[Seite 25↓]

2  Problemstellung

Das Sézary Syndrom zeigt unter den CTCL die Besonderheit einer leukämischen Aussaat von malignen Zellen. Die sichere Identifizierung dieser malignen Zellen ist anhand genotypischer und phänotypischer Merkmale beschrieben. Dazu werden durchflußzytometrische und molekularbiologische Methoden eingesetzt. Dennoch existieren in der Fachliteratur widersprüchlichen Angaben zur Definition der Tumorzellen. Ungeachtet dessen, wird der Nachweis atypischer Zellen im Blut, unter Berücksichtigung der Klinik, als Ansatz zur Beurteilung des Therapieerfolges und der Prognose der Patienten angesehen.

Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Nachweismethode der malignen Zellen. Neben der durchflußzytometrischen Analyse der PBMC ist die Beschreibung des Immunophänotyps der klonalen Zellen von besonderer Bedeutung.

Eine Untersuchung des Zusammenhangs der gefundenen Ergebnisse zu Klinik und Prognose der Patienten ist durchzuführen.

Dazu sollen im Einzelnen folgende Fragestellungen bearbeitet werden:

  1. Es soll eine Darstellung der CD7 und CD26 Expression auf CD3+ PBMC von an Sézary Syndrom erkrankten Patienten erfolgen und die einzelnen Zellpopulationen im Verlauf der Erkrankung beobachtet werden. Als Vergleich sind PBMC gesunder Probanden heranzuziehen.
  2. Die Identifizierung der malignen Zellen soll auf molekularbiologischer Ebene durchgeführt werden und eine spezifische Methode zum Nachweis der klonalen Zellen etabliert werden.
  3. Weiterhin soll eine Methode zur Quantifizierung klonaler Zellen erarbeitet werden. Wie sich die klonalen Zellen auf die CD7+/- bzw. CD26+/- Populationen verteilen, ist dabei von besonderem Interesse. Ob sich die Verteilung im Verlauf der Erkrankung verändert, ist ebenfalls zu untersuchen.
  4. Die Ergebnisse zur Charakterisierung der PBMC und insbesondere der klonalen Zellen sind in Beziehung zu klinischen Daten und der Prognose der Patienten zu setzen.


© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
DiML DTD Version 3.0Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML-Version erstellt am:
22.10.2004