Schönemeyer, Annett: Charakterisierung der immunmodulierenden Wirkung eines Cysteinproteasen-Inhibitors der humanpathogenen Filarie Onchocerca volvulus

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Kapitel 2. Ziele der Arbeit

Filarieninfektionen sind durch die lange Persistenz der Erreger in ihren Wirten charakterisiert. Die Immunantwort von infizierten Personen ist dabei im allgemeinen durch eine zelluläre Hyporeaktivität und durch eine Typ 2- und Typ 3 Immunantwort gekennzeichnet. Dies bedeutet, daß Filarien über Mechanismen verfügen, die diese hyporeaktive immunologische Reaktionslage des Wirtes hervorrufen. Studien von Elkalifa et al. (1991) und Allen et al. (1998) haben gezeigt, daß E/S-Produkte der Filarien an der Entwicklung einer zellulären Hyporeaktivität beteiligt sind. Bislang sind jedoch einzelne Komponenten der E/S-Produkte nur wenig charakterisiert und auch Mechanismen sind weitgehend unbekannt. Studien mit einem sezernierten Cysteinproteasen-Inhibitor der Nagetierfilarie A. viteae, haben gezeigt, daß dieser die Proliferation von Mausmilzzellen inhibiert und die IL-10 Produktion hochreguliert (Hartmann et al. 1997).

Ziel dieser Arbeit war es, vergleichend zum Tiermodell, das immunmodulierende Potential eines Cysteinproteasen-Inhibitors der humanpathogenen Filarie O. volvulus zu untersuchen. Neben der Charakterisierung der immunmodulierenden Eigenschaften des Inhibitors, sollten die Studien darüber hinaus zeigen, ob die Inhibition der Aktivität einer Wirtscysteinprotease an diesem Prozeß beteiligt ist.


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Fri Jun 8 15:42:14 2001