C und filtriert die entstandene Suspension durch Celite. Die gelbe Lösung wird im Vakuum eingeengt und der erhaltene Feststoff aus Choroform / Hexan (1 : 1) umkristallisiert. Man erhält 1.424 g (2.9 mmol, 57%) an 296, das einige Tage bei -20 °C lagerbar ist.

hellgelber Feststoff, FP = 147-149 °C (Lit. 148-151 °C).

1H-NMR delta (CDCl3): 2.37 (s, 9 H, 3 CO2CH3), 4.18 (s, 3 H, arCOCH3), 7.32-8.05 (m, 4 H, arCH).

13C-NMR delta (CDCl3): 20.3 (q, CO2CH3), 56.5 (q, arCOCH3), 112.7 (d, arCHarCOMe), 123.5 (d, arCHarCHarCPb), 131.7 (d, arCHarCHarCOMe), 133.2 (d, arCHarCPb), 150.4 (s, arCPbOAc3), 157.7 (s, arCOMe), 179.9 (s, CO2Me).

MS: 434, 433, 432, 431 (2.5%, 20.0%, 8.7%, 8.9%, M+-OAc), 316, 315, 314, 313 (8.6%, 8.9%, 6.0%, 2.2%, M+-3OAc), 124 (100 %), 108 (23.6%, MH+-Pb(OAc)3), 77 (98.8%, C6H5+).


153

2-Acetyl-2-(2-benzoxy-3-brom-phenyl)-essigsäuremethylester (302)

In 5 ml THF werden 1.10 mmol (1.1 eq) Diisopropylamin gelöst und auf -25 °C gekühlt. 1.00 mmol n-Butyllitium (1.6 M in Hexan, 1 eq) werden zugegeben. Nach 20 min wird auf -65 °C gekühlt und 335 mg (1.00 mmol) 235 gelöst in 1 ml THF zugesetzt. Nach weiteren 5 min wird die Reaktionsmischung auf -78 °C gebracht und mit 0.071 ml (1.00 mmol; 1 eq) Acetylchlorid in 1 ml THF gequencht. Nach Erwärmung auf RT wird mit wäßriger Ammoniumchloridlösung und EtOAc zugegeben. Die Phasen werden getrennt, die organische Phase über Magnesiumsulfat getrocknet und die Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Der braune, ölige Rückstand wird durch Säulenchromatographie (Kieselgel; Hexan / Diethylether , 9 / 1 ) gereinigt. Ausbeute 46 % (0.46 mmol; 157 mg).

Farbloses Öl, Rf = 0.48 (Hexan / EtOAc = 9 : 1 )

1H-NMR: delta =1.76 (s, 3H, =C-CH3); 3.57 (s, 3H, COOCH3); 4.72 (dd, 2H, CH2, 2J = 10.86 Hz);6.91-7.50 (m, 8H, Aromaten); 12.99 (s, 1H, OH).

13C-NMR: delta = 19.9 (=COH-CH3); 51.9 (COOCH3); 75.0 (CH2); 99.4 (=C-COOCH3); 117.9 (Carom.-Br); 125.2 (CH-CH-CH-CBr); 128.2, 128.2, 128.5 (5CH, Phenyl);131.0 (Carom.-C=COH); 132.4 (CH-CH-CC=); 133.1 (CH-CH-CBrHHH); 136.7 (CH2-Carom.); 154.6 (Carom.-O); 172.6 (COOCH3); 175.0 (=C(OH)CH3).

2-(2-Benzyloxy-3-brom-phenyl)-2-(2-methoxy-phenyl)-2-acetyl-essigsäuremethylester (303)

0.62 g (1.64 mmol) 296, 0.89 g (1.80 mmol) 302 und 0.39 g (4.91 mmol) trockenem Pyridin werden in Chloroform bei 40 °C gerührt. Nach 23 h wird die Reaktionsmischung mit Chloroform verdünnt und mit Wasser, mit 10 %iger wäßriger Schwefelsäure und erneut mit Wasser gewaschen. Die Chloroform-Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel entfernt. Das Rohprodukt wird durch Säulenchromatographie (Hexan / EtOAc , 9 / 1) gereinigt. Ausbeute: 55 % (0.90 mmol; 0.44 g)

Weißer Feststoff, FP = 141 °C, Rf =0.35 (Hexan / EtOAc, 8/ 2).

1H-NMR: delta = 2.15 (s, 3H, C(O)-CH3); 3.47 (s, 3H, COOCH3); 3.66 (s, 3H, O-CH3); 5.05 (dd, 2H, CH2, 2J = 10.86 Hz); 6.68-7.50 (m, 12H, Aromaten).

13C-NMR: delta = 29.0 (C(O)-CH3); 52.3 (COOCH3); 55.2 (OCH3); 70.5(Cq); 74.1 (CH2); 111.5 (CH-CH-COCH3); 116.6 (C-Br); 121.2, 124.4 (2CH, Aromat); 126.8 (C, Aromat); 127.6, 128.0, 128.1, 129.2, 129.5, 129.9 (6CH, Aromat); 133.4 (C, Aromat); 137.3 (CH2-Carom.); 154.8 (Carom.-OBn); 157.7 (Carom.-OCH3); 170.6 (COOCH3); 201.1 (C(O)CH3).

MS: 442, 440 (1.5 %, 1.5 %; MH+-C(O)CH3); 410, 408 (1.2 %, 1.3 %; M+-COOCH3 -CH3); 394, 392 (0.8 %, 0.9 %; MH+-Bn); 393, 391 (4.4 %, 4.2 %; M+-Bn); 351, 349 (7.0 %, 7.1 %; M+-C(O)CH3 -Bn); 182 (12.4 %); 181 (12.5 %); 167, 165 (11.6 %, 16.7 %); 149 (21.2 %); 121 (16.4 %); 91 (100 %, Bn).

EA: C25H23O5Br (483.363): ber. C 62.12, H 4.80, Br 16.53; gef. C 62.05, H 5.07, Br 16.35


[Titelseite] [Danksagung] [Vorwort] [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [Anhang] [Bibliographie]

© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.

DiML DTD Version 2.0
Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML - Version erstellt am:
Wed Oct 18 14:57:25 2000