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3  Ergebnisse

3.1 Selektion der Ergebnisse

In die folgende Darstellung der Ergebnisse wurden bestimmte Daten nicht aufgenommen. Dazu zählen solche, die wegen unvollständiger Messergebnisse keinen Vergleich zuließen sowie Daten, deren Aussagewert für die Fragestellung der Arbeit nicht ausschlaggebend erschien. Die FS wurde zwar berechnet, sie wurde jedoch nicht ausgewertet, da sie für Patienten mit Wandbewegungsstörungen nur einen begrenzten Aussagewert hat. Ferner wurden für den CI nur die über die Ventrikelvolumina errechneten Werte verwandt, da die über die Mitralklappe dopplerechokardiographisch bestimmten Werte aufgrund der vorhandenen Klappeninsuffizienzen wenig aussagekräftig waren. Auf die Auswertung der Abschätzung der pulmonalen Hypertonie wurde wegen einer insbesondere für die Gruppenbildung zu geringen Datenanzahl verzichtet.

3.2 Darstellung der Ergebnisse

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse graphisch und tabellarisch dargestellt und im Text erläutert. Die graphische Darstellung erfolgt in Form von Kreisdiagrammen, Boxplots und Überlebensfunktionen nach Kaplan-Meier. Die Kreisdiagramme dienen der Veranschaulichung prozentualer Verteilungen. Die Boxplots sind folgendermaßen zu interpretieren: Der Kasten ist durch das obere und untere Quartil (Qo und Qu) der Datenmenge begrenzt. Der Querstrich im Kasten gibt die Lage des Median an. Die von dem Kästchen ausgehenden Linien kennzeichnen den Bereich zwischen dem 1,5fachen Interquartilabstand (FS) unterhalb von Qu und oberhalb von Qo, die so genannte innere Eingrenzung. Werte außerhalb dieser inneren Eingrenzung gelten als Ausreißer. Befinden sie sich noch innerhalb des Bereichs Qu-3*FS und Qo+3*FS werden sie als außerhalb, liegen sie jenseits dieses Bereichs werden sie als weit außerhalb bezeichnet. Entsprechend sind sie mit einem Stern bzw. einem Kreis gekennzeichnet.

Die in den Boxplots veranschaulichten Punkte Median und Interquartilbereich (in Klammern) sind in den entsprechenden Tabellen aufgeführt.

Die Angaben zu Median und Quartilen beziehen sich auf alle vorhandenen Daten der jeweiligen Gruppe. Die Tests zum Vergleich zweier Gruppen schließen nur diejenigen Daten ein, zu denen es in beiden Gruppen Werte gibt, die Anzahl der in den Tests berücksichtigten Patienten ist jeweils im Text angegeben.


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3.2.1  Prä- und postoperative NYHA-Klassifikation

3.2.1.1 Gesamtkollektiv

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die NYHA-Klassifikation vor und nach der Operation. Die prozentuale Verteilung wird in den Abbildungen 3 und 4 verdeutlicht. Das Zeitintervall zwischen Operation und Nachuntersuchung beträgt im Median 11,8 Monate (6,9 - 26,2 Monate).

Tab. 10: NYHA-Klassifikation

 

Präoperativ

Postoperativ

Anzahl

%

Anzahl

%

Klasse I

0

0

2

8,0

Klasse II

1

1,3

15

60,0

Klasse III

39

52,0

8

32,0

Klasse IV

35

46,7

0

0

Gesamt

75

100,0

25

100,0

Abb. 3: NYHA-Klassen präoperativ

Abb. 4: NYHA-Klassen postoperativ

Prä- und postoperative Verteilung unterscheiden sich im McNemar-Test höchstsignifikant (P = 0,000; Anzahl ausgewerteter Patienten N = 25).


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3.2.1.2  Gegenüberstellung der Untergruppen

Die Gruppen lieferten weder prä- noch postoperativ signifikante Unterschiede in der Verteilung der NYHA-Klassifikation (Pprä = 0,906, Ppost = 1,000). In den nachfolgenden Tabellen sind die entsprechenden prozentualen Verteilungen sowie die Absolutzahlen dargestellt.

Tab. 11: präoperative Verteilung der NYHA-Klassifikation in den Untergruppen

 

Gruppe IS

Gruppe ID

Anzahl

%

Anzahl

%

Klasse I

0

0

0

0

Klasse II

1

1,9

0

0

Klasse III

25

48,1

14

60,9

Klasse IV

26

50,0

9

39,1

Gesamt

52

100,0

23

100,0

Tab. 12: postoperative Verteilung der NYHA-Klassifikation in den Untergruppen

 

Gruppe IS

Gruppe ID

Anzahl

%

Anzahl

%

Klasse I

1

5,6

1

14,3

Klasse II

11

61,1

4

57,1

Klasse III

6

33,3

2

28,6

Klasse IV

0

0

0

0

Gesamt

18

100,0

7

100,0


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3.2.2  Prä- und postoperative Echokardiographiebefunde

Das Zeitintervall zwischen Operation und Nachuntersuchung beträgt im Median 11,8 Monate (6,9 - 26,2 Monate).

3.2.2.1 Gesamtkollektiv

Linksatrialer (LA-) Durchmesser

Abb. 5: LA-Durchmesser prä- und postoperativ

Der Durchmesser des linken Vorhofs sank postoperativ im Median leicht ab. Der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 18) ergab für diese Verringerung keine Signifikanz. Folgende Tabelle zeigt die Medianwerte und die Signifikanz.

Tab. 13: Vergleich LA-Durchmesser prä- und postoperativ

Präoperativ

Postoperativ

P

M = 48,3 mm

(43,00 - 54,00 mm)

M = 42,25 mm

(39,00 - 47,93 mm)

0,364


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Linksventrikulärer enddiastolischer Durchmesser (LVEDD)

Abb. 6: LVEDD prä- und postoperativ

Die Abbildung zeigt postoperativ eine Abnahme des linksventrikulären enddiastolischen Durchmessers. Auch der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 18) ergab eine signifikante Verringerung. Die genauen Daten sind der Tabelle 14 zu entnehmen.

Tab. 14: Vergleich LVEDD prä- und postoperativ

Präoperativ

Postoperativ

P

M = 71,00 mm

(65,00 - 77,00 mm)

M = 64,00 mm

(59,00 - 71,00 mm)

0,024


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Ejektionsfraktion (EF)

Abb. 7: EF prä- und postoperativ

Die EF zeigt in der Abbildung eine auch im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 18) höchstsignifikante postoperative Steigerung. Die Medianwerte und das Ergebnis des Wilcoxon-Tests sind in Tabelle 15 dargestellt.

Tab. 15: Vergleich EF prä- und postoperativ

Präoperativ

Postoperativ

P

M = 20,0 %

(17,8 - 28,0 %)

M = 43,3 %

(29,9 - 49,2 %)

0,000


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Mitralinsuffizienz (MI)

Die Verteilung er Mitralinsuffizienz änderte sich laut McNemar-Test signifikant (P = 0,0466; Anzahl ausgewerteter Patienten N = 19). Die prä- und postoperative Verteilung ist aus der Tabelle 16 zu entnehmen. Die Abbildungen verdeutlichen die prozentualen Verteilungen.

Tab. 16: Verteilung der Mitralinsuffizienz prä- und postoperativ

 

Präoperativ

Postoperativ

Anzahl

%

Anzahl

%

Keine MI

9

12,5

9

47,4

MI I°

20

27,8

6

31,6

MI II°

28

38,9

3

15,8

MI III°

10

13,9

1

5,2

MI IV°

5

6,9

0

0,0

Gesamt

72

100,0

19

100,0

Abb. 8: Mitralinsuffizienz präoperativ

Abb. 9: Mitralinsuffizienz postoperativ


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3.2.2.2  Gegenüberstellung der Untergruppen

Linksventrikulärer enddiastolischer Durchmesser (LVEDD)

Abb. 10: LVEDD prä- und postoperativ in den Untergruppen

In der Abbildung ist für die Gruppe ID postoperativ eine deutliche Verringerung des LVEDD zu erkennen. Der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 8) ergab allerdings keine Signifikanz. Auch in der Gruppe IS zeigte sich eine Verringerung des Durchmessers, die im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 10) keine Signifikanz erreichte.

Tab. 17: Vergleich LVEDD prä- und postoperativ in den Untergruppen

 

Präoperativ

Postoperativ

P

Gruppe ID

M = 77,00 mm

(74,00 - 82,00 mm)

M = 67,00 mm

(60,50 - 70,5 mm)

0,141

Gruppe IS

M = 70,00 mm

(64,00 - 74,00 mm)

M = 63,15 mm

(58,00 - 74,00 mm)

0,172

Der Vergleich der Gruppen untereinander ergab signifikante Unterschiede für den präoperativen LVEDD, der in der Gruppe ID höchstsignifikant höher lag (P = 0,000). Postoperativ ergab sich kein signifikanter Unterschied (P = 0,779).


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Ejektionsfraktion (EF)

Abb. 11: EF prä- und postoperativ in den Untergruppen

In beiden Gruppen stieg die EF postoperativ signifikant an. Die in Abbildung 11 graphisch dargestellten Medianwerte und das Ergebnis des Wilcoxon-Tests (Anzahl ausgewerteter Patienten in Gruppe ID N = 7, in Gruppe IS N = 11) sind in der Tabelle genannt.

Tab. 18: Vergleich EF prä- und postoperativ in den Untergruppen

 

Präoperativ

Postoperativ

P

Gruppe ID

M = 20,0 %

(15,0 - 28,0 %)

M = 41,1 %

(27,4 - 43,7 %)

0,047

Gruppe IS

M = 21,0 %

(18,0 - 28,0 %)

M = 45,7 %

(35,9 - 49,7 %)

0,016

Beim Vergleich untereinander wiesen die Gruppen weder prä- noch postoperativ signifikante Unterschiede hinsichtlich der EF auf (Pprä = 0,414, Ppost = 0,383).


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Mitralinsuffizienz (MI)

Die Verteilung der MI-Grade ist aus den unterstehenden Tabellen ersichtlich. Beim Vergleich der Gruppen untereinander ergab sich weder prä- noch postoperativ ein signifikanter Unterschied (Pprä = 0,686, Ppost = 0,542). Beim Vergleich der prä- und postoperativen Verteilungen erbrachte der McNemar - Test in beiden Gruppen ebenfalls keine Signifikanz (PIS = 0,4258; PID = 0,0781).

Tab. 19: präoperative Verteilung der MI in den Untergruppen

 

Gruppe IS

Gruppe ID

Anzahl

%

Anzahl

%

Keine MI

8

16,3

1

4,3

MI I°

14

28,6

6

26,1

MI II°

18

36,7

10

43,5

MI III°

6

12,3

4

17,4

MI IV°

3

6,1

2

8,7

Gesamt

49

100,0

23

100,0

Tab. 20: postoperative Verteilung der MI in den Untergruppen

 

Gruppe IS

Gruppe ID

Anzahl

%

Anzahl

%

Keine MI

6

54,5

3

37,5

MI I°

2

18,2

4

50,0

MI II°

2

18,2

1

12,5

MI III°

1

9,1

0

0,0

MI IV°

0

0,0

0

0,0

Gesamt

11

100,0

8

100,0


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3.2.3  Transthorakale Stressechokardiographie

3.2.3.1 Gesamtkollektiv

Linksventrikulärer endsystolischer Volumenindex (LVESVI)

Abb. 12: LVESVI Ruhe — Dobutamin

Die Abbildung zeigt eine leichte Verringerung des LVESVI unter Dobutaminbelastung. Der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 14) ergab keinen signifikanten Unterschied dieser Werte. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die Medianwerte und die Signifikanz ersichtlich.

Tab. 21: Vergleich LVESVI Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 81,63 ml/m²

(56,83 - 99,65 ml/m²)

M = 58,32 ml/m²

(47,69 - 90,24 ml/m²)

0,104


[Seite 46↓]

Linksventrikulärer enddiastolischer Volumenindex (LVEDVI)

Abb. 13: LVEDVI Ruhe — Dobutamin

Für den LVEDVI ergab sich im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 19) kein signifikanter Unterschied zwischen den Ruhewerten und der Dobutaminbelastung. Tabelle 22 zeigt die Medianwerte sowie die im Wilcoxon-Test errechnete Signifikanz.

Tab. 22: Vergleich LVEDVI Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 131,16 ml/m²

(106,24 - 159,45 ml/m²)

M = 127,44 ml/m²

(88,38 - 149,19 ml/m²)

0,312


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Ejektionsfraktion (EF)

Abb. 14: EF Ruhe — Dobutamin

In der Abbildung ist eine Steigerung der EF unter Dobutamin zu erkennen. Der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 18) ergab dafür eine hohe Signifikanz. In der folgenden Tabelle sind die entsprechenden Werte aufgeführt.

Tab. 23: Vergleich EF Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 43,3 %

(29,9 - 49,1 %)

M = 48,0 %

(38,0 - 61,0 %)

0,007


[Seite 48↓]

Schlagvolumenindex (SVI)

Abb. 15: SVI Ruhe — Dobutamin

Die Abbildung zeigt eine Zunahme des SVI unter Dobutamin. Der Unterschied zwischen den in Ruhe und unter Dobutamin gemessenen Werten ist im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 14) hochsignifikant. Die entsprechenden Daten sind aus folgender Tabelle zu entnehmen:

Tab. 24: Vergleich SVI Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 49,17 ml/m²

(33,40 - 65,62 ml/m²)

M = 67,83 ml/m²

(46,44 - 84,37 ml/m²)

0,003


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Cardiac index (CI)

Abb. 16: CI Ruhe — Dobutamin

Die in der Abbildung graphisch dargestellte Steigerung des CI unter Dobutamin ergab im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 18) hohe Signifikanz. Der entsprechende P-Wert sowie die Medianwerte sind in Tabelle 25 aufgeführt.

Tab. 25: Vergleich CI Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 3,31 ml/min/m²

(2,25 - 3,81 ml/min/m²)

M = 4,99 ml/min/m²

(3,54 - 7,62 ml/min/m²)

0,001


[Seite 50↓]

3.2.3.2  Gegenüberstellung der Untergruppen

Linksventrikulärer endsystolischer Volumenindex (LVESVI)

Abb. 17: LVESVI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Wie in der Abbildung zu sehen, zeigte sich in der Gruppe ID keine Veränderung des LVESVI unter Dobutaminbelastung. In der Gruppe IS dagegen sank der LVESVI unter Dobutaminbelastung hochsignifikant im Vergleich zum Ruhezustand ab. Nachfolgende Tabelle zeigt die entsprechenden Medianwerte und die im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten in Gruppe ID N = 6, in Gruppe IS N = 8) errechnete Signifikanz.

Tab. 26: Vergleich LVESVI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 88,12 ml/m²

(52,22 - 107,97 ml/m²)

M = 86,71 ml/m²

(58,22 - 102,09 ml/m²)

1,000

Gruppe IS

M = 81,55 ml/m²

(61,82 - 97,73 ml/m²)

M = 49,22 ml/m²

(24,64 - 70,72 ml/m²)

0,016

Beim Vergleich untereinander zeigten die Gruppen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des LVESVI (PRuhe = 0,904; PDobutamin   0,059).


[Seite 51↓]

Linksventrikulärer enddiastolischer Volumenindex (LVEDVI)

Abb. 18: LVEDVI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

In der Gruppe ID ergab sich für die in der Abbildung erkennbare tendenzielle Erhöhung des LVEDVI unter Dobutaminbelastung keine Signifikanz im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 8). Die Gruppe IS dagegen zeigte unter Dobutamin eine im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 11) signifikante Abnahme des LVEDVI. Die jeweiligen Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Tab. 27: Vergleich LVEDVI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 124,38 ml/m²

(96,67 -145,12 ml/m²)

M = 139,99 ml/m²

(113,48 - 152,84 ml/m²)

0,461

Gruppe IS

M = 138,61 ml/m²

(118,56 - 173,21 ml/m²)

M = 119,30 ml/m²

(80,16 - 144,14 ml/m²)

0,019

Der Vergleich der Gruppen untereinander erbrachte keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des LVEDVI (PRuhe = 0,351; PDobutamin = 0,310).


[Seite 52↓]

Ejektionsfraktion (EF)

Abb. 19: EF Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Die Abbildung zeigt für die Gruppe ID keine wesentliche Steigerung der EF unter Dobutaminbelastung. Im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 7) ergab sich keine Signifikanz. In der Gruppe IS war die deutlich sichtbare Erhöhung der EF auch im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 11) hochsignifikant.

Tab. 28: EF Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 41,0 %

(27,4 - 43,7 %)

M = 41,0 %

(33,0 - 43,0 %)

0,844

Gruppe IS

M = 45,7 %

(35,9 - 49,7 %)

M = 59,0 %

(48,0 - 69,5 %)

0,002

Beim Vergleich der Gruppen untereinander ergab sich in Ruhe keine Signifikanz (PRuhe = 0,152). Unter Dobutaminbelastung wies die Gruppe IS eine signifikant höhere EF auf als die Gruppe ID (PDobutamin = 0,019).


[Seite 53↓]

Schlagvolumenindex (SVI)

Abb. 20: SVI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Abbildung 20 zeigt für beide Gruppen einen Anstieg des SVI unter Dobutaminbelastung. Für die Gruppe ID ergab der Wilcoxon-Test dafür keine Signifikanz, für die Gruppe IS fiel der Test signifikant aus (Anzahl ausgewerteter Patienten in Gruppe ID N = 6, in Gruppe IS N = 8). Die entsprechenden Werte sind aus Tabelle 29 zu entnehmen.

Tab. 29: Vergleich SVI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 37,48 ml/m²

(27,85 - 53,87 ml/m²)

M = 57,43 ml/m²

(46,44 - 68,23 ml/m²)

0,063

Gruppe IS

M = 52,12 ml/m²

(42,95 - 68,10 ml/m²)

M = 71,43 ml/m²

(49,34 - 96,48 ml/m²)

0,039

Die Gruppe IS wies sowohl in Ruhe als auch unter Dobutamin einen höheren SVI auf, es konnte jedoch keine Signifikanz nachgewiesen werden (PRuhe = 0,062; PDobutamin = 0,414).


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Cardiac index (CI)

Abb. 21: CI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Wie auf der Abbildung zu erkennen, stieg der CI in beiden Gruppen unter Dobutaminbelastung an. Der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 6) ergab allerdings für die Gruppe ID keine Signifikanz. Für die Gruppe IS war der Anstieg im Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 8) signifikant. Die jeweiligen P-Werte und Medianwerte sind in Tabelle 30 dargestellt.

Tab. 30: Vergleich CI Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 2,65 ml/min/m²

(2,13 - 3,68 ml/min/m²)

M = 4,99 ml/min/m²

(4,64 - 6,40 ml/min/m²)

0,063

Gruppe IS

M = 3,63 ml/min/m²

(2,39 - 4,18 ml/min/m²)

M = 5,51 ml/min/m²

(3,44 - 9,06 ml/min/m²)

0,016

Der Vergleich der Gruppen untereinander ergab keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des CI (PRuhe = 0,237; PDobutamin = 0,950).


[Seite 55↓]

3.2.4  Transösophageale Stressechokardiographie

3.2.4.1 Gesamtkollektiv

Linksventrikuläre enddiastolische Querschnittsfläche (EDA)

Abb. 22: EDA Ruhe — Dobutamin

Die enddiastolische Fläche nahm unter Dobutaminbelastung ab. Die Änderung war im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 17) hochsignifikant. In Tabelle 31 sind die Medianwerte und die Signifikanz dargestellt.

Tab. 31: Vergleich EDA Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 35,7 cm²

(26,00 - 41,50 cm²)

M = 31,90 cm²

(24,70 - 37,10 cm²)

0,003


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Linksventrikuläre endsystolische Querschnittsfläche (ESA)

Abb. 23: ESA Ruhe — Dobutamin

Auch für die Entwicklung der ESA ergab sich ein höchstsignifikanter Unterschied im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 17). Die Verringerung ist in der Abbildung dargestellt. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die dazugehörigen Werte zu entnehmen.

Tab. 32: Vergleich ESA Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 26,40 cm²

(16,60 - 31,80 cm²)

M = 22,55 cm²

(14,10 – 24,60 cm²)

0,000


[Seite 57↓]

Fractional area change (FAC)

Abb. 24: FAC Ruhe — Dobutamin

In Abbildung 24 ist die Zunahme der FAC zu erkennen. Der Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 17) ergab für diese Änderung hohe Signifikanz. In Tabelle 33 sind die entsprechenden Werte dargestellt.

Tab. 33: Vergleich FAC Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 24,82 %

(20,72 - 30,38 %)

M = 33,82 %

(25,32 – 43,79 %)

0,001


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Jetfläche/Vorhoffläche

Abb. 25: Jetfläche/Vorhoffläche Ruhe — Dobutamin

Die Relation Vorhoffläche/Jetfläche stieg unter Dobutaminbelastung leicht an. Statistisch ist der Unterschied nicht signifikant. Das Ergebnis des Wilcoxon-Tests (Anzahl ausgewerteter Patienten N = 9) sowie die Medianwerte finden sich in der nachfolgenden Tabelle.

Tab. 34: Vergleich Jetfläche/Vorhoffläche Ruhe — Dobutamin

Ruhe

Dobutamin

P

M = 0,17

(0,02 - 0,28)

M = 0,25

(0,04 - 0,42)

1,000


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Mitralinsuffizienz (MI)

Die Verteilung der MI in Ruhe und unter Dobutamin ist aus der Tabelle 35 zu entnehmen. Die Abbildungen 26 und 27 verdeutlichen die prozentualen Verteilungen.

Tab. 35: Verteilung der MI in Ruhe und unter Dobutamin

 

Ruhe

Dobutamin

Anzahl

%

Anzahl

%

Keine MI

5

26,3

2

13,3

MI I°

6

31,6

6

40,0

MI II°

6

31,6

4

26,7

MI III°

2

10,5

3

20,0

MI IV°

0

0

0

0

Gesamt

19

100

15

100

Abb. 26: Verteilung MI Ruhe

Abb. 27: Verteilung MI Dobutamin

Es ergab sich im McNemar-Test kein signifikanter Unterschied zwischen Ruhe- und Belastungswerten (P = 1,0).


[Seite 60↓]

3.2.4.2  Gegenüberstellung der Untergruppen

Linksventrikuläre enddiastolische Querschnittsfläche (EDA)

Abb. 28: EDA Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Die Abbildung zeigt für die Gruppe ID eine Abnahme der enddiastolischen Fläche unter Dobutamin. Auch der Wilcoxon-Test ergab für diese Verringerung eine Signifikanz. In der Gruppe IS verändert sich der Parameter nicht. Die Medianwerte und das Ergebnis des Wilcoxon-Tests (Anzahl ausgewerteter Patienten in Gruppe ID N = 7, in Gruppe IS N = 10) sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Tab. 36: Vergleich EDA Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 38,20 cm²

(34,65 - 41,20 cm²)

M = 33,30 cm²

(28,60 - 37,30 cm²)

0,016

Gruppe IS

M = 32,50 cm²

(20,70 - 41,50 cm²)

M = 31,90 cm²

(20,50 - 35,90 cm²)

0,131

Die beiden Gruppen zeigen beim Vergleich untereinander keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich der EDA (PRuhe = 0,327; PDobutamin = 0,446).


[Seite 61↓]

Linksventrikuläre endsystolische Querschnittsfläche (ESA)

Abb. 29: ESA Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Die Abbildung 29 zeigt für beide Gruppen eine Verringerung der endsystolischen Fläche unter Dobutaminbelastung, die im Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten in Gruppe ID N = 7, in Gruppe IS N = 10) ebenfalls signifikant war. Die entsprechenden Werte zeigt die nachfolgende Tabelle.

Tab. 37: Vergleich ESA Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 31,20 cm²

(25,15 – 33,10 cm²)

M = 23,55 cm²

(18,30 – 28,25 cm²)

0,016

Gruppe IS

M = 24,20 cm²

(15,10 – 30,90 cm²)

M = 20,55 cm²

(4,30 – 24,20 cm²)

0,010

Untereinander unterscheiden sich die Gruppen hinsichtlich der ESA nicht signifikant (PRuhe = 0,185; PDobutamin = 0,211).


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Fractional area change (FAC)

Abb. 30: FAC Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

Wie in der Abbildung zu sehen, steigt der Parameter FAC unter Dobutaminbelastung in beiden Gruppen an. Dieser Anstieg ist statistisch signifikant. Die Medianwerte und die Signifikanzen aus dem Wilcoxon-Test (Anzahl ausgewerteter Patienten in Gruppe ID N = 7, in Gruppe IS N = 10) sind in der Tabelle 38 dargestellt.

Tab. 38: Vergleich FAC Ruhe — Dobutamin in den Untergruppen

 

Ruhe

Dobutamin

P

Gruppe ID

M = 24,70 %

(16,32 - 27,39 %)

M = 28,73 %

(23,68 - 37,71 %)

0,016

Gruppe IS

M = 28,67 %

(20,96 - 41,92 %)

M = 39,24

(28,13 - 74,10 %)

0,020

Untereinander wiesen die Gruppen hinsichtlich der FAC weder in Ruhe noch unter Dobutaminbelastung signifikante Unterschiede auf (PRuhe = 0,161; PDobutamin = 0,083).


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Mitralinsuffizienz (MI)

Die Verteilung der MI-Grade ist aus den Tabellen 39 und 40 ersichtlich. Beim Vergleich der Gruppen untereinander ergab sich weder in Ruhe noch unter Dobutaminbelastung ein signifikanter Unterschied (PRuhe=0,251, PDobutamin=0,585). Für die Entwicklung der Verteilungen unter Dobutamin erbrachte der McNemar-Test in beiden Gruppen ebenfalls keine Signifikanz (PIS= 1,0; PID=1,0).

Tab. 39: Verteilung der MI in Ruhe in den Untergruppen

 

Gruppe IS

Gruppe ID

Anzahl

%

Anzahl

%

Keine MI

4

36,3

1

12,5

MI I°

2

18,2

4

50,0

MI II°

3

27,3

3

37,5

MI III°

2

18,2

0

0

MI IV°

0

0

0

0

gesamt

11

100

8

100

Tab. 40: Verteilung der MI unter Dobutaminbelastung in den Untergruppen

 

Gruppe IS

Gruppe ID

Anzahl

%

Anzahl

%

Keine MI

1

12,5

1

14,3

MI I°

2

25,0

4

57,1

MI II°

3

37,5

1

14,3

MI III°

2

25,0

1

14,3

MI IV°

0

0

0

0

gesamt

8

100

7

100


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3.2.5  Darstellung der Überlebenszeiten

3.2.5.1 Gesamtkollektiv

In der folgenden Tabelle sind die Anzahl der im Beobachtungszeitraum verstorbenen Patienten, die Unterteilung in kardiale und nichtkardiale Todesursache sowie die Überlebensraten perioperativ (30 Tage), nach einem Jahr, nach zwei und nach drei Jahren angegeben.

Tab. 41: Mortalität, Todesursachen und Überlebensraten Gesamtkollektiv

N

verstorben

Todesursache

Überlebensraten

a. alle Todesursachen

b. kardiale Todesursachen

kardial

nicht kardial

 

perioperativ

1 Jahr

2 Jahre

3 Jahre

75

34 45,3 %

26 34,7 %

8 10,7 %

a

88,0 %

62,7 %

56,4 %

52,0 %

b

88,0 %

69,9 %

66,7 %

61,5 %

Die folgende Abbildung stellt nach Kaplan-Meier die Überlebensfunktionen unter Berücksichtigung aller, bzw. nur der kardialen Todesursachen dar. Die vertikalen Markierungen kennzeichnen dabei das Ende der Beobachtung eines noch lebenden Patienten („zensiert“).

Abb. 31: Überlebensfunktion Gesamtkollektiv


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Überlebensrate mit implantiertem Cardioverter-Defibrillator (ICD)

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die Überlebensrate von Patienten mit und ohne Implantation eines Cardioverter-Defibrillators (ICD). Es wurden hierbei nur kardiale Todesursachen berücksichtigt.

Tab. 42: Überlebensrate mit und ohne ICD

 

N

Verstorben kardiale Urs.

Überlebensraten

perioperativ

1 Jahr

2 Jahre

3 Jahre

Pat. mit ICD

29

7 24,1 %

96,5 %

82,2 %

77,9 %

72,3 %

Pat. ohne ICD

46

19 41,3 %

82,6 %

61,6 %

59,2 %

54,9 %

In der Abbildung wird der Verlauf der Überlebenskurve nach Kaplan-Meier dargestellt. Für das bessere Abschneiden der Gruppe mit ICD ergab der Breslow-Test eine Signifikanz (P = 0,05), im Log Rank-Test (P = 0,09) und im Tarone-Ware-Test (P = 0,07) war der Unterschied nicht signifikant.

Abb. 32: Überlebensfunktion von Patienten mit und ohne ICD


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3.2.5.2  Gegenüberstellung der Untergruppen

In der folgenden Tabelle sind für die Gruppen IS und ID die Anzahl der im Beobachtungszeitraum verstorbenen Patienten, die Unterteilung in kardiale und nichtkardiale Todesursache sowie die Überlebensraten perioperativ (30 Tage), nach einem Jahr, nach zwei und nach drei Jahren angegeben. Die Überlebensraten beziehen sich auf kardiale Todesursachen.

Tab. 43: Mortalität, Todesursachen und Überlebensraten der Gruppen IS und ID

Gruppe

N

verst.

Todesursache

Überlebensrate

kardial

nicht kardial

periop.

1 Jahr

2 Jahre

3 Jahre

IS

52

21 40,4 %

14 26,9 %

7 13,5 %

96,1 %

73,3 %

73,3 %

69,2 %

ID

23

12 52,2 %

11 47,8 %

1 4,3 %

70,3 %

62,5 %

52,1 %

43,4 %

In dieser Abbildung werden die Überlebenskurven der beiden Gruppen nach Kaplan‑Meier dargestellt. Der Unterschied ist statistisch signifikant (Tarone-Ware-Test: P = 0,02, Breslow-Test P = 0,02, Log Rank-Test: P = 0,03).

Abb. 33: Überlebensfunktionen der Untergruppen


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15.10.2004