Richter, Jost Wigand : Auswirkungen der Ultrafiltration auf die Lungenfunktion bei Kindern nach Korrektur eines angeborenen Herzfehlers

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Kapitel 6. Zusammenfassung

In der vorliegenden Studie konnte durch die Bestimmung der dynamischen Compliance und der Resistance mittels multipler linearer Regressionsanalyse unter Nutzung des single-compartment-Modells der Lunge demonstriert werden, daß die nach Naik, Knight und Elliot [21, 22] modifizierte, unmittelbar nach Abgang vom kardiopulmonalen Bypass durchgeführte Ultrafiltration zu einer signifikanten Verbesserung der im Rahmen des kardiopulmonalen Bypasses verschlechterten Lungenfunktion führt, die sich in einem signifikanten Anstieg der dynamischen Compliance der Lunge und einem Abfall der Resistance der Atemwege zeigt. Eine Korrelation zu der dabei filtrierten Flüssigkeitsmenge bestand nicht, jedoch muß für die beobachteten Veränderungen ursächlich der filtrationsbedingte Flüssigkeitsentzug sowie die Entfernung von Entzündungsmediatoren angenommen werden.

Es wird dargelegt, daß mittels der verwendeten Technik der modifizierten Ultrafiltration eine schnelle und signifikante Anhebung des Hämatokrits bzw. Hämoglobingehaltes bei einer gleichzeitigen Stabilisierung der Kreislaufsituation mit einer signifikant nachweisbaren Verbesserung des mittleren arteriellen Blutdruckes, insbesondere in der Phase der schwierigen Kreislaufadaptation nach kardiopulmonalem Bypass, erzielt werden kann.

Hinsichtlich der mittels Ultrafiltration vorgenommenen Flüssigkeitselimination, der Verbesserung der pulmonalen Funktion, des systemischen arteriellen Blutdruckes, der myokardialen Kontraktilität sowie der kontrollierten Anhebung des Hämatokrits erscheint die nach Abgang vom kardiopulmonalen Bypass durchgeführte Ultrafiltration im Vergleich zur während der späten Reperfusionsphase angewendeten Ultrafiltration die geeignetere Methode zu sein.


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Mon Jan 28 13:11:32 2002