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1  Einleitung

1.1 Definition kutaner Lymphome und des Sézary Syndroms

1.1.1 Definition kutaner Lymphome

Kutane T-Zell Lymphome sind Neoplasien des Immunsystems, charakterisiert durch eine klonale Expansion von T-Lymphozyten in der Haut (Willemze et al. 1997, Fritsch 1998, Dummer et al. 2001). Sie sind mit 65% der kutanen Lymphome die häufigsten Lymphome der Haut und haben eine Inzidenz von 0,5 bis 1/100000 pro Jahr (Burg et al. 1994, Willemze et al. 1997). Kutane T-Zell Lymphome unterscheiden sich in klinischen und histologischen Merkmalen, dem klinischen Verhalten und der Prognose von primär nodalen Lymphomen, welche die Haut sekundär befallen haben (Willemze et al. 1997, Willemze und Meijer 1999). Diesem Unterschied werden neuere Klassifikationen wie die EORTC-Klassifikation primär kutaner Lymphome und die WHO-Klassifikation gerecht (Harris et al. 1994, Willemze et al. 1997, Jaffe et al. 1999). Die EORTC-Klassifikation beinhaltet nur primär kutane Lymphome. Es werden primär kutane T-Zell Lymphome von primär kutanen B-Zell Lymphomen unterschieden. Ein kutanes T-Zell Lymphom ist definiert als ein Non-Hodgkin Lymphom der Haut, bei dem zum Zeitpunkt der Diagnosestellung und für die folgenden sechs Monate keine extrakutane Manifestation nachgewiesen werden kann. Eine Sonderstellung nehmen die Mycosis Fungoides und das Sézary Syndrom ein, da diese bereits bei Diagnosestellung eine Lymphknoten- bzw. Blutbeteiligung zeigen können (Willemze et al. 1997).

Ein Vergleich der Klassifikation von WHO und EORTC ist in der Tabelle 1 aufgeführt. Die Tabelle beinhaltet nur die Entitäten, die mit einer Entartung von T-Zellen/ NK-Zellen assoziiert sind. In der Klassifikation der EORTC werden die Mycosis Fungoides und das Sézary Syndrom als zwei unterschiedliche Erkrankungen gewertet, und die Mycosis Fungoides in drei Subtypen unterschieden. Hingegen wird in der WHO-Klassifikation von Mycosis Fungoides/ Sézary Syndrom gesprochen (Fink-Puches et al. 2002).


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Tab. 1: Vergleich der Klassifikation der EORTC und der WHO

EORTC – Klassifikation

WHO – Klassifikation

Mycosis fungoides

Mycosis fungoides assoziiert mit Mucinosis follicularis

Pagetoide Retikulose

Mycosis fungoides/ Sézary Syndrom

Sézary Syndrom

Sézary Syndrom

Lymphomatoide Papulose

------------------------------------------------------

Großzelliges CD30 + CTCL

Anaplastisches großzelliges Lymphom, primär kutaner Typ

CTCL, pleomorph, klein / mittelgroßzellig

-------------------------------------------------------

Großzelliges CD30- CTCL

peripheres T-Zell Lymphom, nicht anders charakterisiert

-------------------------------------------------------

NK/T-Zell Lymphom

Subkutanes Panniculitis-like T-Zell Lymphom

Subkutanes Panniculitis-like T-Zell Lymphom

nach (Fink-Puches et al. 2002)

1.1.2 Das Sézary Syndrom

Das klinische Bild einer Mycosis fungoides wurde 1806 in einer Fallbeschreibung von Alibert erstmalig geschildert. Im Jahre 1892 erfolgte die Beschreibung der Erythrodermie-Variante (Bsnier und Hallopeau 1892). Die uns heute als Sézary Syndrom bekannte Krankheit wurde 1938 von Sézary und Bouvrain beschrieben. Sie stellten die klinischen Merkmale einer Erythrodermie, eines heftigen Pruritus, einer Lymphadenopathie und mononukleärer Zellen mit abnormal geschlungenen Zellkernen fest (Sézary und Bouvrain 1938). Taswell und Winkelmann gaben dieser Entität den Namen Sézary Syndrom (Taswell und Winkelmann 1961). Die Elektronenmikroskopie ermöglichte es Lutzner und Jordan, 1968 in den Tumorzellen einen hochgradig verschlungenen Kern nachzuweisen (Lutzner und Jordan 1968). Immunologische Beobachtungen in den siebziger Jahren identifizierten das Sézary Syndrom als ein Malignom der T-Zellen und Edelson schlug 1975 als erster vor, die Mycosis fungoides, das Sézary Syndrom und verwandte Entitäten unter dem Oberbegriff kutane T-Zell Lymphome zusammenzufassen (Edelson 1980).

Heute ist das Sézary Syndrom definiert als ein kutanes T-Zell Lymphom mit den klinischen Zeichen einer Erythrodermie (homme rouge), Lymphadenopathie und leukämischer Aussaat von Lymphozyten, mit einem cerebriformen Nukleus (Lutzner Zellen, Sézary-Zellen) (Dummer et al. 1994, Isaacson und Norton 1994, Willemze et al. 1997, Fritsch 1998). Als weitere wichtige Kriterien gelten heute eine Sézary-Zellzahl von >1000/µl, eine CD4/CD8 Ratio größer als zehn und ein Klonalitätsnachweis in der im Blut zirkulierenden Population der T-Lymphozyten (Fritsch 1998, Scarisbrick et al. 2001, Vonderheid et al. 2001).

Die Inzidenz wird von Bernengo et al. mit 0,56 pro eine Million Einwohner angegeben. Das Manifestationsalter liegt in der sechsten bis siebenten Lebensdekade (Bernengo et al. 1998).


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1.2  Pathogenese

Die Ätiologie und die Pathogenese des Sézary Syndroms sind noch nicht vollständig verstanden. Es wird angenommen, dass eine Reihe von Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit haben. Diese können folgenden drei Gruppen zugeordnet werden: 1) genetische Faktoren inklusive chromosomale Abnormalitäten, 2) Umwelteinflüsse und infektiöse Faktoren und 3) immunologische Faktoren.

Genetische Analysen zeigten eine Assoziation mit HLA-DR5 und HLA-DQB1*0. Eine familiäre Häufung ist ebenfalls in der Diskussion (Dummer et al. 2000).

Die Chromosomenanalyse von Zellen aus CTCL ergab eine Vielzahl struktureller und numerischer Veränderungen. Jedoch konnte keine konsistente Pathologie identifiziert werden. Die Beobachtungen zeigten dabei eine gesteigerte Zahl von Aberrationen auf den Chromosomen 3, 6, 8, 9, 11, 13 und 17. Auf all diesen Chromosomen wird das Vorhandensein von Onkogenen und/ oder Tumorsuppressorgenen diskutiert bzw. konnte deren Existenz nachgewiesen werden. Eine Inaktivierung des Gen p53, einem Tumorsuppressorgen, ist die verbreiteste Abnormalität humaner Malignome und konnte beim Sézary Syndrom ebenfalls nachgewiesen werden. Eine weitere Veränderung betrifft die Tumorsuppressorgene p15 und p16. Veränderungen an diesen, auf dem Chromosom 9q21 lokalisierten Genen, wurden in 75% der Fälle mit Sézary Syndrom gezeigt (Whittaker 2001).

Immer wieder wurde der Einfluss von Umweltreizen/ -noxen in der Entstehung von CTCL diskutiert. Es konnte jedoch kein erhöhte Inzidenz kutaner T-Zell Lymphome bei Exposition gegenüber industriellen Noxen gezeigt werden. Auch der Verdacht einer atopischen Diathese bei Patienten mit CTCL kann nicht aufrecht erhalten werden (Edelson 1980, Wieselthier et al. 1990).

Als pathogenetische Faktoren von CTCL sind virale Infektionen untersucht worden. Der Zusammenhang zwischen der Entstehung eines CTCL und der Infektion mit dem HTL-Virus Typ 1 musste jedoch bisher ausgeschlossen werden. Kontrovers diskutiert wird eine Infektion mit EBV (Dummer et al. 2000).

Die Immunologie kutaner Lymphome geht einher mit einer dysregulierten Synthese von Zytokinen. Normalerweise existiert eine Ausgewogenheit zwischen T-Lymphozyten mit TH-1-Profil und TH-2-Profil. Erreicht wird dieses Gleichgewicht durch den wechselseitigen Einfluss der sezernierten Zytokine.

Beim Sézary Syndrom wird eine Verschiebung des Zytokinmusters von TH-1, IL-2 und INF-γ dominiert, hin zu einem TH-2-Profil, welches durch die Dominanz von IL-5 und IL-10 gekennzeichnet ist, beobachtet (Lee et al. 1999, Dummer et al. 2001). Da die Tumorzellen ein TH-[Seite 10↓]2-Muster an Zytokinen sezernieren, wird die TH-1-Population der T-Lymphozyten gehemmt und es erfolgt mit dem Voranschreiten der Krankheit eine Abnahme der INF-γ produzierenden Zellen. Desweiteren wird ein Defekt in der Signaltransduktion nach INF-γ Stimulation in den Tumorzellen des Sézary Syndrom vermutet. Daraus resultiert eine „Resistenz“ der Tumorzellen gegenüber INF-γ. Diese Konstellation erklärt die Symptomatik des Sézary Syndroms und darüber hinaus möglicherweise die reduzierte Typ IV Allergiereaktion, die Eosinophilie und das erhöhte Risiko für weitere Malignome (Lee et al. 1999, Dummer et al. 2000, Dummer et al. 2001).

Immunologisch markant ist auch eine variable Expression von T-Zell Oberflächenantigenen. Die klonal expandierten T-Lymphozyten im Sézary Syndrom weisen den Verlust von Oberflächenmolekülen auf. Beachtung hat hier vor allem der Verlust des CD7 und des CD26 gefunden.

Der Verlust des CD7-Antigen geht einher mit dem Anstieg von CD60 und CD45RO, also einer Expansion von Gedächtnis-Zellen. Es kommt weiterhin zu einer Expansion von CD26- und CD45RA- Zellen. Skin-Homing-Antigene wie das Integrin VLA4 (= CD49d) werden weniger exprimiert (Scala et al. 1999).

Für den Epidermotropismus werden eine Reihe von Zytokinen verantwortlich gemacht, so das IP-10, IL-1, IL-7, IL-15 und IL-16. Dabei wird dem IP-10 und dem IL-15, zwei von Keratinozyten synthetisierten und sezernierten Proteinen, eine chemotaktische Wirkung auf CD4+ T-Lymphozyten zugeschrieben. Das IL-15 hat zusätzlich den Effekt, die Transkription von bcl-2 zu erhöhen. Dies führt zu einer verminderten Apoptoserate in den Tumorzellpopulationen (Dummer et al. 2000).

Dummer et al. haben ein zusammenfassendes Model zur Lymphomgenese entwickelt. Darin wird eine latente Phase beschrieben, gefolgt von einer frühen CTCL-Phase bis zum Vollbild eines CTCL. In der latenten Phase wird eine chronische Stimulation der T-Lymphozyten vermutet, eventuell im Zusammenhang mit einem persistierenden Superantigen. Desweiteren wirken auf die T-Lymphozyten die der Epidermis entstammenden Viabilitätsfaktoren IL-15 und IP-10. Die Lymphozyten zeigen eine geringe Proliferationsrate und exprimieren überwiegend einen Gedächtniszell-Phänotyp. Unter dem Einfluss bzw. durch den Ausfall der Zellzyklusregulatoren (p53, p15, p16 und bcl-2) kommt es zu einer gestörten Apoptose und dem frühen Stadium des CTCL. Die T-Lymphozyten synthetisieren jetzt TH-2-Profil Zytokine und zeigen eine INF-γ Resistenz. Der Einfluss der Transkriptionsfaktoren (stats) und Onkogene (ras, c-myc) führt zum fortgeschrittenen Stadium des Lymphoms. Hier zeigen die Lymphozyten eine erhöhte Proliferationsrate. Der Wechsel zwischen den Stadien geht einher mit einer zunehmenden Immunosuppression (Dummer et al. 2001).


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1.3  Klinik und Paraklinik des Sézary Syndroms

Die Klinik des Sézary Syndroms ist gekennzeichnet durch eine Erythrodermie, eine Lymphadenopathie und Pruritus. Dieser Pruritus kann von den Patienten als mild, ca. 22%, moderat, 56%, bis stark, 21%, empfunden werden.

Die Paraklinik des Sézary Syndroms ist geprägt durch eine hämatologische Aussaat des Tumors, eine erhöhte Sézary-Zellzahl im Blut und eine zugunsten der CD4+ Zellen verschobene CD4/CD8 Ratio (Wieselthier et al. 1990, Bernengo et al. 1998).

Scarisbrick et al. entwickelten in Anlehnung an die EORTC und die ISCL ein hämatologisches Staging-System für Patienten mit CTCL und Erythrodermie. Dieses beinhaltet fünf hämatologische Stadien H0 bis H4. Die Kriterien sind in der Tabelle 2 dargestellt (Scarisbrick et al. 2001). Patienten mit Sézary Syndrom können den Stadien H2 bis H4 zugeordnet werden (Russel-Jones und Whittaker 2000).

Tab. 2: Stadien der hämatologischen Beteiligung beim Sézary Syndrom

hämatologisches Stadium

PCR Analyse des TCR-Gen

Anzahl der Sézary-Zellen in %

Absolute Sézary-Zellzahl x109 Zellen pro l

H0

polyklonal

0

0

H1

Klonal

< 5

0

H2

Klonal

> 5

< 1

H3

Klonal

> 5

1 – 10

H4

Klonal

> 5

> 10

(Scarisbrick et al. 2001)

Zusätzlich zur klassischen Trias, Erythrodermie, leukämische Aussaat und Lymphadenopathie, können bei Patienten mit Sézary Syndrom weitere Effloreszenzen auftreten. Zu diesen zählen palmoplantare Hyperkeratosen in 72,6%, Onychodystrophie in 66,1% und eine Facies leonina bei 12,9% der Patienten. Fälle mit einer sekundären Infektion durch Herpes simplex Viren Typ 1(eventuell auch 2) sind beschrieben worden (Bernengo et al. 1998). Lichenifikationen mit Bildung sehr schmerzhafter Fissuren und Ödeme wurden ebenfalls beobachtet.

Zu weiteren klinischen Symptomen des Sézary Syndroms gehört ein Ektropium bei 51,6% und eine Hepatosplenomegalie bei 33% der Patienten (Bernengo et al. 1998).

Eine Progression von klassischer Mycosis fungoides zu Sézary Syndrom sei möglich (Bernengo et al. 1998). Es wird angegeben, dass ca. 15% der Patienten mit MF ein Sézary Syndrom entwickeln (Kukel et al. 1994).


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1.4  Diagnostik des Sézary Syndroms

Unter Umständen kann es für den behandelnden Arzt schwierig sein, ein Sézary Syndrom zu diagnostizieren. Die Erythrodermie, ein Hauptmerkmal des Sézary Syndroms, wird auch von anderen Krankheiten als Symptom gezeigt. Ursache für eine benigne Erythrodermie kann ein Arzneimittelexanthem, eine Psoriasis, eine atopische Dermatitis, die Pityriasis rubra pilaris, eine generalisierte idiopathische Erythrodermie (Red man syndrome) aber auch eine paraneoplastische Reaktion auf einen extrakutanen Tumor sein. Erschwerend kommt hinzu, dass kein klinisches Symptom pathogonomisch für das Sézary Syndrom ist. Deshalb ist neben der klinischen Untersuchung eine histopathologische, immunologische und molekularbiologische Untersuchung notwendig um die Diagnose eines Sézary Syndroms zu sichern (Wieselthier et al. 1990).

1.4.1 Histopathologie

Die histopathologische Untersuchung umfasst die Beurteilung von Hautbioptaten und Blutausstrichen.

Das Vorhandensein von Lymphozyten mit cerebriformen Nukleus im Blut ist für das Sézary Syndrom typisch (Lutzner und Jordan 1968, Edelson und Lutzner 1974, Meyer et al. 1977). Im Elektronenmikroskop imponieren diese Zellen mit einer hohen Kern/ Zytoplasma Ratio, tiefen Einziehungen des Nukleus, einem verdichteten Chromatin und wenigen Organellen an der Membran und im Zytoplasma (Lutzner und Jordan 1968, Meyer et al. 1977).

Präparate aus der Haut von Sézary Syndrom Patienten zeigen in der Hämatoxylin-Eosin Färbung Infiltrate mit atypischen Lymphozyten. Diese Lymphozyten haben einen cerebriformen Nukleus und bilden ein dichtes, bandähnliches Infiltrat in der Dermis. Darüber hinaus gruppieren sich diese atypischen Zellen in der Epidermis zu so genannten Pautrier’schen Mikroabszessen. Diese sind hilfreich zur Diagnosesicherung, jedoch kein Beweis für das Vorliegen eines Sézary Syndroms, da andere Erkrankungen der Haut, z.B. das Merkelzellkarzinom, ähnliche histologische Phänomene zeigen können (Buechner und Winkelmann 1983, Wieselthier et al. 1990).

1.4.2 Zytogenetik

Eine zytogenetische Untersuchung kann im Einzelfall hilfreich sein, es hat sich jedoch noch keine zytogenetische Abnormalität als konsistent herausgestellt (Willemze et al. 1997). Ansätze einer solchen Herangehensweise zeigten Johnson et al.. Sie konnten bei fünf von 17 Patienten einen abnormalen chromosomalen Klon nachweisen und in sechs weiteren zwölf sporadische, strukturelle DNA Abnormalitäten (Johnson et al. 1985). Scarisbrick et al. zeigten, dass in 37% [Seite 13↓]der Patienten mit Sézary Syndrom Verlust auf dem Chromosom 9p21 stattfand. Darüber hinaus fanden sie Veränderungen in den Genen P15 und P16 bei 63% der Patienten mit der Diagnose Mycosis fungoides bzw. Sézary Syndrom (Scarisbrick et al. 2002). In anderen Beobachtungen wurde ein Verlust der Heterozygotie auf den Chromosomen 9q(46% der Fälle), 17q(42%), 2q(12%), 10q(12%) und 6q(7%) bei Patienten mit Sézary Syndrom festgestellt (Scarisbrick et al. 2001a).

1.4.3 Immunophänotypisierung und Durchflußzytometrie

1.4.3.1 Zellsortierverfahren und Flowzytometrie

Das Ziel von Zellsortierverfahren ist es, aus Zellgemischen bestimmte Zellen für weitere Untersuchungen zu isolieren. Für die Zelltrennung müssen zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Zum einen müssen die Zellen als Einzelzellsuspension vorliegen. Zum anderen werden Unterscheidungsmerkmale für die aufzutrennenden Zellpopulationen benötigt. Eigenschaften, die zur Trennung von Zellen genutzt werden, lassen sich in physikalische (Zellgröße, Zellvolumen, Zelldichte, Lichtstreuung und –absorption), biochemisch-zellbiologische (DNA-Gehalt, Ionenkonzentration, Enzyme) und immunologische (spezifische Oberflächenproteine) Parameter unterteilen. Zu den am häufigsten genutzten Techniken gehören das Filtrieren, die Dichtezentrifugation, die Elektrophorese, die Lyse, die magnetische Zellsortierung und die Fluoreszenz-aktivierte Zellsortierung. Das Filtrieren erfolgt über Nylongaze mit genau definierter Maschenweite, z.B. 50µm und wird genutzt, um störende Zellaggregate zu entfernen.

Grundlage der Dichtezentrifugation ist das Stoke'sche Gesetz. Durch Zentrifugation werden Zellen entsprechend ihrer Größe und/ oder Dichte und damit nach ihrer Sedimentationsgeschwindigkeit getrennt. Der Ficollpaque-Gradient ist ein häufig verwendetes Verfahren zur Separation von Leukozyten (PBMC) von den Erythrozyten. Zu den magnetischen Zellsortierverfahren gehört das magnetic bead cell sorting, MACS-Verfahren. Dabei werden superparamagnetische Partikel mit monoklonalen Antikörpern konjugiert. Diese können dann entweder direkt an die Zellen binden oder indirekt über anti-Antikörper-Magnetpartikel die Zellen markieren. Die Zellsuspension wird über eine Stahlwollsäule gegeben, die sich in einem sehr starken Magnetfeld befindet. Die markierten Zellen bleiben an der Stahlwolle hängen, die unmarkierten passieren das Magnetfeld. Durch Entfernen der Säule aus dem Magnetfeld und Spülen der Säule erhält man die markierten Zellen. Dieses Verfahren eignet sich besonders zum Anreichern und zur Depletion von Zellpopulationen.

Die Fluoreszenz-aktivierte Zellsortierung erfolgt mit Hilfe von Durchflußzytometern. Die Zellsuspension mit Zellen, die durch Fluorochrom-konjugierte Antikörper gefärbt sind, wird [Seite 14↓]aus einem Probenröhrchen in das Gerät transportiert. Die Zellen werden dann an einem Laserstrahl vorbeigeleitet. Dort wird zum einen der an den Antikörpern befindliche Farbstoff angeregt, zum anderen entsteht aufgrund der Granularität der Zellen ein Streulicht und es wird Licht aufgrund der Größe der Zellen absorbiert. Der Farbstoff emittiert Licht einer bestimmten Wellenlänge. Auf diese Art entstehen mehrere Signale, durch die die Zelle definiert wird. Mit Hilfe spezieller Software lassen sich die Zellen nach gewünschten Parametern, wie Größe, Granularität oder Oberflächenantigenen, auswerten. Einen Schritt weiter geht die Separation von Zellpopulationen mit Hilfe eines Durchflußzytometers. Hierbei werden mit Hilfe der Steuerungssoftware festgelegte Zellpopulationen nach ihren Eigenschaften sortiert.

1.4.3.2 T-Zell Phänotyp in den verschiedenen Entwicklungsstadien von T-Zellen

Die T-Lymphozyten entwickeln sich aus pluripotenten Stammzellen des Knochenmarks. Zu Beginn der Entwicklung ist ihr Markermolekül das CD34. Diese Vorläuferzellen entwickeln sich weiter zu Prä-Thymozyten, Marker sind jetzt CD34 und das Enzym TdT (terminale Desoxyribonukleotransferase). Bereits hier findet ein Rearrangement der γ-Kette des TCR statt. Nach Einwanderung der Zellen in den Thymus, werden sie frühe Thymozyten genannt, sie sind dann positiv für CD2, CD7 und noch negativ für CD4 und CD8. Es kommt zum Rearrangement der TCR-α und -β. Die Weiterentwicklung zum reifen Thymozyten geht einher mit der Expression von CD1, CD2, CD3, CD4, CD5, CD7 und CD8. Es differenzieren sich zwei Populationen, eine dominierend TCR-αβ exprimierende und eine TCR-γδ positive. Im Thymus kommt es zur Positiv-Selektion immunkompetenter Zellen. Nach Abschluss der Reifung lassen sich im Blut bzw. den Lymphknoten drei dominante T-Lymphozyten-Populationen, die positiv für die Pan-T-Zell Marker CD2, CD3, CD5, CD7 sind und den TCR-αβ exprimieren, nachweisen: CD8+ zytotoxische T-Zellen, CD4+ CD45RA+ naive T-Zellen und CD4+ CD29+ CD45RO+ Memory-T-Zellen (Ostendorf und Seeber 1997).

Untersuchungen von Ginaldi et al. zeigten, dass der Anteil der CD3+CD7+ Zellen an den Lymphozyten im Blut Gesunder bei 62,25% liegt. Die Population der CD3+CD7- Lymphozyten entsprach einem Anteil von 8,47%. Die CD3+CD7+CD56+ NK (Natürliche Killer-) Zellen haben einen Anteil von 9,95% der Lymphozyten. Die übrigen Anteile entfallen auf CD3- B-Lymphozyten (Ginaldi et al. 1996).

1.4.3.3 Immunophänotyp des Sézary Syndroms

Die besondere Morphologie der Sézary-Zellen im Elektronenmikroskop gab Anlass zur Frage, ob nicht die Oberfläche der Tumorzellen ebenfalls Besonderheiten aufweist. Diesen Fragen widmeten sich schon früh Haynes et al. (Haynes et al. 1981).Diese Untersuchungen und [Seite 15↓]Versuche anderer Arbeitsgruppen zeigten folgenden Immunophänotyp der Zellen beim Sézary Syndrom: es besteht eine erhöhte CD4/CD8 Ratio, wobei die Zahl der CD8+ Zellen nicht erhöht ist. Die Tumorzellen weisen einen T-Helfer-Phänotyp auf, der durch CD2+,CD3+CD4+,CD5+,CD8-,CD25-,CD29+ und CD45R0+ Zellen gekennzeichnet ist (Bogen et al. 1996, Bernengo et al. 1998, Scala et al. 1999, Bernengo et al. 2001). Sterry et al. beschrieben darüber hinaus die Tumorzellen als CD45RA- T-Helfer Zellen (Sterry und Mielke 1989).

Um die Tumorzellen besser zu charakterisieren, wurden viele Oberflächenantigene von T-Zellen auch auf Sézary-Zellen untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass eine bimodale Expression von CD3 und CD4 auf T-Lymphozyten beim Sézary Syndrom möglich ist. Bimodal bedeutet eine geringere Expression von Oberflächenantigenen und damit eine geringere Dichte der Antigene auf der Zelloberfläche. Diese Populationen werden als dim und bright bezeichnet (Bogen et al. 1996, Scala et al. 1999, Jones et al. 2001). Die verminderte Expression bis hin zum Verlust des Oberflächenmoleküls CD7 ist als Charakteristikum des Sézary Syndroms beschrieben worden (Bogen et al. 1996, Bernengo et al. 1998). Der Verlust von Pan-T-Zellmarkern wie CD2, CD3 und CD5 wird ebenfalls als charakteristisch für Sézary-Zellen beschrieben (Harmon et al. 1996). Der Anteil der CD4+CD7- variiert dabei von 5%-95% (Bernengo et al. 1998, Dummer et al. 1999). Andere Autoren beschreiben Sézary-Zellen als überwiegend CD7-, wobei auch CD7+ Sézary-Zellen vorhanden sein können (Bogen et al. 1996). Mit dem Voranschreiten der Erkrankung nimmt der Anteil der CD7- Zellen zu (Jakob et al. 1996, Laetsch et al. 2000). Dabei kommt es zu einem vermehrten Auftreten von CD7- Zellen, nicht jedoch von CD7+(Vonderheid et al. 2001). Die beschriebene Zunahme der Ratio CD4/CD8 wird durch die Expansion der CD4+CD7- Zellen erklärt (Scala et al. 1999). Von Reinhold et al. wurde gezeigt, dass CD7- Zellen im Sézary Syndrom einen zerebriformen Kern haben, im Blut gesunder weisen CD7- Zellen hingegen einen normalen Kern auf (Reinhold et al. 1993). Es ist beschrieben, dass der T-Zell-Klon mit dem Verlust von CD7 assoziiert ist, wobei auch CD7+ Klonalität beschrieben wurde. Die Problematik des Klonalitätnachweises in den CD4+CD7+ bzw. CD4+CD7- T-Zell Populationen ist noch nicht gelöst worden. Die Schwierigkeit liegt in der eindeutigen Identifizierung der Tumorzellen. Rappl et al. gingen davon aus, das alle T-Zellen, mit identischer Vβ-Expression in der FACS-Analyse zu ein und dem selben Klon gehören. Sie fanden daraufhin heraus, dass CD3+ Zellen mit identischem Vβ (72-96% der Gesamtpopulation) zu 98% kein CD7 exprimieren (Rappl et al. 2001).

Die Zunahme der CD7- T-Zell Population beim Sézary Syndrom geht einher mit der Expansion von CD15+, CD26- und CD45- T-Lymphozyten (Scala et al. 1999, Rappl et al. 2001).

Dieser Verlust des CD26, einem Aktivierungsmarker für T-Lymphozyten, stellt ebenfalls ein [Seite 16↓]wichtiges Phänomen im Blut von Patienten mit Sézary Syndrom dar. Die CD26 Negativität stellt einen konstanten Marker für Sézary-Zellen dar. Darüber hinaus wurden die Zellen mit zerebriformen Nukleus als CD26- beschrieben (Bernengo et al. 2001). Eine signifikante positive Korrelation mit dem Stadium der Erkrankung konnte gezeigt werden, je höher der Anteil der CD26-, desto ausgeprägter war die hämatologische Beteiligung (Novelli et al. 1995). Der Anteil der CD4+CD26- Zellen wird im Durchschnitt mit 80% angegeben, wobei ein Anteil von über 30% CD26- schon als sicheres Indiz für ein Sézary Syndrom angesehen werden kann (Bernengo et al. 2001). Rappl et al. zeigten, dass in einem phänotypischen Vβ-Klon von CD3+ Zellen zwischen 96 und 98% der Zellen CD26- sind (Rappl et al. 2001).

Kombinierte Untersuchungen von CD7 und CD26 ergaben, das Sézary-Zellen CD4+CD26-CD7- und CD4+CD26-CD7+ sein können (Novelli et al. 1995).

Die Beurteilung der o.g. Daten ist jedoch problematisch, da eine saubere Trennung der CD7+/ CD7- und CD26+/ CD26- in der FACS-Analyse nicht möglich ist. Diese Populationen bilden ein s.g. straight line staining pattern, was auf einen allmählichen Verlust bzw. kontinuierliche Reduktion der Expression dieser Antigene hinweist (Jakob et al. 1996, Vonderheid et al. 2001). Die Detektion neoplastischer Zellen mit Hilfe der Flowzytometrie ist ebenfalls problematisch, da kein sicherer Klonalitätsnachweis möglich ist (Jones et al. 2001). Aus diesen Gründen eignet sich die alleinige Flowzytometrie nicht für den Tumornachweis, stellt jedoch eine gute Methode für Verlaufs- und Therapiekontrollen dar (Jakob et al. 1996).

1.4.3.4 Das Oberflächenantigen CD7

Das Oberflächenmolekül CD7 ist ein 40kDa schweres, single-chain-Immunglobulin-superfamily Molekül auf T-Lymphozyten und Natürlichen Killerzellen (NK). CD7 ist ein frühes Antigen in der T-Zell Entwicklung (Sempowski et al. 1999). Die Oberflächendichte des Moleküls ist am Anfang der Entwicklung der T-Zellen am höchsten, in späteren Stadien nimmt die Dichte des Moleküls auf der Zelloberfläche ab (Ginaldi et al. 1996).

Positiv für CD4 und negativ für CD7 zu sein, sind stabile Eigenschaften von zirkulierenden T-Zellen. CD7+ und CD7- T-Lymphozyten stellen Subpopulationen von T-Lymphozyten dar und spiegeln einen natürlichen Differenzierungsweg in der Immunantwort wieder (Reinhold et al. 1996). Interessanterweise finden sich im Nabelschnurblut keine CD7- T-Zellen. Jedoch kommt es im Alter zu einem Anstieg von CD7- T-Lymphozyten, sowohl prozentual als auch absolut, so dass diese bis zu 14% der CD3+ Zellen ausmachen können (Kukel et al. 1994). Im Blut eines Erwachsenen sind im Durchschnitt 9% ± 3,4% der Lymphozyten CD3+CD7-. Die Mehrheit der CD7- Zellen exprimiert, wie die CD7+ Zellpopulation auch, einen TCR mit α und β Kette und ist außerdem CD4+(Reinhold et al. 1993). Desweiteren findet sich bei den CD7- Lymphozyten noch folgende Oberflächenantigenkonstellationen: CD3+CD4+CD45Ro+ oder CD45RA+(Kukel et al. 1994). Die erhöhte Expression des Antigens CLA auf den CD7- Zellen [Seite 17↓]wird dafür verantwortlich gemacht, dass man diese Zellen vermehrt in der Haut findet. Dies zeigt sich schon in gesunder Haut, wesentlich eindeutiger jedoch in chronisch entzündlichen Prozessen der Haut. Dort können sie 15-60% der CD4+ Zellen ausmachen (Reinhold et al. 1996, Liu et al. 2000, Rappl et al. 2001).

Die Funktion des CD7 Antigen wird noch diskutiert. Chan et al. zeigten, dass über das CD7 Molekül extrazelluläre Signale zu einer intrazellulären Antwort führen. Eine Antwort stellt die Aktivierung einer Tyrosinkinase dar. Über diese Tyrosinkinase-Aktivität wird die β-Integrin vermittelte Zelladhäsion positiv beeinflusst. Diese Integrin vermittelte Adhäsion konnte nach Stimulierung mit monoklonalen Anti-CD7-Antikörpern gezeigt werden (Chan et al. 1994). Lazarovits et al. äußerten des weiteren die These, dass diese Tyrosinkinase-Aktivierung als frühes Zeichen einer T-Zell Aktivierung anzusehen sei (Lazarovits et al. 1994).

Pace et al. konnten zeigen, dass CD7 für den Galectin-1 induzierten Zelltod nötig ist. Galectin-1 ist ein endogenes Galectin, exprimiert in lymphatischen Organen, welches Apoptose in Thymozyten und T-Zellen induziert. Es bindet an verschiedene T-Zell Oberflächenglykoproteine, u.a. an CD7 (Pace et al. 2000). Dabei scheint vor allem die Bindung des Galectin-1 an das CD7 Molekül in der Induzierung der Apoptose wichtig zu sein. Diese Bindung induziert eine Aktivierung von AP1, einem Apoptose induzierendem Protein und eine Herunterregulierung von bcl-2, einem Apoptosehemmer. Wird das CD7 Molekül nicht mehr exprimiert, geht diese Regulierung verloren. Dies könnte den CD7- neoplastischen Zellen, aufgrund der fehlgesteuerten Apoptose, das Überleben erleichtern (Rappl et al. 2002).

Die Induktion der Produktion von IL-2, TNF-α, TNF-β und GM-CSF durch Stimulation via CD7 konnte von Sempowski et al. gezeigt werden. Sie beschrieben auch, dass die CD7 Expression auf T-Zellen einer undifferenzierten T-Zell Neoplasie (ALL, T-Zell-Lymphoblastisches Lymphom) höher ist als auf T-Zellen von differenzierten T-Zell Neoplasien (Sézary Syndrom, HTLV-1 adult T-Zell Leukämie) (Sempowski et al. 1999).

1.4.3.5 Das Oberflächenantigen CD26

Das Glykoprotein CD26 wird auch als Dipeptidyl Peptidase IV (DPPIV) oder Adenosin Deaminase Bindendes Protein bezeichnet. Es handelt sich um ein 110kDa Glykoprotein, dass nur als Dimer katalytisch aktiv ist. Lokalisiert ist der genetische Code auf Chromosom 2q24.2, das Protein hat eine Länge von 766 Aminosäuren. Es wird als spezifisches, multifunktionales Oberflächenantigen auf T-Zellen, B-Zellen und NK-Zellen exprimiert. CD26 kann auch als Aktivierungsmarker verstanden werden, da es auf ruhenden Zellen kaum und nach Stimulierung fünf bis zehnfach verstärkt exprimiert wird. Die Eigenschaft, die CD2 und CD3 abhängige Aktivierung und Proliferation zu verstärken, kann durch monoklonale Antikörper gegen CD26 gezeigt werden (Gorell et al 2001, Gines et al. 2002).

Alle aktivierten CD3+ T-Lymphozyten tragen auf ihrer Zelloberfläche auch CD26. Bei den [Seite 18↓]CD4+CD26+ T-Lymphozyten handelt es sich um eine Gedächtnis/ Helfer Subpopulation, die auch CD45Ro+ und CD29+ ist. Nur CD4+CD26+ Lymphozyten sind in der Lage, zytotoxische T-Zellen zu aktivieren und die Immunglobulinproduktion in den B-Lymphozyten zu induzieren. Zellen, die ein TH-1-Profil haben, exprimieren mehr CD26 als T-Zellen mit TH-2-Profil. Auch wird das Migrationsverhalten der T-Lymphozyten durch CD26 beeinflusst (Bernengo et al. 2001, Jones et al. 2001).

Als die drei Hauptfunktionen der DPPIV werden die Adenosin Deaminase bindende Aktivität (ADA), die Peptidase Aktivität und das Binden an extrazelluläre Matrix beschrieben. Die Substrate der DPPIV beinhalten verschiedene Chemokine (Gorrell et al. 2001). Beobachtungen der Funktion des CD26 im Zusammenhang mit der ADA kamen zu dem Ergebnis, dass diese Interaktion wichtig ist für die Lymphozyten-Epithel-Adhäsion, aber auch die Interaktion mit extrakutanen Organen (Ginaldi et al. 2002).

In der Durchflußzytometrie zeigen sich im Blut von gesunden Probanden 56%-86% als CD3+CD4+CD26+ T-Lymphozyten. Bei den CD3-CD56+ NK-Zellen sind nur ca. 10% CD26+. Das fehlen bzw. eine dim-Expression von CD26 ist als Charakteristikum von Sézary Syndrom und Mycosis fungoides beschrieben worden (Bernengo et al. 2001, Jones et al. 2001).

Der im Blut nachweisbaren, löslichen Variante des CD26 Rezeptors wird eine immunomodulatorische Funktion zugeschrieben (Gorrell et al. 2001). Weiterhin konnte gezeigt werden, dass nur CD26+ Lymphozyten in der Lage sind INF-γ zu produzieren (Hildebrandt et al. 2000).

Der Zusammenhang von DPPIV Aktivität, CD26 Expression und anderen Krankheiten ist in der Tabelle 3 dargestellt.

Tab. 3: CD26 Expression und DPPIV Aktivität bei anderen Erkrankungen

Erkrankung / Zustand

DPPIV Aktivität

CD26 Expression

Allograft Abstoßung

↑ im Serum

↑ auf Lymphozyten

systemischer Lupus erythematodes

↓ im Serum aller Patienten

↓ in Lymphozyten von Patienten mit aktiver Erkrankung

keine Daten

Rheumatoide Arthritis

↓ in der synovial Flüssigkeit

keine Daten

Schwangerschaft

↓ im Serum

keine Daten

AIDS

normal

↓ Zahl von CD26+ Lymphozyten

Major Depression

↓ im Serum

keine Daten

Schizophrenie

↓ im Serum

keine Daten

Fibromyalgie

normal

keine Daten

Anorexia nervosa

↑ im Serum

↓ Zahl von CD26+ Lymphozyten

(Hildebrandt et al. 2000)


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Die Auswahl der beobachteten Erkrankungen bzw. Gesundheitszustände zeigt den vielseitigen Einfluss der DPPIV bzw. des CD26. In der Tabelle dargestellt sind die Beobachtungen für die lösliche Variante des CD26, die DPPIV auf anderen Geweben und die CD26 Expression auf T-Lymphozyten (Hildebrandt et al. 2000).

1.4.4 Molekularbiologie

Der antigenspezifische Rezeptor, der auf reifen T-Lymphozyten exprimiert wird, heißt T-Zell-Rezeptor (TCR). Er ist nicht-kovalent mit dem CD3 Proteinkomplex assoziiert. Der T-Zell-Rezeptor besteht aus zwei verschiedenen, über Disulfidbrücken verbundenen Glykoproteinen: einer TCR-α und TCR-β-Kette bzw. einer TCR-γ und TCR-δ-Kette. Über 85% der T-Lymphozyten exprimieren TCR-αβ, nur 2 – 15% TCR-γδ. Jede dieser Ketten wird aus einem variablen und einem konstanten Teil (C) aufgebaut. Die variable Region setzt sich zusammen aus einem variablen (V) Gensegment, einem verbindenden (J) Segment und einer junktionalen Zone, die V und J verbindet. Der konstante Teil der Glykoproteinkette wird durch ein konstantes (C)- Gensegment verschlüsselt. Die TCR-β und die TCR-δ Gene weisen die Besonderheit eines D-Genegmentes in der junktionalen Zone auf (Dongen et al. 1990, Breit et al. 1992).

Alle humanen Zellen enthalten den genetischen Kode für alle vier TCR-Ketten in der Keimbahnkonfiguration. Die Gene für die α- und β- Kette kodieren eine Vielzahl funktioneller V- (α-Kette 57, β-Kette 65) und J-Segmente( 55 bzw. 13) (Rowen et al. 1996). Die Gene für die Ketten des TCR-γ und -δ weisen hingegen nur eine geringe Zahl von V-( 8 bei der γ-Kette bzw. 6 bei der δ-Kette) und J-Segmenten (5 bzw. 3) auf. Während der T-Zellreifung kommt es zu einem Umlagerungsprozess der TCR-Gene, dem Rearrangement, wobei je ein V-, (ein D-) und ein J-Segment pro Kette unter Bildung eines funktionellen Gens verknüpft werden. Die Mannigfaltigkeit der TCR-Moleküle, durch die jeder T-Lymphozyt eine individuelle DNA-Sequenz erhält, entsteht durch zwei Teilprozesse: 1. durch Bildung zellspezifischer TCR-V-J- bzw. V-D-J-Rearrangements, die so genannte kombinatorische Diversität und 2. durch zusätzliche Veränderungen im Bereich der Verknüpfungsstellen der Segmente (N-Region), die so genannte junktionale Diversität. Damit ergeben sich für den TCR-αβ rein arithmetisch über 7x106 und für den TCR-γδ über 5x103 Kombinationsmöglichkeiten. Aufgrund der junktionalen Diversität existieren jedoch weitaus mehr Kombinationsmöglichkeiten. Das für jeden T-Lymphozyten spezifische Rearrangement wird an Tochterzellen weitergegeben. Entsprechend der Hypothese, dass Neoplasien sich aus einer maligne entarteten Zelle entwickeln, findet man bei T-Zell Lymphomen zahlreiche T-Lymphozyten mit identischen TCR-Sequenzen (monoklonale Zellen). Polyklonale Zellen [Seite 20↓]weisen dementsprechend ein breites Spektrum an Sequenzen auf (Dongen et al. 1990, Trainor et al. 1991, Volkenandt et al. 1991, Breit et al. 1992, Lukowsky et al. 1998).

Aufgrund dieser genetischen Gegebenheiten ist es möglich, mit Hilfe molekularbiologischer Techniken klonale Zellen im Blut oder Gewebe nachzuweisen. Zu diesen Techniken gehört der Southern Blot und die PCR.

1.4.4.1 Klonalitätsnachweis durch Southern Blot

Seit ca. 20 Jahren werden zunehmend molekularbiologische Methoden eingesetzt um die Klonalität von T-Lymphozyten und damit deren Dignität einzuschätzen. Das Southernblotting war die erste angewandte Methode. Dabei wird DNA aus zu untersuchenden Zellen präpariert und mit Restriktionsendonukleasen verdaut. Die entstandenen DNA-Fragmente werden in einem Gel elektrophoretisch aufgetrennt, auf eine Nylonmembran transferiert (blotting) und mit Hilfe von Gensonden sichtbar gemacht. DNA klonal expandierter Zellen stellt sich im Southernblot als diskrete Bande außerhalb der Keimbahnbanden dar.

Im Blut von Patienten mit Sézary Syndrom lässt sich auf diese Weise in bis zu 80% der Fälle ein Klon nachweisen. In Hautproben der Patienten konnte in 70% der Fälle eine Monoklonalität nachgewiesen werden (Whittaker et al. 1991, Zelickson et al. 1991, Fraser-Andrews et al. 2001).

Die Nachteile dieser Methode liegen in dem hohen technischen Aufwand und der erforderlichen großen Menge intakter DNA. In der Literatur wird die untere Nachweisgrenze unter optimalen Bedingungen mit 1% klonale Zellen in den analysierten Zellen angeben. Tatsächlich ist aber von einer Sensitivität von 2% –5% auszugehen (Wood et al. 1994).

1.4.4.2 Klonalitätsanalyse mittels PCR

Die Nachteile, die mit dem Southernblotting verbunden sind, führten zur Einführung anderer diagnostischer Hilfsmittel in die Routinediagnostik. Zwei Strategien wurden verfolgt. Einerseits werden durch Amplifizierung und anschließender Sequenzierung der TCR-Gene patientenspezifische Primer entwickelt, die dann der Verlaufskontrolle dienen können (Volkenandt et al. 1991). Andererseits hat sich für die Routinediagnostik die Verwendung von Primern durchgesetzt, die alle möglichen Rearrangements der TCR-Gene amplifizieren können. Aufgrund der wenigen V- und J-Gene bietet sich die Amplifizierung des TCR-γ-Gens an. Es wurden eine Reihe von Konsensusprimern für die TCR-Vγ und Jγ-Segmente entwickelt. Obwohl fast alle CTCL TCR-αβ exprimieren stellt sich die Amplifizierung der TCR-α und TCR-β aufgrund der großen Zahl und Heterogenität der V und J Gensegmente aus gemischter DNA als schwierig dar. Zur Einschätzung der Klonalität ist eine Auftrennung [Seite 21↓]der amplifizierten Sequenzen nötig. Diese Analyse der PCR-Produkte erfolgt sowohl in Agarosegelen als auch mit hochauflösenden Techniken wie der TGGE (Temperatur-Gradienten-Gel-Elektrophorese). Sie trennen die Produkte nach Größe, Ladung und Stabilität gegenüber thermischen Einflüssen auf. Polyklonale Amplifikate ergeben einen „Schmier“ nach der Färbung, klonale Anteile stellen sich als diskrete Bande dar (Muche et al. 1997).

Mit Hilfe dieser Techniken ist es möglich im Blut von Sézary Syndrom Patienten in 90% bis 100% der Fälle eine monoklonale T-Zell Population nachzuweisen (Russel-Jones und Whittaker 1999, Laetsch et al. 2000, Fraser-Andrews et al. 2001). Die Untersuchung von Hautproben ergibt in ca. 75% der Fälle einen Klonalitätsnachweis (Muche et al. 1997, Russel-Jones und Whittaker 1999). Dieser Klonalitätsnachweis ist jedoch rein qualitativ, da mit Hilfe der beschriebenen Methode nur klonale Zellen nachgewiesen werden, aber keine Aussage über deren Anzahl getroffen werden kann.

Seit einiger Zeit wird für die Diagnosestellung eines Sézary Syndrom ein Klonalitätsnachweis im Blut mit Hilfe der PCR gefordert (Weinberg et al. 1995, Willemze et al. 1997, Russel-Jones und Whittaker 1999).

1.4.4.3 Klonalitätsnachweis und Therapie-Monitoring mit Hilfe quantitativer PCR-Analyse

Die Schwäche der qualitativen PCR-Analyse liegt darin, dass die Menge des amplifizierten Gen-Produktes keine Aussage über die zum Beginn der Reaktion vorkommende Ziel-DNA Menge ermöglicht. Abhilfe schafft hier die quantitative PCR mit Echtzeitmessung (real-time PCR). Mit deren Hilfe ist es möglich, die pro Amplifikationszyklus entstandene DNA-Menge zu bestimmen und damit Rückschlüsse auf die ursprünglich eingesetzte Menge an Ziel-DNA zu ziehen. Bisher wurde diese Technik vor allem in der HIV-Diagnostik zur Bestimmung der Viruslast, aber auch in der Onkologie um genetische Alterationen zu quantifizieren, genutzt (Rappl et al. 2002). Interessant ist der Einsatz dieser Technik für die Überwachung der Therapie von hämatologischen Tumorerkrankungen. Hierbei ist es möglich, Aussagen über die Tumorlast im Blut zutreffen. So starteten Sarris et al. eine Studie über Patienten mit fortgeschrittenen Non-Hodgkin Lymphomen. Bei diesen sollen vor, während und nach der Therapie t(14;18) Translokationen nachgewiesen werden (Sarris et al. 2002). Darüber hinaus wird die Methode auch angewandt um eventuell noch vorhandene Tumorzellen nach der Therapie nachzuweisen. Dabei handelt es sich um den Nachweis sogenannter minimaler Resterkrankungen (minimal residual disease) (Sharp et al. 1999). Die Kombination von Allel-spezifischen Primern und einer quantitativen PCR zum Nachweis eines residualen Tumors wurde für die chronisch lymphatische B-Zell-Leukämie etabliert (Pfitzner et al. 2002).

Der LightCycler® der Firma Roche bietet die Möglichkeit, eine solche quantitative PCR [Seite 22↓]durchzuführen. Bei diesem Verfahren wird durch die Analyse eines Fluoreszenzsignals die Bestimmung der entstandenen PCR-Produktmenge nach jedem Zyklus ermöglicht. Gleichzeitig ist eine Bewertung der Kinetik der DNA-Amplifikation möglich. Das Fluoreszenzsignal kann zum einen über einen Farbstoff SYBRGreen I®, der unspezifisch an doppelsträngige DNA bindet, oder über markierter Hybridisierungsproben, welche spezifisch an die Ziel-Sequenz binden, erzeugt werden (Jung et al. 2000, Sarris et al. 2002).

Das Fluoreszenzsignal wird nach jedem Amplifikationszyklus gemessen. Der Computer errechnet dann die entsprechenden Signalintensitätswerte R für jeden Zyklus n. Die Emissionsintensität ist gewöhnlich dargestellt als ΔRn. Der Crossingpoint Cp. stellt eine imaginäre Zykluszahl dar, zu der eine definierte Menge an PCR-Produkt vorliegt. Setzt man die PCR-Produktmenge am Crossingpoint als K und die Zyklenzahl als Z (mit T0 gleich der DNA-Ausgangsmenge und E für die Effizienz), ist bzw. linearisiert und umgeformt . Die erhaltene Formel ist die Gleichung für eine Standardkurve. Werden Standardkonzentration und die gesuchte DNA (Ziel-DNA) mit gleicher Effizienz amplifiziert, kann mit Hilfe der Crossingpoints der Standardverdünnung und dem Crossingpoint der Ziel-DNA die Konzentration der Ziel-DNA berechnet werden (Roche Molecular Biochemicals (a)). Diese Methode ist bei Pfitzner et al. ebenfalls zur Quantifizierung des Residualtumors beschrieben worden (Pfitzner et al. 2002).

1.5 Therapie, Prognose und prognostische Faktoren

1.5.1 Therapie des Sézary Syndroms

Aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Sézary Syndrom um eine seltene Krankheit handelt, finden sich keine prospektiv vergleichenden Studien zu Therapieregimen.

Für die Therapieentscheidung ist ein Staging mit Festlegung des TNM-Status wichtig. Dieses Staging beinhaltet eine Beurteilung der gesamten Haut, ein Röntgen des Thorax, ein Ultraschallbefund vom Abdomen und der Lymphknotenstationen, eventuell ein Computertomogram und eine histopathologische Beurteilung verdächtiger Lymphknoten. Das Staging wird wiederholt nach 12 Monaten oder bei Auftreten eines Rezidives. Als Therapieoptionen wurden diverse Medikamente, Chemotherapeutika und physikalische Verfahren vorgeschlagen. Dazu gehören Kortikosteroide, Mechlorthamine (Nitrogen Mustard), Carmustine (BCNU), Radiotherapie, Elektronenstrahl-Behandlung, Photochemotherapie (PUVA und extrakorporale Photopherese (ECP)), Retinoide, biologische Response Modifier und verschiedene Kombinationen der genannten Optionen (Wieselthier et al. 1990, Muche et al. 2000).


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Die ECP ist ein Verfahren, bei dem Leukozyten aus dem Blut isoliert, und extracorporal mit 8-MOP und UVA behandelt werden. Anschließend werden diese reinfundiert. Zu den biologischen Response Modifiern gehört INF-α. Es wirkt über eine Downregulierung der TH-2-Antwort antiproliferativ.

Aus veröffentlichten Daten ist ersichtlich, dass Mechlorthamine, Elektronenstrahl-Bestrahlung (TSEBT) und Retinoide (mit Ausnahme von Arotinoid Ethylester) als alleinige Maßnahmen in der Behandlung von Patienten mit Sézary Syndrom nicht effektiv sind (Wieselthier et al. 1990).

Heute wird eine, dem TNM-Stadium angepasste Therapie empfohlen. Dabei werden einzelne Komponenten kombiniert um Synergieeffekte auszunutzen, die Langzeit-Toxizität zu reduzieren und die Zeit bis zum Rezidiv zu verlängern. Eine Therapie könnte sich wie folgt darstellen: Initial führt man eine Extracorporale Photopherese durch und behandelt mit INF-α. Alternativ zu der Extracorporalen Photopherese kann Chlorambucil und Prednison gegeben werden. Eine Rezidivbehandlung besteht aus Chlorambucil/ Prednison oder TSEBT. Die Erhaltungstherapie setzt sich aus INF-α oder Chlorambucil und Prednison zusammen (Muche et al. 1999).

Das Therapiemonitoring erfolgt überwiegend durch klinische Examination. Zu den bisher vorgeschlagenen paraklinischen Kriterien zählen die Sézary-Zellzahl, die CD4/CD8 Ratio und der Anteil der CD7- T-Lymphozyten.

Zukünftige Therapieoptionen beinhalten das Nutzen von Fusionsproteinen wie z.B. DAB389IL2 und den Versuch einer Tumorantigen spezifischen Vakzination.

1.5.2 Prognose und prognostische Faktoren

Das Sézary Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die in Bezug auf Diagnose, Klassifizierung und Behandlung Erfahrung erfordert.

Die Prognose der Krankheit wird als schlecht eingeschätzt, jedoch variieren die Angaben der einzelnen Autoren. In der EORTC-Klassifikation wird die Fünf-Jahres-Überlebensrate mit 11% angegeben (Willemze et al. 1997). Wieselthier et al. geben für Patienten mit Sézary Syndrom eine mittlere Überlebenszeit von zweieinhalb bis fünf Jahren an. Dabei haben Patienten mit extrakutaner Organbeteiligung eine noch schlechtere Prognose (Wieselthier et al. 1990) Bernengo et al. beschreiben eine mittlere Überlebenszeit von 31 Monaten, mit einer Fünf-Jahres-Überlebensrate von 33,5% (Bernengo et al. 1998). Ähnliche Daten werden von Fink-Puches et al. in einer Publikation vom Februar 2002 beschrieben (mittlere Überlebenszeit 39,6 Monate, Fünf-Jahres-Überlebensrate 33%) (Fink-Puches et al. 2002).

Zur Einschätzung der Prognose ist klinisch eine Vorerkrankung an Mycosis fungoides, eine [Seite 24↓]Leukozytose und eine Lymphknotenbeteiligung relevant. Von den Laborparametern stellte sich eine erhöhte Serum LDH als relevant heraus. Eine hohe Sézary-Zellzahl, das Vorhandensein von großen zirkulierenden Sézary-Zellen und PAS-positive zytoplasmatische Einschlüsse in den Sézary-Zellen erwiesen sich als ungünstige prognostische Faktoren. In der Immunophänotypisierung zeigte sich, dass eine hohe CD4+ Zellzahl, eine hohe CD4+/CD8+ Ratio und ein CD7- Sézary-Zellphänotyp ungünstig für die Prognose erscheinen. Bedeutend ist, dass Patienten die keines bzw. nur eines der genannten Kriterien erfüllen, eine gute Prognose haben. Hingegen zeigen Patienten, die zwei oder mehr Kriterien erfüllen, einen aggressiven Krankheitsverkauf und eine schlechte Prognose (Bernengo et al. 1998). Molekularbiologische Untersuchungen ergaben, dass das Vorhandensein eines Tumorzellklons im Blut in Kombination mit einer hohen Sézary-Zellzahl einen schlechten Einfluss auf die Prognose hat (Scarisbrick et al. 2001). Bei Patienten mit Sézary Syndrom sind über 40% der CD4+ Zellen auch CD26-. Der Anteil der CD4+CD26- erhöht sich mit steigender Blutbeteiligung. Die Frage ob dieses Phänomen einen Einfluss auf die Prognose hat, muss noch geklärt werden (Bernengo et al. 2001).


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22.10.2004