Der Spiegel als Kinematograph nach Andrej Tarkowskij

Dissertation

doctor philosophiae
(Dr. phil.)

eingereicht an der Philosophischen Fakultät III
der Humboldt - Universität zu Berlin

von
Dipl.theol. Dietrich Sagert

Geboren am 24.04.1963 in Waren/Müritz

Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Jürgen Mlynek

Dekan: Dekan der Philosophischen Fakultät III
Prof. Dr. Gert-Joachim Glaeßner

Gutachter:
1. Prof. Dr. Hartmut Böhme
2. Prof. Dr. Christina von Braun

Tag der mündlichen Prüfung: 17. Dezember 2004

Für meine Tochter Lil

Abstract

Im filmischen Werk des russischen Regisseurs Andrej Tarkowskijs sind an markanten Stellen Spiegel zu sehen. Ein Film trägt sogar den Namen des Objektes. Vom einfachen Spiegel ausgehend wird der Prozess der Spiegelung über verschiedene Abstraktions- und Transformationsstufen ausgearbeitet. Der Spiegel wird als Objekt und Metapher ganz hinter sich gelassen und zur zentralen filmischen Konstruktionsmaschine, dem Kinematographen, entwickelt und theoretisch interpretiert. Hierzu wird von Andrej Tarkowskijs Filmen ausgegangen und von seinen Schriften her das theoretische Instrumentarium erarbeitet, das sich an entscheidenden Stellen mit filmtheoretischen Kategorien von Gilles Deleuze trifft.

Der zweite Teil dokumentiert die theatralische Umsetzung des nicht realisierten Szenarios "Hoffmanniana" von Andrej Tarkowskij in dessen Zentrum ein Spiegel steht. Hierzu wird der literarische Text im Zusammenhang des tarkowskijschen Filmwerkes als "Kinotext" interpretiert, d.h. auf seine kinematographischen Konstruktionselemente hin gelesen, "gesehen" und "gehört".

Eigene Schlagworte: Spiegel, Kinematograph, Gottesnarren, stalking

Abstract

Movies of the Russian director Andrei Tarkovsky represent mirrors in extended situations. One film even takes the objects name in its title. The process of reflection is elaborated from a simple mirror on, to different levels of abstraction and transformation. Beyond the mirrors objet and metaphors, it is described as the tarkovskian constructionmachine of cinema, the cinematographe. The theoretical instruments are based on Tarkovskies films and writings and coincide with filmtheoretical terms of the French philosopher Gilles Deleuze.

A second part describes the staged version of the not realized scenario « Hoffmanniana » by Andrei Tarkovsky which turns around a mirror. The poetic script is interpreted in the context of Tarkovskies movies, considered as « filmtext » and analyzed in terms of it’s film constructing elements of vision and listening.

Keywords: Movie, mirror, cinematographe, fools of God, stalking

Inhaltsverzeichnis



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11.03.2005