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In die retrospektive Analyse wurden Patienten mit sporadischem kolorektalem Adenokarzinom im UICC Stadium III und IV nach operativer Therapie am Universitätsklinikum Benjamin-Franklin (Freie Universität zu Berlin) zwischen 1989 und 1991 aufgenommen (Grabowski et al., 2000). Alle Patienten im Stadium III wurden einer radikalen Resektion des Primärtumors und regionaler Lymphadenektomie in kurativer Intention unterzogen. Drei Tumore konnten jedoch nur als R1-Resektion exstirpiert werden. Alle Tumore wurden nach Diagnosestellung durch die UICC/TNM-Klassifikation bewertet, so dass das N-Stadium mit N0 bis N3 beziffert ist. Unvollständiges Follow-up (n=7) oder Staging (n=8), das Auftreten eines Zweitkarzinoms postoperativ innerhalb von 3 Jahren nach Diagnosestellung (n=8) oder Tod von Patienten postoperativ innerhalb von 30 Tagen (n=7), führten zum Ausschluss aus dem anfänglich aus 146 Patienten bestehenden Patientenkollektiv (Grabowski et al., 2001). Das hier untersuchte Kollektiv besteht aus 116 Patienten. 59 Patienten befanden sich im Stadium III und 57 im Stadium IV nach den Kriterien der UICC. Für diese Patienten war eine Nachbeobachtung für einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren oder bis zum Sterbedatum vorhanden, welche mit Hilfe eines Fragebogens an Hausärzte und das Einwohnermeldeamt vervollständigt und aus Klinik eigenen Daten der Nachsorgesprechstunde für Tumorpatienten der chirurgischen Poliklinik ergänzt wurde. Die mittlere Beobachtungszeit für das Gesamtkollektiv betrug 42,1 Monate ± 3,9 SEM (SEM: Standardfehler), das mediane Überleben betrug 17 Monate. Die detaillierten klinisch-pathologischen Daten sind in Tabelle 8 zusammengefasst.
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Tabelle 8: Klinisch-pathologische Daten des Patientenkollektivs
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Stadium III |
Stadium IV |
||
|
Patienten |
n |
59 |
57 |
|
Geschlecht |
männlich |
24 (40,7 %) |
31 (54,3 %) |
|
weiblich |
35 (59,3 %) |
26 (45,6 %) |
|
|
Alter (Jahre) |
Durchschnitt |
63,4 |
66,1 |
|
Range |
26-87 |
42-87 |
|
|
Lokalisation |
Kolon |
31 (52,5 %) |
42 (73,7 %) |
|
Rektum |
23 (40,0 %) |
9 (15,8 %) |
|
|
Rektosigmoid |
5 (7,5 %) |
6 (10,5 %) |
|
|
TNM-Klassifikation |
pT1 |
2 (3,3 %) |
1 (1,8 %) |
|
pT2 |
6 (10,1 %) |
2 (3,5 %) |
|
|
pT3 |
39 (66,1 %) |
39 (68,4 %) |
|
|
pT4 |
12 (20,3 %) |
15 (26,3 %) |
|
|
pN0 |
0 (0,0 %) |
13 (22,8 %) |
|
|
pN1 |
41 (69,5 %) |
26 (45,6 %) |
|
|
pN2 |
18 (30,5 %) |
17 (29,8 %) |
|
|
pN3 |
0 (0,0 %) |
1 (1,8 %) |
|
|
Differenzierungsgrad |
G1 |
0 (0,0 %) |
1 (1,8 %) |
|
G2 |
40 (67,8 %) |
37 (64,9 %) |
|
|
G3 |
19 (32,2 %) |
19 (33,3 %) |
|
|
Präoperative Strahlentherapie |
n |
18 (30,5 %) |
4 (7,0 %) |
|
Adjuvante Chemotherapie |
n |
3 (5,1 %) |
0 (0,0 %) |
|
Palliative Chemotherapie |
n |
0 (0,0 %) |
16 (28,1 %) |
In dieser Studie wurde der Expressions- und Mutationsstatus von p53, Bax und p16INK4a in einer großen Patientengruppe mit CRC bestimmt und in Kenntnis der klinisch-pathologischen Daten ausgewertet. Für das Mutationsscreening wurde genomische DNA aus dem Tumorgewebe der Patienten isoliert, welche als Matritze für die durch Polymerasekettenreaktion (PCR) zu amplifizierende Bindungsdomäne des p53-Gens diente. Die amplifizierten Exone 5 - 8 wurden mittels Single Strand Conformation Polymorphism (SSCP)–PCR auf Mutationen untersucht. Für die Expressionsanalyse des [Seite 37↓]Bax- und p16INK4a-Proteins wurde das Tumorgewebe immunhistochemisch gefärbt und anschließend lichtmikroskopsich von zwei Untersuchern ausgewertet. Die gewonnenen Daten wurden mit klinisch-pathologischen Daten korreliert und statistisch analysiert.
Die genomische DNA wurde aus 30 μm dicken Gewebeschnitten von in Formalin fixiertem und in Paraffin eingebettetem Gewebe extrahiert und bei –20 ºC gelagert. Das folgende Protokoll wurde verwendet:
Deparaffinierung des Probenmaterials:
DNA-Extraktion wurde mit dem Invisorb®Spin Tissue Kit durchgeführt:
|
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Die Polymerasekettenreaktion (PCR) ist eine der schnellsten in vitro-Techniken zur gezielten Vervielfältigung von DNA-Abschnitten für weiterführende molekulare Analysen. Mit Hilfe von Oligonukleotidprimern, kurzen einzelsträngigen DNA-Molekülen, die komplementär zu den Enden einer definierten Sequenz der DNA-Matrize (Template) sind, synthetisiert die DNA-Polymerase in Gegenwart von Desoxynukleosidtriphosphaten (dNTP) einen komplementären DNA-Strang entlang der Matrize. Mit Hilfe von DNA-Thermocyclern ist der schnelle Wechsel und die Einstellung unterschiedlicher Temperaturen möglich, die für die DNA-Denaturierung, Primeranlagerung und Extension der komplementären DNA-Stränge notwendig sind.
Die PCR-Primer für die Mutationsanalyse der p53-Bindungsdomäne wurden aus dem Protokoll von Weyrer et. al. für die Exone 5 - 8, die für die DNA-Bindungsdomäne des Proteins kodieren, übernommen (Weyrer et al., 1996). Exon 5, welches aufgrund seiner Größe mit 2 Primerpaaren in 2 PCR-Produkte unterteilt wurde, Exon 6, Exon 7 und Exon 8 wurden amplifiziert. Die Primer sind in Tabelle 9 aufgelistet und haben eine Länge von 18 bis 21 Basenpaaren (bp). Die amplifizierten PCR-Produkte waren 139 bis 199 bp lang und hatten somit eine optimale Länge für die SSCP-Analyse.
Tabelle 9: PCR-Primer für die p53-Mutationsanalyse
|
Exon |
sense-Primer |
antisense-Primer |
|
5 a |
5´-CCA GTT GCT TTA TCT GTT CA-3´ |
5´-TGT GGA ATC AAC CCA CAG-3 |
|
5 b |
5´-CAA CTG GCC AAG ACC TGC-3´ |
5´-AAC CAG CCC TGT CGT CTC T-3´ |
|
6 |
5´-CTC TGA TTC CTC ACT GAT TGC-3´ |
5´-GAG ACC CCA GTT GCA AAC CA-3´ |
|
7 |
5´-TTG CCA CAG GTC TCC CCA A-3´ |
5´-AGG GTG GCA AGT GGC TCC-3´ |
|
8 |
5´-CCT TAC TGC CTC TTG CTT C-3´ |
3´-CGC TTC TTG TCC TGC TTG C-3´ |
Alle Arbeitsschritte der PCR der Bindungsdomäne des p53-Gens sind nach dem bereits etablierten Protokoll von Sturm et al. (Sturm et al., 1999) für die Tumorproben-DNA optimiert worden. Für die Durchführung der PCR-Reaktion wurden 2 μl Aliquots der genomischen DNA eingesetzt und mit 48 μl Reaktionsgemisch in einem Gesamtvolumen von 50 μl zur Reaktion gebracht. Die Konzentrationen der Reagenzien wurde für die [Seite 39↓]Amplifikation der Proben optimiert und sind in Tabelle 10 aufgelistet. Die PCR-Reaktion wurde in einem Thermocycler nach dem Protokoll in Tabelle 11 durchgeführt.
Tabelle 10: PCR-Reagenzien für p53-Mutationsanalyse
|
Reagenzien |
Exon 5a, 6, 7 ,8 |
Exon 5b |
||
|
genomische DNA |
2,0 μl |
2,0 μl | ||
|
PCR-Reaktionspuffer |
5,0 μl |
5,0 μl | ||
|
dNTP (12,5 mM je dNTP) |
0,4 μl |
0,8 μl | ||
|
sense-Primer (50 pM) |
0,5 μl |
1,0 μl | ||
|
antisense-Primer (50 pM) |
0,5 μl |
1,0 μl | ||
|
MgCl2 (1,5 mM) |
3,0 μl |
6,0 μl | ||
|
Taq Polymerase (5 U/μl) |
0,4 μl |
0,4 μl | ||
|
Aqua bidest |
38,2 μl |
38,2 μl | ||
Tabelle 11: PCR-Protokoll für 35 Zyklen
|
Exon |
Initiale Denaturierung |
DNA-Denaturierung |
Primeranlagerung |
Extension |
finale |
|
|
94 ° C |
94 ° C |
AT |
72 ° C |
72 ° C |
|
5 a |
4 min |
30 s |
20 s/ 55 °C |
15 s |
7 min |
|
5 b |
4 min |
30 s |
20 s/ 65 °C |
15 s |
7 min |
|
6 |
4 min |
30 s |
20 s/ 60 °C |
15 s |
7 min |
|
7 |
4 min |
30 s |
20 s/ 58 °C |
20 s |
7 min |
|
8 |
4 min |
30 s |
20 s/ 60 °C |
15 s |
7 min |
Als Screeningverfahren zur Detektion von p53-Mutationen wurde in dieser Studie die Single Strand Conformation Polymorphism (SSCP)-PCR ausgewählt. Die Methode hat sich in verschiedenen Studien als zuverlässiges und informatives Verfahren zur Identifizierung von Mutationen in durch PCR amplifizierten Regionen des Genoms erwiesen. Obwohl die Sensitivität dieser Methode nur bei 80 - 90 % liegt und somit einige Mutationen unerkannt bleiben, ist sie trotzdem aufgrund der Einfachheit und schnellen Durchführbarkeit ein anerkanntes Verfahren zum Screening großer Patientenkollektive (Condie et al., 1993; Orita et al., 1989). Ziel dieser Studie war es, p53-Mutationen in den Tumorproben aufzudecken, um deren prognostische Relevanz zu untersuchen. Durch Optimierung der Elektrophoresebedingungen vor Screeningbeginn und Herstellung von [Seite 40↓]PCR-Fragmenten, die eine Größe von 200 bp nicht überschritten, konnte die Sensitivität der Methode noch gesteigert werden (Hayashi et al., 1993, Condie et al., 1993). Durch diese Vorgehensweise konnte das Patientenkollektiv schnell und effizient auf p53-Mutationen untersucht werden.
Die Methode der SSCP-PCR basiert auf der elektrophoretischen Beweglichkeit von Molekülen innerhalb einer Gelmatrix, die von der Größe, Ladung und Form, welche durch die intramolekulare Basenpaarung, also der Sequenz, bestimmt wird. Der einzelne DNA-Strang ist unter nicht denaturierenden Bedingungen gefaltet. Bei der nicht denaturierenden Polyacrylamidgel-Elektrophorese, können schon geringste Sequenzänderungen Einfluss auf die Konformation des Stranges und somit auch auf die Laufeigenschaften nehmen (Orita et al., 1989). Der Unterschied einer einzigen Base genügt, damit sich zwei Stränge unterschiedlich falten (Newton und Graham, 1994).
Bei der SSCP-PCR werden die zu amplifizierenden DNA-Fragmente durch Hitze denaturiert und in ihre Einzelstränge aufgetrennt. Durch schnelles Abkühlen falten sich die einzelnen DNA-Stränge zurück und nehmen eine sequenzspezifische Konformation ein. Im Vergleich mit Wildtyp-DNA faltet sich der mutierte DNA-Strang aufgrund der veränderten Basensequenz anders und hat dadurch andere Laufeigenschaften in der Elektrophorese. Auf dem mit Silbernitrat (AgNO3) gefärbten Gel erkennt man die veränderten Laufeigenschaften als aberrierende Bande. Nukleinsäuren reagieren dabei mit AgNO3 zu elementarem Silber, das als schwarze Bande sichtbar wird. Durch die Färbung können Nukleinsäuren im Picogrammbereich mit einer Sensitivität von 20-50 μg DNA pro Bande nachgewiesen werden. Die Proben mit aberrierenden Bandenmustern entsprechen Alterationen des p53-Gens.
Alle Arbeitsschritte der SSCP-Analyse wurden unter für die Tumorproben optimierten Bedingungen nach dem Protokoll von Sturm et al. (Sturm et al., 1999) auf einem zehnprozentigen nicht-denaturierenden Polyacrylamidgel durchgeführt. Dafür wurde die Gellösung (Tab. 12) in eine vorbereitete Gelkammer aus zwei 26 x 20 cm Glasplatten gegossen. Nach 90 minütiger Polymerisation wurde das auf einer Folie fixierte Gel in eine Multiphor II™-Elektrophoresekammer platziert und in TBE-Puffer getränkte Filterpapierstreifen aufgebracht. Um optimale Elektrophoresebedingungen zu schaffen, wurde der Vorlauf bei 100 V und 50 mA gestartet.
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Präparation der Proben für die Elektrophorese:
Tabelle 12: nicht-denaturierendes Polyacrylamidgel (10 %)
|
Reagenzien |
Volumen |
|
|
Aqua bidest |
11,0 ml | |
|
TBE-Puffer |
20,0 ml | |
|
Acrylamid-Bisacrylamid-Lösung (29:1) 40% |
5,0 ml | |
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APS 10 % |
125 μl | |
|
TEMED |
25 μl | |
Zur Visualisierung der DNA-Fragmente wurde eine Silberfärbung mit dem
PlusOne™-DNA Silver Staining Kit durchgeführt:
Bei der Untersuchung von Apoptose- und Zellzyklusregulatoren in verschiedenen Ge[Seite 42↓]weben hat sich das Verfahren der immunhistochemischen Färbung bewährt. Mit dem Verfahren steht eine geeignete Screeningmethode zur Verfügung, die sich in der Durchführung als Kosten- und Zeit-günstig sowie in der Aussagekraft als zuverlässig erwiesen hat. Zur Qualifizierung des Bax- und p16INK4a-Status wurde deshalb in dieser Studie die Analyse der Proteinexpression mittels Immunhistochemie gewählt. Die immunhistochemische Färbetechnik mittels Peroxidase konjugiertem Streptavidin und dem Chromophor DAB ist ein etabliertes Verfahren. Dabei wird die Bindung des Primärantikörpers an das Antigen als intensive Braunfärbung erkannt, welche einen guten Kontrast zur HE (Hämatoxylin-Eosin)-Gegenfärbung darstellt. Obwohl die Aussagekraft der immunhistochemischen Analyse von verschiedenen Parametern abhängig ist - von Art und Dauer der Gewebefixation, von der Schichtdicke der Gewebeschnitte, der Spezifität und Sensitivität der Antikörper, der posttranslationalen Modifikation der Proteine sowie der subjektiven Beurteilung der Untersucher – stellt sie eine zuverlässige und effiziente Methode zur Genexpressionsanalyse dar.
Zur Detektion der Bax- und p16INK4a-Proteinexpression wurde die immunhistochemische Färbung mit den monoklonalen Primärantikörpern YTH-2D2 für Bax und G175-405 für p16INK4a durchgeführt. Der primäre, gegen das Zielantigen gerichtete Antikörper wird dabei von einem sekundären mit Biotin konjugierten Antikörper gebunden. Das Vitamin Biotin weist eine hohe Affinität zum Streptavidin-Protein auf, welches in diesem Fall an Peroxidase gekoppelt ist. Durch Zugabe eines chromogenen Substrats (DAB) wird dieses durch die Peroxidase umgesetzt und es entsteht eine Farbreaktion. Die Arbeitsschritte der immunhistochemischen Färbung wurden für die Primärantikörper optimiert und nach dem bereits etablierten Protokoll von Sturm et al. (Sturm et al., 1999) durchgeführt:
Durch immunhistochemische Färbung ist es möglich, die Expression der Proteine Bax und p16INK4a nachzuweisen. Bei positiver Proteinexpression wird eine Färbung des Zytoplasmas (Bax) oder eine Färbung der Zellkerne (p16INK4a) sichtbar. Als interne Kontrolle wurde für beide Antikörper Tumor- und Normalgewebe verwendet, die zur Über[Seite 44↓]prüfung der Antikörperfunktion dienten. Als probeninterne Positivkontrolle der Färbung diente die Anfärbung von infiltrierenden lymphatischen Zellen. Die mikroskopische Auswertung der Immunfärbung wurde quantitativ durchgeführt. Zwei Untersucher beurteilten die gefärbten Schnitte hinsichtlich der Färbequalität und Intensität ohne Kenntnis der klinisch-pathologischen Daten. Für die Auswertung wurden jeweils 4 Gesichtsfelder in 400-facher Vergrößerung untersucht und der Prozentsatz der positiv gefärbten Zellen (0 - 100 %) in jeweils 5%-Schritten und die Färbeintensität (0 - +++ bzw. 0 - 3) beurteilt. Eine Färbeintensität von 0 entspricht einer negativen Proteinexpression von Bax oder p16INK4a, Grad 1 bedeutet niedrige Expression und Grad 2 und 3 entsprechen mäßiger bzw. hoher Expression. Für alle weiteren statistischen Analysen wurde der Färbeindex angewendet, welcher sich aus dem Produkt der positiv gefärbten Zellen und der Färbeintensität errechnet und so eine Spannbreite (Range) von 0 - 300 aufweist. Die Tumorproben zeigen in der immunhistochemischen Analyse des Bax-Proteins eine überwiegend zytoplasmatische und in einigen Fällen auch nukleäre Proteinexpression. In Übereinstimmung mit anderen Autoren und vorangegangenen Analysen (Sturm et al., 1999) wurde nur die zytoplasmatische Färbung ausgewertet. Die Expression von p16INK4a war größtenteils nukleär und zytoplasmatisch. In Anlehnung an Ergebnisse aus vorangegangen Arbeiten (Ruas und Peters, 1998) wurde nur die nukleäre Proteinexpression ausgewertet. Zur Qualitätssicherung wurden zufällig ausgewählte Proben von einem Pathologen beurteilt.
Das kumulative Überleben wurde nach der Kaplan-Meier Methode ab dem Tag der Operation bestimmt. Die Überlebenswahrscheinlichkeiten wurden mit dem Mantel-Cox Log-Rang-Test analysiert. Für Zusammenhänge zwischen kontinuierlichen und kategorialen Variablen wurde der Mann-Whitney U–Test angewendet. Univariate und multivariate Regressionsanalysen wurden mit dem Cox-Regressionsmodell durchgeführt. Die biologischen und pathologischen Variablen wurden als dichotomisierte (kategoriale) Variablen verwendet: T3 und T4 versus T2 und T1, N2 und N3 versus N0 und N1, Grading (G3 versus G1 und G2), Alter (Median als Schwellenwert: > 67 versus ≤ 67), Geschlecht (männlich versus weiblich), Chemotherapie (ja versus nein), Tumorlokalisation (Rektum versus andere), p53 Mutation (ja oder nein), Bax-Expression (hoch versus niedrig), [Seite 45↓]p16INK4a-Expression (hoch versus niedrig) und die p53/Bax-Interaktionsvariable. Für die immunhistochemische Analyse wurde der mediane Färbeindex der Bax-Expression bzw. der p16INK4a-Expression als Schwellenwert, d.h. Werte ≥ medianer Färbeindex wurden als „hohe Expression“ und Werte < medianer Färbeindex als „niedrige Expression“, definiert (Altman et al., 1994). Für die multivariate Regressionsanalyse des Überlebens wurde das Cox-Regressionsmodell angewendet. Die kategorialen Variablen wurden dabei schrittweise vorwärts und rückwärts ausgewählt, abhängig von Änderungen des Likelihood-Quotienten zwischen den verschiedenen Parametern. Als Signifikanzniveau für den β-Fehler wurde p < 0,05 definiert.
|
|
|
Acryl-Bisacrylamid-Lösung 40 %, 29:1 |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Agarose |
Gibco BRL, Paisley, UK |
|
Agarosegel Ladungspuffer |
Sigma, München, D |
|
APS, Ammoniumperoxidisulfat 10 % |
Fluka Bio Chimika, Buchs, CH |
|
Aqua bidest. |
Braun, Melsungen, D |
|
Borsäure |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Blue-Xylene Cyanole Dye Solution |
Sigma, München, D |
|
DAB, Diaminobenzidin |
Pierce, Rockford, USA |
|
Essigsäure |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Ethanol 96 % |
Merck, Darmstadt, D |
|
EDTA, Ethylendiamintetraessigsäure |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Ethidiumbromid 0,5 % |
Sigma, München, D |
|
Formamid |
Sigma, München, D |
|
Hämatoxylin |
Merck, Darmstadt, D |
|
Magnesiumchlorid |
Invitek, Berlin, D |
|
TEMED, N,N,N-Tetramethylethylendiamin |
Fluka Bio Chimika, Buchs, CH |
|
Natriumchlorid |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Natriumacetat |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Natriumhydroxid |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Natriumzitrat |
Roth, Karlsruhe, D |
|
n-Octan |
Sigma, München, D |
|
Reaktionspuffer (10 x NH4, pH 8,8) |
Invitek, Berlin, D |
|
Sea Block®™ |
Pierce, Rockford, USA |
|
Stable Peroxide Substrate Buffer® |
Pierce, Rockford, USA |
|
Streptavidin-Peroxidase |
Dianova, Hamburg, D |
|
Trishydrochlorid |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Trishydroxylaminomethan |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Wasserstoffperoxid |
Merck, Darmstadt, D |
|
Xylol |
Roth, Karlsruhe, D |
|
Zitronensäure |
Roth, Karlsruhe, D |
|
| [Seite 47↓] |
|
EDTA, pH 8,0 |
146,125 |
g/l |
EDTA |
|
SSCP-Ladungspuffer |
90,0 |
% |
Formamid |
|
0,16 |
mM |
Natriumhydroxid |
|
|
0,10 |
mM |
EDTA, pH 8,0 |
|
|
10,00 |
% |
Blue-Xylene Cyanole Dye Solution |
|
|
TAE-Puffer |
40,00 |
mM |
Trishydroxymethylaminomethan |
|
0,05 |
mM |
Eisessig |
|
|
1,00 |
mM |
EDTA, pH 8,0 |
|
|
Aqua bidest. |
|||
|
TBE-Puffer |
89,00 |
mM |
Trishydroxymethylaminomethan |
|
89,00 |
mM |
Borsäure |
|
|
2,00 |
mM |
EDTA, pH 8,0 |
|
|
Aqua bidest. |
|||
|
TBS-Puffer, pH 7,5 |
7,40 |
mM |
Trishyroxymethylaminomethan |
|
43,50 |
mM |
Trishydrochlorid |
|
|
150,00 |
mM |
Natriumchlorid |
|
|
Aqua bidest. |
|||
|
PCR-Reaktionspuffer, pH 8,0 |
2,00 |
mM |
Tris-HCL |
|
10,00 |
mM |
KCl |
|
|
0,01 |
mM |
EDTA |
|
|
0,10 |
mM |
DTT |
|
|
5,00 |
% |
Glycerin |
|
|
0,05 |
% |
Tween 20 |
|
|
0,05 |
% |
Nonidet-P40 |
|
|
Zitratpuffer, pH 6,0 |
0,10 |
M |
Zitronensäure |
|
0,10 |
M |
Natriumcitrat |
|
|
Aqua bidest. |
|
Invisorb® Spin Tissue Kit |
Invitek, Berlin, D |
|
Plus one® DNA Silverstaining Kit |
Amersham Pharmacia Biotech AB, Uppsala, S |
|
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|
dATP, dGTP, dTTP, dCTP |
12,50 |
mM |
Amersham Pharmacia Biotech AB, Uppsala, S |
|
Taq DNA Polymerase |
5,00 |
U/μL |
Invitek, Berlin, D |
Antikörper gegen humanes p16 INK4a -Protein (monoklonales Maus-IgG1), Klon G175-405, (Pharmingen, USA). 0,5 mg/ml auf 1:150 bzw. 0,003 mg/ml in TBS-Puffer verdünnt.
Antikörper gegen humanes Bax-Protein (monoklonales Maus-IgG1), Klon YTH-2D2 (Trevigen, USA). 25 μg/μlauf 1:750 bzw. 0,003 μg/μl in TBS-Puffer verdünnt.
Biotin-SP-conjugated AffiniPure Goat Anti-Mouse IgG und IgM (H+L),polyklonaler Antikörper (Jackson ImmunoResearch, USA). 1,6 mg/ml auf 1:250 bzw. 0,006 mg/ml in TBS-Puffer verdünnt.
Peroxidase-conjugated-Streptavidin (Jackson ImmunoResearch, USA). 1,0 mg/ml, auf 1:500 bzw. 0,02 mg/ml in TBS-Puffer verdünnt.
LoVo, humane Kolonkarzinomzelllinie.
|
Quantity One 4.0.2 |
BioRad |
|
StatView 5.0 |
Apple/Macintosh |
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