| Scholz, Dietmar: Analyse der Surfaktantprotein A-Gene bei Patienten mit Verdacht auf einen Surfaktantproteindefekt |
41
Es wurde eine nested PCR zur Isolation und Amplifikation der SP-A-Gensequenzen etabliert. Bei der Analyse der SP-A-Gensequenzen von vierzehn Patienten mit Verdacht auf Defekt eines Surfaktantproteins wurden zwei stille Einzelbasensubstitutionen im SP-A1-Gen entdeckt, die neue Restriktionsfragmentlängenpolymorphismen ( RFLP ) definieren. Ein bisher nur aus dem SP-A1-Gen bekannter Polymorphismus mit Aminosäureaustausch wurde erstmals im SP-A2-Gen belegt. Bei Berücksichtigung der Kopplung aller Polymorphismen war die Definition fünf neuer Allele möglich. Zur Suche (screening) nach weiteren Allelen wurden die beobachteten Varianten als Muster-DNA kloniert und zusammen mit DNA-Proben einer PCR-SSCP-Analyse zur Detektion des Einzelstrangkonformationspolymorphismus ( single strand conformation polymorphism) unterworfen. Eine Häufung bestimmter Varianten konnte bei der im Verhältnis zur genetischen Variabilität geringen Zahl von DNA-Proben nicht belegt werden.
Interne Primer und Reaktionsbedingungen zur Amplifikation der einzelnen Exone, welche DNA-Abschnitte geeigneter Länge zur Sequenzierung oder SSCP-Analyse liefern, wurden experimentell ermittelt. Externe Primer und Reaktionsbedingungen zur Isolierung beider SP-A-Gene wurden ebenfalls experimentell optimiert und auf ihre Spezifität geprüft.
Protokoll 4-1: Thermocycling der internen PCR
|
Reaktionsschritt |
Temperatur |
Dauer |
|
|
initiale Denaturierung |
95 °C |
180 Sekunden |
|
|
Denaturierung |
94 °C |
30 Sekunden |
|
|
Hybridisierung |
Ta |
25 Sekunden |
25 Zyklen |
|
Extension |
72 °C |
30 Sekunden |
|
|
finale Extension |
72 °C |
180 Sekunden |
|
Die Primer zur PCR- SSCP -Analyse wurden möglichst nah an die Spleißregion (splicing consensus site) positioniert, um variable Intronsequenzen nicht mit zu amplifizieren. Die Primer zur DNA- Seq uenzierung mussten 60 bp vor dem Exon beginnen, da der erste DNA-Abschnitt,
42
der vor dem Farbstoff das Gel verlässt, im hier angewandten direct blotting -Verfahren nicht detektiert werden kann. Variable Regionen innerhalb der Introne wurden ausgeschlossen. Für das mit 75 bp als SSCP-Fragment ohne angrenzende Intronsequenzen zu kurze Exon 3 wurde nur ein Primerpaarfür beide Anwendungen definiert. In der internen PCR wurden jeweils 1 µl DNA oder verdünntes PCR-Produkt in 50 µl Reaktionsgemisch mit drei Tropfen Mineralöl (etwa 55 µl) überschichtet und im Thermocycler nach Protokoll 4-1 zur Reaktion gebracht. Tabelle 4-1 zeigt die optimalen Reaktionsbedingungen für die ausgewählten Primerpaare.
Tabelle 4-1: Primer und Amplifikationsbedingungen für die internen Polymerasekettenreaktionen
Legende: EX- bezeichnet das amplifizierte Exon, -SSCP die Primerpaare für die PCR-SSCP-Analyse, -Sequenz die Primerpaare für die Gewinnung von Amplifikaten zur DNA-Sequenzierung.
|
Bezeichnung |
Position |
im Gen |
DNA-Basensequenz |
T
m |
T
a |
(
Mg
++) |
|
SPA-EX1-FW2 |
994-1016 |
1021-1043 |
AGATGGGCTCACGGCCATCCCTC |
65,9 |
EX1 |
-SSCP |
|
SPA-EX1-RE2 |
1241-1218 |
1268-1245 |
AGGGTGGGGTCTGCAGCACAGTAC |
62,2 |
64 |
1,2 |
|
SPA-EX1-FW3 |
945-964 |
971-990 |
TTCCTGAGTCCTGACAGAGC |
48,9 |
EX1 |
-Sequenz |
|
SPA-EX1-RE3 |
1279-1261 |
1307-1289 |
AGATGGGCCTCCTGAAAAG |
50,7 |
61 |
1,7 |
|
SPA-EX2-FW2 |
1508-1528 |
1528-1548 |
ATCCATGTCTCTTTTCTCTGC |
55,9 |
EX2 |
-SSCP |
|
SPA-EX2-RE |
1693-1674 |
1712-1693 |
CTGTGCCCATGTTTCCACTG |
53,6 |
61 |
1,5 |
|
SPA-EX2-FW |
1451-1470 |
1471-1490 |
GATAATGGGCATCGAGTCTC |
48,5 |
EX2 |
-Sequenz |
|
SPA-EX2-RE2 |
1775-1757 |
1793-1775 |
CTTAGGTTGAGCCAAATGC |
47,5 |
61 |
2,0 |
|
SPA-EX3-FW |
2313-2331 |
2333-2351 |
TTCCAGGATTGCAGATGGC |
53,2 |
EX3 |
|
|
SPA-EX3-RE |
2533-2514 |
2555-2536 |
GAGGGGAATTTGTGGGAAAC |
52,3 |
62 |
2,3 |
|
SPA-EX4-FW |
2915-2934 |
2927-2946 |
ACAAAGTGGTCAGTGGCCTG |
52,3 |
EX4 |
-SSCP |
|
SPA-EX4-RE2 |
3354-3334 |
3366-3346 |
GTCCCATGGCCTAAATGCCTC |
61,8 |
61 |
1,7 |
|
SPA-EX4-FW3 |
2874-2891 |
2886-2903 |
ATCTGGTAGCAGAGACCC |
42,9 |
EX4 |
-Sequenz |
|
SPA-EX4 RE |
3413-3395 |
3427-3409 |
GCATCTCACAGACCAAGTG |
45,2 |
61 |
2,2 |
Die diskriminierend en Primer wurden in die genetisch stabilere 3‘-UT-Region von Exon 4 und die unmittelbare Umgebung der Exone A - D plaziert. Mogliche forward-Primer wurden unmittelbar vor Exon A, in und um Exon B sowie 100 bp vor Exon D identifiziert, reverse-Primer 150 bp nach dem Stoppcodon ( Tabelle 3-12 ). Kombinationen der Primer SPA-1-FW-01 mit SPA-1-RE-01, SPA-2-FW-01 mit SPA-2-RE-01, SPA-2-FW-02 mit SPA-2-RE-02, SPA-1-FW-05 mit SPA-1-RE-05, SPA-1-FW-04 mit SPA-1-RE-01, -05, -06 oder -07 und SPA-1-FW-11, - 12 oder -13 mit SPA-1-RE-8 amplifizierten DNA bei ( Mg ++) = 2 - 2,5 mmol/l.
43
Abbildung 4-1: Optimierung der externen PCR durch Modifikation des Reaktionspuffers
DNA-Qualität: frisch isoliert in Spur 1 und 2; gefrorene Proben in Spur 3 - 14.
Primer: SPA-1-FW-01/RE-01 in Spur 1, 3, 5 und 7-10; SPA-2-FW-01/RE-01 in Spur 2, 4, 6 und 11 - 14.
Magnesium[Mg++]: 1 mmol/l in Spur 10 + 14; 1,5 mmol/l in 9 + 13; 2 mmol/l in 8 + 12; 2,5 mmol/l in 7 + 11.
Ammoniumsulfat: [(NH4)2SO4] = 5 mmol/l in Spur 5 und 6, [(NH4)2SO4] = 10 mmol/l in Spur 3 und 4.

Abbildung 4-2: Amplifikation der SP-A-Gene durch Polymerasen mit und ohne fehlerkorrigierende Aktivität
Primer: SPA-1-FW-01/RE-01 in Spur 1-4 und 9-12; SPA-2-FW-01/RE-01 in Spur 5-8 und 13-14.
Magnesium [Mg++]: 2 mmol/l in 1+5+9+13; 3 mmol/l in 2+6+10+14; 4 mmol/l in 3+7+11; 5 mmol/l in 4+8+12.

Denaturierende Additiva sollten durch unspezifische Anlagerung (misannealing) der Primer
44
entstandene Nebenprodukte verringern ( Newton und Graham 1997). Frisch isolierte DNA erzielte den gleichen Effekt in Abbildung 4-1 . Enzyme mit 3‘
5‘-Exonuklease-Aktivität wie Pwo-DNA-Polymerase erhöhten gegenüber Polymerasen ohne fehlerkorrigierende (
proof reading
) Aktivität die Ausbeute der PCR, ohne die Spezifität zu verbessern, wie
Abbildung 4-2
zeigt. Auch die
touchdown
-Technik erhöhte die Spezifität der Primerbindung nur wenig.
Tabelle 4-2: Externe Primer zur Amplifikation der SP-A-Gene (diskriminierende Nukleotide sind unterstrichen)
*: Beim nichtdiskriminierenden Primerpaar ist nur die Position im SP-A1-Gen angegeben, R steht für A und G.
|
Bezeichnung |
Nukleotide |
Nukleotidsequenz (vom 5‘-Ende zum 3‘ Ende) |
T m [°C] |
|
SPA-1-FW-EXT |
534-572 |
AGGTCGCTGATTTCTTGGAGCCTGAAAAGAAAGTAACAC |
71,1 |
|
SPA-1-RE-EXT |
3637-3606 |
AAGGAACTGGACCAGATGGGGAATAAGGAGGG |
69,7 |
|
SPA-2-FW-EXT |
560-597 |
GTCGCTGATTTCTTGGAGCCTGAAAAGAAGGTAACTGG |
72,1 |
|
SPA-2-RE-EXT |
3649-3618 |
5‘-AAGGAACTGGACCAGATGGGGAATAAGGAAGC |
68,5 |
|
SPA-FW-EXT |
532-570* |
TCAGGTCGCTGATTTCTTGGAGCCTGAAAAGAARGTAAC |
76,5 |
|
SPA-RE-EXT |
3658-3625* |
CACTGCTGCCATCTGTAAGTGAACGAACTGGACC |
71,1 |
Durch die 5‘-terminale Verlängerung von SPA-1-FW-13 und SPA-2-FW-4 wurden die in Tabelle 4-2 charakterisierten externen, diskriminierend en Primer für SP-A1 und SP-A2 sowie korrespondierende reverse-Primer ermittelt. Bei [Mg++] = 2,2 mmol/l und Ta = 70 °C herrschten optimale Reaktionsbedingungen. Das unspezifische Primerpaar diente Testzwecken. Nach Einbau eines hot start s durch die in Protokoll 4-2 gezeigte initiale Aktivierung der DNA-Polymerase bei 95 °C wurde in 50 Zyklen genug PCR-Produkt zur DNA-Sequenzierung gebildet. Durch RFLP-Analysen mit ApaI und PstI wurde die Identität der amplifizierten Gene anhand der in Abbildung 4-3 gezeigten invarianten Polymorphismen überprüft. Die DNA-Sequenzen in Abbildung 4-4 demonstrieren die klare Isolierung beider Gene in der nested PCR.
Protokoll 4-2: Thermocycling der externen PCR
|
Reaktionsschritt |
Temperatur |
Dauer |
|
|
initial |
95 °C |
540 Sekunden |
(Enzymaktivierung) |
|
Denaturierung |
94 °C |
30 Sekunden |
|
|
Hybridisierung |
70 °C |
25 Sekunden |
50 Zyklen |
|
Extension |
74 °C |
150 Sekunden |
|
|
final |
74 °C |
450 Sekunden |
(Elongation) |
|
|
|
|
|
45
Abbildung 4-3: Identifizierung der amplifizierten SP-A-Gene durch RFLP
-Analyse
Die Größe der Restriktionsfragmente ist in der jeweiligen Spalte unterhalb des Gens angegeben. Das PstI-Fragment von 942 bp wird in einigen Allelen in Fragmente von 729 und 213 bp geschnitten. In Spur SP-A wurde das Produkt aus der PCR mit den nichtdiskriminierenden Primern SPA-FW-EXT und SPA-RE-EXT aufgetragen.

Abbildung 4-4: DNA-Sequenzierung von Exon 2 (Nukleotide 1596_1615 von SP-A1 bzw. 1616_1635 von SP-A2)
Links: SP-A-Exon 2 aus genomischer DNA mit Polymorphismus 1599A>G (Codon 61) und 1611T>C (Codon 65). Rechts: beide Gensequenzen isoliert aus Produkten der externen PCR amplifiziert und getrennt sequenziert.

46
Die zum (bisher nur im SP-A1-Gen beobachteten) Aminosäureaustausch Val50Leu führende Einzelbasensubstitution 1220G>C wurde erstmals im SP-A2-Gen detektiert. Die neuen Polymorphismen 1162C>T und 3138T>C wurden bei mehreren Patienten im SP-A1-Gen nachgewiesen. Aus den DNA-Sequenzen aller Exone wurden die SP-A1- und SP-A2-Genotypen von 14 Patienten , bei denen nach differentialdiagnostischen Erwägungen der Verdacht auf einen Surfaktantproteindefekt bestand, abgeleitet. Die Häufigkeiten einzelner Polymorphismen wurden aus der Zahl der jeweils beobachteten DNA-Sequenzen berechnet.
Bei Patient 7 und Patient 10 wurde der Polymorphismus 1220G>C im SP-A2-Gen detektiert. Die Einzelbasensubstitution führt zum Aminosäureaustausch Val50Leu, der im SP-A1-Gen die häufigste Variante darstellt.
Tabelle 4-3
zeigt die Häufigkeit der Variante 50Leu bei den 14 Patienten, deren SP-A2-Gen sequenziert wurde. Bei der in
Tabelle 4-4
gezeigten Verteilung der Genotypen ist mit
= 0,77 kein Verstoß gegen das Hardy-Weinberg-Gesetz nachweisbar.
Tabelle 4-3: Allelfrequenzen am Genort SP-A2-Codon 50
(In Klammern sind jeweils die 95 %-Clopper-Pearson-Konfidenzgrenzen angegeben)
|
Allel |
Allelfrequenz |
n = 28 Allele |
|
1220G (50Val): |
p = 92,9 (76,5-99,1) % |
26 Allele |
|
1220C (50Leu): |
q = 7,1 (0,9-23,5) % |
2 Allele |
Tabelle 4-4: Genotypfrequenzen am Genort SP-A2-Codon 50
Die Konkordanz P(
12>
2) mit dem Hardy-Weinberg-Gesetz beträgt im
Chi-Quadrat-Test
: P(
12>
2) = 77%.
|
Genotyp |
Frequenz (N = 13 Patienten) |
|
[1220G]+[1220G] (50Val/50Val): |
84,6 % (P = 11 Patienten) |
|
[1220C]+[1220G] (50Leu/50Val): |
15,4 % (H = 2 Patienten) |
|
[1220C]+[1220C] (50Leu/50Leu): |
0,0 % (Q = 0 Patienten) |
Bei Patient 8, Patient 12 und einem Mitarbeiter wurde in einem Allel des SP-A1-Gens der Polymorphismus 1162C>T in Codon 39, welches weiterhin Histidin kodiert, entdeckt. Die Substitution schafft eine Restriktionsschnittstelle für NcoI. Die RFLP -Analyse aller 31 Patienten
47
detektierte 7 Heterozygote, die in Abbildung 4-5 zu sehen sind. Wie die Familienanalyse in Abbildung 4-6 zeigt, waren beide Elternteile des Mitarbeiters heterozygot für 1162C>T. Abbildung 4-5: RFLP-Analyse mit NcoI am Genort SP-A1-Codon 39
Heterozygote Träger der Variante 1162C>T sind kursiv gesetzt.

Abbildung 4-6: Familienanalyse am Genort SP-A1-Codon 39 (Amplifikate von SP-A-Exon 1 geschnitten mit NcoI)
ungerade Nummern: aus dem SP-A1-Gen; gerade Nummern aus dem SP-A2-Gen amplifiziert
Spuren 1 & 2: Vater, 3 & 4: Mutter, 5 & 6: Mitarbeiter mit Variante, 7 & 8: Mitarbeiter ohne Variante

48
Der Vergleich der Frequenz der Variante bei Patienten und Mitarbeitern in der Kontingenztafel in Tabelle 4-5 wird im Chi-Quadrat-Test nicht signifikant (
= 0,90). Aus der Verteilung der Genotypen in
Tabelle 4-6
ergibt sich kein Verstoß gegen das Hardy-Weinberg-Gesetz.
Tabelle 4-5: 2(2-Kontingenztafel
mit Häufigkeit der Einzelbasensubstitution am Genort SP-A1-Codon 39
Die Signifikanz beträgt im
Chi-Quadrat-Test
: P(
12>
2) = 0,90.
|
Allele (n): |
Gesamt (72 Allele) |
Patientenallele (62) |
Mitarbeiterallele (10) |
|
1162C : |
64 |
55 |
9 |
|
Frequenz p: |
88,9 (79,3-95,1) % |
88,7 (78,1-95,1) % |
90,0 (55,5-99,7) % |
|
1162T: |
8 |
7 |
1 |
|
Frequenz q: |
11,1 (4,9-20,7) % |
11,3 (4,7-21,9) % |
10,0 (0,3-44,5) % |
Tabelle 4-6: Häufigkeit der beobachteten Genotypen am Genort SP-A1-Codon 39
Die Konkordanz P(
12>
2) mit dem Hardy-Weinberg-Gesetz wurde im
Chi-Quadrat-Test
berechnet.
|
Genotypen (N): |
Gesamt (36) |
Patienten (31) |
Mitarbeiter (5) |
|
[1162C]+[1162C] (P): |
75,0% (28) |
74,2% (24) |
80,0% (4) |
|
[1162C]+[1162T] (H): |
25,0% (8) |
25,8% (7) |
20,0% (1) |
|
[1162T]+[1162T] (Q): |
0,0% (0) |
0,0% (0) |
0,0% (0) |
|
Konkordanz: |
P( |
P( |
P( |
Die in einem Allel des SP-A1-Gens von Patient 15 entdeckte Variante 3138T>C deletiert eine NdeI-Restriktionsstelle. Das betroffene Codon 184 kodiert weiterhin Tyrosin. In der Kontingenztafel in
Tabelle 4-7
wird der Vergleich der durch DNA-Sequenzierung (q
3,6 %) oder RFLP-Analyse bestimmten Frequenz (q
15,9 %) mit
= 0,10 annähernd signifikant.
Tabelle 4-7: 2(2-Kontingenztafel n mit Häufigkeit der Einzelbasensubstitution am Genort SP-A1-Codon 184
|
Allele (n): |
Gesamt (72) |
Sequenz (28) |
RFLP (44) |
Patienten (62) |
Mitarbeiter (10) |
|
3138T: |
64 |
27 |
37 |
54 |
10 |
|
p [%]: |
88,9 (79,3-95,1) |
96,4 (81,7-99,9) |
84,1 (69,9-93,4) |
87,1 (76,1-94,3) |
100 (74,1-100) |
|
3138C: |
8 |
1 |
7 |
8 |
0 |
|
q [%]: |
11,1 (4,9-20,7) |
3,6 (0,1-18,3) |
15,9 (6,6-30,1) |
12,9 (5,7-23,9) |
0 (0,0-25,9) |
|
|
Signifikanz: |
P( |
ex. Fisher -Test: |
P(a) = 0,28 |
Ursache war der unvollständige DNA-Verdau durch NdeI trotz verlängerter Inkubationszeit, wie bei den Proben von Mitarbeiter 3 und 5 sowie Patient 11 und 14 in Abbildung 4-7 zu sehen.
49
Abbildung 4-7: Beispiel für unvollständigen DNA-Verdau durch NdeI (4 Stunden Inkubation mit 10 Units Enzym)
Alle Mitarbeiter waren homozygot für den Wildtyp. Die Patienten 2, 13, und 15 tragen die Variante.

Der Unterschied zwischen der bei den Patienten (q
12,9 %) und den Mitarbeitern (q
0 %) beobachteten Frequenz wurde im exakten
Fisher
-Test mit
= 0,28 nicht signifikant. Aus der in
Tabelle 4-8
wiedergegebenen Verteilung der Genotypen in den gebildeten Subpopulationen konnte kein Verstoß gegen das Hardy-Weinberg-Gesetz abgeleitet werden.
Tabelle 4-8: Häufigkeit der beobachteten Genotypen am Genort (SP-A1)-Codon 184
Die Konkordanz P(
12>
2) mit dem Hardy-Weinberg-Gesetz wurde im
Chi-Quadrat-Test
berechnet.
|
Population (N): |
Gesamt (36) |
Patienten (31) |
Probanden (5) |
Sequenz (14) |
RFLP (22) |
|
[3138T]+[3138T]: |
2,8% (P=1) |
3,2% (P=1) |
0,0% (P=0) |
0,0% (P=0) |
4,5% (P=1) |
|
[3138C]+[3138T]: |
16,7% (H=6) |
19,4% (H=6) |
0,0% (H=0) |
7,1% (H=1) |
22,7% (H=5) |
|
[3138C]+[3138C]: |
80,6% (Q=29) |
77,4% (Q=24) |
100,0% (Q=5) |
92,9% (Q=13) |
72,7% (Q=16) |
|
Konkordanz: |
P( |
P( |
P( |
P( |
P( |
Von 14 Patienten, die nach den in Abschnitt 3.1.2 dargelegten Kriterien ausgewählt worden waren, wurden die DNA-Sequenzen aller Exone beider SP-A-Gene bestimmt. Da diploide Proben amplifiziert und sequenziert wurden, liegen an heterozygoten Genorten zwei verschiedene DNA-Basen vor, die ähnlich wie in der Sequenz auf der linken Seite in Abbildung 4-4 nebeneinander als Farbbanden auf der Membran auftauchen. In Tabelle 4-9 werden die
50
daraus abgeleiteten Sequenzen beider Allele von SP-A1 gezeigt; aus Gründen der Übersichtlichkeit werden nur die Sequenzen der polymorphen Codons wiedergegeben. Nach dem in Tabelle 1-2 wiedergegebenen Schema lassen sich die Allele des SP-A1-Gens an bestimmten Einzelbasensubstitutionen in Exon 1, 2 und 4 erkennen. Außer dem Wildtyp 6a2 haben alle Allele die Substitution 1193G>C. Allel 6a4 trägt darüber hinaus die Substitutionen [1544A>G + 3241C>T], während [1101T>C + 1544A>G + 2985A>G] das Allel 6a definiert. Die bei den Patienten 8, 12 und 15 entdeckten neuen Einzelbasensubstitutionen sind nur durch das Auftreten unbekannter Allele zu erklären, die eine Erweiterung des Schemas erfordern.
Tabelle 4-9: Polymorphe Codons in den Exonsequenzen von SP-A1 und dementsprechende Allele der Patienten
Zur Orientierung ist die seltene Variante hervorgehoben. Neu beschriebene Polymorphismen sind kursiv gesetzt.
Unterstrichene Haplotypen wurden durch Klonierung gesichert.
|
SP-A1 |
Exon: |
1 |
1 |
1 |
2 |
4 |
4 |
4 |
|
|
Einzelbase: |
1101T>C |
1162C>T |
1193G>C |
1544A>G |
2985A>G |
3138T>C |
3241C>T |
|
Patient |
Aminosäure: |
Val19Ala |
(39His) |
Val50Leu |
(62Pro) |
(133Thr) |
(184Tyr) |
Arg219Trp |
|
3 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
4 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
5 |
6a3 |
GTG |
CAC |
CTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
6 |
6a |
GCG |
CAC |
CTC |
CCG |
ACG |
TAT |
CGG |
|
7 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
8 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
9 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
10 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
12 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
15 |
6a# |
GTG |
CAC |
CTC o. GTC |
CCA |
ACA |
TAC |
CGG |
|
16 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
17 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
34 |
6a2 |
GTG |
CAC |
GTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
|
37 |
6a3 |
GTG |
CAC |
CTC |
CCA |
ACA |
TAT |
CGG |
51
Die DNA-Klonierung isoliert die amplifizierten Sequenzen beider Allele eines heterozygoten Patienten voneinander. Elf Klone waren erfolgreich mit der amplifizierten DNA-Sequenz von SP-A1-Exon 1 von Patient 8 transformiert worden. In einer kombinierten DNA-Restriktion mit NcoI und EcoRI wurde die klonierte Sequenz aus der Plasmid-DNA herausgeschnitten und auf das Vorliegen der Substitution 1162C>T getestet. Bei der Sequenzierung von acht NcoI-positiven Klonen wurde siebenmal die Substitution 1193G>C ermittelt, der achte Klon hatte in Codon 50 die Valin kodierende Wildtypsequenz GTC. Mögliche Ursachen für die Enstehung dieser mutierten Sequenz (Klon 8.2 in Tabelle 4-13 ) werden in Abschnitt 1.1.1 diskutiert. Da die übrigen polymorphen Genorte der Wildtypsequenz entsprechen, tragen Patient 8 und 12 neben dem Wildtypallel 6a2 ein neues Allel 6a* des Haplotyps [1162C>T + 1193G>C], das dieselbe Aminosäuresequenz wie Allel 6a3 kodiert.Patient 15 besitzt ein unbekanntes Allel mit der Substitution 3138T>C und ist gleichzeitig heterozygot in Codon 50. Um zu bestimmen, ob dieses Allel in Exon 1 die Wildtypsequenz oder die Substitution 1193G>C trägt, musste fast die gesamte SP-A1-Sequenz kloniert werden. In den klonierten Sequenzen waren beide Kombinationen vorhanden, so dass die Frage nicht eindeutig beantwortet werden konnte (vergleiche dazu weiter unten den Hinweis auf das Phänomen der jumping PCR bei der Klonierung des SP-A2-Gens). Patient 15 trägt daher entweder ein Wildtypallel 6a2 und ein Allel 6a6 des Haplotyps [1193G>C + 3138T>C] oder ein Allel 6a3 des Haplotyps [1193G>C] und ein Allel 6a# des Haplotyps [3138T>C].
Tabelle 4-10 gibt die Ergebnisse der DNA-Sequenzierung der SP-A2-Amplifikate wieder. Da die Zahl der verschiedenen SP-A2-Allele größer ist, kann das in Tabelle 1-3 wiedergegebene Schema nicht jeden Genotyp aus einer diploiden Probe identifizieren. Nur Allel 1a ist durch die Substitution 1649G>C charakterisiert. Bei Nachweis der Sequenz [3018C>T + 3265C>A] in Exon 4 entscheidet die Anwesenheit der Substitution 1098A>C in Exon 1, ob Allel 1a1 oder Allel 1a3 vorliegt. Allel 1a2 liegt vor, wenn es sich abgesehen von der Substitution 1098A>C um die Wildtypsequenz handelt. Liegt wie bei Patient 4 sowohl in Exon 1 wie auch in Exon 4 Heterozygotie vor, kann der Genotyp nicht aus der diploiden Probe bestimmt werden.
Die bei Patient 7 und 10 entdeckte Substitution 1220G>C, die zum Aminosäureaustausch Val50Leu führt, lässt sich durch das Auftreten eines bisher nicht beschriebenen Allels erklären. Sieben erfolgreich mit der aus DNA von Patient 10 amplifizierten Sequenz von SP-A2-Exon 1 transformierte Klone wurden sequenziert. Während zwei die Wildtypsequenz und vier den Haplotyp [1098A>C + 1220G>C] aufwiesen, war der siebte (Klon 10.11 in Tabelle 4-14 ) mit dem Haplotyp [1118T>C + 1220G>C] offenbar als Polymerasefehler in der PCR entstanden.
52
Tabelle 4-10: Polymorphe Codons in den Exonsequenzen von SP-A2 und dementsprechende Allele der Patienten
(Fragliche Allele bei Patient 4 und 12 gingen nicht in die Allel- und Haplotypfrequenzen in
Abschnitt 5.2.3
ein)
|
SP-A2 |
Exon: |
1 |
1 |
2 |
4 |
4 |
|
|
Einzelbasensubstitution: |
1098A>C |
1220G>C |
1649G>C |
3018C>T |
3265C>A |
|
Patient |
Aminosäureaustausch: |
Asn9Thr |
Val50Leu |
Ala91Pro |
(140Ser) |
Gln223Lys |
|
3 |
1a0 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
(4) |
(1a0 oder 1a2) |
AAC oder ACC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
5 |
1a0 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
6 |
1a |
ACC |
GTC |
CCT |
TCC |
CAG |
|
7 |
1a3 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCT |
AAG |
|
8 |
1a2 |
ACC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
9 |
1a0 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
10 |
1a* |
ACC |
CTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
(12) |
(1a§) |
ACC |
GTC |
CCT |
TCT |
AAG |
|
15 |
1a0 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
16 |
1a0 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
17 |
1a0 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCC |
CAG |
|
34 |
1a3 |
AAC |
GTC |
GCT |
TCT |
AAG |
|
37 |
1a1 |
ACC |
GTC |
GCT |
TCT |
AAG |
Durch Restriktion eines SP-A2-Amplifikats aus der DNA von Patient 10 mit StuI in Exon C und Codon 168 wurde eine Sequenz von 2.302 bp (DNA-Basen 860C_3161G) gebildet und mit
pUC19
ligiert. Nur 2 von 24 transformierten Klonen waren laktaseinaktiv. Da bei Restriktion mit BamHI keine Sequenz herausgeschnitten werden konnte, muss die Vielfach-Klonierungsstelle (multiple cloning site) dieser Plasmide samt komplementierendem
-Galactosidasegen deletiert gewesen sein. Durch Kombination der StuI-Restriktion mit HindIII, welches nach Codon 155 schneidet, wurde ein überhängendes 3‘-Ende am SP-A2-Amplifikat (DNA-Basen 860C_3123A) gebildet. Von neun transformierten Klonen enthielten drei die SP-A2-Sequenz. Die DNA-Sequenzierung zeigte den Haplotyp [1098A>C + 1220G>C] mit der Wildtypsequenz TCC in Codon 140 in zwei der Klone, der dritte Klon wies sowohl in Exon 1 als auch in Exon 4 die
53
Wildtypsequenz auf. Sein Auftreten könnte durch ein als jumping PCR bezeichnetes Phänomen der Regeneration von DNA-Sequenzen während der Amplifikation erklärt werden ( Porter-Jord und Garrett 1990) und soll ebenfalls in Abschnitt 1.1.1 diskutiert werden. Eine mit SmaI und EcoRI unter Einschluss des variablen Codons 203 gebildete Sequenz von 2.537 bp (DNA-Basen 910_3446) konnte nicht mit pUC19 ligiert werden. Eine Erklärung wäre das Fehlen der Schnittstelle für SmaI im amplifizierten Allel aufgrund einer Intronvariante, so dass das 5‘-Ende des nur mit EcoRI geschnittenen PCR-Amplifikats (DNA-Basen 560_3446) nicht zum Vektor komplementär war.Paitient 7 und 10 tragen das neue Allel 1a7 des Haplotyps [1098A>C + 1220G>C], das aufgrund des Aminosäureaustausches Val50Leu ein SP-A1-Monomer mit neuer Primärstruktur kodiert. Bei Patient 7 ist das zweite Allel 1a3 mit dem Haplotyp [3018C>T + 3265C>A].
Bei Patient 10 hat das zweite Allel abweichend von der Wildtypsequenz lediglich die bekannte, stille Einzelbasensubstitution in Codon 140. Dieses neue Allel 1a6 des Haplotyps [3018C>T] kodiert dasselbe Protein wie Wildtypallel 1a0 und wurde ebenfalls bei Patient 8 nachgewiesen.
Patient 12 ist homozygot für alle vier bisher bekannten Einzelbasensubstitutionen im SP-A2-Gen. Der beobachtete Haplotyp [1098A>C + 1220G>C + 3018C>T + 3265C>A] charakterisiert das neue Allel 1a§, das als Einzelbeobachtung in Abschnitt 5.2.2 näher diskutiert wird.
Aus den Zahlen der für eine bestimmte Substitution heterozygoten beziehungsweise homozygoten Proben wurde die beobachtete Häufigkeit q des entsprechenden Polymorphismus im untersuchten Patientenkollektiv sowie die beobachtete Proportion Heterozygoter h berechnet. Ein Vergleich mit dem erwarteten Heterozygotiegrad Het kann ebenso wie die Prüfung auf Konkordanz mit dem Hardy-Weinberg-Gesetz im Chi-Quadrat-Test einen in der studierten Population vorherrschenden Heterozygotenvorteil aufdecken. Die in Tabelle 4-11 gezeigte Analyse der einzelnen Polymorphismen im SP-A1-Gen zeigte jeweils eine hohe Konkordanz mit dem Hardy-Weinberg-Gesetz, die Zahl Heterozygoter entsprach dem Erwartungswert.
Im SP-A2-Gen lag die erwartete Häufigkeit Heterozygoter Het für die Substitution 3265C>A in Codon 223 mit 42,3 % am oberen Ende des 95 %-Konfidenzintervalls (1,8 - 42,8 %) der beobachteten Heterozygotie h. Sowohl bei diesem zum Aminosäureaustausch Gln223Lys
54
führenden Polymorphismus wie auch bei der zum Aminosäureaustausch Ala91Pro führenden Substitution 1649G>C wurde die erhöhte Zahl Heterozygoter als Abweichung vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht mit
= 0,019 beziehungsweise
= 0,015 in
Tabelle 4-12
signifikant.
Tabelle 4-11: Häufigkeiten der einzelnen Polymorphismen im SP-A1-Gen (n = 28 Allele)
Die Proportion Heterozygoter h wurde mit dem erwarteten
Heterozygotiegrad
Het verglichen.
Die Konkordanz P(
12>
2) mit dem Hardy-Weinberg-Gesetz wurde im
Chi-Quadrat-Test
berechnet.
|
Variante |
q [%] |
h [%] |
Het [%] |
P( |
|
1101T>C (Val19Ala) |
3,6 (0,1 - 18,3) |
7,1 (0,2 - 33,9) |
7,1 |
89 % |
|
1162C>T (39His) |
7,1 (0,9 - 23,5) |
14,3 (1,8 - 42,8) |
13,8 |
77 % |
|
1193G>C (Val50Leu) |
42,9 (24,5 - 62,8) |
42,9 (17,7 - 71,1) |
50,8 |
64 % |
|
1544A>G (62Pro) |
7,1 (0,9 - 23,5) |
14,3 (1,8 - 42,8) |
13,8 |
77 % |
|
2985A>G (133Thr) |
3,6 (0,1 - 18,3) |
7,1 (0,2 - 33,9) |
7,1 |
89 % |
|
3138T>C (184Tyr) |
3,6 (0,1 - 18,3) |
7,1 (0,2 - 33,9) |
7,1 |
89 % |
|
3241C>T (Arg219Trp) |
3,6 (0,1 - 18,3) |
7,1 (0,2 - 33,9) |
7,1 |
89 % |
Tabelle 4-12: Häufigkeiten der einzelnen Polymorphismen im SP-A2-Gen (n = 28 Allele)
|
Variante |
q [%] |
h [%] |
Het [%] |
P( |
|
1098A>C (Asn9Thr) |
42,9 (24,5-62,8) |
42,9 (17,7 -71,1) |
50,8 |
64 % |
|
1220G>C (Val50Leu) |
7,1 (0,9-23,5) |
14,3 (1,8 - 42,8) |
13,8 |
77 % |
|
1649G>C (Ala91Pro) |
10,7 (2,3-28,2) |
7,1 (0,2 - 33,9) |
19,8 |
1,9 % |
|
3018C>T (140Ser) |
35,7 (18,7-55,9) |
28,6 (8,4 - 58,1) |
47,6 |
15,7 % |
|
3265C>A (Gln223Lys) |
28,6 (13,2 - 48,7) |
14,3 (1,8 - 42,8) |
42,3 |
1,5 % |
Die Elektrophoresebedingungen zum SSCP-Nachweis in den PCR-Amplifikaten wurden experimentell bestimmt. Die Klonierung von Mustersequenzen ermöglichte die wiederholte Amplifikation von DNA, deren Sequenz an den polymorphen Genorten den entsprechenden Abschnitten der einzelnen Allele entsprach. Zur Überprüfung der Sensitivität wurden Exonsequenzen mit weiteren artifiziellen Mutationen kloniert. SSCP-Gelelektrophoresen mit Patienten-DNA waren wegen der Heterozygotie nicht eindeutig zu interpretieren.
55
Die Reproduzierbarkeit der SSCP-Elektrophorese wird durch Temperatur , Geldichte sowie denaturierende Zusätze beeinflusst ( Orita et al. 1989). Einzelstrang-DNA wurde mit steigender Geldichte stärker im Gel zurückgehalten, die Mobilitätsunterschiede zur Doppelstrang-DNA verringerten sich, so dass in 3,5 % Polyacrylamid Doppelstrang- und Einzelstrang-DNA nicht mehr zu trennen sind. Abbildung 4-8 zeigt ein 5 %iges Polyacrylamidgel im Monoacrylamid-Bisacrylamid-Verhältnis von 99:1. Eine geringere Querverzweigung würde die Unterschiede wieder erhöhen, aber durch die Konsistenz des Gels die Handhabung zu sehr erschweren.
Tabelle 4-13 und Tabelle 4-14 aufgeführt.

Die Temperatur beeinflusst die DNA-Konformation ( Newton und Graham 1997). Bei 4°C sind einige Polymorphismen besser zu sehen, wie bei Klon 8.8 in Abbildung 4-9 . Klon 8.2 lässt sich jedoch besser in der bei 20° C durchgeführten Elektrophorese in Abbildung 4-8 differenzieren.
Abbildung 4-9: SSCP-Analyse mit klonierter DNA von SP-A-Exon 1
6% Polyacrylamid(99:1), Temperatur = 4°C, Laufzeit = 135 Minuten, DS = nicht denaturierte DNA.

56
Diese Ergebnisse sind in Gelen vergleichbarer Dichte reproduzierbar, wie die Elektrophorese mit MDE ® Gel Solution (FMC BioProducts) in Abbildung 4-10 im Vergleich zu der unter den gleichen Bedingungen durchgeführten Elektrophorese mit herkömmlichen Polyacrylamid in Abbildung 4-9 zeigt. Durch denaturierende Zusätze von 5 % Glycerol wurde die Mobilität der Einzelstrang-DNA so weit erhöht, dass sie bei einer Konzentration von 5 % Polyacrylamid (99:1) nun wie in Abbildung 4-11 vor der Doppelstrang-DNA liegt. Diesen Effekt zeigten bereits Orita et al. 1989. Die Unterschiede in der elektrophoretischen Mobilität der mutierten Sequenzen verringern sich dabei oftmals, wie der Vergleich mit Abbildung 4-12 zeigt. Abbildung 4-10: SSCP-Analyse mit klonierter DNA von SP-A-Exon 1
(0,25×)
MDE
® Gel Solution, Temperatur = 4°C, Laufzeit = 135 Minuten, DS = nicht denaturierte DNA.

Abbildung 4-11: SSCP-Analyse von SP-A1-Exon 2 mit DNA-Proben der Patienten 6, 8 und 12
5% Polyacrylamid(99:1) mit 5% Glycerol, Temperatur = 4°C, Laufzeit = 135 min, DS = Doppelstrang-DNA.

Abbildung 4-12: SSCP-Analyse von SP-A1-Exon 2 mit DNA-Proben der Patienten 6, 8 und 12
5% Polyacrylamid(99:1), Temperatur = 4°C, Laufzeit = 135 Minuten, DS = am unteren Gelrand (185 bp).

57
Aus amplifizierter DNA der heterozygoten Patienten 6, 8 und 10 konnten die den einzelnen Exonsequenzen entsprechenden Abschnitte aller Allele als Mustersequenzen im Vektor pCR2.1 kloniert werden. In einer PCR mit den internen Primern SPA-EX1-FW3 und SPA-EX1-RE3 wurden die Sequenzen von Exon 1 beider SP-A-Gene zusammen aus genomischer DNA eines dieser Patienten amplifiziert. Die Plasmid-DNA der erfolgreich transformierten Klone wurde in einer DNA-Restriktion mit PstI wie in Abbildung 4-13 auf das Vorliegen der bereits in Abschnitt 1.1.1 beschriebenen und invariant nur im SP-A2-Gen vorkommenden Einzelbasensubstitution 1018T>A oberhalb von Exon D getestet.
Abbildung 4-13: Restriktionsanalyse der Klone von Patient 10-SP-A-Exon 1
Amplifikate von SP-A1 (Klon 28, 30, 32 und 33) bilden Fragmente von 134, 82, 69 und 26 bp. SP-A2-Amplifikate (Klon 29 und 31) bilden je nach Orientierung im Vektor Fragmente von 203, 82 und 26 oder 177, 82 und 52 bp.

Mit den Universalprimer n M13(-29) und M13(-43) wurden gezielt Amplifikate beider Gene sequenziert, bis von jedem Allel wenigstens zwei klonierte Mustersequenzen identifiziert worden waren, die als Gefrierkultur konserviert wurden. Durch die in Abschnitt 1.1.1 zu diskutierenden Fehlermöglichkeiten waren in einige der Sequenzen bei der PCR falsche DNA-Basen eingefügt worden, die nun als artifizielle Mutationen mit kloniert wurden. Sie traten zum Teil in ohnehin polymorphen Codons auf (wie 1194T>C bei Klon 6.1) und sind in Tabelle 4-13 und Tabelle 4-14 hervorgehoben. Die entsprechenden Klone wurden auch konserviert, da sie gut geeignet
58
sind, die Sensitivität der SSCP-Analyse bei der Detektion beliebiger Einzelbasensubstitutionen zu testen. Die Tabellen zeigen die Sequenzen der Klone in den polymorphen Codons und welchem Allel die klonierte Sequenz entspricht, wobei mehrere Allele in Exon 1 dieselbe Sequenz haben. Artifiziell mutierte Sequenzen sind durch Anführungszeichen gekennzeichnet.
Tabelle 4-13: Mustersequenzen für SP-A1-Exon 1 (kloniert aus einer PCR mit Taq-DNA-Polymerase)
Unterstrichene Klone wurden in einer Gefrierkultur als Muster für die angegebenen Allele konserviert.
Bei der PCR mutierte Genorte sind hervorgehoben. Anführungszeichen markieren die mutierten Allelsequenzen.
|
Aminosäure: |
Val19Ala |
(27Val) |
(39His) |
Val50Leu |
Leu50Pro |
(51Lys) |
|
|
|
Patient |
Klon |
1101T>C |
1126T>C |
1162C>T |
1193G>C |
1194T>C |
1198A>G |
Allel |
|
|
1 |
GTG |
|
CAC |
|
CCC (Pro) |
|
(6a3, 6a4)‘ |
|
|
2 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
|
|
3 |
GCG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a |
|
|
4 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
|
6 |
6 |
GCG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a |
|
|
7 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
|
|
8 |
GCG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a |
|
|
9 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
|
|
10 |
GCG |
GTC |
CAC |
CTC |
|
|
(6a)‘ |
|
|
12 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
|
|
1 |
GTG |
|
CAT |
CTC |
|
|
6a* |
|
|
2 |
GTG |
|
CAT |
GTC |
|
|
(6a2)‘ |
|
8 |
3 |
GTG |
|
CAT |
CTC |
|
|
6a* |
|
|
5 |
GTG |
|
CAC |
GTC |
|
|
6a2 |
|
|
6 |
GTG |
|
CAC |
GTC |
|
|
6a2 |
|
|
8 |
GTG |
|
CAC |
GTC |
|
AAG |
(6a2)‘‘ |
|
|
2 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
|
10 |
3 |
GTG |
|
CAC |
GTC |
|
|
6a2 |
|
|
8 |
GCG |
|
CAC |
GTC |
|
|
(6a2)‘‘‘ |
|
|
10 |
GTG |
|
CAC |
CTC |
|
|
6a3, 6a4 |
Mit den internen Primern SPA-EX2-FW und SPA-EX2-RE2 wurden die Sequenzen von Exon 2 beider SP-A-Gene aus genomischer DNA von Patient 6 amplifiziert. Die Plasmid-DNA der erfolgreich transformierten Klone wurde in einer DNA-Restriktion mit ApaI auf das Vorliegen der invariant nur im SP-A2-Gen vorkommenden Einzelbasensubstitution 1640G>A getestet. Wieder wurden gezielt so viele Amplifikate beider Gene sequenziert, bis von jedem Allel zwei klonierte Mustersequenzen identifiziert worden waren. Tabelle 4-16 und Tabelle 4-15 zeigen die Sequenzen der Klone an den polymorphen Genorten von SP-A1 und SP-A2.
59
Tabelle 4-14: Mustersequenzen für SP-A2-Exon 1 (kloniert aus einer PCR mit PwoI-DNA-Polymerase)
|
Aminosäure: |
Asn9Thr |
Ser16Pro |
Val50Leu |
|
|
|
Patient |
Klon |
1098A>C |
1118T>C |
1220G>C |
Allel |
|
|
29 |
ACC |
|
GTC |
1a, 1a1, 1a2, 1a§ |
|
8 |
31 |
ACC |
|
GTC |
1a, 1a1, 1a2, 1a§ |
|
|
34 |
ACC |
|
GTC |
1a, 1a1, 1a2, 1a§ |
|
|
4 |
ACC |
|
CTC |
1a* |
|
|
5 |
ACC |
|
CTC |
1a* |
|
|
7 |
ACC |
|
CTC |
1a* |
|
10 |
9 |
AAC |
|
GTC |
1a0, 1a3, 1a# |
|
|
11 |
ACC |
CCT |
GTC |
(1a, 1a1, 1a2, 1a§)‘ |
|
|
14 |
AAC |
|
GTC |
1a0, 1a3, 1a# |
|
|
15 |
ACC |
|
CTC |
1a* |
Tabelle 4-15: Mustersequenzen für SP-A2-Exon 2 (kloniert aus einer PCR mit Taq-DNA-Polymerase)
|
Aminosäure: |
(Intron) |
Ala91Pro |
(Intron) |
(Intron) |
(Intron) |
|
|
|
Patient |
Klon |
1526A>G |
1649G>C |
1690G>A |
1696T>C |
1745_1747delGGT |
Allel |
|
|
5 |
ACGCA |
GCT |
GTGGG |
|
|
1a0, 1a1-1a*, 1a# |
|
|
14 |
|
CCT |
GTAGG |
|
|
1a, 1a§ |
|
|
17 |
|
CCT |
GTAGG |
|
|
1a, 1a§ |
|
|
20 |
|
CCT |
GTAGG |
|
|
1a, 1a§ |
|
6 |
22 |
|
CCT |
GTAGG |
|
|
1a, 1a§ |
|
|
24 |
|
CCT |
GTAGG |
|
|
1a, 1a§ |
|
|
26 |
|
CCT |
GTAGG |
AGCGG |
|
(1a, 1a§)‘ |
|
|
27 |
|
GCT |
GTGGG |
|
(TGGG |
1a0, 1a1-1a*, 1a# |
|
|
28 |
|
CCT |
GTAGG |
|
|
1a, 1a§ |
Tabelle 4-16: Mustersequenzen für SP-A1-Exon 2 (kloniert aus einer PCR mit Taq-DNA-Polymerase)
|
Aminosäure: |
(Intron) |
(Intron) |
(Intron) |
(62Pro) |
Gly72Pro |
|
|
|
Patient |
Klon |
1507C>T |
1515T>C |
1526T>C |
1544A>G |
1632_1633GG>CC |
Allel |
|
|
2 |
|
|
|
CCA |
|
6a2, 6a3, 6a*, 6a# |
|
|
3 |
CATAT |
|
|
CCG |
|
(6a, 6a4)‘ |
|
|
4 |
|
|
TCCGC |
CCA |
|
6a2, 6a3, 6a*, 6a# |
|
|
7 |
|
|
|
CCA |
CCC |
(6a2, 6a3, 6a*, 6a#)‘ |
|
6 |
8 |
|
|
|
CCA |
|
6a2, 6a3, 6a*, 6a# |
|
|
9 |
|
|
|
CCG |
|
6a, 6a4 |
|
|
13 |
|
TGCCT |
|
CCA |
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(6a2, 6a3, 6a*, 6a#)‘‘ |
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15 |
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|
|
CCA |
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6a2, 6a3, 6a*, 6a# |
|
|
25 |
|
|
|
CCA |
|
6a2, 6a3, 6a*, 6a# |
60
Die in den Klonen 6.3, 6.4, 6.5, 6.13 und 6.26 detektierten Abweichungen in den Intronen liegen innerhalb der Sequenz der SSCP -Primer, so dass diese Fehler bei der Reamplifikation zur SSCP-Analyse wieder korrigiert werden. Die Deletion von drei DNA-Basen bei Klon 6.27 liegt außerhalb der für die SSCP-Analyse amplifizierten Sequenz. Die Sequenz von Klon 6.26 entsprach ab Nukleotid 1716 der des SP-A1-Gens.Mit den internen Primern SPA-EX3-FW und SPA-EX3-RE wurden die Sequenzen von Exon 3 beider SP-A-Gene aus genomischer DNA von Patient 7 amplifiziert. Da in diesem Exon keine in einem Gen varianten polymorphen Genorte bekannt sind, wurde bei der Sequenzierung an der invarianten Einzelbasensubstitution 2453T>C erkannt, ob eine amplifizierte Sequenz des SP-A1- oder des SP-A2-Gens vorliegt. Bei einer klonierten SP-A2-Sequenz (Klon 7.9) war zusätzlich Nukleotid 2517 im Intron deletiert, wie Tabelle 4-17 zeigt.
Tabelle 4-17: Mustersequenzen für SP-A-Exon 3 (
markiert die deletierte DNA-Base)
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Aminosäure: |
(94Phe) |
(Intron) |
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|
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Patient |
Klon |
2453T>C |
2517delT |
Gen |
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3 |
TTT |
|
SP-A1 |
|
|
4 |
TTT |
|
SP-A1 |
|
|
5 |
TTT |
|
SP-A1 |
|
7 |
6 |
TTT |
|
SP-A1 |
|
|
7 |
TTC |
|
SP-A2 |
|
|
9 |
TTC |
CCCC |
(SP-A2)‘ |
|
|
10 |
TTT |
|
SP-A1 |
|
|
12 |
TTC |
|
SP-A2 |
Mit den internen Primern SPA-EX4-FW3 und SPA-EX4-RE wurden die Sequenzen von Exon 4 beider SP-A-Gene aus genomischer DNA der Patienten 6 und 10 amplifiziert. Lediglich ein Klon war erfolgreich transformiert worden, was an der Größe des DNA-Fragments liegen kann. Dieser Klon hatte abweichend von der Sequenz von Allel 1a eine G-A-Transition in Codon 240. Aufgrund der im folgenden Abschnitt beschriebenen, unzureichenden Spezifität der SSCP-Analyse diploider Patientenproben wurde auf die weitere Klonierung verzichtet.
Tabelle 4-18: Mustersequenz für SP-A2-Exon 4 (kloniert aus einer PCR mit PwoI-DNA-Polymerase)
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Aminosäure: |
(140Ser) |
Gln223Lys |
Tyr240Cys |
|
|
|
Patient |
Klon |
3018C>T |
3265C>A |
3305A>G |
Allel |
|
6 |
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TCC |
AAG |
TGC |
1a |
61
Abbildung 4-12 zeigte eine SSCP-Gelelektrophorese , bei der Amplifikate von SP-A2-Exon 2 aus Patienten-DNA gemeinsam mit klonierter Standard-DNA aufgetrennt wurden. Bei den DNA-Standards lässt sich das Wildtypallel 1a0 (Klon 6.27) von der Sequenz mit der Einzelbasensubstitution 1649G>C (Klon 6.14) und der in der PCR mutierten Sequenz mit der Transition 1696T>C (Klon 6.26) unterscheiden. Beim Vergleich der Muster von Klon 6.14 und Patient 12 wird die bei der Sequenzierung in Tabelle 4-10 nachgewiesene Homozygotie in Codon 91 für [1649G>C] + [1649G>C] deutlich. Patient 8 ist in Codon 91 homozygot für die Wildtypsequenz GCT. Das von Abweichen des Farbbandenmusters von dem bei Klon 6.27 zu sehenden ist durch die inkonstante Einzelbasensubstitution 1690G>A im Intron bedingt. Bei Patient 6 bilden sich durch die Heterozygotie andere Banden als in den homozygoten Proben, wobei es sich wahrscheinlich um Heteroduplexe handelt ( Humphries et al. 1997).
Bei der SSCP-Gelelektrophorese mit Amplifikaten von Exon 3 ließ sich die SP-A1-Gensequenz von der SP-A2-Gensequenz unterscheiden. Die in der PCR mutierte Sequenz von Klon 7.9 war ebenfalls zu differenzieren. Aufgrund der häufigen Polymorphismen war die Identifikation diploider Proben sehr schwierig. Selbst unter Berücksichtigung der hier nicht gezeigten Analysen aller Exone war die exakte Bestimmung des SP-A-Genotyps anhand der Beobachtung von Einzelstrangkonformationspolymorphismen nicht möglich.
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