Sarnowski, Daniella: Entwicklung eines Virtuellen Fachbibliotheksportals im Internet für die Film-, Fernseh- und Medienwissenschaft (Virtual Library Film and Media Studies) mithilfe der Erhebung und Bedarfsanalyse spezifischer Informationsanforderungen

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Kapitel 4. Konzept Virtual Library Film and Media Studies

4.1 Allgemeine Filmportale

Allgemeine Filmportale beziehen sich meist nicht auf eine bestimmte Zielgruppe, können in diesem Zusammenhang aber Aufschluss geben, welche Informationsanbieter wissenschaftlich interessant sind und welche Dienstleistungen übernommen werden können.

Auf den Internetseiten werden allgemein gehaltene Filmportale (wie z. B. von Yahoo/Film<190>) angeboten. Ein gelungenes Beispiel für ein allgemeines Filmportal mit nicht-wissenschaftlicher Ausrichtung ist Screenlink. Internet Filmservice<191> bietet Filmschaffenden aller Art ein Forum im Internet; dabei ist die systematische Übersicht der „infobase“ gut aufgebaut. Für die spezifischen Zielgruppen der Hochschulangehörigen reicht diese Seite allerdings nicht aus, da die filmwissenschaftlichen Themen nicht im Mittelpunkt stehen, sondern nur einige unter vielen Themen sind.

Fachinformationsführer im Bereich Film- und Fernsehwissenschaft gibt es lediglich in Ansätzen; ein Beispiel ist die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle. <192>

Sie ist zudem ein Exempel für europäische Zusammenarbeit: Hier erhält der Rechercheur „Online-Informationen über die europäische audiovisuelle Wirtschaft“.<193> Bei den audiovisuellen Informationen wird ein Leitfaden immer wichtiger, damit der Nutzer schnell und einfach auf relevante Dokumente, Kontakte und Daten zugreifen kann.


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Es existieren in diesem Medienbereich mehrere Informationsinseln wissenschaftlicher und nicht-wissenschaftlicher Art, seien sie regionaler Natur oder von Organisationen wie Fachgesellschaften oder Medienschulen erstellt. Diese für die Zielgruppe „Hochschulangehörige“ nach qualitativen Inhaltskriterien herauszufiltern, ist die Hauptaufgabe eines wissenschaftlichen Filmportals. In diesem inhaltlichen Prüfkriterium besteht der grundlegende Unterschied zu anderen, allgemeinen Filmportalen.

Die International Movie Database (IMDB)<194> ist im Bereich der Datenbanken, die frei und online im Internet verfügbar sind, international führend, wenn auch mit einigen inhaltlichen Lücken behaftet. Es werden Daten über Filme und Personen gelistet. Es gibt über eine Million Einträge von Regisseuren, Schauspielern, Kameraleuten, Produzenten und zu deren Biographien, ferner Länderinformationen, Produktionsgesellschaften, Einspielergebnisse, Genres, Altersfreigaben, Videoangaben, Inhaltsangaben sowie Literaturadaptionen, Drehorte und Reviews, Soundtracks und technische Informationen.

Bei der IMDB kann jeder Nutzer Daten vorschlagen, so dass es zu inhaltlichen Fehlern kommen kann. In den Interviews stellte sich heraus, dass die meisten Dozenten die IMDB kannten und benutzten, aber deren Wissenschaftlichkeit anzweifelten.

Der kommerzielle Charakter allgemeiner Filmportale ist der Wissenschaftlichkeit abträglich. Videoverkaufszahlen und Kinokassenrenner werden häufiger und ausführlicher besprochen als der klassische Film.

Mehrwerte im Sinne von zusätzlichen Dienstleistungen sind selten, obwohl man durch die IMDB an den virtuellen Versandunternehmer „Amazon“ weitergeleitet wird, wenn man ein Video über das WWW bestellen möchte. D.h., hier wird der Mehrwert in Form einer Onlineversandhandlung angeboten.


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Script-o-rama<195> ist eine Volltextdatenbank für Drehbücher im Internet und somit von zentraler Bedeutung für die Medienwissenschaft. Drehbuchdatenbanken erscheinen im Internet erstaunlich zahlreich.

Eine der zwei wichtigsten Offline-Datenbanken ist die FIAF-CD-ROM, die internationale Zeitschriftenaufsätze aus dem untersuchten Themenbereich anbietet. <196> Eine andere zuverlässige Datenbank, ebenfalls auf CD-ROM erhältlich, ist der Film Index International,<197> der alle Filme ab 1930 aufführt, und zwar mit biografischen und sonstigen Angaben. Ebenso sind Festivals und Preise recherchierbar.

Die Funktionsmerkmale, die im ersten Kapitel für Wissenschaftsportale im Internet definiert wurden, müssen auch bei der Virtual Library Film and Media Studies beachtet werden, um sie von anderen Portalen zu unterscheiden. Die Merkmale lassen sich dann wie folgt unterscheiden:

Die Abgrenzung zwischen filmwissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Internetressourcen sollte das ausschlaggebende Kriterium zur Aufnahme einer Internetseite in ein wissenschaftliches Filmportal darstellen. Allerdings können auch Personen- oder Firmenseiten so informativ aufgebaut sein, dass man diese aufnehmen wird. Doch sind Klatschseiten oder so genannte Fanseiten meist nicht für den Gebrauch an Hochschulen geeignet, es sei denn, sie sind selbst Gegenstand einer Untersuchung. Wenn Film-Klatschseiten aufgenommen werden, ist es ratsam, diese als solche zu kennzeichnen.

4.2 Segmente eines wissenschaftlichen Filmportals der Bibliotheken

„... das ist sehr viel Arbeit, da herauszufiltern, was nun wirklich gut oder schlecht ist.“ (aus einem Experteninterview, Kapitel 3.3)

Für Forschung und Lehre muss Fachinformation aktuell gebündelt und in hoher Qualität zur Verfügung stehen, um Information in Wissen zu verwandeln. Die Informationsversorgung sollte fachlich spezialisiert, aber umfassend im Produktangebot sein. Eine virtuelle Fachbibliothek mit dem Fokus Film/Fernsehen existiert bisher nicht. Ansätze findet man im Rahmen der globalen „World Wide Web Virtual Library“. Dort existiert eine Film History Seite,<198> die folgenden Aufbau hat:

Reference: bestehend aus Bibliotheken, Bibliographien, Datenbanken, E-Teaching, Zeitschriften, Mailinglisten,

Institutions: aus Instituten, Archiven, Museen, Fachgesellschaften sowie chronologischen und geografischen Einteilungen.


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Das Ziel eines Wissenschaftsportals ist es, erwünschte Dienstleistungen nach sinnvollen Kriterien mithilfe von Clearinghouse-Strukturen, also mit strukturierten, systematisch gegliederten Internetquellen als Fachinformationsführer, bereitzustellen. Die Pflege von Linkdatenbanken erscheint gerade zur Vermeidung von Broken bzw. Dead Links besonders wichtig. Allerdings hält sich die Rate der Fehllinks im untersuchten filmwissenschaftlichen Bereich in Grenzen. Aus sieben Jahren Erfahrung mit der Webadressdatenbank der HFF kann festgestellt werden, dass bei ca. 900 Links ungefähr 10 Broken Links monatlich anfallen. Dies ergibt eine Dead-Link-Rate, die unter 1 % liegt. Dies ist auch mit einer intensiven Auswahl und Prüfung der wissenschaftlichen Seiten zu begründen. Die Anwendung eines Link-checkers erleichtert die Arbeit sehr.

Die Problematik der Bewertung von Internetseiten ist gewachsen. Dort, wo die Wissensgesellschaft per se schon ein Bewertungsproblem hat, ist das Filterproblem beim Internetmaterial noch viel komplizierter, da die Vorauswahl durch einen Verlag entfällt. („Wie kann man in der Flut des herangetragenen Materials so agieren, dass möglichst viel Geeignetes und möglichst wenig Ungeeignetes in die realzeitlichen Operationen eindringt?“)<199>

„[...] das Web ist weitgehend undokumentiert und teilt damit das Schicksal von etwa der Hälfte der Kultur des 20. Jahrhunderts, in dem auch ganz große Teile von Radio- und Fernsehinhalten für immer verloren sind.“<200>

Bei der Erstellung eines wissenschaftlichen Filmportals sollte immer berücksichtigt werden, dass Film in Deutschland zu einem großen Teil für das Fernsehen produziert ist. Ob dies bei einer Namensgebung zu berücksichtigen ist, muss hier offen bleiben. Ein prägnanter Titel wie Virtual Library Film and Media (Studies) und eine Internetadresse (URL), die leicht zu merken ist, wäre von großem Vorteil. Ein weiteres wichtiges


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Merkmal ist der einheitliche Einstiegspunkt für alle Segmente und Suchmöglichkeiten. In Abbildung 17 ist die reale und virtuelle Informationswelt des Portals mit den unterschiedlichen Dienstleistungssegmenten grafisch dargestellt worden.

Abbildung 17: Hybride Informationsstruktur einer VFL

Folgende Hauptsegmente des Filmportalkonzepts wurden aus der Evaluierung der im Kapitel 2. untersuchten Virtuellen Fachbibliotheken und der Interviews im Kapitel 3.3 entwickelt und näher erläutert:

  1. Eine Integration heterogener Quellen unter einem einheitlichen Einstiegspunkt bietet der Katalogverbund einzelner Filmbibliotheken/Mediatheken. Das Spezielle an einem Filmportal ist nämlich die Dokumentenart Video/DVD, die in Deutschland schwerer zu recherchieren ist als Printdokumente. Deshalb bekommt ein Filmbibliotheksverbund auch eine andere Dimension als der Verbund anderer Fachbibliotheken. Nationale und internationale Daten sollten aufgenommen werden;

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  2. Anschriften und Internetseiten fachspezifischer Institutionen (Fachadressführer) und Firmen (siehe 4.2.1);
  3. Integration anderer Bestellservices:
    Antiquariate, Buch-, Video-, DVD-Versandfirmen, Tauschbörsen, integrierte Bestellverfahren für bestimmte Dokumente, besonders Zeitschriftenaufsätze (subito, SSG-S u.a., die der Wissenschaftler recherchieren kann;
  4. Eine Validierung der unsicheren Internetinformation kann durch eine Webadressdatenbank realisiert werden. Die fachliche Suche im Internet durch Metadatenerschließung, mittels Suchmaschine und Möglichkeit der Navigation, also des Browsens, wird vorgegeben (auch von Volltexten; speziell bei der Filmwissenschaft existiert ein gutes Angebot von originalsprachigen Drehbüchern im Internet).
  5. E-Zeitschriften, elektronische Publikationen, Datenbanken, Abstractdienste;
  6. lehrspezifische Angebote /Community Service mit Forschungsprojekten und Ankündigungen von Forschungsvorhaben, Abschlussarbeiten, Preprints, Primärquellen,<201> mit anderen Worten: ein wissenschaftliches Forum. Speziell für die Filmwissenschaft gibt es viele weltweite Festivals, die aktuell recherchierbar sein sollten.
    Sonstige wissenschaftlich-kommunikative Angebote: Gästebuch, Newsletter, Diskussionsforen, Neuerwerbungslisten, Rezensionen, Mailinglisten etc.), qualitative Aufsatzsammlungen auf den Hochschulservern, die dort anstatt in teuren Zeitschriften den kollektiven Bewertungsprozess der (Hochschul-)Wissenschaftler durchlaufen (peer-reviewed). Die Qualitätskontrolle mittels eines Expertenteams ist ein wichtiger Faktor für die wissenschaftliche Qualifizierung der Autoren.

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  7. Personalisierung der Ansicht von Datenbanken, Auswahl von Fachbibliotheken, eventuell Cookies (meine Datenbanken, meine Recherchen etc.), Profil-, Benachrichtigungsdienste;
  8. Benutzerservice: Download, Dokumentenbestellung, Ausleihe vor Ort, Virtuelle Auskunft, Feedback.

Abbildung 18: Segmente eine Virtual Library Film and Media Studies

Dokumentenlieferdienste sind Mehrwertdienste, die nur eine Virtuelle Bibliothek anbieten kann, da sie über die Medienbestände verfügt und den institutionellen Hintergrund hat (im Gegensatz zu einigen anderen Filmseiten). Deshalb wird die Dokumentenlieferung als ein weiteres Segment in die Portalkonzeption aufgenommen.

Der Mehrwert ist ein zentraler Begriff für ein wissenschaftliches Filmportal, das von Bibliotheken erstellt wird. Durch die Verbindung von Internetinformation mit der lokalen Institution Hochschulbibliotheken und deren großem Multimedia-Bestand (Audio, Bilder, Film, Plakate) entsteht Mehrwert. So bietet die University of Nottingham, Institut for Film Studies, ein e-journal namens SCOPE an, das Buch- und Filmbesprechungen beinhaltet,


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Internetadressen, Conference Reports und wissenschaftliche Fachartikel.<202> Die Zielsetzung ist wie folgt beschrieben: „As a fully refered journal, Scope is dedicated to publishing material of the highest scholary quality and interest, and to this end we have assembled a distinguished international advisory board of professional academics and critics.“<203>

Der Unterschied zwischen einem Bibliothekskatalogsverbund und einer Linkdatensammlung liegt im Mehrwert. Beide bestehen aus Kurzbeschreibungen (Titelaufnahmen), RAK und Dublin Core sind die gängigen Standards. Der Bibliothekskatalog beschreibt jedoch einen konkreten Dokumentenbestand, der an einem Ort physisch vorliegt. Die Linksammlung hingegen bezieht sich auf Internetdokumente weltweit, ohne weitere Mehrwertdienstleistungen anzubieten.

Nach der Bedarfsermittlung bei den Lehrenden und bibliothekarischen Informationsvermittlern (Intermediäre) werden Schwerpunkte bei folgenden Segmenten gesehen:

  1. Adressen (Fachinformationsführer);
  2. systematische Wissenschaftsstruktur (übersichtliche Link-, u.a. Navigation durch thematische Verzeichnisse);
  3. Forschungsübersicht (wissenschaftliches Forum).

4.2.1 Fachadressführer

Für die Zusammenstellung eines Fachinformationsführers ist es nötig, die filmwissenschaftliche „Szene“ in Deutschland und gegebenenfalls international zu durchleuchten mit einem - „How to find out in international filmstudies“.

Zu den potenziellen Informationsanbietern zählen:

Universitätsinstitute, Mediatheken, Archive, Museen, Forschungseinrichtungen an sich, wobei die klassischen Filmschulen Priorität haben, und


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Bibliotheken (Spezial-, Instituts-, Museums- und Hochschulbibliotheken). Links zu „Freunden und Förderern“, sowie Alumniseiten sind hier für die Hochschulen relevant.

Die Adressdaten sollten für alle Beteiligten zugreifbar und aktuell sein, ähnlich der Deutschlandkarte mit den interessantesten informations-wissenschaftlichen Filminstitutionen .<204>

Adressen- und Auskunftsmittel können wiederum gegliedert sein in:

Dies entspräche den Forderungen der interviewten Dozenten.

Die Spezifizierung und spezielle Ansprache der Hauptzielgruppe Lehrende und die auf Interviews erweiterte Zielgruppe Studierende sind bei den Portalseiten wichtig. Da ein prägendes Element der Wissenschaftsportale die Personalisierung ist, erscheint sie auch für die Virtual Library Film and Media Studies interessant. Nicht nur die inhaltliche Einschränkung bei der persönlichen Eingangsseite sollte möglich sein, sondern auch die Auswahl nach Gruppenangeboten. So wäre zum Beispiel ein filmtechnisches Portal mit den Bereichen Schnitt und Ton mit anderen Angeboten versehen als eine Auswahl mit filmkünstlerischen Angeboten im Portal. Da die Lehrenden in den Interviews betonten, wie wichtig auch die Angebote für Studenten sind, ist eine Einteilung des Portals nach Nutzergruppen, also nach Studierenden und Wissenschaftlern, eventuell auch nach der Filmwirtschaft, zu überdenken.

Personalisierte Dienste wie Profildienste per E-Mail und Sichteditoren, die nur persönlich relevante Datenbanken zeigen, sind dabei empfehlenswert, da für einige Lehrende z.B. die Firmenadressen von großem Interesse sind, für andere aber überhaupt nicht. So wird eine konsequente Ausrich


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tung auf den jeweiligen Nutzer erreicht. Die durch E-Mail zugeschickten Ergebnisse könnten als Basis für eine Dokumentenbestellung genutzt werden (Alerting service).

4.2.2 Katalogverbünde von Print- und AV-Dokumenten

Die Nachweissituation der räumlich verteilten Medien, gerade auf dem Gebiet der AV-Medien, sollte verbessert werden. Bibliographische Angaben von Printdokumenten sind zwar in regionalen Verbünden aufgelistet, doch ist ein Nachweis gerade der Spezialsammlungen wie der Audio-, Video- und Bildarchive noch nicht übergreifend realisiert.

Eine Verbund-Recherche über unterschiedlich verteilte Ressourcen hinweg, möglichst international, wäre sinnvoll und umfasste dann eine strukturierte, parallele Suche in verteilten Datenbanken unter einer einheitlichen Suchoberfläche.

Ein Grundmodul des filmspezifischen Wissenschaftsportals stellt die Metasuchmaschine (Harvest) dar, die die Suche in heterogenen Datenbanksystemen (relevante OPACs) ermöglicht. Als Pilotprojekt dazu wird an der Universität Karlsruhe der Karlsruher Virtuelle Katalog Film getestet, der auch die Video-, Film- und DVD-Bestände aller beteiligten Verbundbibliotheken enthalten soll.


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Abbildung 19: Beispiel eines Prototyps Metasuchmaschine Video und Film<205>

Ein gutes Beispiel für einen internationalen bibliothekarischen virtuellen Fachverbund ist die Kooperation zwischen dem Kunsthistorischen Institut, Florenz, dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, und der Bibliotheca Hertziana, Rom.<206> Eine erweiterte Version dieses Virtuellen Katalogs Kunstgeschichte (VKK) liegt zusätzlich seit 1999 auf dem Server der Universität Karlsruhe und basiert auf der Technologie des Karlsruher Virtuellen Kataloges (KVK). Eine weitere ausgereifte Möglichkeit der Verbundkatalogisierung bietet der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (

www.kobv.de

). Hier das Projekt Hosting-Service für virtuelle Fachverbünde ab 2003 installiert. Aufgrund der technischen Funktionalität

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der Suchmaschine auf der Basis des Standards Z 39.50, ist der KOBV ein idealer Host für den virtuellen Fachverbund.

Andere DFG-geförderte Projekte aus dem Kunstbereich sind die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, die Staatlichen Museen zu Berlin, z.B. mit dem Sammelschwerpunkt Architektur des 20. Jahrhunderts, Kunst des spanisch - portugiesischen Kulturkreises und die Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums mit dem Sammelschwerpunkt Deutsche Kunstgeschichte.<207>

Die Sondersammelgebiete Kunst bis 1945 (UB Heidelberg) und Kunst ab 1945 (Fotografie, Design) werden bei der SLUB Dresden realisiert. Das Heidelberger Portal ist bereits fertiggestellt und gut gelungen.<208>

Ein allgemeines Kunstportal, das alle Künste (Kunst, Musik, Theater) umfasst, gibt es noch nicht. Dabei ist ein sogenanntes „Crossover“ von Design, Architektur, Photographie, Film, Video, Theater und Musik naheliegend.

Ein Cluster aus der Kunst- und Medienwissenschaften hat allerdings auch Nachteile, da die Filmwissenschaft in dem Konglomerat der großen Kunstfächer nebensächlich sein könnte. Die vergleichsweise junge Filmwissenschaft wurde bisher nur peripher behandelt.<209>

Zu überlegen ist, ob die Film-, Fernseh- und Medienwissenschaft als Cluster genügt, eine Einbindung in die größeren Kunstwissenschaften erfolgen sollte oder Theater-, Kunst-, Musikwissenschaften als Links eingebaut werden. Allerdings ist die Interdisziplinarität der Filmwissenschaft schon in Kapitel 3.1 umrissen worden, was weitere Wissenschaftsdisziplinen wie Wirtschafts-, Literaturwissenschaft usw. betreffen. Auf jeden Fall sind die Sondersammelgebiete der DFG, Film und Medien betreffend,


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nicht genügend bekannt. Eine überregionale fachliche Dokumentenlieferung wäre in diesem Zusammenhang für die Fachgebiete sehr wichtig. Diese sollte schnell, umfassend, aktuell und zuverlässig sein.

Exkurs: Dokumentenlieferung und Zeitschriften

Dokumente, die relevant sind, wären Kopien von Zeitschriften- und Zeitungsartikeln (nicht rückgabepflichtiges Material) und rückgabepflichtiges Material wie Monographien und AV-Medien.

Die überregionale Dokumentenlieferung ist für die interviewten Lehrenden, die eine gut funktionierende Filmbibliothek in der Nähe haben, nicht sehr dringlich. Allerdings ist der Zugriff auf Volltexte oder deren Lieferung in die bisher vorhandenen bibliothekarische Fachportalen eingebunden,<210> zumal die Finanzressourcen kaum noch etwas anderes zulassen und immer mehr Zeitschriftentitel abbestellt werden müssen.

Die Fernleihe zwischen den Filmbibliotheken wird bisher gut genutzt. Nur bei einer Ausweitung auf andere filmwissenschaftliche Klientel (Filmpublizisten, Filmförderanstalten u.a.) ist die gebührenpflichtige Dokumentenlieferung der besitzenden Bibliothek relevant. Neben einer Retrievalfunktion sollte eine Bestell- und Lieferfunktion in einem Vorgang angeschlossen sein. Die Anzeigemöglichkeit des OPAC direkt zum Volltext oder zur Verbindung der Internetseite zeigt die Entwicklung vom Besitznachweis zum Zugriffssystem (ebenso bei integrierter Bibliothekssoftware) auf.

Die Bibliothekare haben bisher im wissenschaftlichen Bereich den dokumentarischen Aufgaben wenig Aufmerksamkeit geschenkt. So darf die Auswertung von Zeitschriften oder Aufsätzen in Büchern nicht unterschätzt werden. Im filmwissenschaftlichen Bereich gibt es für die Auswertung von Zeitschriftenaufsätzen im internationalen Bereich die führende internationale CD-ROM der FIAF.<211> Diese ist den befragten Film-


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Dozenten jedoch weitgehend bekannt.<212> Bei der Vermittlung einer solchen Datenbank würde ein wissenschaftliches Filmportal hilfreich sein.

Die virtuellen Kooperationen wie die der AK FilmBibliotheken ermöglichen den Zugriff auf einen größeren Datenbestand und ein komprimiertes Angebot an validiertem Wissen.

Hinsichtlich der Beratungsfunktion könnte die konventionelle Sachauskunft einer Bibliothek Kunden, die über weniger Internetkompetenz verfügen oder Wert auf den zwischenmenschlichen Kontakt legen, eher ansprechen. Die Chance der künftigen wissenschaftlichen Informationsversorgung liegt aber in der Kombination konventioneller und elektronischer Intermediation.

Der Wandel von der Nachweis- bzw. Hol- zur Bringinstitution bezieht sich auch auf audiovisuelle Medien. Der Fernleihverkehr für Videos und andere Nichtbuchmaterialien ist nur als „Kann-Bestimmung“ <213> für den Leihverkehr der Bibliotheken geregelt. Das führt dazu, dass Videos und DVDs kaum in den Leihverkehr gegeben werden, obwohl es einen großen Bedarf seitens der filmwissenschaftlichen Nutzer gibt. Der Arbeitskreis Filmbibliotheken macht bei dem Austausch von AV-Medien untereinander einen ersten Schritt, um dies zu verbessern. Ein Gesamtkatalog, gerade für Nichtbuchmaterialien, wäre ein zentrales Element eines Filmportals, da sich Anfragen, wie aus den Fragebögen der Filmbibliothekare ersichtlich, oft auf Filme (Video/DVD) als Primärquelle beziehen. Das Fehlen einer Deutschen Mediathek wirkt sich hier eklatant aus. Warum die Deutsche Bibliothek eine Musikbibliothek unterhält, jedoch keine Filmabteilung oder zumindest eine Pflichtexemplarregelung fördert, ist nicht einsichtig<214>. Die Filmbibliotheken werden mit Video-Anfragen überhäuft, die nur annähernd


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befriedigt werden können. Ein überregionaler Nachweis wäre für die Medienwissenschaft ein sehr wichtiges Arbeitsmittel.

Der Zusammenschluss von Fachbibliotheken brächte Erleichterungen bei der täglichen Arbeit der Angestellten und eine Informationsverbesserung für die Kunden. Durch Aufhebung regionaler Grenzen könnte so durch leichtere Recherche Arbeitszeit auch seitens der Dozenten eingespart werden. Der Rationalisierungseffekt wird allerdings gering sein, es sei denn bei Erwerbungsabsprachen, da die regionale Informationsarbeit zumeist den Schwerpunkt der Dienstleistungen bildet.

Die Möglichkeit der Direktbestellung von Aufsatzkopien der beiden Sondersammelgebietsbibliotheken Frankfurt/M. und Leipzig (Film- und Medienwissenschaft) sollte auch über das Internet angeboten werden, was die Entwicklung von der Hol- zur Bringbibliothek, die zeit- und ortsunabhängig handeln kann, unterstützen würde. Die Arbeitsbedingungen des Filmwissenschaftlers werden zunehmend von Mobilität geprägt. Ein ortsunabhängiges Portal, das die fachlichen Dokumentenlieferungen unterstützt, passt sich dieser Situation an.

Rechercheaufträge der DFG-finanzierten CD-ROM-Datenbanken könnten wie in anderen Sondersammelgebietsfächern über WEBIS erteilt und in ein Portal eingebunden werden. Auch eine Erarbeitung von Crosskonkordanzen für die unterschiedlichen Thesauri der filmwissenschaftlichen Institutionen würde die überregionale sachliche Recherche erleichtern. Dabei ist eine multilinguale Sacherschließung von Vorteil. In einem weiteren Schritt wäre es sinnvoll, eine einheitliche Suchfläche für verteilte Print- und elektronische Angebote zu entwickeln.

Zu den neuen Formen der Informationsversorgung zählen neben den oben genannten Veröffentlichungen WWW-Seiten, aber auch Videoserver, die zukünftig Vorlesungen oder Kongresse online übertragen und aufzeichnen.

Die Archivierung von digitalen Ressourcen ist wünschenswert, wenn es sich nicht nur um Informationen von bloßem aktuellen Interesse handelt.


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„Für fachliche Linklisten und qualitätskontrollierte Fachinformationsdienste sollte ein fachlich etabliertes Klassifikationssystem (mit hierarchischen Pfaden und Browsing- beziehungsweise Hyperelementen) gewählt werden.“<215>

Bei den Filmbibliotheken in Deutschland gibt es aber keine einheitliche Sacherschließung. Die Probleme bei unterschiedlichen Fachklassifikationen der einzelnen Filmbibliotheken liegen in der Verbindung zwischen den Begriffen (Crosskonkordanzen) und der Mehrdeutigkeit der verwandten Termini (Homonymie und Polysemie). Die im Aufbau befindliche Virtuelle Bibliothek Soziologie setzt sich mit diesem Thema der Heterogenität der Daten auseinander. Die Ergebnisse dieses Projektes zu verfolgen wird sich lohnen.<216>

Die Virtual Library Film and Media Studies sollte nur bereits bestehende Daten- und Dokumentensammlungen mit ihren Inhaltserschließungen nutzen. Folglich müssen Crosskonkordanzen der bestehenden Sacherschließungen gefunden werden, da eine einheitliche Sacherschließung nicht realistisch ist. Die Integration verschiedenartiger Informationssysteme wie Kataloge und Datenbanken zieht die Integration unterschiedlicher inhaltliche Erschließungsverfahren mit sich. Die Bildung von Crosskonkordanzen könnte als gesondertes semiotisches Projekt betrachtet werden, bei dem die verschiedenen Begriffe im Hinblick auf den gegenseitigen Bezug untereinander analysiert werden. Eine flexible Verwendung von Schlagwörtern und Begriffskombinationen erlaubt den potenziellen Nutzern eine strukturierte Verwendung. <217>


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Ein modernes Fachportal sollte über ein Linking-System verfügen, das es ermöglicht, es aus einer bibliographischen Titelaufnahme auf das Volltextdokument oder auf Referenzen/Fußnoten, die in diesem Dokument enthalten sind, zuzugreifen. Das dynamische Verlinken von HTML-Dokumenten darf allerdings nicht ins Leere führen. Sogenannte Broken Links können eindeutig identifiziert und durch DOI<218> (Document Object Identifiers) gesichert werden. Die International DOI-Foundation überwacht die Entwicklung und Lizenzvergabe, ähnlich einer ISBN-Nummernvergabe.

Der Titel in der Datenbank bietet also neben einem eventuellen Volltext weitere Verlinkungen mit:

Die Bildung eines Medien-Netzwerkes ist für die Filmwissenschaft von großem Interesse. So ist vorstellbar, dass bei einer Suche zu beispielsweise Billy Wilder die Bücher in Bibliotheken gefunden werden, das Archivgut in Rundfunkarchiven, Exponate in Filmmuseen, Videos in Videotheken und Internetinformationen mit einem Mausklick abrufbar wären.

Eine gute Übersicht über die Film- und Fernseharchive in Deutschland, die in einer Aufbaustufe hinzugezogen werden könnten, ist in einer Dissertation zusammengefasst.<220>


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Ein gemeinsames Internet-Portal für Bibliotheken, Archive und Museen ist in einer späteren Ausbaustufe anzustreben, bleibt aber vorerst noch utopisch<221>. Allein schon die Filmbibliotheken besitzen einen ausgesprochen heterogenen Bestand mit einer anspruchsvollen Erschließung, den es zu verknüpfen gilt. Archive und Museen erschließen ihre Bestände allerdings mit anderen Kriterien.

4.2.3 Metadaten fachspezifischer Internetquellen, Linkkatalog

In fast allen für die vorliegende Arbeit geführten Dozenteninterviews war die Vereinfachung bei der Recherche von Internetquellen eine klare Forderung. Die Quellen und Datenbanken müssen ebenso wie physikalische Medien erschlossen werden, um den Informationsgehalt auszuwerten. Das Problem der Validität der Netzadressen wurde immer wieder genannt. Zur Qualitätskontrolle gehört die Überprüfung des Urhebers der Seiten, genauso wie die ständige Überwachung der Seitenadresse, wobei die Bibliothek als Clearingstelle fungieren kann.

Die Qualitätskontrolle bzw. inhaltliche Bewertung durch Bibliothekare ist bei Monografien oft nicht gegeben. Nicht jeder Buchinhalt wird auf Validität geprüft, jedoch systematisiert. Eine tiefere Erschließung, z.B. auch der Aufsätze, sollte möglichst bald in bibliothekarischen Online-Katalogen erfasst werden, da Nutzer danach recherchieren. Die genaue Beschreibung und Systematisierung von Internetadressen erscheint deshalb wichtiger als eine (u.U. subjektive) Bewertung. Wenn Fan- und Klatschseiten im Web als solche gekennzeichnet werden, ist es durchaus legitim, diese aufzuführen.

Die Recherchezugriffe können prinzipiell in folgenden Formen angeboten werden:

  1. verbale freie Suche in einem Suchfeld;

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  2. Navigation in einem vorgegebenen Thesaurus bzw. Kategorienverzeichnis (siehe unten) oder in einer festen Schlagwortliste.Dieses Browsen ermöglicht eine Übersicht der angebotenen Teilbereiche. Eine solche Übersicht wurde in den Interviews explizit gefordert.

Eine Übersicht zu filmspezifischen Suchmaschinen und ausgewählt bewerteten Internetquellen ist nur dann sinnvoll, wenn die Auswahlkriterien beschrieben werden. Der wissenschaftliche Zweck und die Brauchbarkeit für Hochschulen sind für eine Virtual Film Library ausschlaggebend.

Die Navigationseckpunkte der „Film Studies“ sind im englischsprachigen Bereich: Organisations, Online-Journals, Databases, Academic / Conferences, Film and Video Companies, Television Channels & Companies, VideoOnlineShop.<222>

Um die anarchischen Strukturen der Internet-Ressourcen übersichtlich zu gestalten, ist eine Fachnavigation sehr hilfreich. Die Unterstichwörter sind nach dem Vorhandensein von Links ausgewählt und müssen mit der Zeit erweitert werden. Das heißt z.B. für die Links zum Thema „Genre“, dass es natürlich noch den Eastern, den Experimental-, den Frauen- und den Katastrophenfilm gibt, doch es sind nicht immer genügend inhaltsreiche, wissenschaftliche Internetlinks vorhanden. <223> Vorhandene Link-Datenbanken kann man übernehmen und ausbauen.<224>

Im Anhang 6 befindet sich die Abbildung der recherchierbaren Fachbegriffe für die relevanten Fächer. Diese Termini sind alphabetisch geordnet, aber nicht übersichtlich dargeboten. Ein Kategorienverzeichnis wurde daher entwickelt, dass einen Übersichtlichen Fachkatalog für Webadressen


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liefern soll. So entwickelte die Autorin zusätzlich folgende Übersicht, die eine Navigation in einer fachspezifischen Linksammlung erleichtert:

Tabelle 6: Thematisches Kategorienverzeichnis für Weblinks

Systematische Einteilung von Film-, Fernseh-, Medien -Links

Navigation, thematisches Kategorienverzeichnis

ADRESSEN

Ausstellungen, Bildagenturen, Filmarchive, Filmbibliotheken, Institutionen, Kinematheken, Landesmedienanstalten, Mediatheken, Newsgroups, Stiftungen, Verbände, Videotheken

DATENBANKEN

Internet Movie Database, Lexikon, Nachschlagewerke, Online-Kataloge, Suchmaschinen, Wörterbuch

AUSBILDUNG, STUDIUM

Filmhochschulen, Fortbildung, Hochschulprojekte, Private Schulen, Universitäten, Vorlesungen, Weiterbildung

LÄNDER; STÄDTE

International A-Z

FILM

Dramaturgie, Drehbücher / Volltextdrehbücher, Festivals, Filmmusik, Filmplakate, Fotografie, Kostüm, Kritik, Regie, Requisite, Schauspiel, Szenografie

FILMWISSENSCHAFT

Forschung, Filmgeschichte, Filmtheorie, Montage/Schnitt

GENRE (Gattungen in Auswahl)

Animationsfilm, Avantgarde, Dokumentarfilm, Fantastischer Film, , Frauen, Homosexualität, Independent, Kinder-, Jugendfilm, Kultfilme, Kurzfilme, Sciene Fiction, Soundtrack, Stummfilm, Trash, Underground

MEDIEN- und KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT

Ethik, Medienforschung (Zuschauerforschung), Mediengeschichte, Multimedia, Neue Medien, Pädagogik, Politik, Soziologie, Wirtschaft, Radio/Rundfunk

FERNSEHWISSENSCHAFT

Digitales Fernsehen, Fernsehforschung, Fernsehgeschichte, Fernsehnormen, Kinder-, Jugendfernsehen, Kabelfernsehen,

Nachrichten, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Pay-TV, Privatsender, Satelliten, Sender, Serien

PRODUKTION und Distribution

Einschaltquoten (Box Office), Filmförderung, Filmwirtschaft, Finanzierung, Kino, Preise, Produktionsfirmen, Recht, Statistik, Studio, Urheberrecht, Filmverleih/-vertrieb, Werbung

TECHNIK

Ausstattung, DVD, Equipment, Firmen, Kamera, Schnitt, Studiotechnik, Synchronisation, Ton, Video

ZEITSCHRIFTEN

Lieferdienste, Online-Journals, Volltextzeitschriften, Zeitschriftenlinks, Zeitungen

Dienstleistungen

Dokumentenlieferung, Volltexte, Aktuelles, Mailinglisten etc.


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Die Tiefe der Metadatenerschließung ist auch eine Frage der personellen Ressourcen. Metadaten, also Daten, die Medienobjekte oder Daten beschreiben, sind wichtig, weil das automatische Indexieren der Freitextsuche im Volltext keine präzisen Rechercheergebnisse ergibt.

Eine Dublin-Core-Erschließung ist besonders dann sinnvoll, wenn die Internetseite auch dauerhaft archiviert werden soll. Die Frage der Dublin-Core-Erschließung für Filmressoucen (z.B. im MPEG-Format) wird wie folgt gelöst:<225>

Full Dublin core Record for Hitchcock's Blackmail (Silent Version):

DC_title : Blackmail (Silent)
DC_subject : thriller
DC_type : film
DC_format_type : mpeg
DC_creator_1 : British International Pictures
DC_creator_role_1 : production company
DC_creator_2 : Alfred Hitchcock
DC_creator_role_2 : director
DC_creator_3 : John Maxwell
DC_creator_role_3 : producer
DC_creator_4 : Frank Mills
DC_creator_role_4 : assistant director
DC_creator_5 : Alfred Hitchcock
DC_creator_role_5 : adaptation
DC_creator_6 : Director - Alfred Hitchcock, Production Company - British International Pictures, Producer - John Maxwell, Assistant Director - Frank Mills, Adaptation - Alfred Hitchcock, Screenplay - Garnett Weston & Charles Bennett, Dialogue - Benn W. Levy, Based on the Play by - Charles Bennett, Director of Photography - Jack Cox, Camera Assistant - Derrick Williams, Clapper Boy - Ronald Neame, Camera Assistant - Michael Powell, Art Director - Wilfred C. Arnold & Norman Arnold, Music - Campbell & Connolly, Charles Williams, Music Performed by - British International Symphony Orchestra, Music Conductor - John Reynders, Music compiled/arranged by - Hubert Bath & Harry Stafford, Sound - Harold V. King, Sound Editor - Harry Miller, Studio - Elstree Studios
DC_creator_role_6 : credits
DC_creator_7 : Alice White = Anny Ondra, Anny Ondra's vocal double = Joan Barry, Mrs


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White, Sara Allgood, Mr White = Charles Paton, Frank Webber = John Longden, Tracy = Donald Calthrop, The artist = Cyril Ritchard, The landlady = Hannah Jones, Chief Inspector = Harvey Braban, Detective Sergeant = Ex. Det. Sgt. Bishop, Gossip = Phyllis Monkman, The crook = Percy Parsons, The Sergeant = Johnny Butt, Harassed Underground traveller = Alfred Hitchcock
DC_creator_role_7 : cast
DC_date_1 : 1929
DC_date_role_1 : release
DC_description : Story of a girl who kills a man in self-defence and is blackmailed by a man who knows of her guilt. From a play by Charles Bennett. Silent version.
DC_language : eng
DC_publisher_1 : ITV
DC_publisher_role_1 : first distribution
DC_publisher_2 : British Film Institute
DC_publisher_role_2 : this form
DC_publisher_country : Great Britain
DC_source_SIFT : 26110 (original database number, British Film Institute)
DC_source_formatMedium : Beta SP
DC_source_originalMedium : 35 mm combined positive print, silent, b/w
DC_source_originalLength : 00:82:00
DC_relation_1 : Blackmail (sound) mpeg
DC_rights : It is illegal to download, copy, print or otherwise utilise in any other form this material, without written consent from the copyright holder.
DC_rights_holder : Canal +

Auf dem ersten Metadaten-Workshop 1995 entstanden zunächst 13 Deskriptorenkategorien (jetzt 15), die als Dublin Core Metadata Element Set beschrieben und vor den Textteil der HTML-Datei gestellt werden. Der Webautor bestimmt also die Tiefe der Angaben.<226> Sie müssen nicht alle eingesetzt werden, sind aber aufgrund der internationalen und interdisziplinären Verbreitung gut zum Austausch zwischen verschiedenen Communities geeignet. Ein Datentransfer wird dadurch ermöglicht.

Bisher sind die Fach- bzw. Spezialbibliotheken noch nicht in ein Wissensnetz eingebunden.

Weitere Bewertungskriterien, wie im Falle des SSG-FI, können die Anzahl der Links, das Vorhandensein von Annotationen/Kommentaren, die sinn


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volle Strukturierung und die Aktualität (auch der Verweise) sein.<227> Außerdem wird hier auch eine Zuordnung nach spezifischen Zielgruppen (Level) vorgenommen:

Die Einordnung in diese drei Levels erscheint nicht immer eindeutig, aber schon das wissenschaftliche Auswahlkriterium stellt eine qualitative Eingrenzung dar. Die Bewertungskriterien der Linkdatenbank sollten in jedem Falle erläutert werden.

So beschreibt das SSG-FI für die Kategorie CONTENT: „erschöpfende“ Behandlung des Themas, außergewöhnliche Qualität; für die Kategorie CLARITY: optimales Layout, d.h. einer intuitiven Nutzung entgegenkommend; INDEX mit lokaler Suchmaschine; für die Kategorie LINKS heißt das: viele, gut strukturierte und/oder annotierte Links.

Abbildung 20: SSG-FI, Bewertungsschema, aus: Das Sondersammelgebiets-Fachinformationsprojekt (SSG-FI) Tabelle 3.2.<228>


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Eine sogenannte Sternchenbewertung ist nicht sinnvoll; bei der Bucherschließung in wissenschaftlichen Bibliotheken nimmt die Bibliothekskraft auch keine Gütebewertung des Printproduktes vor. Außerdem sind die Bewertungskriterien gerade bei der sehr interdisziplinär arbeitenden Filmwissenschaft ziemlich uneinheitlich. So kann eine WWW-Seite aus Sicht eines Filmmusikdozenten interessant sein, aus Sicht des Tonfilmers wäre dies eher nicht der Fall.

Exkurs Projekte und Standards:

Das Open Directory Project<229> erstellt durch menschliche Editoren ein umfangreiches Internetverzeichnis, da automatisierte Suchmaschinen oft überfordert sind. Ein verteiltes Expertennetz ähnlich der FIAF<230>, bei der Zeitschriftenaufsätze in Kooperation ausgewertet werden, und zwar auf der Basis von „give and take“, kann als Virtual Library Film and Media Studies aufgebaut werden.

Die Informationsfülle im Internet macht es schwierig, die wissenschaftlichen Informationen eines Faches herauszufiltern; die allgemeinen Suchmaschinen erfüllen diesen Anspruch nicht. Eine Verbindung von Bibliothekssoftware und geprüften Internetressourcen würde lokale und globale Metadaten integrieren.

Die Open Archives Initiative (OAI)<231> wurde gegründet, um die im Netz verteilten wissenschaftlichen Veröffentlichungen mithilfe von Suchmaschinen aufzufinden. Diejenigen, die auf OAI-konformen Servern mit Metadaten gespeichert sind, werden verbunden (Protocol for Metadata Harvesting). Allerdings müssten die Autoren hier ihre Artikel einspeisen und


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eventuell auch selbst Metadaten vergeben.<232> Berücksichtigt wird der Kriterienkatalog des DESIRE Information Gateways Handbook.<233> Dabei sollen der Server technisch stabil und die Antwortzeiten akzeptabel sein. Über Art und Umgang mit dem Inhalt wird am Anfang der Portalseite informiert; neue Inhalte der Nutzerseite müssen gemeldet werden. Links sollten standardisierten Metadatenformaten folgen und sind regelmäßig zu prüfen. Das Angebot muss dem ermittelten Bedarf angepasst werden, also einen Überblick über das Fachgebiet geben und eine Filterfunktion ausüben, die nach Fachspektren selektiert.

Das elektronische Publizieren von Akademikern kann sich ändern; doch wie sind sie zu motivieren, weniger in kommerziellen Zeitschriften als auf Wissenschaftsservern zu veröffentlichen? Akademiker wollen zitiert und gelesen werden; wird der Wissenschaftsserver von der Community akzeptiert, kann es ein praktikables Instrument der Wissenschaftskommunikation sein. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Abhängigkeit von kommerziellen Verlagen auf diese Weise aufgehoben wird (akademische Disintermediation). Elektronisch archivierte Information kann überall und zu jeder Zeit abrufbar sein. Das Internet als Kanal des Wissensaustauschs wäre für Medienwissenschaftler bei den Dokumententypen Fachartikel, Dissertationen und Konferenzberichte in digitaler Form interessant. Diese Erkenntnis ist ein Ergebnis der Interviews und des Fragebogens.

Automatische und intellektuelle Indices auch in mehreren Sprachen können hilfreich sein. Eine Thesaurusfunktion könnte angeboten werden.

Das Portal soll in verschiedenen Browsern funktionieren. Möglichkeiten zur Sortierung der Ergebnisse sind von Vorteil.

Allgemein bekannt sind Navigationsstrukturen wie Home, Search, Browse, Help und What‘s new?. Eine Suchanfrage sollte von jeder Seite aus möglich sein.


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Die Metadaten bedürfen weniger der inhaltlichen Bewertung denn der inhaltlichen Auswertung, da ein Ranking die Meinungsbildung des Nutzers vorweg nimmt. Die Auswahl und Aufnahme in die Internetdatenbank stellt schon eine qualitative Auswahl dar.

Die „Erwerbung“ der Seiten, d.h. das Auffinden im Netz, müsste durch Ankündigungen in Zeitschriften und Diskussionslisten erfolgen oder durch Recherche über fachspezifische Linksammlungen eruiert werden. Diese Linksammlungen können sich auf Bibliotheksseiten oder Homepages von Fachgesellschaften befinden, die auch Tagungen und Zeitschriften erwähnen.

„Möchte man den SSG-FI Guide übersichtlich und für den Nutzer überschaubar gestalten, so steht Qualität vor Quantität. Bevor entschieden wird, welche thematische Site in das System aufgenommen wird, muss man sich einen Überblick über möglichst viele der vorhandenen Sites mit dem speziellen Themengebiet verschaffen und von diesen dann die wissenschaftlich relevantesten Sites aufnehmen und beschreiben.[...] Beschrieben werden sollen typischerweise thematische Sites, also nicht einzelne Texte oder Quellen, sondern Informationsvermittler, die auf solche Informationen verweisen oder sie beinhalten“.<234>

Die Katalogisierung und Sacherschließung erfolgt mithilfe einer Datenbank und einem Metadaten-Template, die sich an den 15 Dublin-Core-Kernkategorien orientieren (z.B. Titel, Autor, Schlagwörter, Annotationen, Formalschlüssel, Land, Daten zum Umfang der Site, Bemerkungen zu Zugangsberechtigungen, Kosten usw.). Dabei müssen nicht alle Elemente zwingend eingesetzt werden, doch eine sinnvolle Verwendung ist unabdingbar.

Bei einer Umfrage der VIRTUELLEN BIBLIOTHEK wurden von allen befragten Virtuellen Fachbibliotheken folgende DC-Elemente benutzt:

Diese Element erscheinen als Mindestbeschreibung sinnvoll.

Die verbale sachliche Erschließung erfolgt regional unterschiedlich, aber meist anhand von Thesauri. Die Fachklassifikation muss aus vorhandenen Klassifikationen der Filmbibliotheken gewählt werden und sollte unbedingt in englischer Sprache verfügbar sein, da dies im Internet und in der Filmbranche üblich ist.

Bei der Metadatenerschließung ist die Kooperation der Intermediäre von Vorteil. Auch eine Einbeziehung der Lehrenden durch die Möglichkeit eines schnellen Neuvorschlags für Internetadressen mittels Formular sollte angeboten werden.

Da die Linkpflege aufwendig ist, muss eine effektvolle Präsentation kooperativ erfolgen. Dieser Brückenschlag zwischen Wissensinseln erfordert die Bereitschaft der Filmbibliothekare, ihr Wissen zu teilen. Dies wird nur bei klar erkennbaren Vorteilen der kooperativen Erschließung und Nutzung realisiert werden können. Ein Filmportal als Plattform für alle fachbezogenen Quellen erschließt u.a. Links, und zwar intensiver, als es eine allgemeine Suchmaschine vermag.

Gängige Probleme bei Linksammlungen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

4.2.4 Lehrspezifische digitale Angebote und das Wissenschaftsforum

Für die Lehre interessante Internetangebote sind Forschungsvorhaben, Lehrveranstaltungen, Informationen zu einschlägigen Universitäts- und Hochschulangeboten, Hochschulschriften und Informationen von internationalen Filminstitutionen. Bis 1997 gab es eine solche Übersicht als Printausgabe.<235> Heute fehlt ein solches Angebot, was die überregionale Wissenschaftskommunikation erschwert.

Digitale Dienstleistungen als zentrale Angebote einer virtuellen Fachbibliothek sollten sich nicht nur durch Volltexte, sondern auch durch multimediale Angebote auszeichnen. „Currently, the technology has reached the point where scanning all books, digitizing all audio recordings, downloading all websites, and recording the output of all TV and radio stations is not only feasible but less costly than buying and storing the physical versions.“<236>

Das wichtige Portalsegment, das die Hochschulen als Produzenten von Information hervorhebt, ist ein wissenschaftlicher Publikations- und Dokumentenserver mit Institutspublikationen, Dissertationen oder einem digitalen Videoarchiv aus hochschuleigener Produktion wie das DIVA-Angebot der Universitätsbibliothek Karlsruhe.<237> Auf die Relevanz von elektronischen Dokumenten an Hochschulen weist die o.g. DINI-Empfehlung hin: „Im Rahmen von Forschung, Lehre und Studium entstehen an Hochschulen die unterschiedlichsten Texte und Dokumente [...].


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Nur ein kleiner Teil wird von ihnen bisher von Verlagen veröffentlicht.“<238> Der Veröffentlichungsprozess ändert sich und die Verbreitung von Forschungsergebnissen und Papers sollte kostenfrei über das Internet angeboten werden. Die Open Archives der Wissenschaftler werden an Bedeutung gewinnen.

Ein virtuelles Portal von Filmbibliotheken, spezifischen Hochschulfachbereichen, Forschungsstätten und anderen medienspezifischen Institutionen muss deshalb auch eine Datenbank zu filmwissenschaftlichen Forschungsarbeiten enthalten. Wird von allen wissenschaftlichen Aufsätzen eine digitale Kopie auf dem Hochschulserver angeboten, würde die Medienwissenschaft ein verteiltes Forschungsangebot besitzen. Forschung könnte damit besser koordiniert werden.<239>

Diese Aufgabe der Bibliotheken bzw. Hochschulen bietet dann eine Plattform nicht nur mit Studentenarbeiten (Dissertationen usw.), sondern auch mit „Produkten“ der Dozenten. Für die Aufnahme externer Arbeiten ist ein peer-review von Fachreferenten und Dozenten zu leisten.

Unverzichtbare lehrspezifische Portalsegmente einer hochschulorientierten Seite sind nach Auswertung der Interviews und Fragebögen:

  1. Lehr- und Lernmaterialien als medienspezifische Volltexte im wissenschaftlichen Kontext wie ein Hochschulschriftenserver mit Diplomarbeiten, Magister-, Habilitationsschriften, Online-Dissertationen bzw. Voranzeige von Dissertationsprojekten, Forschungsberichte und sog. „graue Literatur“, wissenschaftliche Aufsätze. Hier sollen auch elektronische Fachpublikationen bzw. digitalisierte Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Institutionen einbezogen werden.
    Digitale Dissertationen werden zukünftig verstärkt von Bibliotheken angeboten, da sie den Vorteil der Nutzung von

    177

    Hypertext und Visualisierung, - dies ist gerade in den Medienwissenschaften relevant - besitzen und über die lineare Textdarstellung hinausgehen. Andere lehr- und forschungsrelevante elektronische Veröffentlichungen wie Preprints kann man für die wissenschaftliche Community im Rahmen eines Publikationsverbundes zugänglich machen. Dabei ist die außeruniversitäre Forschung nicht zu vernachlässigen. Entsprechende Anreize für Autoren erfolgen durch ein Hochschulmarketing, das mit der Aufwertung der Arbeiten durch die Veröffentlichung auf diesem Server wirbt. Empfehlenswert ist ein Redaktions- bzw. Qualitätsteam aus dem Kreis der Hochschuldozenten, ähnlich einer Zeitschriftenredaktion, oder von Bibliotheksreferenten, die inhaltliche Auswahlkriterien festlegen und bewerten.
    Ein Ansatz zur Wissenschaftskommunikation im Bereich der Wirtschaftswissenschaft ist RePEc (Research Papers in Economics), das Preprints, Zeitschriftenartikel, Autorenkontakte und Institutionen listet.<240> Über 100 Freiwillige in 30 Ländern werten die genannten Angaben bibliographisch aus und bieten sie im WWW an. Dieses freie Angebot könnte Vorbild für ein Segment eines medienwissenschaftlichen Bibliotheksportals sein.
    In den Interviews für vorliegende Arbeit wurden auch Informationen für die tägliche Arbeit gefordert, „die einem das Leben erleichtern“, also die Präsenzlehre unterstützen (Studienführer, Prüfungsordnungen, Semesterapparate, Literaturlisten und Buchempfehlungen von Dozenten, dozentenbezogene Handapparate, Skripte zu Vorlesungen etc.). So ist die Bekanntmachung von Sprechstunden der Dozenten schon jetzt üblich.
  2. Das Einhalten technischer Standards, z.B. von XML, Z 39.50 oder MPEG ist bei einem Fachverbund zentral.

    178

  3. Übersicht der Lehrinstitute: auch sachlich nach Fachdisziplinen recherchierbar mit Links. Ein gelungenes Beispiel aus einem anderen Fachgebiet ist FORIS (Forschungsinformationssystem Sozialwissenschaften), das über theoretische und empirische Forschungsarbeiten auch aus Österreich und der Schweiz informiert.<241> Lehrende als interne Nutzer sollten Zugriff auf alle Datenbanken haben.
  4. Studentenfilmpool: mit Abschlussarbeiten aller am Portalverbund teilnehmenden Filmschulen, in der ersten Ausbaustufe bundesweit. Das Retrieval für nicht textbasierte Dokumente ist in Richtung Bild- Motivsuche und Bilddatenbanken auszubauen.
  5. Wissenschaftlich orientierte Datenbanken Off- (CD-ROMs) und Online; Zugang zu Gateways wie IMDB.
  6. Multimediale Informationen (Filmangebote für den Unterricht, Trailer, Tonbeispiele etc.) Mit dem WWW wurde das Internet multimediafähig. Videosequenzen bedürfen allerdings einer größeren Bandbreite als die im Jahr 2001 verfügbare.
    Die Multimediaeinführung in deutschen Bibliotheken ist auch durch Kooperation möglich,<242> wobei die Filmbibliotheken nicht federführend sind, sondern die Universitäten.<243>
    AV-Medien (unabhängig vom Träger) werden mittels kontrolliertem Vokabular und Klassifikationssystemen, Genreeinteilungen oder Bildsequenzauswertung erschlossen. Allerdings sollte rechtzeitig auf eine dauerhafte Archivierung der Daten geachtet werden.
  7. Filmspezifischen Pressedokumentationen /Zeitungsausschnittsammlungen, Zeitschriften-

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    Rezensionen, E-journals, Current-Contents-Services kommt eine Schlüsselrolle zu, da durch die Zeitschriftenabbestellungen der Hochschulen auch die Dokumentenlieferung an Relevanz gewinnt. So wurde schon in einem anderen Fachgebiet von einer virtuellen Fachbibliothek eine Feststellung getroffen, die auch für die Medienwissenschaft ganz zutrifft: „Inhaltsverzeichnisse - OnlineContents - zur Literatursuche müssen von möglichst vielen relevanten Zeitschriften bzw. Sammelwerken angeboten und aktuell gehalten werden.“<244> Elektronische Zeitschriften werden auch in Zukunft ein zusätzliches Angebot zu bestehenden Printausgaben in den Hochschulbibliotheken darstellen. Keller merkt für die Zeitschrift der Zukunft an, dass das Peer-Review-Verfahren einer Zeitschrift wichtig sein wird, aber die Texte vor Veröffentlichung im WWW in ein digitales Archiv abgelegt werden: „Man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass in Zukunft wissenschaftliche Veröffentlichungen selbst als mehr oder weniger unabhängige, grundlegende Einheiten stärker in den Vordergrund rücken werden.“<245>
  8. Virtuelle bibliothekarische Sachauskunft und das Angebot eines wissenschaftlichen Forums zum Austausch der Lehre und zur überregionalen Zusammenarbeit, auch der Studierenden.

Bei der wissenschaftlichen Kommunikation ist die virtuelle bibliothekarische Sachauskunft ein zu berücksichtigender Aspekt: „The digital library is a lonely place.“<246> Dies trifft nur zu, wenn keine virtuelle Hilfe und Auskunft angeboten wird, was auch durch andere Wissenschaftler geschehen kann, die sich auf den selben Seiten befinden. So ist die Förderung des wissenschaftlichen Diskurses Hauptziel eines Wissenschaftsportals und


180

stellt die eigentliche Schnittstelle zum Nutzer dar. Ein Kommunikationsforum unterstützt den wissenschaftlichen überregionalen Diskurs.

Es existieren mehrere Formen der bibliothekarisch-digitalen Auskunft:

Ein E-Mail-Anfrageverbund erscheint sinnvoll, allerdings entstehen so Verzögerungen beim Antworten, die bei einem Chat in Echtzeit nicht auftauchen. „Ask us live“ bietet den Vorteil, Webseiten auf den Bildschirm zu holen.<249> Die Antworten sollten gespeichert werden, um neuerliche gleiche oder ähnliche Anfragen schneller bearbeiten zu können. Der Wissenschaftler spart sich dadurch den Gang zur Bibliothek und die Abhängigkeit von deren Öffnungszeiten. Für die Bibliotheksrecherchen setzen die meisten Lehrenden sowieso studentische Hilfskräfte ein. Diese Vorgehensweise macht aber das Rechercheergebnis von den individuellen Voraussetzungen und von den Fähigkeiten der Studierenden abhängig.

Da das Internet nicht nur ein Informations-, sondern auch ein Kommunikationsmedium ist, ist die Komponente des wissenschaftlichen Forums äu


181

ßerst relevant. E-Mails für wissenschaftliche oder Lehrzwecke wurden demnach auch von allen befragten Dozenten versandt.

Der Austausch von Inhalten und Nachrichten wissenschaftlicher Institutionen ist in einem interuniversitären Kommunikationsforum möglich. Dies ist ein überraschendes Ergebnis der zitierten Interviews.

Auch internationale Mailinglisten sind von Interesse, zumal die globalisierte Filmwirtschaft von vielen Koproduktionen gekennzeichnet ist. Auf jeden Fall sind solche virtuellen Diskussionslisten ein neues, wichtiges Mittel der Wissenskommunikation in einem Fachgebiet.

Eine weitere Untersuchung des BMfBF<250> zur Computernutzung im Studium erkennt als Fazit folgenden Handlungsbedarf: stärkere Nutzung der originären Möglichkeiten der Computerausstattung und Vernetzung an den Hochschulen im Sinne von kommunikativen und interaktiven Angeboten anstatt Beschränkung auf Verwendung als „virtuelle Kopierer“ (Skripte u.ä. im Netz) oder als „Videorecorder“ (der Veranstaltungsmitschnitte aufzeichnet und bereitstellt).

Der Aufbau der Kommunikationsangebote für eine Virtual Community ermöglicht z.B. ein one-to-one marketing, das aktuelle Newsletters (vgl. z.B. Kress-report, Premiumbiz Newsletter<251>) Neuerwerbungslisten und Profildienste anbietet.

Neben Lehrenden können auch andere Wissenschaftler, Fachgesellschaften, Verlage und weitere Wissenschaftsorganisationen von dieser Seite profitieren und daran teilnehmen, soweit es in den wissenschaftlichen Rahmen passt.

„Bibliotheken müssen auf die Veränderung der wissenschaftlichen Kommunikations- und Publikationsformen reagieren, indem sie sich vom Me


182

dien- zum Serviceprovider entwickeln, neben Informationsmanagement Aufgaben des Wissensmanagements übernehmen.“<252>

Nicht der Medientyp ist also ausschlaggebend, sondern die Qualität des Informationsgehaltes und dessen Potenzial zur Wissensbildung. Dies kann durch eine Internetseite, ein Buch, ein Video oder einen Zeitungsartikel erfolgen.

4.3 Perspektiven

Mittel- und langfristig werden die oben genannten Segmente in einer integrierten Suchmaske zusammenwachsen, so dass über Volltexte, über Abstracts, über Zitate und die WWW-Seiten recherchiert werden kann. Diese Realisierung kann nur in einzelnen Teilschritten und mit einer Forschungsförderung realisiert werden. Eine Benutzeranfrage könnte sofort weitere Titel des Autors, Dokumentenliefermöglichkeiten sowie die E-Mail- Adresse des Autors anzeigen.

Ziele und Aufgaben eines Filmportals sind also:

Neben Personen aus Lehre und Forschung (Wissensgesellschaften usw.) sollte auch bei Kooperationspartnern und potenziellen Sponsoren Öffentlichkeit hergestellt werden.

Einheitliches Layout (corporate design), Logo, Posterpräsentation, Pressearbeit (Hochschulpresse), Newsletter, Mailinglisten, Plakate, Informationsveranstaltungen und Schulungen sind dabei strategische Eckpunkte.

Kooperationspartner sollten so früh wie möglich gewonnen werden, denn dies erhöht die öffentliche Aufmerksamkeit. Onlinepräsenz, auch durch Verlinkung, sind neuere Verbreitungsformen im WWW.

Das klassische Erwerben, Erschließen und Vermitteln von Medien in der Bibliothek wird zum Einstellen, Bereitstellen und Abrufbarmachen innerhalb von Bibliotheksservern. Diese Aufgabenstellung fügt sich ein in einen e-Campus, der folgende Segmente anbietet:

Dabei sind wohlgemerkt nicht Personen oder Gebäude virtuell, sondern die Prozesse. Ein leistungsfähiges Rechenzentrum einer Hochschule stellt die technische Infrastruktur zur Verfügung.

Daraus ergibt sich die Forderung nach qualitativ hochwertiger Serviceleistung, die gemeinsam erbracht und dauerhaft bereitgestellt wird.


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Für die Wissenschafts-Community müsste der Bekanntheitsgrad für das Portal verbreitet werden. Die technischen Entwicklungen wie Digitalisieren, Streaming Media (Real Player Media Player Quick Time Player) <253>, müssten außerdem in einer Virtual Library Film and Media aufgegriffen werden.

Die Grundvoraussetzung für die Nutzung diese Seite, ist, dass sie verbreitet wird. Dazu ist ein Marketingplan aufzustellen, der die Seite in der Zielgruppe bekannt macht.

Für die Realisierung einer virtuellen Bibliothek sind auch organisatorische Fragen bedeutsam. Der Verzicht auf die Institutionalisierung von zentralen Managementfunktionen, die rechtlich unabhängig voneinander kooperieren, ist Charakteristikum einer virtuellen Organisation.<254> Allerdings ist ein hoher Koordinationsaufwand zu erwarten. Bündeln und Integrieren der Bestände verschiedener filmwissenschaftlicher Fachinformationsführer und fachspezifischer Suchmaschinen ist eine konzeptionelle Aufgabe einer Virtual Library Film and Media Studies.

Der Informationsgehalt von Büchern wurde von Bibliothekaren lediglich mit Schlagworten bewertet, die Verschlagwortung von Aufsätzen aus Monographien ist in Bibliotheken nicht allgemein üblich. Diese dokumentarisch-inhaltliche Aufgabe ist durch die technischen Möglichkeiten des Internet besser zu koordinieren.

Der Aufbau einer Internetpräsenz, also die Portalentwicklung mit allen Modulen im Team von Fachwissenschaftlern und Bibliothekaren, Fachreferenten und Fachgesellschaften hätte Vorteile. Als kooperative Institutionen sind denkbar:

Die Partnerwahl sichert auch langfristig die Arbeit in kooperativen Strukturen. Die Anreize für die Teilnehmer an einem Fachportal sollten so groß sein, dass die Motivation zur virtuellen Zusammenarbeit steigt. Das könnten Lieferdienste oder Aufsatzdokumentationen sowie geprüfte qualitative Linksammlungen sein. Der Fachwissenschaftler ist gleichzeitig Produzent von Wissen und Rezipient der Informationen. Die Ausweitung auf europäische Teilnehmer ist wünschenswert.

Die Bibliotheksaufgaben haben sich bereits jetzt grundlegend geändert. Erwerben, Aufbereiten, Speichern und Bereitstellen von Printprodukten wird in der hybriden Informationswelt erweitert auf eine Vielzahl weiterer Produkte.

Nur im Zusammenspiel von Filmwissenschaft, die medienwissenschaftliche Inhalte bewertet, und Informationswissenschaft, die Konkordanzen der inhaltlichen Erschließung entwickelt, kann solch ein Fachbibliotheksportal in Bibliotheken entwickelt werden. Webdesign und technische Lösungen kommen hinzu.

Gerade im Bereich Film-, Fernseh- und Medienwissenschaften wird in diversen Hochschulfachbereichen (Geschichte, Germanistik, Linguistik usw.) interdisziplinär gelehrt und geforscht. Die Integrationsfähigkeit und Clusterbildung muss mit einer offenen Systemarchitektur möglich sein.

Kooperation innerhalb nationaler und internationaler Projekte nehmen genauso zu wie interdisziplinäre Kooperationen. Nach Abschluss der ersten Projekte ist es also sinnvoll, weitere Informationsbestände, u.a. von Verlagen und Datenbankproduzenten, mit einzubinden und die Integration europäischer Institutionen zu forcieren. Multilinguales Retrieval sollte möglich sein.

ViLib Film wird eine Dienstleistung sein, die nie abgeschlossen sein kann, da sie sich dynamisch weiterentwickelt und neue Angebote kontinuierlich integriert.


186

„The turbulent and changing information environment calls for continual research to ensure that the needs of information users are satisfactorily met and that information professionals acquire the necessary expertise to cope with the operational management of information resources and plan for the future.“<255>

Dies wird nur mit fortgeführtem Kontakt zur Zielgruppe, z.B. mittels Controlling von fertigen Angeboten, und durch den Aufbau weiterer Zielgruppen (Filmstudios, Filmwirtschaft, Presse) möglich sein. Die Nutzergewohnheiten ändern sich auch durch technologischen Wandel, man denke nur an die Recherchegewohnheiten von Studierenden. Es wird viel Zeit auf der Suche nach brauchbarer Information im Netz vergeudet. Informationsfachleute müssen Informationen mithilfe ihrer sozialen und kommunikativen Kompetenz gegenüber ihren Kunden aufarbeiten und vertreten.


Fußnoten:

<190>

Yahoo! Directory, Entertainment, Movies and Film

http://www.yahoo.com/Entertainment/Movies_and_Film/ 14.01.02 .

<191>

Screenlink. Internet Filmservice

http://www.screenlink.de 14.01.02 .

<192>

Europäische Audiovisuelle Informationsstelle

http://www.obs.coe.int/ 23.11.01 .

<193>

Sequentia, Info-Spezial Nr. 7

http://www.obs.c-strasbourg.fr 20.11.01 .

<194>

The Internet Movie Database

http://www.imdb.com/ 20.11.01 .

<195>

Drew‘s script o rama

01.02.02 .

<196>

International Filmarchive [Elektronische Ressource]. CD-ROM. International Federation of Film Archives. London : FIAF 2000. Diese Datenbank ist gegen Bezahlung über das Internet ab Mitte 2002 erreichbar, dann heißt sie International FilmArchive Database. 300 Filmzeitschriften ab 1972 werden bibliografisch ausgewertet. Ab dem Jahr 2000 werden keine Fernsehzeitschriften mehr ausgewertet. Das „Subject Heading“ des International Index of Film Periodicals für englische Schlagworte ist in diesem Zusammenhang interessant. Brusseles: FIAF (Federation International of Film Archives) 2001.

<197>

Film Index International (FII) [Elektronische Ressource] CD-ROM. British Film Institute London. Cambridge: Chadwyck-Healey 1998.

<198>

The World Wide Web Virtual Library, Film History Index

http://www.iue.it/LIB/SISSCO/VL/hist-film/Index.html 20.11.01 .

<199>

Wersig, Gernot: Perspektiven der Informationsgesellschaft. Die Zeit des Wandels. In: nfd 8, 2000, S. 461-465, S.463f.

http://www.kommwiss.fu-berlin.de/~gwersig/publi-pro/www/potsdam.htm . 16.05.02 .

<200>

Ebd.: S. 464.

<201>

Eine Primärquelle, die vom Deutschen Rundfunkarchiv ins Netz gestellt wurde und von der DFG gefördert ist: Die digitalisierten Sendemanuskripte. Der schwarze Kanal. 1960-1989. Deutsches Rundfunkarchiv

http://dra.orb.de/grape/seite1.htm 5.2.2002 .

<202>

Scope. An On-line Journal of Film Studies. Institutes of Film Studies. University of Nottingham.

http://www.nottingham.ac.uk/film/journal 21.12.01 .

<203>

Vgl.: Ebd.

<204>

Arbeitskreis Filmbibliotheken.

http://www.filmbibliotheken.de 16.05.02 .

<205>

Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg, KOBV, Virtuelle Fachverbünde

http://se3.kobv.de:81/V 25.4.2003 .

<206>

EDV-Fachverbundkatalog, Kunstbibliotheken Fachverbund Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max-Planck-Institut Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut), Rom .Virtueller Katalog

, 22.08.01

und Virtueller Katalog Kunstgeschichte

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/vk_kunst.html 18.10.01 .

<207>

Effinger, Maria; Rüdiger Hoyer: Der virtuelle Katalog Kunstgeschichte (VKK), Bibliotheksdienst 1999, H. 10.

http://www.dbi-berlin.de/dbi_pub/bd_art/bd_99/99_10_03.htm 06.11.01 .

<208>

Virtuelle Fachbibliothek. Sondersammelgebiet Kunstgeschichte

http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/wwwkunst.htm 02.04.02 .

<209>

Heidtmann, Frank; Ulrich, Paul S.: Wie finde ich film- und theaterwissenschaftliche Literatur 2., völlig überarb. Aufl., Berlin Verl. 1988.

<210>

Online Contents im GBV der SSG Anglistik, SSG Vorderer Orient, SSG Niederlande, SSG Technik usw. Allerdings ist die GBV-Fernleihe kein Direktlieferdienst, sondern nur für Leihverkehrsbibliotheken, ähnlich dem Subito-Library Service (Bibliotheken bestellen für Benutzer).

<211>

Film Index International (FII) [Elektronische Ressource] 1CD-ROM. British Film Institute London. Cambridge: Chadwyck-Healey 1998.

<212>

Interviewleitfadenfrage: Welche Dokumententypen suchen Sie öfter?, Sekundärfrage hierzu bezogen sich auf den Unterabschnitt Datenbanken.

<213>

Vgl.: Herdt, Gisela: Informationen der Kommission des DBI für Benutzung und Information. In: Bibliotheksdienst 29, S. 1925-1930, S. 1925.

<214>

Sarnowski, Daniella: 3. Treffen der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Filmbibliotheken. - In: Bibliotheksdienst. 1997, 12, S. 2389 - 2391.

http://www.bibl.hff-potsdam.de/agfilm/agftr3.html 02.08.02

02.08.02

<215>

Nitzsche, Jörg: Inhaltserschließung von medizinischen Internetquellen und Multimediaprodukten. In: nfd 52, 2001, 79-87. S. 82.

<216>

Krause, Jürgen: Integration von Ansätzen neuronaler Netzwerke in die Systemarchitektur von ViBSoz und CARMEN. Hrsg.: Informationszentrum Sozialwissenschaften der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute. IZ-Arbeitsbericht, 21. Bonn 2000.

http://www.gesis.org/Publikationen/Berichte/IZ_Arbeitsberichte/pdf/ab_21.pdf 21.03.02 .

<217>

Ein Softwareprodukt für Thesauri ist SIS-TMS /The Thesaurus Management System by ICS-Forth für Crosskonkordanzen, das bibliothekarisch gerade untersucht wird. Crosskonkordanzen von Thesauri. Bonn IZ Sozialwissenschaften

http://www.bonn.iz-soz.de/research/information/carmen/aghetero/WS200005/nase.pdf 14.01.02 .

<218>

Document Object Identifiers

http://www.doi.org 23.02.02 .

<219>

Ein System dafür ist SFX der Firma ExLibris: Content Sensitive Reference Linking

http://www.sfxit.com/

23.02.02.

<220>

Pollert, Susanne: Film- und Fernseharchive. Bewahrung und Erschließung audiovisueller Quellen in der Bundesrepublik Deutschland. Potsdam: Verl. für Berlin u. Brandenburg, 1996.

<221>

Ein erstes gemeinsames Projekt „Portal Bibliothek, Archiv, Museen (BAM)“ wird von der DFG im Landesarchiv Baden-Württemberg gefördert.

<222>

Film and Television Studies. Internet Resources for Film Studies. Warwick University Film and Television Studies.

http://www.warwick.ac.uk/fac/arts/Film/internet.shtml

01.03.02.

<223>

Eine vollständige Übersicht zu den Genres siehe Umlauf, Konrad: Medienkunde, a.a.O., S. 186-189.

<224>

Ein Beispiel ist an der Hochschulbibliothek der Hochschule für Film und Fernsehen, Potsdam, realisiert worden, bei der aber noch keine standardisierte Erschließung nach Dublin Core betreibt. Eine Liste internet-relevanter Filmschlagwörter findet sich in der alphabetischen Übersicht der Webadressdatenbank der HFF-Hochschulbibliothek.

http://www.bibl.hff-potsdam.de/webadress/user/index.html

14.01.02 (ca. 900 geprüfte Fach-Links).

<225>

Green, David : Beyond Word and Image. Networking Moving Images: More than just the „Movies“. A two-part examination of networking cultural heritage materials.

http://www.dlib.org/dlib/july97/07green.html

. In: D-Lib Magazine

http://www.dlib.org/back.html

Nr. July/August 1997 15.03.02.

<226>

Vgl.: Capelleveen, Remco: Informationen zu Metadaten Dublin Core)

http://www.ub.fu-berlin.de/~rvc/metadata/

[Stand 1997] 11.11.01.

<227>

Vgl.: Das Sondersammelgebiets-Fachinformationsprojekt (SSG-FI) a.a.O., S. 77.

<228>

Das Sondersammelgebiets-Fachinformationsprojekt, a.a.O.

http://www.sub.uni-goettingen.de/ssgfi/projekt/ssgfi.pdf

01.02.02.

<229>

Open Directory Project (dmoz)

http://dmoz.org/about.html

15.01.02.

<230>

La Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF)

http://www.cinema.ucla.edu/fiaf/

14.01.02.

<231>

Open Archives Initiative

http://www.openarchives.org/ 23.11.01.

<232>

My Meta Maker 3.1

http://ins.uni-oldenburg.de/services/mmm/

23.11.01.

<233>

DESIRE Information Gateways Handbook

http://www.desire.org/handbook

23.11.01.

<234>

Das Sondersammelgebiets-Fachinformationsprojekt (SSG-FI), a.a.O., S. 28.

<235>

Film und Fernsehen in Forschung und Lehre: Schriften, Lehrveranstaltungen, Forschungsvorhaben, Tagungen an Universitäten, Hochschulen und Filminstitutionen der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz. Red.: Helga Belach; Helmut Korte. Braunschweig: Stiftung deutsche Kinemathek . 20. 1997.

<236>

Kahle, Brewster: Public Access to Digital Material. In: D-Lib Magazine, October 2002, Vol. 7, Nr. 10

http://www.dlib.org/dlib/october01/kahle/10kahle.html

17.06.02.

<237>

Digitales Video- und Audioarchiv der Universitätsbibliothek Karlsruhe

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/diva/startseite.html

16.01.02.

<238>

DINI Elektronisches Publizieren an Hochschulen, Empfehlungen,

http://www.dini.de

4.12.2001.

<239>

Siehe auch den Kernsatz der Dozenteninterviews „... und jeder macht ein bisschen Forschung“.

<240>

RePEc Research Papers Economics.

http://repec.org

22.03.02.

<241>

Forschungsprojektdatenbank. FORIS- Forschungsinformationssystem Sozialwissenschaften. GESIS Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen. IZ.

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<242>

Cremer, Monika: Multimedia in deutschen Bibliotheken. Aspekte der Zusammenarbeit und Integration. In: Bibliotheksdienst, 2000, H.11, S. 1840-1851.

<243>

z.B. MILESS. Der Multimediale Lehr- und Lernserver Essen.

http://miless.uni-essen.de

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<244>

Venschott, Brigitta: Die virtuelle Fachbibliothek Pharmazie, a.a.O., S. 174.

<245>

Keller, Alice: Elektronische Zeitschriften: Eine Publikationsform mit Zukunft?. In: Wissenschaft online. Elektronisches Publizieren in Bibliothek und Hochschule. Hrsg. Von Beate Tröger. Frankfurt a.M.: Klostermann 2000, S. 259-278, S. 276.

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The Virtual Reference Desk

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<249>

Vgl.: McClennen, Michael; Patricia Memmott: Roles in Digital Reference. In: Information Technology and Libraries 20, 3, 2001, S. 143-148.

http://www.lita.org/ital/2003_mcclennan.html

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<250>

Midendorff, Elke: Computernutzung und Neue Medien im Studium. Ergebnisse der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) durchgeführt von HIS Hochschul-Informationssystem. Hrsg. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bonn 2002, S. 8.

<251>

Kressreport

http://www.kress.de

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<252>

Rösch, Hermann: Wissenschaftsportal-bibliothekarische Konzeption in der Informationsgesellschaft, S. 11.

http://bt2000.univie.ac.at/abstracts/roesch.pdf

30.11.01.

<253>

„Grund für die Zurückhaltung [bei Streaming Video, Anm. d. A.] ist die langsame Internetanbindung der meisten Consumer-PCs .“ Erst mit Breitbandtechnologien kann eine Beschleunigung der Entwicklung auftreten, die der Fernsehqualität ähnelt. (DVB Digital Video Broadcasting) Veni, vidi, kauf. In: Screen Business online H. 4, 2000, S. 40-44, S.40.

<254>

Hofman; Ulrich: Virtuelle Organisationen - Bibliotheken an der Schwelle? In: Bibliotheksdienst, 1996, H. 10, S. 1674-1681.

<255>

A Methology for the Identification of Information Needs of Users. In: IFLA JOURNAL 23, 1979, 1, 41-50, S.41.


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Wed Nov 19 10:20:01 2003