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		<school>Aus dem Institut für Pathologie<br/>der Medizinischen Fakultät Charité<br/>der Humboldt-Universität zu Berlin</school>
		<submission>DISSERTATION</submission>
		<title>Entwicklung eines metabolisch stabilen<br/>Ribozyms gegen die mRNA des<br/>Parathormon-verwandten Proteins (PTHrP)</title>
		<degree>Zur Erlangung des akademischen Grades<br/>Doctor medicinae (Dr. med.)</degree>
		<major>vorgelegt der Medizinischen Fakultät Charité<br/>der Humboldt-Universität zu Berlin</major>
		<author>von <br/>
			<given>Martin</given>
			<surname>Schultz
         </surname>
			<suffix>aus Neubrandenburg</suffix>
		</author>
		<dean>
			<strong>Dekan:</strong>
			<br/>Prof. Dr. med. Dr. h. c. R. Felix</dean>
		<approvals>
			<name>Prof. Dr. Dietel</name>
			<name>Prof. Dr. Hölzel</name>
			<name>Prof. Dr. rer. nat. Sczakiel</name>
		</approvals>
		<date>Datum der Promotion: 9. Oktober 2001</date>
		<abstract lang="de">
			<head>Zusammenfassung</head>
			<p>Mit der Entdeckung der katalytischen Aktivität von Ribonukleinsäuren wurde begonnen, darauf basierende therapeutische Strategien zu entwickeln, die auf genetischer Ebene den Stoffwechsel oder virale Infektionen von Zellen beeinflussen. Entsprechende Oligoribonukleotide waren befähigt, spezifisch RNA-Stränge zu erkennen und zu spalten. In Analogie zu Enzymen wurden sie als Ribozyme bezeichnet.</p>
			<p>Aufgabe der vorliegenden Arbeit war die Entwicklung eines metabolisch stabilen Hammerhead-Ribozyms. Dieses sollte lipidvermittelt in die Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 transfiziert werden und dort die Genexpression des dem Parathormon verwandten Proteins (PTHrP) durch die Spaltung der PTHrP-mRNA unterdrücken. Ausgangspunkt der Entwicklung war das Hammerhead-Ribozym RbO. Es wies in zellfreien Versuchen bei der Spaltung einer 232 Basen langen Substrat-RNA mit einem k(<sup>obs)</sup>-Wert von 47,42 E-3 /min eine zur Literatur vergleichbar hohe Aktivität auf, jedoch zeigte es sich als reiner RNA-Strang gegenüber Nukleasen sehr fragil. Das Endprodukt der in mehreren Schritten abgelaufenen Weiterentwicklung des Ribozyms RbO stellte das Ribozym RbS dar. Im Vergleich zum Ausgangsribozym bestand das in der Stammschleife verkürzte Ribozym zu 71 % aus DNA. Es besaß Phosphorothioatmodifikationen in den Flanken und in den konservierten Sequenzbereichen. Zudem war durch einen Basenwechsel im katalytischen Teil der Stammschleife eine Pyrimidinbase durch eine Purinbase ausgetauscht worden. Zusammen bedingten die genannten Veränderungen eine Steigerung der Ribozymstabilität um mehr als das Zehnfache. Dabei war die katalytische Aktivität des Ribozyms RbS mit einem k<sup>(obs)</sup>-Wert von 45,76 min E-3 /min gegenüber RbO annähernd identisch. </p>
			<p>Das schrittweise Vorgehen bei der Ribozymentwicklung mit dem Erstellen von 20 unterschiedlich modifizierten Ribozymen ermöglichte es, den Einfluss einzelner Modifikationen auf die Ribozymaktivität zu prüfen. Mehrfach konnten dabei die Ergebnisse anderer Forschungsgruppen bestätigt werden. So wurde erkannt, dass für viele Modifikationen, wie Ribozymverkleinerung, RNA-DNA-Basenaustausch und Phosphorothioateinbindung, die Auswirkung auf die katalytische Aktivität nur begrenzt vorherzusagen ist und optimale Ergebnisse nur durch Testreihen zu erlangen sind. </p>
			<p>Bei der Behandlung der Tumorzellen in Monolayer-Zellkultur ließ sich für das Ribozym RbS keine signifikante Wirkung nachweisen. Als Ursache dafür ist am ehesten die auf Grund von Sekundärstrukturen fehlende Erkennung der Zielsequenz innerhalb der PTHrP-mRNA anzunehmen.</p>
		</abstract>
		<abstract lang="en">
			<head>Abstract</head>
			<p>The development of therapeutic strategies affecting cellular metabolism and viral infections of cells was introduced after the discovery of the catalytic activity of ribonucleic acid. Appropriate oligoribonucletides were able to specificly recognize and cleave RNA strands. They were called ribozymes by analogy with enzymes.</p>
			<p>The main task of our research was the development of a metabolic stable hammerhead ribozym. The ribozym should be transfected by lipid mediated transport into renal carcinoma cells RCC 95/96 where it should suppress the gene expression of parathormone-related peptide (PTHrP) by means of cleavage of the PTHrP mRNA. The hammerhead ribozyme RbO was the starting point of the development. Its activity in cleavage of 232 base long subsrats in cell-free tests was comparable to the literature (k(obs) value 47,42 E-3 /min). However it was very fragile regarding nucleases. The end product of the gradual further development of the ribozyme RbO was the ribozyme RbS. This ribozyme which was shortened in helix 2 consisted of 71 percent DNA in comparison to the original one. It was modified with phosphorothioates in helix 1 and 3 and in the conserved sequence regions. Furthermore a pyrimidine base was exchanged for a purine base in the catalytic part of helix 2. Altogether the named alterations increased the stability of the ribozyme more than 10 times. The catalytic activity of the ribozyme RbS compared to RbO was approximately identical (k(obs) value 45,76 E-3 /min).</p>
			<p>The step-by-step development of the ribozymes with the creation of 20 different modified ribozyms made it possible to study the impact of individual modifications on the ribozyme activity. Often the results of other research groups were confirmed. Thus it was detected that the effects of some modifications like ribozyme reduction, RNA-DNA base exchange and phosphorothioates integration are only partly predictable. Therefore optimal results are only obtained by a number of tests.</p>
			<p>Finally we could not demonstrate a significant effect of the ribozyme RbS in the treatment of tumor cells in monolayer. The most likely explanation for this seems to be that the target sequence inside of the PTHrP-mRNA wasn't recognized due to secondary structures.</p>
		</abstract>
	</front>
	<body>
		<chapter id="chapter1" label="1">
			<head>
				<link id="_Ref451240735"/>
				<pagenumber id="N1007D" label="9" numbering="arabic" start="9"/>Einleitung</head>
			<section id="N10082" label="1.1">
				<head>Krebs und PTHrP</head>
				<p>Krebserkrankungen stellen die zweithäufigste Todesursache dar. Der Verlauf der Krebserkrankungen wird in erster Linie durch die direkten Tumorfolgen geprägt. Hierzu gehören im Rahmen der lokalen Invasion und Metastasierung die Infiltration, Destruktion und Arrosion benachbarter Strukturen und entfernter Organe. Daneben können tumor-assoziierte Krankheitserscheinungen, die weder auf Metastasierung oder Tumorinvasion zurückzuführen sind, den Krankheitsverlauf wesentlich mitbestimmen. Solche Krankheitserscheinungen werden als paraneoplastisches Syndrom bezeichnet und schließen neben seltenen Krankheiten des ZNS (Leukenzephalitis) und der Haut (Acanthosis migricans) insbesondere die endokrinen paraneoplastischen Syndrome ein. Sie können den klinisch nachweisbaren Tumoren vorangehen und somit die initiale Symptomatik einer Krebserkrankung darstellen. Häufiger stellen sie jedoch eine Komplikation im Verlauf der Krebserkrankung dar, die nicht selten den Beginn des Finalstadiums markiert.</p>
				<p>Zu den Substanzen, die endokrine paraneoplastische Syndrome bedingen, gehört neben dem adrenokortikotropen Hormon (ACTH), dem antidiuretischen Hormon (ADH) und einigen anderen Hormonen das Parathormon-verwandte Protein, PTHrP (parathyroid hormone-related protein).</p>
				<p>Im Zusammenhang mit der tumor-assoziierten Hyperkalzämie wurde schon früh der Einfluss des Parathormons oder eines Hormons vergleichbarer Wirkung diskutiert (Albright 1941). Nachgewiesen wurde das PTHrP 1987 von drei voneinander unabhängigen Forschungsgruppen (Burtis et al. 1987, Moseley et al. 1987, Strewler et al. 1987). In den nächsten Jahren klärten Broadus et al. (1988) und Martin et al. (1989) die Struktur des Proteins. Das PTHrP-Gen wurde 1989 auf dem Chromosom 12 lokalisiert. Es ist annähernd 15 Kilobasen lang und besteht aus sieben Exons und fünf Introns (Mangin et. al. 1989). Durch alternatives Spleißen resultieren vier mRNA-Typen (<link ref="_Ref525635543">Abb. 1</link>) (Ikeda et al. 1988, Yasuda et al. 1989). Die Untersuchung von mehr als zwanzig verschiedenen Krebszellarten zeigte, dass nahezu alle Zellinien alle vier mRNA-Typen erzeugen (Brandt et al. 1994, Nakamura et al. 1995). Ein Rezeptor, der die Wirkung des PTHrP vermittelt, konnte 1992 kloniert werden (Abou Samra et al. 1992). Er gehört zur Klasse der G&#8209;Protein-gekoppelten Rezeptoren und bindet die N-terminalen 34 Aminosäuren des PTHrP und des PTH. Das Binden des Proteins an den PTH/PTHrP-Rezeptor kann sowohl die Adenylatzyklase (Kovacs et al. 1995) als auch die Phospholipase C und somit die Proteinkinase C (Guo et al. 1995) aktivieren. Auf Grundlage dessen ist die Störung der Kalziumhomöostase im Rahmen der tumor-assoziierten Hyperkalzämie als Wirkung des PTHrP anzusehen. Nachgewiesen werden konnte weiterhin seine Funktion als Wachstums- und <pagenumber id="N10093" label="10" numbering="arabic" start="10"/>Differenzierungsfaktor bei verschiedenen Tumorzellarten (Burton et al. 1990, Turzynski et al. 1996). Auch Invasivität und Metastasierungsfähigkeit scheinen im Zusammenhang mit PTHrP zu stehen (Untersuchungen an Mammakarzinomen von Southby et al. 1990). Neben den genannten besitzt das Protein zugleich Aufgaben im physiologischen Bereich. Bereits 1989 deutete Martin et al. auf eine mögliche regulative Funktion im fetalen Kalziumhaushalt hin.</p>
				<p>
					<mm entity="abb1" file="Schultz_html_m13c550ec.png" id="N1009A" label="623#273">
						<caption>
							Abb. 1: Alternatives Spleißen der PTHrP-mRNA.<link id="_Ref525635543"/></caption>
						<legend>Neben den Exons I bis VII sind die alternativen Transkriptionsstartpunkte (T1, T2), die Stoppsequenzpunkte (STOP) und die Polyadenylierungsstellen (A1, A2, A3) dargestellt. Innerhalb der mRNA werden nichtkodierende Sequenzen (weis), die Führungssequenz (schraffiert) und kodierende Sequenzen (schwarz) unterschieden (nach Nakamura et al. 1995).</legend>
					</mm>
				</p>
				<p>Abgesehen von anderen Funktionen des PTHrP weckt vor allem der Zusammenhang zwischen diesem Hormon und der humoral bedingten tumor-assoziierten Hyperkalzämie (HHM) Interesse für die Entwicklung therapeutischer Konzepte. Dabei erweist sich die HHM als ideales Krankheitsbild zur Testung gentherapeutischer ablativer Therapiestrategien. So entspricht die HHM, hervorgerufen durch die Überexpression eines Proteins, dem Bild einer monokausalen Erkrankung. Desweiteren lassen sich Therapieerfolge durch die Messung des Serum-Kalziums einfach und schnell aufzeigen. Als schwerwiegende Erkrankung rechtfertigt die HHM somit neue, experimentelle Therapien.</p>
			</section>
			<section id="N100AC" label="1.2">
				<head>Ribozyme im Einsatz gegen Krebszellen</head>
				<p>Für die Behandlung maligner Erkrankungen stehen derzeit verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die hauptsächlich angewandten Therapieformen sind die operative Entfernung des Tumors, die Strahlen- und die Chemotherapie.</p>
				<p>
					<pagenumber id="N100B6" label="11" numbering="arabic" start="11"/>Inhalt neuerer experimenteller Strategien ist es, den Stoffwechsel der Tumorzellen gezielt auf der Ebene der genetischen Informationsübertragung zu beeinflussen. Ein Beispiel hierfür ist die Hemmung der Genexpression durch die Behandlung der Tumorzellen mit geeigneten Substanzen. Zu den Stoffen, die die Translation regulieren können, zählen Antisense-Oligonukleotide (ASO). Diese kurzen DNA-Moleküle hybridisieren an spezifische mRNA-Sequenzen und hemmen so die Expression der entsprechenden Gene (Helene und Toulme 1990).</p>
				<p>Auf der gleichen Ebene der genetischen Informationsübertragung wirken bestimmte Oligoribonukleotide. Analog zu den ASO können sie einen Antisense-Effekt hervorrufen. Darüber hinaus besitzen sie jedoch eine katalytische Funktion. Als eine Art Biokatalysatoren unterstützen sie Spaltungsreaktionen an Nukleinsäuren. Zur Bezeichnung dieser Struktur wurde aus den Begriffen <em>Ribo</em>nukleotid und En<em>zym</em> das Wort <em>Ribozym</em> geprägt.</p>
				<p>Untersuchungen zu den katalytischen Eigenschaften von Ribonukleinsäuren in den 80er Jahren waren Ausgangspunkt für die Entdeckung der Ribozyme (Cech 1986). Dabei konnte nachgewiesen werden, dass die RNA neben der Rolle als Bote auch andere Aufgaben besitzt. In den folgenden Jahren wurden mehrere Ribozyme entdeckt. Darunter befanden sich das Hairpin-, das Hammerhead-Ribozym sowie das Hepatitis Delta Virus Ribozym (Forster und Symons 1987, Sharmeen 1988, Hampel und Tritz 1989). Heute gilt das Hammerhead-Ribozym als eines der am besten untersuchten Ribozyme. Entscheidende Impulse erhielt diese Entwicklung aus den Arbeiten von Uhlenbeck (1987), Haseloff und Gerlach (1988). Die Bedeutung lag vor allem im Bestimmen einer biologischen Struktur, die gezielt die Spaltung einer variablen Zielsequenz katalysiert.</p>
				<p>Bei dem Hammerhead-Ribozym, dessen Name sich von seiner zweidimensionalen Struktur her ableitet, lassen sich aus funktioneller Sicht zwei Bereiche, die Stammschleife und die Flanken, unterscheiden (<link ref="_Ref451755295">Abb. 2</link>). Die Stammschleife wiederum teilt sich in konservierte Regionen mit konstanter und in Regionen mit variabler Basensequenz auf (Forster und Symons 1987). Werden Basen in den konservierten Regionen ausgetauscht, so führt dies zu einer verringerten kataly­ti­schen Aktivität. Die Flanken bestimmen durch ihre zur Ziel-RNA komplementären Sequenzen die Spezifität des Ribozyms.</p>
				<p>Ein entscheidender Bereich der Zielsequenz stellt das NUH-Triplet dar. Für H steht in erster Linie C, jedoch sind auch A und U mögliche Varianten. Für N kann jedes Nukleotid eingesetzt werden (Haseloff und Gerlach 1988, Perriman 1992).</p>
				<p>
					<pagenumber id="N100D6" label="12" numbering="arabic" start="12"/>
					<mm entity="abb2" file="Schultz_html_1e872935.png" id="N100DA" label="624#316">
						<caption>
					Abb. 2: Hammerhead-Ribozym.		<link id="_Ref451755295"/></caption>
						<legend>Im Kasten ist ein in den Positionen der Ribose beziffertes Ribonukleotid dargestellt.</legend>
					</mm>
				</p>
				<p>Bei der Reaktion wird die Zielsequenz im Anschluss an das NUH-Triplet gespalten. Die hierbei gebildeten RNA-Produkte besitzen 5&#8216;-Hydroxylgruppen und 2&#8216;,3&#8216;-zyklische Phosphatgruppen. Wesentlich für die Reaktion ist die Existenz von zweiwertigen Metallionen. Eine reaktionsfördernde Wirkung wurde sowohl für Mg<sup>2+</sup>-Ionen als auch für Mn<sup>2+</sup>- und Ca<sup>2+</sup>-Ionen nachgewiesen (Uhlenbeck 1987).</p>
				<p>Für den Einsatz von Ribozymen zur Hemmung der Genexpression in lebenden Zellen existieren grundsätzlich zwei mögliche Varianten. Zum einen wird durch die Integration des Ribozymgens in das Genom der Wirtszelle die endogene Expression des Ribozyms erlaubt. Zum anderen kann das Ribozym direkt, etwa durch Transfektion mit kationischen Liposomen, in die Zelle eingebracht werden. Da die Handhabung der Ribozyme insbesondere durch ihre hohe Empfindlichkeit gegenüber Nukleasen erschwert wird, besteht der Vorteil der Transfektionsmethode darin, dass Stabilität und Aktivität der Ribozyme vor deren Nutzung durch Modifikationen gesteigert werden können. </p>
				<p>In der Literatur wurden bereits verschieden Methoden, die der Stabilisierung der Ribozyme dienen, beschrieben. Eine Strategie war es, im Rahmen der chemischen Synthese der Ribozyme spezielle Nukleotide in sie einzufügen. Die in der 2&#8216;&#8209;Position modifizierten Nukleotide wurden<em color="#000000" slant="roman"> an verschiedenen Positionen und in unterschiedlichem Ausmaß eingebaut.</em> Verwendung fanden <em color="#000000" slant="roman">2&#8217;&#8209;Amino-, 2&#8217;&#8209;Fluoro-, 2&#8217;-Desoxy-, 2&#8217;&#8209;O-Allyl- und 2&#8217;&#8209;O&#8209;Methyl-ribonukleotide. Diese Modifikationen erhöhten die Stabilität der Ribozyme drastisch, während ihre katalytische Aktivität weitestgehend erhalten blieb (Pieken et al. 1991, Paolella et al. 1992, Taylor et al. 1992, Shimayama et al. 1993, Beigelman <pagenumber id="N10102" label="13" numbering="arabic" start="13"/> et al. 1995). Eine zusätzliche Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Nukleasen nach dem teil</em>
					<em color="#000000" slant="roman">weisen Ersatz der Ribonukleotide durch Desoxyribonukleotide konnte durch eingeführte Phosphorthioatverbindungen erreicht werden (Hendry et al. 1992, Shimayama et al. 1993).</em>
				</p>
				<p>Im Mittelpunkt dieser Arbeit stand die Entwicklung eines metabolisch stabilen Ribozyms. Es sollte ausgehend von einem gegen die PTHrP-mRNA gerichteten Hammerhead-Ribozym derart modifiziert sein, dass es eine hohe katalytische Aktivität und eine ausreichende Resistenz gegenüber Nukleasen aufweist. Bei der Entwicklung und der sich anschließenden Behandlung von Tumorzellen in Monolayer-Zellkultur mit dem Ribozym waren folgende Fragen zu klären:</p>
				<p>
					<ul>
						<li>
							<p>Welchen Einfluss haben die verschiedenen Modifikationen des Ribozyms auf seine katalytische Aktivität?</p>
						</li>
						<li>
							<p>Welche Bedingungen beeinflussen die Aktivität zusätzlich?</p>
						</li>
						<li>
							<p>Lassen sich allgemeine Regeln für die Entwicklung eines metabolisch stabilen Ribozyms aufstellen?</p>
						</li>
					</ul>
				</p>
			</section>
		</chapter>
		<chapter id="chapter2" label="2">
			<head>
				<link id="_Ref421982201"/>
				<pagenumber id="N10131" label="14" numbering="arabic" start="14"/>Material und Methoden</head>
			<section id="N10136" label="2.1">
				<head>Material</head>
				<subsection id="N1013B" label="2.1.1">
					<head>Chemikalien, Hersteller und Bezugsquellen</head>
					<p>Die benutzten Chemikalien wurden in dem Reinheitsgrad pro analysis verwandt.</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Agarose, GibcoBRL, Karlsruhe</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Ammoniumacetat, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">APS (Ammoniumperoxodisulfat), Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">[</em>
						<em color="#000000" slant="roman">&#947;</em>
						<em color="#000000" slant="roman">-P</em>
						<sup>32</sup>
						<em color="#000000" slant="roman">] ATP, Amersham, Braunschweig</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">biotinyl. anti-Kaninchen-IgG-Antikörper (Ziege), Dako, Hamburg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">biotinyl. anti-Maus-IgG-Antikörper (Kaninchen), Dako, Hamburg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Bis-Tris-Propan, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Borsäure, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Bromphenolblau (3&#8216;,3&#8216;&#8216;,5&#8216;,5&#8216;&#8216;-Tetrabromophenolsulfonphtalein), Sigma, Deisenhofen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">BSA (bovine serum albumin, Fraction V), Serva, Heidelberg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Calciumchlorid-Dihydrat, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Chloroform, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Citronensäure, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Dinatriumhydrogenphosphat, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure Dinatriumsalz), Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Eisessig, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Ethanol, J. T. Baker, Deventer, Holland</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Ethidiumbromid, Sigma, Deisenhofen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">FCS (fetal calf serum), PAA Laboratories GmbH, Linz, Österreich</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Formaldehyd, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Formamid, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">L-Glutamin, Bio Whittaker, Verviers, Belgien</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Glycerol, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Glycogen, Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Harnstoff, Serva, Heidelberg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Ham`s F-10 Medium, Sigma, Deisenhofen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Hep2-Mounting Medium, The binding site, Birmingham, GB</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">
							<pagenumber id="N10233" label="15" numbering="arabic" start="15"/>H-Insulin, Hoechst, Frankfurt am Main</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Isoamylalkohol, Roth, Karlsruhe</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Isopropanol, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Kaliumchlorid, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Kaliumdihydrogenphosphat, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Klenow-Enzym, Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Leibovitz´s L-15 Medium, Life Technologies, Eggenstein</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Loading-Dye, Promega, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Magnesiumchlorid, Fluka-Chemie, Buchs, Schweiz</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">MEM-Vitamine, Seromed, Berlin</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Molecular Weight Marker VIII, Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">monoklonaler anti-PTHrP-IgG-Antikörper (Maus), Dianova, Hamburg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Natriumacetat, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Natriumazid, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Natriumcarbonat, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Natriumchlorid, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Natriumhydroxid, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">PerFect-Transfection-Kit, Invitrogen, NV Leek, Holland</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Phenol-Chloroform-Isoamylalkohol (25:24:1), Sigma, Deisenhofen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Polyacrylamid, Appligene, Heidelberg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Propidiumjodid, Sigma, Deisenhofen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">PTHrP (1-86), Bachem, Heidelberg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Salzsäure, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Schwefelsäure, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">SDS (n-Dodecylhydrogensulfat), Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">SA-Pox Konjugat, HRP, Dako, Hamburg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">T4-Polynucleotid-Kinase, Promega, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">T7-RNA-Polymerase, Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Taq-DNA-Polymerase, Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">TEMED (N,N,N&#8216;,N&#8216;-Tetramethylethylen-Diamin), Sigma, Deisenhofen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Transferrin, Boehringer, Mannheim</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Trasylol, Bayer, Leverkusen</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Tris-Base (Trisaminomethan), Merck, Darmstadt</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Trypsin, Seromed, Biochrom, Berlin</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">
							<pagenumber id="N10347" label="16" numbering="arabic" start="16"/>Tween 20, Serva, Heidelberg</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">[</em>
						<em color="#000000" slant="roman">&#945;</em>
						<em color="#000000" slant="roman">-P</em>
						<sup>32</sup>
						<em color="#000000" slant="roman">] UTP, Amersham, Braunschweig</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Wasserstoffperoxid 30 %, Merck, Darmstadt</em>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N10370" label="2.1.2">
					<head>Puffer und Lösungen</head>
					<p>
						<table frame="none" id="N10377" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="3">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<colspec colname="3" colnum="3"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>2.1.2.1</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>10x TBE:</p>
											<p>(für<em color="#000000" slant="roman"> Polyacrylamid</em>[PAA]-</p>
											<p>Gelelektrophorese)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1 M Tris-Base</p>
											<p>0,85 M Borsäure</p>
											<p>10 mM EDTA pH 8,0</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>2.1.2.2</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>50x TAE:</p>
											<p>(für Agarosegelelektrophorese)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>2,25 M Tris-Base</p>
											<p>5,71 % Eisessig</p>
											<p>50 mM EDTA pH 8,0</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<link id="_Ref449163408"/>
												<strong>2.1.2.3</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Stopppuffer:</p>
											<p>(für Kinetikversuche)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>9 M Harnstoff</p>
											<p>100 mM EDTA</p>
											<p>Loading Dye (1:100)</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<link id="_Ref449163664"/>
												<strong>2.1.2.4</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>RNA-Elutionspuffer:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>0,5 M Ammoniumacetat</p>
											<p>0.1 % SDS</p>
											<p>1 mM EDTA</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<link id="_Ref449163935"/>
												<strong>2.1.2.5</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Trypsinlösung:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>0,05 % Trypsin</p>
											<p>0,02 % EDTA</p>
											<p>1x PBS ohne Ca<sup>2+</sup> und Mg<sup>2+<br/>
												</sup>
											</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<link id="_Ref449163747"/>
												<strong>2.1.2.6</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>DNA-Auftragspuffer:</p>
											<p>(für Agarosegelelektrophorese)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>10 % Glyzerin</p>
											<p>100 µg/ml Ethidiumbromid</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<link id="_Ref449163821"/>
												<strong>2.1.2.7</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>RNA-Auftragspuffer:</p>
											<p>(für PAA-Gelelektrophorese)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Formamid</p>
											<p>6,25 mM EDTA</p>
											<p>Loading Dye (1:100)</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<pagenumber id="N104E0" label="17" numbering="arabic" start="17"/>
											<p>
												<strong>2.1.2.8</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Tris-HCl-Puffer:</p>
											<p>(für Kinetikversuche)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1 M Tris-Base</p>
											<p>mit 1 M HCl auf pH 7,5 eingestellt</p>
											<p/>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>2.1.2.9</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1x PBS pH 7,2:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>2,7 mM KCl<br/>136 mM NaCl<br/>1,5 mM KH<sub>2</sub>PO<sub>4</sub>
												<br/>8,1 mM Na<sub>2</sub>HPO<sub>4</sub>
											</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N1053E" label="2.1.3">
					<head>Verbrauchsmaterial</head>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">8-Kammer-Objektträger, Nunc, Wiesbaden-Biebrich</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">96-Loch-Platten, Nunc, Wiesbaden-Biebrich</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">24-Loch-Platten, Nunc, Wiesbaden-Biebrich</em>
					</p>
					<p>Röntgenfilme<em color="#000000" slant="roman">, Amersham, Braunschweig</em>
					</p>
					<p>
						<em color="#000000" slant="roman">Zellkulturflaschen,</em> Falcon, Becton und Dickinson, Heidelberg</p>
				</subsection>
				<subsection id="N1056C" label="2.1.4">
					<head>Geräte</head>
					<p>
						<table frame="none" id="N10573" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Kühlzentrifuge:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Centrifuge 5402, Eppendorf, Hamburg</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Tischzentrifuge:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Centrifuge 5415C, Eppendorf, Hamburg</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Wasserbad:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Typ 1003, GFL Gesellschaft für Lebensmittel-Forschung mbH, Berlin</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>PCR-Cycler:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Trio-Thermoblock, Biometra, Göttingen</p>
											<p>DNA Thermal Cycler 480, Perkin Elmer, Überlingen</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Photometer:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>RNA/DNA Calculator Gene Quant II, Pharmacia, Freiburg</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Densitometer:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Imaging Densitometer Model GS-670, BioRad, München</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Phosphordensitometer:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Molecular Imager Model GS-250, BioRad, München</p>
											<p>(zugehörig GS-250 Sample Loading Dock, Molecular Imaging Screen-BI, GS-250 Screen Eraser)</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Szintillationszähler:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Liquid Scintillation Counter Wallac 1409, Wallac-ADL, Freiburg</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Geltrockner:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Gel Dryer Model 583, BioRad, München</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>UV-Transilluminator:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Herolab GmbH Laborgeräte, Wiesloch</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<pagenumber id="N10668" label="18" numbering="arabic" start="18"/>
											<p>
												 Stromversorgungsgeräte:</p>
											<p>(Gelelektrophorese)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>PP3000, Biometra, Göttingen</p>
											<p>ECPS 3000/150, Pharmacia, Freiburg</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Mikrotiterplattenwascher:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Model 1250 Immunowash,BioRad, München</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Mikrotiterplattenphotometer:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Automated Microplate Reader Model EL340, Bio-Tek Instruments, Inc.,Winooski, USA</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Röntgenkassette:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Hypercassette Neutral (24 x 30 cm) RPN11643, Amersham, Braunschweig</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Röntgenfilmentwickler:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Hyperprocessor Automatic Film Processor RPN1700, Amersham, Braunschweig</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N106D9" label="2.1.5">
					<head>Software</head>
					<p>Für die Verarbeitung des Daten- und Bildmaterials wurde institutseigene Software verwandt. Im Folgenden sind neben den Programmbezeichnungen die Softwarehersteller, der Verwendungszweck und die entsprechenden Dateiformate aufgeführt.</p>
					<p>
						<strong>Molecular Analyst</strong>, BioRad, München</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N106E9" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- densitometrisches Messen radioaktiv markierter Banden im PAA-Gel</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Erzeugen von Bilddateien der Gele</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Dateiformat: IMG, TIF</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>
						<strong>Origin</strong>, Microcal Software, Inc., Northampton, USA</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N1073E" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- graphisches Auswerten der Kinetikversuche</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Fitten der Graphen</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Ermitteln der k<sub>obs</sub>-Werte</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Statistik, t-Test</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Dateiformat: ORG</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>
						<strong>Kinetic Calc</strong>
					</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N107B8" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- photometrisches Messen der 96-Loch-Platten</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Ausgabe der Messdaten</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Dateiformat: PRN</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>
						<pagenumber id="N10807" label="19" numbering="arabic" start="19"/>
					</p>
					<p>
						<strong>Microsoft Powerpoint</strong>, Microsoft Corporation</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N10814" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Zusammenstellen des Bildmaterials</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Beschriften der Bilder</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Dateiformat: PPT</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>
						<strong>Oligo</strong>, National Biosciences, Inc., Plymouth, USA</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N10869" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Erstellen von Primer- und Templatesequenzen</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Dateiformat: SEQ</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>
						<strong>DNASIS</strong>, Hitachi Software Engineering Co. Ltd., Yokohama, Japan</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N108AD" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>- Erstellen von Primer- und Templatesequenzen</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Dateiformat: SEQ</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>
						<strong>EMBL</strong>, Datenbank (DKFZ Karlsruhe)</p>
				</subsection>
				<subsection id="N108F0" label="2.1.6">
					<head>Tumorzellen</head>
					<p>Für die Behandlung von Tumorzellen in Monolayer-Zellkultur mit dem stabilisierten Ribozym wurde die Zellinie RCC 95/96, ein Nierenzellkarzinom, ausgewählt. Diese Zellinie ist im eigenen Labor etabliert worden. Die Kultivierung der Zellen erfolgte in Leibovitz`s L-15 und Ham`s F-10 Medium.</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N108FA" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Zusätze im Leibovitz`s L-15 Medium:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>10 % FCS, 1 mM L-Glutamin, 1x MEM-Vitamine,</p>
											<p>1 µg/ml Transferrin; 0,1 % Glukose, 80 IE/l Insulin, 20.000 kIE/l Trasylol</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Zusätze im Ham`s F-10 Medium:</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1 mM L-Glutamin; 0,9 mM CaCl<sub>2</sub> (damit insgesamt 1,2 mM enthalten, normocalcämisch)</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N10945" label="2.1.7">
					<head>
						<pagenumber id="N10949" label="20" numbering="arabic" start="20"/>Ribozyme</head>
					<p>Das Hammerhead-Ribozym RbO (<link ref="_Ref430586358">Abb. 3</link>) ist eines von drei im eigenen Labor entwickelten Ribozymen. Es katalysiert die Spaltung der PTHrP-mRNA.</p>
					<p>
						<mm entity="Abb3" file="Schultz_html_192ba586.png" id="N10957" label="454#226">
							<caption>
							Abb. 3: Hammerhead-Ribozym RbO.	<link id="_Ref430586358"/></caption>
						</mm>
					</p>
					<p>Das Ribozym RbO stellte den Ursprung für die Entwicklung eines metabolisch stabilen Ribozyms dar. Es wurde, wie auch die anderen reinen RNA-Ribozyme (RbM, Rb8/12, Rb5/10 und Rb4/8), durch In-vitro-Transkription hergestellt. </p>
					<p>Sämtliche Ribozyme mit DNA-Modifikationen synthetisierte Dr. Sabine Müller vom Institut für Chemie / Fachinstitut für Organische und Bioorganische Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Synthese erfolgte am Syntheseapparat &#8222;Gene Assembler Special&#8220; (Pharmacia, Freiburg).</p>
					<p>Um Fehler bei der In-vitro-Transkription des Ribozyms Rb5/10 auszuschließen, wurde dieses zusätzlich am Syntheseapparat synthetisiert.</p>
					<p>In der folgenden <link ref="_Ref431786682">Tabelle 1</link> sind alle in dieser Arbeit verwendeten Ribozyme aufgeführt. </p>
					<p>
						<pagenumber id="N10974" label="21" numbering="arabic" start="21"/>
						<table frame="none" id="N10978" orient="port" tocentry="1">
							<caption>
								Tabelle 1: Ribozymsequenzen<link id="_Ref431786682"/></caption>
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="1">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<mm entity="Ribozymtabelle" file="Schultz_html_m78a81e45.gif" id="N10998"/>
											</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
							<legend>Die in Großbuchstaben dargestellten Basen entsprechen Ribonukleotiden. Austauschmodifikationen mit Desoxyribonukleotiden sind durch kleine Buchstaben angezeigt. Unterstreichungen weisen auf eine veränderte Base gegenüber dem Ribozym RbO hin. Ein Strich (-) kennzeichnet das Fehlen der entsprechenden Base des Ribozyms RbO. Modifizierungen mit Fluorescein und Phosphorothioaten sind durch F bzw. S ausgewiesen.</legend>
						</table>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N109A6" label="2.1.8">
					<head>
						<pagenumber id="N109AA" label="22" numbering="arabic" start="22"/>
						Antisense-Oligonukleotid</head>
					<p>Zusätzlich zu den stabilisierten Ribozymen wurden die Zellen mit einem DNA-Antisense-Oligonukleotid (ASO8/12) behandelt. Mit dessen Hilfe sollte überprüft werden, ob durch die alleinige Bindung des Oligonukleotids an die Zielsequenz der PTHrP-mRNA eine Verminderung der Genexpression des PTHrP bewirkt wird. Das ASO8/12 umfasst 21 Basen und entspricht in seiner Sequenz den Flanken des Ribozyms RbO. </p>
					<p>
						<mm entity="Grafik1" file="Schultz_html_f2c47ff.gif" id="N109B4" label="615#81"/>
					</p>
					<p>Zwischen die beiden Sequenzen der Ribozymflanken wurde ein Guanin eingeschoben, da sich die Flanken des Ribozyms mit dem Abstand einer Base an die PTHrP-mRNA anlagern. Für die metabolische Stabilität sorgen am 5&#8216;- und 3&#8216;- Ende je zwei Phosphorothioatmodifizierungen.</p>
				</subsection>
			</section>
			<section id="N109BE" label="2.2">
				<head>Methoden</head>
				<subsection id="N109C3" label="2.2.1">
					<head>Zellkultur</head>
					<p>Die Kultivierung der Zellen als Monolayer erfolgte in 75 cm<sup>2</sup>-Kulturflaschen in 15 ml Leibovitz´s L&#8209;15 Medium bei 5 % CO<sub>2</sub>, 37 °C und 98 % Luftfeuchtigkeit. Die Zellen wurden je nach Konfluenz bis zu zweimal pro Woche passagiert. Hierfür wurde das Medium abgesaugt um die Zellen dann mit 3 ml PBS zu waschen. Nach dem Abziehen des PBS erfolgte die Trypsinierung der Zellen. 
      Dazu wurden diese ca. 10 Minuten mit 3 ml einer trypsinhaltigen Lösung (<link ref="_Ref449163935">2.1.2.5</link>) bei 37 °C im Brutschrank inkubiert. Nachdem sich die Zellen von der Oberfläche der Kulturflasche abgelöst hatten, wurde die enzymatische Aktivität des Trypsins durch die Zugabe von 3 ml Medium inhibiert. Mittels steriler Pipetten unterschiedlicher Größe fand daraufhin eine Vereinzelung der Zellen in der Zellsuspension statt. Schließlich wurde die Zellsuspension bis auf ein Zehntel abgesaugt. Für die weitere Inkubation der Zellen wurde die Zellkulturflasche mit 15 ml L-15 Medium gefüllt.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N109D6" label="2.2.2">
					<head>
						<pagenumber id="N109DA" label="23" numbering="arabic" start="23"/>Herstellung der Substrat-RNA und der reinen RNA-Ribozyme</head>
					<p>Sowohl die Substrat-RNA als auch die reinen RNA-Ribozyme wurden mittels der T7-RNA-Polymerase (Boehringer, Mannheim) durch In-vitro-Transkription hergestellt. </p>
					<block id="N109E2" label="2.2.2.1">
						<head>Polymerase Kettenreaktion (PCR)</head>
						<p>Für eine In-vitro-Transkription mit der T7-RNA-Polymerase sind dsDNA-Templates notwendig, die am 5'-Ende eine T7-Promotorsequenz aufweisen.</p>
						<p>Die dsDNA-Templates für die Substrat-RNA und die Ribozyme RbO, RbM und Rb8/12 wurden durch PCR amplifiziert. Die dafür benötigten upstream und downstream Primer lieferte ROTH (Karlsruhe) und TIB-MOLBIOL (Berlin). Im Falle der Ribozyme dienten as-ss-DNA-Templates, die ebenfalls von ROTH hergestellt wurden, als Vorlage für die PCR.</p>
						<p>Ausgangsprodukt für das 252 Basenpaare umfassende ds-DNA-Template der Substrat-RNA bildete eine 413 Basenpaare lange Sequenz, die einem Ausschnitt des Exon III und IV der PTHrP-mRNA entspricht. Sowohl Exon III als auch Exon IV sind in allen mRNA-Typen des alternativen Spleißens enthalten. Die verwendete Sequenz war ein PCR-Produkt, das aus RT-PCR-Untersuchungen von A. Bunge (1997) im eigenen Labor hervorging.</p>
						<p>
							<table frame="all" id="N109F2" orient="port" tocentry="1">
								<caption>Tabelle 2: Sequenzen der verwendeten PCR-Primer und DNA-Templates</caption>
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Sequenz</strong>
												</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer Up (T7-Promoter)</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; attaatacgactcactatag 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer Down Substrat-RNA</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; ctccgaggtagctctgat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer Down RbO</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; acaaggggaagtttcgtc 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer Down RbM</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; acaaggggaagtctcgtc 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer Down Rb8/12</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; acaaggggaagtttcgct 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>dsDNA-Template<br/>
                        Substrat-RNA (413 nt)</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<pagenumber id="N10AAC" label="24" numbering="arabic" start="24"/>
												<p>5&#8216; ccgggcttgcctttctttttcttcccaggtgtc<br/>
                        ttgagcggctgctctttgtacgtctccaccttgtt<br/>
                        agtttcctgagttaggtatctgccctcatcatcag<br/>
                        acccaaatcggacggggtggttctttgtgttggga<br/>
												
                        gagggcttggagttaggggacacctccgaggtagc<br/>
                        tctgatttcagctgtgtggatttctgcgatcagat<br/>
                        ggtgaaggaagaatcgtcgccgtaaatcttggatg<br/>
                        gacttccccttgtcatggaggagctgatgttcaga<br/>
                        cacagctcttttgaggcggcggctgagaccctcca<br/>
                        ccgagcgcccgcaggagggcaccgcgtagctcagc<br/>
                        aggaacaccgcgacgctccactgctgaaccagtct<br/>
                        ccgctgcatcctatagtgagtcgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>dsDNA-Template<br/> 
                           Substrat-RNA (252 nt)</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; ctccgaggtagctctgatttcagctgtgtggat<br/>
                        ttctgcgatcagatggtgaaggaagaatcgtcgcc<br/>
                        gtaaatcttggatggacttccccttgtcatggagg<br/>
                        agctgatgttcagacacagctcttttgaggcggcg<br/>
                        gctgagaccctccaccgagcgcccgcaggagggca<br/>
                        ccgcgtagctcagcaggaacaccgcgacgctccac<br/>
                        tgctgaaccagtctccgctgcatcctatagtgagt<br/>
                        cgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>as-ssDNA-Template RbO</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; acaaggggaagtttcgtcctcacggactcat<br/>cagcatccaagctatagtgagtcgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>as-ssDNA-Template RbM</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; acaaggggaagtctcgtcctcacggactcat<br/>tagcatccaagctatagtgagtcgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>as-ssDNA-Template Rb8/12</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; acaaggggaagtttcgctcacgctcat<br/>cagcatccaagctatagtgagtcgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
						<p>Die PCR wurde in einem Trio-Thermoblock (Biometra, Göttingen) durchgeführt. In <link ref="_Ref462199002">Tabelle 3</link> ist der einfache Reaktionsansatz aufgeführt. </p>
						<p>Da alle DNA-Templates am 3&#8216;-OH-Ende die 20 Basenpaare lange T7-Promotor-Sequenz besaßen, konnte in allen PCR-Ansätzen der gleiche upstream Primer verwendet werden.</p>
						<p>Die PCR-Programme umfassten 30 Zyklen und unterschieden sich lediglich durch die Annealing-Temperatur. Sie betrug für die Substrat-RNA 55 °C und für die Ribozyme 52 °C. In einem ersten Schritt wurde der Ansatz vier Minuten lang bei 94 °C denaturiert. Die folgenden 30 Zyklen enthielten einen 45 Sekunden dauernden Denaturierungsschritt bei 94 °C, einen eine Minute dauernden Schritt mit der Annealing-Temperatur und einen eine Minute langen Extensionsschritt bei 72 °C. <pagenumber id="N10B51" label="25" numbering="arabic" start="25"/>Nach abschließender vierminütiger Extension wurde der Ansatz auf 4 °C gekühlt. Die weitere Lagerung der Reaktionsgefäße erfolgte bei -20 °C.</p>
						<p>
							<table frame="all" id="N10B58" orient="port" tocentry="1">
								<caption>
									Tabelle 3: PCR-Reaktionsansatz<link id="_Ref462199002"/></caption>
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="3">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<colspec colname="3" colnum="3"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Volumen</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Reagenz</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Endkonzentration</strong>
												</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>dNTP-Mix (je 10 mM)</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>0,2 mM dATP, dCTP, dGTP, dTTP</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>10 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>10x Reaktionspuffer</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1x (0,1 ml Tris-HCl, 1,5 mM MgCl<sub>2</sub>,</p>
												<p>50mM KCl, pH 8,3 (20 °C))</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Taq-DNA-Polymerase</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1 U / 100 µl</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer-Mix</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1,0 µM downstream und upstream Primer</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>variabel</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Template-DNA</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>&lt; 1 ng / 100 µl</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>auf 100 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Aqua bidest.</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
					</block>
					<block id="N10C6B" label="2.2.2.2">
						<head>
							<link id="_Ref426870386"/>Kontrolle, Reinigung und Fällung des PCR-Ansatzes</head>
						<p>Proben aus jedem PCR-Ansatz wurden zur Kontrolle des entstandenen PCR-Produkts zu gleichen Teilen mit einem DNA-Auftragspuffer (<link ref="_Ref449163747">2.1.2.6</link>) versetzt und in einem 1,5 %igen bzw. 2,5<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>%igem Agarosegel aufgetragen. Die Banden des entstandenen PCR-Produkts ließen sich im Gel auf einem UV-Transluminator sichtbar machen.</p>
						<p>Zur Vorbereitung der PCR-Produkte auf ihre Verwendung in der In-vitro-Transkription war ein zweimaliges Ausschütteln des Ansatzes mit einem Volumen Phenol-Chloroform-Isoamylalkohol (25:24:1) und eines mit einem Volumen Chloroform-Isoamylalkohol (24:1) notwendig. Die in der abgezogenen wässrigen Oberphase enthaltene DNA wurde mit einem Zehntel Volumen 3 M Natriumacetat pH 5,2 und mit zwei Volumen eiskaltem 100 %igem Ethanol innerhalb von 30 Minuten bei -70 °C gefällt. Im Folgenden wurde die Fällung 15 Minuten lang in einer Kühlzentrifuge bei maximaler Drehzahl zentrifugiert. Nach dem Waschen des entstandenen Pellets mit eiskaltem 70 %igem Ethanol wurde dieses bei Raumtemperatur getrocknet und in RNase-freiem Aqua bidest. aufgenommen.</p>
					</block>
					<block id="N10C83" label="2.2.2.3">
						<head>
							<pagenumber id="N10C87" label="26" numbering="arabic" start="26"/>Zweitstrangsynthese</head>
						<p>Die Herstellung der dsDNA-Templates der Ribozyme Rb4/8 und Rb5/10 aus ssDNA-Templates und einer Primersequenz erfolgte mit Hilfe des Klenow-Enzyms. Das Enzym katalysiert die Anlagerung von Desoxyribonukleosidtriphosphaten (dNTP) an das 3&#8216;-OH-Ende einer Primer/Template-DNA. Die notwendigen ssDNA-Templates und der Primer wurden von ROTH bezogen <br/>(<link ref="_Ref431309507">Tabelle 4</link>).</p>
						<p>
							<table frame="all" id="N10C97" orient="port" tocentry="1">
								<caption>
									Tabelle 4: DNA-Templates und Primer-DNA der Klenow-Enzym-Reaktion.<link id="_Ref431309507"/></caption>
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Sequenz</strong>
												</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>as-ssDNA-Template Rb4/8</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; ggggaagtttcgctcacgctcatca<br/>gcatcctatagtgagtcgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>as-ssDNA-Template Rb5/10</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; aaggggaagtttcgctcacgctcat<br/>cagcatccctatagtgagtcgtattaat 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>5&#8216; attaatacgactc 3&#8216;</p>
											</entry>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
						<p>Der einfache Reaktionsansatz enthielt ein Volumen von 20 µl (<link ref="_Ref462199184">Tabelle 5</link>): </p>
						<p>
							<table frame="all" id="N10D1F" orient="port" tocentry="1">
								<caption>
									Tabelle 5: Reaktionsansatz zur Zweitstrangsynthese<link id="_Ref462199184"/></caption>
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="3">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<colspec colname="3" colnum="3"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Volumen</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Reagenz</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Endkonzentration</strong>
												</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2,0 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>10x Reaktionspuffer</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1x (50 mM Tris-HCl, 10 mM MgCl<sub>2</sub>, 100 mM NaCl,</p>
												<p>0,1 mM Dithioerythritol pH 7,5 (37 °C))</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1,0 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>dNTP</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>0,2 mM dATP, dCTP, dGTP, dTTP</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>7,5 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>as-ssDNA-Template</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>37,5 µM</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>7,5 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Primer</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>37,5 µM</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2,0 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Klenow-Enzym</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1 U / 5 µl</p>
											</entry>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
						<p>
							Er inkubierte über 60 Minuten bei 37 °C im Trio Thermoblock (Biometra, Göttingen). Zur Reinigung wurde der Ansatz nach der Reaktion wie die PCR-Ansätze behandelt (s. <link ref="_Ref426870386">2.2.2.2</link>).</p>
					</block>
					<block id="N10E19" label="2.2.2.4">
						<head>
							<pagenumber id="N10E1D" label="27" numbering="arabic" start="27"/>In-vitro-Transkription</head>
						<p>Die In-vitro-Transkription fand in einem Reaktionsansatz mit einem Volumen von 40 µl statt. Die enthaltenen Reagenzen sind in der <link ref="_Ref462199643">Tabelle 6</link> aufgeführt.</p>
						<p/>
						<p>
							<table frame="all" id="N10E2D" orient="port" tocentry="1">
								<caption>
									Tabelle 6: Reaktionsansatz zur In-vitro-Transkription<link id="_Ref462199643"/></caption>
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="3">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<colspec colname="3" colnum="3"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Volumen</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Reagenz</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Endkonzentration</strong>
												</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>4 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>10x Reaktionspuffer</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1x (40 mM Tris-HCl, 6,0 mM MgCl<sub>2</sub>, 10 mM Dihiothreitol, 2,0 mM Spermidin, pH 8 [20 °C])</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>4 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>NTP-Mix</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1,0 mM ATP, CTP, GTP und 0,2 mM UTP</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>0,5 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>&#945;</strong>
													<strong>P</strong>
													<strong>32</strong>
													<strong>-UTP</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>3.000 Ci/mmol, 10 mCi/ml</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>RNase-Inhibitor</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>10-50 U / 40 µl</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>T7-RNA-Polymerase</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1 U/µl</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>20 µg</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Template-DNA</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>auf 40 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Aqua bidest.</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
						<p>Der Ansatz inkubierte drei Stunden lang bei 37 °C. Gestoppt wurde die Reaktion durch die Zugabe von einem Volumen eines RNA-Auftragspuffers (<link ref="_Ref449163821">2.1.2.7</link>). Dann erfolgte die Denaturierung der transkribierten RNA durch Erhitzung der Lösung über 90 Sekunden bei 90 °C. Nach dem raschen Abkühlen der Reaktionsgefäße auf Eis wurde der komplette Ansatz in einem 10 %igen denaturierenden Polyacrylamid-Gel (PAA-Gel) aufgetrennt. Durch die Exposition und die Schwärzung eines Röntgenfilms auf dem Gel ließen sich die Banden des Transkriptionsprodukts lokalisieren. Diese wurden mit einem sterilen Skalpell aus dem Gel ausgeschnitten und in 1,5 ml Eppendorfgefäßen mit 375 µl eines RNA-Elutionspuffers (<link ref="_Ref449163664">2.1.2.4</link>) versetzt. Die Gefäße inkubierten bei 37 °C über Nacht schüttelnd in einem Thermoblock. Nach viertelstündigem Zentrifugieren mit Maximaldrehzahl in einer Eppendorf-Tischzentrifuge wurde der Überstand abgezogen und mit einem halben Volumen 7 M Ammoniumacetat und 2,5 Volumen eiskaltem 100<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>%igen Ethanol bei -70 °C innerhalb von 30 Minuten gefällt. Dem Zentrifugieren der Fällung folgte die Messung der Aktivität des mit 70 %igem Ethanol gewaschenen und getrockneten Pellets einem Szintillationszähler. Aus der Aktivität ließ sich die Stoffmenge der gefällten RNA wie folgt errechnen: </p>
						<p>
							<pagenumber id="N10F71" label="28" numbering="arabic" start="28"/>
							<mm entity="Objekt1" file="Schultz_html_6f958b1f.gif" id="N10F75" label="424#339"/>
						</p>
						<p>Mit RNase-freiem Aqua bidest. wurde die Konzentration der Ribozyme auf ca. 8 µM und die der Substrat-RNA auf ca. 3 µM eingestellt. Nach dem vollständigen Lösen der Pellets und kurzer Zentrifugation wurde ein definiertes Volumen abgenommen, erneut am Szintillationszähler gemessen und die Konzentrationen der Ribozymlösungen auf 4 µM und die der Substratlösung auf 1,5 µM verdünnt.</p>
					</block>
				</subsection>
				<subsection id="N10F7F" label="2.2.3">
					<head>5&#8216;-Endmarkierung</head>
					<p>Zur radioaktiven Markierung des modifizierten Ribozyms RbS wurde das DNA 5&#8216;-End Labeling System (Promega, Mannheim) benutzt. Die darin enthaltene T4 Polynukleotidkinase (PNK) katalysiert die Übertragung der &#947;-Phosphatgruppe des ATP auf das dephosphorylierte 5&#8216;-Hydroxy-Ende eines RNA- oder DNA-Templates.</p>
					<p>Die im einfachen Reaktionsansatz enthaltenen Reagenzen sind in <link ref="_Ref462200024">Tabelle 7</link> aufgeführt.</p>
					<p>
						<table frame="all" id="N10F90" orient="port" tocentry="1">
							<caption>
								
								Tabelle 7: Reaktionsansatz zur 5&#8216;-Endmarkierung<link id="_Ref462200024"/></caption>
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="3">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<colspec colname="3" colnum="3"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>Volumen</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>Reagenz</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>Endkonzentration</strong>
											</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>5 µl</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>10x Reaktionspuffer</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1x (70 mM Tris-HCl, 10 mM MgCl<sub>2</sub>,</p>
											<p>5,0 mM Dithiothreit, pH 7,6)</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1 µl</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>&#947;</strong>
												<strong>-P</strong>
												<sup>32</sup>
												<strong> ATP</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>4.500 Ci/mmol, 10 mCi/ml</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>2,5 µl</p>
											<p>(= 10 pmol)</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>Ribozym</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>10 pmol/50 µl = 0,2 µmol</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1 µl</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>T4 PNK</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>0,2-0,4 U/µl</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>auf 50 µl</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<strong>Aqua bidest.</strong>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<pagenumber id="N1108D" label="29" numbering="arabic" start="29"/>
					<p>Der Ansatz inkubierte 20 Minuten lang bei 37 °C. Die folgende Kontrolle der Markierung und Reinigung des markierten Ribozyms über Gelelektrophorese im PAA-Gel erfolgte wie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11095" label="2.2.4">
					<head>Ribozymkinetik</head>
					<p>Für die Stabilisierung des Hammerhead-Ribozyms waren verschiedene Modifikationen geplant. Diese Veränderungen wurden schrittweise durchgeführt, um ihren Einfluss auf die katalytische Aktivität des Ribozyms besser bestimmen zu können.</p>
					<p>Die unterschiedlichen Modifikationen des Ribozyms RbO wurden in zellfreien Kinetik-Versuchen miteinander verglichen. In Anlehnung an Arbeiten von Hendry und McCall (1992, 1995a und b) erfolgten diese Versuche unter single-turnover Bedingungen. Hierbei katalysierte das Ribozym, das im eineinhalbfachem Überschuss zum Substrat vorlag, die Spaltung der Substrat-RNA.</p>
					<block id="N110A0" label="2.2.4.1">
						<head>
							<link id="_Ref462024736"/>Versuchsdurchführung</head>
						<p>Die Substratspaltung fand in einem Volumen von 24 µl statt (<link ref="_Ref462200319">Tabelle 8</link>).</p>
						<p>
							<table frame="all" id="N110B1" orient="port" tocentry="1">
								<caption>
									
								Tabelle 8: Reaktionsansatz zur Substratspaltung<link id="_Ref462200319"/></caption>
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="4">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<colspec colname="3" colnum="3"/>
									<colspec colname="4" colnum="4"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Volumen</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>stock-Konzentration</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Reagenz</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Endkonzentration</strong>
												</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>8 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1,5 µM</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Substrat-RNA</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>0,5 µM</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>6 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>4,0 µM</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Ribozym</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1,0 µM</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>600 mM</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Tris-HCl-Puffer</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>50 mM</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>8 µl</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>30 mM</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>
													<strong>Magnesiumchlorid</strong>
												</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>10 mM</p>
											</entry>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
						<p>
							<pagenumber id="N111B5" label="30" numbering="arabic" start="30"/>Der Reaktionsansatz wurde ohne die Zugabe von Magnesiumchlorid zusammenpipettiert, über 90 Sekunden bei 90 °C erhitzt und auf die Reaktionstemperatur von 37 °C abgekühlt. Nach fünfzehnminütiger Vorinkubation bei 37 °C erfolgte die Initialisierung der Reaktion durch die Zugabe des Magnesiumchlorids. Daraufhin wurden zu festgelegten Zeiten Aliquots von 2 µl entnommen und darin die Reaktion mit fünf Volumen Stopppuffer (<link ref="_Ref449163408">2.1.2.3</link>) gestoppt. Die Proben lagerten bis zur weiteren Verwendung bei -20 °C. Schließlich wurden alle Proben in einem 10<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>%igen denaturierenden PAA-Gel aufgetrennt. Das Gel trocknete nach dem Laufen zwei Stunden lang bei 72<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>°C auf einem Vakuum-Geltrockner. Die Auswertung der getrockneten Gele erfolgte an einem Phosphordensitometer mit Hilfe der Molecular Analyst Software (BioRad).</p>
					</block>
					<block id="N111C9" label="2.2.4.2">
						<head>Modifizierung der Versuchsbedingungen</head>
						<p>Für das Ribozym Rb8/12 wurde die Beeinflussbarkeit der katalytischen Aktivität durch den pH&#8209;Wert, die Reaktionstemperatur, die Magnesiumkonzentration und durch den Zusatz eines Facilitator-DNA-Oligonukleotids untersucht.</p>
						<p>Zunächst wurden in den Reaktionsansätzen einer Versuchsreihe <em color="#000000" slant="roman">pH-Werte von 6,0, 7,0, 7,5, 8,0, 8,5 und 9,5 </em>durch ein Puffergemisch aus <em color="#000000" slant="roman">Bis-Tris-Propan und Tris-HCl eingestellt.</em>
						</p>
						<p>
							<em color="#000000" slant="roman">In weiteren Versuchen ließ sich durch die Inkubation bei verschiedenen Temperaturen (25°, 37°, 45 °C) die Abhängigkeit der katalytischen Aktivität von der Reaktionstemperatur analysieren.</em>
						</p>
						<p>Um den Einfluss der Magnesiumkonzentration auf die Reaktion zu ermitteln, wurden die Konzentration in vier Versuchen auf Werte von 2, 10, 50 und 200 mM angepasst.</p>
						<p>Eine Facilitator-DNA ist ein ssDNA-Oligonukleotid, dessen Sequenz es ihm ermöglicht, sich direkt benachbart zum 3&#8216;-OH-Ende des Ribozyms an die Substrat-RNA anzulagern. Dies bewirkt eine <pagenumber id="N111EB" label="30" numbering="arabic" start="30"/>Stabilisierung des Ribozym-Substrat-RNA-Komplexes (Nesbitt und Goodchild, 1994). Die Sequenz für die verwendete Facilitator-DNA lautet: 5&#8216;catggaggagct 3&#8216;.</p>
						<p>Im Reaktionsansatz lag die Facilitator-DNA in einer Konzentration von 1 µM vor.</p>
						<p>Des Weiteren wurde für das stabilisierte Ribozym RbS die Beeinflussung der Aktivität durch ein kationisches Lipid getestet. Das Lipid 6 aus dem PerFect Transfection Kit (Invitrogen) war in einem Reaktionsansatz in einer Konzentration von 170 µg/ml enthalten.</p>
					</block>
					<block id="N111F7" label="2.2.4.3">
						<head>Versuchsauswertung</head>
						<p>Zur Auswertung der Versuche wurden die getrockneten, radioaktiven Gele in den Belichtungskassetten des Phosphordensitometers fixiert. Darin exponierten sie Bildplatten. Die Expositionszeit<pagenumber id="N111FE" label="31" numbering="arabic" start="31"/>richtete sich nach der Stärke der radioaktiven Markierung. Sie lag zwischen einer Stunde und drei Tagen. Das Lesen der Bildplatten erfolgte am Phosphordensitometer. Dabei wurde durch die Molecular Analyst Software eine Lesedatei (IMG) erstellt. Mit deren Hilfe konnten die densitometrischen Werte für Substrat-, Produkt- und Ribozymbanden quantifiziert und bildhaft dargestellt werden. Für die Übergabe der Bilddaten an die Microsoft Powerpoint Software war eine Konvertierung des Dateiformat notwendig (TIF). Der densitometrische Wert für die 3&#8216;&#8209;Produktbande musste rechnerisch ermittelt werden, da sich diese Bande im Vergleich zu den anderen schwieriger vom Hintergrund abgrenzen ließ. Die durch die Quantifizierung erhaltenen Werte wurden zur Bestimmung der prozentualen Produktentstehung genutzt.</p>
						<p>Für jeden Zeitwert (ein Zeitwert entspricht im Gel einer Bahn) wurde die prozentuale Produktentstehung errechnet. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem bis dahin entstanden Produkt (Summe der Produktbanden) und dem insgesamt eingesetzten Substrat (Summe aus beiden Produktbanden und verbleibender Substratbande). In einem Koordinatensystem gegenüber der Reaktionszeit aufgetragen, ergab sich für die Produktentstehung eine Wachstumskurve. Diese ließ sich mit Hilfe der Software Origin anpassen. Grundlage für die Kurvenanpassung bildete die folgende exponentielle Funktion (Hendry et al. 1992): </p>
						<p>
							<mm entity="Objekt2" file="Schultz_html_m1ab2c7ae.gif" id="N11208"/>
						</p>
						<p>Die Variable <strong>P</strong>
							<sub>t</sub> entspricht dem prozentualen Anteil des entstandenen Produkts zum Zeitpunkt t. <strong>P</strong>
							<sub>&#8734;</sub> gleicht der maximalen Produktentstehung im Unendlichen. <strong>P</strong>
							<sub>&#916;</sub> ist die Differenz aus der maximalen Produktentstehung und der Produktbildung zum Zeitpunkt Null. Alle drei Werte sind prozentuale Anteile in Bezug auf das gesamte Substrat. Die Reaktionszeit wird mit <strong>t </strong>dargestellt.</p>
						<p>Der <strong>k</strong>
							<sub>obs</sub>
							<strong>-</strong>Wert [min <sup>-1</sup>] ist eine Konstante erster Ordnung für diese Reaktion. Er beschreibt die initiale und somit maximale Spaltungsrate in dieser Reaktion. In dieser Arbeit bildete er die Grundlage für die Einschätzung der Aktivität der Ribozyme. </p>
						<p>Im Anschluss an die Auswertung der Versuche am Phosphordensitometer wurden zur direkten, nicht digitalen Dokumentation mit Hilfe der getrockneten Gele in Röntgenkassetten Röntgenfilme geschwärzt.</p>
					</block>
					<block id="N11237" label="2.2.4.4">
						<head>
							<pagenumber id="N1123B" label="32" numbering="arabic" start="32"/>Vergleich der DNA-modifizierten Ribozyme</head>
						<p>Für einen Vergleich der Ribozyme mit DNA-Modifizierungen wurden Änderungen in der Versuchsdurchführung und -auswertung vorgenommen. Die Reaktionsansätze besaßen ein Volumen von 15 µl. In diesen waren das Ribozym in einer Konzentration von 500 nM und das Substrat von 300 nM enthalten. Die Entnahme von Aliquots erfolgte jeweils nach 10 und 120 Minuten. Abgesehen von diesen Änderungen folgte die Versuchsdurchführung den oben genannten Schritten. Bei der Auswertung der densitometrisch ermittelten Werte für die Produktentstehung wurde eine vereinfachte Form der exponentiellen Wachstumsfunktion benutzt. </p>
						<p>Die Funktion </p>
						<p>
							<mm entity="Objekt3" file="Schultz_html_ma8c02d.gif" id="N11248"/>
						</p>
						<p>verläuft durch den Ursprung des Koordinatensystems. Sie geht damit von der Annahme aus, dass zum Zeitpunkt P<sub>0</sub> (t = 0) keine Produktbildung vorliegt. Der so ermittelte Wert k weicht von dem k<sub>obs</sub>-Wert ab, genügt jedoch für einen Vergleich der Ribozyme. Zudem lässt sich die maximale Produktbildung P<sub>&#8734;</sub> bestimmen.</p>
					</block>
				</subsection>
				<subsection id="N1125A" label="2.2.5">
					<head>Stabilitätstest</head>
					<p>Um die metabolische Stabilität gegenüber Exo- und Endonukleasen zu untersuchen, wurden das unmodifizierte Ribozym RbO und das Ribozym RbS 1 %igem Kälberserum (FCS) ausgesetzt.</p>
					<p>Die Konzentration der Ribozyme in den Versuchsansätzen betrug 1 µM. Im Gesamtvolumen von 20 µl wurden 2 %ige FCS- und 2 µM Ribozymstammlösung zu gleichen Teilen gemischt und bei 37 °C inkubiert. Während des Versuchs wurden zu definierten Zeiten Proben a 2 µl entnommen. Diese wurden mit 5 Volumen Stopppuffer (<link ref="_Ref449163408">2.1.2</link>) versetzt und lagerten zunächst bei &#8209;20<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>°C, um den weiteren Abbau der Ribozyme zu stoppen. Die Proben wurden in einem 20%igen denaturierenden PAA-Gel aufgetrennt. Nach der Exposition eines Röntgenfilms auf dem Gel erfolgte dessen Auswertung an einem Densitometer. Dabei wurde der Ribozymabbau mit Hilfe der Molecular Analyst Software (BioRad) quantifiziert und die Halbwertzeit der Ribozyme berechnet.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N1126F" label="2.2.6">
					<head>
						<link id="_Ref430577035"/>
						<pagenumber id="N11276" label="33" numbering="arabic" start="33"/>Transfektion</head>
					<p>Für die Wirkung des stabilisierten Ribozyms in vivo ist dessen erfolgreiche Transfizierung in die Zellen notwendig. Die Transfektion sollte mit Hilfe eines kationischen Lipids erfolgen. Es wurden in Transfektionsversuchen acht verschiedene Lipide des PerFect Transfection Kit (Invitrogen) zusammen mit dem Ribozym RbF getestet.</p>
					<p>Das Ribozym RbF ist am 3&#8216;-OH-Ende mit Fluorescein markiert. Nach Anregung mit kurzwelligem Licht (490 nm) emittierte Fluorescein Licht einer Wellenlänge von 515 nm und ist somit unter dem Mikroskop sichtbar.</p>
					<p>In Vorbereitung der Transfektion wurden die Zellen der Zellinie RCC 95/96 nach der Passage in den Kulturflaschen in einer Fuchs-Rosenthal-Kammer gezählt. Dann erfolgte die Aussaat der Zellen in 8-Kammer-Objektträger. In jede Kammer wurden ca. 20.000 Zellen in 300 µl Leibovitz´s L-15 Medium gegeben. Nach Inkubation der Zellen über Nacht waren die Objektträger subkonfluent bewachsen. Um die Zellen unter serumfreien Bedingungen zu transfizieren, wurden die Kammern dreimal mit 300 µl serumfreiem Ham`s F-10 gewaschen. Danach inkubierten die Zellen mit 300 µl modifizierten Ham`s F-10.</p>
					<p>Die Herstellung des modifizierten Ham`s F10 erfolgte eine halbe Stunde vor Beginn der Transfektion. Zunächst wurden Lipid und Ribozym getrennt in je 150 µl Ham`s F-10 aufgenommen. Die Lipidkonzentration im Medium betrug 24 µg/ml. Das Ribozym wurde im Massenverhältnis 1 : 6 zum Lipid im Medium gelöst und lag somit in einer Konzentration von 4 µg/ml vor. Nach viertelstündiger Inkubation der beiden Teillösungen bei Raumtemperatur wurden diese vereinigt und inkubierten eine weitere Viertelstunde. Das Ribozym besaß nun in diesem Medium eine Konzentration von 166 nM. Vor der Behandlung der Zellen mit dem modifizierten Medium wurde es auf 37 °C erwärmt.</p>
					<p>Die Transfektionszeit betrug 60 Minuten. Danach wurden die Objektträger fünf Minuten lang in 1x PBS gewaschen. Die Fixierung der Zellen erfolgte durch 10minütige Inkubation der Objektträger in einer Lösung aus 3,7 % Formaldehyd in 1x PBS. Um die Zellen unter dem Mikroskop besser lokalisieren zu können, wurden die Zellkerne mit 100 µl verdünnter Propidiumjodidlösung gefärbt (10 µl 95 %ige Propidiumjodidlösung in 10 ml 1x PBS). Anschließend waren die Objektträger wiederholt in 1x PBS zu waschen. Dann konnten die Kammerwände entfernt werden. Schließlich wurden die Objektträger mit Hilfe von <em color="#000000" slant="roman">Hep2-Mounting Medium</em> und einem Deckgläschen eingedeckelt. Die Begutachtung der Zellen erfolgte an einem konfokalen Mikroskop.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11290" label="2.2.7">
					<head>
						<pagenumber id="N11294" label="34" numbering="arabic" start="34"/>Behandlung der Zellen</head>
					<p>Die Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 wurden in Zellkultur mit den stabilisierten Ribozymen RbS, RbSSc und dem Antisense-Oligonukleotid (ASO8/12) behandelt. Für diese Behandlung war folgende Vorbereitung der Zellen notwendig: Nach der Passage in der Kulturflasche wurden die Zellen in einer Fuchs-Rosenthal-Kammer gezählt und in 24-Loch-Platten (Nunc) ausgesät. Die Aussaat von 200.000 Zellen in 2 ml Leibovitz´s L-15 Medium je Loch erwies sich dabei als optimal, da so nach der Inkubation über Nacht bei 37 °C eine konfluente Bewachsung vorlag. Am nächsten Tag wurde das L-15 Medium abgesaugt und jedes Loch dreimal mit 2 ml Ham`s F-10 gewaschen. Dann erfolgte die Inkubation der Zellen bei 37 °C mit 250 µl modifizierten Ham`s F-10. Dabei wurden die Zellen in jeweils drei Löchern gleich behandelt. Die Herstellung des mit den Ribozymen modifizierten Ham`s F-10 ist im Abschnitt <link ref="_Ref430577035">2.2.6</link> beschrieben. </p>
					<p>Das Antisense-Oligonukleotid ist für die Behandlung der Zellen in unterschiedlichen Konzentrationen (1 bis 10 µM) im Ham`s F-10 verdünnt worden. Das mit dem ASO8/12 modifizierte Medium enthielt kein kationisches Lipid.</p>
					<p>Nach 60minütiger Inkubation wurden aus jedem Loch zwei Proben von 100 µl des Behandlungsmediums entnommen und in eine vorbehandelte (s. <link ref="_Ref423486113">2.2.8</link>) 96-Loch-Platte (Nunc) aufgetragen. Um ein Antrocknen der Zellen zu verhindern, erfolgte sofort das Auffüllen der Löcher mit 2 ml unmodifiziertem Ham`s F10. Nach dem Absaugen der Löcher fand eine erneute Inkubation der Zellen mit 250 µl unmodifiziertem Ham`s F-10 statt. Wiederum nach 60 Minuten wurden zwei 100 µl&#8209;Proben je Loch entnommen und in die 96-Loch-Platte pipettiert. </p>
					<p>Insgesamt ergaben sich für beide Entnahmezeiten und für jede unterschiedliche Behandlung jeweils sechs Proben aus den Zellüberständen. Die in den sechs Proben durch ELISA ermittelten Werte für die PTHrP-Sekretion wurden in der Auswertung gemittelt. Somit resultierten für jede Behandlung zwei Werte. Der erste Wert entsprach der PTHrP-Menge, die während der 60minütigen Behandlung durch die Zellen sezerniert wurde und der zweite Wert der Menge an PTHrP, die in den 60 Minuten nach der Behandlung sezerniert wurde.</p>
					<p>.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N112B1" label="2.2.8">
					<head>
						<link id="_Ref423486113"/>
						<pagenumber id="N112B8" label="35" numbering="arabic" start="35"/>
						Enzyme-linked-Immuno-Sorbent-Assay (ELISA)</head>
					<p>Der Prüfstein für die Wirksamkeit des stabilisierten Ribozyms bei der Behandlung von Zellen in Zellkultur war die Sekretion des PTHrP in das Kultivierungsmedium. Diese sollte sich durch erfolgreiche Spaltung der PTHrP-mRNA mittels Ribozym messbar vermindern. Für den quantitativen Nachweis des PTHrP in den Zellkulturüberständen wurde ein one-site-ELISA genutzt.</p>
					<block id="N112C0" label="2.2.8.1">
						<head>Prinzip des one-site-ELISA</head>
						<p>Beim one-site-ELISA wird ein über unspezifische Bindungen an eine Mikrotiterplatte gebundenes Antigen durch einen monoklonalen Primärantikörper detektiert. An diesen wird ein biotinylierter Sekundärantikörper gekoppelt. Die Biotin-Streptavidin-Bindung koppelt den zweiten Antikörper mit einem Streptavidin-Peroxydase-Konjugat. Eine Erhöhung der Sensitivität des ELISA lässt sich durch das Einfügen eines weiteren biotinylierten Antikörpers (Tertiärantikörper) erzielen (<link ref="_Ref431044330">Abb. 4</link>).</p>
						<p>
							<mm entity="abb4" file="Schultz_html_m123053f.png" id="N112CE" label="599#410">
								<caption>
									Abb. 4: Prinzip des one-site-ELISA.<link id="_Ref431044330"/></caption>
							</mm>
						</p>
					</block>
					<block id="N112DA" label="2.2.8.2">
						<head>
							<pagenumber id="N112DE" label="36" numbering="arabic" start="36"/>
							Durchführung des one-site-ELISA</head>
						<p>In Vorbereitung des one-site-ELISA wurden verschiedene Lösungen hergestellt.</p>
						<p>
							<table frame="all" id="N112E8" orient="port" tocentry="1">
								<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
									<colspec colname="1" colnum="1"/>
									<colspec colname="2" colnum="2"/>
									<tbody valign="top">
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Carbonatpufferlösung pH 10,5:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Natriumcarbonat 0,25 M</p>
												<p>Natriumazid 0,5 %</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Blocklösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2 % BSA in 1x PBS</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Waschlösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1 Liter 1x PBS mit 0,5 ml Tween 20</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Verdünnungslösung für</p>
												<p>Antikörper und SA-POX:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Waschlösung<strong/>mit 1 % BSA</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>1. Antikörperlösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>monoklonaler Primärantikörper (Maus)</p>
												<p>1:2000 verdünnt</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>2. Antikörperlösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>biotinyl. anti-Maus-IgG (Kaninchen)</p>
												<p>1:2000 verdünnt</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>3. Antikörperlösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>biotinyl. anti-Kaninchen-IgG (Ziege)</p>
												<p>1:2000 verdünnt</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>SA-POX-Lösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Streptavidin-Peroxidase-Konjugat</p>
												<p>1:5000 verdünnt</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Citrat-Phosphatpufferlösung pH 5,0:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Citronensäure 0,15 M</p>
												<p>Dinatriumhydrogenphosphat 0,15 M</p>
											</entry>
										</row>
										<row>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>Substratlösung:</p>
											</entry>
											<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
												<p>10, 5 ml Citrat-Phosphatpufferlösung</p>
												<p>105 µl TMB 10mg/ml</p>
												<p>3,5 µl Wasserstoffperoxid 30 %</p>
											</entry>
										</row>
									</tbody>
								</tgroup>
							</table>
						</p>
						<p>Bevor die Zellüberstände in die 96-Loch-Platte (ELISA-Platte) gegeben wurden, erfolgte eine Vorbehandlung der Löcher mit 20 µl Carbonatpuffer. Das so entstandene alkalische Milieu ermöglichte dem Peptid PTHrP eine bessere Bindung an die Gefäßwand.</p>
						<p>Zusätzlich zu den Zellüberständen wurde auf jeder ELISA-Platte eine Eichreihe aufgetragen. Das PTHrP 1-86<em color="#000000" slant="roman"> (BACHEM, Heidelberg)</em> nahm darin Konzentrationen von 5 nM bis 50 pM an. Die mit den Zellüberständen und der Eichreihe beschickten Platten inkubierten über Nacht bei 4 °C.</p>
						<p>Am folgenden Tag wurden die Platten abgesaugt und auf saugfähigen und fusselfreien Papiertü-chern ausgeklopft. In jedes Loch wurden 200 µl der Blocklösung gegeben. Um die Immunreaktion zu beschleunigen, wurden alle Lösungen auf 37 °C vorgewärmt. Mit der Blocklösung inkubierten die Platten schwimmend in einem Wasserbad bei 37 °C. Zwischen allen Inkubationsschritten, die eben-<pagenumber id="N113FE" label="37" numbering="arabic" start="37"/>falls bei 37 °C stattfanden, war ein dreimaliges Waschen der ELISA-Platten mit der Waschlösung notwendig. Diese Waschschritte erfolgten mit Hilfe eines Mikrotiterplattenwaschers. Um Reste der Waschlösung zu entfernen, wurden die Platten nach dem Waschen auf Papier ausgeklopft.</p>
						<p>Nach der 45minütigen Inkubation der Platten mit der Blocklösung und dem anschließenden Waschen fand eine Beladung der Löcher mit der ersten Antikörperlösung statt. Es wurden pro Loch 100 µl Lösung pipettiert. Die Inkubationszeit betrug zwei Stunden. Die sich anschließenden Inkubationen mit je 100 µl der zweiten und dritten Antikörperlösung sowie der SA-POX-Lösung dauerten jeweils eine Stunde. Nach dem dreimaligen Waschen wurden die Platten mit Citrat-Phosphatpuffer behandelt. Ein weiterer Waschschritt folgte nicht. Die Citrat-Phosphat-pufferlösung wurde durch Ausklopfen entfernt und die einzelnen Löcher mit 100 µl Substratlösung beschickt.</p>
						<p>Die entstehende Farbreaktion ließ sich durch Zugabe von 1 %iger Schwefelsäure stoppen. Es folgte die Messung der Extinktion der ELISA-Platten am Mikrotiterplattenphotometer. Mit Hilfe der Kinetic Calc Software wurden die Messwerte ausgewertet.</p>
					</block>
				</subsection>
				<subsection id="N1140B" label="2.2.9">
					<head>Statistik</head>
					<p>Die Mittelwerte und die Standardabweichungen für die k<sub>obs</sub>-Werte der Ribozyme RbO und RbS wurden aus mindestens drei Versuchen errechnet. Aussagen über die signifikante Verschiedenheit der Werte konnten mittels Student´s t-Test für unabhängige Stichproben getroffen werden.</p>
					<p>Die Extinktionswerte, die nach der Behandlung der Zellen in den Überständen gemessenen wurden, sind für mindestens vier gleiche Behandlungen nach Abzug eines Leerwertes gemittelt worden. Mit dem Student´s t-Test für unabhängige Stichproben wurde analysiert, ob die Ergebnisse zur Kontrollbehandlung signifikant verschieden sind.</p>
				</subsection>
			</section>
		</chapter>
		<chapter id="chapter3" label="3">
			<head>
				<link id="_Ref427478260"/>
				<pagenumber id="N11423" label="38" numbering="arabic" start="38"/>
			Ergebnisse</head>
			<section id="N11428" label="3.1">
				<head>Herstellung der RNA-Ribozyme und der Substrat-RNA</head>
				<p>Für die In-vitro-Transkription mit der T7-RNA-Polymerase sind dsDNA-Templates notwendig. Sie wurden für die Substrat-RNA und die Ribozyme RbO, RbM und Rb8/12 durch PCR amplifiziert. Die Kontrolle der PCR-Produkte erfolgte durch Elektrophorese im Agarosegel (<link ref="_Ref430417177">Abb. 5</link> und <link ref="_Ref430417217">Abb. 6</link>). Die dsDNA-Templates der Ribozyme Rb5/10 und Rb4/8 wurden mit dem Klenow-Enzym hergestellt.</p>
				<p>
					<mm entity="abb5" file="Schultz_html_m3a6f7571.png" id="N1143A" label="385#256">
						<caption>
							Abb. 5: DNA-Template für Substrat-RNA.<link id="_Ref430417177"/></caption>
						<legend>1,5 %iges Agarosegel, 1: DNA-Längenmarker VIII, 2: DNA-Template für Substrat-RNA (252 bp).</legend>
					</mm>
				</p>
				<p>
					<mm entity="abb6" file="Schultz_html_6c6899cd.png" id="N1144A" label="409#260">
						<caption>
							Abb. 6: DNA-Templates für Ribozyme.<link id="_Ref430417217"/></caption>
						<legend>2 %iges Agarosegel, 1: DNA-Längenmarker VIII, 2 &#8209; 4: DNA-Templates der Ribozyme RbO (2), RbM (3) (beide 62 bp) und Rb8/12 (4) (58 bp).</legend>
					</mm>
				</p>
				<p>
					<pagenumber id="N1145A" label="39" numbering="arabic" start="39"/>Nach der In-vitro-Transkription wurde der gesamte Reaktionsansatz im Polyacrylamid-Gel (PAA-Gel) aufgetrennt (<link ref="_Ref430417775">Abb. 7</link>). Die Transkripte ließen sich durch Ausschneiden und Elution aus dem Gel reinigen. Das radioaktive Signal der gereinigten RNA wurde in einem Szintillationszähler gemessen. Aus den Messwerten konnte die Ausbeute an gereinigter RNA pro Transkriptionsansatz errechnet werden. Sie lag abhängig vom dsDNA-Template zwischen 20 und 200 pmol.</p>
				<p>
					<mm entity="abb7" file="Schultz_html_m7bc26e7.png" id="N11465" label="340#540">
						<caption>
						Abb. 7: In-vitro-Transkription.	<link id="_Ref430417775"/></caption>
						<legend>10 %iges denaturierendes (7 M Harnstoff) PAA-Gel, 1 und 2: Substrat-RNA (232 b), 3 und 4: Ribozym RbO (42 b).</legend>
					</mm>
				</p>
			</section>
			<section id="N11474" label="3.2">
				<head>Ribozymkinetik</head>
				<p>Die bei den kinetischen Untersuchungen erhobenen Daten basieren auf der densitometrischen Auswertung von Bildplatten an einem Phosphordensitometer. Auf den Bildern, die dabei mit Hilfe der Molecular Analyst Software erstellt wurden, sind die Banden der ungespaltenen Substrat-RNA <pagenumber id="N1147B" label="40" numbering="arabic" start="40"/>(232 b), die Banden der Spaltprodukte (152 und 80 b) und die Banden der radioaktiv markierten Ribozyme (zwischen 42 und 30 b) zu sehen.</p>
				<subsection id="N11480" label="3.2.1">
					<head>Katalytische und nicht katalytische Variante des Hammerhead-Ribozyms</head>
					<p>Zunächst erfolgte ein Vergleich des unmodifizierten Hammerhead-Ribozyms RbO mit seinem nichtkatalytischen Pendant RbM. Sie unterscheiden sich zueinander durch den Wechsel zweier Basen in der Stammschleife. Es wurde das Guanin an Position 11 gegen ein Adenin und das Adenin an Position 30 gegen ein Guanin ausgetauscht.</p>
					<p>Für das Ribozym RbO wurde die Bestimmung des k<sub>obs</sub>-Wert dreimal durchgeführt. Der daraus errechnete Mittelwert betrug 47,42 min<sup>-1 </sup>(x 10<sup>-3</sup>). Die mittlere Standardabweichung lag bei <br/>8,86 min<sup>-1 </sup>(x 10<sup>-3</sup>). Das Ribozym RbM zeigte erwartungsgemäß keine katalytische Aktivität (<link ref="_Ref430657412">Abb. 8</link> und <link ref="_Ref430657435">Abb. 9</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb8" file="Schultz_html_m1269d5a1.png" id="N114A6" label="516#344">
							<caption>
								Abb. 8: Spaltung der Substrat-RNA durch die Ribozyme RbO und RbM.<link id="_Ref430657412"/></caption>
							<legend>Es ist das bei der Auswertung am Phosphordensitometer erzeugte Bild eines getrockneten 10 %igen denaturierenden PAA-Gels dargestellt. Es zeigt die Substratspaltung für die Ribozyme RbO und RbM nach 0,5, 1,5, 3, 10, 30, 90 und 150 Minuten.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						<pagenumber id="N114B6" label="41" numbering="arabic" start="41"/>
						<mm entity="Grafik2" file="Schultz_html_1676108c.gif" id="N114BA" label="538#385">
							<caption>
								Abb. 9: Vergleich der Ribozyme RbO und RbM.<link id="_Ref430657435"/></caption>
							<legend>Die dargestellten Kurven entsprechen der zeitabhängigen Produktentstehung während der Reaktion.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N114C9" label="3.2.2">
					<head>Verkürzung der Stammschleife und der Flankenlängen</head>
					<p>Als erste Modifizierungen des Hammerhead-Ribozyms RbO wurden Verkürzungen der Stammschleife und der Flanken vorgenommen. Dazu wurden die Ribozyme Rb8/12, Rb5/10 und Rb4/8 erstellt.</p>
					<p>Durch Baseneinsparung in den Positionen 17, 18, 25 und 26 besitzt das Ribozym Rb8/12 eine kürzere Stammschleife als das Originalribozym (RbO). Die Ribozyme Rb5/10 und Rb4/8 zeichnen sich sowohl durch eine kürzere Stammschleife als auch durch kleinere Flanken (Verkürzung von 8 und 12 Basen auf 5 und 10 sowie 4 und 8 Basen) aus.</p>
					<p>Im Vergleich der Ribozyme zeigte das Ribozym Rb8/12 eine zweimal höhere Aktivität als das Ribozym RbO. Die Ribozyme mit verkürzten Flanken wiesen hingegen eine um 25 % (Rb4/8) bis 50 % (Rb5/10) verminderte Aktivität gegenüber RbO auf (<link ref="_Ref429138720">Abb. 10</link> und <link ref="_Ref429138693">Abb. 11</link>). </p>
					<p>
						<pagenumber id="N114E1" label="42" numbering="arabic" start="42"/>
						<mm entity="abb10" file="Schultz_html_m77e4062a.png" id="N114E5" label="516#344">
							<caption>
								Abb. 10: Vergleich der Ribozyme RbO, Rb8/12, Rb5/10 und Rb4/8.<link id="_Ref429138720"/></caption>
							<legend>In der ersten Bahn wurde ein Kontrollwert (K) aufgetragen. Er entspricht einer Probe nach 120 Minuten aus einem ribozymfreien Reaktionsansatz. In den übrigen Bahnen ist die Substratspaltung der Ribozyme nach 2,5, 5, 10, 30, 60 und 120 Minuten dargestellt.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						<mm entity="abb11" file="Schultz_html_155b3db1.png" id="N114F5" label="825#294">
							<caption>
								Abb. 11: Auswertung des Vergleichs der Ribozyme RbO, Rb8/12, Rb5/10 und Rb4/8.<link id="_Ref429138693"/></caption>
							<legend>Die ermittelten k<sub>obs</sub>-Werte sind im Säulendiagramm im Verhältnis zum k<sub>obs</sub>-Wert des Ribozyms RbO (entspricht 1,0) dargestellt.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N1150A" label="3.2.3">
					<head>Einfluss der Reaktionsbedingungen auf die katalytische Aktivität des Ribozyms Rb8/12</head>
					<p>Um einschätzen zu können, wie sich veränderte Reaktionsbedingungen auf die katalytische Aktivität eines Hammerhead-Ribozyms auswirken, sind der pH-Wert, die Reaktionstemperatur und die Ma<pagenumber id="N11511" label="43" numbering="arabic" start="43"/>gnesiumkonzentration bei Spaltversuchen des Ribozyms Rb8/12 variiert worden. Zudem wurde der Einfluss einer Facilitator-DNA auf die Reaktion getestet.</p>
					<p>Die bei der Auswertung ermittelten k<sub>obs</sub>-Werte wurden mit den unter Standardbedingungen errechneten verglichen. Zur besseren Veranschaulichung sind die letzteren als 1,0 angenommen worden. Als Standardbedingungen galten ein pH-Wert von 7,5, eine Reaktionstemperatur von 37 °C und eine Magnesiumkonzentration von 10 mM. Der k<sub>obs</sub>-Wert für die Reaktion ohne Zugabe eines Facilitators wurde auf 1,0 gesetzt.</p>
					<p>In den Versuchen zur pH-Abhängigkeit stellte sich für das Ribozym Rb8/12 ein pH-Optimum von 9,5 heraus. Bei pH-Werten unterhalb von 6,0 verlor das Ribozym seine Aktivität.</p>
					<p>Die Reaktionen bei 25, 37 und 45 °C zeigten, dass eine Erhöhung der Reaktionstemperatur in diesem Bereich mit einer Steigerung der Aktivität des Ribozyms einhergeht. </p>
					<p>Eine ebenso positive Abhängigkeit wies die Aktivität des Ribozyms in einem Bereich zwischen 2 und 200 mM von der Magnesiumkonzentration auf. </p>
					<p>Durch die Zugabe eines Facilitators stieg die katalytische Aktivität um 60 % (<link ref="_Ref429144778">Abb. 12</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb12" file="Schultz_html_37635420.png" id="N11531" label="650#460">
							<caption>
								Abb. 12: Einfluss der Reaktionsbedingungen auf die Aktivität des Ribozyms Rb8/12.<link id="_Ref429144778"/></caption>
							<legend>Die k<sub>obs</sub>-Werte sind im Verhältnis zu den unter Standardbedingungen (pH 7,5, 37 °C, 10 mM Magnesium, ohne Facilitatorzugabe) ermittelten k<sub>obs</sub>-Werten dargestellt.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11546" label="3.2.4">
					<head>
						<pagenumber id="N1154A" label="44" numbering="arabic" start="44"/>RNA-DNA-Ribozyme</head>
					<p>Der nächste Schritt bei der Entwicklung eines metabolisch stabilen Ribozyms bestand im teilweisen Austausch von Ribonukleotiden durch Desoxyribonukleotide. Ausgangsprodukt für diese Modifizierungen waren die reinen RNA-Ribozyme Rb5/10 und Rb8/12.</p>
					<p>Durch eine weitere Verkürzung der Flanken und DNA-Modifizierungen zeichnet sich das Ribozym Rb4/6V1 aus. Das Ribozym Rb5/10, das im vorhergehenden Vergleich nur eine geringe Aktivität aufwies, wurde zusätzlich synthetisiert.</p>
					<p>Zunächst erfolgte ein Vergleich des Ribozyms Rb5/10 mit seinen DNA-modifizierten Varianten. Das Ribozym Rb4/6V1 wurde in diesen Vergleich mit einbezogen (<link ref="_Ref430424844">Abb. 13</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb13" file="Schultz_html_m38794545.png" id="N1155E" label="523#348">
							<caption>
								Abb. 13: Erster Vergleich DNA-modifizierter Ribozyme.<link id="_Ref430424844"/></caption>
							<legend>Für jedes Ribozym ist die Substratspaltung nach 10 und 120 Minuten gezeigt.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>Hierbei zeigte sich, dass eine Verkürzung der Flanken auf insgesamt 10 Basen zum vollständigen Aktivitätsverlust des Ribozyms führt. Ausgehend vom Ribozym Rb5/10 wurden zunächst die Flanken DNA-modifiziert, was ohne drastische Aktivitätsverluste möglich war. Auch die Stammschleife kann weitgehend durch Desoxyribonukleotide aufgebaut werden.</p>
					<p>
						Im Folgenden wurden die DNA-modifizierten Ribozyme verglichen, die in den Flanken 8 und 12 Basen aufweisen. Der Vergleich erfolgte zusammen mit den Ribozymen RbO und Rb8/12. Die Versuchsbedingungen waren mit denen im vorhergehenden Vergleich identisch (<link ref="_Ref430659370">Abb. 14</link>). </p>
					<p>
						<pagenumber id="N11578" label="45" numbering="arabic" start="45"/>
						<mm entity="abb14" file="Schultz_html_77dc5286.png" id="N1157C" label="514#342">
							<caption>
								Abb. 14: Zweiter Vergleich DNA-modifizierter Ribozyme.<link id="_Ref430659370"/></caption>
							<legend>Es ist die Substratspaltung für die Ribozyme jeweils nach 10 und 120 Minuten dargestellt.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						
					</p>
					<p>
						<pagenumber id="N1158F" label="46" numbering="arabic" start="46"/>
						<mm entity="abb15" file="Schultz_html_m1805c29a.png" id="N11593" label="432#621">
							<caption>Abb. 15: Auswertung der Abbildung 13 und 14.</caption>
							<legend>In der oberen Grafik sind die Kurven dargestellt, die die densitometrisch ermittelten Werte für die
Substratspaltung nach 10 und 120 Minuten mit dem hypothetischen Nullwert (keine Spaltung bei t
= 0) verbinden. Die Kurven folgen der Funktion Pt = P&#8734; &#8722; P&#8734;exp(&#8722;k t). Zur besseren Übersicht
sind nur die Kurven der Ribozyme RbO, Rb8/12, Rb5/10 und Rb8/12V4 gezeichnet. Die Säulengrafik
stellt für jedes Ribozym den Wert k im Verhältnis zum Wert k des Ribozyms RbO dar.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N115A0" label="3.2.5">
					<head>
						Modifizierung mit Phosphorothioaten</head>
					<p>Für die Modifizierung mit Phosphorothioaten empfahl sich das Ribozym Rb8/12V4. Es besteht zu 71 % aus DNA und übertrift in seiner Aktivität das Original-Ribozym RbO. Zunächst wurde das <pagenumber id="N115A7" label="47" numbering="arabic" start="47"/>Ribozym Rb8/12V4PT synthetisiert. Dieses weist gegenüber dem Ribozym Rb8/12V4 am 5&#8216;-Ende eine und am 3&#8216;-OH-Ende drei Modifizierungen mit Phosphorothioaten auf. In einem weiteren Syntheseschritt wurde Rb8/12V4PT am 3&#8216;-OH-Ende mit Fluorescein gekoppelt. Diese Modifikation ermöglichte den intrazellularen Nachweis des transfizierten Ribozyms RbF unter dem Mikroskop.</p>
					<p>In der folgenden kinetischen Untersuchung wurden die Ribozyme Rb8/14V4, Rb8/12V4PT und RbF verglichen (<link ref="_Ref430660143">Abb. 16</link>). </p>
					<p>Der Einbau von Phosphorothioaten in das Ribozym Rb8/12V4PT verursachte eine Aktivitätsminderung um 30 % gegenüber Rb8/12V4. Das fluoresceingekoppelte Ribozym RbF hat im Vergleich zum Ribozym Rb8/12V4 über 85 % der Aktivität verloren (<link ref="_Ref430660797">Abb. 17</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb16" file="Schultz_html_m1e93def4.png" id="N115BC" label="484#321">
							<caption>
							Abb. 16: Modifikationen des Ribozyms Rb8/12V4.	<link id="_Ref430660143"/></caption>
							<legend>Dargestellt ist die Substratspaltung nach 0,5, 1,5, 3, 10, 30 und 120 Minuten.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						<mm entity="abb17" file="Schultz_html_380acba8.png" id="N115CC" label="823#292">
							<caption>
								Abb. 17: Auswertung der Abbildung 16.<link id="_Ref430660797"/></caption>
							<legend>Die k<sub>obs</sub>-Werte der Ribozyme sind im Säulendiagramm als relativ zum k<sub>obs</sub>-Wert des Ribozyms Rb8/12V4 dargestellt.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N115E1" label="3.2.6">
					<head>
						<pagenumber id="N115E5" label="48" numbering="arabic" start="48"/>Modifizierung mit Phosphorothioaten und Basenaustausch</head>
					<p>Um eine Stabilisierung zu erreichen, wurden beim Ribozym RbS gegenüber Rb8/12V4PT auch im Bereich der Stammschleife drei Phosphorothioatmodifikationen vorgenommen. Zudem erfolgte ein Austausch des Uracils an Position 13 gegen ein Adenin. Insgesamt wurde damit das Ribozym RbS gegenüber dem unmodifizierten Hammerhead-Ribozym RbO wie folgt verändert:</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N115EF" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>1.</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Verkürzung der Stammschleife und der Flanken</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>2.</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>RNA-DNA-Austausch</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>3.</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Koppelung mit Phosphorothioaten</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>4.</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>Basenaustausch in der Stammschleife</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>Im Vergleich zwischen dem Ribozym RbO und dem Ribozym RbS zeigte sich, dass ihre Aktivitäten trotz der umfangreichen Modifikationen nicht differierten. Mit p = 0,743 (&#945; = 0,5) ergab sich im t&#8209;Test für die k<sub>obs</sub>-Werte der Ribozyme kein signifikanter Unterschied (<link ref="_Ref430664193">Abb. 18</link> und <link ref="_Ref430664198">Abb. 19</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb18" file="Schultz_html_me3badfc.png" id="N1166D" label="516#344">
							<caption>
								Abb. 18: Vergleich der Ribozyme RbO und RbS.<link id="_Ref430664193"/></caption>
							<legend>Die Abbildung zeigt die Substratspaltung der Ribozyme nach 0,5, 1,5, 3, 10, 30, 90 und 150 Minuten.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						<pagenumber id="N1167D" label="49" numbering="arabic" start="49"/>
						<mm entity="abb19" file="Schultz_html_c22e133.png" id="N11681" label="422#302">
							<caption>
								Abb. 19: Auswertung der Abbildung 18.<link id="_Ref430664198"/></caption>
							<legend>In der Säulengrafik sind die gemittelten k<sub>obs</sub>-Werte für die Ribozyme RbO und RbS verzeichnet.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11693" label="3.2.7">
					<head>Kationisches Lipid</head>
					<p>Die Transfektion der Zellen mit dem stabilisierten Ribozym sollte mit Hilfe eines kationischen Lipids erfolgen. In einer kinetischen Untersuchung wurde zuvor dessen Einfluss auf die katalytische <pagenumber id="N1169A" label="49" numbering="arabic" start="49"/>Aktivität überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Aktivität des Ribozyms RbS nach Zugabe eines Lipids zum Reaktionsansatz um 20 % verringerte (<link ref="_Ref430666187">Abb. 20</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb20" file="Schultz_html_27ddbd45.png" id="N116A5" label="824#291">
							<caption>
								Abb. 20: Einfluss eines kationischen Lipids auf die Aktivität des Ribozyms RbS.<link id="_Ref430666187"/></caption>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N116B1" label="3.2.8">
					<head>
						<pagenumber id="N116B5" label="50" numbering="arabic" start="50"/>Kontrollribozym RbSSc</head>
					<p>Die Behandlung der Zellen mit dem stabilisierten Ribozym kann durch unspezifische Effekte eine Verringerung der PTHrP-Sekretion hervorrufen. Um diese von der erwünschten Wirkung des Ribozyms unterscheiden zu können, wurde ein weiteres Ribozym (RbSSc) erstellt. Es besitzt im Gegensatz zum Ribozym RbS Flanken, deren Sequenzen nicht komplementär zur Substrat-RNA sind. Die Flanken verfügen rechnerisch über die gleichen Basen, sind jedoch durch das Vertauschen der Basen in ihrer Sequenz verändert. Im Test zeigte dieses Ribozym keine Aktivität (<link ref="_Ref430666715">Abb. 21</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb21" file="Schultz_html_m5124a5e2.png" id="N116C3" label="513#341">
							<caption>
								Abb. 21: Vergleich des Kontrollribozyms RbSSc mit dem stabilisierten Ribozym.<link id="_Ref430666715"/></caption>
							<legend>Es ist die Substratspaltung nach 0,5, 1,5, 3, 10, 30, 90 und 150 Minuten dargestellt.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
			</section>
			<section id="N116D3" label="3.3">
				<head>Stabilitätstest</head>
				<p>Die metabolische Stabilität des Ribozyms RbS gegenüber dem unmodifizierten Ribozym RbO wurde in 1 %igem Kälberserum (FCS) getestet. In der FCS-Lösung lagen die Ribozyme in einer Konzentration von 1 µM vor. Die Auswertung des Stabilitätstests ergab für das Ribozym RbS eine Halbwertzeit von mehr als 10 Stunden. Sie war gegenüber der für das Ribozym RbO ermittelten Halbwertzeit (ca. eine Stunde) über das Zehnfache erhöht.</p>
				<p>
					<pagenumber id="N116DD" label="51" numbering="arabic" start="51"/>
					<mm entity="abb22" file="Schultz_html_m127b4b77.png" id="N116E1" label="510#340">
						<caption>Abb. 22: Stabilität von RbO und RbS im Serum.</caption>
						<legend>Es ist der Abbau der Ribozyme nach einer Minute sowie nach 0,5, 1, 2, 4, 6 und 10 Stunden abgebildet. Um das Ribozym RbS und dessen Abbauprodukte autoradiografisch darstellen zu können, erfolgte vor dem Versuch eine radioaktive 5&#8216;-End-Markierung des Ribozyms.</legend>
					</mm>
				</p>
				<p>
					<mm entity="abb23" file="Schultz_html_504fac41.png" id="N116EF" label="536#381">
						<caption>Abb. 23: Auswertung der Abbildung 22.</caption>
					</mm>
				</p>
			</section>
			<section id="N116F9" label="3.4">
				<head>Transfektion</head>
				<p>Vor der Behandlung der Tumorzellen in Monolayer-Zellkultur durch lipidvermittelte Transfektion mit dem stabilisierten Ribozym, wurden in Transfektionsversuchen acht verschiedene kationische Lipide des PerFect Lipid Transfection Kit (Invitrogen) zusammen mit dem Ribozym RbF getestet. <pagenumber id="N11700" label="52" numbering="arabic" start="52"/>Der Nachweis des fluoresceinmarkierten Ribozyms RbF in den Zellen erfolgte an einem konfokalen Mikroskop. Für die Zellbehandlung wurde das Lipid 6 des PerFect Lipid Transfection Kit ausgewählt, da es die stärkste diffus zytoplasmatische Verteilung des Ribozyms bedingte (<link ref="_Ref430609414">Abb. 24</link>).</p>
				<p>
					<mm entity="abb24" file="Schultz_html_6026415c.png" id="N1170B" label="520#346">
						<caption>
							Abb. 24: Transfektion.<link id="_Ref430609414"/></caption>
						<legend>Die Abbildung zeigt Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 nach lipidvermittelter Transfektion mit dem Ribozym RbF. Das Ribozym stellt sich im Zytoplasma als diffuse Färbung dar (dicke Pfeile). Darüber hinaus existiert es im Zytoplasma innerhalb liposomaler Einschlüsse (gepunktete Pfeile) und außerhalb der Zellen in größeren Lipid-Ribozym-Komplexen (dünne Pfeile).</legend>
					</mm>
				</p>
			</section>
			<section id="N1171A" label="3.5">
				<head>Behandlung der Zellen</head>
				<subsection id="N1171F" label="3.5.1">
					<head>Ribozym RbS und RbSSc</head>
					<p>Um die Wirksamkeit des stabilisierten Ribozyms RbS in vivo zu überprüfen, wurden mit diesem Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 in Monolayer-Zellkultur behandelt. Parallel dazu erfolgte eine Kontrollbehandlung der Zellen mit dem Ribozym RbSSc. Das ebenfalls stabilisierte Ribozym RbSSc kann sich auf Grund inkomplementärer Flanken nicht an die PTHrP-mRNA binden. Es besitzt somit gegenüber der PTHrP-mRNA keine katalytische Aktivität. </p>
					<p>Die Ribozyme lagen in dem Transfektionsmedium in einer Konzentration von 166 nM vor. In Bezug auf das Kontrollribozym RbSSc ließ sich für das Ribozym RbS kein Effekt nachweisen. Die in den 60 Minuten nach der Behandlung (2. Wert) gemessenen PTHrP-Sekretionen waren mit p = 0,706 (&#945; = 0,5) nicht signifikant verschieden (<link ref="_Ref430612800">Abb. 25</link>).</p>
					<p>
						<pagenumber id="N11730" label="53" numbering="arabic" start="53"/>In einem weiteren Versuch wurden die Zellen nochmals zum einen in der vorher genannten und zu anderen in der fünffach höheren Konzentration mit Ribozymen und Lipid behandelt. Es zeigte sich nach der Behandlung mit den höheren Ribozym- und Lipidkonzentrationen eine Verringerung der PTHrP-Sekretion. Jedoch konnte auch in diesem Fall kein signifikanter Unterschied (2. Wert: p = 0,365 (&#945; = 0,5)) hinsichtlich der Sekretion von PTHrP zwischen der Behandlung mit dem Ribozym RbS und dem Kontrollribozym RbSSc festgestellt werden.</p>
					<p>
						<mm entity="abb25" file="Schultz_html_m686900b5.png" id="N11737" label="584#418">
							<caption>
								Abb. 25: Behandlung mit dem Ribozym RbS und dem Kontrollribozym.<link id="_Ref430612800"/></caption>
							<legend>Dargestellt sind die nach 60 und 120 Minuten gemessenen Extinktionen bei 450 nm. Der 60 Minuten-Wert entspricht der Sekretion während der einstündigen Behandlung mit den Ribozymen und der 120 Minuten-Wert der Sekretion in den 60 Minuten nach der Behandlung.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						<mm entity="abb26" file="Schultz_html_7b320273.png" id="N11747" label="584#418">
							<caption>Abb. 26: Behandlung mit erhöhten Ribozym- und Lipidkonzentrationen.</caption>
							<legend>Das Prinzip der Darstellung entspricht dem in Abbildung 25.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11754" label="3.5.2">
					<head>
						<pagenumber id="N11758" label="54" numbering="arabic" start="54"/>Antisense-Oligonukleotid</head>
					<p>Antisense-Oligonukleotide können in Zellen durch Bindung an mRNA zur Verringerung der Expression des entsprechenden Gens führen. Die Behandlung der Zellen mit dem Antisense-Oligonukleotid ASO8/12 sollte diesen möglichen Effekt für die PTHrP-Sekretion nachweisen.</p>
					<p>In einem Versuch wurden die Zellen mit dem Ribozym RbS oder dem ASO8/12 behandelt. Beide lagen in Konzentrationen von 1 µM vor. Auf die Zugabe von einem Lipid im Behandlungsmedium wurde verzichtet.</p>
					<p>Gegenüber der Kontrollsekretion (K) sind für die Behandlung mit dem Ribozym und dem Antisense-Oligonukleotid keine signifikanten Unterschiede gemessen worden (<link ref="_Ref430616657">Abb. 27</link>).</p>
					<p>Eine Erhöhung der Konzentration des Antisense-Oligonukleotid (bis 10 µM) führte zu keiner Verringerung der PTHrP-Sekretion (<link ref="_Ref430705682">Abb. 28</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb27" file="Schultz_html_29b32722.png" id="N11773" label="584#418">
							<caption>
								Abb. 27: Behandlung mit dem Ribozym RbS und dem Antisense-Oligonukleotid.<link id="_Ref430616657"/></caption>
							<legend>Das Prinzip der Darstellung entspricht dem in Abbildung 25.</legend>
						</mm>
					</p>
					<p>
						<pagenumber id="N11783" label="55" numbering="arabic" start="55"/>
						<mm entity="abb28" file="Schultz_html_325d3ba1.png" id="N11787" label="584#418">
							<caption>
								Abb. 28: Behandlung mit hohen Antisense-Oligonukleotid-Konzentrationen.<link id="_Ref430705682"/></caption>
							<legend>Das Prinzip der Darstellung entspricht dem in Abbildung 25.</legend>
						</mm>
					</p>
				</subsection>
			</section>
		</chapter>
		<chapter id="chapter4" label="4">
			<head>
				<link id="_Ref453472435"/>
				<pagenumber id="N1179F" label="56" numbering="arabic" start="56"/>Diskussion</head>
			<p>In dieser Arbeit sollte schrittweise ein Ribozym gegen die PTHrP-mRNA entwickelt werden. Um es für die Behandlung von Tumorzellen in Monolayer-Zellkultur einsetzen zu können, waren verschieden Modifikationen am Ribozym notwendig. Die strukturellen und chemischen Abänderungen des Ausgangsribozyms sollten bei gewahrter katalytischer Aktivität zu einer erhöhten Nukleasenstabilität führen.</p>
			<p>Die Laborarbeit gliederte sich methodisch in folgende Schwerpunkte:</p>
			<p>
				<table frame="none" id="N117AC" orient="port" tocentry="1">
					<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
						<colspec colname="1" colnum="1"/>
						<colspec colname="2" colnum="2"/>
						<tbody valign="top">
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>
										<ul>
											<li>
												<p>Substrat- und Ribozymherstellung</p>
											</li>
											<li>
												<p>Kinetik-Tests</p>
											</li>
											<li>
												<p>Stabilitätstest</p>
											</li>
											<li>
												<p>Behandlung der Zellen.</p>
											</li>
										</ul>
									</p>
								</entry>
							</row>
						</tbody>
					</tgroup>
				</table>
			</p>
			<p>Am Anfang standen vorbereitende Arbeiten, die dem Herstellen der Ribozyme und der Substrat-RNA dienten. Dabei erwies es sich als problematisch, die radioaktiv markierten RNA-Stränge in für die Ribozymkinetik ausreichender Menge und Reinheit zu erzeugen.</p>
			<p>Als der entscheidende Abschnitt dieser Arbeit sind die kinetischen Untersuchungen anzusehen. Mit ihrer Hilfe war es möglich, die unterschiedlich modifizierten Ribozyme zu differenzieren und die Einflüsse der verschiedenen Modifikationen auf die katalytische Aktivität zu untersuchen.</p>
			<p>Vor den Zellversuchen wurde das Ribozym RbS - es stellte das Ergebnis der Entwicklung dar - auf seine metabolische Stabilität getestet. </p>
			<p>Die Behandlung der Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 mit dem Ribozym RbS beendete die experimentelle Phase der Arbeit.</p>
			<section id="N117FE" label="4.1">
				<head>Substrat-RNA und RNA-Ribozyme</head>
				<p>Da die kinetischen Untersuchungen unter single-turnover-Bedingungen im Bereich von 1 µM erfolgten, wurde eine beträchtliche Menge der 232 Basen langen Substrat-RNA benötigt. Diese Synthesemenge war durch die In-vitro-Transkription nur zu erreichen, wenn bei dieser Reaktion mindestens 20 µg Template-DNA eingesetzt wurden.</p>
				<p>
					<pagenumber id="N11808" label="57" numbering="arabic" start="57"/>Im Folgenden sind die Syntheseschritte der Substrat-RNA zusammengefasst:</p>
				<p>
					<strong>Amplifikation der Template-DNA durch PCR</strong>
				</p>
				<p>
					<mm entity="Pfeil" file="Schultz_html_39d495d1.jpg" id="N11815" label="12#22"/>
				</p>
				<p>
					<strong>Reinigen der Template-DNA</strong>
				</p>
				<p>
					<mm entity="Pfeil" file="Schultz_html_39d495d1.jpg" id="N11822" label="12#22"/>
				</p>
				<p>
					<strong>In-vitro-Transkription</strong>
				</p>
				<p>
					<mm entity="Pfeil" file="Schultz_html_39d495d1.jpg" id="N1182F" label="12#22"/>
				</p>
				<p>
					<strong>Reinigen und Vermessen des Transkriptionsprodukts</strong>
				</p>
				<p>Um die Menge an amplifizierter DNA bei der PCR zu erhöhen, wurde die Reaktion optimiert. Das gelang zum einen durch Verkürzen des PCR-Templates von 413 auf 252 Basen. Die zu diesem Zweck erforderliche Primer-DNA wurde mit der Oligo-Software ermittelt. Neben der höheren PCR-Ausbeute führte die Verkürzung später zusätzlich zu einer höheren Transkriptionseffizienz.</p>
				<p>Zum anderen wurden die Annealing-Temperatur und die Zyklenzahl angepasst. Hilfreich war hierfür neben durchgeführten Testreihen die Oligo-Software, mit der sich eine Richttemperatur ermitteln ließ. Die optimierte PCR zeigte im Kontrollgel nur geringe Degradationsprodukte und keine Fehlbanden (<link ref="_Ref430417177">Abb. 5</link>). </p>
				<p>Die Reinigung des PCR-Produkts von Proteinen (DNA-Polymerase) und Nukleotiden hatte einen maßgeblichen Einfluss auf das Gelingen der In-vitro-Transkription. Es konnte festgestellt werden, dass ein zweimaliges Ausschütteln des PCR-Ansatzes mit Phenol-Chloroform-Isoamylalkohol gegenüber einem einmaligen zu einer deutlich höheren Transkriptionseffizienz führt. Bei einem Einsatz von ungereinigter Template-DNA in der In-vitro-Transkription war das Reaktionsprodukt im PAA-Gel nicht klar von degradierten oder nicht vollständig synthetisierten Produkten abzugrenzen.</p>
				<p>Für die weitere Verwendung der Substrat-RNA und der Ribozyme in den Kinetikuntersuchungen war es notwendig, sie im Anschluss an die Transkription von zusätzlich transkribierten Fehlbanden, von Template-DNA, Proteinen und Degradationen zu selektieren. Dabei kam es insbesondere darauf an, die entsprechenden Banden der Transkriptionsprodukte aus dem PAA-Gel präzise herauszuschneiden. Nur so konnte gewährleistet werden, dass die spätere Mengenbestimmung und die kinetischen Tests nicht durch Doppelbanden verfälscht wurden.</p>
			</section>
			<section id="N1184B" label="4.2">
				<head>
					<pagenumber id="N1184F" label="58" numbering="arabic" start="58"/>Ribozymkinetik</head>
				<p>Die Reaktionsgeschwindigkeit von chemischen Prozessen lässt sich in vielen Fällen durch spezielle Substanzen regulieren. Dabei bleiben die Katalysatoren - so werden diese Substanzen bezeichnet - während der Reaktion in ihrer Struktur und Menge erhalten. Für die Katalysatoren in biologischen Systemen wurden die Begriffe Biokatalysator bzw. Enzym geprägt. Sie werden in der Mehrzahl durch intrazelluläre Proteine verkörpert, die monomer, oligomer, einfach oder komplex strukturiert sind. Aber auch für einige Ribonukleinsäuren, Ribozyme genannt, wurde enzymatische Aktivität nachgewiesen (Cech 1986).</p>
				<p>Die Reaktionskinetik der von Ribozymen katalysierten Reaktionen gleicht der anderer Enzymsysteme. So lässt sich die enzymatische Reaktion allgemein durch folgende Gleichung wiedergeben (Hendry et al. 1992):</p>
				<p>
					<mm entity="gleichung" file="Schultz_html_m52bac673.gif" id="N1185C"/>
				</p>
				<p>Die Gleichgewichtskonstante K des ersten Reaktionsschritts ergibt sich aus dem Verhältnis der Geschwindigkeitskonstanten für Substratassoziation und -dissoziation (K = k<sub>1 </sub>/ k<sub>-1</sub>). Im zweiten Schritt, auch als chemischer Schritt bezeichnet, findet die eigentliche Substratspaltung statt. Ihre Geschwindigkeit wird mit der Konstante k<sub>2 </sub>beschrieben. Sie ist von der Konzentration der Reaktionskomponenten (Substrat [S], Ribozym [R]) unabhängig. Die entsprechende Rückreaktion ist zu vernachlässigen.</p>
				<p>Der letzte Schritt umfasst die Produktdissoziation. Er könnte auch in zwei weitere, parallel verlaufende Zwischenschritte untergliedert werden (RP<sub>1</sub> + P<sub>2</sub> oder RP<sub>2</sub> + P<sub>1</sub>). Als eine Besonderheit der ribozymkatalysierten Reaktionen ist dabei die starke Bindung zwischen komplementären RNA-Strängen herauszustellen. Sie kann den letzten Reaktionsschritt zu einem die Gesamtreaktion limitierenden Schritt werden lassen (McConnell 1997).</p>
				<p>Entsprechend anderen Enzymen können Ribozyme durch die katalytische Konstanten K<sub>m</sub>, k<sub>cat </sub>und k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub> näher charakterisiert werden. Die Werte ergeben sich aus der klassischen Michaelis-Menten-Kinetik. Diese geht davon aus, dass bei konstanter Enzymmenge die Substratkonzentration schrittweise angehoben wird. Mit dem Anstieg des Enzym-Substrat-Komplexes (ES) nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit (initialer Substratumsatz) zu. Wird die Reaktionsgeschwindigkeit im Koordinatensystem als Funktion der Substratkonzentration aufgetragen, erhält man eine hyperbolische Kurve, die sich asymptotisch der Maximalgeschwindigkeit V<sub>max</sub> nähert. Bei maximalem initialen Substratumsatz liegt die gesamte Enzymmenge als Enzym-Substrat-Komplex vor. Die dann bestehende <pagenumber id="N1188C" label="59" numbering="arabic" start="59"/>Substratsättigung bedingt, dass die Geschwindigkeit nur durch eine Erhöhung der Enzymkonzentration zu steigern ist.</p>
				<p>
					<mm entity="kinetik" file="Schultz_html_24e2c714.gif" id="N11893">
						<caption>
							Abb. 29: Michaelis-Menten-Kinetik.<link id="_Ref496022729"/></caption>
					</mm>
				</p>
				<p>Die Konzentration des Substrats, die zur Sättigung führt, ist für jedes Enzym verschieden. Da sich jedoch die experimentelle Bestimmung der Sättigungskonzentration als schwierig erwies, führten Michaelis und Menten (1913) den standardisierten Wert K<sub>m</sub> ein. Der auch als Michaeliskonstante bezeichnete K<sub>m</sub>-Wert entspricht der Substratkonzentration bei halbmaximaler Geschwindigkeit. Er stellt somit die Substratkonzentration dar, bei der die Hälfte des vorhandenen Enzyms mit Substrat gesättigt ist (<link ref="_Ref496022729">Abb. 29</link>).</p>
				<p>Mit Hilfe des K<sub>m</sub>-Werts lassen sich Aussagen über die Substrataffinität des Enzyms treffen. Ist der K<sub>m</sub>-Wert hoch, bedeutet es, dass eine große Substratmenge zur Sättigung des Enzyms erforderlich ist. Das Enzym besitzt eine geringe Affinität zum Substrat. Analog ergibt sich für ein starkes Bindungsbestreben zwischen Enzym und Substrat ein geringer K<sub>m</sub>-Wert. </p>
				<p>Der k<sub>cat</sub>-Wert, in älterer Literatur auch als Wechselzahl (turnover number) bezeichnet, gibt die molare katalytische Aktivität des Enzyms an. Er entspricht dem Quotienten aus gemessener Maximalgeschwindigkeit V<sub>max</sub> und der eingesetzten Enzymmenge. Dieser für jedes Enzym spezifische Wert besitzt die Dimensionen s<sup>-1</sup> oder min<sup>-1</sup>. Er gibt an, wie viel Substratmoleküle in der Zeiteinheit von einem Enzymmolekül bzw. einem katalytischen Zentrum bei Substratsättigung umgesetzt werden. In der Michaelis-Menten-Kinetik entspricht der k<sub>cat</sub>-Wert der Geschwindigkeitskonstante für den chemischen Schritt.</p>
				<p>
					<pagenumber id="N118CA" label="60" numbering="arabic" start="60"/>Aus dem K<sub>m</sub> und k<sub>cat</sub>-Wert errechnet sich die katalytische Effizienz eines Enzyms. Der auch als Spezifitätskonstante bezeichnete Term k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub> ist besonders für den Vergleich von verschiedenen Substraten eines Enzyms oder von mehreren Enzymen, die dasselbe Substrat umsetzen, geeignet.</p>
				<p>
					Je nachdem, welche Reaktionskomponente - Substrat oder Ribozym - im Vergleich zur jeweils anderen im Überschuss vorliegt, wird zwischen Reaktionen unter multiple- oder single-turnover Bedingungen unterschieden. Multiple-turnover Reaktionen erfolgen unter Substratüberschuss. Dabei wird festgestellt, ob ein Ribozym in der Lage ist, mehrere Substratmoleküle zu spalten. Unter diesen Reaktionsbedingungen können alle Reaktionsschritte, insbesondere die Produktdissoziation, den Reaktionsumsatz limitieren. Durch eine Balance zwischen Bildung und Zerfall des Ribozym-Substrat-Komplexes (RS) wird über einen längeren Zeitraum der Reaktion sowohl die RS-Konzentration als auch die freie Ribozympopulation konstant gehalten (steady state).</p>
				<p>Bei single-turnover-Reaktionen liegt das Ribozym im Überschuss vor. Dies macht es wahrscheinlich, das ein Ribozym die Spaltung von nicht mehr als einem Substratmolekül katalysiert. Die Produktdissoziation spielt deshalb als reaktionslimitierender Faktor keine Rolle. Vielmehr sind nur die ersten beiden Reaktionsschritte, nämlich die Bildung des RS-Komplexes und die Spaltungsreaktion, für den Reaktions­umsatz entscheidend.</p>
				<p>Die Entscheidung für eine der beiden genannten Formen der Reaktionskinetik ist in erster Linie von den Strukturen der Reaktionspartner abhängig. Um die Effektivität verschiedener Ribozyme bei der Spaltung einer kurzen Substrat-RNA zu vergleichen, sind Reaktionen unter multiple-turnover-Bedingungen gut geeignet. Dazu werden mit Hilfe der Michaelis-Menten-Kinetik die katalytischen Konstanten k<sub>cat</sub>,<sub/>K<sub>m</sub> und k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub> ermittelt.</p>
				<p>Für die Spaltung längerer Substrate spielen Sekundärstrukturen der RNA-Stränge eine wichtige Rolle. Sie können zu einer erheblichen Verminderung der katalytischen Effizienz führen. So ergaben sich für die Spaltung der LTR
            <footnote start="1">
						<p>LTR = long terminal repeats, Steuersequenz</p>
					</footnote>
         RNA des HIV Typ1 (ca. 1.000 Basen) im Vergleich zur Spaltung kurzer synthetischer Substrate (19 Basen) um mindestens drei Größenordnungen niedrigere k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub>-Werte (Heidenreich und Eckstein 1992). Der Grund für den geringen Umsatz unter Substratüberschuss könnten starke Sekundärstrukturen, insbesondere doppelsträngige und haarnadelförmige, im Bereich und in der Nähe der Zielsequenz sein. Ebenfalls wäre es denkbar, dass die Erreichbarkeit der Zielsequenz für das Ribozym durch Sekundärstrukturen eingeschränkt wird. Ein herabgesetztes Bindungsvermögen eines Ribozyms an ein langes Substrat konnte durch ein Absinken des K<sub>m</sub>-Wertes nachgewiesen werden. Die chemische Umsetzung des Substrats - durch den k<sub>cat</sub>-Wert charakterisiert - wurde dabei nicht beeinflusst (Fedor und Uhlenbeck 1990). Neben den Sekundärstrukturen würde auch die Bildung von irregulären Ribozym-Substrat-Komplexen zu einem vermin<pagenumber id="N11907" label="61" numbering="arabic" start="61"/>derten Substratumsatz führen. Um trotz langer Substrate einen ausreichenden Umsatz zu gewährleisten, ist es erforderlich, die Ribozymkonzentration im Verhältnis zur Substratkonzentration anzuheben. Single-turnover-Reaktionen, in denen das Ribozym im Überschuss vorliegt, gelten daher als Mittel der Wahl für die Spaltung längerer Substrate.</p>
				<p>In dieser Arbeit wurden verschiedene Ribozyme hinsichtlich ihrer Aktivität in zellfreien Versuchen untersucht. Die In-vitro-Spaltung eines 232 Basen umfassenden Abschnitts des Exon III und IV der PTHrP mRNA erfolgte dabei unter single-turnover-Bedingungen. Anfängliche Tests, die unter Überschuss des Substrats zum Ribozym stattfanden, ergaben nur einen geringen Umsatz. Der Versuchsaufbau, der den Arbeiten von Hendry und McCall (1992, 1995a und b) entlehnt wurde, gestattete es hingegen, dass für die meisten der untersuchten Ribozyme ein gut messbarer Umsatz nachgewiesen werden konnte. Für den Vergleich der Ribozyme wurde der k<sub>obs</sub>-Wert, eine kinetische Konstante erster Ordnung, ermittelt. Dieser Wert entspricht der Geschwindigkeitskonstante k<sub>2</sub>, da durch die Vorinkubation des gesamten Reaktionsansatzes in Abwesenheit von Magnesium der reaktionslimitierende Schritt nicht die Bildung des Ribozym-Substrat-Komplexes (k<sub>1</sub>), sondern die Spaltung des Substrats ist. Sehr einflussreich auf die ermittelten k<sub>obs</sub>-Werte waren die Zeitpunkte der Probenentnahmen (<link ref="_Ref462024736">2.2.4.1</link>). Es ergaben sich systematisch höhere Werte, je näher die erste Entnahme am Zeitpunkt t<sub>0 </sub>(t = 0) lag, bzw. systematisch zu niedrige Werte, je weiter die erste Probenentnahme herausgezögert wurde. Die Entnahme einer Probe zum Zeitpunkt t<sub>0</sub> war technisch nicht möglich, so dass die ermittelten k<sub>obs</sub>-Werte nur Näherungswerte an den absoluten Wert sein können.</p>
				<p>Die katalytischen Konstanten der Michaelis-Menten-Kinetik k<sub>cat</sub>, K<sub>m</sub> und k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub> ließen sich unter single-turnover-Bedingungen nicht bestimmen.</p>
				<subsection id="N11937" label="4.2.1">
					<head>Das Hammerhead-Ribozym RbO</head>
					<p>Zu Beginn der kinetischen Untersuchungen wurde der k<sub>obs</sub>-Wert für das Hammerhead-Ribozym RbO, das der Entwicklung weiterer Ribozyme zu Grunde lag, bestimmt. Der gemittelte Wert für die Spaltung der 232 Basen langen Substrat-RNA betrug 0,047 min<sup>-1</sup>. Hendry und McCall ermittelten in ihrer Arbeit (1992) für die Ribozyme 1 und 2 mit 1,6 min<sup>-1</sup> (± 0,6) und 5,0 min<sup>-1</sup> (± 1,0) um bis zu 100 mal höhere k<sub>2</sub>-Werte
            <footnote start="2">
							<p>In folgenden Arbeiten von Hendry wurden die k<sub>2</sub>-Werte als k<sub>obs</sub>-Werte bezeichnet.</p>
						</footnote>
         . Ein mit 0,24 min<sup>-1</sup> (± 0,05) lediglich fünffach höherer k<sub>obs</sub>-Wert wurde von ihnen in einer weiteren Arbeit (1995a) für das Ribozym TAT RA angegeben. Der direkte Vergleich der Werte ist jedoch nur bedingt zulässig, da in den Untersuchungen von Hendry und McCall vergleichsweise kurze Substrate (13 Basen) gespalten wurden.</p>
					<p>
						<pagenumber id="N11963" label="62" numbering="arabic" start="62"/>Eine Spaltung längerer Substrate wurde von Jankowsky und Schwenzer (1996) durchgeführt. Das Ziel ihrer Untersuchungen war es, die Spaltung von Substraten unterschiedlicher Länge im Beisein von Facilitatoren-RNA und -DNA zu untersuchen. Als Substrat-RNA wurden drei Domäne der HTF
            <footnote start="3">
							<p>HTF = human tissue factor</p>
						</footnote>
      mRNA mit 39, 452 und 942 Basen eingesetzt. Die Reaktionen wurden durch ein 32 Basen langes Hammerhead-Ribozym katalysiert. Im Folgenden sind die von Jankowsky und Schwenzer ermittelten k<sub>2</sub>-Werte (entsprechen k<sub>obs</sub>) aufgeführt, die ohne Anwendung von Facilitatoren ermittelt wurden.</p>
					<p>
						<table frame="none" id="N11977" orient="port" tocentry="1">
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="6">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
								<colspec colname="3" colnum="3"/>
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								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>k<sub>2</sub> S</p>
										</entry>
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											<p>39</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>=</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>2,3</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>min<sup>-1</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>(± 0,3)</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>k<sub>2</sub> S</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>452</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>=</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>0,057</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>min<sup>-1</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>(± 0,003)</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>k<sub>2</sub> S</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>942</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>=</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>0,0185</p>
										</entry>
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											<p>min<sup>-1</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>(± 0,002)</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>Es ist ersichtlich, dass das kurze Substrat S 39 nahezu 125 mal schneller gespalten wird als das Substrat S 942. Diese Werte verdeutlichen, welchen Einfluss die Länge des Substrats auf die Spaltung hat. Mit 0,057 min<sup>-1</sup> liegt die Geschwindigkeitskonstante k<sub>2</sub> für die Spaltung des Substrats S 452 im Bereich des k<sub>obs</sub>-Werts des Ribozyms RbO. Jedoch ist auch hier ein direkter Ver<pagenumber id="N11A69" label="62" numbering="arabic" start="62"/>gleich der Werte nur eingeschränkt möglich, da zum einen die Größe der Substrate nicht identisch ist und zum anderen die Substratlänge nur ein Hinweis auf mögliche Sekundärstrukturen sein kann.</p>
					<p>Parallel zum Ribozym RbO wurde das Ribozym RbM getestet. Beide Ribozyme sind bis auf zwei Abweichungen im Bereich der Stammschleife des Ribozyms RbM identisch. Der Austausch von zwei Basen in der konservierten Region der Stammschleife von RbM bedingte den vollständigen Verlust der katalytischen Aktivität. Diese Tatsache untermauert die Feststellung, dass die konservierte Region eine wichtige Rolle für die Ribozymaktivität spielt. Manipulationen in diesem Bereich, sei es durch Basenaustausch, Phosphorthionatsubstitutionen oder andere Modifikationen, führen daher zu einer Abnahme oder dem Verlust der Aktivität (Ruffner et al. 1990).</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11A72" label="4.2.2">
					<head>Verkleinerung des Hammerhead-Ribozyms</head>
					<p>In den voranstehenden Abschnitten wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Länge der Substrat-RNA und die damit verbundenen mehr oder minder ausgeprägten Sekundärstrukturen erheblichen<pagenumber id="N11A79" label="63" numbering="arabic" start="63"/> Einfluss auf die Spaltungsreaktion haben. Zweifellos ist aber auch die Struktur des Ribozyms für die Effizienz der Katalyse von Bedeutung. Obgleich die Struktur des Hammerhead-Ribozyms in gewissem Maß festgelegt ist, sind Variationen in bestimmten Abschnitten ohne Verlust der katalytischen Aktivität möglich. </p>
					<p>In mehreren Arbeiten untersuchten Lange et al. (1994), Tuschl und Eckstein (1993), Hendry und McCall (1995 und 1996), inwiefern Größenänderungen der Ribozyme die Katalyse beeinflussen. Auf den Erkenntnissen basierend und ausgehend vom Hammerhead-Ribozym RbO wurden in dieser Arbeit weitere Ribozyme, die in Flanken und Stammschleife verkleinert wurden, erstellt (<link ref="_Ref458569996">Abb. 30</link>).</p>
					<p>
						<mm entity="abb30" file="Schultz_html_m7d9ebcf4.png" id="N11A87" label="459#250">
							<caption>
						Abb. 30: Ribozymübersicht I.		<link id="_Ref458569996"/></caption>
						</mm>
					</p>
					<p>Das Ribozym Rb8/12, das mit dem Ribozym RbO identische Flanken besitzt, wies bei der Spaltung der Substrat-RNA die höchste Aktivität auf. Die Tatsache, dass die kürzeren Flanken der Ribozyme Rb5/10 und Rb4/8 geringere Substratumsätze bewirkten, lässt vermuten, dass es für die Länge der Flanken ein Optimum bezüglich der Ribozymaktivität gibt. So ermittelten auch Lange et al. (1994) bei der Spaltung einer 501 Basen umfassenden Substrat-RNA durch Ribozyme mit unterschiedlichen Flanken (3&#8216;/5&#8216;-Flanken: 5/9, 7/9, 8/10 und 14/13) die höchste Effizienz für das Ribozym mit einer Flankenlänge von 7 und 9 Basen. Eine Bindungsschwäche der 3&#8216;&#8209;Flanke mit sich anschließender frühzeitiger Dissoziation vom Substrat wurde als Grund für die geringe Effizienz des 5/9er Ribozyms angenommen. Hendry und McCall (1995 und 1996) untersuchten den Einfluss der Flankenlänge auf die Katalyse anhand von Spaltungen kurzer Substrate (13 nt). Der Vergleich eines 10/10er mit einem 6/6er Ribozyms ergab deutliche Unterschiede hinsichtlich der ermittelten kinetischen Konstanten. Das kleinere Ribozym, bezeichnet als TAT RA 6X2, wies einen annähernd 20fach höheren k<sub>cat</sub>-Wert und einen um zwei Drittel niedrigeren K<sub>m</sub>-Wert auf. Die sich daraus ergebende katalytische Effizienz (k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub>) zeigt, dass das Ribozym mit den kürzeren Flanken das Substrat unter multiple-turnover-Bedingungen ca. 60 mal effektiver umsetzt. In gleicher Weise zeigte <pagenumber id="N11AA0" label="64" numbering="arabic" start="64"/>sich das kleinere Ribozym in den Reaktionen, in denen es im Überschuss zum Substrat vorlag, als das aktivere. Der 40fach höhere k<sub>obs</sub>-Wert demonstriert eine deutliche Zunahme der Spaltungsrate bei einer Verkürzung beider Flanken von 10 auf 6 Basen (Hendry und McCall 1995).</p>
					<p>In einer weiteren Arbeit wiesen Hendry und McCall (1996) nach, dass die katalytische Aktivität von Ribozymen mit asymmetrischen Flanken größer ist, wenn sich die kürzere der beiden Flanken am 5&#8216;&#8209;Ende befindet. So wurde bei der Spaltung eines 21mer Substrats durch ein 5/10er und ein 10/5er Ribozym für das Verhältnis der ermittelten k<sub>obs</sub>-Werte ein Faktor, der größer als 100 ist, errechnet. Um die Flankenlängen zu optimieren, variierten Hendry und McCall diese in weiteren Untersuchungen. Hierbei erkannten sie, dass eine Längenveränderung der 5&#8216;-Flanke einen größeren Effekt hervorruft als eine Änderung der Länge der 3&#8216;-Flanke.</p>
					<p>Eine weitere Verkleinerung der Ribozyme ist durch die Einsparung von Basen im Bereich der Stammschleife möglich. In mehreren Arbeiten wurden Ribozyme erstellt, bei denen die Basen der Stammschleife, abgesehen von denen in den konservierten Regionen, teilweise oder vollständig entfernt wurden. Diese Ribozyme, von McCall et al. (1992) als Minizyme bezeichnet, verfügten bei der Spaltung kleiner Substrate unter multiple-turnover Bedingungen über eine geringere Aktivität als die Ribozyme mit kompletter Stammschleife. Dabei war die Aktivitätseinschränkung vom Ausmaß der Baseneinsparung abhängig (Tuschl und Eckstein 1993). Die Ribozyme, bei denen die Doppelhelix der Stammschleife lediglich von vier auf zwei Basenpaare verkleinert wurde, wiesen im Vergleich zum Ausgangsribozym ähnliche katalytische Werte auf. Bei einem vollständigen Verzicht auf die Doppelhelix sank die katalytische Effizienz der Ribozyme drastisch. Aber auch für die Basensequenz der Doppelhelix und der sich anschließenden Schleife wurde ein Einfluss auf die Ribozymaktivität nachgewiesen. So zeigte ein Ribozym mit kompletter, jedoch in der Sequenz der Doppelhelix veränderter Stammschleife eine 225fach geringere katalytische Effizienz gegenüber dem Ursprungsribozym. Das starke Absinken des k<sub>cat</sub>-Werts ließ dabei auf die Bedeutung der Doppelhelix bei der Substratspaltung schließen. Für sie wurde eine stabilisierende Funktion von Übergangszuständen bei der Spaltung angenommen. Der unveränderte K<sub>m</sub>-Wert deutete an, dass die Sequenzänderung die Bildung des Ribozym-Substrat-Komplexes nicht berührt (Tuschl und Eckstein 1993).</p>
					<p>In Bezug auf die Stammschleifengröße konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass eine Verkleinerung nicht zwangsläufig mit einer geringeren Ribozymaktivität einhergehen muss. Das Ribozym Rb8/12 erwies sich gegenüber RbO trotz kleinerer Stammschleife bei der Spaltung der Substrat-RNA als das aktivere. Allerdings wurde hier im Unterschied zu der Arbeit von Tuschl und Eckstein (1993) ein langes Substrat (232 gegenüber 12 Basen) unter single-turnover-Bedingungen gespalten. </p>
					<p>Insgesamt lassen sich aus der Verkleinerung von Hammerhead-Ribozymen folgende Vorteile ableiten. Bei der Spaltung von längeren Substraten können Ribozyme mit kürzeren Flanken und einer<pagenumber id="N11ABC" label="65" numbering="arabic" start="65"/> verkleinerten Stammschleife einen höheren Umsatz bewirken als die entsprechenden &#8222;vollständigen&#8220; Ribozyme. Dabei ist anzunehmen, dass dem Effekt das bessere Erreichen der Zielsequenzen selbst bei ausgeprägten Sekundärstrukturen zu Grunde liegt. Der Effekt lässt sich jedoch nicht vorhersagen und muss daher durch Austesten herausgestellt werden. Ein weiterer Vorteil besteht in der erleichterten Handhabung verkleinerter Ribozyme. Sie weisen weniger Angriffspunkte für Nukleasen auf und lassen sich besser in Zellen transfizieren. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil sind ferner die geringeren Synthesekosten.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11AC2" label="4.2.3">
					<head>Einfluss der Reaktionsbedingungen auf die katalytische Aktivität des Ribozyms Rb8/12</head>
					<p>Aus den Versuchen mit in Stammschleife und Flanken verkleinerten Ribozymen resultierte das Ribozym Rb8/12. Vor einer weiteren Modifizierung des Ribozyms wurde seine katalytische Aktivität bei veränderten Reaktionsbedingungen untersucht.</p>
					<p>Wie die Katalysen anderer Enzymsysteme lassen sich ribozymkatalysierte Reaktionen durch Modulation von pH-Wert und Reaktionstemperatur beeinflussen. Des Weiteren wirken sich Konzentrationsänderungen von Metallionen, die sowohl viele Enzyme als auch Ribozyme als Cofaktoren für die optimale Katalyse benötigen, auf die Reaktion aus. Für den Reaktions-pH, die Temperatur und die Metallionenkonzentration existieren Optima, unter denen die Enzyme am effektivsten arbeiten. Diese liegen für die meisten Proteinenzyme im physiologischen Bereich. Bei extremeren Bedingungen, wie zu starker Hitze oder allzu niedriger bzw. zu hoher Wasserstoffionenkonzentration, können die Enzyme auf Grund der Denaturierung ihre Aktivität verlieren.</p>
					<block id="N11ACD" label="4.2.3.1">
						<head>pH-Wert</head>
						<p>Bereits Uhlenbeck (1987) untersuchte für seine katalytische RNA die Abhängigkeit der Spaltung eines Oligoribonukleotids von den Reaktionsbedingungen. Die dabei getroffenen Aussagen ließen sich in dieser Arbeit weitestgehend bestätigen. In der von Uhlenbeck dargestellten Abhängigkeit der Substrathalbwertzeit von dem pH-Wert wurde deutlich, dass der größte Effekt hinsichtlich des Umsatzes bei Änderungen des Reaktions-pHs im Bereich zwischen 6 und 8 zu erwarten ist. In diesem Sinne konnte auch in der vorliegenden Arbeit für das Ribozym Rb8/12 gezeigt werden, dass bei der Verminderung der Wasserstoffionenkonzentration von pH 7,5 auf 8,5 der k<sub>obs</sub>-Wert um 200 % steigt, hingegen ein weitere Absenkung auf ein Zehntel nur noch einen Anstieg des k<sub>obs</sub>-Werts um 10 % zur Folge hat. Insgesamt erhöhte sich damit bei einer Steigerung des pH von 6 auf 8 die Reak<pagenumber id="N11ADA" label="66" numbering="arabic" start="66"/>tionskonstante k<sub>obs </sub>um den Faktor 3. Daraus lässt sich in Übereinstimmung mit Uhlenbeck schließen, dass der Reaktions-pH den reaktionslimitierenden Schritt nur indirekt beeinflusst, dass jedoch die stärkste Abhängigkeit im physiologischen pH-Bereich besteht.</p>
					</block>
					<block id="N11AE3" label="4.2.3.2">
						<head>Temperatur</head>
						<p>Uhlenbeck (1989) untersuchte in weiteren Tests den Zusammenhang zwischen der Reaktionstemperatur und dem Reaktionsumsatz. Dabei erkannte er in der Arrhenius-Auftragung eine lineare Beziehung zwischen der Substrathalbwertzeit und der Reaktionstemperatur in einem Bereich von 10 °C bis 37 °C. Die zugehörige Aktivierungsenergie gab er mit E = 13,1 kcal mol<sup>-1 </sup>an. Für die Aktivität des Ribozyms Rb8/12 ist eine ähnliche Temperaturabhängigkeit anzunehmen. Die bei Temperaturen von 25 °C, 37 °C und 45 °C gemessenen k<sub>obs</sub>-Werte lassen hier vermuten, dass das Temperatur­optimum oberhalb des physiologischen Bereichs liegt und es demzufolge für den praktischen Einsatz von Ribozymen in Zellen nur geringe Bedeutung hat.</p>
					</block>
					<block id="N11AF2" label="4.2.3.3">
						<head>Magnesiumkonzentration</head>
						<p>Neben den Tests zum Reaktions-pH und der Reaktionstemperatur überprüfte Uhlenbeck in der Arbeit von 1989 den Einfluss verschiedene zweiwertige Metallionen auf den Reaktionsumsatz. Hierzu wurden getrennten Reaktionsansätzen Chlorsalze der Metalle Magnesium, Mangan, Kalzium und Zink zugegeben, so dass die Endkonzentration 10 mM betrug. Weitere Ansätze wurden mit Natriumchlorid, EDTA bzw. Spermidin in verschiedenen Konzentrationen versetzt. In diesen konnten jedoch keine Umsätze gemessen werden. Die höchste Effizienz zeigte die Katalyse bei der Zugabe von Manganchlorid. Sie unterschied sich von der Effizienz für den Ansatz mit Magnesiumchlorid um den Faktor 8 und für den Ansatz mit Kalziumchlorid um den Faktor 25. Bei Zugabe von Zinkchlorid erfolgte keine Substratspaltung. Eine detaillierte Untersuchung der Beziehung zwischen der Mg<sup>2+</sup>-Konzentration und der Substrathalbwertzeit ergab eine Kurve mit zunächst starkem Abfall im Bereich zwischen 1 mM und 5 mM und einer folgenden asymptotischen Annäherung an einen Minimalwert bei Konzentrationen oberhalb von 20 mM. Danach schien die Aktivität des Ribozyms unabhängig von der Mg<sup>2+</sup>-Konzentration zu sein.</p>
						<p>Für das Ribozym Rb8/12 wurde der Einfluss der Mg<sup>2+</sup>-Konzentration auf die Ribozymaktivität in einem ausgedehnteren Bereich untersucht. Es konnte festgestellt werden, dass selbst bei Konzentrationen von bis zu 200 mM durchaus eine Abhängigkeit zwischen dem k<sub>obs</sub>-Wert und dem Magnesiumgehalt besteht. Ebenfalls mit diesem Gegenstand beschäftigten sich Sawata et al. (1993). Dabei wurden von ihnen zwei mögliche Formen der Magnesiumabhängigkeit diskutiert. Zum einen für <pagenumber id="N11B08" label="67" numbering="arabic" start="67"/>reine RNA-Ribozyme die Abhängigkeit, bei der eine Sättigung erreicht wird, sobald die Mg<sup>2+</sup>-Konzentration 100 mM überschreitet. Zum anderen für chimäre RNA-DNA-Ribozyme die Abhängigkeit, bei der der Reaktionsumsatz durch Zugabe von Magnesium auch noch im hochmolaren Bereich (1 M) zu steigern ist. Hendry und McCall (1995) hingegen vermuteten, dass für die meisten Ribozyme eine zweiphasige Abhängigkeit von der Mg<sup>2+</sup>-Konzentration besteht. So könnte eine zunächst exponentielle Abhängigkeit von einer linearen abgelöst werden.</p>
						<p>In welcher Form die Aktivität des Ribozyms Rb8/12 von der Mg<sup>2+</sup>-Konzentration abhängt, kann mit Hilfe der vorliegenden Daten nicht eindeutig bestimmt werden. Hierfür wären weitere Versuche notwendig, in denen die Mg<sup>2+</sup>-Konzentration in einem größeren Bereich zu variieren wäre. Deutlich ist jedoch, dass innerhalb physiologischer Konzentrationen eine positive Korrelation besteht.</p>
					</block>
					<block id="N11B1D" label="4.2.3.4">
						<head>Facilitator</head>
						<p>Neben der Modifizierung von pH-Wert, Reaktionstemperatur und Metallionenkonzentration kann die Aktivität eines Ribozyms auch durch die Zugabe von Oligonukleotiden beeinflusst werden. Goodchild stellte 1992 erste Untersuchungen zu diesen als Facilitatoren bezeichneten Strukturen an. Dabei erkannte er hinsichtlich ihrer Funktionsweise Ähnlichkeiten mit Coenzymen konventioneller Enzyme. Er fand heraus, dass Facilitatoren weder den chemischen Schritt der Substratspaltung beeinflussen noch die Produktdissoziation beschleunigen. Vielmehr erklärte Goodchild die Wirkung der Facilitatoren mit ihrem Einfluss aud die Bildung des Ribozym-Substrat-Komplexes. In diesem ersten Reaktionsschritt ist es den Facilitatoren möglich, die aus Ribozymflanken und Zielsequenz gebildete Helix zu stabilisieren. Unmittelbar dem 3&#8216;-Ende des Ribozyms benachbart lagern sie sich der Ziel-RNA auf Grund ihrer komplementären Sequenz an. Die erzeugte Stabilität ermöglicht es auch Ribozymen mit kurzen Flanken sich besser an das Substrat zu binden. Da kurze Flanken eine stärkere Produktdissoziation als längere bedingen, ist es verständlich, warum gerade bei kleinen Ribozymen der Einsatz eines Facilitators den Reaktionsumsatz verbessert. So zeigten Nesbitt et al. (1994), dass die Aktivität eines 5/5er Ribozyms durch die Zugabe einer 13 Basen umfassenden Facilitator-DNA um den Faktor 556 gesteigert werden konnte, der Facilitator hingegen bei einem 10/10er Ribozym keine Aktivitätssteigerung hervorrief.</p>
						<p>Für die Wirkung des Facilitators sind neben den Ribozymflanken auch die Reaktionsbedingungen und die Struktur der Substrat-RNA entscheidend. Die erhebliche Aktivitätssteigerung für das 5/5er Ribozym nach Zugabe eines Facilitators waren von Nesbitt et al. (1994) bei der Spaltung einer 37 Basen langen Substrat-RNA unter multiple-turnover-Bedingungen (20facher Überschuss) gemessen worden. Für den Einsatz von Ribozymen in Zellen ist jedoch vor allem ihre Fähigkeit zur Spalt<pagenumber id="N11B27" label="68" numbering="arabic" start="68"/>ung längerer mRNA-Sequenzen von Bedeutung. In dieser Arbeit wurde eine Facilitator-DNA (13mer) bei der Spaltung eines langen Substrats unter single-turnover-Bedingungen eingesetzt. Wie bereits erwähnt, spielt die Bildung des Ribozym-Substrat-Komplexes unter Ribozymüberschuss für den Reaktionsumsatz nur eine geringe Rolle. Dies könnte die lediglich 60 %ige Steigerung der Aktivität des Ribozyms Rb8/12 bei Facilitator-Zugabe erklären. Es wurden jedoch für die Spaltung von größeren Substrat-mRNA auch stärkere Effekte der Facilitatoren nachgewiesen (Denman 1993, Nesbitt et al. 1994, Jankowsky und Schwenzer 1996 und 1998). Bei bis zu fünffachem Ribozymüberschuss und zum Teil geringen Magnesiumkonzentrationen (1mM) steigerte sich bei einigen Ribozymen die Aktivität um mehr als das Zehnfache. Jankowsky und Schwenzer benutzten dabei in ihren Arbeiten (1996 und 1998) DNA- und RNA-Facilitatoren. Diese wendeten sie sowohl als 5&#8216;- als auch 3&#8216;&#8209;Variante erfolgreich an. Zudem zeigten Jankowsky und Schwenzer (1998), dass auch unter zehnfachen multiple-turnover-Bedingungen, die in der Regel für den Umsatz langer Substrate ungeeignet schienen, die Aktivität der Ribozyme durch den Einsatz von Facilitatoren zu steigern ist.</p>
						<p>In künftigen Untersuchungen wäre zu klären, inwieweit Facilitatoren in der Lage sind, Ribozyme bei der Hemmung der Genexpression in Zellen zu unterstützen.</p>
					</block>
				</subsection>
				<subsection id="N11B31" label="4.2.4">
					<head>RNA-DNA-Ribozyme</head>
					<p>Der nächste Schritt in der Entwicklung des metabolisch stabilen Ribozyms bestand in dem teilweisen Austausch der Ribonukleotide durch Desoxyribonukleotide. Dabei war es das Ziel, eine größtmögliche Menge an DNA in ein Hammerhead-Ribozym einzubringen, ohne dass es seine Aktivität verliert.</p>
					<p>Für die Effekte, die durch die Substitution von RNA durch DNA hervorgerufen wurden, lassen sich in der Literatur zahlreiche Quellen finden, jedoch wurden in der Mehrzahl der kinetischen Untersuchungen kurze Substrate verwandt (Perreault et al. 1990, Yang et al. 1992, Hendry et al. 1992, Taylor et al. 1992, Shimayama et al. 1993, Hendry und McCall 1995). Diese Arbeit hingegen verglich RNA-DNA-Ribozyme (s.<link ref="_Ref458565712">Abb. 31</link>) bei der Spaltung einer langen Substrat-RNA. Dabei wurde untersucht, in welchem Maß sich der Basenwechsel in den verschiedenen Regionen der Ribozymstruktur auf die katalytische Aktivität auswirkt. Eine der Feststellungen, die die meisten Forschungsgruppen trafen, konnte auch in dieser Arbeit bestätigt werden. Sie besagt, dass ein Austausch von RNA durch DNA in den konservierten Regionen der Stammschleife mit erheblichen Aktivitätseinschränkungen der Ribozyme einhergeht. Demgemäß zeigten die Ribozyme Rb5/10V3 und Rb8/12V3a keine oder eine deutlich geringere Aktivität als die vergleichbaren Ribozyme Rb5/10V4 und Rb8/12V4.</p>
					<p>
						<pagenumber id="N11B42" label="69" numbering="arabic" start="69"/>
						<mm entity="abb31" file="Schultz_html_8038e0f.png" id="N11B46" label="623#623">
							<caption>
								Abb. 31: Ribozymübersicht II.<link id="_Ref458565712"/></caption>
						</mm>
					</p>
					<p>Erste Untersuchungen zum Basenaustausch im konservierten Bereich der Stammschleife nahmen Perreault et al. (1990) vor. Sie wiesen die große Bedeutung der 2&#8216;-OH-Gruppen der konservierten Ribonukleotide für die Katalyse nach. Verschiedene Ribozyme, in deren Stammschleifen im unterschiedlichen Maß DNA eingebracht wurde, zeigten gegenüber dem Voll-RNA-Ribozym bis 200fach geringere k<sub>cat</sub>-Werte. Unbeeinflusst von dem Austausch war die Substrataffinität. So besaßen alle Ribozyme annähernd gleiche K<sub>m</sub>-Werte. Daher ist eine Funktion der Stammschleife bei der Bildung des Ribozym-Substrat-Komplexes nicht anzunehmen.</p>
					<p>Für den Austausch von RNA durch DNA in den Ribozymflanken wurden in den Arbeiten von Hendry et al. (1992), Shimayama et al. (1993) und Hendry und McCall (1995) andere katalytische <pagenumber id="N11B5C" label="70" numbering="arabic" start="70"/>Werte ermittelt. Entsprechend modifizierte Ribozyme zeigten gegenüber den Voll-RNA-Ribozymen überwiegend Steigerungen des k<sub>cat</sub>-Werts (22fach bei Hendry et al. 1992). Starke Unterschiede hingegen wiesen die ermittelten K<sub>m</sub>-Werte auf. Mit einer 65fachen Steigerung der Konstanten für das RNA-DNA-Ribozym gegenüber dem Voll-RNA-Ribozym wich der von Shimayama et al. (1993) erhaltene Wert deutlich von Hendrys ab. Hendry (1995) begründete diesen Unterschied mit der Zusammensetzung der von ihm benutzten Substrat-RNA TAT S13, die zu 67 % aus Purinbasen bestand. Shimayamas Substrat hingegen wies lediglich ein Gehalt von 30<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>% Purinen auf.</p>
					<p>Vergleicht man die katalytischen Effizienzen (k<sub>cat</sub>/K<sub>m</sub>) für die chimären Ribozyme aus den Arbeiten von Hendry und Shimayama mit denen der Voll-RNA-Ribozyme, wird erkennbar, welchen Einfluss die Flankenlänge und der DNA-Gehalt der Flanken auf die Katalyse besitzen (s.<link ref="_Ref458437061">Tabelle 9</link>). So kann bei Ribozymen mit kurzen Flanken (von weniger als 6 Basen) der Austausch von RNA durch DNA zu einer verminderten katalytischen Effizienz führen.</p>
					<p>
						<table frame="all" id="N11B7B" orient="port" tocentry="1">
							<caption>
								Tabelle 9: Einfluss von Flankenlänge und DNA-Gehalt auf die kinetischen Parameter.<link id="_Ref458437061"/></caption>
							<legend>Angegeben sind die Verhältnisse zwischen den katalytischen Konstanten der RNA-DNA-Ribozyme (RD) und der Voll-RNA-Ribozyme (R).<br/>
								<sup>a) </sup>Spaltung eines 13mer Substrats<br/>
								<sup>b) </sup>Spaltung eines 11mer Substrats<br/>
								<sup>c) </sup>unter multiple-turnover-Bedingungen<br/>
								<sup>d) </sup>unter single-turnover-Bedingungen</legend>
							<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="5">
								<colspec colname="1" colnum="1"/>
								<colspec colname="2" colnum="2"/>
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								<tbody valign="top">
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>Hendry </strong>
												</em>(1992)<sup>a)</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>Shimayama </strong>
												</em>(1993)<sup>b)</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>Hendry </strong>
												</em>(1995)<sup>a)</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>Hendry </strong>
												</em>(1995)<sup>a)</sup>
											</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>Ribozymflanken</strong>
												</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>10/10</strong>
												</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>5/5</strong>
												</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>10/10</strong>
												</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>6/6</strong>
												</em>
											</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>k</strong>
												</em>
												<sub>cat</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong> RD / k</strong>
												</em>
												<sub>cat</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong> R</strong>
												</em>
												<sup>c)</sup>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">22</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">3,6</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">5,1</em>
											</p>
										</entry>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">0,83</em>
											</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
										<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>K</strong>
												</em>
												<sub>m</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong> RD / K</strong>
												</em>
												<sub>m</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong> R</strong>
												</em>
												<sup>c)</sup>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">1,6</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">65</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">1,2</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">2,8</em>
											</p>
										</entry>
									</row>
									<row>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>k</strong>
												</em>
												<sub>cat</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>/K</strong>
												</em>
												<sub>m</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong> RD /<br/>k</strong>
												</em>
												<sub>cat</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong>/K</strong>
												</em>
												<sub>m</sub>
												<em color="#000000" slant="roman">
													<strong> R</strong>
												</em>
												<sup>c)</sup>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">14</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">0,05</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">4,3</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">0,29</em>
											</p>
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											<p>
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													<strong>k</strong>
												</em>
												<sub>obs</sub>
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												</em>
												<sub>obs</sub>
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													<strong> R</strong>
												</em>
												<sup>d)</sup>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">-</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">-</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">19</em>
											</p>
										</entry>
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											<p>
												<em color="#000000" slant="roman">&lt; 0,99</em>
											</p>
										</entry>
									</row>
								</tbody>
							</tgroup>
						</table>
					</p>
					<p>Wie die katalytische Effizienz scheint auch der k<sub>obs</sub>-Wert von der Flankenlänge und dem DNA-Gehalt beeinflusst zu werden. Ein RNA-DNA-Basenaustausch führte unter single-turnover-Bedingungen bei dem Ribozym mit kurzen Flanken (TAT RB 6X2) zur Minderung und bei dem Ribozym mit langen Flanken (TAT RB) zu einer Erhöhung des k<sub>obs</sub>-Werts (Hendry et al. 1995).</p>
					<p>In der vorliegenden Arbeit erbrachte die Substratspaltung mit den allein in den Flanken DNA-modifizierten Ribozymen ein vergleichbares Ergebnis. Der Basenaustausch in den Flanken der Ribozyme R5/10 und Rb8/12 ergab die Ribozyme Rb5/10V1 bzw. Rb8/12V1. Für die beiden chimären Ribozyme wurden geringere k-Werte ermittelt als für die entsprechenden reinen RNA-<pagenumber id="N11E24" label="71" numbering="arabic" start="71"/>Ribozyme. Auffällig ist wiederum, dass die Minderung des k-Werts umso größer ist, je kleiner die Ribozymflanken sind. Das zusätzlich erstellte Ribozym Rb4/6V1, das sich gegenüber dem Ribozym Rb5/10V1 durch eine weitere Verkürzung der Flanken auszeichnet, zeigte keine Aktivität mehr. </p>
					<p>Sowohl in den Flanken als auch im Bereich der nichtkonservierten Region der Stammschleife wurden die Varianten V4, V5 und V6 der Ribozyme Rb5/10 und Rb8/12 mit DNA modifiziert. Dabei scheint die DNA-Modifikation der Stammschleife keinen negativen Einfluss auf die Ribozymaktivität auszuüben. Wie bei Shimayama et al. (1993) führte der zusätzliche Basenaustausch in diesem Bereich eher zu einer leichten Erhöhung der Ribozymaktivität (vergleiche Ribozymvarianten V4 mit V1).</p>
					<p>Gegenüber den reinen RNA-Ribozymen RbO und Rb8/12 weisen die in Flanken und Stammschleife DNA-modifizierten Ribozyme Rb8/12V6 und Rb8/12V4 nahezu identische k-Werte auf. Nomenklatorisch ist zu bemerken, dass die V6-Varianten keine echten Abkömmlinge der Ribozyme Rb5/10 und Rb8/12 sind, da sie keine verkürzte Stammschleife besitzen.</p>
					<p>Aus den Untersuchungen zur DNA-Modifikation der Hammerhead-Ribozyme resultiert das Ribozym Rb8/12V4, das bei hoher Aktivität zum überwiegenden Teil (71 %) aus DNA besteht. Der hohe Anteil an Desoxyribonukleinsäure im Ribozym hat mehrere Vorteile. Erstens kann die Aktivität eines Hammerhead-Ribozyms mit langen Flanken durch DNA-Modifikationen im Bereich der Flanken und der nichtkonservierten Region der Stammschleife gesteigert werden. Zweitens erhöht sich bei diesen Ribozymen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Ribonukleasen, insbesondere gegenüber 3&#8216;-Exonukleasen (Hendry et al. 1992). Und drittens lassen sich durch den DNA-Einbau die Synthesekosten der Ribozyme erheblich senken.</p>
				</subsection>
				<subsection id="N11E33" label="4.2.5">
					<head>Modifizierung mit Phosphorothioaten</head>
					<p>Aus den Untersuchungen zum RNA-DNA-Basenaustausch ging mit Rb8/12V4 ein DNA-reiches und zugleich aktives Ribozym hervor. Um die Stabilität des Ribozyms zu erhöhen, wurden im nächsten Schritt Phoshorothioat-Modifikationen vorgenommen. In früheren Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die Einführung von Phosphorothioaten in Oligonukleotide zur Steigerung ihrer Nukleasenstabilität beitragen kann (Eckstein 1985, Goodchild 1990). Allerdings führte die Einbindung von Phosphorothioaten (PT) in konservierte Regionen der Ribozyme zu einer Verminderung der katalytischen Aktivität (Buzayan et al. 1990, Ruffner und Uhlenbeck 1990).</p>
					<p>Eine Modifizierung der Ribozymflankenenden leitete diesen Abschnitt der Untersuchungen ein. Dazu wurde ausgehend von Rb8/12V4 das Ribozym Rb8/12V4PT erstellt. Dieses unterschied sich von dem Ausgangsribozym durch eine PT-Modifikation am 5&#8216;- und drei PT-Modifikationen am <pagenumber id="N11E3D" label="72" numbering="arabic" start="72"/>3&#8216;-Ende. Im Vergleich der beiden Ribozyme ergab sich für das PT&#8209;modifizierte eine Verringerung des k<sub>obs</sub>-Werts um 30 %. Ein Minderung der katalytischen Effizienz um denselben Betrag wurde von Heidenreich und Eckstein (1992) für ein Ribozym ermittelt, nachdem es in gleicher Weise modifiziert worden war. Eine erhöhte Nukleasenstabilität konnte jedoch für dieses reine RNA-Ribozym nicht festgestellt werden. Erst der Austausch der Pyrimidinbasen durch die entsprechenden Desoxyribonukleoside führte zu einer gesteigerten Widerstandskraft. Auch Shimayama et al. (1993) konnten für ein nur in den Flanken und im nichtkonservierten Teil der Stammschleife PT- und DNA-modifiziertes Hammerhead-Ribozym keine deutlich höhere Nukleasenstabilität als für das Voll-RNA-Ribozym ermitteln. Hingegen steigerte die Einführung von drei PT-Modifikationen in den konservierten Sequenzbereichen des Ribozyms die Stabilität merklich. Die höchste Stabilität jedoch erreichten Shimayama et al. mit zwei Ribozymen, die zwar nur zwei Phosphorothioatverbindungen in der konservierten Region aufwiesen, bei denen aber dafür ein Uracil gegen ein Adenin bzw. Guanin ausgetauscht wurde. Von beiden Ribozymen stellte sich das Adenin-Ribozym als das aktivere heraus. Seine katalytische Effizienz jedoch war 15 mal geringer als die des Voll-RNA-Ribozyms.</p>
					<p>Basierend auf den Ergebnissen von Shimayama et al. wurde in dieser Arbeit das Ribozym Rb8/12V4PT weiter modifiziert, wodurch das das Ribozym RbS entstand. In der folgenden Abbildung wird illustriert, welche Modifikationen diese Ribozym gegenüber dem Ausgangsribozym RbO aufweist.</p>
					<p>
						<mm entity="abb32" file="Schultz_html_652e66f4.png" id="N11E4A" label="486#277">
							<caption>Abb. 32: Ribozymübersicht III.</caption>
						</mm>
					</p>
					<p>Im Unterschied zu den Ergebnissen von Shimayama et al. (1993) wies das Ribozym RbS trotz aller Modifikationen die gleiche Aktivität wie das reine RNA-Ribozym RbO auf. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die Aktivitäten der Ribozyme nur bedingt miteinander verglichen werden <pagenumber id="N11E55" label="73" numbering="arabic" start="73"/>können, da im Unterschied zum RbS-Ribozym in Shimayamas stabilisierten Ribozymen sämtliche Desoxyribonukleotide PT-modifiziert sind. </p>
					<p>Abschließend wurde geprüft, welchen Einfluss ein kationisches Lipid in vitro auf die Substratspaltung hat. Für eine Hemmung der Ribozymaktivität durch die Lipide, die zur Transfektion benötigt werden, wären mehrere Ursachen denkbar. So könnte zum Beispiel die Sekundärstruktur des Ribozyms oder des Substrats durch die geladenen Lipide verändert werden. Des Weiteren wäre bedingt durch die Bildung von Lipid-Ribozym- bzw. Lipid-Substrat-Komplexen die räumliche Trennung von Ribozymen und Substrat möglich. Eine starke Verringerung oder gar die Aufhebung der Ribozymaktivität konnte jedoch nach Zugabe des Lipids nicht nachgewiesen werden (<link ref="_Ref430666187">Abb. 20</link>).</p>
				</subsection>
			</section>
			<section id="N11E63" label="4.3">
				<head>Stabilitätstest</head>
				<p>Im Stabilitätstest wurde die Widerstandsfähigkeit für die Ribozyme RbO und RbS gegenüber Nukleasen untersucht. Dabei erwies sich das Ribozym RbS mit einer mindestens 10fach höheren Halbwertzeit in einer 1 %igen FCS-Lösung als das deutlich stabilere Ribozym. Shimayama et al. (1993) testeten die Stabilität ihrer Ribozyme sowohl in 0,1 %iger FCS-Lösung als auch in 20<em color="#ffffff" slant="roman"> </em>%igem Humanserum. In dem vergleichsweise gering konzentrierten Kälberserum konnten für das Adenin- bzw. das Guanin-Ribozym höhere Halbwertzeiten als für das RbS-Ribozym ermittelt werden. </p>
				<p>Eine deutlich höhere Aggressivität des Kälberserums gegenüber den Ribozymen ergab der Vergleich der Seren in Shimayamas Arbeit. Der Umstand, dass Modifizierungen in den verschiedenen Bereichen der Ribozymstruktur eine ungleiche Zunahme der Stabilität in den Seren bedingten, lässt Abweichungen in der Nukleasenzusammensetzung der Seren vermuten. So ist für das Humanserum ein höherer Gehalt an Exoribonukleasen anzunehmen, da hier die Stabilität eines Ribozyms nach einer DNA-Modifizierung der Flanken merklich zunahm. Im Kälberserum hingegen scheinen die Endoribonukleasen die Aggressivität gegenüber den Ribozymen zu bedingen. In diesem Fall steigerte die PT-Modifizierung der Basen im katalytischen Teil der Stammschleife und der Pyrimidinbasenaustausch die Ribozymstabilität.</p>
				<p>Weitaus größere Steigerungen der Stabilität der Ribozyme lassen sich dadurch erreichen, dass in der 2&#8217;-Position chemisch modifizierte Ribonukleotide eingebaut werden. Für entsprechende Ribozyme mit C-Allyl- bzw. O-Methyl-modifizierten Nukleotiden konnten Halbwertzeiten nachgewiesen werden, die das 50.000fache der des reinen RNA-Ribozyms überschritten (Beigelman et al. 1995). Jedoch stehen der großen Stabilität hohe Synthesekosten gegenüber.</p>
			</section>
			<section id="N11E77" label="4.4">
				<head>
					<pagenumber id="N11E7B" label="74" numbering="arabic" start="74"/>Transfektion</head>
				<p>Für den Einsatz von Ribozymen als Expressionshemmer ist es notwendig, sie an ihren Wirkungsort, das Zytoplasma, zu transportieren. Hierfür existieren grundsätzlich zwei Wege. Zum einen ist es möglich, die Ribozymsequenz in DNA zu kodieren. In ein Plasmid eingebunden wird diese in die Zellen transfiziert, so dass die Zellen selbst die Ribozyme direkt an ihrem Wirkungsort herstellen. Um jedoch die Ribozymwirkung nachzuweisen, ist es erforderlich, die Zellen stabil zu transfizieren. Mehreren Arbeitsgruppen gelang es, mit Hilfe dieser Methode die Expression bestimmter Gene zu hemmen (Cotten und Birnstiel 1989, Scanlon et al. 1991, L'Huillier et al. 1992, Cantor et al. 1993, Potter et al. 1993, Denman et al. 1994, Kobayashi et al. 1994).</p>
				<p>Zum anderen können vorgefertigte Ribozyme direkt in die Zellen eingebracht werden. Für den Transfer von Nukleinsäuren in Zellen steht neben Elektroporation, Mikroinjektion und weiteren Methoden die Transfektion mittels kationischer Lipide zur Verfügung (Überblick von Cotten 1990). In einigen Arbeiten wurde bereits die Wirkung transfizierter Ribozyme untersucht (Sioud et al. 1992, Snyder et al. 1993). Dabei ließ sich für bestimmte Gene die Unterdrückung ihrer Expression nachweisen.</p>
				<p>Untersuchungen zur lipidvermittelten Transfizierung von Zellen mit Nukleinsäuren ergaben, dass verschiedene Zellinien hinsichtlich der Transfektionsparameter, wie das Massenverhältnis von Lipid und Nukleinsäure, unterschiedliche Optima besitzen (Felgner et al. 1987, Malone et al. 1989). Um diesen Umstand zu berücksichtigen und um ein optimales Transfektionsergebnis zu erzielen, wurden in der vorliegenden Arbeit die Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 mit acht verschiedenen Lipid-Lösungen des PerFect Lipid Transfection Kits (Invitrogen) transfiziert. Dabei wurden für das Lipid 6 und 8 unterschiedliche Lipid-Ribozym-Massenverhältnisse getestet. Für eine optimale Wirkung der Ribozyme sollten diese mittels der Transfektion eine möglichst diffuse zytoplasmatische Verteilung in den Zellen erreichen. Das beste Transfektionsresultat konnte mit dem Lipid 6 in einem Massenverhältnis von 6 zu 1 gegenüber dem fluoresceinmarkierten Ribozym RbF erzielt werden. Im konfokalen Lasermikroskop war in diesem Fall neben dem punktförmigen Leuchten liposomaler Einschlüsse die diffuse Färbung des Zytoplamas am ausgeprägtesten. Die katalytische Aktivität des Ribozyms RbF spielte in dem Transfektionsversuch keine Rolle. In den kinetischen Untersuchungen wurde jedoch deutlich, dass die Fluorescein-Markierung die Aktivität des Ribozyms einschränkte. Es zeigte gegenüber dem nichtmarkierten - ansonsten identischen - Ribozym Rb8/12V4PT einen über 75 % geringeren k<sub>obs</sub>-Wert.</p>
			</section>
			<section id="N11E8D" label="4.5">
				<head>
					<pagenumber id="N11E91" label="75" numbering="arabic" start="75"/>Behandlung der Zellen</head>
				<p>Im letzten Teil der vorliegenden Arbeit wurde die In-vivo-Wirksamkeit des entwickelten Ribozyms RbS getestet. Dabei zeigte das Ribozym gegenüber den Kontrollen, einem Antisense-Oligonukleotid und einem Ribozym mit zur PTHrP-mRNA inkomplementären Flanken, keine signifikante Wirkung. Darüber hinaus konnte im Vergleich zur Kontrollsekretion nach der Transfizierung der Zellen mit dem Ribozym keine geringere PTHrP-Konzentration im Zellüberstand gemessen werden. Wird die vergleichsweise starke Aktivität des Ribozyms RbS im zellfreien System betrachtet, lassen sich für die ausbleibende Wirkung in vivo verschiedene Gründe annehmen. </p>
				<p>Beispielsweise besteht die Möglichkeit, dass die Zielsequenz innerhalb der PTHrP-mRNA auf Grund von Sekundärstrukturen für das Ribozym nicht erreichbar ist. Dabei könnten Abweichungen in der Sekundärstruktur der PTHrP-mRNA zwischen dem zellfreien System und den zellulären Bedingungen durch den Längenunterschied der Sequenzen bedingt sein. Unterstützt wird diese Vermutung durch die Tests mit einem Antisense-Oligonukleotid, das der Flankensequenz entspricht. Dieses hybridisiert an die gleiche Zielsequenz wie das Ribozym. Jedoch auch bei der Behandlung der Zellen mit dem ASO in Konzentrationen bis 10 µM war keine Wirkung nachzuweisen. Im Gegensatz dazu verursachte - in den Untersuchungen von Bunge (1997) - die Behandlung der selben Zellinie mit einem Antisense-Oligonukleotid in einer Konzentration von 2,5 µM eine deutliche Hemmung der Translation. Diese Diskrepanz lässt sich am ehesten auf die unterschiedlichen Zielsequenzen der verwendeten Antisense-Oligonukleotide zurückführen:</p>
				<p>
					<table frame="none" id="N11E9E" orient="port" tocentry="1">
						<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
							<colspec colname="1" colnum="1"/>
							<colspec colname="2" colnum="2"/>
							<tbody valign="top">
								<row>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
										<p>
											<strong>Zielsequenz kodiert</strong>
										</p>
										<p>
											<strong>für Aminosäuren</strong>
										</p>
									</entry>
								</row>
								<row>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
								</row>
								<row>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
										<p>
											<strong>ASO in der vorliegenden Arbeit</strong>
										</p>
									</entry>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
										<p>10 - 16</p>
									</entry>
								</row>
								<row>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
										<p>
											<strong>ASO von Bunge </strong>(1997)</p>
									</entry>
									<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
										<p>4 - 9</p>
									</entry>
								</row>
							</tbody>
						</tgroup>
					</table>
				</p>
				<p>Des Weiteren besaß das Ribozym mit 166 nM und 1 µM im Transfektionsmedium eine vergleichsweise niedrige Konzentration. In anderen Arbeiten wurden für die Transfektion von Zellen mit zwischen 4 µM und 50 µM weitaus höhere Ribozymkonzentrationen genutzt (Sioud et al. 1992, Snyder et al. 1993). In dieser Arbeit konnte jedoch aus technischen Gründen die Ribozymkonzentration nur begrenzt angehoben werden. Ebenfalls erscheint die 60minütige Behandlungszeit der Zellen gegenüber den Zeiten in anderen Arbeiten kurz (Sioud et al. 1992, Snyder et al. 1993). Hier wurden die Zellen über Zeiträume von 20 bis 72 Stunden behandelt. Eine lange Behandlungsdauer mit einer hohen Transfektionseffizienz kann aber noch keine Ribozymwirkung garantieren, solange das Ribo<pagenumber id="N11F11" label="76" numbering="arabic" start="76"/>zym nicht frei im Zytoplasma vorliegt. In den Transfektionsversuchen mit dem fluoresceinmarkierten Ribozym konnte nachgewiesen werden, dass auch bei einer Behandlungszeit von nur einer Stunde und der verwendeten Ribozymkonzentration eine gute zelluläre Aufnahme und eine zytoplasmatische Verteilung des Ribozym erfolgte.</p>
				<p>Zweifelsohne wird die Wirkung von expressionshemmenden Mitteln, wie Ribozymen und Antisense-Oligonukleotiden, auch von der Stärke der Genexpression beeinflusst. Sie bestimmt im Zusammenhang mit der absoluten Ribozymmenge in der Zelle die Ribozym-Substrat-Relation. So ist die Wirkung von Expressionshemmern in solchen Zellen geringer, die das entsprechende Gen stark regulieren und daher eine große Menge an mRNA herstellen.</p>
				<p>Letztendlich ist zu diskutieren, ob das Ribozym RbS über eine ausreichende Stabilität für einen Einsatz in vivo verfügte. Eine direkte Kontrolle der Ribozymstabilität in der Zelle gestaltet sich schwierig. So können lediglich Stabilitätstests mit Zellüberständen oder lysierten Zellen einen Hinweis auf die Widerstandskraft gegenüber Nukleasen geben. In Anbetracht dessen, dass selbst ein &#8222;nur&#8220; DNA-modifiziertes Ribozym (Snyder et al. 1993) stabil genug war, um in transfizierten Zellen zu wirken, macht eine ausreichend hohe Stabilität des Ribozyms RbS wahrscheinlich.</p>
			</section>
			<section id="N11F1D" label="4.6">
				<head>Aussagen</head>
				<p>Das in der vorliegenden Arbeit entwickelte Hammerhead-Ribozym RbS konnte in den Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 trotz hoher Aktivität in vitro und gesteigerter metabolischer Stabilität keine nachweisbare Wirkung hervorrufen. Aus den hier vorliegenden Ergebnissen und Literaturangaben lassen sich zusammenfassend für die Entwicklung von metabolisch stabilen Ribozymen zur direkten Behandlung von Zellen in Monolayer-Zellkultur folgende Aussagen treffen:</p>
				<p>
					<ul>
						<li>
							<p>Die Aktivität eines Hammerhead-Ribozyms kann durch Optimierung der Flankenlänge und durch Baseneinsparungen in der Stammschleife erhöht werden. Dabei sind, um eine spätere Aktivität in den Zellen zu gewährleisten, in den zellfreien Versuchen möglichst große Ziel-RNA zu spalten.</p>
						</li>
						<li>
							<p>Der Austausch von Ribonukleotide durch Desoxyribonukleotide ist innerhalb der Ribozymstruktur umfangreich möglich. Neben der gesteigerten Widerstandskraft gegenüber Ribonukleasen und geringeren Synthesekosten kann er eine erhöhte Ribozymaktivität bedingen.</p>
						</li>
						<li>
							<p>In fast allen Bereichen des Ribozyms können eingeführte Phosphorothioatverbindungen die Ribozymstabilität vergrößern. Bei der Modifizierung der konservierten Region der Stammschlei<pagenumber id="N11F39" label="77" numbering="arabic" start="77"/>fe ist jedoch mit einer Verminderung der katalytischen Aktivität zu rechnen. Hier kann der Austausch genau festgelegter Pyrimidinbasen gegen Purinbasen eine höhere Stabilität bei erhaltener Aktivität bewirken.</p>
						</li>
						<li>
							<p>Die Fluorescein-Markierung des Ribozym ermöglicht eine direkte Transfektionskontrolle unter dem Mikroskop. Im Idealfall ist nach erfolgter Transfektion eine diffuse zytoplasmatische Verteilung des Ribozyms in der Zelle zu erkennen. Eine Optimierung der Transfektion ist nur durch Testreihen mit verschiedenen Lipiden und mit unterschiedlichen Lipid-Ribozym-Massenverhältnissen zu erreichen.</p>
						</li>
					</ul>
				</p>
			</section>
		</chapter>
		<chapter id="chapter5" label="5">
			<head>
				<link id="_Ref460727976"/>
				<pagenumber id="N11F50" label="78" numbering="arabic" start="78"/>Zusammenfassung</head>
			<p>Mit der Entdeckung der katalytischen Aktivität von Ribonukleinsäuren wurde begonnen, darauf basierende therapeutische Strategien zu entwickeln, die auf genetischer Ebene den Stoffwechsel oder virale Infektionen von Zellen beeinflussen. Entsprechende Oligoribonukleotide waren befähigt, spezifisch RNA-Stränge zu erkennen und zu spalten. In Analogie zu Enzymen wurden sie als Ribozyme bezeichnet.</p>
			<p>Aufgabe der vorliegenden Arbeit war die Entwicklung eines metabolisch stabilen Hammerhead-Ribozyms. Dieses sollte lipidvermittelt in die Zellen des Nierenzellkarzinoms RCC 95/96 transfiziert werden und dort die Genexpression des dem Parathormon verwandten Proteins (PTHrP) durch die Spaltung der PTHrP-mRNA unterdrücken. Ausgangspunkt der Entwicklung war das Hammerhead-Ribozym RbO. Es wies in zellfreien Versuchen bei der Spaltung einer 232 Basen langen Substrat-RNA mit einem k<sub>obs</sub>-Wert von 47,42 min<sup>-1 </sup>(x 10<sup>-3</sup>) eine zur Literatur vergleichbar hohe Aktivität auf, jedoch zeigte es sich als reiner RNA-Strang gegenüber Nukleasen sehr fragil. Das Endprodukt der in mehreren Schritten abgelaufenen Weiterentwicklung des Ribozyms RbO stellte das Ribozym RbS dar. Im Vergleich zum Ausgangsribozym bestand das in der Stammschleife verkürzte Ribozym zu 71 % aus DNA. Es besaß Phosphorothioatmodifikationen in den Flanken und in den konservierten Sequenzbereichen. Zudem war durch einen Basenwechsel im katalytischen Teil der Stammschleife eine Pyrimidinbase durch eine Purinbase ausgetauscht worden. Zusammen bedingten die genannten Veränderungen eine Steigerung der Ribozymstabilität um mehr als das Zehnfache. Dabei war die katalytische Aktivität des Ribozyms RbS mit einem k<sub>obs</sub>-Wert von 45,76 min<sup>-1 </sup>(x 10<sup>-3</sup>) gegenüber RbO annähernd identisch. </p>
			<p>Das schrittweise Vorgehen bei der Ribozymentwicklung mit dem Erstellen von 20 unterschiedlich modifizierten Ribozymen ermöglichte es, den Einfluss einzelner Modifikationen auf die Ribozymaktivität zu prüfen. Mehrfach konnten dabei die Ergebnisse anderer Forschungsgruppen bestätigt werden. So wurde erkannt, dass für viele Modifikationen, wie Ribozymverkleinerung, RNA-DNA-Basenaustausch und Phosphorothioateinbindung, die Auswirkung auf die katalytische Aktivität nur begrenzt vorherzusagen ist und optimale Ergebnisse nur durch Testreihen zu erlangen sind. </p>
			<p>Bei der Behandlung der Tumorzellen in Monolayer-Zellkultur ließ sich für das Ribozym RbS keine signifikante Wirkung nachweisen. Als Ursache dafür ist am ehesten die auf Grund von Sekundärstrukturen fehlende Erkennung der Zielsequenz innerhalb der PTHrP-mRNA anzunehmen.</p>
		</chapter>
	</body>
	<back id="N11F75">
		<bibliography id="N11F77">
			<head>
				<link id="_Ref451585518"/>
				<pagenumber id="N11F7E" label="79" numbering="arabic" start="79"/>Literaturverzeichnis</head>
			<citation published="yes" workType="Journal">
				<workauthor>Abou Samra, A. B., Jüppner, H., Force, T., Freeman, M. W., Kong, X. F., Schipani, E., Urena, P., Richards, J., Bonventre, J. V., Potts, J. T., Jr. et al. </workauthor>
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				<worktitle>Proc. Natl. Acad. Sci. USA</worktitle>
				<volume>89</volume>, <pages>2732-2736</pages>
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				<articletitle>Ribozyme-mediated inhibition of bcr-abl gene expression in a Philadelphia chromosome-positive cell line.</articletitle>
				<worktitle>Blood</worktitle>
				<volume>82</volume>, <pages>600-605</pages>
			</citation>
			<citation published="yes" workType="Journal">
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				<volume>264</volume>, <pages>7720-7725</pages>
			</citation>
		</bibliography>
		<abbreviation id="N1264F">
			<head>Abkürzungen</head>
			<p>
				<table frame="none" id="N12656" orient="port" tocentry="1">
					<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
						<colspec colname="1" colnum="1"/>
						<colspec colname="2" colnum="2"/>
						<tbody valign="top">
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>ACTH</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>adrenocorticotropes Hormon</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>ADH</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>antidiuretisches Hormon</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>ASO</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Antisenseoligonukleotid</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>as-ssDNA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>gegenläufige einsträngige Desoxyribonukleinsäure (antisense single stranded deoxyribonucleic acid)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>BSA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>
										<em color="#000000" slant="roman">Rinderserumalbumin (bovine serum albumin)</em>
									</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>DNA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Desoxyribonukleinsäure (deoxyribonucleic acid)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>dsDNA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure (double stranded deoxyribonucleic acid)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>EDTA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>
										<em color="#000000" slant="roman">Ethylendiamintetraessigsäure</em>
									</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
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									<p>ELISA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Enzyme-linked-Immuno-Sorbent-Assay</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>FCS</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>
										<em color="#000000" slant="roman">fötales Kälberserum (fetal calf serum)</em>
									</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>IgG</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Immunglobulin G</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>mRNA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Boten-Ribonukleinsäure (messenger ribonucleic acid)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>PAA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Polyacrylamid</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>PBS</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Phosphatpuffer (phosphate buffered saline)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>PCR</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>PNK</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Polynukleotidkinase</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>PTH</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Parathormon</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>PTHrP</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Parathormon-verwandtes Protein (parathyroid hormone-related protein)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>RNA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Ribonukleinsäure (ribonucleic acid)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>SA-POX</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Streptavidin-Peroxidase</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>SDS</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>
										<em color="#000000" slant="roman">n-Dodecylhydrogensulfat</em>
									</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>ssDNA</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>einsträngige Desoxyribonukleinsäure (single stranded deoxyribonucleic acid)</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>TAE</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Tris-Acetat-EDTA-Puffer</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>TBE</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Tris-Borat-EDTA-Puffer</p>
								</entry>
							</row>
						</tbody>
					</tgroup>
				</table>
			</p>
		</abbreviation>
		<declaration id="N1287D">
			<head>Eidesstattliche Versicherung</head>
			<p>Belehrt über die Strafbarkeit einer auch nur fahrlässig falschen Versicherung an Eides Statt versichere ich an Eides Statt:</p>
			<p>
				<table frame="none" id="N12887" orient="port" tocentry="1">
					<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
						<colspec colname="1" colnum="1"/>
						<colspec colname="2" colnum="2"/>
						<tbody valign="top">
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Ich heiße:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Martin Schultz</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>geb. am:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>27. September 1970</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>wohnhaft in:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Sonntagstr. 19, 10245 Berlin</p>
								</entry>
							</row>
						</tbody>
					</tgroup>
				</table>
			</p>
			<p>Ich versichere hiermit, dass ich die der Medizinischen Fakultät Charité vorgelegte Dissertationsschrift:</p>
			<p>&#8222;Entwicklung eines metabolisch stabilen Ribozyms gegen die mRNA des Parathormon-verwandten Proteins (PTHrP)&#8220;</p>
			<p>selbstständig angefertigt habe, die Arbeit auch in Teilen keine Kopie anderer oder eigener Arbeiten darstellt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt wurden.</p>
			<p>Ich habe und hatte bisher kein Promotionsverfahren an anderen Stellen beantragt.</p>
			<p>Mir ist bewusst, dass eine nicht wahrheitsgemäße eidesstattliche Versicherung erhebliche strafrechtliche Konsequenzen für mich haben kann.</p>
			<date>Berlin, den 16.01.2001</date>
		</declaration>
		<vita id="N128F3">
			<head>Curriculum vitae</head>
			<p>von</p>
			<p>Martin Schultz</p>
			<p>geboren am 27. September 1970 in Neubrandenburg</p>
			<p>
				<table frame="none" id="N12903" orient="port" tocentry="1">
					<tgroup align="left" char="" charoff="50" cols="2">
						<colspec colname="1" colnum="1"/>
						<colspec colname="2" colnum="2"/>
						<tbody valign="top">
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Familienstand:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>verheiratet, zwei Kinder</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Schulbildung:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>1977 &#8211; 1984</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Polytechnische Oberschule in Neubrandenburg</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>1984 &#8211; 1989</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Kinder- und Jugendsportschule &#8222;Werner Seelenbinder&#8220; in Berlin</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Erlangen der Hochschulreife:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>29. Juni 1989</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Berufsausbildung:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Krankenpfleger</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>1989 &#8211; 1992</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Berufliche Schule am Klinikum Neubrandenburg</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Krankenpfleger:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>01. September 1992</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top"/>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Studium:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Humanmedizin</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>1992 - 2000</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Humboldt-Universität zu Berlin</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
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							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Promotion:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>am Institut für Pathologie &#8211; Universitätsklinikum Charité der Humboldt-Universität zu Berlin</p>
									<p>Beginn der Promotion am 01. Juni 1996.</p>
									<p>Betreuer: Prof. Dr. Dietel und Dr. Turzynski, Institut für Pathologie</p>
								</entry>
							</row>
							<row>
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							</row>
							<row>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>Dritter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung:</p>
								</entry>
								<entry morerows="0" rotate="0" valign="top">
									<p>5. Dezember 2000</p>
								</entry>
							</row>
						</tbody>
					</tgroup>
				</table>
			</p>
		</vita>
		<acknowledgement id="N12A50">
			<head>Danksagung</head>
			<p>An erster Stelle danke ich meinen Eltern, die mir das Medizinstudium ermöglichten.</p>
			<p>Mein besonderer Dank gilt Prof. Dietel und Dr. Andreas Turzynski für die Überlassung des interessanten Themas sowie für die Bereitstellung des Arbeitsplatzes und der Sachmittel.</p>
			<p>Besonders herzlich danke ich Dr. Andreas Turzynski für die intensive Betreuung, die ständige Diskussionsbereitschaft und für die Einführung in die molekularbiologischen Arbeitstechniken.</p>
			<p>Ebenfalls großen Dank zolle ich Dr. Sabine Müller, die mich mit gutem Rat und vor allem mit der Herstellung der Ribozyme unterstützte.</p>
			<p>Des Weiteren danke ich meinem Kommilitonen Timm Schulz für die gute Zusammenarbeit und den regen Gedankenaustausch.</p>
			<p>Ferner gilt mein Dank den Mitarbeitern des Pathologischen Instituts für ihre Unterstützung. Gesondert nennen möchte ich hier Stefanie Wurr, Imad Kajjal, Dr. Gabriele Saretzki, Dr. Andreas Bunge, Dr. Kai Wiechen und Dr. Ursula Anderer.</p>
			<p>Zuletzt, aber um so herzlicher danke ich meiner Frau Ulrike, die mich in allen Phasen der Arbeit unterstützt hat.</p>
			<p/>
		</acknowledgement>
	</back>
</etd>